Spezialisierte All-in-One-Software für professionelle Tiersitter, Gassigeher und Tierpensionen aus den USA. Bündelt Buchungen, Kundenportal, Mitarbeiterverwaltung, GPS-Tracking während Besuchen, Besuchsberichte mit Fotos und Abrechnung. Über 4.000 Tierpflegebetriebe weltweit, ausschließlich englischsprachig. Wichtiger Hinweis: Time To Pet ist kein KI-Tool — die Software arbeitet mit klassischer Buchungs- und Geo-Logik. Wir listen sie als marktrelevanten Branchenstandard, mit dem KI-gestützte Hilfswerkzeuge (Routing, Übersetzung, Bilderkennung) kombiniert werden können.
Kosten: Lite 25 USD/Monat (1 Person, Basis), Solo 50 USD/Monat (Einzelunternehmer mit erweiterten Features), Team 40 USD/Monat + 16 USD pro aktivem Mitarbeitenden, Facility 80 USD/Monat (Pension/Daycare), Large Team 25+ Mitarbeitende individuelles Angebot. 14-Tage-Test, keine Kreditkarte, monatlich kündbar.
Stärken
- Komplette Branchensoftware für Tiersitter — Buchung, Abrechnung, Kommunikation, Berichte aus einer Hand
- GPS-Tracking während Besuchen mit Live-Übermittlung an den Tierhalter
- Besuchsbericht inkl. Fotos und Notizen direkt aus der Sitter-App — wirkt professionell
- Kundenportal für Online-Buchung und Selbst-Bezahlung — eliminiert WhatsApp-Buchungschaos
- Skaliert vom Einzelunternehmer bis zur Kette mit 25+ Mitarbeitenden ohne Plattformwechsel
- Monatlich kündbar, keine Setup-Gebühr, transparente Tarif-Struktur
Einschränkungen
- Keine echte KI-Komponente — klassische Branchensoftware ohne Predictive- oder Optimierungs-AI
- Komplett englisch — UI, Doku, Kundenportal, alle Benachrichtigungen
- Datenhaltung in den USA, kein EU-Hosting verfügbar
- Routenoptimierung rudimentär — zeigt Stopps auf Karte, plant keine echten Touren mit Zeitfenstern
- Preise in USD — Wechselkursrisiko und Kartentransaktionsgebühren bei jeder Zahlung
- Mehrwertsteuer-Logik nicht für deutsche Anforderungen optimiert (Kleinunternehmerregelung, 19 % vs. 7 %)
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du verwaltest mehr als 10 Kunden und Excel/WhatsApp wird unübersichtlich
- Deine Kunden erwarten professionelle Berichte mit Fotos und Standortnachweis
- Du brauchst Online-Buchung und automatische Abrechnung
- Du planst Wachstum auf mehrere Mitarbeitende mit eigener Sitter-App
Wann nein
- Du suchst echte KI-Features (Routenoptimierung, Predictive Scheduling, Bilderkennung)
- Deine Kundenkommunikation muss zwingend deutschsprachig sein
- Du brauchst DSGVO-konformes EU-Hosting auf Standard-Tarif
- Du planst komplexe Mehrfach-Touren mit harten Zeitfenstern und Routenoptimierung
Kurzfazit
Time To Pet ist die führende Branchensoftware für professionelle Tiersitter und Gassigeher, primär im US-Markt, zunehmend auch international. Über 4.000 Betriebe weltweit, kein vergleichbar tiefer Wettbewerber in dieser Nische. Wer Tiersitter-Geschäft professionalisieren will — Buchung, Abrechnung, Kundenkommunikation, GPS-Nachweis — bekommt mit Time To Pet ein ausgereiftes, monatlich kündbares Werkzeug. Aber: Es ist explizit kein KI-Tool. Wir führen es hier als marktrelevante Branchensoftware, mit der KI-Hilfsmittel (Übersetzung, Routenplanung, Bilderkennung für Tier-Identifikation) ergänzt werden können — die Plattform selbst nutzt klassische Buchungs- und Geo-Logik. Englischsprachig, US-Hosting, Preise in USD — das sind echte Reibungspunkte für DACH-Anwender.
Für wen ist Time To Pet?
