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Freemium Ohne Setup 🇩🇪 Deutschsprachig ⚠️ Hybrid Zuletzt geprüft: 17. September 2026

TendiGo

TendiGo UG (haftungsbeschränkt)

4/5

Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.

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KI-gestützte Ausschreibungsanalyse für den DACH-Raum mit Zugriff auf 806 nationale und europäische Vergabequellen, davon 602 eindeutig identifizierte Plattform-Domains. Schwerpunkt auf automatisierter Eignungsprüfung, KI-Dokumentenanalyse und strukturierter Aufbereitung typisch unübersichtlicher Vergabeunterlagen. Anbieter ist die TendiGo UG (haftungsbeschränkt) mit Geschäftsführern Dr. Arthur Kari und Fynn Grabowski.

Kosten: Kostenlos 0 €, Suche Basic 39 €/Monat, Premium 89 €/Monat (jeweils 2 Nutzerplätze), KI Professionell 230 €/Monat (6 Nutzerplätze, jeder weitere 30 €/Monat), Enterprise auf Anfrage. Alle Preise zzgl. MwSt., 17 % Rabatt bei Jahreszahlung.

Kategorien

Stärken

  • Sehr breite Quellenabdeckung, 806 Vergabequellen, davon 602 eindeutig identifizierte Plattform-Domains
  • Automatische Eignungsprüfung gegen hinterlegtes Unternehmensprofil
  • Deutscher Anbieter, deutscher Support, Hosting auf eigenen deutschen Servern, AVV nach Art. 28 DSGVO standardmäßig Teil der Registrierung
  • KI-Analyse über Google Vertex AI in der EU-Region, Inhalte laut Anbieter nicht fürs Modelltraining genutzt
  • Self-Service-Einstieg möglich, kostenloser Plan und freie Testphase ohne Registrierung
  • Dokumentenanalyse reduziert manuelle Prüfung von 2–4 Stunden auf wenige Minuten
  • Transparente Preisstaffel von 0 bis 230 €, klar nachvollziehbar, Bestellung ohne Vertriebsgespräch

Einschränkungen

  • Nutzerplätze sind knapp bemessen: 2 in allen Plänen bis Premium, 6 in KI Professionell, jeder weitere 30 €/Monat
  • Junger Anbieter, TendiGo UG (haftungsbeschränkt) statt vollwertiger GmbH, stabilitätsseitig ein Punkt für die Prüfung
  • Schwerpunkt liegt auf Recherche und Analyse, Angebotserstellung weniger ausgeprägt als bei Loopio/Responsive
  • KI-Anfragen im Free- und Basic-Plan stark limitiert (10 bzw. 25 pro Monat)
  • Suchprofil-Pflege kostet Einarbeitungszeit, auch wenn Datenexport laut AVV vertraglich geregelt ist
  • Wenig unabhängige Reviews oder Referenzfälle öffentlich verfügbar

Passt gut zu

Mittelständische Unternehmen mit 20+ Ausschreibungen pro Jahr Bauunternehmen, Ingenieurbüros, IT-Dienstleister im öffentlichen Sektor Teams, die bisher manuell auf TED und eVergabe recherchiert haben

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du recherchierst regelmäßig auf TED, eVergabe und Landesvergabeportalen
  • Dein Vertrieb soll mehr Bids in gleicher Zeit abarbeiten
  • Du brauchst Hosting in Deutschland und deutschsprachigen Support
  • Du willst Eignungskriterien automatisch gegen dein Firmenprofil prüfen lassen

Wann nein

  • Du brauchst eine ausgereifte RFP-Response-Plattform (Loopio/Responsive sind weiter)
  • Dein Vergabevolumen liegt unter 10 Ausschreibungen pro Jahr, ROI fraglich
  • Du brauchst eine SOC-2-zertifizierte Lösung von einem etablierten Anbieter
  • Du verarbeitest streng vertrauliche Verschlussdaten und brauchst auditierte AVV-Strukturen

