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HyBASE

epiNET GmbH

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HyBASE ist die am weitesten verbreitete Hygienemanagement-Software im deutschsprachigen Gesundheitswesen: Über 750 Krankenhäuser und 150 Labore nutzen das System für MRE-Dokumentation, KISS-basierte Surveillance und IfSG-Meldungen. HyBASE bündelt Patientenstammdaten, mikrobiologische Befunde und OP-Daten und schlägt regelbasiert Fälle vor. Wichtig zu wissen: Es ist ein regelbasiertes Surveillance- und Dokumentationssystem, kein KI-Tool, eine Mustererkennung per Machine Learning gibt es nicht.

Kosten: Preise auf Anfrage; modularer Aufbau je nach Einrichtungsgröße und gewählten Modulen (MRE, Labor, Surveillance, Mobile). Kauf- oder Lizenzmodell, in der Regel On-Premise-Installation.

Kategorien

Stärken

  • Marktführer im deutschsprachigen Krankenhaus-Segment, über 925 Hygienekunden, 750+ Krankenhäuser, 150+ Labore
  • MRE-Modul: strukturierte Erfassung von 2-/3-/4-MRGN, MRSA, CDAD, VRE inkl. Isolationsmanagement und regelbasierten Fallvorschlägen
  • KISS-basierte Surveillance (ITS, OP, Station, NEO) mit Direktexport ans Nationale Referenzzentrum
  • IfSG-konforme Meldewege (§23) und Dokumentation für das Gesundheitsamt
  • Deutscher Anbieter mit 30 Jahren Branchenerfahrung, deutschsprachiger Fachsupport, Daten in Deutschland

Einschränkungen

  • Keine KI: Auswertung und Mustererkennung sind regelbasiert, nicht durch Machine Learning gestützt
  • Primär auf Krankenhäuser und Labore ausgerichtet, der Pflegeheim-Einsatz ist Randfall, kein eigenständiges Vollprodukt
  • Preise nicht öffentlich, Kostenvergleich erfordert individuelles Angebot
  • Einführung erfordert Schulung, KIS-/LIS-Anbindung und initiale Konfiguration durch epiNET
  • Schnittstellen zu gängiger Pflegesoftware (MEDIFOX DAN, Vivendi) müssen individuell geprüft werden

Passt gut zu

Krankenhäuser und Kliniken mit eigener Hygienefachkraft, die KISS-Surveillance und MRE-Dokumentation strukturiert führen wollen Mikrobiologische Labore, die strukturierte Befundverarbeitung und MRE-Statistik brauchen Einrichtungen, die IfSG-Meldungen und Begehungen lückenlos digital dokumentieren müssen

Kurzfazit

HyBASE ist der Platzhirsch der Krankenhaushygiene im deutschsprachigen Raum: Über 750 Krankenhäuser und 150 Labore nutzen das System des Bochumer Anbieters epiNET für MRE-Dokumentation, KISS-basierte Surveillance und IfSG-Meldungen. Für Hygienefachkräfte, die mikrobiologische Befunde, Patientenstammdaten und Isolationsmaßnahmen an einer Stelle bündeln müssen, ist es ein bewährtes, gründliches Werkzeug mit deutschem Hosting und Fachsupport. Eines muss man aber klar sagen: HyBASE ist kein KI-Tool. Die viel beworbenen „automatischen Fallvorschläge” sind regelbasiert, kein Machine Learning, keine lernende Mustererkennung, keine Ausbruchsprognose per KI. Wer eine intelligente, selbstlernende Surveillance erwartet, wird enttäuscht. Wer ein solides, regelkonformes Dokumentationssystem für die Klinikhygiene sucht, ist hier richtig.

Für wen ist HyBASE?

Krankenhäuser mit eigener Hygienefachkraft: Das ist die Kernzielgruppe. HyBASE Klinik integriert Patientenstammdaten, mikrobiologische Befunde, OP- und Stationsdaten und stellt sie der Hygiene als Echtzeit-Übersicht zur Verfügung. Risikopatienten, MRE-Träger und mögliche Ausbruchsquellen werden zusammengeführt, das spart der Hygienefachkraft das mühsame Zusammensuchen aus Laborbefunden und Stationslisten.

