Pixacare
Pixacare SAS (Straßburg, Frankreich)
Redaktionelle Einschätzung auf Basis von 12 öffentlichen Quellen. Kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Mit KI-Agenten recherchiert und geschrieben, verantwortlich: Redaktion KI-Syndikat. So arbeiten wir Fehler melden
Pixacare im Team einführen? KI-Training anfragen
Pixacare ist eine französische Plattform für medizinische Fotodokumentation, deren KI-Modul WoundTrack II Wundflächen aus kalibrierten Fotos berechnet. Das Modul ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse IIa, bewertet von DNV Product Assurance AS, und in der Studie PIXAIRE-1 gegen digitale Referenzplanimetrie validiert. Indiziert ist es ausschließlich für chronische Wunden von 4 bis 100 cm² bei Erwachsenen. Patientenfotos liegen für EU-Kunden bei OVH in Frankreich, die Auftragsverarbeitung steckt im Vertrag. Preise nennt der Anbieter öffentlich keine, und keine einzige deutsche Einrichtung steht namentlich auf der Kundenliste.
Kosten: Kostenlose Version: 0 €, ein Nutzer, 200 MB Speicher, ausdrücklich ohne KI-Messung. Gastzugang für niedergelassene Pflegefachkräfte und Patienten im Rahmen einer krankenhausgesteuerten Fernüberwachung laut FAQ kostenlos. Pro-Paket (ein Nutzer, mit Zugang zu den KI-Modulen), Einrichtungspaket (mehrere Nutzer, EPA-Integration, Schulung, Vor-Ort-Einführung) und Forschungspaket (eCRF-Anbindung) nur auf individuelles Angebot. Abrechnung laut Angebotsseite als Jahresabonnement pro Nutzer, für Organisationen Staffelpreise je nach Lizenzanzahl. Öffentlich nennt Pixacare keinen einzigen Betrag. Stand Oktober 2026.
Kategorien
Stärken
- Das KI-Modul WoundTrack II ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse IIa, Benannte Stelle DNV Product Assurance AS (Kennnummer 2460), Zertifikat C769484, gültig vom 16. März 2026 bis 16. März 2031
- Klinisch validiert in der Studie PIXAIRE-1 (NCT05846152): ICC von 0,96 im Vergleich zur digitalen Referenzplanimetrie
- Patientenfotos liegen bei HDS-zertifizierten Anbietern, für EU-Kunden OVH in Frankreich, keine Übermittlung außerhalb des EWR ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verantwortlichen
- Auftragsverarbeitung ist Teil des Vertrags (Artikel 11.2 der AGB), bei Vertragsende Rückgabe der medizinischen Daten als ZIP und Löschung binnen 30 Tagen
- Über 40 namentlich genannte Einrichtungen, darunter die Universitätskliniken Straßburg, Lille, Nantes, Rennes, Rouen, Brest und Lüttich sowie die Krebszentren Gustave Roussy und Institut Godinot
- Offene Schnittstellen statt Insellösung: REST-API, HL7 FHIR R4, HL7 ADT/ORU/MDM, SFTP, DICOM sowie Export als PDF, CSV und XLSX
- Verfügbarkeit laut AGB mit 99,5 Prozent im Jahr zugesagt, ISO 13485 für das Qualitätsmanagement, AES-256 für medizinische Bilder, TLS 1.2 für die Übertragung
- Die klinische Grenze wird selbst benannt: WoundTrack II liefert Messwerte zur Entscheidungsunterstützung und ersetzt laut Anbieter die fachliche Beurteilung ausdrücklich nicht
Einschränkungen
- Die Klasse-IIa-Zertifizierung ließ sich außerhalb der Anbieterunterlagen nicht gegenprüfen: in der öffentlichen EUDAMED steht zu Pixacare SAS nur WoundTrack I als Klasse I
- Keine einzige deutsche, österreichische oder schweizerische Einrichtung steht namentlich auf der Kundenliste, die Referenzen sind fast vollständig französisch
- Kein deutschsprachiger Support zugesagt, kein Servicezeitfenster, französisches Recht und Gerichtsstand im Bezirk des Berufungsgerichts Colmar
- Harte Indikationsgrenzen: WoundTrack II ist nur für chronische Wunden von 4 bis 100 cm² bei Erwachsenen indiziert, kleinere, größere, akute und pädiatrische Wunden fallen heraus
- Die KI-Messung fehlt genau in der kostenlosen Version, das Kernmerkmal ist also ohne Vertriebskontakt nicht testbar
- Ein von Pixacare gelieferter Kalibrierungsaufkleber ist zwingend nötig, ohne Aufkleber bleibt nur die manuelle Planimetrie
- Die Datenschutzerklärung sagt nicht, ob Patientenfotos zum Training der Modelle verwendet werden
- Für Deutschland nennt der Anbieter keinen deutschen Datenstandort, Europa bedeutet laut FAQ OVH oder souveränes Microsoft Azure
- Angebotsseite und AGB beschreiben die Laufzeit unterschiedlich: einmal als Jahresabonnement pro Nutzer, einmal als sich automatisch verlängernde Laufzeit mit Kündigung einen Monat vor dem Jahrestag
- Die eigenen Zahlen widersprechen sich: die Startseite nennt über 70 Einrichtungen und mehr als 250.000 Patienten, die FAQ über 50 Einrichtungen und über 200.000 Patienten
- Zur Information, nicht als Mangel gewertet: öffentliche Preise gibt es nicht, Pro-Paket, Einrichtungspaket und Forschungspaket laufen über ein individuelles Angebot
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du brauchst eine Wundflächenmessung, die als Medizinprodukt der Klasse IIa bewertet ist, und nicht nur ein Dokumentationswerkzeug
- Deine Einrichtung verlangt Patientenfotos nachweislich in der EU, auf HDS-zertifizierter Infrastruktur und mit Auftragsverarbeitung im Vertrag
- Du führst eine klinische Studie mit Wundendpunkten und brauchst reproduzierbare Messwerte für dein eCRF
- Du willst Fotothek, Fernüberwachung und Basisdokumentation erst einmal kostenlos ausprobieren, bevor Geld fließt
Wann nein
- Du willst wissen, was es kostet, bevor du in ein Vertriebsgespräch gehst: öffentlich nennt Pixacare keine Beträge
- Du dokumentierst vor allem Wunden unter 4 cm², über 100 cm², akute Wunden oder Wunden bei Kindern, denn dafür ist WoundTrack II nicht indiziert
- Du willst vor dem Start eine Referenzinstallation in einer deutschen Klinik oder bei einem deutschen Pflegedienst sehen
- Du brauchst zugesagten deutschsprachigen Support mit Servicezeiten und einen deutschen Gerichtsstand
Kurzfazit
Pixacare ist eine französische Plattform für medizinische Fotodokumentation, deren KI-Modul WoundTrack II Wundfläche und Gewebeanteile aus einem Foto mit Kalibrierungsaufkleber berechnet. Die Belege sind ungewöhnlich gut: CE-Klasse IIa über DNV, Zertifikat C769484, Hosting bei OVH Frankreich, Auftragsverarbeitung im Vertrag, über 40 namentlich genannte Kliniken. Deutsche Referenzen fehlen, die Klasse IIa belegen nur Herstellerunterlagen. Die KI-Messung gilt nur für chronische Wunden von 4 bis 100 cm² bei Erwachsenen. Wer eine Anbindung an ein deutsches KIS braucht, ist bei imitoWound besser aufgehoben.
Für wen ist Pixacare?