Kurzfazit

TendiGo ist eine junge deutsche Spezialsoftware für die KI-gestützte Auswertung öffentlicher Ausschreibungen, und für DACH-Mittelständler, die regelmäßig auf TED, eVergabe und Landesportalen recherchieren, eine ernsthafte Alternative zu reinen Vergabeplattformen. Stärken sind die breite Quellenabdeckung (806 Vergabequellen, davon 602 eindeutig identifizierte Plattform-Domains), die automatische Eignungsprüfung gegen das eigene Firmenprofil und die Aufbereitung typisch unübersichtlicher Vergabeunterlagen in unter fünf Minuten. Anbieter ist die TendiGo UG (haftungsbeschränkt), ein AVV nach Art. 28 DSGVO wird bereits bei der Registrierung verbindlich geschlossen. Schwächen liegen vor allem in der noch jungen Unternehmensgröße und in dünnen unabhängigen Referenzen. Wer einen verlässlichen Player für 20+ Ausschreibungen pro Jahr sucht und mit einem aufstrebenden Anbieter leben kann, bekommt für 89–230 € pro Monat ein deutlich produktivitätsförderndes Werkzeug.

Für wen ist TendiGo?

Bauunternehmen und Ingenieurbüros: Das klassische Einsatzfeld. Wer regelmäßig auf Planungs-, Bau- oder Ausführungsleistungen für öffentliche Auftraggeber bietet, kennt das Problem: Hunderte Plattformen, jede mit eigener Logik, dazu Vergabeunterlagen mit 80–200 Seiten pro Vorgang. TendiGo zentralisiert die Recherche und extrahiert Bewertungsmatrix, Eignungskriterien und Fristen automatisch.

IT-Dienstleister im öffentlichen Sektor: Für Systemhäuser, Beratungen und Software-Anbieter, die regelmäßig auf Bundes-, Landes- und Kommunalausschreibungen bieten, ist das Filtern relevanter Leistungsbeschreibungen Tagesgeschäft. TendiGo verkürzt das mit CPV-basierter Filterung und semantischer Suche.

Mittelständische Generalisten mit 20+ Bids pro Jahr: Sobald jemand im Unternehmen den Großteil seiner Arbeitszeit mit Recherche und Erstprüfung verbringt, rechnet sich KI Professionell (230 €/Monat, sechs Nutzerplätze) typischerweise innerhalb des ersten Quartals.

Vertriebsverantwortliche und Bid-Manager: Wer pipeline-getrieben arbeitet und nachweisen muss, wie viele Verfahren geprüft, wie viele bebote und wie viele gewonnen wurden, bekommt mit den Team-Funktionen eine gemeinsame Arbeitsoberfläche statt verstreuter Excel-Listen.

Weniger geeignet für: Unternehmen mit weniger als 10 Ausschreibungen pro Jahr (der manuelle Aufwand bleibt überschaubar), Konzerne mit harten Compliance-Anforderungen (SOC 2, ISAE 3402, ausführlicher AVV mit Audit-Rechten, TendiGo ist dafür schlicht noch zu jung), Anbieter im rein privatwirtschaftlichen Vertrieb (TendiGo bedient öffentliche Vergabe, nicht klassische B2B-RFPs) und Teams, die eine vollwertige Angebotserstellungs-Plattform suchen, dafür sind Loopio oder Responsive deutlich weiter.

Preise im Detail

PlanPreis pro MonatNutzerplätzeWas du bekommst
Kostenlos0 €210 KI-Anfragen/Monat, 50 Vergabeunterlagen/Monat, 10 gemerkte Ausschreibungen, Volltextsuche und Standardfilter
Suche Basic39 € (32 € jährlich)225 KI-Anfragen/Monat, 100 Vergabeunterlagen/Monat, 50 gemerkte Ausschreibungen, erweiterte Filter und Suchprofile, E-Mail-Benachrichtigungen
Premium89 € (74 € jährlich)2Unbegrenzte KI-Anfragen und Vergabeunterlagen, 3 parallele KI-Agenten, Eignungsprüfung, Angebotssimulator, Excel-Export, 500 MB Wissensdatenbank
KI Professionell230 € (191 € jährlich)6 inklusive, jeder weitere 30 €Unbegrenzt parallele KI-Agenten, Entscheider finden, Vorhersage künftiger Ausschreibungen, beste KI-Modellgeneration, 10 GB Wissensdatenbank
EnterpriseAuf AnfrageUnbegrenztOn-Premise-Lösung, API und MCP, individuelle Integration und Customizing

