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TendiGo
Fynn Grabowski (Einzelunternehmen)
KI-gestützte Ausschreibungsanalyse für den DACH-Raum mit Zugriff auf über 800 nationale und europäische Vergabequellen, davon 662 deutsche Plattformen. Schwerpunkt auf automatisierter Eignungsprüfung, KI-Dokumentenanalyse und strukturierter Aufbereitung typisch unübersichtlicher Vergabeunterlagen. Anbieter ist ein junges Berliner Team rund um Gründer Fynn Grabowski.
Kosten: Free 0 €, Suche Basic 39 €/Monat, Premium 89 €/Monat, KI Professionell 230 €/Monat (unbegrenzte Nutzer), Enterprise auf Anfrage. 17 % Rabatt bei Jahreszahlung, monatlich kündbar.
Kategorien
Stärken
- Sehr breite Quellenabdeckung, 800+ Plattformen, davon 662 deutsche, plus EU-weite Vergabequellen
- Automatische Eignungsprüfung gegen hinterlegtes Unternehmensprofil
- Deutscher Anbieter, deutscher Support, Hosting auf deutschen Servern (PostHog self-hosted, Supabase EWR)
- Self-Service-Einstieg möglich, kostenloser Plan und freie Testphase ohne Registrierung
- Dokumentenanalyse reduziert manuelle Prüfung von 2–4 Stunden auf wenige Minuten
- Transparente Preisstaffel von 0 bis 230 €, klar nachvollziehbar, monatlich kündbar
Einschränkungen
- Sehr junger Anbieter, operiert als Einzelunternehmen, nicht als GmbH, stabilitätsseitig relevant
- AVV im öffentlichen Datenschutztext nicht erwähnt, auf Anfrage zu klären
- Schwerpunkt liegt auf Recherche und Analyse, Angebotserstellung weniger ausgeprägt als bei Loopio/Responsive
- KI-Anfragen im Free- und Basic-Plan stark limitiert (10 bzw. 25 pro Monat)
- Lock-in durch Suchprofil-Pflege und gesammelte Vorgangsdaten, Wechsel kostet Aufwand
- Wenig unabhängige Reviews oder Referenzfälle öffentlich verfügbar
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du recherchierst regelmäßig auf TED, eVergabe und Landesvergabeportalen
- Dein Vertrieb soll mehr Bids in gleicher Zeit abarbeiten
- Du brauchst Hosting in Deutschland und deutschsprachigen Support
- Du willst Eignungskriterien automatisch gegen dein Firmenprofil prüfen lassen
Wann nein
- Du brauchst eine ausgereifte RFP-Response-Plattform (Loopio/Responsive sind weiter)
- Dein Vergabevolumen liegt unter 10 Ausschreibungen pro Jahr, ROI fraglich
- Du brauchst eine SOC-2-zertifizierte Lösung von einem etablierten Anbieter
- Du verarbeitest streng vertrauliche Verschlussdaten und brauchst auditierte AVV-Strukturen
Kurzfazit
TendiGo ist eine junge deutsche Spezialsoftware für die KI-gestützte Auswertung öffentlicher Ausschreibungen, und für DACH-Mittelständler, die regelmäßig auf TED, eVergabe und Landesportalen recherchieren, eine ernsthafte Alternative zu reinen Vergabeplattformen. Stärken sind die breite Quellenabdeckung (über 800 Vergabequellen, davon 662 deutsche Plattformen), die automatische Eignungsprüfung gegen das eigene Firmenprofil und die Aufbereitung typisch unübersichtlicher Vergabeunterlagen in unter fünf Minuten. Schwächen liegen weniger in der Funktion als in der Reife des Anbieters: TendiGo wird derzeit als Einzelunternehmen geführt, ein AVV ist im öffentlichen Datenschutztext nicht erwähnt, und unabhängige Referenzen sind dünn. Wer einen verlässlichen Player für 20+ Ausschreibungen pro Jahr sucht und mit einem aufstrebenden Anbieter leben kann, bekommt für 89–230 € pro Monat ein deutlich produktivitätsförderndes Werkzeug.
