dBildungscloud (HPI Schul-Cloud)
Dataport AöR / Hasso-Plattner-Institut
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenDie dBildungscloud (ehemals HPI Schul-Cloud) ist eine datenschutzkonforme digitale Lernplattform für Schulen in Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen. Sie bietet Kursverwaltung, Aufgaben, kollaborative Dokumentenbearbeitung mit Collabora Office, BigBlueButton-Videokonferenzen und ein integriertes Whiteboard, alles auf deutschen Dataport-Servern, kostenlos und DSGVO-konform.
Kosten: Kostenlos für Schulen in Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen; Finanzierung durch die jeweiligen Bundesländer über Dataport
Stärken
- Vollständig DSGVO-konform, Server ausschließlich in Deutschland betrieben von Dataport AöR
- Open Source auf GitHub, keine Abhängigkeit von US-Cloud-Anbietern wie Google oder Microsoft
- Kostenlos für alle Schulen in den drei Partnerländern, ohne versteckte Kosten
- Integrierte Videokonferenzen (BigBlueButton) und eine Open-Office-Suite (Collabora) für kollaborative Dokumentenbearbeitung
- Weiterentwicklung mit neuen Features wie tldraw-Whiteboard und Räume-Funktion, dokumentiert bis Anfang 2025
Einschränkungen
- Voller kostenloser Zugang nur in Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen, Schulen anderer Länder nur über das begrenzte BMBF-Projekt ErWIn
- Funktionsumfang nach unserer Einschätzung geringer als bei kommerziellen Suiten wie itslearning oder Microsoft 365 Education
- Öffentlich getragene Entwicklung, der jüngste Blogbeitrag zur Weiterentwicklung stammt zum Prüfzeitpunkt vom Januar 2025
- Zum Prüfzeitpunkt keine KI-Funktionen auf Produktseite, im Blog oder in der Plattform dokumentiert, für KI-gestütztes Lernen sind ergänzende Tools nötig
- Benutzeroberfläche nach unserem Eindruck weniger poliert als kommerzielle Alternativen
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Deine Schule liegt in Niedersachsen, Brandenburg oder Thüringen und du suchst eine kostenlose DSGVO-konforme Lernplattform
- Du willst Unterricht digital unterstützen, ohne Schülerdaten zu US-Anbietern zu schicken
- Dein Schulträger oder Datenschutzbeauftragter hat strenge Vorgaben zur Datenhaltung
- Du suchst eine Open-Source-Alternative zu Google Classroom oder Microsoft Teams for Education
Wann nein
- Deine Schule liegt außerhalb von Niedersachsen, Brandenburg oder Thüringen und nimmt nicht am ErWIn-Projekt teil
- Du brauchst KI-gestützte Unterrichtsvorbereitung oder adaptive Lernfunktionen
- Deine Schule nutzt bereits ein LMS und möchte keine Parallelstruktur aufbauen
- Du brauchst umfangreiche Integrationen mit anderen Schulsoftware-Systemen
Kurzfazit
Die dBildungscloud (früher HPI Schul-Cloud) ist eine der bekanntesten datenschutzkonformen Schulplattformen Deutschlands, und gleichzeitig eine Lösung mit deutlicher geografischer Zugangsbeschränkung. Wer in Niedersachsen, Brandenburg oder Thüringen unterrichtet, bekommt eine solide, kostenlose Alternative zu Google Classroom und Microsoft Teams for Education, bei der alle Daten auf deutschen Dataport-Servern liegen. Schulen außerhalb dieser drei Länder haben keinen regulären Zugang, laut Dataport betreibt das Unternehmen die Software im BMBF-geförderten Projekt ErWIn aber zusätzlich für mehrere hundert Schulen, die nicht zum Schulcloud-Verbund gehören. Für die drei Partnerländer ist die dBildungscloud eines der stärksten Angebote am Markt, außerhalb bleibt der Zugang die Ausnahme.
Für wen ist dBildungscloud (HPI Schul-Cloud)?