Einordnung: Die Preisstruktur ist seit Anfang 2026 deutlich transparenter, als es das Marktbild für vergleichbare Tools vermuten lässt, kein verdecktes Sales-Pricing mehr, sondern klare Self-Service-Stufen mit 17 % Rabatt bei Jahreszahlung. Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt. Premium für 89 €/Monat ist der Sweetspot für kleine Teams, sobald die Eignungsprüfung gebraucht wird, der Sprung von Basic auf Premium ist mit dem Wegfall der KI-Anfragen-Quote der eigentliche Wertsprung. Achte auf die Nutzerplätze: Bis Premium sind es zwei, KI Professionell bringt sechs mit, jeder weitere kostet 30 € monatlich. Unbegrenzte Nutzerplätze gibt es ausschließlich im Enterprise-Plan. Für ein sechsköpfiges Bid-Team liegt KI Professionell damit bei rund 38 € pro Kopf und Monat, das ist der Punkt, ab dem sich der Sprung rechnet. Enterprise mit On-Premise, API und MCP lohnt sich nur für Behörden oder Großunternehmen mit harten Hosting- und Integrationsvorgaben.

Stärken im Detail

Quellenabdeckung ist konkurrenzfähig. TendiGo bündelt eigenen Angaben zufolge 806 Vergabequellen, davon 602 eindeutig identifizierte Plattform-Domains, ermittelt aus der Auswertung von über 1,1 Millionen Vergabebekanntmachungen. 196 davon gelten als aktiv (mindestens 10 Bekanntmachungen pro Jahr), von TED und eVergabe über Landesvergabeportale bis hin zu kommunalen Bekanntmachungen. Wer bislang manuell auf einem halben Dutzend Plattformen recherchiert hat, bekommt zum ersten Mal eine zentrale Ansicht, in der sich Trefferlisten konsistent sortieren lassen.

Eignungsprüfung gegen das eigene Profil. Im Onboarding wird ein Firmenprofil hinterlegt: CPV-Codes, Zertifikate, Referenzen, Umsatzgrößen, Region. TendiGo gleicht eingehende Ausschreibungen automatisch ab und liefert pro Treffer einen Eignungs-Score, das eliminiert den größten Zeitfresser klassischer Vergaberecherche, das händische Querlesen der Eignungskriterien auf den ersten 20 Seiten der Unterlagen.

Dokumentenanalyse mit Quellenverweis. TendiGo extrahiert aus den oft mehrere Hundert Seiten umfassenden Vergabeunterlagen die Bewertungsmatrix, Eignungskriterien, Fristen, Losaufteilung und Zuschlagskriterien, mit direkten Quellenverweisen auf die jeweilige Seite. Die manuelle Analyse, die früher zwei bis vier Stunden gebraucht hat, soll laut Anbieter in unter fünf Minuten erledigt sein. Das entspricht dem typischen Wirkversprechen guter Dokumentenextraktions-KI, ist aber im Vergabekontext besonders wertvoll, weil dort sehr unstrukturierte PDFs die Regel sind.

Self-Service-Einstieg ohne Vertriebsgespräch. Anders als viele B2B-Spezialtools bietet TendiGo seit 2026 einen kostenlosen Plan und eine freie Testphase ohne Registrierung. Damit kann man das Tool einen Tag lang gegen eigene Suchgewohnheiten halten, bevor überhaupt ein Vertrag im Raum steht. Für ein Tool mit 89–230 €/Monat ist das marketingstrategisch klug und nutzerseitig respektvoll.

Deutsche Datenhaltung, deutscher Support. Authentifizierung und Datenbank laufen selbst gehostet auf eigenen Servern in Deutschland, kein Supabase-Cloud-Dienst. Der E-Mail-Versand läuft über Mailjet mit Rechenzentren in Frankfurt und Belgien. Die KI-Analyse selbst läuft über Google Vertex AI in der EU-Region, laut Anbieter ohne Nutzung der übermittelten Inhalte zum Modelltraining. Der Support antwortet auf Deutsch, was bei US-Tools im Vergabekontext häufig ein Stolperstein ist. Telefon mit Berliner Vorwahl (030), zeitnahe Erreichbarkeit.

Markt-Intelligence und Forecasting im Pro-Plan. Die historische Auswertung vergangener Verfahren (welche Wettbewerber bieten, zu welchen Bewertungspunkten, mit welchen Zuschlägen) ist ein klassisches Bid-Management-Feature, das ansonsten nur große Datenanbieter wie Mercell oder JaggaerOne bieten. Ergänzt um die Vorhersage künftiger Ausschreibungen ergibt sich ein vertriebsstrategisches Werkzeug, das über reine Treffersuche hinausgeht.