Kliniken mit Wundzentrum, plastischer Chirurgie oder Dermatologie: Das ist die Herkunft des Produkts. Pixacare wurde 2019 in Straßburg gegründet, gemeinsam mit Prof. Frédéric Bodin, dem Chefarzt der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie am Universitätsklinikum Straßburg. Die Kundenliste liest sich entsprechend: französische Universitätskliniken, Krebszentren und Verbundkrankenhäuser. Wenn bei dir viele Fotos von postoperativen, chronischen und dermatologischen Befunden anfallen, die derzeit auf Diensthandys oder in Mail-Anhängen landen, löst Pixacare genau dieses Problem, und das auch ohne das KI-Modul.
Krebszentren mit Strahlen- und Wundfolgen: Institut Gustave Roussy, Centre François Baclesse in Caen, Centre Georges François Leclerc in Dijon und das Institut Godinot stehen namentlich auf der Kundenseite. In der Onkologie zieht sich die Verlaufskontrolle über Monate und über mehrere Behandelnde hinweg, und genau dafür ist die nach Patient, Datum und Behandelnden sortierte Fotothek mit nachvollziehbaren Messwerten gebaut.
Ambulante Pflegedienste als Teil einer Klinikversorgung: Hier ist das Preismodell interessant. Laut FAQ ist der Gastzugang für niedergelassene Pflegefachkräfte und Patienten kostenlos, sofern die Fernüberwachung von einem Krankenhaus gesteuert wird. Der Pflegedienst fotografiert, das Krankenhaus bewertet. Das ist ein sauberer Schnitt zwischen ambulant und stationär, aber er setzt voraus, dass eine Klinik Lizenznehmer ist und die Verantwortung übernimmt.
Klinische Forschung und Auftragsforschungsinstitute: Pixacare bietet ein eCRF-Anbindungsmodul und wirbt mit standardisierter Datenerfassung über Studienzentren hinweg. Für eine Studie, deren primärer Endpunkt eine Wundfläche ist, ist eine zertifizierte, reproduzierbare Messung mit dokumentiertem ICC von 0,96 ein echtes Argument. Mehrere eigene Studien sind registriert, darunter PIXAIRE-1 unter NCT05846152.
Einrichtungen mit harter EU-Hosting-Anforderung: Wenn dein Datenschutzbeauftragter einen nachweisbaren Verarbeitungsort in der EU und eine Auftragsverarbeitung im Vertrag verlangt, liefert Pixacare mehr Papier als die meisten Anbieter in diesem Feld: HDS-zertifiziertes Hosting bei OVH in Frankreich, eine durchgeführte Datenschutz-Folgenabschätzung, benannte Unterauftragsverarbeiter und Artikel 11.2 der AGB.
Weniger geeignet für: Einrichtungen, die eine fertige Integration in ein deutsches Krankenhausinformationssystem erwarten. Die Schnittstellenliste nennt REST-API, HL7 FHIR R4 und ADT/ORU/MDM, und Orbis steht unter den kompatiblen Systemen, aber eine deutsche Referenzinstallation ist nirgends dokumentiert. Du wärst das erste Projekt dieser Art. Ebenso wenig geeignet ist Pixacare für Einrichtungen, die vor allem kleine Wunden unter 4 cm² oder sehr große Wunden über 100 cm² dokumentieren, für die Pädiatrie und für alle, die vor der Entscheidung eine Preisangabe brauchen.
Preise im Detail
| Paket | Preis | Abrechnung | Enthalten |
|---|---|---|---|
| Kostenlose Version (1 Nutzer) | 0 €, 200 MB Speicher | keine | Fotothek, Basisdokumentation, Fernüberwachung, Messenger, Schulungsvideos. Ausdrücklich ohne KI-Messung, ohne GAM/DPI-Integration, ohne Vor-Ort-Einführung und ohne Teamschulung |
| Gastzugang (Pflegekraft, Patient) | 0 € | keine | Zugang im Rahmen einer krankenhausgesteuerten Fernüberwachung, laut FAQ kostenlos für niedergelassene Pflegefachkräfte und Patienten |
| Pro-Paket (1 Nutzer) | Auf Anfrage | Jahresabonnement pro Nutzer | Unbegrenzter Speicher, Wundverlaufsdokumentation, Fernüberwachung, KI-Messung mit WoundTrack II. Ohne Kollaborationsgruppen, ohne Mehrstandortzugang, ohne EPA-Integration |
| Einrichtungspaket (mehrere Nutzer) | Auf Anfrage, Staffelpreise je nach Lizenzanzahl | Jahresabonnement pro Nutzer | Voller Funktionsumfang, Mehrstandortzugang, EPA- und GAM-Integration, Support, Vor-Ort-Einführung, Teamschulung |
| Forschungspaket | Auf Anfrage | nicht angegeben | eCRF-Anbindungsmodul für klinische Studien und Real-World-Evidence-Studien |
Laut FAQ enthalten alle Pakete HDS-zertifiziertes Hosting, technischen Support per E-Mail oder Telefon und automatische Updates. Das widerspricht der Angebotsseite, die „Kundensupport” bei der kostenlosen Version ausdrücklich ausschließt. Lass dir im Angebot schriftlich geben, was für dein Paket gilt.
Einordnung: Damit du nicht raten musst, hier die klare Auskunft: Außer 0 Euro für die kostenlose Version und den Gastzugang veröffentlicht Pixacare keine einzige Zahl. Die FAQ hat eine eigene Rubrik „Was kostet Pixacare?” und beantwortet sie mit einer Paketliste ohne Betrag. Das ist in der Medizintechnik der Normalfall, Institutionsvertrieb läuft über Angebote, und wir ziehen dafür keine Sterne ab. imitoWound / WoundGenius und cureVision machen es genauso. Es heißt nur: Einen Haushaltsansatz bekommst du erst nach einem Vertriebsgespräch, und einen Vergleich gegen WoundDesk mit öffentlich ausgewiesenen 1,50 US-Dollar pro aktivem Patient und Monat oder gegen das vollständig kostenlose Healico kannst du von außen nicht rechnen.
Zwei Punkte an der Preisstruktur sind dagegen echte Haken. Erstens die Schnittführung der kostenlosen Version: Sie schließt genau die KI-Messung aus, also das Merkmal, wegen dem Pixacare überhaupt in einer Liste von KI-Werkzeugen steht. Du kannst die Fotothek gratis prüfen, WoundTrack II nicht. Zweitens widersprechen sich die eigenen Dokumente bei der Laufzeit: Die Angebotsseite spricht von einem Jahresabonnement pro Nutzer, Artikel 5 der AGB von einer sich automatisch verlängernden Laufzeit mit Kündigung per Einschreiben einen Monat vor dem Jahrestag des Vertrags. Was gilt, muss im Angebot stehen. Dazu ein Kostenpunkt, der leicht unter den Tisch fällt: Der Kalibrierungsaufkleber kommt von Pixacare und ist Verbrauchsmaterial. Frag nach Stückpreis und Nachlieferung, sonst taucht diese Position erst in der zweiten Jahresrechnung auf.
Zur Finanzierung: Eine Erstattung durch die Krankenversicherung gibt es nicht. Pixacare schreibt selbst, das Medizinprodukt sei nicht in der Liste der erstattungsfähigen Produkte und Leistungen aufgeführt, und die Fernüberwachung chronischer Wunden sei in Frankreich noch nicht Teil der Regelversorgung. Für Deutschland verweist der Anbieter auf Digitalisierungsprogramme wie das KHZG als Finanzierungsweg, nicht auf eine Abrechnungsziffer.
