Diese Seite wird derzeit neu geprüft. Alle Angaben werden schrittweise mit Quellen belegt.
DTAD
DTAD GmbH
Etablierter deutscher Ausschreibungs- und Vertriebsdienst aus Berlin mit 25 Jahren Marktpräsenz. Aggregiert Vergabeinformationen aus über 12.000 Quellen und deckt nach eigener Angabe 99,99 % aller in Deutschland veröffentlichten Ausschreibungen ab. Seit 2024 mit dem KI-Assistenten Frank und einer semantischen Suche, verglichen mit jüngeren KI-First-Anbietern wie Bidfix oder TendiGo aber weniger Tiefe in der automatisierten Eignungsprüfung.
Kosten: Sales-led Pricing, keine öffentlichen Tarife. Basis-Pakete für KMU typischerweise 50–250 €/Monat, individuell je nach Quellenumfang, Nutzern und Modulen (Bauinfo, API, Wettbewerbsanalyse)
Kategorien
Stärken
- Lange Marktpräsenz (gegründet 2000) und stabile Datenquellen-Pipeline mit über 12.000 Quellen
- 99,99 % Abdeckung aller öffentlichen Ausschreibungen in Deutschland, dazu EU- und DACH-Coverage
- Hosting in deutschen Rechenzentren, „Software Made in Germany“-Zertifikat, DSGVO-konform
- Sehr granulare Filter, CPV-Codes, NUTS-Regionen, Auftragswerte, Branchen (250+)
- KI-Assistent „Frank“ liest Vergabeunterlagen, extrahiert Eignungs- und Zuschlagskriterien
- Persönliche Betreuung durch Customer-Success-Team, redaktionelle Datenqualitätskontrolle
Einschränkungen
- Sales-led Pricing, keine transparenten Preise online, jede Beschaffung läuft über Vertrieb
- KI-gestützte Eignungsprüfung weniger ausgeprägt als bei Bidfix oder TendiGo
- Klassische Aggregator-DNA, Stärke liegt in Quellenbreite, nicht in agentischer Workflow-Automation
- Bauinformationen und einige Premium-Module als Aufpreis-Bausteine
- UI wirkt im Vergleich zu modernen SaaS-Tools etwas behäbig, funktional, aber kein State-of-the-Art-UX
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du brauchst maximale Abdeckung deutscher Ausschreibungen aus einer Hand
- Du arbeitest in einer DSGVO-sensiblen Branche und brauchst deutsches Hosting
- Du hast bereits eine Vertriebsorganisation und brauchst nur den Lead-Strom
- Du willst persönlichen Ansprechpartner statt reinen Self-Service
Wann nein
- Du erwartest transparente, online buchbare Preise
- Du willst KI-gestützte Angebots- und Eignungserstellung, nicht nur Recherche
- Du bist Solo-Selbstständiger mit kleinem Budget
- Du brauchst einen modernen, agentischen Workflow statt klassischer E-Mail-Alerts
Kurzfazit
DTAD ist der etablierte deutsche Aggregator für öffentliche und gewerbliche Ausschreibungen, mit 25 Jahren Marktpräsenz, über 12.000 Datenquellen und einer nach eigenen Angaben fast vollständigen Abdeckung des deutschen Marktes. Wer eine breite, verlässliche Trefferquelle braucht und Wert auf deutsches Hosting legt, ist hier gut aufgehoben. Mit dem KI-Assistenten „Frank” und einer semantischen Suche hat DTAD 2024 begonnen, sich technologisch nachzurüsten, kommt aber an die Tiefe der jüngeren KI-First-Anbieter wie Bidfix oder TendiGo in der automatisierten Eignungsprüfung und Angebotsunterstützung nicht heran. DTAD ist eine solide Aggregations-Plattform mit aufgesetzter KI, nicht ein KI-natives Vergabewerkzeug.
Für wen ist DTAD?