Schwächen ehrlich betrachtet

Anbieterreife bleibt ein Punkt für die Prüfung. Laut Impressum wird TendiGo als TendiGo UG (haftungsbeschränkt) geführt, mit Dr. Arthur Kari und Fynn Grabowski als Geschäftsführern. Die UG ist eine Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung, anders als ein Einzelunternehmen haftet der Gründer also nicht privat unbegrenzt, allerdings ist die UG (im Volksmund „Mini-GmbH”) mit geringerem Stammkapital gestartet als eine vollwertige GmbH. Für eine Kaufentscheidung im Mittelstand bleibt es ein Punkt, der explizit hinterfragt werden sollte: Was passiert mit dem Suchprofil und den gespeicherten Vorgängen, wenn der Anbieter ausfällt oder umstrukturiert? Eine Umwandlung in eine vollwertige GmbH wäre für Käufer mit längerem Planungshorizont ein weiteres Vertrauenssignal.

Limitierte KI-Anfragen in den unteren Plänen. Der Free-Plan begrenzt KI-Anfragen auf 10 pro Monat, der Basic-Plan auf 25, das reicht für einen Tag intensiver Recherche, nicht für laufenden Betrieb. Wer das Tool wirklich nutzt, springt unweigerlich auf Premium (89 €). Das ist legitime Produktstrategie, aber Käufer sollten nicht erwarten, mit Basic dauerhaft auszukommen.

Nutzerplätze sind der zweite Kostenhebel. Kostenlos, Suche Basic und Premium enthalten jeweils zwei Nutzerplätze, KI Professionell sechs. Jeder weitere Platz kostet dort 30 € pro Monat, unbegrenzte Nutzerplätze gibt es nur im Enterprise-Plan. Wer die Lizenz für ein achtköpfiges Vertriebsteam plant, rechnet also mit 230 € plus 60 €, nicht mit einer Team-Flatrate. Wir haben an dieser Stelle bis zuletzt „unbegrenzte Nutzer” ausgewiesen, eine Angabe aus unserer Prüfung im Juni 2026. Der Abgleich mit der Preisseite am 17.09.2026 hat sie widerlegt, die Zahl steht jetzt korrekt in der Tabelle.

Keine ausgereifte Angebotserstellung. TendiGo glänzt bei Recherche, Filterung und Erstanalyse, nicht bei der eigentlichen Angebotserstellung. Wer eine ausgewachsene RFP-Plattform mit Antwort-Bibliothek, Mehr-Personen-Review und automatisierter Vorlagenverwaltung sucht, wird bei Loopio oder Responsive bessere Werkzeuge finden, auch wenn die deutlich teurer sind und keinen DACH-Schwerpunkt haben.

Wenig unabhängige Validierung. Außerhalb der eigenen Webseite sind kaum Erfahrungsberichte, Branchenreviews oder belastbare Referenzkunden öffentlich. Für eine Kaufentscheidung über 1.000 € pro Jahr ist das knapp; im Premium-Plan und höher empfehlen wir, vor dem Vertragsschluss konkrete Referenzkunden zu erfragen und im Gespräch zu validieren.

Suchprofil-Pflege kostet Umstellungsaufwand, Datenexport ist aber vertraglich geregelt. Sobald das Suchprofil gepflegt, mehrere Hundert Treffer kategorisiert und Vergabeunterlagen analysiert sind, kostet ein Wechsel zu einem anderen Anbieter Zeit für die Neueinrichtung. Ein echter Daten-Lock-in besteht aber nicht: § 11 des AVV verpflichtet TendiGo, Daten nach Vertragsende binnen 90 Tagen zu löschen oder auf Wunsch zurückzugeben, für verwaltete Ausschreibungen steht zusätzlich ein Excel-Export mit frei wählbaren Feldern bereit.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine ausgereifte RFP-Response-Plattform brauchstLoopio oder Responsive
Allgemeine PDF-Analyse statt Vergabe-Spezialwissen brauchstNotebookLM
Vertragsdokumente und Verträge analysieren willstClaude
Marktrecherche und Wettbewerbsbeobachtung über Vergabe hinaus brauchstPerplexity

Wie sich TendiGo gegen GovRadar, VergabePilot, Patterno, DTAD und die AVA-Seite des Marktes schlägt, steht im Vergleich der KI-Werkzeuge für Ausschreibung und Vergabe, dort mit Nutzerplätzen, Portalabdeckung und Hosting nebeneinander.