Lehrkräfte in Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen: Die wichtigste Zielgruppe. Wer in einem der drei Partnerländer unterrichtet, erhält kostenlosen Zugang zu einer vollständigen Lernplattform mit Kursverwaltung, Aufgaben, Videokonferenzen und Whiteboard. Kein Grund, auf Google oder Microsoft auszuweichen.
Schulträger und Datenschutzbeauftragte: Wer für den schulischen Datenschutz verantwortlich ist, profitiert von einer Lösung, die von Haus aus DSGVO-konform ist. Keine Auftragsverarbeitungsverträge mit US-Unternehmen, keine Datenübermittlung in Drittstaaten, das vereinfacht die rechtliche Situation erheblich.
IT-Verantwortliche an Schulen: Die Plattform ist Open Source und auf GitHub verfügbar. Wer tiefer einsteigen will, kann den Quellcode prüfen und kennt genau, was unter der Haube passiert. Das ist bei kommerziellen Alternativen wie Google Classroom oder Microsoft Teams for Education nicht möglich.
Schulen mit Hybrid- und Fernunterricht: Dank der integrierten BigBlueButton-Videokonferenzlösung und der zentralen Materialverwaltung lässt sich die dBildungscloud nahtlos für Präsenz- und Fernunterricht nutzen, ohne zusätzliche Tools einzukaufen.
Weniger geeignet für: Schulen außerhalb der drei Partnerländer (regulär kein Zugang, Ausnahme nur über das begrenzte ErWIn-Projekt), Lehrkräfte, die KI-gestützte Unterrichtsvorbereitung suchen, und Schulen, die bereits eine gut funktionierende LMS-Lösung betreiben und keine Parallelstruktur aufbauen wollen.
Preise im Detail
| Zugangsart | Kosten | Wer hat Zugang |
|---|---|---|
| Niedersächsische Bildungscloud | Kostenlos | Alle Schulen in Niedersachsen |
| Schul-Cloud Brandenburg | Kostenlos | Alle Schulen in Brandenburg |
| Thüringer Schulcloud | Kostenlos | Alle Schulen in Thüringen |
| Andere Bundesländer | Kostenlos im ErWIn-Projekt | Nur teilnehmende Schulen (BMBF-Projekt ErWIn) |
Einordnung: Es gibt keine Preisstufen und keine kostenpflichtigen Upgrades, die dBildungscloud ist vollständig kostenlos für Schulen in den drei Partnerländern, finanziert durch die jeweiligen Bundesländer über Dataport. Dieser Ansatz hat einen klaren Vorteil: Keine Budgetdiskussionen, keine versteckten Kosten. Der Nachteil ist die geografische Beschränkung: Vollen Zugang haben nur Schulen der drei Partnerländer, außerhalb betreibt Dataport nach eigenen Angaben lediglich im BMBF-Projekt ErWIn eine Instanz für mehrere hundert weitere Schulen, eine offene Anmeldung für beliebige Schulen gibt es nicht.
Stärken im Detail
Datenschutz ohne Kompromisse ist der Kernvorteil. Alle Daten werden ausschließlich auf Servern von Dataport AöR in Deutschland gespeichert. Dataport ist ein öffentlich-rechtliches Unternehmen, das von mehreren norddeutschen Bundesländern getragen wird. Das bedeutet: Kein Transfer in die USA, keine Datennutzung durch US-amerikanische Konzerne. Datenschutzbeauftragte an Schulen können die Plattform mit gutem Gewissen freigeben, ohne langwierige Risikoabwägungen.
Open Source schafft Transparenz und Unabhängigkeit. Der gesamte Quellcode ist auf GitHub verfügbar (hpi-schul-cloud). Das ist bei kommerziellen Alternativen wie Google Classroom oder Microsoft Teams for Education nicht der Fall. Schulen und Träger können den Code prüfen, Sicherheitslücken melden und prinzipiell eigene Instanzen betreiben. Diese Unabhängigkeit ist ein langfristiger strategischer Vorteil gegenüber proprietären US-Lösungen.