Mittelständische Bauunternehmen und Handwerk: Wer überwiegend regional oder kommunal vergebene Aufträge abdeckt, Tiefbau, Hochbau, Gewerke, technische Dienstleistungen, bekommt mit DTAD die breiteste Quellenabdeckung im deutschen Markt. Die Bauinformationen (frühe Projektphasen) sind ein zusätzlicher Hebel, der bei reinen KI-Tools oft fehlt.
IT-Systemhäuser und Industriedienstleister: Mit über 250 abgedeckten Branchen und granularen CPV-/NUTS-Filtern findet DTAD auch in Nischen-Vergaben relevante Treffer. Großkunden wie Bosch, Siemens, Canon und Dyson setzen auf DTAD, ein Indiz für die Eignung im gehobenen Mittelstand und Konzernumfeld.
Vertriebsteams mit eingespielter Pipeline: Wer bereits einen Angebotsprozess hat und nur die Lead-Quelle einkauft, profitiert von täglichen E-Mail-Alerts und dem zentralen Dashboard. Vertriebsleiter:innen können in 15–30 Minuten täglich entscheiden, welche Treffer ins CRM wandern.
Unternehmen mit DSGVO-Pflicht: Deutsches Hosting, deutscher Anbieter, „Software Made in Germany”-Zertifikat, für Behörden, kommunale Töchter, Gesundheits- und Versorgungsunternehmen ist DTAD eine der wenigen Lösungen ohne US-Cloud-Fragezeichen.
Weniger geeignet für: Solo-Selbstständige und kleine Agenturen ohne dezidierten Vertrieb (zu groß und zu teuer), Unternehmen, die eine KI-gestützte Angebots- und Eignungserstellung wollen (Bidfix oder TendiGo sind dafür besser), und alle, die transparente Online-Preise erwarten und keine Vertriebsgespräche führen wollen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Probezugang | 0 € | Unverbindlicher Test, typischerweise 14–30 Tage, vollständiger Funktionsumfang |
| Basis-Paket | ca. 50–100 €/Monat | 1 Nutzer, Standard-Suchprofile, tägliche Alerts, öffentliche Ausschreibungen |
| Business-Paket | ca. 150–300 €/Monat | Mehrere Nutzer, erweiterte Filter, Bauinformationen, Wettbewerbsanalyse |
| Enterprise | individuell (4-stellig/Monat) | Team-Verwaltung, API-Zugang, CRM-Integration, Bosch/Siemens-Niveau, dedizierter CSM |
Einordnung: DTAD veröffentlicht keine Preise online, jede Buchung läuft über das Vertriebsteam, das nach Branche, Region, Nutzerzahl und Quellenumfang individuell kalkuliert. Die obigen Bandbreiten sind Erfahrungswerte aus dem Markt; im Erstgespräch wird typischerweise ein 12-Monats-Vertrag angeboten. Das ist ein Nachteil gegenüber jüngeren KI-Anbietern, die zunehmend transparente Pakete online stellen. Wer schnell vergleichen will, muss erst telefonieren, wer den Vertriebsweg nicht scheut, bekommt dafür einen festen Ansprechpartner. Für die meisten KMU liegt die sinnvolle Stufe im Bereich Business-Paket; Solo-Anwender und kleine Teams sollten zuvor prüfen, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zur reinen Eigenrecherche oder günstigeren Alternativen stimmt.
Stärken im Detail
Maximale Quellenabdeckung im deutschen Markt. Über 12.000 Datenquellen, nach eigener Angabe 99,99 % aller in Deutschland veröffentlichten Ausschreibungen sowie EU-weite und DACH-Vergaben. Dazu kommen Bauinformationen aus frühen Projektphasen, das ist der entscheidende Hebel für Bauunternehmen, die nicht erst beim öffentlichen Aufruf, sondern bereits bei der Planung ansetzen wollen. Kein KI-First-Anbieter erreicht diese Breite in der Datenpipeline.