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Mercell, Vergabe24 und JaggaerOne sind die etablierten DACH-Vergabeplattformen, sie sind Datenquellen mit Suche, weniger KI-Analysetools. TendiGo positioniert sich bewusst eine Schicht darüber: nicht als Datenanbieter, sondern als KI-Layer auf vorhandenen Vergabedaten. Das ist konsequent, ersetzt aber nicht den Zugang zu einzelnen kostenpflichtigen Vergabeportalen, wenn diese nicht über die öffentlichen Quellen abgedeckt sind.

So steigst du ein

Schritt 1: Kostenlose Testsuche. Auf tendigo.de lässt sich ohne Registrierung eine erste Suche starten. Probiere zwei bis drei typische Ausschreibungsbegriffe aus deinem Tagesgeschäft, prüfe Trefferqualität und Aktualität gegen dein bisheriges Vorgehen. Erst danach lohnt sich der Sprung in den kostenlosen Plan mit Login.

Schritt 2: Firmenprofil pflegen. Im Onboarding hinterlegst du Branchencodes (CPV), Zertifikate (ISO, Präqualifikation VOB, EFB), Referenzprojekte, Region und Auftragsvolumen-Range. Die Sorgfalt hier entscheidet über die Trefferqualität, das ist die wichtigste Stunde Investition. Plan dafür eine ungestörte Sitzung mit dem Vertriebskollegen oder der Geschäftsführung ein, der/die das Profil im Kopf hat.

Schritt 3: Tägliche Treffer routinisieren. Sobald Suchen und Profil stehen, kommen passende Treffer per E-Mail. Definiere eine feste tägliche Slot-Zeit (z. B. 9:30 Uhr, 15 Minuten), in der die Treffer mit Eignungs-Score gesichtet werden. Bei jedem Treffer extrahiert TendiGo Bewertungsmatrix, Eignungskriterien und Fristen aus der oft 100+-seitigen Vergabe, diese Vorarbeit ersetzt das übliche „Wer liest sich das durch?” Über Wochen entsteht so eine spürbar professionellere Pipeline-Logik.

Ein konkretes Beispiel

Ein Ingenieurbüro mit 25 Mitarbeitenden aus dem Rheinland bearbeitet pro Jahr rund 40 Ausschreibungen für Verkehrsplanungs- und Brückenbau-Leistungen. Vor TendiGo investierte ein Mitarbeiter rund 8 Stunden pro Woche in die manuelle TED- und eVergabe-Recherche, plus weitere 2–3 Stunden pro relevanter Ausschreibung, um die Eignungskriterien gegen das eigene Profil zu prüfen. Nach Einführung des Premium-Plans (89 €/Monat) kommen die passenden Treffer mit Eignungs-Score vorgefiltert per E-Mail; die Eignungsprüfung pro Ausschreibung dauert 15 statt 60 Minuten. Effekt nach drei Monaten: Die Zahl ernsthaft bearbeiteter Ausschreibungen ist von 40 auf 55 pro Jahr gestiegen (+38 %) bei gleichem Personaleinsatz, die Zuschlagsquote ist konstant geblieben, was netto mehr Aufträge bei gleichen Kosten bedeutet. Zeitersparnis pro Woche: 6–7 Stunden, amortisiert nach dem ersten zusätzlich gewonnenen Auftrag.

Nicht sicher, ob TendiGo zu euch passt?

Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.

Erstgespräch anfragen

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Authentifizierung und Datenbank laufen selbst gehostet auf eigenen Servern in Deutschland, kein Supabase-Cloud-Dienst. E-Mail-Versand über Mailjet (Rechenzentren Frankfurt/Deutschland und Belgien), Mailbox-Hosting über Microsoft 365. Damit bleibt der überwiegende Datenfluss in der EU.
  • Datennutzung: Die KI-gestützte Analyse von Ausschreibungen und hochgeladenen Dokumenten läuft über Google Vertex AI in der EU-Region, laut Anbieter werden übermittelte Inhalte nicht zum Training von KI-Modellen verwendet.
  • Tracking auf der Website: Google Analytics 4 und Google Ads Conversion Tracking sind eingebunden. Wer DSGVO-konform agieren will, achtet auf Cookie-Banner-Einstellungen und prüft, welche Daten an Drittanbieter fließen.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Ein vollständiger AVV nach Art. 28 DSGVO ist unter tendigo.de/auftragsdatenverarbeitungsvertrag abrufbar, in der Datenschutzerklärung und den AGB verlinkt, und wird bei der Registrierung verbindlich geschlossen. § 11 regelt Löschung oder Rückgabe der Daten binnen 90 Tagen nach Vertragsende.
  • Account-Löschung: Laut Anbieter direkt in der Anwendung möglich, unter „Einstellungen > Sicherheit > Gefahrenzone”, ohne Kontaktaufnahme mit dem Support. Diese Angabe stammt aus direkter Anbieterkorrespondenz und ist in der öffentlichen Datenschutzerklärung nicht separat dokumentiert.
  • Empfehlung für Unternehmen: Der AVV ist Standardbestandteil der Registrierung, eine gesonderte Anforderung ist nicht mehr nötig. Für Behörden und stark compliance-getriebene Branchen ist die On-Premise-Option im Enterprise-Plan der einzig saubere Pfad, dort lassen sich Modellauswahl und Datenfluss vollständig im eigenen Netz halten.

Gut kombiniert mit

  • Claude, TendiGo erkennt und extrahiert die Bewertungsmatrix, Claude formuliert auf dieser Basis Angebotsbestandteile und Antworten auf Eignungsfragen. Die Kombination spart in der eigentlichen Angebotsphase nochmal substanziell Zeit, gerade bei textintensiven Verfahren.
  • NotebookLM, eigene Referenzprojekte, frühere Angebote und gewonnene Verfahren lassen sich in NotebookLM als Wissensbasis hinterlegen. Beim Bearbeiten einer neuen Ausschreibung kann das Team gezielt Belege und Formulierungen aus früheren Bids ziehen, TendiGo liefert die Anforderung, NotebookLM den Eigenkontext.
  • Perplexity, für die ergänzende Recherche zu Auftraggebern, Wettbewerbern und politischen Hintergründen, die in der Vergabe selbst nicht stehen. Wer ernsthaft bid-strategisch arbeitet, kombiniert die strukturierte Vergabe-Sicht von TendiGo mit der freien Webrecherche von Perplexity.

Unser Fazit

TendiGo verdient 4 von 5 Sternen. Funktional bewegt sich das Tool im oberen Drittel seiner Kategorie, die Kombination aus breiter Quellenabdeckung, automatischer Eignungsprüfung und sauberer Dokumentenextraktion ist im DACH-Markt nicht selbstverständlich, und die seit Anfang 2026 transparente Preisstaffel macht den Einstieg leicht. Anbieter ist die TendiGo UG (haftungsbeschränkt) mit vertraglich standardmäßigem AVV nach Art. 28 DSGVO, offengelegter KI-Verarbeitung über Google Vertex AI in der EU-Region und vertraglich geregelter Datenrückgabe, das entkräftet die ursprünglichen Kritikpunkte an der Datenschutz-Reife weitgehend. Den fünften Stern kostet die weiterhin dünne öffentliche Referenzbasis und die im Vergleich zu etablierten Anbietern noch junge Unternehmensgröße (UG statt vollwertiger GmbH). Wer vor Vertragsschluss konkrete Referenzkunden erfragt, bekommt für 89–230 € pro Monat ein deutlich produktivitätsförderndes Werkzeug mit echtem DACH-Fokus, und ein Argument, sich Ausschreibungen wieder anzusehen, von denen man bisher dachte, sie wären den Aufwand nicht wert.

