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Freemium Ohne Setup 🇺🇸 US-Server Geprüft: Mai 2026

MagicPlan

Sensopia Inc.

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MagicPlan ist eine Mobile-App für AR- und LiDAR-basiertes Aufmaß. Kamera oder LiDAR-Sensor erfassen Räume in Minuten und generieren Grundrisse mit Bemaßung. Inzwischen positioniert sich das Produkt als Workflow-Software für Sanierungs- und Versicherungsbetriebe (Schaden-Restoration) mit Xactimate-Integration — für klassische deutsche Handwerksbetriebe ist die Ausrichtung enger geworden.

Kosten: Kostenlos für 2 Test-Projekte; danach Pro-Pakete pay-per-project ab ca. 10 Projekten/Monat, Überschreitung ca. 40 USD/Projekt. Frühere Jahres-Abos wurden abgelöst.

Stärken

  • iOS und Android — eine der wenigen Aufmaß-Apps mit Android-Unterstützung
  • LiDAR-Scan auf neueren iPhone Pro / iPad Pro liefert in wenigen Minuten brauchbare Grundrisse
  • Xactimate-Export — relevant für Versicherungs-Schadenabwicklung mit US-amerikanischem Standard
  • Kostenloser Einstieg mit 2 Test-Projekten ohne Account-Zwang

Einschränkungen

  • Datenhaltung in den USA, kein EU-Hosting, kein deutschsprachiger Support
  • Pay-per-Project-Modell ist für gelegentliche Aufmaße deutlich teurer als alte Jahresabos
  • Klare Ausrichtung auf US-Restoration-Markt (Xactimate, Schadensanierung) — DACH-Handwerk-Workflows kaum abgedeckt
  • Ohne LiDAR-Sensor (ältere Geräte) sinkt die Scan-Genauigkeit deutlich

Passt gut zu

Sanierungs- und Schaden-Restorationsbetriebe mit US-Versicherungsbezug Mobile Aufmaß-Tests ohne initiale Investition Mischflotten aus iOS- und Android-Geräten

Kurzfazit

MagicPlan war jahrelang die mobile Aufmaß-App für jeden, der schnell einen Grundriss brauchte — Handwerker, Makler, Versicherer. 2025/2026 hat das Produkt einen klaren Schwenk vollzogen: Es ist heute primär eine Workflow-Plattform für Sanierungs- und Schadenrestauration, eng verzahnt mit dem US-Standard Xactimate. Die App scannt weiterhin zuverlässig — besonders mit LiDAR — aber das neue Pay-per-Project-Pricing und die fehlende deutsche Lokalisierung machen sie für klassisches DACH-Handwerk unattraktiver als früher. Für reines LiDAR-Aufmaß gibt es bessere und günstigere Alternativen.

Für wen ist MagicPlan?

Schaden- und Sanierungsbetriebe mit US-Bezug: Wer mit Xactimate arbeitet (in Deutschland selten, in DACH-Niederlassungen US-amerikanischer Versicherer relevant), bekommt einen durchgehenden Workflow von Vor-Ort-Aufnahme bis Schadenbericht.

Hausverwalter und Bestandsdokumentation: Für die jährliche Bestandsaufnahme von Mietwohnungen mit LiDAR-Scan, Fotos und 360°-Touren in einem Werkzeug — wenn Datenhaltung in den USA akzeptabel ist.

Makler mit gemischter Geräteflotte: MagicPlan ist eine der wenigen Aufmaß-Lösungen mit echter Android-Unterstützung. Für Maklerteams, die nicht alle iOS nutzen, einer der wenigen praktikablen Wege.

Gutachter und Sachverständige: Schnelle Vor-Ort-Skizzen mit Bemaßung, Foto-Verknüpfung pro Raum, exportierbare PDFs — solide Dokumentationsbasis für Gutachten.

