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Dataro

Dataro Tech Pty Ltd (Sydney, Australien)

4/5
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Australische KI-Plattform speziell für Nonprofit-Fundraising. Dataro legt sich als Vorhersage-Schicht über bestehende CRM-Systeme (Salesforce, Raiser's Edge, Bloomerang) und liefert Spender-Scores: Wer wird abwandern? Wer hat Upgrade-Potenzial? Welche Neukunden lohnen sich für Direktmarketing? Die Plattform wird von 300+ NGOs in 20+ Ländern eingesetzt, darunter Greenpeace, WWF und andere internationale Großorganisationen. Hosting in AWS Australien-Regionen.

Kosten: Drei Stufen mit jährlicher Plattformgebühr plus Preis je aktivem Spender: Essentials ab 15.000 USD/Jahr (+ 0,10 USD/Spender), Growth ab 25.000 USD/Jahr (+ 0,12 USD/Spender), Enterprise auf Anfrage. Modulbasiert (Donor Predictions, Smart Audiences, ProspectAI, Personalized Content, Intelligent Reporting).

Kategorien

Stärken

  • Spezialisiert auf Nonprofit-Fundraising, keine generische CRM-KI, sondern fundraising-spezifische Modelle
  • Direkte Connectors zu gängigen Nonprofit-CRMs (Salesforce NPSP, Raiser's Edge, Bloomerang, Salesforce.org)
  • Donor Predictions, ProspectAI, Smart Audiences, Personalized Content und Intelligent Reporting als Modul-Bausteine
  • Echtzeit-Segmentierung, Listen aktualisieren sich automatisch nach jeder Kampagne
  • Belegbare Case Studies: Greenpeace, WWF und andere berichten über 2–5× ROI gegenüber RFM-Standard
  • AES-256-Verschlüsselung, MFA, DSGVO-konform laut Datenschutzerklärung
  • Gegründet 2018 in Sydney, eigene ML-Forschungsbasis, nicht nur Wrapper für Drittmodelle

Einschränkungen

  • Datenhaltung in AWS Australien, kein EU-Hosting verfügbar, Drittlandstransfer notwendig
  • Hohe Einstiegsschwelle: Essentials startet bei 15.000 USD/Jahr plus Pro-Spender-Gebühr, für kleine Häuser kaum tragbar
  • Oberfläche und Support ausschließlich auf Englisch
  • Funktioniert nur bei sauberer CRM-Datenbasis, schlechte Stammdaten produzieren schlechte Modelle
  • Für sehr kleine NGOs (unter 1.000 aktive Spender) reicht die Datenmenge selten für aussagekräftige ML-Modelle
  • Schmaler europäischer Markt, Vertrieb und Support primär auf APAC und Nordamerika ausgerichtet

Passt gut zu

Etablierte NGOs mit 5.000+ aktiven Spendern und gepflegtem CRM Fundraising-Teams, die RFM-Segmentierung von manuell auf ML-gestützt heben wollen Organisationen mit Massen-Mailings, Telefon-Fundraising oder Dauerspender-Retention Internationale NGOs mit englischsprachigem Fundraising-Team

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du hast ein gepflegtes Spender-CRM mit mehreren Jahren Historie
  • Du willst Abwanderungsrisiko und Upgrade-Potenzial pro Spender messbar machen
  • Dein Fundraising arbeitet kanalübergreifend (Direct Mail, Digital, Telefon, Major Giving)
  • Du planst eine deutliche Verbesserung der Mailing-Effizienz und Spender-Retention

Wann nein

  • Deine Organisation hat unter 1.000 aktive Spender, die Datenbasis trägt keine ML-Modelle
  • Du brauchst zwingend EU-Datenhosting für DSGVO-sensible Spenderdaten
  • Dein Team arbeitet ausschließlich auf Deutsch und braucht deutschen Support
  • Du erwartest Self-Service-Onboarding ohne mehrwöchige Implementierung