Für wen ist TendiGo?
Bauunternehmen und Ingenieurbüros: Das klassische Einsatzfeld. Wer regelmäßig auf Planungs-, Bau- oder Ausführungsleistungen für öffentliche Auftraggeber bietet, kennt das Problem: Hunderte Plattformen, jede mit eigener Logik, dazu Vergabeunterlagen mit 80–200 Seiten pro Vorgang. TendiGo zentralisiert die Recherche und extrahiert Bewertungsmatrix, Eignungskriterien und Fristen automatisch.
IT-Dienstleister im öffentlichen Sektor: Für Systemhäuser, Beratungen und Software-Anbieter, die regelmäßig auf Bundes-, Landes- und Kommunalausschreibungen bieten, ist das Filtern relevanter Leistungsbeschreibungen Tagesgeschäft. TendiGo verkürzt das mit CPV-basierter Filterung und semantischer Suche.
Mittelständische Generalisten mit 20+ Bids pro Jahr: Sobald jemand im Unternehmen den Großteil seiner Arbeitszeit mit Recherche und Erstprüfung verbringt, rechnet sich der Pro-Plan (230 €/Monat, unbegrenzte Nutzer) typischerweise innerhalb des ersten Quartals.
Vertriebsverantwortliche und Bid-Manager: Wer pipeline-getrieben arbeitet und nachweisen muss, wie viele Verfahren geprüft, wie viele bebote und wie viele gewonnen wurden, bekommt mit den Team-Funktionen eine gemeinsame Arbeitsoberfläche statt verstreuter Excel-Listen.
Weniger geeignet für: Unternehmen mit weniger als 10 Ausschreibungen pro Jahr (der manuelle Aufwand bleibt überschaubar), Konzerne mit harten Compliance-Anforderungen (SOC 2, ISAE 3402, ausführlicher AVV mit Audit-Rechten, TendiGo ist dafür schlicht noch zu jung), Anbieter im rein privatwirtschaftlichen Vertrieb (TendiGo bedient öffentliche Vergabe, nicht klassische B2B-RFPs) und Teams, die eine vollwertige Angebotserstellungs-Plattform suchen, dafür sind
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Kostenlos | 0 € | 1 Nutzer, 10 KI-Anfragen/Monat, 50 Dokumente/Monat, 10 gespeicherte Ausschreibungen |
| Suche Basic | 39 €/Monat | 1 Nutzer, 25 KI-Anfragen/Monat, 100 Dokumente/Monat, 50 gespeicherte Ausschreibungen, E-Mail-Benachrichtigungen |
| Premium | 89 €/Monat | 1 Nutzer, unbegrenzte KI-Anfragen, unbegrenzte Dokumente, 10 KI-Agenten-Anfragen/Monat, Eignungsprüfung, Angebotssimulator |
| KI Professionell | 230 €/Monat | Unbegrenzte Nutzer, unbegrenzte KI- und Agenten-Anfragen, Entscheider-Identifikation, Vorhersage künftiger Ausschreibungen, neueste KI-Modellgeneration |
| Enterprise | Auf Anfrage | On-Premise-Option, individuelle Integration, unbegrenzte Funktionen |
Einordnung: Die Preisstruktur ist seit Anfang 2026 deutlich transparenter geworden, als sie das Marktbild für vergleichbare Tools vermuten lässt, kein verdecktes Sales-Pricing mehr, sondern klare Self-Service-Stufen mit 17 % Rabatt bei Jahreszahlung und monatlicher Kündbarkeit. Premium für 89 €/Monat ist der Sweetspot für Einzelnutzer, sobald die Eignungsprüfung gebraucht wird, der Sprung von Basic auf Premium ist mit dem Wegfall der KI-Anfragen-Quote der eigentliche Wertsprung. KI Professionell für 230 €/Monat lohnt sich, sobald mehr als zwei Personen produktiv mit dem Tool arbeiten, pro Kopf liegt der Preis dann unterhalb des Premium-Plans, und die agentischen Funktionen (Entscheider-Identifikation, Forecasting) sind für Vertriebsteams ein echtes Plus. Enterprise mit On-Premise lohnt sich nur für Behörden oder Großunternehmen mit harten Hosting-Vorgaben.
