Artec Leo / Artec Ray
Artec 3D
Artec 3D bietet Handscanner für strukturierte Lichtmessung, die dreidimensionale Oberflächenprofile mit Sub-Millimeter-Genauigkeit erfassen. Der Artec Leo arbeitet ohne PC-Kabel mit integriertem Rechner und liefert in Echtzeit ein koloriertes 3D-Modell — in der Luft- und Raumfahrt-MRO genutzt für Dellentiefenmessung, Impaktschadensprofilierung an CFK-Bauteilen und Qualifikation von Reparaturbereichen. Die KI-gestützte Artec Studio Software übernimmt automatisch Ausrichtung, Mesh-Cleaning und CAD-Vergleich.
Kosten: Artec Leo (Handheld): ca. 35.000–45.000 €; Artec Ray II (Langstrecken-Laser): ca. 50.000–75.000 €. Artec Studio Software: Jahreslizenz ca. 2.500–4.500 €/Jahr je nach Modul. Mietgeräte und MRO-spezifische Leasingprogramme auf Anfrage.
Stärken
- Handheld-Betrieb ohne Kabelverbindung: für Ramp-Einsatz und beengte MRO-Umgebungen geeignet
- 0,1–0,2 mm Genauigkeit für Dellentiefenprofile — deutlich genauer als Tastlehren-Messung
- Artec Studio Software: KI-gestütztes automatisches Mesh-Processing, CAD-Vergleich und STL/OBJ/STEP-Export
- EASA/FAA-akzeptabler Messprozess bei nachgewiesener Kalibrierung und Messunsicherheitsanalyse
- Breite Kundenreferenzen: NASA, ESA, große MRO-Betreiber in Europa, Automobilindustrie
- Artec Leo mit integriertem Display — Scanergebnis in Echtzeit sichtbar ohne separaten PC
Einschränkungen
- Hohe Anschaffungskosten — wirtschaftlich erst bei mehreren hundert Inspektionen pro Jahr
- Scan-Rohdaten erfordern Post-Processing in Artec Studio oder proprietärer Pipeline
- Keine direkte EASA AMC 20-29-konforme Reparaturentscheidungs-Software — FEM-Vergleich und AMM-Integration müssen extern erfolgen
- Reflexive Oberflächen (hochglänzende Metallbeschichtungen) erfordern mattierenden Spray
- Kalibriernachweis für sicherheitsrelevante Messungen: halbjährlicher Referenzblock-Check empfohlen
- Artec Studio läuft nur auf Windows — keine native macOS- oder Linux-Unterstützung
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du arbeitest in der Luft- und Raumfahrt-MRO und brauchst präzise Dellentiefenmessung mit digitaler Dokumentation
- Du musst Schadensgeometrien für FEM-Berechnungen oder CAD-Vergleiche digitalisieren
- Du suchst ein mobiles System, das ohne PC-Kabel auf der Rampe oder im Hangar eingesetzt werden kann
- Du willst den Inspektionsprozess von 30–40 Minuten auf unter 10 Minuten reduzieren
Wann nein
- Deine Inspektionsanzahl ist unter 100 pro Jahr — dann rechnet sich die Investition nicht
- Du arbeitest hauptsächlich mit hochglänzenden Metalloberflächen ohne Möglichkeit, mattierenden Spray einzusetzen
- Du brauchst eine fertige EASA-konforme Reparaturentscheidungs-Software — die musst du extern integrieren
- Du suchst eine reine Software-Lösung — ohne Hardwareinvestition ist Artec 3D nicht das richtige Tool
Kurzfazit
Artec 3D hat sich mit dem Leo und dem Ray II als Referenzanbieter für portable, hochpräzise 3D-Scanner in der Luft- und Raumfahrt-MRO etabliert. Die Kombination aus kabellosem Handheld-Betrieb, Sub-Millimeter-Genauigkeit und KI-gestützter Artec Studio Software macht den Sprung von der manuellen Tastlehren-Inspektion zur vollständig digitalisierten Schadensdokumentation möglich. Der entscheidende Vorteil: Das System ist mobil genug für den Ramp-Einsatz, präzise genug für AMM-Grenzwertvergleiche und ausreichend dokumentiert für EASA-Part-145-Umgebungen. Die hohen Anschaffungskosten und die fehlende native EASA-Entscheidungssoftware sind die entscheidenden Einschränkungen — wer Artec 3D optimal einsetzt, kombiniert es mit einer eigenen AMM-Integrationsschicht.