Mikrobiologische Labore: HyBASE Labor strukturiert mikrobiologische Befunde, bindet laut Anbieter über 20 verschiedene Laborinformationssysteme an und liefert MRE-Statistiken. Für Labore, die ihren Krankenhauskunden hygienerelevante Auswertungen bereitstellen, ist das ein etabliertes Rückgrat.

Einrichtungen mit IfSG- und Begehungsdruck: Wer §23-IfSG-Meldungen ans Gesundheitsamt sauber dokumentieren und bei Begehungen lückenlose Nachweise vorlegen muss, bekommt mit HyBASE einen geführten, prüfungssicheren Workflow. Der Direktexport ans Nationale Referenzzentrum (NRZ) für die KISS-Surveillance ist dabei ein konkreter Vorteil.

Größere Pflegeverbünde (mit Einschränkung): Pflegeeinrichtungen mit eigenem Hygienebeauftragten können das MRE-Modul für die strukturierte Dokumentation nutzen. Das ist möglich, aber kein Heimspiel, HyBASE ist von Grund auf für Kliniken und Labore gebaut, nicht für den Pflegealltag. Die Doppelerfassung neben der bestehenden Pflegesoftware ist hier das größte Risiko.

Weniger geeignet für: Kleine Pflegeheime ohne eigene Hygienefachkraft (Aufwand und Konfiguration stehen in keinem Verhältnis), Arztpraxen und MVZ, alle, die eine schnelle Cloud-Lösung ohne Projekteinführung erwarten, und alle, die echte KI-gestützte Mustererkennung oder Ausbruchsprognose suchen. Die gibt es bei HyBASE nicht.

Preise im Detail

ModellPreisWas du bekommst
HyBASE KlinikAuf AnfrageHygienemanagement, MRE-Dokumentation, KISS-Surveillance, IfSG-Meldewege
HyBASE LaborAuf AnfrageStrukturierte mikrobiologische Befundverarbeitung, MRE-Statistik, LIS-Anbindung
HyBASE mobileAuf AnfrageMobiler Zugriff auf Befunde und Statistiken, Begehungs- und Audit-Funktionen
ZusatzmoduleAuf AnfrageHyTEC (Hygienetechnik-Doku), HyPLAN (Hygienepläne), HyTEC APP (mobile Probennahme)

Einordnung: epiNET veröffentlicht keine Preise, wie bei klinischer Spezialsoftware üblich, wird je nach Einrichtungsgröße, Bettenzahl, gewählten Modulen und benötigten Schnittstellen individuell kalkuliert. Üblich ist ein Kauf- oder Lizenzmodell mit On-Premise-Installation plus Wartungs- und Supportvertrag. Hinzu kommen einmalige Kosten für Einführung, KIS-/LIS-Anbindung und Schulung. Realistisch musst du mit einem klassischen Klinik-IT-Budget rechnen, vier- bis fünfstellig in der Anschaffung, dazu laufende Wartung. Wer mehrere Häuser eines Trägers ausstatten will, sollte direkt eine Rahmenvereinbarung verhandeln. Ein Preisvergleich mit Wettbewerbern ist ohne konkretes Angebot nicht möglich, was die Einordnung erschwert.

Stärken im Detail

Marktführerschaft im DACH-Raum. Mit über 925 Hygienekunden, mehr als 750 Krankenhäusern und 150 Laboren ist HyBASE in seinem Segment unangefochten verbreitet. Das bedeutet praktisch: gereifte Workflows, viele bestehende KIS-/LIS-Anbindungen und ein Anbieter, der die regulatorischen Anforderungen seit 30 Jahren kennt. In der Klinikhygiene ist eingespielte Software mehr wert als jedes Feature-Versprechen.

MRE-Modul mit echtem Praxisnutzen. Das Herzstück erfasst 2-/3-/4-MRGN, MRSA, CDAD und VRE strukturiert, schlägt auf Basis mikrobiologischer Befunde regelbasiert Fälle vor und führt das Isolationsmanagement. Die Hygienefachkraft muss nicht mehr jeden Befund manuell durchsehen, das System markiert relevante Erreger und Workflows. Wichtig: Diese Vorschläge folgen festen Regeln, nicht einem lernenden Modell.