Stärken im Detail
Quellenabdeckung ist konkurrenzfähig. TendiGo bündelt eigenen Angaben zufolge über 800 Vergabequellen, davon 662 deutsche Plattformen, von TED und eVergabe über Landesvergabeportale bis hin zu kommunalen Bekanntmachungen. Wer bislang manuell auf einem halben Dutzend Plattformen recherchiert hat, bekommt zum ersten Mal eine zentrale Ansicht, in der sich Trefferlisten konsistent sortieren lassen.
Eignungsprüfung gegen das eigene Profil. Im Onboarding wird ein Firmenprofil hinterlegt: CPV-Codes, Zertifikate, Referenzen, Umsatzgrößen, Region. TendiGo gleicht eingehende Ausschreibungen automatisch ab und liefert pro Treffer einen Eignungs-Score, das eliminiert den größten Zeitfresser klassischer Vergaberecherche, das händische Querlesen der Eignungskriterien auf den ersten 20 Seiten der Unterlagen.
Dokumentenanalyse mit Quellenverweis. TendiGo extrahiert aus den oft mehrere Hundert Seiten umfassenden Vergabeunterlagen die Bewertungsmatrix, Eignungskriterien, Fristen, Losaufteilung und Zuschlagskriterien, mit direkten Quellenverweisen auf die jeweilige Seite. Die manuelle Analyse, die früher zwei bis vier Stunden gebraucht hat, soll laut Anbieter in unter fünf Minuten erledigt sein. Das entspricht dem typischen Wirkversprechen guter Dokumentenextraktions-KI, ist aber im Vergabekontext besonders wertvoll, weil dort sehr unstrukturierte PDFs die Regel sind.
Self-Service-Einstieg ohne Vertriebsgespräch. Anders als viele B2B-Spezialtools bietet TendiGo seit 2026 einen kostenlosen Plan und eine freie Testphase ohne Registrierung. Damit kann man das Tool einen Tag lang gegen eigene Suchgewohnheiten halten, bevor überhaupt ein Vertrag im Raum steht. Für ein Tool mit 89–230 €/Monat ist das marketingstrategisch klug und nutzerseitig respektvoll.
Deutsche Datenhaltung, deutscher Support. Die Telemetrie (PostHog) ist self-hosted in Deutschland, Supabase wird im EWR betrieben, der E-Mail-Versand läuft über Netcup. Der Support antwortet auf Deutsch, was bei US-Tools im Vergabekontext häufig ein Stolperstein ist. Telefon mit Berliner Vorwahl (030), zeitnahe Erreichbarkeit.
Markt-Intelligence und Forecasting im Pro-Plan. Die historische Auswertung vergangener Verfahren (welche Wettbewerber bieten, zu welchen Bewertungspunkten, mit welchen Zuschlägen) ist ein klassisches Bid-Management-Feature, das ansonsten nur große Datenanbieter wie Mercell oder JaggaerOne bieten. Ergänzt um die Vorhersage künftiger Ausschreibungen ergibt sich ein vertriebsstrategisches Werkzeug, das über reine Treffersuche hinausgeht.