Für wen ist Artec Leo / Artec Ray?
MRO-Betreiber (EASA Part 145): Die primäre Zielgruppe. Techniker nutzen den Artec Leo für Rampenschadens-Assessments an CFK-Verkleidungen, Spoilern und Rumpfpanelen. Die Sub-Millimeter-Genauigkeit bei der Dellentiefenmessung reicht für AMM-Grenzwertvergleiche aus, das kabellose Design erlaubt den Einsatz direkt am Flugzeug ohne störende Kabelverbindungen. Die Artec Studio Software exportiert Tiefenprofile als CSV für automatischen AMM-Vergleich.
Composite-Repair-Teams: Vor und nach einer Composite-Reparatur lässt sich die Geometrie vollständig digitalisieren — ein Before/After-3D-Profil, das sowohl für die AMM-Dokumentation als auch für FEM-Restfestigkeitsnachweise genutzt werden kann. Das ersetzt aufwändige manuelle Schadensaufnahmen mit Schablonen und Koordinatenmessmaschinen für kleinere bis mittlere Schäden.
Ingenieure für Reverse Engineering: In der Automobilentwicklung, im Maschinenbau und in der Produktentwicklung wird Artec Leo zum Digitalisieren von Bauteilen ohne CAD-Daten eingesetzt. Das Mesh lässt sich in CAD-Systeme wie CATIA, SolidWorks oder PTC Creo importieren und als Referenz für die Neukonstruktion nutzen.
Denkmalpflege und kulturelles Erbe: Für die Dokumentation historischer Objekte, Skulpturen oder Architekturdetails ist Artec Leo aufgrund seiner Farbtextur-Erfassung besonders geeignet. Die Präzision reicht für konservierungswissenschaftliche Dokumentation aus, und das System ist schonend für empfindliche Objekte.
Weniger geeignet für: Betriebe mit geringem Inspektionsvolumen (unter 100 Inspektionen/Jahr), bei denen sich die Investition von 35.000–45.000 € nicht amortisiert. Auch für Umgebungen, in denen ausschließlich hochglänzende Metalloberflächen (Chromverkleidungen, polierte Turbinenschaufeln) gemessen werden müssen, ohne Möglichkeit, mattierenden Spray einzusetzen, ist das System ungeeignet.
Preise im Detail
| Gerät / Lizenz | Preis | Hinweise |
|---|---|---|
| Artec Leo | ca. 35.000–45.000 € | Handheld, Echtzeit-Scanning, integrierter Rechner und Display |
| Artec Ray II | ca. 50.000–75.000 € | Langstrecken-Laserscanner für große Objekte (Flugzeuge, Schiffe, Gebäude) |
| Artec Eva / Spider | ca. 8.000–20.000 € | Günstigere Einsteiger-Handheld-Scanner für kleinere Objekte |
| Artec Studio Software | ca. 2.500–4.500 €/Jahr | Jahreslizenz, je nach Modul (Professional, Enterprise, Medical) |
| Mietgeräte / Leasing | auf Anfrage | Artec 3D DACH-Vertrieb; Pilot-Leihgeräte für Evaluierungsprojekte |
Einordnung: Die Anschaffungskosten für Artec Leo plus Artec Studio Jahreslizenz liegen typisch bei 38.000–50.000 € im ersten Jahr. Bei einer Amortisationsrechnung auf Basis von Zeitersparnissen (25–35 Minuten pro Inspektion gespart) rentiert sich die Investition bei ca. 200–300 Inspektionen pro Jahr — für größere MRO-Betreiber mit regelmäßigem Rampenschadens-Aufkommen ist das realistisch. Kleinere Betriebe sollten Mietgeräte oder externe Dienstleister prüfen. Der Artec Ray II lohnt sich ausschließlich für Anwendungen mit großen Messvolumina (Flugzeug-Rumpfvermessung, Schiffbau, Großanlagen).
