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Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig ⚠️ Hybrid Zuletzt geprüft: 25. Juli 2026

rcRegMan

regiocom SE

3/5

Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.

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rcRegMan ist die verbreitetste Spezialsoftware für das Regulierungsmanagement deutscher Strom- und Gasnetzbetreiber. Rund 80 Energieunternehmen bilden damit etwa 180 Netze ab, von der Netzentgeltkalkulation nach ARegV über die Erfassung von Versorgungsunterbrechungen bis zum automatisierten Druck der BNetzA-Formulare.

Kosten: Preise nicht öffentlich, Angebot ausschließlich auf Anfrage. Zwei Lizenzmodelle: rcRegMan Standard (Nutzerlizenzen) und rcRegMan Premium (unbegrenzte Nutzerlizenzen für den unternehmensweiten Einsatz). Module einzeln zubuchbar. Betrieb wahlweise im eigenen Haus, als Application Hosting oder als SaaS aus dem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum des Anbieters.

Kategorien

Stärken

  • Domänenspezifisch für deutsche Energieregulierung gebaut, enthält die ARegV-relevanten Kalkulationslogiken inklusive Erlösobergrenze und Kapitalkostenaufschlag
  • Modularer Aufbau: Kernmodule Aufgaben, Kennzahlen und Auswertung, Zusatzmodule KALK, VERS und FORM
  • Rund 80 Energieunternehmen mit etwa 180 Netzen im Produktivbetrieb, über 20 Jahre Marktpräsenz
  • Betrieb aus einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland, keine US-Cloud
  • Aktiv gepflegt: Anpassungen bei Änderungen der ARegV oder der BNetzA-Formularanforderungen kommen als Update

Einschränkungen

  • Kein Self-Service-Einstieg, Implementierung nur über das regiocom-Projektteam
  • Keine öffentliche Preisinformation, jedes Angebot ist individuell
  • Generationswechsel läuft: Die neue RegMan-Plattform 1.0 löst die über 20 Jahre gewachsene Lösung ab, Migrationsbedingungen sind nicht öffentlich
  • Fokus ausschließlich auf deutsches Regulierungsrecht, international nicht einsetzbar
  • Keine KI-Funktionalität, das Werkzeug rechnet und dokumentiert regelbasiert

Passt gut zu

Strom- und Gasnetzbetreiber mit Pflicht zur ARegV-Kostennachweiserbringung Stadtwerke, die BNetzA-Formulare und Netzentgeltkalkulation standardisieren wollen Netzbetreiber, die Versorgungsunterbrechungen nach SAIDI regulierungskonform erfassen müssen

Kurzfazit

rcRegMan ist in seiner Nische kein Kandidat unter vielen, sondern weitgehend der Standard: Rund 80 Energieunternehmen bilden damit etwa 180 Strom- und Gasnetze ab. Die Software kann genau das, was ein deutscher Netzbetreiber jedes Jahr abliefern muss, nämlich Erlösobergrenze und Netzentgelte nach ARegV rechnen, Versorgungsunterbrechungen nach BNetzA-, FNN- und DVGW-Vorgaben erfassen und die zugehörigen Behördenformulare druckfertig befüllen. Der Preis dafür sind ein Projektvertrieb ohne öffentliche Preise, kein Self-Service und aktuell ein laufender Generationswechsel auf die neue RegMan-Plattform 1.0. KI steckt hier keine drin, das ist ein sauber gebauter Fachrechner mit Workflow, kein generatives Werkzeug.

