Gespet
Gespet Software
Gespet ist eine cloudbasierte Verwaltungssoftware für Tierhotels, Hundepensionen, Tierfriseure, Tierärzte und Petshops. Das System bietet Online-Buchungsseite in mehreren Sprachen, WhatsApp- und E-Mail-Kommunikation, Tier- und Besitzerprofile, Abrechnung sowie Auslastungsberichte. Deutschsprachig verfügbar und nach Angaben des Anbieters DSGVO-konform, KI-Funktionen wirbt der Anbieter aktuell nicht aus.
Kosten: Einzelmodule ab 14,25 USD/Monat (Jahreszahlung), Komplettpaket 83,25 USD/Monat (Jahr) bzw. 99,95 USD (Monat). Höhere Tarife für Tierarzt-/Petshop-Module (bis 54,95 USD/Monat).
Stärken
- Modularer Aufbau für sieben Branchensegmente (Tierhotel, Petshop, Grooming, Vet, Trainer, Breeding, Daycare)
- Online-Buchungsseite kostenfrei eingebunden, in acht Sprachen inklusive Deutsch
- Automatisierte Erinnerungen und Vertragsversand per E-Mail
- Integrierte Abrechnung, Kassenmodul und Auslastungsberichte
- Vergleichsweise günstiger Einstieg (ab 14,25 USD/Monat bei Jahreszahlung)
Einschränkungen
- Keine KI-Funktionen, Automatisierung beruht auf regelbasierten Workflows
- Preise nur in US-Dollar, keine ausgewiesene Euro-Abrechnung
- Serverstandort wird auf der Website nicht öffentlich dokumentiert
- WhatsApp-Integration nur über externen Business-Account, nicht nativ
- Funktionsumfang bei komplexen Mehrlokation-Betrieben begrenzt
- Geringere Marktpräsenz in Deutschland als US-Wettbewerber wie Time To Pet
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du betreibst eine Tierpension, einen Hundesalon oder eine Tagesstätte und brauchst eine sofort einsatzbereite Buchungs- und CRM-Lösung
- Du willst Online-Buchungen über eine fertige, mehrsprachige Seite annehmen
- Du arbeitest viel mit Tierhaltern über WhatsApp und brauchst automatische Erinnerungen
- Du suchst eine günstige Branchenlösung statt einer generischen Buchungssoftware
Wann nein
- Du erwartest echte KI-Funktionen (Vorhersage, Bilderkennung, Chatbots), Gespet bietet keine
- Du betreibst mehrere Standorte mit komplexer Rollen- und Rechteverwaltung
- Du brauchst tiefe Integration mit deutschem Buchhaltungs- oder Warenwirtschaftssystem
- Du legst Wert auf einen klar dokumentierten EU-Serverstandort mit AVV deutscher Aufsicht
Kurzfazit
Gespet ist eine klassische Branchen-Software für Tierdienstleister, keine KI-Plattform, sondern ein solides Cloud-System für Buchungen, Kundendaten und Abrechnung. Stärken sind der modulare Aufbau (sieben Branchensegmente vom Tierhotel bis zur Tierarztpraxis), die mehrsprachige Online-Buchungsseite und der vergleichsweise günstige Einstiegspreis ab 14,25 USD/Monat. Schwächen: Der Anbieter wirbt mit keinerlei KI-Funktionen, der Serverstandort ist auf der Website nicht ausgewiesen, und im deutschen Markt ist die Marke weniger sichtbar als spezialisierte Wettbewerber wie Time To Pet oder das deutsche Anigu. Für eine Ein-Standort-Tierpension, die schnell ein sauberes Online-Buchungssystem braucht, ist Gespet eine pragmatische Wahl. Wer wirklich KI sucht (Auslastungsprognose, automatische Bildbeschreibung von Tieren, intelligente Routenplanung), wird sie hier nicht finden.
Für wen ist Gespet?
Tierpensionen und Tierhotels mit einer Location: Die zentrale Zielgruppe. Buchungskalender, Tier- und Besitzerprofile, Check-in/Check-out und automatische Erinnerungen decken den Tagesbetrieb sauber ab. Die Online-Buchungsseite lässt sich per QR-Code oder Link mit der eigenen Website verknüpfen, kein eigenes Entwicklerteam nötig.
Hundefriseure und Pet-Grooming-Salons: Das Grooming-Modul kostet (mit Jahreszahlung) ab 14,25 USD/Monat und bietet Terminbuchung, Vorher-/Nachher-Fotos, Service-Historie pro Tier und automatische Erinnerungen. Für klassische Salons mit einer oder zwei Bänken eine günstige, sofort startbare Lösung.