Schwächen ehrlich betrachtet
Anbieterreife ist die größte Sorge. Laut Impressum wird TendiGo nicht als GmbH, sondern als Einzelunternehmen des Gründers Fynn Grabowski geführt. Das ist nicht ungewöhnlich für sehr frühe Phasen, aber für eine Kaufentscheidung im Mittelstand ein Punkt, der explizit hinterfragt werden sollte: Was passiert mit dem Suchprofil und den gespeicherten Vorgängen, wenn der Anbieter ausfällt oder umstrukturiert? Eine GmbH-Gründung oder klare Backup-Strategie wäre für Käufer mit längerem Planungshorizont wünschenswert.
AVV im öffentlichen Datenschutztext nicht erwähnt. Die Datenschutzerklärung benennt die eingesetzten Drittanbieter (Supabase, PostHog, Netcup, Google Analytics, Google Ads), aber einen abrufbaren AVV nach Art. 28 DSGVO findet man dort nicht. Für DSGVO-konforme Nutzung ist das vor Vertragsschluss zu klären, gerade weil öffentliche Auftraggeber, deren Ausschreibungen verarbeitet werden, in der Regel selbst hohe Compliance-Anforderungen haben.
Limitierte KI-Anfragen in den unteren Plänen. Der Free-Plan begrenzt KI-Anfragen auf 10 pro Monat, der Basic-Plan auf 25, das reicht für einen Tag intensiver Recherche, nicht für laufenden Betrieb. Wer das Tool wirklich nutzt, springt unweigerlich auf Premium (89 €). Das ist legitime Produktstrategie, aber Käufer sollten nicht erwarten, mit Basic dauerhaft auszukommen.
Keine ausgereifte Angebotserstellung. TendiGo glänzt bei Recherche, Filterung und Erstanalyse, nicht bei der eigentlichen Angebotserstellung. Wer eine ausgewachsene RFP-Plattform mit Antwort-Bibliothek, Mehr-Personen-Review und automatisierter Vorlagenverwaltung sucht, wird bei
Wenig unabhängige Validierung. Außerhalb der eigenen Webseite sind kaum Erfahrungsberichte, Branchenreviews oder belastbare Referenzkunden öffentlich. Für eine Kaufentscheidung über 1.000 € pro Jahr ist das knapp; im Premium-Plan und höher empfehlen wir, vor dem Vertragsschluss konkrete Referenzkunden zu erfragen und im Gespräch zu validieren.
Lock-in über die Datenpflege. Sobald das Suchprofil gepflegt, mehrere Hundert Treffer kategorisiert und Vergabeunterlagen analysiert sind, kostet ein Wechsel zu einem anderen Anbieter spürbar Aufwand. Das ist kein TendiGo-spezifisches Problem, aber bei jungen Anbietern besonders relevant, wer auf eine längere Bindung setzt, sollte vor Abschluss prüfen, ob ein strukturierter Datenexport vertraglich zugesichert ist.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine ausgereifte RFP-Response-Plattform brauchst | |
| Allgemeine PDF-Analyse statt Vergabe-Spezialwissen brauchst | |
| Vertragsdokumente und Verträge analysieren willst | |
| Marktrecherche und Wettbewerbsbeobachtung über Vergabe hinaus brauchst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Mercell, Vergabe24, dtad und JaggaerOne sind die etablierten DACH-Vergabeplattformen, sie sind Datenquellen mit Suche, weniger KI-Analysetools. TendiGo positioniert sich bewusst eine Schicht darüber: nicht als Datenanbieter, sondern als KI-Layer auf vorhandenen Vergabedaten. Das ist konsequent, ersetzt aber nicht den Zugang zu einzelnen kostenpflichtigen Vergabeportalen, wenn diese nicht über die öffentlichen Quellen abgedeckt sind.
So steigst du ein
Schritt 1: Kostenlose Testsuche. Auf tendigo.de lässt sich ohne Registrierung eine erste Suche starten. Probiere zwei bis drei typische Ausschreibungsbegriffe aus deinem Tagesgeschäft, prüfe Trefferqualität und Aktualität gegen dein bisheriges Vorgehen. Erst danach lohnt sich der Sprung in den kostenlosen Plan mit Login.