Weniger geeignet für: Klassische DACH-Handwerksbetriebe (zu teuer für unregelmäßige Aufmaße, kein deutscher Support, keine Schnittstellen zu deutscher Handwerkersoftware), Architekten mit präzisen Anforderungen (Toleranzen reichen für Skizzen, nicht für Werkplanung), und alle, die EU-Datenhosting brauchen.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Free0 €2 Test-Projekte, voller Funktionsumfang, unbegrenzte Nutzer und Quadratmeter
Pro (pay-per-project)Ab ca. 10 Projekten/Monat (Listenpreis variiert je Vertragslaufzeit)Unbegrenzte Nutzer, alle Funktionen, Cloud-Speicher, Export in alle Formate, Xactimate-Schnittstelle
Überschreitungca. 40 USD pro ProjektWenn das Monats-Kontingent ausgeschöpft ist
Enterprise / SalesAuf AnfrageGrößere Teams, individuelle Konditionen, On-Boarding

Einordnung: MagicPlan hat das frühere Jahres-Abo (rund 100–120 € pro Jahr für Einzelnutzer) durch ein projektbasiertes Modell ersetzt. Das ist für aktive Restorationsbetriebe mit Dutzenden Projekten pro Monat fair, für gelegentliches Aufmaß im Handwerk aber unverhältnismäßig teuer. Die Listpreise stehen nicht öffentlich auf der Website — du musst sie über den Sales-Funnel anfragen, was Preisvergleich erschwert. Wer nur ab und zu einen Grundriss braucht, fährt mit der iOS-eigenen Lösung Canvas / Polycam oder Apples kostenlosem RoomPlan-API günstiger.

Stärken im Detail

LiDAR-Scan ist überzeugend. Auf einem iPhone 15 Pro oder iPad Pro mit LiDAR misst MagicPlan einen Standardraum in zwei bis drei Minuten und liefert Grundrisse mit ±5 cm Abweichung — für Skizzen, Schadenberichte und Bestandsdokumentation reicht das problemlos. Die Erkennung von Türen, Fenstern und Möbeln läuft automatisch.

Plattform-Reichweite ist selten. Die meisten LiDAR-Konkurrenten (Polycam, Canvas, RoomPlan) leben fast ausschließlich auf iOS. MagicPlan ist eine der wenigen Lösungen mit echter Android-Implementierung — wichtig für gemischte Geräteflotten.

End-to-End-Workflow für Restoration. Foto + 360°-Tour + Aufmaß + Schadensnotiz + Xactimate-Export in einer App, mit Cloud-Sync ins Büro. Wer in diesem Workflow arbeitet, spart messbar Übergaben und Datenneuerfassung.

Kostenloser Einstieg ohne Hürde. 2 Projekte gratis, voller Funktionsumfang. Reicht für Test, Pilotphase oder einmalige Aufmaße — und ist ehrlich gesetzt, weil keine Funktionsbeschränkung versteckt ist.

Schwächen ehrlich betrachtet

Pricing-Modell-Wechsel hat viele Bestandskunden verprellt. Das alte Jahresabo war planbar; das Pay-per-Project-Modell (mit Mindestabnahme und Überschreitungspreisen ab ~40 USD pro Projekt) ist für unregelmäßige Nutzung deutlich teurer geworden. Listenpreise stehen nicht öffentlich — Vertrieb wickelt alles individuell ab.

Zero deutscher Support. Englische Oberfläche dominiert, Hilfe-Center ist Englisch, Sales antwortet auf Englisch. Für deutsche Handwerksbetriebe, die in der Realität deutschsprachige Onboarding und AVV brauchen, ist das ein praktisches Hindernis — nicht unmöglich, aber unbequem.

Datenhaltung in den USA, kein DSGVO-Komfort. Cloud-Backups landen auf US-Servern. Für Wohnungs-Aufmaße in Mietverhältnissen, die personenbezogene Räumlichkeiten zeigen, sollte Cloud-Sync deaktiviert oder bewusst eingeschränkt werden. Ein Standard-AVV nach deutschem Recht ist nicht öffentlich dokumentiert.