Stärken im Detail
Kabellose Mobilität im Ramp-Einsatz. Der Artec Leo hat einen integrierten Rechner mit Akku und eigenem Display — kein Laptop, kein Kabel, keine zweite Person nötig. Ein Techniker kann das System in der Einstiegshandtasche zum Flugzeug tragen, die betroffene Fläche in 4–6 Minuten abscannen und das Ergebnis auf dem integrierten Display in Echtzeit beurteilen. Das ist ein qualitativer Sprung gegenüber herkömmlichen Tastlehren-Workflows, bei denen mehrere Personen koordiniert werden müssen.
Sub-Millimeter-Genauigkeit für AMM-relevante Messungen. Mit 0,1–0,2 mm Genauigkeit erfüllt Artec Leo die Anforderungen der gängigen AMM-Grenzwerte für Dellentiefen an CFK-Strukturen. Die Messunsicherheitsanalyse lässt sich formal nachweisen — ein Voraussetzung für die Aufnahme in das Quality Management Manual eines Part-145-Betriebs. Tastlehren hingegen haben Messunsicherheiten im Bereich 0,3–0,5 mm und sind nur in bestimmten Schadensgeometrien zuverlässig.
KI-gestütztes Mesh-Processing in Artec Studio. Die Software übernimmt automatisch Scan-Ausrichtung, Textur-Mapping, Mesh-Cleaning und Lücken-Füllung — Schritte, die früher stundenlange manuelle Nacharbeit in spezialisierten Softwaretools erfordert hätten. Der KI-Algorithmus erkennt Scan-Überlappungen und schließt Löcher in der Oberfläche automatisch, was den Post-Processing-Aufwand dramatisch reduziert. Der Export als STL, OBJ oder STEP ist mit wenigen Klicks abgeschlossen.
CAD-Vergleichsanalyse direkt in Artec Studio. Gemessene Scan-Geometrien lassen sich direkt mit CAD-Nominalgeometrien vergleichen — Abweichungen werden farbcodiert visualisiert und können als numerische Ergebnisberichte exportiert werden. Das ist besonders für Reparaturqualifikation relevant: Ein 3D-Scan nach der Composite-Reparatur zeigt sofort, ob die reparierte Oberfläche innerhalb der AMM-Toleranzen liegt.
Breite Referenzen in regulierten Umgebungen. NASA, ESA und führende europäische MRO-Betreiber nutzen Artec 3D-Scanner — das liefert argumentative Unterstützung für die Einführung in konservativen, regulierten Betrieben, die nach EASA Part 145 arbeiten und neue Technologien formal validieren müssen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine direkte EASA-Entscheidungssoftware. Artec 3D liefert das Scan-Werkzeug und die Messdaten, aber keine Software, die automatisch entscheidet, ob ein Schaden nach AMM innerhalb der Toleranz liegt oder eine Reparatur erfordert. Das AMM-Regelwerk muss manuell oder über externe Software-Integration eingebunden werden — und die Implementierung dieser Schnittstelle ist Aufgabe des MRO-Betriebs.
Reflexive Oberflächen sind problematisch. Strukturiertes Licht funktioniert auf diffus reflektierenden Oberflächen (CFK, lackiertes Aluminium) sehr gut — aber bei hochglänzenden Metallflächen, polierten Turbinenschaufeln oder verspiegelten Oberflächen entstehen Messartefakte und Datenlücken. Mattierender Spray (Entwicklerzerstäuber) hilft, ist aber zusätzlicher Aufwand und auf bestimmten Oberflächen nicht zulässig.
Artec Studio läuft nur auf Windows. Wer in einer macOS- oder Linux-Umgebung arbeitet, muss entweder virtualisieren oder einen dedizierten Windows-Rechner für das Post-Processing bereithalten. In IT-Umgebungen mit strikten Windows-Policies kann das eine Hürde sein.
Kalibriernachweis erfordert regelmäßige Arbeit. Für regulierten Einsatz (EASA Part 145) wird ein halbjährlicher Referenzblock-Check empfohlen, und die Messunsicherheitsanalyse muss formal dokumentiert sein. Das ist nicht komplex, aber es ist kontinuierlicher Aufwand, der in die Wartungsplanung eingerechnet werden muss.