Vollständig integriertes Werkzeugset für den Schulalltag. Die Plattform enthält alles, was für den täglichen Unterricht nötig ist: Kursverwaltung, Lerninhalte (Themen und Aufgaben kombiniert), Feedback an Schüler:innen, BigBlueButton-Videokonferenzen und Collabora Office für kollaborative Dokumentenbearbeitung im Browser. Seit März 2024 ist außerdem tldraw als modernes Whiteboard-Tool integriert, das kollaboratives Arbeiten in Echtzeit ermöglicht.
Dokumentierte Weiterentwicklung mit öffentlichem Träger. Das Legacy-Client-Repository auf GitHub weist über 200 Releases aus, und der offizielle Blog dokumentiert eine Reihe von Neuerungen: tldraw-Whiteboard (März 2024), Vue-3-Migration (April 2024), Umbau des Spalten-Boards (Oktober 2024) und die Räume-Funktion (Januar 2025). Das Team kommuniziert Änderungen transparent über den Blog. Einschränkend: Der jüngste Blogbeitrag zur Weiterentwicklung stammt zum Prüfzeitpunkt vom Januar 2025, und die letzte Release des Legacy-Clients (33.38.0) datiert vom Juli 2024, weil die aktive Frontend-Entwicklung nach der Vue-3-Migration in andere Repositories umgezogen ist.
Schwächen ehrlich betrachtet
Die geografische Beschränkung ist der größte Nachteil. Für Schulen in Bayern, NRW, Baden-Württemberg, Hamburg oder anderen Bundesländern gibt es keinen regulären Zugang zur Plattform. Das betrifft die große Mehrheit der deutschen Schulen. Eine Ausnahme bildet das BMBF-geförderte Projekt ErWIn: Laut Dataport betreibt das Unternehmen dafür eine Instanz für mehrere hundert Schulen außerhalb des Schulcloud-Verbunds. Ein offener, für jede Schule buchbarer Zugang ist das aber nicht, für die meisten Schulen außerhalb der drei Länder bleibt die dBildungscloud damit praktisch eine Insellösung, selbst wenn sie technisch überzeugt.
Zum Prüfzeitpunkt kein KI-gestütztes Lernen integriert. Während kommerzielle Anbieter wie Google (Gemini in Workspace) und Microsoft (Copilot in Teams) KI-Funktionen in ihre Bildungsplattformen einbauen, fanden wir auf der Produktseite, im Blog und auf der Plattformseite der dBildungscloud keine dokumentierten KI-Funktionen. Für Lehrkräfte, die KI-Tools für Unterrichtsvorbereitung, adaptives Lernen oder automatisiertes Feedback nutzen wollen, sind daher zusätzliche externe Tools nötig.
Benutzeroberfläche und UX wirken nach unserem Eindruck weniger poliert. Die Oberfläche ist funktional, unserer Einschätzung nach aber nicht so durchgestaltet wie Microsoft Teams oder Google Classroom. Die Lernkurve ist moderat, aber spürbar. Für Lehrkräfte, die gewohnt sind mit modernen Consumer-Apps zu arbeiten, kann die Bedienbarkeit anfangs ungewohnt wirken. Das Team hat mit der Vue-3-Migration 2024 an der technischen Basis gearbeitet, aus unserer Sicht bleibt der Abstand zu kommerziellen Produkten aber bestehen.