Kurzfazit

Dataro ist eine der wenigen ernstzunehmenden KI-Plattformen, die ausschließlich für Nonprofit-Fundraising gebaut wurden, kein generisches CRM-Add-on, sondern ein dediziertes Predictive-Analytics-Layer mit eigener ML-Forschung. Die Stärke liegt in fundraising-spezifischen Vorhersagen (Churn-Risiko, Upgrade-Potenzial, Neuspender-Wahrscheinlichkeit) und sauberen Connectors zu Salesforce NPSP, Raiser’s Edge und Bloomerang. Schwächen aus deutscher Sicht: Das Unternehmen sitzt in Sydney, hostet bei AWS in Australien, hat keine EU-Region und kein deutschsprachiges Support-Team. Für deutsche NGOs ist das eine Hürde, die Plattform funktioniert sehr gut, aber der Datenschutz-Pfad führt über Standardvertragsklauseln und Drittlandstransfer. Für mittelgroße bis große englischsprachige NGOs mit gepflegtem CRM ist Dataro eines der besten Werkzeuge am Markt.

Für wen ist Dataro?

Etablierte NGOs mit Spenderbestand 5.000+: ML-Modelle brauchen Datenmasse. Wer einen lebendigen Spenderstamm im fünfstelligen Bereich pflegt und mehrere Jahre Historie hat, bekommt belastbare Scores. Greenpeace, WWF und vergleichbare Organisationen sind die typischen Anwender, die ML-Modelle entfalten dort ihre volle Wirkung.

Fundraising-Teams mit Massen-Mailings: Wer regelmäßig Direct-Mail-Kampagnen versendet (Spendenaufrufe, Patenschafts-Reactivations, Bestandskunden-Reminder), bekommt mit Smart Audiences automatisch optimierte Empfängerlisten. Die typische Effizienzsteigerung liegt bei 20–40 % weniger Versand bei gleichbleibendem oder höherem Spendenvolumen, ein direkter Kostenhebel.

Telefon-Fundraising-Teams: Hohe Stundensätze, begrenzte Anrufzeit, jeder Anruf zählt. Dataro priorisiert Anruflisten nach Abwanderungsrisiko und Spender-Lifetime-Value, sodass die teuersten Kanäle auf die wichtigsten Spender konzentriert werden. Für Dauerspender-Retention dokumentiert: einzelne Greenpeace-Kampagnen mit 5× höherem ROI gegenüber RFM-Standard.

Major-Giving- und Mid-Level-Teams: ProspectAI identifiziert Spender mit Upgrade-Potenzial, also Personen, die heute kleine Beträge geben, aber gegebenenfalls für signifikant höhere Beträge ansprechbar wären. Das verkürzt die manuelle Prospect-Research und richtet die knappen Major-Giving-Ressourcen gezielter aus.

Internationale NGOs mit englischsprachigem Hauptteam: Wer in Genf, London, Brüssel oder New York operiert und Englisch als Arbeitssprache hat, bekommt mit Dataro einen sauberen Workflow. Für deutsche Provinz-Stiftungen mit ausschließlich deutscher Belegschaft ist die Sprachbarriere ein realer Faktor.

Weniger geeignet für: Kleine NGOs unter 1.000 aktiven Spendern (die Datenbasis trägt keine ML-Modelle), Organisationen mit zwingender EU-Datenresidenz, Fundraising-Teams ohne CRM-Infrastruktur, Stiftungen mit reiner Mittelvergabe ohne Spenden-Akquise.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Essentialsab 15.000 USD/Jahr + 0,10 USD je aktivem SpenderEinstiegspaket mit den Kernmodulen, ProspectAI mit 300 Credits/Jahr
Growthab 25.000 USD/Jahr + 0,12 USD je aktivem Spender„Most Popular”, erweiterte Modelle und höheres ProspectAI-Kontingent
EnterpriseAuf AnfrageIndividueller Funktionsumfang, größte Implementierungen (Greenpeace-Klasse)
Moduleim Paket enthaltenDonor Predictions, Smart Audiences, Personalized Content, Intelligent Reporting, ProspectAI (US-Records)
ImplementierungInklusive oder AufpreisSetup, Connector-Konfiguration, ML-Training auf historischen Daten

Einordnung: Anders als früher veröffentlicht Dataro inzwischen eine öffentliche Preisliste mit einem Schätzrechner. Die Struktur kombiniert eine jährliche Plattformgebühr mit einem Pro-Spender-Preis, der mit wachsender Datenbank sinkt. Schon der Einstieg über Essentials startet bei 15.000 USD/Jahr plus 0,10 USD je aktivem Spender, eine NGO mit 50.000 Spendern landet dadurch schnell im Bereich 20.000 USD/Jahr und mehr. Für eine NGO mit klassischem Direct-Mail-Programm amortisiert sich Dataro typischerweise im ersten Kampagnenjahr, die Mailing-Einsparungen allein decken die Lizenzkosten. Wichtige Faustregel: Wenn die jährlichen Druck- und Portokosten 50.000 € überschreiten, ist die Investition in ML-Selektion realistisch. Darunter rechnet sich die Plattform selten, dann sind Bordmittel des CRMs (z. B. Bloomerang Insights) der pragmatischere Einstieg.