Hohe Anschaffungskosten für geringe Inspektionsvolumina. Bei weniger als 100 Inspektionen pro Jahr amortisiert sich die Investition rechnerisch nicht. Kleinere MRO-Betriebe sollten externe Scanning-Dienstleister oder Mietmodelle evaluieren, bevor sie in eigene Hardware investieren.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Stationäre Präzisions-Messtechnik für Produktionsumgebungen brauchst | Hexagon ProPlanAI |
| Industrielle Punktwolken-Verarbeitung mit FARO-Scannern brauchst | FARO Scene |
| Umfassende CAD-basierte Messprogrammierung und Toleranzanalyse brauchst | PolyWorks Inspector |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Creaform HandySCAN (direkter Konkurrent im Handheld-Bereich, günstigere Einstiegsmodelle), GOM Scan (Zeiss-Tochter, stark in der Automotive-Qualitätssicherung mit etablierten ATOS-Systemreferenzen), Leica BLK360 (terrestrischer Laserscanner für Großobjekte). Artec 3D punktet mit dem besten Portabilitäts-Genauigkeits-Verhältnis im Handheld-Segment — wer stationäre Messungen oder Großobjekte priorisiert, findet bei FARO oder Hexagon bessere Alternativen.
So steigst du ein
Schritt 1: Artec 3D DACH-Vertrieb (Luxemburg/Berlin) kontaktieren und Demo-Leihgerät für eine konkrete Rampenschadens-Inspektion anfragen. Artec 3D ermöglicht Piloteinsätze mit Testgeräten — ideal, um die Genauigkeit gegen vorhandene Tastlehren-Daten zu validieren und den Zeitgewinn pro Inspektion konkret zu messen.
Schritt 2: Artec Studio Software kostenlos herunterladen und vorhandene Beispieldateien des Testgeräts nachverarbeiten. Scan-Ausrichtung, Mesh-Cleaning und STL-Export ausprobieren. Für die MRO-Integration wichtig: STEP-Export für CAD-Vergleich mit der Bauteil-Nominalgeometrie konfigurieren, um den Abweichungsbericht für AMM-Dokumentation zu erzeugen.
Schritt 3: Für den regulierten Einsatz (EASA Part 145) Messkonzept dokumentieren — Kalibriernachweis mit Referenzblock, Messunsicherheitsanalyse für Dellentiefenmessung, Vergleich mit Tastlehren-Messungen an Referenzschäden. Dieses Paket bildet die Grundlage für die Aufnahme in das Quality Management Manual des MRO-Betriebs und die formale Validierung gegenüber der zuständigen Luftfahrtbehörde.
Ein konkretes Beispiel
Ein europäischer MRO-Betreiber (EASA Part 145) nutzt den Artec Leo für Rampenschadens-Assessment an Airbus A320-Familie-Verkleidungen. Nach einem GSE-Kontakt scannt der Techniker das betroffene Panel in 4–6 Minuten vollständig. Die Artec Studio Software exportiert automatisch das Tiefenprofil der Delle — maximale Dellentiefe, projizierte Schadenfläche und Kantenradius — als CSV für den AMM-Grenzwertvergleich. Was früher 25–40 Minuten mit Tastlehre, Schablonen und handschriftlicher Dokumentation kostete, ist nun in unter 10 Minuten mit vollständiger digitaler Dokumentation abgeschlossen. Zusätzlicher Vorteil: Die digitale 3D-Dokumentation erlaubt bei wiederkehrenden Schäden am gleichen Bauteil einen direkten Before/After-Vergleich über die Artec Studio Datenbank — Trend-Monitoring über die Flotte hinweg, das mit Tastlehren nicht möglich wäre.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Artec 3D ist in Luxemburg ansässig — EU-Unternehmensstandort. Scan-Daten werden lokal auf dem Artec Leo-Gerät und auf dem Workstation-PC verarbeitet; keine zwingenden Cloud-Uploads für die Kernfunktionalität.
- Cloud-Funktionen: Artec Cloud (optionale Funktion für Team-Kollaboration und Scan-Speicherung) nutzt Cloud-Infrastruktur; Datenschutz-Details auf Anfrage über Artec 3D DACH-Vertrieb klären.