Unser Fazit

rcRegMan bekommt 3 von 5 Sternen. Fachlich gibt es wenig zu kritisieren: Die Module decken den deutschen Regulierungszyklus vollständig ab, das Produkt ist seit über 20 Jahren am Markt, wird bei ARegV- und Formularänderungen nachgezogen und läuft auf deutscher Infrastruktur mit ISO-27001-Zertifizierung. Sterne kosten drei Dinge. Erstens die vollständige Preisintransparenz: Weder Lizenzstufen noch Modulpreise noch Hosting-Aufschläge sind öffentlich, du kannst vor dem Erstgespräch nicht abschätzen, ob das in dein Budget passt. Zweitens der Generationswechsel: Die RegMan-Plattform 1.0 geht zur E-world 2026 in Betrieb und löst die gewachsene Lösung ab, Migrationsaufwand und Konditionen für Bestandskunden sind nicht dokumentiert. Wer jetzt kauft, kauft in eine Umstellung hinein und sollte sich die Bedingungen schriftlich geben lassen. Drittens die Bindung an das Projektteam: Ohne regiocom passiert hier nichts, weder beim Einstieg noch bei größeren Anpassungen. Für einen Netzbetreiber, der diese drei Punkte vertraglich sauber löst, ist rcRegMan trotzdem die naheliegendste Wahl am deutschen Markt.

Stärken im Detail

Der Regulierungszyklus ist komplett abgebildet. Das ist der eigentliche Wert. KALK rechnet Kennzahlen, Netzentgeltformeln für Strom und Gas, den Kapitalkostenaufschlag und die Erlösobergrenze. Es befüllt das Erhebungsformular nach §10a ARegV und erzeugt Netzentgeltberichte nach §28 StromNEV und §28 GasNEV. Für Gasnetze werden sowohl das BNetzA-Zonenmodell als auch das Sigmoidmodell unterstützt. VERS erfasst Versorgungsunterbrechungen nach den Vorgaben von BNetzA, FNN und DVGW, FORM schiebt die Ergebnisse ohne Medienbruch in Word-, Excel- und PDF-Formulare. Diese Kette komplett in einer Excel-Landschaft nachzubauen ist möglich, aber genau der Zustand, aus dem Netzbetreiber typischerweise fliehen.

Modularer Zuschnitt statt Komplettpaket. Die drei Kernmodule Aufgaben, Kennzahlen und Auswertung bilden das Fundament: Aufgaben ist ein Workflow für die abteilungsübergreifende Bearbeitung regulatorischer Anfragen mit zentraler Dokument-, Daten- und Kontaktverwaltung, Kennzahlen definiert und qualitätssichert die Basisgrößen, Auswertung liefert multidimensionale Analysen darauf. KALK, VERS und FORM kommen dazu, wenn du sie brauchst. Ein Netzbetreiber, der nur Versorgungsunterbrechungen sauber dokumentieren will, muss nicht die volle Kalkulationsmaschine mitlizenzieren.

Marktdurchdringung ist ein Argument für sich. Bei einer Fachsoftware, die einmal im Jahr gegenüber einer Behörde belastbar sein muss, zählt, wie viele andere Häuser dieselbe Rechenlogik einsetzen. Rund 80 Energieunternehmen und etwa 180 Netze bedeuten: Wenn die BNetzA eine Formularanforderung ändert, merkt das der Anbieter über viele Kunden gleichzeitig und zieht zentral nach. Namentlich genannte Referenzen reichen von Stadtwerken wie Iserlohn über Bayernwerk Netz bis zur Fraport AG.

Betrieb in Deutschland, mit Wahlmöglichkeit. Du kannst rcRegMan im eigenen Haus betreiben, als Application Hosting beim Anbieter oder als SaaS. Das Rechenzentrum ist ISO 27001 zertifiziert, der Zugriff läuft über HTTPS. Für ein Werkzeug, in dem Kostenstrukturen, Anlagenwerte und Netzdaten liegen, also durchaus sensible betriebswirtschaftliche Substanz, ist das ein anderes Ausgangsniveau als eine US-Cloud mit Standardvertrag.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine öffentlichen Preise, gar keine. regiocom nennt weder eine Hausnummer für Standard noch für Premium, weder Modulpreise noch Hosting-Aufschläge. Angebote sind individuell, abhängig von Netzgröße, Modulwahl und Nutzerzahl. Für die Budgetplanung heißt das: Du musst ins Gespräch, bevor du weißt, ob es passt. Workaround: Frag im Erstkontakt gezielt nach einer Preisspanne für ein vergleichbares Haus und lass dir Lizenz, Wartung, Hosting und Projektaufwand getrennt ausweisen. Sonst vergleichst du später Äpfel mit Birnen.