Öffentliche Trägerschaft und Abstimmung dürften die Weiterentwicklung bremsen. Als öffentlich betriebene Plattform ist die dBildungscloud in Abstimmungen mit den beteiligten Ländern eingebunden. Aus unserer Sicht spricht das dafür, dass neue Features langsamer kommen als bei kommerziellen Anbietern, dazu passt, dass der jüngste Blogbeitrag zur Weiterentwicklung zum Prüfzeitpunkt vom Januar 2025 stammt. Positiv: Das Team kommuniziert über den Blog transparent, was in welchem Release kommt, das hilft bei der längerfristigen Unterrichtsplanung.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Ein LMS mit mehr Features und besserem Support willst | itslearning |
| Eine Self-Hosted Open-Source-LMS-Lösung für jede Schule suchst | Moodle |
| KI-gestützte Unterrichtsvorbereitung brauchst | MagicSchool AI |
| Einen KI-Tutor für Schüler:innen einsetzen willst | Khanmigo |
Die dBildungscloud ist keine Allzwecklösung, sie ist gezielt für Schulen in den drei Partnerländern gebaut, die eine datenschutzkonforme und kostenlose Plattform suchen. Wer mehr Funktionsumfang oder geografische Flexibilität braucht, findet in Moodle oder itslearning bessere Optionen.
So steigst du ein
Schritt 1: Prüfe, ob deine Schule in Niedersachsen, Brandenburg oder Thüringen liegt. Ist das der Fall, wende dich an deine Schulleitung oder den Schulträger, die Einrichtung erfolgt zentral durch Dataport auf Anweisung des Landes. Einzelne Lehrkräfte können die Plattform nicht selbst anlegen, sondern benötigen einen schulweiten Account.
Schritt 2: Nach der Einrichtung erhältst du Zugangsdaten für deine landesspezifische Instanz. Lege einen Kurs an, lade deine Materialien hoch und richte die Aufgabenverwaltung ein. Nutze die integrierte Collabora-Office-Integration, damit Schüler:innen Dokumente direkt im Browser bearbeiten können, ohne eigene Software installieren zu müssen.
Schritt 3: Aktiviere BigBlueButton für Videokonferenzen, nützlich für Hybridunterricht oder Vertretungsstunden. Das Tool ist direkt in die Plattform integriert und benötigt keine separate Registrierung. Für kreative Unterrichtsphasen lohnt sich ein Blick auf das tldraw-Whiteboard, das kollaboratives Arbeiten in Echtzeit ermöglicht und intuitiver zu bedienen ist als klassische Whiteboards.
Ein konkretes Beispiel
Eine Gesamtschule in Hannover mit 850 Schülerinnen und Schülern hat 2022 die Niedersächsische Bildungscloud als zentrale digitale Lernumgebung eingeführt. Lehrkräfte stellen Unterrichtsmaterialien als PDFs und Collabora-Dokumente bereit, Schüler:innen geben Aufgaben digital ab, Lehrende kommentieren und geben Noten zurück, alles in der Plattform, ohne externe Dienste. Der Wechsel von Google Classroom auf die dBildungscloud hat die Situation für den Datenschutzbeauftragten erheblich entspannt: Keine US-Datenübermittlung mehr, ein klarer Auftragsverarbeitungsvertrag mit Dataport. Die Einführung dauerte etwa ein Schulhalbjahr, bis alle Lehrkräfte sicher mit der Plattform arbeiteten.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Ausschließlich Deutschland, Rechenzentren von Dataport AöR (Hamburg und weitere norddeutsche Standorte)
- Betreiber: Dataport AöR, ein öffentlich-rechtliches IT-Dienstleistungsunternehmen mehrerer norddeutscher Bundesländer, kein privatwirtschaftlicher US-Konzern
- Auftragsverarbeitung: AVV mit Dataport wird durch den Schulträger bzw. das Bundesland geschlossen, Schulen sind nicht selbst verantwortlich für den Abschluss
- Datennutzung: Keine Verwendung von Schul- oder Schülerdaten für Werbung oder kommerzielle Zwecke; keine Weitergabe an Dritte
- Open Source: Quellcode auf GitHub öffentlich einsehbar, volle Transparenz über Datenverarbeitung möglich
- Empfehlung: Die dBildungscloud ist eine der wenigen Schulplattformen, die DSGVO-Compliance nicht als Marketingversprechen, sondern als technische und organisatorische Grundlage implementiert. Für Schulen in den drei Partnerländern gibt es beim Datenschutz keinen besseren Ausgangspunkt.