Was wir bemerkt haben

  • 2026, TendiGo hat das Pricing grundlegend umgestellt: weg vom Sales-Led-Modell mit Vertriebsgespräch, hin zu klar publizierten Stufen von 0 € bis 230 €/Monat plus Enterprise auf Anfrage. Das ist eine deutliche Marktstrategie-Korrektur, vermutlich Reaktion auf Self-Service-Erwartungen im KMU-Segment.
  • 2026, Der Plan KI Professionell für 230 €/Monat bringt Entscheider-Identifikation und die Vorhersage künftiger Ausschreibungen. Damit positioniert sich TendiGo stärker als Vertriebs-Intelligenz-Tool und nicht mehr nur als Recherche-Werkzeug.
  • September 2026, Korrektur an der wichtigsten Zahl dieser Seite: KI Professionell enthält laut Preisseite (abgerufen am 17.09.2026) 6 Nutzerplätze, jeder weitere kostet 30 € pro Monat. Unbegrenzte Nutzerplätze bietet nur der Enterprise-Plan. Wir hatten hier „unbegrenzte Nutzer” stehen, Stand unserer Prüfung Juni 2026. Auch die kleineren Pläne sind präziser erfasst: Kostenlos, Suche Basic und Premium enthalten je zwei Nutzerplätze, nicht einen. Alle Preise weist TendiGo zzgl. MwSt. aus.
  • August 2026, nach Rückmeldung des Anbieters korrigiert: Anbieter ist die TendiGo UG (haftungsbeschränkt), nicht das zuvor genannte Einzelunternehmen. Ein vollständiger AVV nach Art. 28 DSGVO existiert und wird bei der Registrierung automatisch geschlossen, unsere frühere Aussage, ein AVV fehle im Datenschutztext, war falsch. Die KI-Analyse läuft nachweislich über Google Vertex AI in der EU-Region ohne Modelltraining auf Kundendaten. Die Vergabequellen-Zahl wurde von „662 deutsche Plattformen” auf die korrekten 806 Quellen (602 identifizierte Domains, 196 aktiv) präzisiert. Auch die Infrastrukturangaben wurden korrigiert: selbst gehostete Datenbank statt Supabase, Mailjet statt Netcup beim E-Mail-Versand. Da zwei der drei ursprünglichen Gründe für den Sterneabzug damit entfielen, haben wir die Bewertung von 3 auf 4 Sterne angehoben.

Quellen

  1. TendiGo – Preisseite. https://tendigo.de/preise (abgerufen am 2026-09-17). Kostenlos 0 EUR (10 KI-Anfragen/Monat, 50 Vergabeunterlagen/Monat, 2 Nutzerplätze), Suche Basic 39 EUR/Monat (25 KI-Anfragen, 2 Nutzerplätze), Premium 89 EUR/Monat (unbegrenzte KI-Anfragen, 3 parallele KI-Agenten, Angebotssimulator und Eignungsprüfung, 2 Nutzerplätze), KI Professionell 230 EUR/Monat (6 Nutzerplätze inklusive, jeder weitere 30 EUR/Monat, Entscheider finden, Vorhersage künftiger Ausschreibungen, 10 GB Wissensdatenbank), Enterprise auf Anfrage mit unbegrenzten Nutzerplätzen. Alle Preise zzgl. MwSt., 17 % Rabatt bei jährlicher Zahlung (32, 74 bzw. 191 EUR)..
  2. TendiGo – Impressum. https://tendigo.de/impressum (abgerufen am 2026-08-19). Anbieter ist die TendiGo UG (haftungsbeschränkt), Amtsgericht Charlottenburg HRB 289261 B, Geschäftsführer Dr. Arthur Kari und Fynn Grabowski..
  3. TendiGo – Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). https://tendigo.de/auftragsdatenverarbeitungsvertrag (abgerufen am 2026-08-19). Vollständiger AVV nach Art. 28 DSGVO mit 14 Abschnitten und drei Anhängen, wird bei Registrierung verbindlich geschlossen. § 11 regelt Löschung oder Rückgabe der Daten binnen 90 Tagen nach Vertragsende..
  4. TendiGo – Datenschutzerklärung. https://tendigo.de/datenschutz (abgerufen am 2026-08-19). KI-Analyse über Google Vertex AI in der EU-Region, keine Nutzung übermittelter Inhalte zum Modelltraining; Authentifizierung und Datenbank selbst gehostet auf eigenen deutschen Servern; E-Mail-Versand über Mailjet (Rechenzentren Frankfurt/Deutschland und Belgien)..
  5. TendiGo – Methodik der Vergabequellen. https://tendigo.de/vergabeplattformen (abgerufen am 2026-08-19). 806 Vergabequellen insgesamt, davon 602 eindeutig identifizierte Plattform-Domains und 196 aktive Plattformen (mind. 10 Bekanntmachungen/Jahr), Stand 22.4.2026..

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So entsteht diese Bewertung

Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.

Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt?

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