Tiertrainer, Hundeschulen und Verhaltensberater: Das Trainer-Modul erlaubt Kurseinschreibungen, Einzeltermine, Kundendokumentation und Rechnungsstellung, sinnvoll, sobald du mehr als zwanzig Stammkunden hast und Excel an die Grenzen kommt.
Petshops und Tierarztpraxen mit kleinem Setup: Die teureren Module für Petshop (32,95 USD/Monat) und Vet-Praxis (54,95 USD/Monat) bündeln Kassen-, Lager- und Patientenverwaltung. Für etablierte Tierarztpraxen mit existierender Software meist zu schmal, für eine Neugründung oder Praxis ohne Branchensoftware eine schnelle Lösung.
Tiertransport-Unternehmen: Eigenes Modul mit Routenplanung und Übergabedokumentation. Hier ist der Wettbewerb in Deutschland überschaubar, was Gespet zu einer der wenigen sofort verfügbaren Optionen macht.
Weniger geeignet für: Mehrlokation-Ketten mit komplexer Rollenverwaltung, Betriebe mit hohen DSGVO-Anforderungen, die einen klar dokumentierten EU-Serverstandort mit deutschem AVV brauchen, und alle, die unter „Software für Tierdienstleister” tatsächlich KI-Funktionen wie Auslastungsprognose, automatische Foto-Tagging oder intelligente Tarifoptimierung erwarten, die bietet Gespet nicht.
Preise im Detail
| Plan | Preis (Monatszahlung) | Preis (Jahreszahlung) | Was du bekommst |
|---|---|---|---|
| Pet Hotel / Grooming / Nursery / Trainer | 17,95 USD/Monat | 14,25 USD/Monat | Buchungskalender, Profile, Online-Buchungsseite, Erinnerungen, Abrechnung |
| Breeding & Pedigree | 21,95 USD/Monat | 17,53 USD/Monat | Zusätzlich Stammbaum, Linienzucht, Verwandtschaftsrechner |
| Pet Shop | 32,95 USD/Monat | 26,37 USD/Monat | POS, Lagerverwaltung, Produktverkauf |
| Veterinary & Pet Shop | 54,95 USD/Monat | 43,87 USD/Monat | Klinikmodul mit Patientendaten, Behandlungshistorie, Rezepten |
| Complete Integrated Solution | 99,95 USD/Monat | 83,25 USD/Monat | Alle Module kombiniert, sinnvoll für Betriebe mit mehreren Segmenten |
Einordnung: Im Vergleich zur Branche ist Gespet bei Einzelmodulen günstig, Anigu, Time To Pet und ProPet liegen meist im Bereich 30 bis 50 EUR/Monat. Der Bundle-Preis von 83,25 USD/Monat ist nur sinnvoll, wenn du tatsächlich mehrere Module brauchst (z. B. Tierhotel plus Petshop plus Grooming). Drei Punkte zur Beachtung: Erstens wird in US-Dollar abgerechnet, der konkrete Euro-Betrag schwankt mit dem Wechselkurs und kann je nach Zahlungsmethode Auslandsgebühren verursachen. Zweitens enthält die kostenlose Testphase laut Anbieter alle Funktionen. Drittens werden Setup, Datenimport und Anpassungen je nach Aufwand separat fakturiert, vor Vertragsabschluss konkret klären.
Stärken im Detail
Modularer Aufbau für sieben Segmente. Wer nur ein Tierhotel betreibt, zahlt für das Tierhotel-Modul. Wer einen Salon mit Petshop kombiniert, kann beides separat oder im Bundle buchen. Diese Modularität ist im deutschen Markt unter Tierdienstleister-Software ungewöhnlich, die meisten Wettbewerber zwingen dich in einen Komplett-Tarif, egal ob du alle Funktionen brauchst.
Mehrsprachige Online-Buchungsseite. Acht Sprachen (Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Portugiesisch, Baskisch, Katalanisch) sind in der Buchungsseite verfügbar, relevant für Tourismusregionen, Grenznähe und internationale Kundschaft. Die Seite wird über QR-Code, Link oder Einbettung in die eigene Website verfügbar gemacht. Damit brauchst du keinen eigenen Web-Entwickler für die Buchungsfunktion.
Erinnerungs- und Kommunikations-Workflows. Buchungsbestätigungen, Check-in-Erinnerungen, Geburtstagsgrüße ans Tier, alles regelbasiert konfigurierbar. WhatsApp wird über das Business-API angebunden (Account separat erforderlich), ergänzt durch klassische E-Mail-Automatisierung. Das senkt die Telefonanruf-Last erkennbar, sobald die Workflows einmal eingerichtet sind.