Solo-Gassigeher mit Wachstumsabsicht: Du läufst aktuell 10–20 Hunde pro Woche, Buchungen kommen per WhatsApp, Rechnungen schreibst du in Word. Time To Pet löst genau diesen Pain: Kunden buchen selbst, bezahlen selbst, bekommen automatisch Berichte. Du gewinnst 3–5 Stunden Verwaltung pro Woche zurück und wirkst professioneller — das eröffnet die nächste Preiserhöhung.
Tiersitter-Teams (5–25 Mitarbeitende): Hier kommt der Team-Tarif zum Tragen: zentrale Disposition, Sitter-App mit Tagesplan und Adressen, automatische Lohnabrechnung über Pay Reports. Mehrere Mitarbeitende in unterschiedlichen Stadtteilen koordinieren ohne Excel und ohne tägliche Disposition-Anrufe — das ist der eigentliche Sweet Spot der Plattform.
Tierpensionen und Daycare-Betriebe: Der Facility-Tarif adressiert Pensionsbetrieb: Belegungsplan, Check-In/Check-Out, individuelle Fütterungs- und Medikamenten-Anweisungen pro Hund, Foto-Berichte für besorgte Halter. Wer eine Hundepension betreibt, hat hier eine ernsthafte Alternative zu Excel-Tabellen.
Anspruchsvolle Kunden-Segmente: GPS-Nachweis, Foto-Berichte und Online-Buchung wirken auf Kunden im gehobenen Preissegment professionell. Wer 25 €/Stunde für einen Spaziergang aufruft, muss das durch Servicequalität rechtfertigen — Time To Pet liefert die sichtbaren Belege dafür.
Wachsende Multi-Standort-Betriebe: Das Tarifsystem skaliert vom Solo-Tarif (25 USD) bis zur Large-Team-Lösung (25+ Mitarbeitende) ohne Plattformwechsel. Wer von einem Stadtteil auf mehrere expandiert, behält die Datenbasis und Prozesse.
Weniger geeignet für: Tiersitter mit Schwerpunkt deutschsprachiger Kundschaft, die jede englische Mail erklären müssen (deutsche Alternativen wie Gespet oder Solid Pet existieren), Betriebe mit hohem Routing-Anspruch (echte Tourenoptimierung gibt es nur in OptimoRoute oder vergleichbaren Tools), DSGVO-strenge Branchen (US-Hosting), und alle, die nach echten KI-Features (Predictive Scheduling, automatische Bilderkennung) suchen — die existieren in Time To Pet nicht.
Preise im Detail
| Plan | Preis (USD/Monat) | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Lite | 25 (250/Jahr) | 1 Person, Basis-Funktionen: Scheduling, Rechnungen, Client-Portal |
| Solo | 50 (500/Jahr) | 1 Person, erweiterte Funktionen: Videos, Integrationen, E-Mail-Marketing |
| Team | 40 + 16 pro Mitarbeitendem | Mehrere Mitarbeitende, Time-off-Management, Pay Reports, Disposition |
| Facility | 80 | Tierpension/Daycare, Belegungsplan, Check-In/Check-Out |
| Large Team | individuell | 25+ Mitarbeitende, Enterprise-Funktionen, Custom Integrations |
Einordnung: Die Preise sind fair und transparent — eine Seltenheit in der Branchensoftware-Welt, in der Pricing meist auf Anfrage versteckt wird. Für Solo-Anbieter ist Lite mit 25 USD ein günstiger Einstieg, sobald die Kundenzahl die manuelle Verwaltung sprengt. Solo für 50 USD lohnt sich, wenn E-Mail-Marketing oder Video-Berichte konkret genutzt werden. Team-Tarif rechnet sich ab ungefähr 3–4 Mitarbeitenden — bis dahin sind Solo-Lizenzen pro Sitter oft günstiger. Wichtig für DACH-Anwender: Preise in USD und Zahlung per Kreditkarte oder PayPal verursachen 1–3 % Wechselkurs-/Transaktionskosten. Pro Jahr ein Aufschlag von 30–70 € — kein Showstopper, aber Teil der ehrlichen Rechnung. MwSt.-Logik ist auf US-Sales-Tax ausgelegt, deutsche Steuerlogik (19 % bzw. 7 %, Kleinunternehmerregelung) muss manuell konfiguriert werden — der Steuerberater sollte einen Blick darauf werfen.
Stärken im Detail
Echte Branchenkenntnis im Produkt sichtbar. Time To Pet wurde von und für Pet-Care-Profis entwickelt. Das merkt man an Details: Pro Tier lassen sich Fütterungszeiten, Medikamenten-Verabreichung, Tierarzt-Kontakte, Notfall-Anweisungen und Verhaltensbesonderheiten hinterlegen. Die Sitter-App zeigt diese Infos direkt am Besuchspunkt — nichts geht im Pausen-Chat verloren. Das ist der Unterschied zu generischer CRM-Software.
GPS-Tracking liefert objektiven Nachweis. Während eines gebuchten Besuchs zeichnet die Sitter-App den Weg auf. Der Tierhalter bekommt im Bericht eine Karte mit dem tatsächlichen Spazierweg. Das ist mehr als Marketing-Optik: Es schützt sowohl den Sitter (Beweis bei Streitigkeiten „Du warst nur 10 Minuten da”) als auch den Halter (Sicherheit „mein Hund war wirklich draußen”). In Premium-Pricing-Segmenten ist das ein echtes Verkaufsargument.
Online-Buchung im Kundenportal eliminiert Reibung. Statt jede Buchung individuell per WhatsApp zu verhandeln, sieht der Kunde im Portal verfügbare Zeitslots, bucht selbst und bezahlt direkt. Das senkt die Buchungs-Hemmschwelle (Buchung um 23 Uhr ist möglich, Anruf morgens nicht) und entlastet den Anbieter komplett von Administrations-Telefonaten. In Erfahrungsberichten ist das der häufigste „Aha-Moment” beim Wechsel zu Time To Pet.
Sitter-App für Multi-Mitarbeiter-Teams ist das Skalierungs-Werkzeug. Jeder Sitter sieht in seiner App den eigenen Tagesplan: Adressen, Sondernotizen, Hunde-Profile, Schlüssel-Übergabe-Anweisungen. Die zentrale Disposition wird damit deutlich entlastet — der Sitter braucht keinen Anruf mehr, um Details nachzufragen. Auch Krankheit oder Ausfall lässt sich schneller umverteilen, weil die Daten zentral liegen.
Integrationen schließen die Lücken. QuickBooks und Zapier sind in den höheren Tarifen verfügbar — damit lassen sich Buchhaltung und Drittsysteme (z. B. Newsletter-Tool, CRM für Premium-Kunden) anbinden. Wer eine deutsche Buchhaltung mit lexoffice oder sevDesk nutzt, baut die Brücke typischerweise via Zapier — funktioniert, aber zusätzliche Konfigurationsarbeit.
Skalierbares Tarifmodell ohne Migrations-Friction. Ein Solo-Sitter, der vom Lite zum Solo zum Team-Tarif wächst, behält die gesamte Datenhistorie. Plattformwechsel im laufenden Geschäft ist in der Branchensoftware oft das größte Risiko — Time To Pet eliminiert diese Hürde innerhalb seines eigenen Ökosystems.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine KI — und der Anbieter behauptet es nicht. Das ist eigentlich eine ehrliche Position, im Tool-Kontext aber wichtig zu sagen: Time To Pet macht klassische Buchungs- und Geo-Logik. Es gibt kein Predictive Scheduling („wann bucht dieser Kunde wahrscheinlich wieder?”), keine Bilderkennung („ist der Hund auf dem Foto wirklich Bella?”), keine automatische Tour-Optimierung mit ML. Wer das erwartet, ist hier am falschen Ort. Für die meisten Tiersitter-Anwendungsfälle ist das auch nicht nötig — aber im KI-Tool-Kontext muss es genannt sein.
Englisch only — Reibung in der deutschen Kundenkommunikation. UI, Hilfeseiten, Kundenportal, automatische E-Mails an Tierhalter — alles in Englisch. Du kannst eigene E-Mail-Templates anpassen, aber Buchungsbestätigungen und Standardtexte bleiben englisch. Für Kunden mit guter Englisch-Kompetenz unproblematisch, für ältere oder international weniger versierte Kunden ein Bruch. Ein deutsches Frontend ist seit Jahren von Nutzern gewünscht — Time To Pet hat sich bewusst entschieden, das nicht zu liefern.