25 Jahre Marktpräsenz und Datenqualität. DTAD wurde 2000 in Berlin gegründet und beschäftigt redaktionelle Teams, die die Datenqualität laufend prüfen. In einem Markt, in dem viele Vergabe-Aggregatoren schnell wieder verschwinden oder durch Schluss von Datenquellen wertlos werden, ist die langjährige Stabilität ein echtes Verkaufsargument, gerade für Vertriebsorganisationen, die nicht alle zwei Jahre den Anbieter wechseln wollen.
Deutsches Hosting und DSGVO-Compliance ab Werk. Die Plattform wird in deutschen Rechenzentren entwickelt und betrieben, ist nach „Software Made in Germany” zertifiziert und arbeitet mit AVV. Für Branchen mit strengen Datenschutzanforderungen, Versorgung, öffentliche Hand, Gesundheit, Verteidigung, ist das ein Pluspunkt, den US-Aggregatoren oder Tools mit Cloud-Anbindung an OpenAI/Anthropic strukturell nicht haben.
Frank, der KI-Assistent. Seit 2024 integriert DTAD den chatbasierten Assistenten Frank, der Vergabeunterlagen liest, Eignungs- und Zuschlagskriterien extrahiert und eine Vor-Analyse für Go/No-Go-Entscheidungen liefert. Was früher ein Bid-Manager manuell durchgegangen ist (15–30 Minuten pro Ausschreibung), kann Frank in 1–2 Minuten zusammenfassen. Nicht so tief wie spezialisierte Bid-KIs, aber ein deutlicher Sprung gegenüber der reinen Aggregator-Welt.
Semantische Suche statt nur Keyword-Match. Die KI-Suche versteht Kontext und Synonyme, wer „Glasfaserausbau” sucht, bekommt auch Treffer zu „FTTH-Erschließung” oder „Breitbandinfrastruktur”. Das reduziert das klassische Aggregator-Problem, bei dem 80 % der Treffer Lärm sind, weil die Filter zu starr arbeiten. Für die Trefferqualität ist das der größte technologische Hebel der letzten Jahre.
Persönliche Betreuung und Customer Success. Anders als bei Self-Service-Tools bekommt jeder Kunde einen festen Ansprechpartner, der bei Suchprofil-Optimierung, Onboarding neuer Nutzer und Integration hilft. Für klassische Mittelständler ohne KI-affine Vertriebsorganisation ist das eine Eintrittshürde weniger, der Anbieter führt durch das Setup.
Schwächen ehrlich betrachtet
Pricing ist eine Black Box. Keine Preise online, keine Self-Service-Buchung, kein Probezugang ohne vorheriges Gespräch mit dem Vertrieb. Wer im Anbietervergleich schnell Zahlen braucht, ist hier am falschen Ort. Das ist nicht nur lästig, es signalisiert auch, dass DTAD individuell verhandelt, was bei gleicher Leistung zu deutlich unterschiedlichen Preisen für vergleichbare Kunden führen kann. Wer keinen Verhandlungsspielraum durch Wettbewerbsangebote schafft, zahlt tendenziell den Listenpreis.
KI-Funktionen aufgesetzt, nicht nativ. Frank ist eine nützliche Vorab-Analyse, aber kein agentischer Bid-Manager. Wer eine durchgängige KI-gestützte Angebotsbearbeitung will, von der Eignungsprüfung über Referenzauswahl bis zur Angebots-Vorformulierung, bekommt das bei Bidfix oder TendiGo deutlich tiefer integriert. DTAD bleibt im Kern ein Aggregator mit KI-Layer.
UI wirkt traditionell. Verglichen mit modernen SaaS-Produkten der KI-Ära ist die Bedienoberfläche funktional, aber nicht zeitgemäß. Wer mit Produkten wie Notion, Linear oder modernen CRMs arbeitet, merkt den UX-Sprung beim Wechsel. Power-User kommen klar, aber die Lernkurve für neue Mitarbeitende ist höher als nötig.
Bauinformationen und einige Premium-Bausteine kosten extra. Die Marketingaussage „99,99 % Abdeckung” gilt für öffentliche Ausschreibungen, Bauprojektinformationen aus frühen Phasen, Wettbewerbsanalyse-Module und API-Zugang sind häufig Aufpreis-Bausteine. Das Gesamt-Pricing kann sich nach Aktivierung aller relevanten Module verdoppeln.