Integrierte Abrechnung und Auswertung. Rechnungen, Quittungen, Steuersätze und Auslastungsberichte sind im System enthalten, kein Wechsel in eine separate Buchhaltungs-Software, um zu sehen, wie das laufende Quartal aussieht. Export in CSV ist möglich, eine direkte DATEV-Integration gibt es nicht.
Niedrigschwelliger Einstieg. Keine Installation, keine Server-Verwaltung. Account anlegen, Tarife konfigurieren, Buchungsseite teilen, in einer Stunde produktiv. Das passt zu Einzelunternehmer:innen und kleinen Teams, die keine IT-Ressourcen haben.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine KI-Funktionen. Das ist die zentrale Einschränkung im Kontext einer KI-Tool-Bewertung: Gespet wirbt weder mit Auslastungsprognose noch mit intelligenter Tarifoptimierung, Bildanalyse für Tierfotos, automatischer Verhaltensdokumentation oder generativen Texten. „Automatisierung” bedeutet hier ausschließlich regelbasierte Workflows (wenn X passiert, sende Y). Wer eine KI-Lösung sucht, ist hier falsch, wer eine klassische, solide Branchen-Software sucht, kann Gespet ernsthaft in Erwägung ziehen.
Serverstandort intransparent. Auf der Website lässt sich nicht eindeutig klären, in welchem Land die Server stehen. Gespet wirbt mit DSGVO-Konformität, das Unternehmen ist nach Sprach- und Adressindizien in Spanien angesiedelt, die tatsächliche Datenverarbeitung wird aber nicht öffentlich dokumentiert. Vor Vertragsabschluss schriftlich abfragen, idealerweise mit Auftragsverarbeitungsvertrag und Bestätigung der EU-Region.
WhatsApp nicht nativ. Die WhatsApp-Anbindung läuft über einen separaten WhatsApp-Business-Account, den der Betrieb selbst einrichten muss. Das ist nicht ungewöhnlich (auch Wettbewerber lösen das so), aber kein „Plug & Play”: Verifizierung, Telefonnummern-Setup und API-Konfiguration kosten ein bis zwei Stunden Aufwand.
Mehrlokation-Schwächen. Wer zwei oder mehr Standorte mit unterschiedlichen Teams, Tarifen und Rechten verwaltet, stößt schnell an Grenzen. Rollen- und Rechteverwaltung ist vorhanden, aber nicht so granular wie bei spezialisierten Mehrlokation-Lösungen. Für Filialketten ist eine dedizierte Enterprise-Software (oder ein Wechsel zu Time To Pet mit Multi-Standort-Modus) die bessere Wahl.
US-Dollar-Abrechnung. Für deutsche Betriebe nicht ideal, Wechselkursschwankungen, möglicherweise Auslandsgebühren bei Kreditkarten, schwierigere Buchhaltung. Wer auf saubere Euro-Rechnungen Wert legt, sollte das vorher mit dem Vertrieb klären (manche Anbieter rechnen auf Wunsch in Euro um).
Marktpräsenz in Deutschland gering. Im deutschsprachigen Markt ist Gespet weniger sichtbar als das deutsche Anigu oder die US-Lösung Time To Pet. Das hat praktische Konsequenzen: weniger deutsche Erfahrungsberichte, weniger Community, längere Antwortzeiten im Support bei deutschsprachigen Anfragen außerhalb der Geschäftszeiten Spaniens.
Kein KI-Mehrwert für die Buchungsoptimierung. Wettbewerber experimentieren bereits mit ML-gestützter Auslastungs- und Preisvorhersage (Yield-Management für Tierpensionen). Gespet bietet hier nur klassische Berichte und Statistiken, wer eine Hochsaison-Pension mit dynamischen Preisen optimieren will, muss das manuell oder über externe Tools machen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine deutsche, in DACH gehostete Branchen-Software mit Tierheim-Funktionen suchst | Anigu |
| Auslastungs- und Reporting-Features auf US-Niveau willst (englischer Support) | Time To Pet |
| Eine etablierte Lösung mit Online-Buchung und Customer-Portal brauchst | ProPet Software |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Tiermanager (deutsche Tierheim-Software), Petsi (französische Buchungslösung), DogBase (Hundezucht-Spezialist) sowie generische Buchungssysteme wie Calendly oder SimplyBook.me, letztere sind günstiger, decken aber Tier-spezifische Datenfelder und Kommunikations-Workflows nicht ab. Gespet positioniert sich preislich aggressiv im modularen Einstiegssegment und ist eine ernsthafte Option, wenn du KI-Funktionen nicht zwingend brauchst und mit US-Dollar-Abrechnung leben kannst. Für KI-gestützte Tier-Workflows (automatische Tagesberichte, Bildbeschreibung, Sprachnotizen) bist du besser bedient, indem du Gespet als Basissystem nutzt und KI-Tools wie ChatGPT oder Claude für die Inhaltsproduktion daneben stellst.