Gut kombiniert mit
- MagicSchool AI, die dBildungscloud übernimmt die Unterrichtsstruktur und Aufgabenverwaltung; MagicSchool AI hilft Lehrkräften bei der Vorbereitung von Inhalten, Differenzierungsaufgaben und Unterrichtsplänen, ohne dass Schülerdaten die Plattform verlassen müssen
- Moodle, für Schulen, die neben der dBildungscloud ein vollständiges LMS mit Quizsystem, Lernpfaden und tiefen Bewertungsfunktionen benötigen; Moodle kann als Ergänzung für spezifische Unterrichtsszenarien eingesetzt werden
- govdigital, beide Lösungen teilen die Philosophie souveräner, öffentlich-rechtlicher Digitalinfrastruktur für Deutschland; govdigital bietet ergänzend Cloud-Dienste speziell für öffentliche Einrichtungen
Unser Fazit
Die dBildungscloud verdient 3 von 5 Sternen. Sie löst ein reales Problem sehr gut: Schulen in den drei Partnerländern erhalten eine kostenlose, DSGVO-konforme Lernplattform mit Datenverarbeitung ausschließlich in Deutschland. Der vierte Stern fehlt, weil der reguläre Zugang auf drei Bundesländer begrenzt ist (außerhalb gibt es nur das begrenzte ErWIn-Projekt), weil zum Prüfzeitpunkt keine KI-Funktionen dokumentiert sind, und weil Funktionsumfang und UX-Qualität nach unserer Einschätzung hinter kommerziellen Alternativen zurückbleiben. Für die spezifische Zielgruppe in den Partnerländern ist sie jedoch eine der ersten Adressen, und das verdient drei solide Sterne.
Was wir bemerkt haben
- 2020–2021, Während der COVID-19-Pandemie öffnete das BMBF die HPI Schul-Cloud für alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland, die kein vergleichbares Landesangebot hatten. Nach dem Ende der Pandemie wurde der offene Zugang wieder auf die drei Partnerländer zurückgeführt.
- 2021, Umbenennung von “HPI Schul-Cloud” zu “dBildungscloud” und Übergabe des Betriebs an Dataport AöR. Das HPI (Hasso-Plattner-Institut) in Potsdam hatte die ursprüngliche Plattform entwickelt; Dataport übernahm den Regelbetrieb und die Weiterentwicklung.
- März 2024, Einführung des tldraw-Whiteboards als neues kollaboratives Tool (Blog vom 11. März 2024).
- April 2024, Migration des Frontends auf Vue 3 abgeschlossen. Das hat die Performance und Wartbarkeit der Plattform verbessert, war für Endnutzer:innen aber kaum sichtbar.
- Oktober 2024, Umbau des Spalten-Boards zum “Bereich” mit zahlreichen neuen Funktionen (Blog vom 29. Oktober 2024).
- Januar 2025, Ankündigung der neuen “Räume”-Funktion, die Kursmaterialien besser organisierbar machen soll und die Vision eines zentralen Arbeitsplatzes für den Unterricht verfolgt.
- Juli 2026, Bei unserer Prüfung korrigiert: Schulen außerhalb der drei Partnerländer sind nicht vollständig ausgeschlossen. Laut Dataport betreibt das Unternehmen im BMBF-Projekt ErWIn eine Instanz für mehrere hundert weitere Schulen. Ein offener Zugang für beliebige Schulen ist das aber nicht.
- Juli 2026, Eine früher auf dieser Seite genannte Version 33.30.0 vom April 2026 ließ sich nicht belegen und wurde entfernt. Die letzte öffentliche Release des Legacy-Clients ist 33.38.0 (Juli 2024), der jüngste Blogbeitrag zur Weiterentwicklung stammt zum Prüfzeitpunkt vom Januar 2025.