US-Hosting ohne EU-Option. Anbieter ist Time To Pet Inc. in den USA, Hosting erfolgt auf US-Servern. Für DSGVO-Konformität braucht es Standardvertragsklauseln SCC 2021, ein eigenes Risiko-Assessment und transparente Information der Kunden, dass ihre Daten in den USA verarbeitet werden. Für Tiersitter-Daten (Name, Adresse, Hunde-Daten, Zahlungsinformationen) ist das kein hochsensibles Thema, aber es bleibt ein Compliance-Punkt, der in der Datenschutzerklärung sauber behandelt werden muss.
Routenoptimierung ist nur eine Kartenansicht. Die Sitter-App zeigt alle Tagesbesuche auf einer Karte — das ist nicht dasselbe wie echte Tourenoptimierung. Für einen Sitter mit 4–6 Stopps am Tag völlig ausreichend, für ein Team mit 30–50 Besuchen täglich nicht ansatzweise. In der Praxis brauchen wachsende Betriebe ergänzend OptimoRoute, Routific oder Onfleet — und übertragen die optimierten Touren manuell zurück nach Time To Pet. Das ist umständlich.
Mehrwertsteuer-Handling ist auf US-Logik ausgelegt. Sales Tax (US-Bundesstaaten-System) lässt sich konfigurieren, aber deutsche Mehrwertsteuer-Spezifika (19 % vs. 7 %, Kleinunternehmer-Regelung mit 0 %) brauchen manuelles Setup, das nicht im Onboarding-Flow vorgesehen ist. Der Steuerberater sollte beim ersten Setup mitwirken.
Preise in USD = laufende Wechselkurs-Kosten. 25–80 USD plus Mehrwertsteuer plus Wechselkurs plus Kreditkarten-Gebühren ergeben einen monatlichen Betrag, der nicht stabil planbar ist. Über ein Jahr summieren sich diese Nebenkosten auf 30–70 €. Wenig im Vergleich zur Lizenz, aber unbeliebt in der monatlichen Abrechnung.
Kein nativer deutscher Support. Support läuft per E-Mail und Help Center auf Englisch. Antwortzeiten sind ordentlich, aber Zeitzonenversatz und Sprachbarriere bedeuten, dass komplexe Fragen oft 24 Stunden brauchen. Für Solo-Anbieter selten kritisch, in laufenden Tour-Tagen bei Mitarbeiter-Teams ein Reibungspunkt.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Deutsche Pensionsverwaltung mit deutscher UI willst | Gespet |
| Volle Tierpflege-Betriebsdokumentation auf Deutsch brauchst | ProPet Software |
| Termin-Buchung primär für Salonbetrieb (Hundefriseur) brauchst | Booksy |
| Echte Tourenoptimierung für mehrere Sitter brauchst | OptimoRoute |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Pet Sitter Plus (UK, ähnliche Funktionsbreite, ebenfalls englisch), Doodle Pro/Pet Sitter Connect (kleinere US-Anbieter), Pawfinity (US-Wettbewerber mit Schwerpunkt Hundefriseur), Solid Pet (deutsche Pensionssoftware mit eingeschränkter Online-Buchung). Für reine Tiersitter/Gassigeher-Anwendungen ist Time To Pet weltweit die tiefste Lösung — wer DSGVO-Strenge oder deutsche UI braucht, akzeptiert dafür eine deutlich kleinere Funktionsbreite bei lokalen Alternativen.
So steigst du ein
Schritt 1: Registriere dich auf timetopet.com für die 14-tägige kostenlose Testphase — keine Kreditkarte nötig. Lege zuerst dein eigenes Profil an: Servicegebiete, angebotene Leistungen (Walks, Visits, Overnight, Boarding), Preise und Stornobedingungen. Erst dann macht das Anlegen von Test-Kunden Sinn.
Schritt 2: Importiere 2–3 Bestandskunden mit ihren Tieren und führe einen kompletten Test-Besuch durch: GPS starten, Foto aufnehmen, Notiz schreiben, Besuch abschließen. Der automatisch generierte Bericht wird per E-Mail an dich (als Test-Kunde) verschickt — so siehst du, was deine echten Kunden zu Gesicht bekommen. Dieses Erlebnis ist der eigentliche Verkaufstrigger.