So steigst du ein
Schritt 1: Auf gespet.com die kostenlose Testphase starten. Wähle zuerst nur das Modul, das deinen Hauptbetrieb abbildet (z. B. Pet Hotel), Bundle-Tarife sind erst sinnvoll, wenn du wirklich mehrere Segmente abdeckst. Lege ein Demo-Tier mit Demo-Besitzer an und mache eine Probebuchung, um zu prüfen, ob alle Felder, die du brauchst, vorhanden sind (Impfpass, Futterplan, Notfallkontakt).
Schritt 2: Konfiguriere die Online-Buchungsseite vor allen anderen Schritten. Lege deine Tarife, Verfügbarkeiten und Buchungsregeln (Mindest-Aufenthalt, Vorlaufzeit, Stornofristen) an, generiere den QR-Code und teste die Buchung von der Endkunden-Seite. Erst wenn die Buchungsstrecke fehlerfrei läuft, lohnt es sich, sie auf der eigenen Website und Social-Media-Profilen zu verlinken.
Schritt 3: WhatsApp-Business-Account einrichten und mit Gespet verbinden. Erstelle drei bis fünf Standard-Nachrichten (Buchungsbestätigung, Erinnerung 7 Tage vorher, Check-in-Erinnerung am Vortag, Abholerinnerung, Dankes-Nachricht). Aktiviere die Automatisierungen nicht alle auf einmal, fang mit Buchungsbestätigung an, beobachte zwei Wochen, dann erweitere. So merkst du, ob die Kundinnen die Nachrichten als hilfreich empfinden oder als Spam.
Ein konkretes Beispiel
Eine Hundepension in Bayern (12 Plätze, eine Inhaberin plus zwei Aushilfen) hat im Sommer 2025 von einer Excel-Liste auf Gespet umgestellt. Konkrete Konfiguration: Pet-Hotel-Modul (14,25 USD/Monat im Jahresabo), Online-Buchungsseite eingebettet in die WordPress-Website der Pension, WhatsApp-Business-Account für Buchungsbestätigungen und Check-in-Erinnerungen. Was sich verändert hat: Doppelbuchungen sind verschwunden (vorher zwei bis drei pro Sommer), Telefonanrufe für Statusabfragen sind um geschätzte 60 % zurückgegangen, weil die Online-Buchungsseite die Verfügbarkeit live anzeigt. Was nicht funktioniert: Die Auslastungsplanung über die Hauptsaison (Mai bis September) muss die Inhaberin weiterhin manuell in Excel weiterführen, weil Gespets Berichte zwar Auslastungsdaten zeigen, aber keine Prognose und keine Empfehlung für dynamische Preise. Zeitersparnis pro Woche: rund 4 Stunden für administrative Tätigkeiten. Reine Kosten 2025: ca. 170 EUR/Jahr für Software plus 30 EUR/Monat für den WhatsApp-Business-Account. Amortisiert sich nach dem ersten verhinderten Doppelbuchungs-Ärger.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Gespet wirbt mit DSGVO-Konformität, dokumentiert den konkreten Serverstandort auf der öffentlichen Website jedoch nicht. Das Unternehmen ist Sprach- und Adressindizien zufolge in Spanien angesiedelt, eine schriftliche Bestätigung der Datenverarbeitung in der EU sollte vor Vertragsabschluss eingeholt werden.
- Datennutzung: Eingegebene Kunden- und Tierdaten werden für den Betrieb des Dienstes genutzt. Eine Verwendung für KI-Training fällt nicht an, da das Produkt keine KI-Komponente enthält.
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV): Wird laut Anbieter auf Anfrage bereitgestellt. Vor Vertragsschluss explizit anfordern und auf SCC (Standardvertragsklauseln) prüfen.
- WhatsApp-Datenfluss: Die WhatsApp-Anbindung läuft über Meta, damit fließen Kontaktdaten an einen US-Konzern, unabhängig vom Server-Hosting der eigentlichen Gespet-Plattform. Das ist im DSGVO-Kontext separat zu bewerten.