Stärken im Detail
Die Zertifizierung ist konkret und nachprüfbar formuliert. Das ist in diesem Markt die Ausnahme. Viele Anbieter schreiben „CE-zertifiziert” und lassen offen, was das heißt. Pixacare nennt die Benannte Stelle (DNV Product Assurance AS), die Kennnummer (2460), die Zertifikatsnummer (C769484), die Gültigkeit (16. März 2026 bis 16. März 2031) und sogar den angewandten Konformitätsbewertungsweg (Anhang IX Kapitel I und III der Verordnung (EU) 2017/745). Dass 2460 tatsächlich die DNV Product Assurance AS ist, haben wir unabhängig bei DNV gegengeprüft, dort sind die beiden Benannten Stellen des Konzerns mit 2460 und 0482 aufgeführt. Zur Grenze dieser Prüfung siehe die Schwächen.
Die Indikation ist eng und ehrlich geschrieben. „Indiziert zur Überwachung chronischer Wunden von 4 bis 100 cm² bei Erwachsenen” steht im Pflichttext am Seitenfuß, nicht im Kleingedruckten eines PDF. Dazu die Klarstellung, die KI liefere objektive Messwerte und die klinische Entscheidung liege weiterhin vollständig beim medizinischen Fachpersonal. Ein Anbieter, der seine eigenen Grenzen so deutlich hinschreibt, macht die Beschaffungsprüfung einfacher, nicht schwerer.
Es gibt klinische Evidenz, nicht nur Marketing. PIXAIRE-1 ist unter NCT05846152 registriert und liefert einen Intraklassen-Korrelationskoeffizienten von 0,96 gegenüber digitaler Referenzplanimetrie. Daneben listet Pixacare weitere Studien, darunter eine gesundheitsökonomische Arbeit zur Fernüberwachung chronischer Wunden und eine Studie am Universitätsklinikum Lille. Die Trainingsdaten beschreibt der Anbieter als mehrere tausend Bilder, annotiert von Krankenhausfachkräften innerhalb eines nach ISO 13485 zertifizierten Qualitätssystems, validiert unter anderem am CH Haguenau.
Der Datenschutzpfad ist belastbar dokumentiert. Primäres Hosting bei OVH mit Serverstandort Frankreich für EU-Kunden, Microsoft Azure im EWR für internationale Kunden, beide als Gesundheitsdaten-Hoster zertifiziert, ISO 27001 auf der Infrastrukturebene. Dazu die Aussage, dass ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verantwortlichen keine Daten den EWR verlassen. Die Auftragsverarbeitung ist nicht ein Versprechen für später, sondern steht als Artikel 11.2 in den AGB, inklusive Regelung zu Unterauftragsverarbeitern. Bei Vertragsende bekommst du die medizinischen Daten als ZIP zurück, danach wird gelöscht, Frist 30 Tage. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung liegt vor und ist auf Anfrage erhältlich.
Offene Schnittstellen statt Insellösung. REST-API, HL7 FHIR R4, HL7 ADT/ORU/MDM, SFTP, DICOM und medizinisches JPEG, Export als PDF, CSV und XLSX. Pixacare positioniert sich ausdrücklich als Ergänzung der elektronischen Patientenakte, nicht als deren Ersatz, und nennt Roche Diagnostics (Integration in Cobas Pulse), Rofim, Omnidoc und Lifen als Partner. Für eine Einrichtung, die in fünf Jahren wechseln will, ist das der entscheidende Punkt: Die Fotos und Messwerte bleiben exportierbar.
Eine namentlich nachprüfbare Kundenbasis. Über 40 Einrichtungen stehen mit Namen auf der Kundenseite, darunter sieben Universitätskliniken und mehrere Krebszentren. Das ist etwas völlig anderes als die üblichen anonymen Logo-Wände. Du kannst dort anrufen.
Verfügbarkeit mit Zahl. Die AGB sagen 99,5 Prozent Jahresverfügbarkeit zu. Bei einem Werkzeug, das am Patientenbett benutzt wird, ist eine beziffert zugesagte Verfügbarkeit mehr wert als jede Formulierung über „hohe Zuverlässigkeit”. Dazu Offline-Aufnahme mit automatischer Synchronisation, damit ein Funkloch im Keller nicht die Visite blockiert.
Schwächen ehrlich betrachtet
Die Klasse-IIa-Zertifizierung ließ sich außerhalb der Anbieterunterlagen nicht gegenprüfen. Wir haben die öffentliche EUDAMED abgefragt. Zu Pixacare SAS (SRN FR-MF-000030193) ist am 12. Oktober 2026 genau ein Gerät eingetragen: WoundTrack I, Risikoklasse I, Status in Verkehr. Ein Eintrag für WoundTrack II mit Klasse IIa fehlt. Das widerlegt die Zertifizierung nicht, die Geräteregistrierung in EUDAMED ist noch nicht für alle Hersteller und Klassen verpflichtend, und Zertifikatsdaten der Benannten Stellen sind öffentlich nur lückenhaft abrufbar. Es heißt aber: Alles, was du über die Klasse IIa weißt, stammt aus den Unterlagen des Herstellers. Workaround für die Beschaffung: Lass dir das Zertifikat C769484 im Original vorlegen, prüfe den Geltungsbereich, und frag nach der Konformitätserklärung sowie dem Eintrag in EUDAMED.
Die Zahl 2460 wird regelmäßig falsch verwendet. Auch in der Einreichung, mit der Pixacare bei uns anklopfte, stand „CE 2460”, als wäre das die Zertifikatsnummer. 2460 ist die Kennnummer der Benannten Stelle, das ist die Nummer, die neben dem CE-Zeichen steht. Die Zertifikatsnummer ist C769484. Wenn du eine Vergabeunterlage schreibst, verlange beides getrennt.
Keine einzige deutsche Referenz. Die Kundenliste nennt über 40 Einrichtungen, davon eine belgische Universitätsklinik, das Royal College of Surgeons in Ireland und eine Handvoll Firmen. Deutsche, österreichische oder schweizerische Kliniken und Pflegedienste stehen nicht namentlich darauf. Die einzige deutschsprachige Nennung ist „Rodday Wundmanagement”, und die Seite erklärt nicht, worum es sich dabei handelt. Die Pressemitteilung nennt Deutschland und die Schweiz als Märkte, ohne eine Einrichtung zu benennen. Für eine deutsche Klinik heißt das: Du findest keine Kollegin, die dir aus dem Routinebetrieb berichten kann.
Kein zugesagter deutschsprachiger Support, französischer Vertragsrahmen. Website, Hilfezentrum und Oberfläche sind auf Deutsch, das ist mehr, als viele französische Medtechs bieten. Eine Zusage für deutschsprachigen Support, Servicezeiten oder einen deutschen Ansprechpartner haben wir nicht gefunden, nur eine durchschnittliche Antwortzeit von 24 bis 48 Werkstunden. Vertragsgrundlage ist ausschließlich französisches Recht, Gerichtsstand ist der Bezirk des Berufungsgerichts Colmar. Für ein kommunales Krankenhaus mit eigener Rechtsabteilung ist das ein echter Verhandlungspunkt.
Kein Datenstandort in Deutschland. Die Hosting-Matrix sagt für Europa: OVH oder, je nach nationaler Regulierung, souveränes Microsoft Azure. Frankreich und Belgien werden ausdrücklich OVH oder Azure France zugeordnet. Ein deutsches Rechenzentrum nennt Pixacare nicht. Das ist DSGVO-konform, aber wenn deine Hausrichtlinie „Verarbeitung in Deutschland” fordert, bist du hier raus, und cureVision mit deutschem Anbieter ist der naheliegendere Griff.