Kein moderner Workflow-Hub. Die Treffer landen per E-Mail-Alert und im Dashboard, die Weiterverarbeitung passiert anschließend manuell oder im CRM. Eine echte Workflow-Integration (Pipeline, Aufgaben, Kollaboration auf der einzelnen Ausschreibung) ist möglich, aber nicht der Default. Vertriebsteams, die in modernen Tools wie HubSpot oder Pipedrive leben, müssen die Brücke selbst bauen.
Vertragsbindung über 12 Monate üblich. Wie bei vielen B2B-Tools im deutschen Mittelstand ist die Mindestlaufzeit typischerweise ein Jahr mit jährlicher Verlängerung. Ein monatlicher Ausstieg wie bei modernen SaaS-Anbietern ist nicht der Default, das passt zum Pricing-Modell, aber nicht zu Teams, die agil testen wollen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| KI-gestützte Eignungsprüfung und Angebotsunterstützung willst | Bidfix |
| Agentische Vergabe-KI mit moderner UX brauchst | TendiGo |
| Aktuelle Vergabe-Recherche mit Webquellen statt Plattform-Abo brauchst | Perplexity |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: subreport ELViS (klassischer Vergabe-Marktplatz mit Aggregator-Funktion, stark im kommunalen Umfeld), Vergabe24 (Aggregator mit Fokus auf Bauausschreibungen), bi-medien (spezialisiert auf Bauinformationen) und Aurena Vergabeplattform (eher für die Vergabestellen-Seite). DTAD ist die etablierte, aber technologisch konservative Lösung, wenn du Quellenbreite und deutsches Hosting brauchst und die KI ein Nice-to-have ist, bist du richtig. Wenn KI der Hauptgrund für den Einsatz ist, schau bei den KI-First-Anbietern.
So steigst du ein
Schritt 1: Probezugang über dtad.com anfragen, das Vertriebsteam meldet sich für eine Bedarfsklärung. Bereite dazu vor: relevante CPV-Codes deiner Branche, regionale Schwerpunkte (NUTS-Codes oder Bundesländer), typische Auftragswerte, Auftraggebertypen (Bund, Land, Kommune, privat). Je präziser du das Profil beschreibst, desto besser der Probezugang.
Schritt 2: Suchprofile sorgfältig konfigurieren. Hier liegt der Hebel für Trefferqualität, schlechte Profile produzieren Lärm statt Leads. Im Onboarding mit dem Customer Success Manager (CSM) durchgehen: Welche Schlüsselwörter? Welche Ausschluss-Kriterien? Welche Auftragswert-Grenzen? Wer hier hudelt, ist nach 3 Monaten unzufrieden.
Schritt 3: Frank für die Vor-Analyse einsetzen. Statt jede potenziell passende Ausschreibung manuell zu öffnen, lass den KI-Assistenten die Eignungs- und Zuschlagskriterien extrahieren, das spart 15–30 Minuten pro Treffer. Die Vor-Analyse ersetzt nicht das menschliche Urteil, aber sie filtert die offensichtlichen No-Gos heraus.
Schritt 4: Tägliche oder wöchentliche E-Mail-Alerts ans Vertriebsteam routen, parallel das Web-Dashboard für tiefere Recherche und Wettbewerbsanalyse nutzen. API-Anbindung an CRM (Salesforce, HubSpot, Microsoft Dynamics) im Enterprise-Paket prüfen, sobald mehrere Bid-Manager parallel arbeiten, ist der Verlust von Kontext im E-Mail-Workflow ein Produktivitätskiller.