Der Plattformwechsel ist ein offener Punkt. Die RegMan-Plattform 1.0 geht zur E-world 2026 in Betrieb und ersetzt die rund zwei Jahrzehnte gewachsene Lösung durch eine cloudbasierte, modular zuschaltbare Architektur. Das ist mittelfristig gut, kurzfristig aber ein Risiko: Öffentlich dokumentiert ist weder, ob Bestandsinstallationen automatisch migriert werden, noch was das kostet, noch wie lange die alte Generation noch gepflegt wird. Wenn du 2026 kaufst oder verlängerst, gehört das in den Vertrag, inklusive Zusage zur Datenübernahme und zur Supportdauer der Altversion.

Ohne Projektteam läuft nichts. Es gibt keine Testinstanz zum Selbstausprobieren, keinen Download, keine Trial. Einrichtung, Stammdatenaufbau, Kalkulationskonfiguration und Datenmigration macht regiocom. Das ist bei dieser Fachtiefe nachvollziehbar, bedeutet aber Abhängigkeit: Größere Anpassungen, etwa wenn du die Netzstruktur umbaust oder ein Netz zukaufst, laufen wieder über den Anbieter.

Keine KI, trotz Verzeichniskontext. rcRegMan rechnet regelbasiert. Es gibt keine Sprachmodell-Unterstützung beim Ausfüllen der Erhebungsbögen, keine Anomalieerkennung auf Kennzahlenreihen, keine automatische Plausibilisierung durch ML. Wer erwartet, dass ihm ein Assistent die Kostenpositionen vorschlägt oder Abweichungen zum Vorjahr kommentiert, wird enttäuscht. Für diese Schicht brauchst du ein separates Werkzeug.

Nur Deutschland. Die gesamte Logik hängt an ARegV, StromNEV, GasNEV und BNetzA-Formularen. Ein österreichischer oder Schweizer Netzbetreiber kann damit nichts anfangen, ein Konzern mit Netzen in mehreren Ländern braucht zusätzlich etwas anderes.

Preise im Detail

ModellPreisWas du bekommst
rcRegMan Standardnicht öffentlichKernfunktionen für Datenhaltung und Datenlieferung, Nutzerlizenzen einzeln erworben
rcRegMan Premiumnicht öffentlichUnbegrenzte Nutzerlizenzen für den unternehmensweiten Einsatz, sinnvoll bei vielen Gelegenheitsnutzern
Zusatzmodule KALK, VERS, FORMnicht öffentlichEinzeln zubuchbar, Auswahl nach Bedarf
Application Hosting / SaaSnicht öffentlichBetrieb im ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum des Anbieters statt im eigenen Haus
Einführungsprojektnicht öffentlichKonfiguration, Stammdatenaufbau, Migration durch das regiocom-Projektteam

Einordnung: Wir nennen hier bewusst keine Zahl. regiocom veröffentlicht keine Preisliste, und jede Schätzung wäre geraten. Was du aus der Struktur ablesen kannst: Die Kosten skalieren über zwei Achsen, Nutzerzahl und Modulumfang, und die Premium-Stufe existiert genau deshalb, weil bei Netzbetreibern viele Menschen gelegentlich Daten beisteuern, aber nur wenige täglich rechnen. Wenn dein Regulierungsteam aus zwei Vollzeitkräften besteht und zwanzig Kolleginnen aus Technik und Controlling nur zuliefern, lass dir beide Modelle durchrechnen, die Kippschwelle liegt oft niedriger als gedacht. Kalkuliere zusätzlich das Einführungsprojekt ein. Auch dessen Aufwand beziffert der Anbieter nicht, bei Fachsoftware dieser Tiefe fällt er aber spürbar ins Gewicht. Lass ihn dir als eigene Position im Angebot ausweisen, nicht als Teil der Lizenz.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter: regiocom SE, Marienstraße 1, 39112 Magdeburg. Deutsches Unternehmen, deutscher Vertragspartner, deutsches Vertragsrecht.
  • Datenhosting: Deutschland. Betrieb wahlweise on-premise beim Kunden, als Application Hosting oder als SaaS im eigenen Rechenzentrum des Anbieters.
  • Zertifizierung: Das Rechenzentrum ist nach ISO 27001 zertifiziert, der Zugriff erfolgt HTTPS-gesichert.
  • Datenart: Der personenbezogene Anteil ist gering. Im System liegen vor allem Netz-, Anlagen-, Kosten- und Kennzahlendaten sowie Kontaktdaten der beteiligten Mitarbeitenden und Behördenansprechpartner. Der eigentliche Schutzbedarf ist betriebswirtschaftlich, nicht datenschutzrechtlich: Kostenstrukturen und Kalkulationsgrundlagen sind Wettbewerbsinformation.
  • Auftragsverarbeitung: Bei Hosting- und SaaS-Betrieb ist ein AVV nach Art. 28 DSGVO erforderlich, im On-Premise-Betrieb entfällt er, weil keine Verarbeitung beim Anbieter stattfindet.
  • Kein US-Transfer: Da weder Anbieter noch Rechenzentrum außerhalb der EU sitzen und keine Sprachmodelle im Hintergrund arbeiten, entfällt die gesamte Drittlandsdiskussion.
  • Empfehlung: Wenn du zwischen On-Premise und SaaS wählst, ist der Datenschutz selten das Entscheidungskriterium, sondern die eigene IT-Kapazität. Kläre stattdessen früh, wer im SaaS-Betrieb Zugriff auf deine Kalkulationsdaten hat und wie das im AVV geregelt ist.

So steigst du ein

Schritt 1: Kontaktiere regiocom über rcregman.de und schildere deine Ausgangslage: Welche Regulierungsberichte erstellst du heute (ARegV, §10a-Erhebung, Versorgungsunterbrechungen), welche Systeme sind Datenquelle (SAP, Excel, GIS, Netzleitsystem), und welche Fristen reißen regelmäßig. Frag im selben Gespräch nach dem Status der RegMan-Plattform 1.0 und danach, ob du direkt dort einsteigen kannst statt auf der Altgeneration.

Schritt 2: Die Implementierung läuft projektbasiert. regiocom richtet das System mit deinen Stammdaten ein, konfiguriert die Kalkulationslogik nach Netzgröße und Kostenstruktur und migriert Historie aus den Altsystemen. Eine Regeldauer für die Einführung nennt der Anbieter nicht, lass dir deshalb einen verbindlichen Zeitplan ins Angebot schreiben. Und lege den Projektstart so, dass er nicht in die heiße Phase deiner Kalkulation fällt.

Schritt 3: Benenne im laufenden Betrieb zwei Key-User statt einer. Regulierungswissen konzentriert sich sonst auf eine Person, und genau die ist im Zweifel im Urlaub, wenn die Erhebung fällig wird. Die Key-User pflegen Kennzahlen und Kostenpositionen, KALK rechnet Erlösobergrenze und Anpassungsfaktoren, FORM erzeugt die druckfertigen BNetzA-Formulare. Updates bei ARegV-Änderungen liefert regiocom nach.

Ein konkretes Beispiel

Das folgende Szenario ist illustrativ, es zeigt einen typischen Ablauf, keinen dokumentierten Referenzkunden. Ein Stadtwerk in Mitteldeutschland mit rund 80.000 Gaskunden und 1.200 Kilometern Netz erstellt die jährliche Netzentgeltkalkulation bislang in einer gewachsenen Excel-Datei mit mehreren Tausend Zeilen und einem Dutzend verknüpfter Tabs. Zwei Personen kennen die Datei, eine davon geht in zwei Jahren in Rente. Nach der Umstellung auf rcRegMan mit KALK-Modul kommen CAPEX- und OPEX-Positionen direkt aus SAP, der Aufbau der Erlösobergrenze nach ARegV wird nachvollziehbar berechnet statt in Formeln versteckt. Die Erstellungszeit für den BNetzA-Bericht sinkt von etwa sechs auf zwei Wochen, und was mindestens genauso viel wert ist: Die Rechenlogik steht nicht mehr im Kopf einer Person. Parallel erfasst das VERS-Modul alle Versorgungsunterbrechungen nach BNetzA-Vorgaben, der SAIDI-Wert entsteht dabei als Nebenprodukt statt als eigener Jahresendkraftakt.

Was wir bemerkt haben

  • Februar 2026, regiocom stellt die RegMan-Plattform 1.0 vor, eine cloudbasierte Neuentwicklung, die zur E-world 2026 offiziell in Betrieb geht und die rund zwei Jahrzehnte genutzte klassische Systemlösung ablöst. Alle Module sollen künftig cloudbasiert und einzeln zuschaltbar sein. Was das für Bestandskunden konkret bedeutet, also Migrationspfad, Kosten und Supportdauer der Altversion, hat der Anbieter öffentlich nicht beziffert.
  • Juli 2026, wir haben unsere frühere Angabe „mehr als 15 Jahre Markterfahrung” korrigiert. Anbieter und Fachpresse sprechen übereinstimmend von rund zwei Jahrzehnten. Ebenfalls präzisiert: Aktuell arbeiten rund 80 Energieunternehmen mit rcRegMan und bilden damit etwa 180 Netze ab.
  • Juli 2026, Preise weiterhin nirgends öffentlich. Wir haben Produktseiten, Referenzen und Herstellerauftritt geprüft: keine Preisliste, keine Spanne, keine Testversion. Die Lizenzstruktur (Standard mit Nutzerlizenzen, Premium mit unbegrenzten Nutzerlizenzen) ist dokumentiert, die zugehörigen Beträge nicht.
  • Juli 2026, in den Referenzen taucht mit der Fraport AG ein Kunde auf, der kein klassisches Stadtwerk ist. Flughafenbetreiber unterhalten eigene Verteilnetze und fallen damit ebenfalls unter die Regulierung, ein Hinweis darauf, dass die Zielgruppe etwas breiter ist als „Stadtwerk mit Konzessionsgebiet”.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Marktkommunikation nach GPKE, GeLi Gas, WiM und MaBiS abbilden willstKISTERS Marktprozesse
Abrechnung, CRM und Marktkommunikation in einem cloud-nativen ERP bündeln willstpowercloud
Beschaffungsportfolios und Risikokennzahlen im Energieeinkauf steuern musstSOPTIM Elements
Kundenportal, Produktkatalog und Vertriebsprozesse für Stadtwerke digitalisieren willstepilot
Verbrauchsdaten aus Zählern für ein Energiemanagementsystem sammeln willstITC PowerCommerce EnMS

Wichtig zur Einordnung: Keines dieser Werkzeuge ist ein echter Ersatz für rcRegMan. Sie liegen in benachbarten Feldern der Energiewirtschaft, decken aber das Regulierungsmanagement nach ARegV nicht ab. Die realistischen direkten Wettbewerber sind Spezialanbieter wie die Lösungen aus dem Umfeld von Beratungshäusern und Rechenzentren der Energiebranche, die ihre Produkte allerdings noch weniger öffentlich dokumentieren als regiocom. Wer vergleichen will, kommt an Ausschreibung oder direkter Anfrage bei zwei bis drei Anbietern nicht vorbei.

Gut kombiniert mit

  • KISTERS Marktprozesse, für die EDIFACT-Seite. rcRegMan deckt die Regulierungsberichte ab, die laufende Marktkommunikation mit Lieferanten und Messstellenbetreibern läuft daneben. Beide greifen auf ähnliche Stammdaten zu, weshalb sich eine saubere gemeinsame Datenquelle lohnt.
  • ITC PowerCommerce EnMS, wenn du Zähler- und Verbrauchsdaten ohnehin schon zentral sammelst. Die Kennzahlen, die rcRegMan für Auswertungen braucht, entstehen oft genau dort, statt sie doppelt zu erfassen, exportierst du sie einmal sauber.
  • powercloud, falls parallel zur Netzsparte ein Vertriebssystem modernisiert wird. Netzentgelte aus rcRegMan sind der Input für die Abrechnung, ein definierter Übergabepunkt zwischen beiden Systemen erspart die jährliche Handarbeit beim Preisblattwechsel.

Für wen ist rcRegMan?

Stadtwerke mit eigenem Strom- oder Gasnetz: Die Kernzielgruppe. Wenn du jedes Jahr die §10a-Erhebung, Netzentgeltberichte nach §28 StromNEV oder GasNEV und die Versorgungsunterbrechungsmeldung abliefern musst, aber kein zehnköpfiges Regulierungsteam hast, ist rcRegMan die pragmatische Antwort auf ein Problem, das sonst in Excel landet.

Regionale Verteilnetzbetreiber mit mehreren Netzen: Die Software ist auf Mehrfachnetze und Netzbetreiber-Verbünde ausgelegt. Wer drei oder fünf Netzgebiete parallel kalkuliert, gewinnt hier am meisten, weil sich Struktur und Rechenlogik nur einmal aufbauen lassen.

Industrie- und Infrastrukturbetriebe mit eigenem Netz: Flughäfen, Chemieparks und große Industriestandorte betreiben oft eigene Verteilnetze und fallen damit unter dieselbe Regulierung. Für sie ist Regulierungsmanagement kein Kerngeschäft, sondern eine Pflicht, die möglichst wenig Personal binden soll, genau der Fall, in dem ein Standardwerkzeug sich schnell rechnet.

Regulierungsverantwortliche vor einem Personalwechsel: Der unterschätzte Anwendungsfall. Wenn das Kalkulationswissen an einer Person hängt, die in absehbarer Zeit geht, ist die Überführung in ein dokumentiertes System weniger ein Effizienz- als ein Risikoprojekt.

Weniger geeignet für: Netzbetreiber außerhalb Deutschlands, weil die gesamte Logik an ARegV und BNetzA-Formularen hängt. Sehr kleine Netzbetreiber, bei denen der Projektaufwand für die Einführung in keinem Verhältnis zur Berichtsmenge steht, hier ist Beratungsunterstützung mit strukturierten Vorlagen oft günstiger. Und alle, die ein KI-gestütztes Werkzeug erwarten: rcRegMan rechnet regelbasiert, ein Sprachmodell ist nirgends im Spiel.

Quellen

  1. rcRegMan – Unsere Software. https://www.rcregman.de/unsere-software (abgerufen am 2026-07-25). Drei Kernmodule (Aufgaben, Kennzahlen, Auswertung) und drei Zusatzmodule KALK (Kennzahlenberechnung, Netzentgeltformeln Strom/Gas, Kapitalkostenaufschlag, Erlösobergrenze), VERS (Versorgungsunterbrechungen nach BNetzA, FNN und DVGW) und FORM (automatisierte Befüllung von Word-, Excel- und PDF-Formularen); Lizenzmodelle Standard und Premium (unbegrenzte Nutzerlizenzen); Betrieb als Application Hosting oder SaaS im eigenen ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum; keine Preisangaben auf der Seite; Anbieter regiocom SE, Marienstraße 1, 39112 Magdeburg..
  2. rcRegMan – Strategisches Regulierungsmanagement (KALK). https://www.rcregman.de/unsere-software/strategisches-rm (abgerufen am 2026-06-20). Das KALK-Modul automatisiert das Ausfüllen des Erhebungsformulars gemäß §10a ARegV, erstellt Netzentgeltberichte nach §28 StromNEV und §28 GasNEV und unterstützt sowohl das BNetzA-Zonenmodell als auch das Sigmoidmodell für Gasnetze..
  3. stadt+werk – Neue Cloud-Lösung für das Regulierungsmanagement. https://www.stadt-und-werk.de/k21-meldungen/neue-cloud-loesung-fuer-das-regulierungsmanagement/ (abgerufen am 2026-07-25). Die RegMan-Plattform 1.0 geht zur E-world 2026 offiziell in Betrieb und löst die rund zwei Jahrzehnte genutzte klassische Systemlösung ab; rund 80 Energieunternehmen arbeiten aktuell mit rcRegMan und bilden damit etwa 180 Netze ab; alle Module sind künftig cloudbasiert und einzeln zuschaltbar..
  4. rcRegMan – Referenzen. https://www.rcregman.de/referenzen (abgerufen am 2026-07-25). Namentlich genannte Referenzkunden sind unter anderem Stadtwerke Iserlohn GmbH, Fraport AG, Bayernwerk Netz GmbH und NetzWerkStadt GmbH & Co. KG; Partnerorganisation für Beratungsleistungen ist die IFE GmbH..

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