Die Firebase-Frage bleibt offen. Als Unterauftragsverarbeiter nennt die Datenschutzerklärung Sentry und mehrere Firebase-Dienste, darunter Firestore ausdrücklich als Datenbank des Messenger-Moduls. Dazu die Aussage, keiner dieser Dienste habe Zugriff auf medizinische Fotografien oder klinische Patientendaten. Im Messenger koordinieren sich aber interdisziplinäre Teams über gemeinsam betreute Patienten, und in welcher Region Firestore diese Inhalte hält, steht nicht da. Frag vor dem Start, ob sich das Messenger-Modul abschalten lässt und in welcher Region es läuft.
Zum KI-Training sagt die Datenschutzerklärung nichts. Sie erwähnt, dass die KI-Module die Einwilligung des Patienten erfordern und der Entscheidungsunterstützung dienen. Ob hochgeladene Patientenfotos in das Training künftiger Modellversionen eingehen, wird nicht ausgeschlossen und nicht bestätigt. Bei einem Anbieter, der sein Training selbst mit „tausenden von Krankenhausfachleuten annotierten Bildern” beschreibt, ist das eine Lücke, die in den Vertrag gehört.
Harte Grenzen der KI-Messung, die im Alltag wehtun. Nur chronische Wunden, nur 4 bis 100 cm², nur Erwachsene. Ein Dekubitus Kategorie 1 von 2 cm² fällt heraus, eine große Wunde nach Debridement ebenso, akute postoperative Wunden sind nicht Teil der Indikation, und die Pädiatrie auch nicht. In diesen Fällen bleibt die manuelle Planimetrie, die Pixacare für alle Hautläsionen anbietet, aber die ist dann eben manuell. Dazu kommt die Hardwarehürde: Kamera ab 12 Megapixel mit Autofokus, iOS 14 oder Android 10 oder neuer, mindestens 1 GB freier Speicher, empfohlen iPhone 11 oder Galaxy S20 oder neuer. Ältere Diensthandys aus dem Pflegewagen fallen durch.
Ohne Aufkleber keine automatische Messung. Der Kalibrierungsaufkleber ist patentiert und muss von Pixacare kommen. Das ist technisch der Grund für die Messgenauigkeit unabhängig von Telefon und Lichtverhältnissen, organisatorisch bedeutet es eine Verbrauchsmateriallieferkette und eine Abhängigkeit vom Anbieter. Ist der Aufkleber nicht am Patientenbett, misst niemand.
Die KI-Messung steckt hinter dem Vertrieb, und die Laufzeit widerspricht sich. Dass Pixacare keine Preise veröffentlicht, werten wir nicht als Mangel, Institutionsvertrieb über Angebote ist in der Medizintechnik die Regel. Zwei Dinge an der Preisstruktur bleiben aber Haken. Die kostenlose Version schließt ausgerechnet WoundTrack II aus, du kannst das Kernmerkmal also nicht ohne Vertriebskontakt prüfen. Und die Laufzeit steht in den eigenen Dokumenten zweimal unterschiedlich: Jahresabonnement pro Nutzer auf der Angebotsseite, automatisch verlängernde Laufzeit mit Kündigung einen Monat vor dem Jahrestag in Artikel 5 der AGB. Workaround: Fordere das Angebot mit einer konkreten Mengenangabe an, etwa 25 Lizenzen über drei Jahre, und lass dir Laufzeit, Kündigungsweg, Staffelpreise, Preisgleitung und den Stückpreis der Kalibrierungsaufkleber in einem Dokument bestätigen.
Die eigenen Kennzahlen stimmen nicht überein. Die Startseite nennt über 70 Einrichtungen und mehr als 250.000 begleitete Patienten, die FAQ über 50 Einrichtungen und über 200.000 Patienten mit dem Stand 2026. Die beworbene Zeitersparnis von etwa 1,5 Stunden pro Tag ist eine Anbieterangabe ohne Quelle oder Methodik. Keine dieser Zahlen ist ein Grund, das Produkt abzulehnen, aber bewerte sie entsprechend.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| eine nativ in ein deutsches KIS integrierte Wunddokumentation mit deutschen Referenzkliniken brauchst | imitoWound / WoundGenius |
| KI-Wundvermessung ohne Lizenzkosten und ohne Vertriebsgespräch einsetzen willst | Healico |
| die Wundtiefe in 3D messen willst und einen deutschen Anbieter mit deutschem Vertragsrahmen bevorzugst | cureVision |
| einen öffentlich ausgewiesenen Preis pro Patient und eine Option auf On-Premise brauchst | WoundDesk |
Ohne eigene Verlinkung, aber der Fairness halber erwähnt: Tissue Analytics ist im US-Markt bei Klinikketten verbreitet, eKare inSight und Silhouette von ARANZ Medical arbeiten mit Spezialhardware und 3D-Tiefenmessung und bewegen sich damit in einer anderen Preis- und Workflow-Klasse. In Deutschland sind außerdem hawkID und MediQ Wunde Plus aktiv. Innerhalb dieses Felds ist Pixacare derzeit der Anbieter mit der am genauesten dokumentierten Regulatorik, und imitoWound der mit der besten deutschen Marktverankerung. Dass die eine Stärke die andere nicht ersetzt, ist der eigentliche Kern der Entscheidung: Pixacare hat die Klasse IIa, imitoWound hat die deutschen Häuser.
So steigst du ein
Schritt 1: Kostenlose Version installieren und die Fotothek prüfen, nicht die KI. Lege ein kostenloses Konto an und arbeite zwei Wochen mit der Fotodokumentation, dem Messenger und der manuellen Planimetrie. 200 MB reichen dafür. Prüfe genau die Dinge, die im Alltag scheitern: Wie schnell ist eine Aufnahme am Patientenbett erfasst und richtig zugeordnet, funktioniert die Offline-Synchronisation im Keller, sieht ein PDF-Wundbericht so aus, dass er in die Akte kann. Die KI-Messung bekommst du in dieser Stufe nicht, das ist eine Entscheidung des Anbieters und kein Fehler deiner Installation.
Schritt 2: Vor dem Angebot die Unterlagen anfordern, nicht danach. Verlange schriftlich: das Zertifikat C769484 mit Geltungsbereich, die Konformitätserklärung, die Datenschutz-Folgenabschätzung, die vollständige Liste der Unterauftragsverarbeiter mit Verarbeitungsregion (besonders für das Firebase-gestützte Messenger-Modul), eine ausdrückliche Zusage, dass Patientenfotos nicht für das Modelltraining verwendet werden, und den Stückpreis der Kalibrierungsaufkleber. Kläre außerdem, in welcher Sprache der Support antwortet und ob ein deutscher Gerichtsstand verhandelbar ist. Alles davon ist im Produktumfeld üblich, nichts davon steht öffentlich auf der Website.
Schritt 3: Einen Pilotbereich mit messbarem Ausgangswert fahren. Nimm eine Station oder ein Wundzentrum, zähl vier Wochen vorher, wie viele Wundbefunde pro Woche dokumentiert werden und wie lange ein Befund von der Aufnahme bis zum Eintrag in der Akte dauert. Achte darauf, dass im Pilotbereich tatsächlich Wunden zwischen 4 und 100 cm² vorkommen, sonst testest du die KI gar nicht. Erst dann über Mengenlizenzen und die EPA-Anbindung entscheiden. Lass die Schnittstelle schriftlich zusagen, inklusive einer Benennung des Systems auf deiner Seite, denn eine deutsche Referenzinstallation, auf die der Anbieter verweisen könnte, gibt es nicht.