Schritt 3: Richte das Kundenportal mit deiner eigenen URL und deinem Branding ein. Verschicke an Bestandskunden eine kurze E-Mail: „Wir haben jetzt ein Buchungsportal — hier ist dein Zugangscode.” Erfahrungswerte zeigen, dass nach 4–6 Wochen 60–80 % der Kunden umgestiegen sind und die manuelle WhatsApp-Buchung deutlich abnimmt.
Schritt 4: DSGVO-Hausaufgaben erledigen. Datenschutzerklärung anpassen (US-Verarbeitung erwähnen), Auftragsverarbeitungsvertrag mit Time To Pet abschließen (über den Support erhältlich), Standardvertragsklauseln nach SCC 2021 dokumentieren. Für Solo-Sitter machbar in 1–2 Stunden, für Teams besser mit Datenschutzberater.
Schritt 5: Wenn du Teams hast: Sitter-Onboarding strukturiert durchführen. Lass jeden Mitarbeitenden vor dem ersten Echteinsatz einen Test-Besuch auf eigenem Handy durchspielen. Die App ist intuitiv, aber GPS-Berechtigungen und Foto-Upload müssen einmal sauber konfiguriert sein.
Ein konkretes Beispiel
Eine Gassigeherin in Köln (32 Jahre, seit drei Jahren selbständig, 22 aktive Kunden, durchschnittlich 18 Walks pro Woche) wechselt von WhatsApp-Buchung und Excel-Rechnungen auf Time To Pet Lite (25 USD/Monat ≈ 23 €). Setup-Aufwand: 5 Stunden über eine Woche verteilt. Erste 4 Wochen: 14 von 22 Kunden steigen auf das Portal um, der Rest schreibt weiter per WhatsApp — wird im Portal manuell nachgepflegt. Effekt nach 3 Monaten: Verwaltungszeit pro Woche von ~6 Stunden (WhatsApp-Antworten, Rechnungen, Erinnerungen, Excel-Pflege) auf ~1,5 Stunden gesunken. Zusätzlich: Drei Premium-Kunden buchen jetzt monatlich eine teurere „Doppel-Walk”-Variante, weil sie die GPS-Berichte als Argument gegenüber dem Partner haben („siehst du, der Hund war wirklich 60 Minuten draußen”). Zeitersparnis: rund 18 Stunden pro Monat. Umsatzeffekt: rund 280 €/Monat zusätzlich durch Service-Upsell. Trade-off: Eine 76-jährige Stammkundin verzichtet auf das Portal und bleibt bei WhatsApp — für sie wird manuell weiter gepflegt. Routenoptimierung übernimmt zusätzlich eine kostenlose Variante von Google Maps für 4–5 Tages-Stopps; für komplexere Touren würde OptimoRoute eingebunden, das ist aber noch nicht nötig.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: USA. Time To Pet Inc. ist mit Hauptsitz in Austin, Texas ansässig. Keine EU-Region verfügbar.
- Datenarten: Kundenstammdaten (Name, Adresse, Telefon, E-Mail), Tier-Profile (Name, Rasse, Tierarzt, Notfall-Kontakte), Buchungsdaten, GPS-Tracks (Echtzeit während Besuchen), Zahlungsdaten (über externen Payment-Provider, nicht direkt bei Time To Pet).
- Datenübermittlung in Drittland: USA. Standardvertragsklauseln SCC 2021 erforderlich.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Auf Anfrage über den Support verfügbar.
- Aufbewahrung: Standardmäßig dauerhaft bis Kontolöschung. Bei Vertragsende auf Anfrage Datenlöschung.
- GPS-Tracking und Mitarbeiterdaten: Bei Mehrarbeiter-Teams ist das GPS-Tracking der eigenen Sitter eine Form der Mitarbeiterkontrolle und löst (in Deutschland ab 1 Mitarbeitendem mit Betriebsrat) Mitbestimmungspflichten aus. Auch ohne Betriebsrat sollte die GPS-Nutzung in einer Vereinbarung schriftlich geregelt sein.