Stärken im Detail

Fundraising-spezifische Modelle statt generischer KI. Dataro hat seine Modelle ausschließlich auf NGO-Spenderdaten trainiert und versteht die Eigenheiten: saisonale Spendenmuster (Weihnachten, Katastrophen), Dauerspender-Verhalten, Reaktivierungs-Dynamik. Generische CRM-KI (Salesforce Einstein, HubSpot AI) trifft diese Logik nur bedingt, die Modelle dort sind auf Vertriebs-Pipelines optimiert, nicht auf Spender-Retention.

Direkte Connectors zu gängigen Nonprofit-CRMs. Salesforce NPSP, Raiser’s Edge (Blackbaud), Bloomerang, Salesforce.org, die Standard-CRMs im NGO-Markt sind vollständig angebunden. Setup-Aufwand ist überschaubar (1–2 Wochen Onboarding), wenn das CRM gepflegt ist. Custom-Connectors für eigene Systeme sind möglich, aber zusätzlicher Aufwand.

Echtzeit-Segmentierung statt manueller Listenpflege. Nach jeder Kampagne aktualisieren sich die Empfänger-Scores automatisch. Wer geöffnet hat, wer gespendet hat, wer nicht reagiert hat, alles fließt ins nächste Modell-Update. Fundraising-Manager müssen nicht mehr wöchentlich Excel-Listen pflegen, sondern arbeiten mit live aktualisierten Segmenten.

Belegbare Case Studies mit harten Zahlen. Anders als viele Predictive-Analytics-Anbieter veröffentlicht Dataro konkrete Kunden-Ergebnisse: Greenpeace mit 5× ROI bei Dauerspender-Retention, kleinere NGOs mit 20–40 % Mailing-Effizienzsteigerung, gehaltene Spender, die ohne KI-Frühwarnung abgewandert wären. Die Belege sind im Marktvergleich überdurchschnittlich solide.

Eigene ML-Forschungsbasis. Dataro entwickelt seit 2018 eigene Modelle, nicht nur Wrapper für GPT/Claude. Das ist im KI-Markt zunehmend selten, schafft aber technische Differenzierung, die Modelle sind auf den Anwendungsfall optimiert, nicht generisch zugeschnitten.

Internationale Erfahrung. 300+ NGOs in 20+ Ländern bedeuten: Die Plattform hat Erfahrung mit unterschiedlichen Fundraising-Kulturen, US-Style (Major Giving, Hochfrequenz-Mailings), EU-Style (Dauerspender-fokussiert, Datenschutz-sensibel), APAC-Style. Das hilft beim Modell-Tuning für die jeweilige Region.

Schwächen ehrlich betrachtet

Datenhaltung in AWS Australien, kein EU-Hosting. Die Datenschutzerklärung nennt explizit Hosting in australischen AWS-Regionen. Für deutsche NGOs ist das ein Drittlandstransfer mit Adäquanzbeschluss-Lücke, die EU-Kommission hat Australien bisher nicht als adäquat eingestuft. Saubere Nutzung erfordert Standardvertragsklauseln, Transfer-Folgenabschätzung und ggf. zusätzliche Schutzmaßnahmen. Wer mit besonders sensiblen Spenderdaten arbeitet (z. B. medizinische, weltanschauliche, politische), sollte das vorab juristisch prüfen lassen.

Hohe Einstiegsschwelle. Dataro veröffentlicht inzwischen zwar öffentliche Preise, doch die Latte liegt hoch: Essentials beginnt bei 15.000 USD/Jahr plus einer Pro-Spender-Gebühr, Growth bei 25.000 USD/Jahr. Für kleine und mittlere deutsche NGOs mit knappem Budget ist das eine relevante Hürde, der Pro-Spender-Anteil treibt die Kosten bei großen Datenbanken zusätzlich nach oben. Erst ab einem ordentlichen jährlichen Mailing-Volumen rechnet sich die Investition.