Ein konkretes Beispiel
Ein ausgedachter, aber typischer Fall: Ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung im Münsterland mit 320 Betten betreibt ein Wundzentrum. Zwei Wundexpertinnen ICW versorgen pro Woche rund 45 chronische Wunden, überwiegend Dekubitus und Ulcus cruris, dazu kommen Konsile aus der Gefäßchirurgie. Dokumentiert wird heute mit Einmal-Maßband, Fotos auf einem Stationstablet und einem Wundbogen, der später in die Akte getippt wird. Zwei Probleme: Die Flächenangaben verschiedener Kolleginnen sind nicht vergleichbar, und die Fotos liegen in der Galerie des Tablets.
Mit Pixacare ändert sich der Ablauf so: Die Wundexpertin klebt den Kalibrierungsaufkleber neben die Wunde, fotografiert mit dem Diensthandy, WoundTrack II liefert Fläche in cm² sowie die Anteile Granulation, Fibrin und Nekrose. Das Foto ist nach Patient, Datum und Behandelnder sortiert, der Verlaufsbericht entsteht als PDF und geht über die Schnittstelle in die Akte. Beim nächsten Verbandwechsel steht die Vorwoche daneben, und die Frage „wird das besser oder nicht” ist eine Zahl statt einer Einschätzung. Für die zwölf Patienten in der häuslichen Nachsorge richtet das Wundzentrum eine Fernüberwachung ein, der Pflegedienst fotografiert über den kostenlosen Gastzugang, das Zentrum bewertet.
Die ehrliche Rechnung: Angenommen, der Wundbefund dauert statt zwölf nur acht Minuten, dann sind das bei 45 Wunden pro Woche rund drei Stunden. Die beworbenen 1,5 Stunden pro Tag halten wir für diesen Fall nicht für belegt. Der Nutzen liegt ohnehin weniger in den Minuten als in der Vergleichbarkeit: vermiedene Fahrten in der Nachsorge, früher erkannte Stagnation, belastbare Daten für die Qualitätssicherung. Was dieser Fall nicht liefert, ist eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, denn die Lizenzkosten für 15 Nutzer kennt niemand, bevor das Angebot auf dem Tisch liegt. Und ein Teil der Wunden dieses Zentrums, die kleinen Dekubitus Kategorie 1 und die großen Flächen nach Debridement, fällt aus der Indikation der KI-Messung heraus und bleibt Handarbeit.
Nicht sicher, ob Pixacare zu euch passt?
Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.
DSGVO & Datenschutz
- Rollenverteilung: Pixacare SAS ist Verantwortlicher für die Daten der Gesundheitsfachkräfte und Auftragsverarbeiter für die Patientendaten, die es im Auftrag der behandelnden Fachkraft oder Einrichtung verarbeitet. Verantwortlich bleibt also deine Einrichtung.
- Verarbeitungsort: Primäres Hosting bei OVH mit Serverstandort Frankreich für Kunden in Frankreich und der EU, Microsoft Azure im EWR für internationale Kunden. Beide Anbieter sind als Gesundheitsdaten-Hoster (HDS) zertifiziert, die Infrastrukturschicht zusätzlich nach ISO 27001. Ein Rechenzentrum in Deutschland nennt Pixacare nicht.
- Drittland: Laut Datenschutzerklärung werden personenbezogene Daten ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verantwortlichen nicht außerhalb des EWR übermittelt. Für US-Implementierungen gibt es eine separate Schiene über Microsoft Azure US mit HIPAA-Konformität und einem Business Associate Agreement auf Anfrage.
- Unterauftragsverarbeiter: Benannt sind Sentry für Crash-Reporting sowie Firebase Analytics, Firebase Authentication, Firebase Firestore als Datenbank des Messenger-Moduls, Firebase Cloud Functions und Firebase Cloud Messaging beziehungsweise Expo für Push-Benachrichtigungen. Pixacare schreibt dazu, keiner dieser Dienste habe Zugriff auf medizinische Fotografien oder klinische Patientendaten. Die Verarbeitungsregion dieser Dienste nennt die Erklärung nicht.
- Verschlüsselung: Medizinische Bilder AES-256-verschlüsselt, Übertragung über TLS 1.2 mit einem dedizierten SSL-Zertifikat pro Anwendungskomponente, Zugriffsschlüssel in einem KeyVault.
- Speicherfristen: Nutzerkonten für die Dauer des Abonnements, Löschung binnen 30 Tagen nach Vertragsende. Medizinische Patientendaten nach einer vom Verantwortlichen festgelegten Frist, mit Hinweis auf die französische Vorgabe von 20 Jahren. Technische Protokolle 30 Tage. Lokale Gerätedaten werden nach erfolgreicher Synchronisation automatisch gelöscht.
- Auftragsverarbeitung: Teil des Vertrags, Artikel 11.2 der AGB, mit ausdrücklicher Regelung zum Umgang mit Unterauftragsverarbeitern nach Artikel 28 DSGVO. Ein separates AVV-Muster ist nicht öffentlich abrufbar.
- Vertragsende: Rückgabe der medizinischen Daten in strukturiertem Format als ZIP-Datei per E-Mail, danach Löschung innerhalb von 30 Tagen (Artikel 11.1).
- Datenschutz-Folgenabschätzung: Durchgeführt und laut Trust Center auf Anfrage verfügbar. Für eine Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten nach Artikel 9 DSGVO wirst du ohnehin eine eigene brauchen.
- KI-Training: Ob Patientenfotos zum Training künftiger Modellversionen verwendet werden, sagt die Datenschutzerklärung nicht. Eine Einwilligung des Patienten für die Nutzung der KI-Module verlangt sie ausdrücklich.
- Recht und Gerichtsstand: Ausschließlich französisches Recht, Gerichtsstand im Bezirk des Berufungsgerichts Colmar.
- Empfehlung für Einrichtungen: Lass dir vor dem Start die vollständige Unterauftragsverarbeiterliste mit Regionen, die technischen und organisatorischen Maßnahmen, die Datenschutz-Folgenabschätzung und eine ausdrückliche Zusage zum Ausschluss des Modelltrainings geben. Kläre separat, ob das Messenger-Modul deaktivierbar ist, und ergänze die Patienteninformation um die Fernüberwachung, wenn Patienten selbst fotografieren.
Gut kombiniert mit
- MEDIFOX DAN, als Pflegesoftware für alles, was nach dem Foto kommt. Pixacare liefert Messwerte und Wundberichte, die Leistungsdokumentation, Dienstplanung und Abrechnung bleiben in der Pflegesoftware. Eine fertige Schnittstelle zu deutschen Pflegesystemen weist Pixacare nicht nach, der Weg führt über PDF-Export oder ein API-Projekt. Rechne damit, dass das ein eigenes Vorhaben ist.
- voize, für die Sprache rund um die Zahl. Pixacare misst Fläche und Gewebeanteile objektiv, die pflegerische Bewertung, Schmerzangabe und Maßnahme sprichst du bei voize direkt in die Dokumentation. Die Kombination deckt die beiden Hälften eines Wundbefunds ab, die quantitative und die beschreibende, ohne dass jemand abends Formulare nachträgt.
- Recare, für den Übergang nach der Entlassung. Pixacare dokumentiert den Verlauf im Haus und kann die Nachsorge per Fernüberwachung weiterführen, Recare organisiert die Suche nach Pflegedienst oder Reha und die Übergabe. Wichtig dabei: Der kostenlose Gastzugang für den Pflegedienst funktioniert laut Anbieter nur, solange das Krankenhaus die Fernüberwachung steuert. Übernimmt der Pflegedienst allein, braucht er eine eigene Lizenz.
Häufige Fragen zu Pixacare
Was kostet Pixacare?