KISS-konforme Surveillance mit NRZ-Export. HyBASE bildet die KISS-Module (ITS, OP, Station, AMBU, NEO, MRSA, CDAD) ab, deckt die QIP-Indikatoren ab und exportiert direkt ans Nationale Referenzzentrum. Für Häuser, die an der Surveillance teilnehmen müssen, eliminiert das den manuellen Meldeaufwand und reduziert Übertragungsfehler.

IfSG-konforme Meldewege. Die Dokumentation ist auf §23 IfSG ausgerichtet, die Meldewege ans Gesundheitsamt sind geführt. Bei Begehungen und Prüfungen lassen sich Nachweise gezielt abrufen, ein konkreter Vorteil gegenüber Excel-Listen und Papierordnern, die bei einer Prüfung schnell zur Schwachstelle werden.

Deutscher Anbieter, deutsche Daten, deutscher Support. epiNET sitzt in Bochum, der Support ist Mo–Fr von 8 bis 17 Uhr durch Personal mit mikrobiologischer oder krankenhaushygienischer Fachkenntnis besetzt. Daten bleiben in Deutschland, die Installation läuft typischerweise On-Premise in der Klinik-IT. Für Gesundheitsdaten unter besonderem Schutz (Art. 9 DSGVO) ist das ein gewichtiges Argument.

Schwächen ehrlich betrachtet

Es ist kein KI-Tool, Punkt. Das ist die wichtigste ehrliche Einordnung. HyBASE bewirbt „automatische Fallvorschläge” und „Früherkennung”, aber dahinter steht klassische, regelbasierte Logik: Schwellenwerte, Definitionen, feste Erregerregeln. Eine lernende Mustererkennung, eine KI-gestützte Ausbruchsprognose oder anomaliebasierte Cluster-Erkennung per Machine Learning gibt es nicht. Wer das erwartet, sucht das falsche Produkt. Ein Workaround existiert nicht innerhalb von HyBASE, wer KI-Auswertung will, muss exportierte Daten in separaten Analysewerkzeugen verarbeiten.

Pflegeheim ist Randfall, kein Vollprodukt. Die ältere Lesart, HyBASE sei eine Pflegeheim-Lösung, ist irreführend. Die Software ist für Kliniken und Labore gebaut. Im Pflegeheim lässt sich das MRE-Modul nutzen, aber der Funktionsumfang, die Begriffslogik und die Anbindung sind auf den Krankenhauskontext zugeschnitten. Workaround: Vor einem Pflegeheim-Einsatz unbedingt klären, ob das benötigte Set schlank konfigurierbar ist, sonst kauft man Klinik-Komplexität, die im Pflegealltag nur stört.

Keine Preistransparenz. Ohne öffentliche Preise lässt sich weder ein Budget grob schätzen noch ein fairer Wettbewerbsvergleich anstellen. Du musst durch den Vertriebsprozess, bevor du weißt, ob es ins Budget passt. Für kleinere Einrichtungen ist das eine echte Einstiegshürde.

Einführung ist ein IT-Projekt, kein Self-Service. HyBASE wird nicht „mal eben” installiert. KIS-/LIS-Anbindung, Erreger- und Stationskonfiguration, Schulung der Hygienefachkräfte, das ist ein Projekt mit Vorlaufzeit und Beteiligung der epiNET-Berater. Workaround: Realistisch mehrere Wochen einplanen und die hauseigene IT früh einbinden.

Schnittstellen müssen einzeln geprüft werden. Ob HyBASE Daten aus deiner bestehenden Software (etwa MEDIFOX DAN oder Vivendi in der Pflege) sauber übernimmt, ist keine Selbstverständlichkeit. Doppelerfassung ist der häufigste Grund für mangelnde Akzeptanz im Alltag. Das gehört zwingend vor Vertragsabschluss geklärt.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Pflegedokumentation statt Hygiene-Surveillance brauchst
Medizinprodukt-Kennzeichnung und eIFU dokumentieren musst
Ärztliche Befunde per Spracherkennung erfassen willst

Wichtig: Keiner dieser Einträge ist ein direkter Ersatz für HyBASE, eine echte AI-basierte Krankenhaushygiene-Surveillance gibt es in unserem Tool-Verzeichnis derzeit nicht, weil dieser Markt fast vollständig aus klassischer, regelbasierter Spezialsoftware besteht. Direkte Wettbewerber zu HyBASE sind etwa ergovis HyCare, mc-net Hybeta, KARMIN oder Hygmed, alles deutsche Anbieter aus demselben Segment, keiner davon stärker KI-getrieben als HyBASE selbst. Wer eine moderne, datengetriebene Ausbruchsanalyse will, baut diese in der Praxis über exportierte Daten und separate Analyse- oder Statistikwerkzeuge auf, nicht innerhalb der Surveillance-Software.