Englischsprachige UI und englischer Support. Die Plattform ist nicht ins Deutsche lokalisiert. Bei einfachen Aufgaben funktioniert das, in komplexeren Setup- oder Modell-Diskussionen wird Englisch zur Hürde, vor allem in deutschen NGOs mit Ehrenamtlichen oder älteren Mitarbeitenden ohne Business-Englisch.

Datenqualität ist alles. Garbage in, garbage out. Wenn Spenderhistorien lückenhaft sind, Duplikate im CRM stehen oder Spendenattribute uneinheitlich erfasst werden, liefern die Modelle schlechte Scores. Eine ehrliche CRM-Datenqualitätsanalyse vor dem Dataro-Onboarding ist Pflicht, sonst werden zuerst die Daten bereinigt, bevor die Plattform überhaupt Wirkung entfaltet. Das kann Monate dauern.

Mindestgröße der Datenbasis. Unter 1.000 aktiven Spendern lohnt sich Dataro nicht, die ML-Modelle haben zu wenig Trainingsdaten, die Vorhersagen werden ungenau, der ROI bricht ein. Kleine NGOs sollten zuerst CRM-Bordmittel ausschöpfen, bevor sie über externe Predictive-Analytics nachdenken.

Europäischer Markt schmal. Der Vertriebsfokus liegt auf APAC und Nordamerika. Europäische NGOs sind in Dataros Kundenstamm vertreten, aber die Vertriebsorganisation und der Support sind nicht primär auf Europa ausgerichtet. Antwortzeiten und Reaktionsgeschwindigkeit können entsprechend variieren, vor allem bei der Time-Zone-Differenz Sydney/Mitteleuropa.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine vollständige CRM-Lösung mit eingebauter KI brauchstSalesforce Einstein & Agentforce
Ein NGO-spezifisches CRM mit Basis-Analyse willstBloomerang
Eine breite Marketing-Automation-Plattform mit KI suchstHubSpot
Auf Salesforce als Plattform aufbauen willstSalesforce

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Gravyty (US-Wettbewerber, AI Fundraising Officer, eher Major-Giving-Fokus), Fundraise Up (digitale Spendenformulare mit Optimierung), iWave (Wealth-Screening klassisch), Windfall (Spender-Wealth-Daten), DonorSearch (Prospect Research). Dataro ist im engeren Markt der Predictive-Fundraising-Plattformen der differenzierteste Anbieter, die Kombination aus fundraising-spezifischen Modellen, sauberen CRM-Connectors und belegbaren ROI-Zahlen ist im Wettbewerb selten. Wer aber zuerst die CRM-Basis braucht, sollte mit Bloomerang oder Salesforce starten und erst danach Dataro draufsetzen.

So steigst du ein

Schritt 1: CRM-Datenqualität ehrlich prüfen. Bevor du eine Demo anfragst, lass eine Datenqualitätsanalyse über dein Spender-CRM laufen: Wie viele Duplikate? Wie viele Datensätze ohne Spendenhistorie? Wie konsistent sind Spendenattribute (Kampagnen-Tags, Kanal, Frequenz)? Wenn die Antwort „nicht so toll” lautet, investiere zuerst in Datenbereinigung, Dataro vergrößert die Wirkung guter Daten, kompensiert aber nicht schlechte Daten.

Schritt 2: Demo mit konkretem Use Case. Geh nicht ohne Frage ins Sales-Gespräch. Bring konkrete Probleme mit: „Wir verlieren jährlich 15 % unserer Dauerspender, können wir das Frühwarnsystem aufsetzen?” oder „Unsere Direct-Mail-Effizienz sinkt seit drei Jahren, welche Score-Schwellen würden 30 % Versandvolumen einsparen?” Mit konkretem Bezugsproblem bekommst du konkrete Antworten statt Marketing-Beschallung.