Ohne LiDAR ist die App nur Mittelmaß. Auf älteren iPhones oder Standard-Android-Geräten arbeitet MagicPlan kameragestützt mit ARKit/ARCore — die Genauigkeit reicht für grobe Skizzen, nicht für saubere Grundrisse. Wer LiDAR nicht hat, sollte ehrlicherweise eine andere Lösung wählen.

Keine Schnittstellen zur deutschen Handwerkersoftware. Xactimate ist US-Standard. Eine direkte Anbindung an plancraft, Streit V.1, Sander & Doll oder andere DACH-Software gibt es nicht. PDF-Export bleibt der Lowest Common Denominator.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Reines LiDAR-Aufmaß auf iOS, günstig und ohne Restoration-Ballast willstCanvas / Polycam (LiDAR-Aufmaß)
Eine deutsche Handwerker-Komplettlösung mit Aufmaß, Angebot und Rechnung suchstplancraft
Bauprojekte und Mängel auf der Baustelle dokumentieren willst (statt nur messen)PlanRadar
HVAC-/TGA-Messungen mit App-Anbindung an Messtechnik brauchstMeasureQuick

In der Restoration-Nische, in die MagicPlan inzwischen zielt, ist das Produkt international konkurrenzlos integriert (Xactimate, Symbility). Außerhalb dieser Nische gibt es jedoch für jedes Teilproblem — reines LiDAR, Handwerker-Workflow, Bauakte — eine besser zugeschnittene Alternative.

So steigst du ein

Schritt 1: Lade MagicPlan im App Store oder Play Store. Die ersten beiden Projekte sind kostenlos und brauchen kein Zahlungsmittel. Teste an einem realen Raum — idealerweise mit einem iPhone Pro oder iPad Pro mit LiDAR-Sensor, weil das die App von ihrer besten Seite zeigt.

Schritt 2: Scanne langsam und vollständig. Halte das Gerät auf Hüfthöhe, drehe dich gleichmäßig in alle Ecken und lasse die App Türen und Fenster automatisch erkennen. Bei Bedarf manuell nachbessern: Wand verschieben, Tür einfügen, Höhen anpassen. Die App lernt nach wenigen Scans, wie sauber dein Workflow läuft.

Schritt 3: Bevor du auf Pro upgradest, kläre wie viele Projekte pro Monat realistisch anfallen und ob Xactimate-Export wirklich gebraucht wird. Wenn du unter 5 Aufmaße pro Monat machst, ist die Free-Tier-Lösung mit gelegentlicher Reaktivierung oder eine LiDAR-Konkurrenz wirtschaftlicher. Erst bei zweistelligem Monatsvolumen lohnt das Pro-Abo.

Ein konkretes Beispiel

Ein Sanierungsbetrieb aus Hamburg mit 8 Mitarbeitern dokumentiert Wasserschäden für die Versicherungsabwicklung. Vor MagicPlan: Skizze auf Papier, Fotos auf dem Smartphone, am Abend im Büro Übertragung in eine Excel-Tabelle plus Foto-Sortierung — pro Schaden rund 90 Minuten Nacharbeit. Mit MagicPlan: Vor-Ort-Aufmaß per LiDAR (5 Minuten), Fotos und 360°-Tour direkt mit Räumen verknüpft, am Abend nur noch Schadenbericht freigeben. Zeitersparnis: rund 60 Minuten pro Schaden. Bei 30 Schäden pro Monat amortisiert sich das Pro-Abo in der ersten Woche — vorausgesetzt, die Geschäftsführung akzeptiert die US-Datenhaltung und hat den Workflow auf englischsprachige Bedienoberflächen umgestellt.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: USA — kein EU-Rechenzentrum verfügbar
  • Datennutzung: Scan-Daten und Fotos werden in der Sensopia-Cloud gespeichert; Cloud-Sync lässt sich auf Geräteebene deaktivieren, dann bleiben Projekte lokal
  • Auftragsverarbeitung: Kein öffentlich verfügbarer Standard-AVV nach deutschem Recht; Enterprise-Verträge auf Anfrage
  • Personenbezug: Wohnungs-Scans können personenbezogene Räumlichkeiten und Möbel von Mietern zeigen — vor Erfassung Mieter informieren und Cloud-Sync prüfen
  • Empfehlung für Unternehmen: Für Aufmaß bewohnter Wohnungen Cloud-Backup ausschalten und Daten lokal halten oder einen Datenschutz-Folgenabschätzung-konformen Workflow definieren. Für reine Geschäftsobjekte (Büros, Lagerflächen) ist das Risiko gering.
  • Kein deutschsprachiger Datenschutz-Support — Anfragen müssen auf Englisch gestellt werden