Die kostenlose Version für einen Nutzer mit 200 MB Speicher kostet 0 Euro, enthält aber ausdrücklich keine KI-Messung. Der Gastzugang für niedergelassene Pflegefachkräfte und Patienten ist laut FAQ kostenlos, solange ein Krankenhaus die Fernüberwachung steuert. Pro-Paket, Einrichtungspaket und Forschungspaket gibt es nur auf individuelles Angebot, abgerechnet als Jahresabonnement pro Nutzer mit Staffelpreisen je nach Lizenzanzahl. Öffentlich nennt Pixacare keinen einzigen Betrag, auch nicht in der eigenen Preis-FAQ.
Ist WoundTrack II wirklich ein Medizinprodukt der Klasse IIa?
Der Anbieter dokumentiert das sehr genau: bewertet von DNV Product Assurance AS (Kennnummer 2460) nach Anhang IX Kapitel I und III der Verordnung (EU) 2017/745, Zertifikat C769484, gültig vom 16. März 2026 bis 16. März 2031. Dass 2460 zur DNV Product Assurance AS gehört, haben wir bei DNV unabhängig bestätigt. Das Zertifikat selbst konnten wir nicht unabhängig prüfen: Die öffentliche EUDAMED führt zu Pixacare SAS am 12. Oktober 2026 nur WoundTrack I als Klasse-I-Produkt. Lass dir das Zertifikat in der Beschaffung im Original vorlegen. Nebenbei: 2460 ist die Kennnummer der Benannten Stelle, nicht die Zertifikatsnummer.
Für welche Wunden funktioniert die KI-Messung?
Ausschließlich für chronische Wunden von 4 bis 100 cm² bei Erwachsenen. Das ist die Indikation, nicht eine technische Empfehlung. Kleinere Wunden, Flächen über 100 cm², akute und postoperative Wunden sowie Wunden bei Kindern fallen heraus. Für alle anderen Hautläsionen bietet Pixacare die manuelle Planimetrie mit Konturzeichnung, Länge mal Breite und Segmentmessung an. Zwingend nötig für die automatische Messung ist der von Pixacare gelieferte Kalibrierungsaufkleber.
Wo werden die Patientenfotos gespeichert?
Für Kunden in Frankreich und der EU bei OVH mit Serverstandort Frankreich, für internationale Kunden bei Microsoft Azure im EWR. Beide Anbieter sind als Gesundheitsdaten-Hoster (HDS) zertifiziert, die Infrastrukturschicht nach ISO 27001. Ein Rechenzentrum in Deutschland nennt Pixacare nicht. Ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verantwortlichen werden laut Datenschutzerklärung keine Daten außerhalb des EWR übermittelt.
Setzen deutsche Kliniken Pixacare ein?
Namentlich nennt Pixacare keine. Die Kundenseite listet über 40 Einrichtungen, fast alle in Frankreich, dazu das CHU de Liège in Belgien und das Royal College of Surgeons in Ireland. Die Pressemitteilung zur CE-Kennzeichnung nennt Deutschland und die Schweiz als Märkte, ohne eine Einrichtung zu benennen. Wer eine deutsche Referenzinstallation sehen will, ist bei imitoWound / WoundGenius besser aufgehoben.
Rechnet die Krankenkasse Pixacare ab?
Nein. Pixacare schreibt selbst, das Medizinprodukt sei nicht in der Liste der von der Krankenversicherung erstattungsfähigen Produkte und Leistungen aufgeführt, und die Fernüberwachung chronischer Wunden sei in Frankreich noch nicht Teil der Regelversorgung. Für deutsche Einrichtungen verweist der Anbieter auf Digitalisierungsprogramme wie das KHZG als Finanzierungsweg.
Unser Fazit
Pixacare bekommt von uns 4 von 5 Sternen. Sterne verdient der Anbieter vor allem für eine Regulatorik, die in diesem Markt die Ausnahme ist: Benannte Stelle, Kennnummer, Zertifikatsnummer, Gültigkeitszeitraum und Konformitätsbewertungsweg stehen auf der Website statt in einer Marketingfloskel, die Indikation ist eng und ehrlich geschrieben, die Messung ist in einer registrierten Studie mit ICC 0,96 gegen Referenzplanimetrie validiert. Dazu HDS-zertifiziertes Hosting in Frankreich, Auftragsverarbeitung als Vertragsbestandteil statt als Versprechen, Datenrückgabe als ZIP mit 30-Tage-Löschung, eine bezifferte Verfügbarkeitszusage von 99,5 Prozent und über 40 namentlich nachprüfbare Kunden. Für eine Einrichtung, die Wundflächen nicht nur dokumentieren, sondern als Messwert in die Akte schreiben will, ist das die sauberste Aktenlage in diesem Feld.
Den fünften Stern kosten drei Dinge, und alle drei betreffen den deutschen Markt. Erstens stützt sich die Klasse-IIa-Zertifizierung ausschließlich auf Herstellerunterlagen: In der öffentlichen EUDAMED ist zu Pixacare SAS nur WoundTrack I als Klasse-I-Produkt eingetragen, ein Eintrag für WoundTrack II fehlt. Das widerlegt nichts, aber es heißt, dass du das Zertifikat C769484 in der Beschaffung selbst sehen musst. Zweitens steht keine einzige deutsche, österreichische oder schweizerische Einrichtung namentlich auf der Kundenliste, du findest also niemanden, der dir aus dem Routinebetrieb berichten kann. Drittens gibt es keinen zugesagten deutschsprachigen Support, keinen deutschen Datenstandort und keinen deutschen Gerichtsstand, Vertragsgrundlage ist französisches Recht mit Gerichtsstand Colmar. Dazu kommen zwei kleinere offene Punkte: Ob Patientenfotos ins Modelltraining gehen, sagt niemand, und die eigenen Kennzahlen widersprechen sich zwischen Startseite und FAQ.
Dass Pixacare keine Preise veröffentlicht, hat die Bewertung nicht beeinflusst. Institutionsvertrieb über Angebote ist in der Medizintechnik der Normalfall, und imitoWound / WoundGenius wie cureVision handhaben es genauso. Du solltest nur wissen, dass du ohne Vertriebsgespräch keinen Haushaltsansatz bekommst und dass die kostenlose Version ausgerechnet WoundTrack II ausschließt.
Unterm Strich: Pixacare ist ein ernsthafter Kandidat, der in einer deutschen Beschaffung ein paar schriftliche Zusagen nachliefern muss, nicht ein Produkt mit Substanzproblem. Wer eine eingeführte, in ein deutsches KIS integrierte Wunddokumentation mit deutschen Referenzhäusern braucht, greift weiter zu imitoWound / WoundGenius, auch wenn das nach eigener Herstellerangabe kein Medizinprodukt nach EU-MDR ist. Wer die KI-Messung ohne Lizenzkosten erproben will, nimmt Healico. Sobald eine deutsche Referenzeinrichtung benannt ist, deutschsprachiger Support zugesagt wird oder WoundTrack II in EUDAMED auftaucht, ist hier der fünfte Stern fällig.
Was wir bemerkt haben
- März 2026, Die CE-Kennzeichnung der Klasse IIa für WoundTrack II datiert laut Anbieter auf den 16. März 2026, öffentlich kommuniziert hat Pixacare sie erst mit einer Pressemitteilung vom 21. September 2026. Ein halbes Jahr Abstand zwischen Zertifikat und Pressemitteilung ist in diesem Markt ungewöhnlich lang.
- Oktober 2026, In der öffentlichen EUDAMED ist zu Pixacare SAS (SRN FR-MF-000030193) am 12. Oktober 2026 genau ein Gerät eingetragen: WoundTrack I, Risikoklasse I, Status in Verkehr. Ein Eintrag für WoundTrack II als Klasse IIa fehlt dort. Das widerlegt die Zertifizierung nicht, weil die Geräteregistrierung nicht für alle Hersteller und Klassen verpflichtend ist, aber der unabhängige Nachweis fehlt damit.