Ein konkretes Beispiel
Ein Tiefbauunternehmen mit 50 Mitarbeitenden in Niedersachsen nutzt DTAD seit 7 Jahren. Vor Einführung wurden Ausschreibungen manuell auf der Landesplattform und über das Bauportal gesucht, etwa 1 Personentag pro Woche. Mit DTAD landen täglich 3–5 passende Treffer im Postfach des Vertriebsleiters, der in 15 Minuten entscheidet, welche näher geprüft werden. Seit dem Frank-Update fasst der KI-Assistent jede näher zu prüfende Ausschreibung in 2 Minuten zusammen, Eignungskriterien, Zuschlagskriterien, Fristen, Sicherheitsleistungen, und liefert eine Go/No-Go-Empfehlung. Bei einer typischen Woche mit 3 zu prüfenden Treffern spart das nochmal 60 Minuten manuelle Durchsicht. Gesamtersparnis pro Woche: ca. 6 Stunden gegenüber dem manuellen Ausgangsprozess. Lizenzkosten: rund 200 €/Monat im Business-Paket inkl. Bauinformationen, amortisiert sich bereits beim ersten gewonnenen Auftrag.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland. DTAD entwickelt und betreibt die Plattform in deutschen Rechenzentren und arbeitet mit zertifizierten IT-Partnern. Anbieter ist die DTAD GmbH, Berlin.
- Zertifizierungen: „Software Made in Germany”-Zertifikat des Bundesverbands IT-Mittelstand. Regelmäßige Sicherheitsprüfungen durch unabhängige Dienstleister.
- Datennutzung: DTAD erhebt nach eigener Angabe nur Daten, die für Websitebesuch, Plattformfunktionalität und Kundenbeziehung notwendig sind. Datenminimierungs-Prinzip.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für Geschäftskunden verfügbar, explizit auf B2B-Nutzung ausgelegt.
- KI-Assistent Frank: Konkrete technische Architektur (welches LLM? lokal oder API?) ist öffentlich nicht detailliert dokumentiert. Vor Einsatz mit vertraulichen Vergabeunterlagen die Datenschutz-Folgenabschätzung mit DTAD direkt klären, insbesondere wenn Frank über externe LLM-APIs läuft.
- Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-sensible Branchen ist DTAD durch das deutsche Hosting strukturell gut aufgestellt. Bei vertraulichen Unterlagen oder Mandantendaten dennoch konkret nachfragen, wo Frank-Anfragen verarbeitet werden, die Plattform-Architektur ist deutsch, die LLM-Architektur dahinter nicht zwangsläufig.
Gut kombiniert mit
- Bidfix, wer DTAD für die Quellenbreite nutzt, aber bei der Angebotserstellung tiefere KI-Unterstützung will, kann beides parallel fahren: DTAD liefert die Treffer, Bidfix übernimmt die KI-gestützte Eignungsprüfung und Angebots-Strukturierung.
- Perplexity, für die Recherche zum Auftraggeber (frühere Vergaben, Pressemitteilungen, Schwerpunkte) und zur Wettbewerbssituation. Ergänzt DTAD um Webrecherche zu Akteuren, die in der Plattform selbst nicht abgebildet sind.
- Claude, für die eigentliche Angebotsausarbeitung: Vergabeunterlagen und Vor-Analyse von Frank in Claude einfügen, einen ersten Angebotsentwurf strukturieren lassen, Referenztexte einbinden, finalen Text feinschleifen. Claude punktet bei deutscher Sprachqualität und langer Kontextverarbeitung.
Unser Testurteil
DTAD verdient 3 von 5 Sternen. Die Quellenbreite und die Datenqualität sind im deutschen Markt erstklassig, wer maximale Abdeckung und deutsches Hosting braucht, kommt an DTAD kaum vorbei. Das langjährige Bestehen, die persönliche Betreuung und die Made-in-Germany-Zertifizierung sind echte Pluspunkte für klassische Mittelständler und DSGVO-sensible Branchen. Punkte verliert DTAD an drei Stellen: Erstens ist das Pricing intransparent, keine Online-Preise, langwierige Vertriebsgespräche, vermutlich individuell verhandelte Konditionen. Zweitens sind die KI-Funktionen aufgesetzt, nicht nativ, Frank ist nützlich, aber kein agentischer Bid-Manager im Sinne der KI-First-Anbieter. Drittens wirkt das Produkt technologisch konservativ, funktional sauber, aber ohne den UX-Sprung, den modernere Wettbewerber wagen. Für den Use Case „breite, verlässliche Vergabe-Trefferquelle mit deutschem Hosting” bleibt DTAD eine solide Wahl. Für den Use Case „KI-gestützter Angebotsprozess” ist es die zweite Wahl hinter Bidfix oder TendiGo.