Gut kombiniert mit

  • plancraft — wenn die deutsche Handwerker-Backoffice-Software das Aufmaß als PDF importiert und in Angebote überführt, schließt sich die Lücke zwischen MagicPlan und DACH-Workflow
  • PlanRadar — für die parallele Bauakte mit Mängel-Tracking, Foto-Annotation und Audit-Trail; MagicPlan liefert die Grundrisse, PlanRadar dokumentiert das laufende Projekt
  • Canvas / Polycam (LiDAR-Aufmaß) — als günstigere Zweit-App für reine LiDAR-Scans auf iOS-Geräten ohne Pro-Abo

Unser Testurteil

MagicPlan verdient 3 von 5 Sternen. Das Produkt ist technisch solide, der LiDAR-Scan funktioniert zuverlässig, und für die enge Nische der Restoration-Workflows mit Xactimate-Integration ist es international konkurrenzlos. Sterne kostet die klare Verschiebung des Geschäftsmodells: Das alte „mobile Aufmaß-App für jeden” ist 2025/2026 zu „Restoration-SaaS mit projektbasiertem Pricing” geworden. Für klassische deutsche Handwerksbetriebe ist die Mischung aus US-Hosting, fehlender deutscher Lokalisierung, abwesender DACH-Software-Anbindung und schwer kalkulierbarem Pricing schwierig zu rechtfertigen — zumal mit Canvas, Polycam und Apples RoomPlan günstige LiDAR-Alternativen entstanden sind. In seiner Nische ist MagicPlan eine 4, außerhalb davon eine 2. Wir mitteln auf 3.

Was wir bemerkt haben

  • 2025/2026 — MagicPlan hat sich vom Generalisten („Aufmaß-App für alle”) zum Vertikal-SaaS für Sanierungs- und Restoration-Betriebe entwickelt. Marketing, Integrationen (Xactimate, Cotality, Tramex) und Produkt-Roadmap (Scope of Work, Schadenbericht-Generator) sind klar auf den US-Restoration-Markt ausgerichtet.
  • 2025 — Das frühere Jahres-Abo wurde durch ein Pay-per-Project-Modell mit Mindestabnahme von ca. 10 Projekten/Monat und Überschreitungskosten (~40 USD/Projekt) abgelöst. Listenpreise stehen nicht mehr öffentlich auf der Pricing-Seite, was Preisvergleich erschwert und auf eine vertriebsgesteuerte Monetarisierung hindeutet.
  • 2024–2025 — Mit dem Aufkommen von Apple RoomPlan und kostenlosen LiDAR-Apps wie Canvas und Polycam ist der Druck auf das Aufmaß-Segment gewachsen. MagicPlans Antwort war Spezialisierung statt Preiskampf — sinnvoll strategisch, aber für DACH-Handwerk wenig hilfreich.
  • Mai 2026 — Eine wirklich aktuelle Pricing-Übersicht ist auf magicplan.app nur noch über den Sales-Kontakt zu bekommen; die öffentliche Pricing-Seite zeigte zum Zeitpunkt unserer Prüfung nur den allgemeinen Modellrahmen, nicht die konkreten Tier-Preise.

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