- Oktober 2026, Die oft zitierte Nummer 2460 ist keine Zertifikatsnummer, sondern die Kennnummer der Benannten Stelle. 2460 steht laut DNV für die DNV Product Assurance AS, eine von zwei Benannten Stellen des Konzerns neben der DNV MEDCERT GmbH (0482). Die Zertifikatsnummer für WoundTrack II lautet C769484.
- Oktober 2026, Die Zahlen auf den eigenen Seiten widersprechen sich: Startseite über 70 Einrichtungen und mehr als 250.000 begleitete Patienten, FAQ über 50 Einrichtungen und über 200.000 Patienten (Stand 2026), Pressemitteilung über 70 Krankenhäuser in sechs Ländern.
- Oktober 2026, Die eigene Preis-FAQ hat die Überschrift „Was kostet Pixacare?” und beantwortet sie mit fünf Paketnamen ohne einen einzigen Betrag. Die kostenlose Version schließt die KI-Messung ausdrücklich aus. Dazu widersprechen sich Angebotsseite und FAQ beim Support: die Angebotsseite schließt Kundensupport in der kostenlosen Version aus, die FAQ sagt, alle Pakete enthielten technischen Support per E-Mail oder Telefon.
- Oktober 2026, Pixacare hat sich bei uns selbst zur Aufnahme gemeldet, über das Kontaktformular aus der Marketingabteilung. Die Prüfung war unbezahlt. Logo, Screenshots, Demo-Video und die angebotene fertige Toolbeschreibung haben wir nicht angenommen, alle Angaben der Einreichung haben wir an den eigenen Seiten des Anbieters, bei DNV und in EUDAMED gegengeprüft. Die Einreichung selbst enthielt mit „CE 2460” eine ungenaue Angabe, siehe oben.
Quellen
- Pixacare – Startseite (deutsche Fassung). https://www.pixacare.com/de (abgerufen am 2026-10-12). Plattform für medizinische Fotodokumentation und Wundverlaufskontrolle mit Fotothek, Wunddokumentation, Fernüberwachung, Messenger und E-Consent in Vorbereitung; KI-Modul WoundTrack II für automatische Flächenmessung und Gewebeanalyse; Pixacare Application als CE-Klasse I, WoundTrack II als CE-Klasse IIa mit Kennnummer 2460; ISO 13485; souveräne, HDS-zertifizierte Cloud; Offline-Nutzung mit automatischer Synchronisation; über 70 Einrichtungen und mehr als 250.000 begleitete Patienten; namentlich genannte Referenzen darunter CHU Straßburg, CHU Lille, CHU Nantes, CHU Brest, CHU Rouen, CHU Lüttich, CHRU Nancy, Gustave Roussy und Institut Curie; keine Preise..
- Pixacare – Wunden mit KI analysieren. https://www.pixacare.com/de/ki (abgerufen am 2026-10-12). WoundTrack II bewertet von DNV Product Assurance AS (Kennnummer 2460) nach Anhang IX Kapitel I und III der Verordnung (EU) 2017/745, Zertifikat Nr. C769484, gültig 16. März 2026 bis 16. März 2031; Indikation zur Überwachung chronischer Wunden von 4 bis 100 cm² bei Erwachsenen; Bestimmung von Oberfläche sowie Anteilen von Granulationsgewebe, Fibrin und Nekrose; klinische Validierung in PIXAIRE-1 (NCT05846152) mit ICC 0,96 gegenüber digitaler Referenzplanimetrie; patentierter Kalibrierungsaufkleber, von Pixacare bereitgestellt und für die automatische Messung erforderlich; manuelle Planimetrie mit Konturzeichnung, Länge mal Breite und Segmentmessung; Kamera ab 12 Megapixel mit Autofokus, iOS 14 oder höher, Android 10 oder höher; Training auf tausenden von Krankenhausfachleuten annotierten Bildern, Validierung unter anderem am CH Haguenau; Hinweis, dass das Medizinprodukt nicht in der Liste der von der Krankenversicherung erstattungsfähigen Produkte und Leistungen aufgeführt ist, Stand Mai 2026..
- Pixacare – Angebote. https://www.pixacare.com/de/angebote (abgerufen am 2026-10-12). Drei Stufen: kostenlose Version für einen Nutzer mit 200 MB Speicher, ohne KI-Messungen, ohne GAM/DPI-Integration, ohne Kundensupport, ohne Vor-Ort-Einführung und ohne Teamschulung; Einzelpersonen-Paket für einen Nutzer mit unbegrenztem Speicher, Wundverlaufsdokumentation, Fernüberwachung und KI-Messungen, Preis nur auf Anfrage über Angebot anfordern, Abrechnung als Jahresabonnement pro Nutzer; Organisationspaket für mehrere Nutzer mit vollem Funktionsumfang, Mehrstandortzugang, Integration, Support, Vor-Ort-Einführung und Teamschulung, Staffelpreise je nach Anzahl der Lizenzen, Preis nur auf Anfrage; keine Beträge angegeben..
- Pixacare – Häufig gestellte Fragen. https://www.pixacare.com/de/faq (abgerufen am 2026-10-12). Pakete laut Preis-FAQ ohne jede Betragsangabe: kostenlose Version mit begrenztem Speicher und ohne KI-Funktionen, Pro-Paket mit Zugang zu den KI-Modulen, Einrichtungspaket mit EPA-Integration und persönlicher Betreuung, Forschungspaket mit eCRF-Anbindung, Gastzugang kostenlos für niedergelassene Pflegefachkräfte und Patienten in einer krankenhausgesteuerten Fernüberwachung; alle Pakete mit HDS-zertifiziertem Hosting, technischem Support per E-Mail oder Telefon und automatischen Updates; Supportantwort im Durchschnitt innerhalb von 24 bis 48 Werkstunden; Hosting-Matrix Frankreich und Belgien über OVH oder Microsoft Azure France, Europa über OVH oder souveränes Microsoft Azure, USA über Microsoft Azure US, international lokales Azure, keine grenzüberschreitende Übermittlung ohne regulatorische Absicherung; HIPAA-Konformität und BAA auf Anfrage; Schnittstellen REST-API, HL7 ADT/ORU/MDM, SFTP, HL7 FHIR R4, DICOM und medizinisches JPEG, Export als PDF, CSV und XLSX, Kompatibilität mit EPA-Systemen wie Orbis, Sillage, Crossway, DxCare und Easily, API zum Patientenverwaltungssystem GAM/Pastel, native Interoperabilität mit Rofim, Omnidoc und Lifen; Gründung 2019 durch Matis Ringdal und Vincent Marceddu mit Prof. Frédéric Bodin vom Universitätsklinikum Straßburg, Investoren Elaia Partners, Bpifrance DeepTech Seed und 50 Partners Santé, 2 Mio. Euro 2021 und weitere 3 Mio. Euro 2024; über 200.000 begleitete Patienten, über 50 Einrichtungen, über 1 Million dokumentierte Wunden, Aufnahme in den Mayo Clinic und Arizona State University Health Care Accelerator Cohort 7 (2026); Beschaffung über UniHA, Resah, Unicancer Achats, über Cobas Pulse von Roche oder direkt; Fernüberwachung chronischer Wunden in Frankreich noch nicht Teil der Regelversorgung, Erstattungsrahmen PECAN in Arbeit, für Einrichtungen außerhalb Frankreichs Verweis auf nationale Programme wie das KHZG in Deutschland; Aufbewahrung für die Vertragsdauer, danach Rückgabe an den Vertragspartner und sichere Löschung; Geräteanforderung mindestens 1 GB freier Speicher, empfohlen iPhone 11 oder Samsung Galaxy S20 oder neuer; Zeitersparnis von etwa 1,5 Stunden pro Tag als Anbieterangabe..