- Datenhoheit: Messdaten (Punktwolken, Meshes, CAD-Vergleiche) bleiben grundsätzlich lokal auf dem Betreiber-System. Kein automatisches Telemetrie-Reporting an Artec 3D vorgesehen.
- EASA-Compliance: Für Part-145-Betriebe relevant: Scan-Daten und Kalibrierprotokolle können lokal in den QM-Systemen des Betreibers geführt werden — keine Abhängigkeit von Artec-Cloud-Diensten für den regulierten Betrieb.
- Empfehlung: Vor Cloud-Nutzung den Artec DACH-Vertrieb nach einem DSGVO-konformen AVV fragen, insbesondere wenn Scan-Daten personenbezogene Informationen (z. B. Flugzeugkennzeichen, Kundenidentifikation) enthalten könnten.
Gut kombiniert mit
- Hexagon ProPlanAI — für stationäre Qualitätssicherung in der Fertigung: Artec Leo liefert schnelle mobile Aufnahmen im Feld, Hexagon-Systeme übernehmen die hochpräzise stationäre Serienprüfung. Beide Messprozesse können in denselben CAD-Vergleichs-Workflow eingebettet werden.
- PolyWorks Inspector — als leistungsfähige Auswertungsplattform für Artec-Scan-Daten: PolyWorks kann Artec-Meshes importieren und mit deutlich mehr Toleranzanalyse-Optionen auswerten, als Artec Studio allein bietet — sinnvoll für komplexe Reparaturqualifikationen.
- FARO Scene — als ergänzendes System für Großobjekte: FARO-Terrestrial-Scanner dokumentieren den gesamten Hangar oder die Produktionshalle, Artec Leo liefert die hochpräzisen Detailscans einzelner Bauteile oder Schadensstellen. Beide Datenformate lassen sich zu einem Gesamtmodell zusammenführen.
Unser Testurteil
Artec Leo / Artec Ray verdienen 4 von 5 Sternen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis im Handheld-3D-Scan-Segment ist überzeugend: Sub-Millimeter-Genauigkeit, kabelloser Betrieb und KI-gestütztes Post-Processing in Artec Studio machen das System zur besten Wahl für mobile MRO-Anwendungen und Reverse-Engineering-Projekte. Den fünften Stern kosten die hohen Anschaffungskosten (die viele Betriebe ausschließen), die fehlende native EASA-Entscheidungssoftware und die Windows-Only-Einschränkung. Für alle MRO-Betriebe, die regelmäßig Rampenschäden dokumentieren und dabei noch mit Tastlehren und Schablonen arbeiten, ist Artec Leo ein nachgewiesener Prozessverbesserungs-Hebel.
Was wir bemerkt haben
- 2024 — Artec 3D hat den Artec Ray II als Nachfolger des Artec Ray eingeführt, mit verbesserter Messgeschwindigkeit und erweitertem Messbereich bis 100 Meter. Der ältere Artec Ray ist weiterhin im Markt, aber Neubestellungen laufen auf den Ray II.
- 2024 — Die Artec Studio Software erhielt ein KI-gestütztes Autopilot-Feature, das die Scan-Qualität in Echtzeit bewertet und den Techniker über schlecht gescannte Bereiche informiert — ein wichtiger Schritt, um auch weniger erfahrene Nutzer zu qualitativ guten Scans zu führen.
- 2023 — Artec 3D hat mehrere neue Partnerschaftsabkommen mit europäischen MRO-Betreibern für die Luft- und Raumfahrt veröffentlicht, darunter Referenzen bei großen Flugzeug-Wartungsbetrieben in Deutschland und Frankreich. Das stärkt die Argumentationsgrundlage für regulierte Einsätze in EASA-Umgebungen.
- Mai 2026 — Keine direkte EASA AMC 20-29-zertifizierte Reparaturentscheidungs-Software verfügbar. MRO-Betriebe müssen die AMM-Integrationsschicht weiterhin selbst entwickeln oder mit IT-Partnern aufbauen. Dieser Gap bleibt eine offene Marktchance für Software-Anbieter.
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