Was wir bemerkt haben
- 2024, DTAD hat seinen Hauptsitz nach Berlin-Prenzlauer Berg verlegt und parallel den KI-Assistenten Frank sowie eine semantische Suche eingeführt. Damit signalisiert das Unternehmen, dass es die KI-Transformation nicht den jüngeren Wettbewerbern überlässt, die KI bleibt aber bislang Ergänzung zum bestehenden Aggregator, nicht Kernstück.
- 2024–2025, Bidfix und TendiGo als KI-First-Vergabewerkzeuge haben deutlich an Sichtbarkeit gewonnen. DTAD reagiert mit Frank und semantischer Suche, ist im Marketing aber weiterhin stärker auf Quellenbreite als auf KI-Tiefe ausgerichtet. Wir beobachten, ob sich das in den nächsten 12 Monaten ändert.
- Mai 2026, Das Pricing bleibt ausschließlich vertriebsgetrieben. Während viele B2B-SaaS-Anbieter in den letzten Jahren auf transparente Online-Tarife umgestellt haben, hält DTAD an der individuellen Angebotskalkulation fest, vermutlich, weil die heterogene Kundenstruktur (vom Handwerksbetrieb bis Bosch) keine sinnvollen Standard-Pakete erlaubt.
- Marktposition, DTAD nennt öffentlich 5.500+ Kunden und Großkonzerne wie Bosch, Siemens, Canon, Dyson, EnBW und Atos als Referenzen. Das ist im deutschen Vergabe-Aggregator-Markt eine starke Stellung, Wettbewerber bewegen sich typischerweise in deutlich kleineren Größenordnungen.
Quellen
- DTAD – Plattform-Startseite (EN). https://www.dtad.com/en/ (abgerufen am 2026-06-13). 12.000+ Quellen, 99,99 % Abdeckung, Frank KI-Assistent, semantische Suche, 5.500+ Kunden.
- DTAD – 25 Jahre DTAD (Unternehmensgeschichte). https://www.dtad.com/de/25jahre (abgerufen am 2026-06-13). Gründung 2000 in Berlin-Kreuzberg, Umzug 2024 nach Prenzlauer Berg, Meilensteine und Kundenzahlen.
- DTAD – About Us. https://www.dtad.com/en/about-us (abgerufen am 2026-06-13). Gründungsjahr 2000, Standort Berlin, Software Made in Germany, über 100 Mitarbeitende.
- Bidfix – DTAD vs. Bidfix Vergleich. https://bidfix.ai/blog/tool-vergleiche/dtad-alternative-marktfuehrer-vs-innovator-im-ausschreibungsmarkt (abgerufen am 2026-06-13). Drittquellen-Bestätigung: DTAD als klassischer Aggregator ohne KI-Kern, Preisniveau ca. 200 €/Monat.
Diesen Inhalt teilen:
Empfohlen in 3 Use Cases
Branchenübergreifend
Garten & Landschaft
Empfohlen für diese Branchen
Arthur Atlas
KI-Analyst
So entsteht diese Bewertung
Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.
Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.
Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt?
Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.
Du arbeitest bei DTAD GmbH?
Gib uns einen Testzugang, dann schauen wir tiefer rein und ergänzen die Bewertung aus erster Hand.
Nicht sicher, ob DTAD zu euch passt?
Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.
KI-Tools und Trends
KI-Wochenbriefing: jeden Freitag KI-News, Praxistipps und Tools
Kostenlos abonnieren, jederzeit abmeldbar, kein Spam.