- Pixacare – Datenschutzerklärung. https://www.pixacare.com/de/datenschutzerklarung (abgerufen am 2026-10-12). Pixacare SAS als Verantwortlicher für Daten der Gesundheitsfachkräfte und als Auftragsverarbeiter für Patientendaten im Auftrag der behandelnden Fachkraft oder Einrichtung; primäres Hosting bei OVH mit Serverstandort Frankreich für Kunden in Frankreich und der EU, Microsoft Azure im EWR für internationale Kunden, beide als Gesundheitsdaten-Hoster HDS zertifiziert; keine Übermittlung personenbezogener Daten außerhalb des EWR ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verantwortlichen; Unterauftragsverarbeiter Sentry für Crash-Reporting sowie Firebase Analytics, Firebase Authentication, Firebase Firestore als Messenger-Datenbank, Firebase Cloud Functions und Firebase Cloud Messaging beziehungsweise Expo für Push-Benachrichtigungen, mit der Aussage, dass keiner dieser Dienste Zugriff auf medizinische Fotografien oder klinische Patientendaten hat; Speicherdauer der Nutzerkonten für die Abo-Dauer mit Löschung binnen 30 Tagen nach Vertragsende, medizinische Patientendaten nach einer vom Verantwortlichen festgelegten Frist mit Hinweis auf die französische Vorgabe von 20 Jahren, technische Protokolle 30 Tage, lokale Gerätedaten nach erfolgreicher Synchronisation; KI-Module erfordern die Einwilligung des Patienten und dienen der klinischen Entscheidungsunterstützung; keine Aussage dazu, ob Patientenfotos zum Training der Modelle verwendet werden; Kontakt gdpr@pixacare.com..
- Pixacare – Allgemeine Geschäftsbedingungen. https://www.pixacare.com/de/agnb (abgerufen am 2026-10-12). Laufzeit nach Artikel 5 mit automatischer Verlängerung um gleiche Zeiträume, Kündigung schriftlich per Einschreiben mit Rückschein mit einer Frist von einem Monat vor dem Jahrestag des Vertrags; Artikel 11.2 Auftragsverarbeitung von Patientendaten regelt Pixacare als Auftragsverarbeiter des Verantwortlichen einschließlich Umgang mit Unterauftragsverarbeitern nach Artikel 28 DSGVO; bei Vertragsende Rückgabe der medizinischen Daten in strukturiertem Format als ZIP-Datei per E-Mail und Löschung innerhalb von 30 Tagen nach Artikel 11.1; Haftungsbegrenzung nach Artikel 8 auf Erstattung der tatsächlich gezahlten Monatsbeträge oder Nachbesserung; Verfügbarkeitszusage von 99,5 Prozent im Jahresmittel nach Artikel 9; ausschließlich französisches Recht nach Artikel 20, Gerichtsstand im Bezirk des Berufungsgerichts Colmar..
- Pixacare – Trust Center. https://www.pixacare.com/de/trust-center (abgerufen am 2026-10-12). ISO-13485-Zertifikat für das Qualitätsmanagementsystem, ausgestellt durch DNV; Hosting auf HDS-zertifizierter Infrastruktur mit ISO-27001-Qualifizierung der Infrastrukturschicht, Anbieter OVHcloud für Frankreich, Microsoft Azure für internationale Einrichtungen, Microsoft Azure US für die USA; Pixacare Application als CE-Klasse I und WoundTrack II als CE-Klasse IIa mit Kennnummer 2460 nach Verordnung (EU) 2017/745; medizinische Bilder AES-256-verschlüsselt, Übertragung über TLS 1.2 mit dediziertem SSL-Zertifikat pro Anwendungskomponente, Zugriffsschlüssel im KeyVault; Datenschutz-Folgenabschätzung durchgeführt und auf Anfrage verfügbar; keine Liste der Unterauftragsverarbeiter, keine Penetrationstestberichte und keine Aussage zum KI-Training auf dieser Seite..
- Pixacare – Impressum. https://www.pixacare.com/de/impressum (abgerufen am 2026-10-12). Pixacare SAS, 2 rue Marie Hamm, 67000 Straßburg, Frankreich; Handelsregister Straßburg Nummer 849620398, SIRET 849 620 398 00032; verantwortlicher Redakteur Vincent Marceddu; Kontakt contact@pixacare.com; die Website selbst wird bei Webflow, Inc. in San Francisco gehostet..
- Pixacare – Unsere Kunden. https://www.pixacare.com/de/kunden (abgerufen am 2026-10-12). Über 40 namentlich genannte Einrichtungen, fast ausschließlich in Frankreich, darunter CHU Straßburg, CHU Lille, CHU Nantes, CHU Rennes, CHU Rouen, CHU Brest, CHU Amiens, CHRU Nancy, CHRU Tours, Centre Hospitalier Sud Francilien, Centre François Baclesse, Centre Georges François Leclerc, Institut Gustave Roussy, Institut Godinot, Hôpital Robert Debré und BOpEx der AP-HP; international CHU de Liège in Belgien, Royal College of Surgeons in Ireland sowie die Firmen Cohesives, Cutempa Medical und Rodday Wundmanagement; keine deutsche, österreichische oder schweizerische Klinik und kein deutscher Pflegedienst namentlich genannt; keine Zahlenangaben auf dieser Seite..
- Pixacare – Pressemitteilung zur CE-Kennzeichnung Klasse IIa für WoundTrack II. https://www.pixacare.com/de/articles-de-blog/pressemitteilung-pixacare-ce-kennzeichnung-klasse-iia-woundtrack-ii (abgerufen am 2026-10-12). Pressemitteilung vom 21. September 2026 zur CE-Zertifizierung vom 16. März 2026 durch DNV Product Assurance AS (Kennnummer 2460), Zertifikat C769484, Klasse IIa; Indikation zur Überwachung chronischer Wunden von 4 bis 100 cm² bei Erwachsenen; Einordnung als Werkzeug zur klinischen Entscheidungsunterstützung, das die fachliche Beurteilung durch medizinisches Fachpersonal nicht ersetzt; über 70 Krankenhäuser und Kliniken in sechs Ländern Europas, Deutschland und die Schweiz als Märkte genannt, ohne namentliche Einrichtung..
- DNV – Medical device certification und Notified Bodies. https://www.dnv.com/medical-devices/ (abgerufen am 2026-10-12). Unabhängige Bestätigung, dass die Kennnummer 2460 zur DNV Product Assurance AS gehört, einer von zwei Benannten Stellen des DNV-Konzerns für Medizinprodukte nach MDR und IVDR, die zweite ist DNV MEDCERT GmbH mit der Kennnummer 0482..
- EUDAMED – öffentliche Geräteabfrage zum Handelsnamen WoundTrack. https://ec.europa.eu/tools/eudamed/api/devices/udiDiData?page=0&pageSize=10&size=10&tradeName=WoundTrack&languageIso2Code=en (abgerufen am 2026-10-12). Die öffentliche EUDAMED-Abfrage liefert am 12. Oktober 2026 genau einen Treffer zum Handelsnamen WoundTrack: WoundTrack I von Pixacare SAS (SRN FR-MF-000030193), Risikoklasse Klasse I, Basic UDI-DI 3770028853WoundTrack01X9, Primary DI 03770028853014, Status in Verkehr. Ein Eintrag für WoundTrack II mit Klasse IIa ist dort nicht vorhanden..
Diesen Inhalt teilen: