KI-Tool zur automatischen Textniveauanpassung für Lehrkräfte. Wandelt jeden Artikel, jede URL oder jeden eigenen Text in differenzierte Leseversionen für verschiedene Lerngruppen um – inklusive Vokabellisten, Verständnisfragen und Grafik-Aufgaben. Oberfläche und KI-Qualität primär für englischsprachige Inhalte optimiert.
Kosten: Kostenlos (Basis-Zugang mit eingeschränkten Exporten); Basic (PDF/Druck-Export); Diffit for Schools als Jahresabo – Preis nach Schülerzahl; Einzellehrerlizenzen auf Anfrage
Stärken
- Speziell für Textniveaudifferenzierung entwickelt — kein allgemeines LLM
- Aus jeder URL automatisch differenzierte Lesetexte mit Quiz erzeugen
- Sehr niedrige Einstiegshürde, keine Prompt-Kenntnisse nötig
- Export nach Google Classroom, Google Docs/Slides/Forms, Microsoft 365 und PDF
- FERPA- und COPPA-konform — keine Schülerdaten werden gespeichert
Einschränkungen
- Oberfläche ausschließlich auf Englisch — kein deutsches Interface
- KI-Qualität für deutschsprachige Texte deutlich schwächer als für englische
- Datenspeicherung in den USA — DSGVO-Prüfung für Schulbetrieb zwingend
- Kein AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) für Standardpläne verfügbar
- KI-Ausgaben müssen immer von Lehrkräften geprüft werden — Fehler möglich
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du unterrichtest mit englischsprachigen Texten und brauchst mehrere Schwierigkeitsstufen
- Du willst schnell Lesematerial aus Webartikeln oder PDFs aufbereiten
- Deine Schule nutzt Google Workspace oder Microsoft 365 und will direkt integrieren
- Du arbeitest in einer inklusiven Klasse mit sehr unterschiedlichen Leseniveaus
Wann nein
- Dein Unterricht basiert hauptsächlich auf deutschsprachigen Texten
- Du brauchst ein deutsches Interface oder Schüler sollen das Tool direkt nutzen
- Deine Schule hat strikte DSGVO-Anforderungen ohne US-Datenübertragung
- Du suchst ein Allround-KI-Tool auch für Unterrichtsplanung und Kommunikation
Kurzfazit
Diffit ist das beste Werkzeug, wenn du englischsprachige Lesetexte schnell für unterschiedliche Lerngruppen differenzieren musst. Kein anderes Tool erledigt diese eine Aufgabe — aus einem Artikel mehrere Lesestufen mit Vokabularliste und Quizfragen zu erzeugen — so unkompliziert und ohne Vorkenntnisse. Für deutschsprachige Texte liefert die KI jedoch deutlich schwächere Ergebnisse, und die englische Oberfläche schließt viele deutschsprachige Kolleginnen und Kollegen praktisch aus. Als Spezialwerkzeug für internationale Schulen, Englischunterricht oder inklusive Settings mit englischsprachigem Material ist Diffit sehr empfehlenswert — als Allround-Tool für den deutschsprachigen Unterrichtsalltag nicht.
Für wen ist Diffit?
Englisch- und Fachlehrkräfte an internationalen Schulen: Diffit ist für diesen Einsatzbereich gemacht. Ein aktueller BBC- oder National Geographic-Artikel lässt sich in Minuten in drei Lesestufen umwandeln — für Fortgeschrittene, Mittelfeld und Förderbedarf. Das spart Stunden Vorbereitung pro Woche.
Förderschullehrkräfte mit englischsprachigem Material: Wer Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichem Leseniveau in einer Klasse unterrichtet, kann mit Diffit gezielt individualisierte Texte erstellen — ohne jede Version von Hand neu schreiben zu müssen. Die automatisch generierten Verständnisfragen und Vokabellisten sind direkt einsetzbar.
Lehrkräfte in zweisprachigen oder bilingualen Schulen: Wer im CLIL-Unterricht (Content and Language Integrated Learning) unterrichtet, profitiert besonders: Diffit kombiniert Textniveauanpassung mit Übersetzungshilfen für Sprachlernende.
Schulen mit Google Workspace oder Microsoft 365: Die direkte Integration in Google Classroom, Google Docs/Slides und Microsoft-Produkte macht Diffit besonders praktisch, wenn die Schule diese Plattformen bereits einsetzt. Materialen landen mit einem Klick direkt in der Unterrichtsablage.
Weniger geeignet für: Lehrkräfte, deren Unterricht hauptsächlich auf deutschen Texten basiert — hier liefert ChatGPT oder Claude deutlich bessere Differenzierungsergebnisse. Auch ungeeignet für Schulen mit strikten DSGVO-Anforderungen, da alle Daten über US-Server laufen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Free | 0 € | Texte differenzieren, Lesestufen anpassen, Vokabellisten und Fragen generieren; nur eingeschränkte Export-Optionen |
| Basic | Einzellizenz, Preis auf Anfrage | Alle Basisfunktionen + vollständige PDF/Druck-Exporte, Weitergabe an Kolleginnen und Kollegen |
| Diffit for Schools | Jahresabo, Preis nach Schülerzahl | Alle Features: Export nach Google Classroom/Docs/Slides/Forms, Microsoft 365, Standards-Alignment, DOK-Niveaus, Grafik-Organizer, Diffit Chat, Novellen/Kapitel, Admin-Dashboard |
Einordnung: Die kostenlose Version reicht für erste Tests und gelegentliche Nutzung. Sobald du regelmäßig differenziertes Material für Google Classroom aufbereitest oder mit Standards arbeiten musst, brauchst du “Diffit for Schools”. Einzelne Lehrkräfte können individuelle Lizenzen erwerben; für größere Institutionen ist das Schulabo mit dem Admin-Dashboard interessanter. Konkrete Preise nennt Diffit nur auf Anfrage — das erschwert den Vergleich erheblich.
Stärken im Detail
Einzigartige Spezialisierung auf Textniveaudifferenzierung. Diffit ist nicht versucht, ein Allround-KI-Tool zu sein. Es macht eine Sache: jeden Eingabetext in mehrere Lesestufen umzuwandeln. Das Ergebnis ist stimmiger als das, was man mit allgemeinen Assistenten wie ChatGPT erhält, weil das System konsequent auf das pädagogische Ziel — Barrierefreiheit und Differenzierung — ausgerichtet ist. Vokabellisten, Verständnisfragen und optionale Grafik-Organizer werden automatisch mitgeneriert.
Keine technischen Kenntnisse erforderlich. Du gibst eine URL, einen Text oder ein Thema ein und wählst die Zielgruppe aus — fertig. Kein Prompt Engineering, keine Einstellungen, kein Onboarding. Laut einer Umfrage unter 2.500 Lehrkräften (November 2024) berichten 96 % der Nutzer, dass das Tool Zeit spart. Das deckt sich mit der Erfahrung: Was früher 30-45 Minuten pro Materialset dauerte, erledigt Diffit in 2-3 Minuten.
Direkte Integration in Schulplattformen. Der Export nach Google Classroom, Google Docs/Slides/Forms und Microsoft-Produkte macht den Arbeitsfluss nahtlos. Kein Kopieren, kein manuelles Formatieren — das Material landet direkt dort, wo Schülerinnen und Schüler arbeiten. Alle Exporte bleiben editierbar, sodass Lehrkräfte das KI-generierte Material noch anpassen können.
FERPA- und COPPA-Konformität. Diffit speichert keine Schülerdaten und verkauft keine Nutzerdaten. Das ist für den US-Schulmarkt entscheidend — und ein Pluspunkt gegenüber allgemeinen KI-Tools, die nicht explizit für den Bildungsbereich konzipiert wurden.
Schwächen ehrlich betrachtet
Englische Oberfläche als echte Nutzungsbarriere. Wer kein Englisch spricht oder Schülerinnen und Schüler das Tool direkt nutzen sollen, scheitert bereits an der Benutzeroberfläche. Es gibt keine deutsche Lokalisierung, keine Ansätze, das zu ändern. Das ist für viele deutschsprachige Schulen ein K.O.-Kriterium.
KI-Qualität für deutschsprachige Texte erheblich schwächer. Diffit ist primär auf englischsprachige Inhalte trainiert und optimiert. Bei deutschen Texten produziert die KI zwar Ergebnisse, aber die sprachliche Qualität der Vereinfachungen, die Vokabellisten und die Fragen sind deutlich weniger zuverlässig als bei englischem Input. Lehrkräfte müssen den Output intensiver nachbearbeiten — das frisst den Zeitgewinn.
Kein AVV für Standardpläne. Für den schulischen Einsatz in Deutschland ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO in vielen Bundesländern Pflicht, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden. Diffit bietet keinen Standard-AVV an; ob und unter welchen Bedingungen einer für Schulen verfügbar ist, bleibt unklar. Das schließt den offiziellen institutionellen Einsatz an deutschen Schulen für viele aus.
Undurchsichtige Preisstruktur. Konkrete Preise für Individual- und Schullizenzen werden auf der Website nicht kommuniziert — man muss anfragen. Das ist für Schulbudgetplanung unpraktisch und macht den Vergleich mit Alternativen schwierig.
Ausgaben erfordern Lehrkraft-Review. Wie bei allen KI-Systemen können Fehler in den generierten Texten, falschen Vokabelerklärungen oder unpassenden Fragen auftreten. Diffit ist kein “Set and forget”-System — jedes Materialset braucht eine kurze Qualitätsprüfung. Das ist kein KO-Kriterium, aber für überforderte Lehrkräfte eine reale Belastung.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Deutschsprachige Texte differenzieren willst | ChatGPT oder Claude AI mit passendem Prompt |
| Ein umfassendes KI-Lehrerwerkzeug (auch Unterrichtsplanung, Feedback) suchst | MagicSchool AI |
| Schüler mit KI-unterstützter Lernbegleitung fördern willst | Khanmigo |
| Eine DSGVO-konforme Schulplattform mit LMS suchst | Moodle oder HPI Schul-Cloud |
| Allgemeine Unterrichtsmaterialien mit KI erstellen willst | Eduaide |
Diffit ist ein Präzisionswerkzeug — nicht breiter als nötig, aber in seinem Kernbereich (englische Textniveaudifferenzierung) besser als allgemeine Alternativen. Wer Deutsch unterrichtet oder ein ganzheitliches KI-Toolkit sucht, ist mit MagicSchool AI oder einem gut genutzten allgemeinen KI-Assistenten besser bedient.
So steigst du ein
Schritt 1: Erstelle einen kostenlosen Account auf web.diffit.me mit deinem Google-Konto oder einer E-Mail-Adresse — dauert 60 Sekunden. Für erste Tests ist keine Kreditkarte nötig. Starte mit einem englischsprachigen Artikel, den du bereits kennst, damit du die Qualität der Ausgabe gut einschätzen kannst.
Schritt 2: Gib entweder eine URL (z.B. einen BBC- oder National Geographic-Artikel), eigenen Text oder einfach ein Thema ein. Wähle die Zielgruppe (Klassenstufe oder Leseniveau) aus. Diffit generiert in unter einer Minute mehrere Niveaustufen desselben Textes mit Vokabulliste und Verständnisfragen — lies das Ergebnis durch und prüfe es auf sachliche Richtigkeit und sprachliche Angemessenheit.
Schritt 3: Exportiere das fertige Material direkt nach Google Classroom (bei Schulplan) oder als PDF/Word-Dokument (Basic). Wenn du Standardlizenzen für Schulen einrichten willst, wende dich an den Diffit-Support für ein Schulangebot — das Admin-Dashboard erlaubt dann auch die Auswertung, welche Materialien wie oft genutzt werden.
Ein konkretes Beispiel
Eine Englischlehrerin an einer Gesamtschule in München nutzt Diffit für ihren bilingualen Sachfachunterricht in Klasse 8. Sie findet einen aktuellen BBC-Artikel über den Klimawandel, gibt die URL in Diffit ein und wählt als Zielgruppe “Grade 6-8”. Innerhalb von zwei Minuten hat sie drei Versionen: eine vereinfachte für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf, eine Standardversion und eine anspruchsvollere Version für die Leistungsgruppe — jeweils mit Vokabelliste und fünf Verständnisfragen. Sie lädt alle drei Versionen mit einem Klick in Google Classroom hoch. Was früher 45 Minuten Vorbereitung kostete, erledigt sie in 10 Minuten — inklusive einer kurzen Qualitätskontrolle der KI-Ausgaben.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: USA — alle Daten werden auf US-Servern verarbeitet, es gibt keine EU-Option
- Schülerdaten: Diffit erklärt ausdrücklich, keine Schülerdaten zu speichern und keine Nutzerdaten zu verkaufen
- Compliance: FERPA- und COPPA-konform (US-Bildungsrecht) — kein direktes Äquivalent zur DSGVO
- AVV: Kein Standard-Auftragsverarbeitungsvertrag für Schulen verfügbar; für institutionellen Einsatz in Deutschland muss individuell mit Diffit verhandelt werden
- Datenweitergabe: Dritte in der Datenschutzerklärung aufgelistet (Cloud-Dienstleister, Analytics); Details auf der Datenschutzseite prüfen
- Empfehlung für Schulen: Vor dem institutionellen Einsatz Schulrechtsberatung oder Datenschutzbeauftragten hinzuziehen — je nach Bundesland können die Anforderungen variieren. Für private Nutzung durch Lehrkräfte (ohne Schülerdaten) ist die Nutzung unkritischer.
Gut kombiniert mit
- ChatGPT — für deutschsprachige Texte: Diffit für Englisch, ChatGPT für Differenzierungsaufgaben auf Deutsch — so deckt man beide Sprachräume ab
- MagicSchool AI — während Diffit Lesetexte differenziert, hilft MagicSchool AI bei Unterrichtsplanung, Feedback und weiteren Lehreraufgaben; beide Tools ergänzen sich ohne Überschneidung
- Khanmigo — Diffit bereitet Lehrmaterial auf, Khanmigo begleitet Schülerinnen und Schüler beim selbstständigen Lernen damit; sinnvolle Kombination für individualisierte Lernpfade
Unser Testurteil
Diffit verdient 3 von 5 Sternen. Für englischsprachige Lesetextdifferenzierung ist es tatsächlich das schnellste und einfachste Werkzeug auf dem Markt — kein vergleichbares Tool erledigt diese spezifische Aufgabe mit weniger Aufwand. Einen vierten Stern verhindert die fehlende Deutschsprachigkeit der Oberfläche, die schwache KI-Qualität bei deutschen Texten und die ungelöste DSGVO-Problematik, die institutionellen Einsatz an deutschen Schulen faktisch kompliziert. Als Spezialwerkzeug für internationale oder bilinguale Kontexte mit englischsprachigen Materialien ist Diffit wertvoll — für den deutschen Regelschulbetrieb gibt es bessere Alternativen.
Was wir bemerkt haben
- 2024 — Diffit hat “Diffit Chat” als neues Feature eingeführt — Lehrkräfte können mit dem KI-Assistenten direkt über Texte und Aufgaben kommunizieren. Das erweitert das Tool leicht über die reine Textniveauanpassung hinaus.
- 2024 — Diffit hat Unterstützung für Novellen und Kapitel hinzugefügt, sodass nicht nur kurze Artikel, sondern auch längere Lesetexte differenziert werden können. Relevant für den Literaturunterricht.
- Hinweis — Diffit kommuniziert seine Preise für Einzellehrerlizenz und Schulabo nicht öffentlich. Wir haben mehrfach versucht, konkrete Preise zu verifizieren — ohne Erfolg. Das erschwert den Budgetvergleich und ist ein anhaltender Kritikpunkt.
Empfohlen in 2 Use Cases
Bildung & Weiterbildung
- Unterrichtsplanung und Materialerstellung mit KI Kostenlos lesen
- Aufgaben und Tests mit KI erstellen Kostenlos lesen
Redaktionell bewertet · Preise und Funktionen können sich ändern.
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Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt? Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.
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