So steigst du ein

Schritt 1: Kontaktiere epiNET über epinet.de und nenne deinen Einrichtungstyp (Klinik, Labor, ggf. Pflegeverbund), die Größe und dein bestehendes KIS bzw. LIS. Das Vertriebsgespräch klärt, welche Module sinnvoll sind, für ein Krankenhaus ist das ein anderes Set als für ein Labor, und ein Pflegeheim braucht definitiv nicht das Klinik-Vollmodul.

Schritt 2: Klär vor dem Angebot die Schnittstellen. Kann HyBASE die mikrobiologischen Befunde und Patientenstammdaten automatisch aus deinem KIS/LIS übernehmen, oder droht Doppelerfassung? Diese Frage entscheidet über Akzeptanz und tatsächlichen Zeitgewinn mehr als jedes andere Feature. Lass dir die konkreten Konnektoren nennen.

Schritt 3: Starte mit einem klar abgegrenzten Pilotbetrieb, typischerweise dem MRE-Modul. Konzentriere dich in den ersten Wochen auf die strukturierte Erfassung von Neuaufnahmen und bekannten MRE-Trägern sowie das Isolationsmanagement. Erst wenn dieser Kern verlässlich läuft, folgen KISS-Surveillance, Hygienepläne und die mobilen Begehungs-Funktionen.

Ein konkretes Beispiel

Ein kommunales Krankenhaus mit 320 Betten im Ruhrgebiet führte HyBASE Klinik ein, nachdem die Hygienefachkraft die MRE-Übersicht bis dahin aus Laborbefunden, KIS-Listen und einer eigenen Excel-Tabelle manuell zusammenführte, fehleranfällig und zeitintensiv. Nach der Einführung laufen die mikrobiologischen Befunde direkt aus dem LIS in HyBASE ein, das System schlägt relevante MRE-Fälle (3-MRGN, MRSA) regelbasiert vor und führt das Isolationsmanagement. Die KISS-Daten für die ITS-Surveillance werden quartalsweise direkt ans NRZ exportiert, statt von Hand übertragen zu werden. Bei der nächsten Begehung durch das Gesundheitsamt konnte die Hygienefachkraft die §23-Dokumentation auf Knopfdruck vorlegen. Zeitersparnis bei der Surveillance-Aufbereitung: rund ein Arbeitstag pro Quartal. Die fachliche Bewertung der Fälle bleibt aber Aufgabe der Hygienefachkraft, HyBASE liefert die strukturierte Datengrundlage, nicht die Entscheidung.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: In der Regel On-Premise innerhalb der Klinik-/Labor-IT in Deutschland. Anbieter ist die epiNET GmbH, Bochum (Teil der Unternehmensgruppe synava). Es handelt sich nicht um eine US-Cloud, Gesundheitsdaten verbleiben typischerweise in der eigenen Infrastruktur.
  • Besondere Datenkategorien: HyBASE verarbeitet Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO (mikrobiologische Befunde, MRE-Status, Isolationsmaßnahmen). Der Einsatz erfordert eine entsprechende Rechtsgrundlage und sollte in das Verarbeitungsverzeichnis der Einrichtung aufgenommen werden.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Bei reiner On-Premise-Installation ist epiNET regelmäßig kein Auftragsverarbeiter (Daten verlassen das Haus nicht). Sobald epiNET Fernwartung, Support-Zugriffe oder gehostete Komponenten leistet, ist ein AVV abzuschließen, das gehört vertraglich geregelt.
  • Datenschutzbeauftragter des Anbieters: epiNET benennt einen externen Datenschutzbeauftragten (Frank Dieffenbach, fourstrategy.de) auf seiner Website.
  • Zertifizierungen: Eine ISO-27001-Zertifizierung wird auf der Website nicht ausgewiesen, wer sie für die eigene Informationssicherheits-Compliance braucht, sollte gezielt danach fragen.
  • Empfehlung für Einrichtungen: On-Premise-Betrieb in Deutschland ist DSGVO-seitig die saubere Variante. Vor Einführung gehören Verarbeitungsverzeichnis, technisch-organisatorische Maßnahmen und, bei Fernwartung, der AVV verbindlich geklärt. Bei kritischer Infrastruktur (KRITIS-Krankenhäuser) zusätzlich die Anforderungen aus dem IT-Sicherheitskatalog prüfen.

Gut kombiniert mit

  • , in Pflegeeinrichtungen die naheliegende Ergänzung: MEDIFOX DAN führt die Pflegedokumentation und Stammdaten, HyBASE übernimmt die hygienespezifische MRE-Dokumentation. Wichtig ist eine geprüfte Schnittstelle, damit Bewohnerdaten nicht doppelt erfasst werden müssen.
  • , in Kliniken ergänzen sich strukturierte Surveillance (HyBASE) und sprachbasierte Befunderfassung (Dragon Medical One): Die Hygienefachkraft dokumentiert Begehungsnotizen und Bewertungen per Diktat, die Falldaten laufen strukturiert in HyBASE.
  • KIS-/LIS-Systeme (z. B. Krankenhausinformations- und Laborinformationssysteme), die eigentliche Datenbasis. HyBASE lebt von der automatischen Übernahme mikrobiologischer Befunde aus dem LIS und der Patientendaten aus dem KIS. Ohne saubere Anbindung an diese Primärsysteme bleibt der Nutzen begrenzt.

Unser Testurteil

HyBASE verdient 3 von 5 Sternen. Für seine Kernzielgruppe, Krankenhäuser und Labore mit eigener Hygienefachkraft, ist es ein gründliches, regelkonformes und im DACH-Raum konkurrenzlos verbreitetes Werkzeug. KISS-Surveillance mit NRZ-Export, strukturierte MRE-Dokumentation, IfSG-Meldewege, deutscher Anbieter mit 30 Jahren Erfahrung und Daten im eigenen Haus: Das sind echte, verlässliche Stärken. Den Sprung nach oben verhindern drei Dinge. Erstens und am wichtigsten für ein KI-Verzeichnis: HyBASE ist kein KI-Tool, die Auswertung ist regelbasiert, eine lernende Mustererkennung oder Ausbruchsprognose per Machine Learning fehlt. Zweitens die fehlende Preistransparenz, die jede Budgetplanung und jeden Vergleich erschwert. Drittens der enge Zuschnitt: außerhalb von Klinik und Labor, etwa im Pflegeheim, wird die Stärke schnell zur überdimensionierten Komplexität. Wer ein bewährtes Surveillance- und Dokumentationssystem für die Klinikhygiene sucht, ist gut bedient. Wer KI-gestützte Hygieneanalyse erwartet, sollte die Erwartung korrigieren.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Trotz Werbung mit „automatischen Fallvorschlägen” und „Früherkennung” arbeitet HyBASE regelbasiert, nicht mit Machine Learning. In keiner der von uns geprüften Anbieterquellen findet sich ein Hinweis auf KI- oder ML-Funktionen. Wir führen HyBASE als regelbasiertes Surveillance-System mit klarer Einordnung, nicht als KI-Tool.
  • 2026, epiNET wird als Teil der Unternehmensgruppe synava geführt. Für Kunden ändert sich am Produkt nichts Erkennbares, aber die Konsolidierung mehrerer Healthcare-IT-Anbieter unter einem Dach ist ein Trend, den man bei der Anbieterstabilität im Blick behalten sollte.
  • 2026, Der Anbieter spricht inzwischen von rund 30 Jahren Branchenerfahrung (zuvor häufig „über 25 Jahre”). Die Kundenzahlen (925+ Hygienekunden, 750+ Krankenhäuser, 150+ Labore) haben wir gegen die epiNET-Website geprüft, sie sind konsistent dokumentiert.
  • Hinweis zur älteren Einordnung, Frühere Beschreibungen stellten HyBASE als Pflegeheim-Lösung dar. Das ist irreführend: Das Produkt ist von Grund auf für Kliniken und Labore gebaut. Der Pflegeheim-Einsatz ist möglich, aber Randfall, wir haben die Zielgruppen-Einordnung entsprechend korrigiert.

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