Schritt 2: Firmenprofil pflegen. Im Onboarding hinterlegst du Branchencodes (CPV), Zertifikate (ISO, Präqualifikation VOB, EFB), Referenzprojekte, Region und Auftragsvolumen-Range. Die Sorgfalt hier entscheidet über die Trefferqualität, das ist die wichtigste Stunde Investition. Plan dafür eine ungestörte Sitzung mit dem Vertriebskollegen oder der Geschäftsführung ein, der/die das Profil im Kopf hat.
Schritt 3: Tägliche Treffer routinisieren. Sobald Suchen und Profil stehen, kommen passende Treffer per E-Mail. Definiere eine feste tägliche Slot-Zeit (z. B. 9:30 Uhr, 15 Minuten), in der die Treffer mit Eignungs-Score gesichtet werden. Bei jedem Treffer extrahiert TendiGo Bewertungsmatrix, Eignungskriterien und Fristen aus der oft 100+-seitigen Vergabe, diese Vorarbeit ersetzt das übliche „Wer liest sich das durch?” Über Wochen entsteht so eine spürbar professionellere Pipeline-Logik.
Ein konkretes Beispiel
Ein Ingenieurbüro mit 25 Mitarbeitenden aus dem Rheinland bearbeitet pro Jahr rund 40 Ausschreibungen für Verkehrsplanungs- und Brückenbau-Leistungen. Vor TendiGo investierte ein Mitarbeiter rund 8 Stunden pro Woche in die manuelle TED- und eVergabe-Recherche, plus weitere 2–3 Stunden pro relevanter Ausschreibung, um die Eignungskriterien gegen das eigene Profil zu prüfen. Nach Einführung des Premium-Plans (89 €/Monat) kommen die passenden Treffer mit Eignungs-Score vorgefiltert per E-Mail; die Eignungsprüfung pro Ausschreibung dauert 15 statt 60 Minuten. Effekt nach drei Monaten: Die Zahl ernsthaft bearbeiteter Ausschreibungen ist von 40 auf 55 pro Jahr gestiegen (+38 %) bei gleichem Personaleinsatz, die Zuschlagsquote ist konstant geblieben, was netto mehr Aufträge bei gleichen Kosten bedeutet. Zeitersparnis pro Woche: 6–7 Stunden, amortisiert nach dem ersten zusätzlich gewonnenen Auftrag.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Telemetrie (PostHog) self-hosted auf deutschen Servern, Authentifizierung über Supabase im EWR, E-Mail-Versand über Netcup (Deutschland). Damit bleibt der überwiegende Datenfluss in der EU.
- Datennutzung: Eingaben werden zur Bereitstellung des Dienstes verarbeitet; eine Nutzung für KI-Training durch TendiGo selbst ist nicht ausgewiesen. Welche LLM-Provider im Hintergrund eingesetzt werden und wie deren Datenverarbeitung läuft, wird im öffentlichen Datenschutztext nicht erklärt, vor Vertragsschluss zu klären.
- Tracking auf der Website: Google Analytics 4 und Google Ads Conversion Tracking sind eingebunden. Wer DSGVO-konform agieren will, achtet auf Cookie-Banner-Einstellungen und prüft, welche Daten an Drittanbieter fließen.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Im öffentlichen Datenschutztext nicht erwähnt, direkt anfragen, gerade weil bei Vergabeverfahren oft personenbezogene Kontaktdaten von Auftraggeber-Seite anfallen.
- Account-Löschung: Möglich über Kontaktaufnahme mit dem Anbieter; auf Antrag lassen sich personenbezogene Daten löschen.
- Empfehlung für Unternehmen: Vor Buchung des Premium- oder Pro-Plans den AVV explizit anfordern und prüfen. Für Behörden und stark compliance-getriebene Branchen ist die On-Premise-Option im Enterprise-Plan der einzig saubere Pfad, dort lassen sich Modellauswahl und Datenfluss vollständig im eigenen Netz halten.