- Empfehlung für Unternehmen: Für Solo-Sitter pragmatisch nutzbar mit korrekter Datenschutzerklärung. Für Teams: GPS-Tracking arbeitsrechtlich sauber dokumentieren, Mitarbeitende informieren, Zweckbindung klar. Für Tierärzte oder gewerbliche Kliniken: lieber lokale, EU-gehostete Lösung evaluieren.
Gut kombiniert mit
- OptimoRoute — Time To Pet plant Besuche und Slots, OptimoRoute optimiert die tatsächliche Reihenfolge der Stopps mit Zeitfenstern, Mitarbeiterkapazität und Realfahrzeiten. Übergabe erfolgt aktuell manuell (Export/Import von Stopp-Listen), Zapier-Brücke ist möglich.
- ChatGPT oder Claude — für Übersetzung der englischen Standard-Benachrichtigungen in saubere deutsche Sprache. Ein einmaliges Template-Set lässt sich in 30 Minuten erstellen und in Time To Pet als Custom-Templates hinterlegen.
- Gespet — für Betriebe, die parallel eine Tierpension betreiben und die Buchung in einer deutschen Lösung halten wollen, kann eine Kombination sinnvoll sein: Time To Pet für mobile Sitter-Tätigkeit, Gespet für Pensionsverwaltung. Datenpflege doppelt, aber funktional sauber getrennt.
Unser Testurteil
Time To Pet verdient 3 von 5 Sternen. Es ist die marktstärkste Branchensoftware für Tiersitter und Gassigeher international, ausgereift, fair bepreist und mit klaren Skalierungspfaden vom Solo-Anbieter zur Mehrarbeiter-Organisation. Den vierten und fünften Stern verlieren mehrere Faktoren gleichzeitig: Keine KI-Funktionalität (was im Kontext einer KI-Tool-Datenbank ein klarer Punktabzug ist), komplett englischsprachige UI, US-Hosting mit den dazugehörigen DSGVO-Verpflichtungen, rudimentäre Routenoptimierung, USD-Pricing mit laufenden Wechselkurskosten und MwSt.-Logik, die für deutsche Anforderungen nicht zugeschnitten ist. Wer als Solo-Tiersitter wachsen will und Englisch akzeptiert, ist hier richtig. Wer auf deutsche Branchensoftware Wert legt: Gespet oder ProPet sind funktional weniger tief, aber näher am DACH-Anwender.
Was wir bemerkt haben
- 2024–2025 — Time To Pet hat das Tarifmodell überarbeitet und um den Lite-Tarif (25 USD) erweitert — bewusst niedriger Einstieg für Solo-Anbieter mit Wachstumsabsicht. Gleichzeitig wurde Solo (50 USD) klarer als „Wachstums-Tarif für Einzelunternehmer” positioniert.
- 2024 — Capital Financing als neues Produkt aufgenommen: Time To Pet bietet inzwischen Mikro-Kredite für Bestandskunden an, basierend auf ihrer Umsatzhistorie in der Plattform. Das ist branchenuntypisch und ein Hinweis, dass der Anbieter über klassische Software hinaus expandiert.
- 2024–2025 — Anzahl der Betriebe auf 4.000+ in 25+ Ländern gestiegen. DACH ist weiterhin Nische — die meisten Nutzer sitzen in den USA, UK und Australien.
- Mai 2026 — Keine deutsche Lokalisierung in Sicht. Das Thema wird im User-Feedback regelmäßig adressiert, der Anbieter äußert sich öffentlich nicht zu Lokalisierungsplänen. Wer auf deutsche UI Wert legt, sollte das langfristig nicht erwarten.
- 2025 — Verschiedene Integrationen via Zapier wurden vereinfacht. Das schließt einen Teil der Lücken zu deutschen Buchhaltungstools (lexoffice, sevDesk) — direkt unterstützt werden weiterhin nur QuickBooks und Xero.
- Mai 2026 — Keine KI-Features in der Roadmap-Kommunikation des Anbieters sichtbar. Time To Pet positioniert sich bewusst als „etabliertes, verlässliches Branchen-Tool” — nicht als AI-Innovator. Wer KI in dieser Nische sucht, wird woanders fündig.
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