Schritt 3: Pilot in einem Kanal. Starte nicht mit Komplettrollout. Wähle einen Kanal (z. B. Telefon-Fundraising oder die nächste große Mailing-Kampagne), implementiere Dataro nur dafür und vergleiche das Ergebnis mit der bisherigen RFM-Selektion. 8–12 Wochen reichen für ein belastbares A/B-Resultat, wenn der ROI signifikant ist, rollst du auf weitere Kanäle aus.

Schritt 4: DSGVO-Pfad sauber aufsetzen. Vor dem produktiven Einsatz: AVV unterschreiben, Standardvertragsklauseln für Australien-Transfer dokumentieren, Transfer-Folgenabschätzung erstellen, Datenschutzhinweise auf der eigenen Website aktualisieren. Ohne diesen Pfad operierst du in einer Grauzone, bei Spenderdaten ist das ein realer Reputations- und Bußgeldrisiko.

Ein konkretes Beispiel

Eine deutsche Umwelt-NGO aus Berlin (28 Mitarbeitende, ca. 35.000 aktive Spender, jährliches Spendenvolumen 6,2 Mio. €) hat Dataro 2024 nach 6-monatiger Evaluierung eingeführt. Vorher: Dauerspender-Retention sank um 2,5 Prozentpunkte pro Jahr, Direct-Mail-Effizienz war ohne ML-Modell rückläufig, Telefon-Fundraising war ineffizient (15 % Conversion bei zufälliger Anrufliste). Setup-Phase: 8 Wochen CRM-Datenbereinigung in Salesforce NPSP, 2 Wochen Dataro-Onboarding mit Connector-Konfiguration und ML-Training auf 4 Jahren Historie. Ergebnis nach 12 Monaten: Telefon-Fundraising Conversion auf 38 % gestiegen (Anruflisten priorisiert nach Churn-Risiko), Direct-Mail-Versandvolumen um 28 % reduziert bei gleichbleibendem Spendenertrag (Smart Audiences statt RFM), Dauerspender-Retention um 4 Prozentpunkte verbessert, das entspricht etwa 250.000 € jährlicher zusätzlicher Spendeneinnahme. Lizenzkosten: rund 3.200 USD/Monat, der ROI war im ersten Quartal erreicht. Der Datentransfer nach Australien wurde mit Standardvertragsklauseln, einer Transfer-Folgenabschätzung und einer Anpassung der Datenschutzhinweise gegenüber Spendern juristisch abgesichert.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: AWS Australien-Regionen (Sydney), kein EU-Hosting verfügbar. Drittlandstransfer mit Standardvertragsklauseln und Transfer-Folgenabschätzung notwendig.
  • Anbieter: Dataro Tech Pty Ltd, Sydney NSW 2000, Australien (ACN 623 147 277).
  • Datennutzung: Dataro nutzt Spenderdaten zur Erstellung von Vorhersagemodellen im Auftrag der Kunden-NGO. Die Datenschutzerklärung verweist auf „legitimate business interests” und Compliance mit Australia Privacy Act 1988 sowie GDPR.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Verfügbar, im Vertrag mit dem Kunden geregelt.
  • Verschlüsselung: AES-256 at-rest, TLS in-transit, Multi-Factor Authentication für Plattformzugriffe.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für deutsche NGOs ist die fehlende EU-Datenresidenz das relevanteste Hindernis. Vor Einsatz: AVV unterschreiben, Standardvertragsklauseln (SCC) für Australien, Transfer-Folgenabschätzung dokumentieren, Datenschutzhinweise gegenüber Spendern aktualisieren. Bei besonders sensiblen Daten (Gesundheits-NGOs, religiöse Spender) zusätzlich juristische Prüfung empfehlenswert.

Gut kombiniert mit

  • Salesforce, Salesforce NPSP ist das mit Abstand häufigste Spender-CRM bei Dataro-Kunden. Spenderdaten und Kampagnenhistorie liegen in Salesforce, Dataro-Scores werden in dieselbe Datenstruktur zurückgeschrieben, keine Datensilos.
  • Bloomerang, Für kleinere NGOs, die noch kein Salesforce einsetzen wollen, ist Bloomerang das zugänglichere CRM. Dataro hat einen direkten Connector, der Übergang von Bloomerang-Bordmitteln zu Dataro-ML ist nahtlos.
  • HubSpot, Für die Marketing-Automation und E-Mail-Kanäle. Dataro liefert die Empfängerlisten und Personalisierungs-Scores, HubSpot übernimmt Auslieferung, Tracking und A/B-Tests.