Gut kombiniert mit
Claude , TendiGo erkennt und extrahiert die Bewertungsmatrix, Claude formuliert auf dieser Basis Angebotsbestandteile und Antworten auf Eignungsfragen. Die Kombination spart in der eigentlichen Angebotsphase nochmal substanziell Zeit, gerade bei textintensiven Verfahren.NotebookLM , eigene Referenzprojekte, frühere Angebote und gewonnene Verfahren lassen sich in NotebookLM als Wissensbasis hinterlegen. Beim Bearbeiten einer neuen Ausschreibung kann das Team gezielt Belege und Formulierungen aus früheren Bids ziehen, TendiGo liefert die Anforderung, NotebookLM den Eigenkontext.Perplexity , für die ergänzende Recherche zu Auftraggebern, Wettbewerbern und politischen Hintergründen, die in der Vergabe selbst nicht stehen. Wer ernsthaft bid-strategisch arbeitet, kombiniert die strukturierte Vergabe-Sicht von TendiGo mit der freien Webrecherche von Perplexity.
Unser Testurteil
TendiGo verdient 3 von 5 Sternen. Funktional bewegt sich das Tool im oberen Drittel seiner Kategorie, die Kombination aus breiter Quellenabdeckung, automatischer Eignungsprüfung und sauberer Dokumentenextraktion ist im DACH-Markt nicht selbstverständlich, und die seit Anfang 2026 transparente Preisstaffel macht den Einstieg leicht. Den vierten Stern verliert es an der Reife des Anbieters: Einzelunternehmen statt GmbH, kein im Datenschutztext referenzierter AVV, dünne öffentliche Referenzbasis. Das ist kein Grund, das Tool nicht zu nutzen, wohl aber Grund, den Vertrag explizit auf Datenschutz, Datenexport und Verfügbarkeitsgarantien zu prüfen, bevor das Suchprofil über Monate gepflegt wird. Wer mit dieser Vorsicht einsteigt, bekommt für 89–230 € pro Monat ein deutlich produktivitätsförderndes Werkzeug mit echtem DACH-Fokus, und ein Argument, sich Ausschreibungen wieder anzusehen, von denen man bisher dachte, sie wären den Aufwand nicht wert.
Was wir bemerkt haben
- 2026, TendiGo hat das Pricing grundlegend umgestellt: weg vom Sales-Led-Modell mit Vertriebsgespräch, hin zu klar publizierten Stufen von 0 € bis 230 €/Monat plus Enterprise auf Anfrage. Das ist eine deutliche Marktstrategie-Korrektur, vermutlich Reaktion auf Self-Service-Erwartungen im KMU-Segment.
- 2026, Der KI-Professionell-Plan für 230 €/Monat bietet unbegrenzte Nutzer und Funktionen wie Entscheider-Identifikation und Vorhersage künftiger Ausschreibungen. Damit positioniert sich TendiGo stärker als Vertriebs-Intelligenz-Tool und nicht mehr nur als Recherche-Werkzeug.
- Mai 2026, Das Unternehmen wird laut Impressum weiterhin als Einzelunternehmen von Fynn Grabowski geführt, Standort Xanten/Berlin. Eine GmbH-Gründung wäre für Käufer mit längerer Planungshorizont ein deutliches Vertrauenssignal, die Lücke ist Stand jetzt unverändert.
- Mai 2026, Im Datenschutztext fehlt weiterhin ein Hinweis auf einen abrufbaren AVV nach Art. 28 DSGVO. Vor Vertragsschluss sollte ein AVV explizit angefordert werden, gerade weil bei der Verarbeitung von Vergabeunterlagen indirekt personenbezogene Daten der Auftraggeber-Seite anfallen können.
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Arthur Atlas
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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.
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