- Datenexport und Löschung: CSV-Export der Stammdaten möglich, Account-Löschung über den Support. Eine automatische Aufbewahrungsfrist für inaktive Daten ist nicht öffentlich dokumentiert.
- Empfehlung für deutsche Betriebe: Vor produktivem Einsatz mit dem Anbieter klären: konkreter Serverstandort, AVV-Wortlaut, Vorgehen bei behördlichen Auskunftsersuchen. Für Tierdienstleister ohne hochsensible Daten (kein medizinisches Geheimnis im engeren Sinn) typischerweise unkritisch, für Tierarztpraxen mit umfangreicher Patientendokumentation ist eine deutschere Lösung mit explizit dokumentiertem EU-Hosting (z. B. Anigu) der konservativere Weg.
Gut kombiniert mit
- ChatGPT, für die KI-Komponente, die Gespet selbst nicht mitbringt: Tagesberichte aus Stichpunkten formulieren, Social-Media-Posts mit Tier-Foto-Beschreibungen, Standard-Antworten auf Buchungsanfragen. Gespet verwaltet die Daten, ChatGPT erzeugt die Texte.
- Claude, für längere Texte (Newsletter an Stammkunden, Saisonberichte, Webseiten-Texte). Die Stammdaten kommen aus Gespet, der Text-Anteil aus Claude. Damit baust du dir den KI-Layer, den Gespet selbst nicht liefert.
- Anigu, als deutscher Vergleichskandidat sinnvoll, wenn du parallel testen willst und dich noch nicht festgelegt hast. Beide haben eine Testphase, ein Side-by-Side-Vergleich kostet etwa zwei Wochen, klärt aber die Frage nach UX, Sprache und Support endgültig.
Unser Testurteil
Gespet verdient 3 von 5 Sternen. Als klassische Branchen-Software für kleine bis mittlere Tierdienstleister ist Gespet preislich attraktiv, modular flexibel und in acht Sprachen verfügbar. Die Online-Buchungsseite ist sauber, die Workflows funktionieren, und der Einstieg gelingt ohne IT-Aufwand. Im Kontext einer KI-Tool-Bewertung verliert Gespet aber zwei Sterne durch die fehlenden KI-Funktionen, der Anbieter wirbt nirgends mit Vorhersagen, generativen Texten oder ML-gestützter Optimierung. Wer hier KI erwartet, wird enttäuscht; wer eine solide Buchungssoftware sucht, bekommt eine ordentliche Lösung. Hinzu kommen Punkte für die mangelhafte Transparenz beim Serverstandort, die US-Dollar-Abrechnung und die geringere Marktpräsenz in Deutschland. Für eine Ein-Standort-Tierpension, die schnell ein professionelles Buchungssystem braucht und keine deutschen Spezialfunktionen vermisst, ist Gespet eine ehrliche, brauchbare Wahl, aber kein Tool, das den AI-Standard unserer Liste prägt.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Gespet wirbt auf der offiziellen Website mit keinerlei KI- oder ML-Funktionen. Die Bezeichnung „Automatisierung” bezieht sich ausschließlich auf regelbasierte Erinnerungen und Nachrichten, keine generativen Texte, keine Vorhersagen, keine Bildanalyse. Das ist eine relevante Klarstellung für eine KI-Tool-Liste: Gespet ist hier als Branchen-Baustein gelistet, nicht als KI-Produkt im engeren Sinn.
- 2026, Der modulare Preisaufbau wurde im Komplettpaket erkennbar günstiger gestaltet (83,25 USD/Monat im Jahresabo statt einzeln gerechnete Modulpreise). Wer mehrere Segmente abdeckt, spart über das Bundle deutlich, wer nur ein Segment nutzt, fährt mit dem Einzelmodul besser.
- 2026, Die Online-Buchungsseite ist weiterhin in acht Sprachen (Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Portugiesisch, Baskisch, Katalanisch) verfügbar, Baskisch und Katalanisch sind branchenweit ungewöhnlich und ein Indiz für die starke iberische Wurzel des Anbieters. Wer in Tourismusregionen wie Mallorca oder Barcelona arbeitet, profitiert direkt davon.
- Mai 2026, Der genaue Serverstandort wird auf der Website nicht ausgewiesen. Mehrere DSGVO-relevante Detailfragen (AVV-Wortlaut, Datenexport-Zyklen, Behörden-Auskunftsverfahren) sind nur über direkte Anfrage beim Anbieter klärbar, das ist gängige Praxis bei kleineren Branchenanbietern, sollte aber vor Vertragsabschluss explizit geprüft werden.
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