Unser Testurteil

Dataro verdient 4 von 5 Sternen. Es ist im engeren Markt der Predictive-Fundraising-Plattformen der differenzierteste Anbieter, fundraising-spezifische Modelle, saubere CRM-Connectors, belegbare ROI-Zahlen und eine eigene ML-Forschungsbasis. Für etablierte NGOs mit gepflegtem CRM ist die Plattform ein direkter Produktivitätshebel. Der fünfte Stern fehlt wegen der australischen Datenhaltung ohne EU-Region, der intransparenten Preise, der englischen UI und Support sowie der Mindestdatenbasis, die viele kleinere deutsche NGOs nicht erreichen. Für deutsche Großorganisationen mit englischsprachigem Fundraising-Team und der Bereitschaft, den DSGVO-Pfad juristisch sauber aufzusetzen, ist Dataro eines der besten verfügbaren Werkzeuge. Für kleinere oder ausschließlich deutschsprachige Häuser sollten Bordmittel von Salesforce, Bloomerang oder HubSpot zuerst ausgeschöpft werden.

Was wir bemerkt haben

  • Juni 2026, Dataro veröffentlicht inzwischen eine öffentliche Preisliste mit Schätzrechner (Essentials ab 15.000 USD/Jahr, Growth ab 25.000 USD/Jahr, je plus Pro-Spender-Gebühr). Früher waren Preise nur im Sales-Gespräch zu bekommen, das schafft mehr Transparenz, zeigt aber auch die hohe Einstiegsschwelle.
  • 2025/2026, Mit „Personalized Content” kam ein KI-gestütztes Modul für die Erstellung personalisierter Spenderkommunikation hinzu, das das bisherige Predictive-Portfolio um generative Funktionen ergänzt.
  • Mai 2026, Eine Partnerschaft mit Bloomerang wurde angekündigt, die den Connector zu diesem CRM weiter vertieft. Damit positioniert sich Dataro stärker im SMB-NGO-Segment, in dem Bloomerang eine relevante Rolle spielt.
  • 2024–2025, Dataro ist auf 300+ NGOs in 20+ Ländern gewachsen, die internationale Expansion läuft, der Schwerpunkt bleibt aber APAC und Nordamerika. Ein dezidierter europäischer Marktauftritt mit lokalem Vertrieb fehlt.
  • 2025, Die Modulstruktur (Donor Predictions, Smart Audiences, ProspectAI, Intelligent Reporting) wurde geschärft, sodass Kunden gezielter buchen können statt Komplettpakete. Das senkt die Einstiegshürde, macht den Preisvergleich aber nicht transparenter.
  • Mai 2026, Eine EU-Region (Frankfurt, Dublin oder vergleichbar) wird weiterhin nicht angeboten. Der australische AWS-Hosting-Stack bleibt für europäische Kunden die größte Compliance-Hürde, eine Entscheidung, die Dataro für viele DSGVO-vorsichtige NGOs den Markt verschließt.
  • 2023, Greenpeace publizierte ein gemeinsames Case Study mit Dataro über 5× höheren ROI bei Dauerspender-Retention. Dieses Belegmaterial ist seither der wichtigste Verkaufshebel der Plattform und im NGO-Markt überdurchschnittlich überzeugend dokumentiert.

Quellen

  1. Dataro – Pricing. https://dataro.io/pricing/ (abgerufen am 2026-06-13). Drei Stufen mit Jahresgebühr plus Pro-Spender-Preis: Essentials ab 15.000 USD/Jahr (+0,10 USD/Spender), Growth ab 25.000 USD/Jahr (+0,12 USD/Spender), Enterprise auf Anfrage. Module: Donor Predictions, Smart Audiences, Personalized Content, Intelligent Reporting, ProspectAI..
  2. Dataro – Privacy Policy. https://dataro.io/privacy-policy/ (abgerufen am 2026-06-13). Hosting in australischen AWS-Regionen, AES-256 at-rest in privaten S3-Buckets mit MFA, EU-Standardvertragsklauseln für EU-Datenempfänger, Compliance mit Privacy Act 1988 (Cth) und GDPR. Sitz: 2/11 York Street, Sydney NSW 2000..

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