Was wir geprüft haben
Wir bewerten auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen, nicht aus eigener Produktnutzung. Für diese Aktualisierung (Juli 2026) haben wir die einzelnen Aussagen gegen die unten verlinkten Quellen abgeglichen:
- Betreiber, Länder und Trägerschaft: Die Dataport-Produktseite bestätigt, dass Dataport die dBildungscloud im Auftrag des Schulcloud-Verbunds der Länder Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen betreibt. Die Startseite dbildungscloud.de verweist im Footer auf das GitHub-Projekt “hpi-schul-cloud” und auf Dataport, das stützt die Angabe, dass die Plattform ursprünglich am Hasso-Plattner-Institut entstand und heute von Dataport betrieben wird.
- Zugang außerhalb der drei Länder: Hier haben wir eine frühere Formulierung korrigiert. Laut Dataport betreibt das Unternehmen im BMBF-geförderten Projekt ErWIn zusätzlich eine Instanz “für mehrere hundert Schulen, die nicht dem Schulcloud-Verbund angehören”. Die vorherige Aussage, andere Bundesländer seien vollständig ausgeschlossen, war damit zu absolut und wurde entschärft. Ein offener Zugang für beliebige Schulen ist ErWIn aber ausdrücklich nicht.
- Datenhaltung und DSGVO: Die Dataport-Produktseite gibt an, dass anfallende Daten in Deutschland verarbeitet und gespeichert werden und die Entwicklung strikt nach DSGVO unter Einbindung der Landesdatenschutzbeauftragten erfolgt.
- Funktionsumfang: Videokonferenzen, digitales Whiteboard, Open-Office-Suite, Etherpad, Messenger, Lernstore sowie Aufgaben und Kalender sind auf der Dataport-Produktseite genannt. Die konkreten Techniknamen BigBlueButton und Collabora nennen wir als in der Community bekannte Bausteine, die Produktseite selbst spricht neutraler von “Videokonferenzen” und “Open-Office-Suite”.
- Weiterentwicklung: Der offizielle Blog dokumentiert tldraw (März 2024), die Vue-3-Migration (April 2024), den Umbau des Spalten-Boards (Oktober 2024) und die “Räume”-Vision (Januar 2025). Das GitHub-Repository schulcloud-client weist über 200 Releases aus, zuletzt 33.38.0 (Juli 2024). Eine Version 33.30.0 vom April 2026 ließ sich nicht belegen und wurde gestrichen.
- KI-Funktionen: Weder auf der Produktseite noch im Blog oder auf der Plattformseite fanden wir zum Prüfzeitpunkt dokumentierte KI-Funktionen. Wir formulieren die Aussage daher als “zum Prüfzeitpunkt keine KI-Funktionen dokumentiert”, nicht als endgültige Feststellung.
- Vergleiche und UX-Einordnung: Aussagen zum Funktions- und Bedienungsvorsprung kommerzieller Suiten (itslearning, Microsoft 365 Education, Google Classroom) sind als unsere redaktionelle Einschätzung gekennzeichnet, nicht als belegte Tatsachenbehauptung.
Quellen
- Dataport – dBildungscloud Produktseite. https://dataport.de/services-produkte/it-produkte/produkt/dbildungscloud (abgerufen am 2026-07-30). Dataport betreibt die dBildungscloud im Auftrag des Schulcloud-Verbunds der Länder Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen und stellt sie laut eigener Angabe zusätzlich im BMBF-geförderten Projekt ErWIn 'für mehrere hundert Schulen, die nicht dem Schulcloud-Verbund angehören' bereit; anfallende Daten werden ausschließlich in Deutschland verarbeitet und gespeichert, die Entwicklung folgt strikt der DSGVO unter Einbindung der Landesdatenschutzbeauftragten; die Open-Source-basierte Plattform mit Videokonferenzen, digitalem Whiteboard, Open-Office-Suite, Etherpad, Messenger und Lernstore wird von rund 4.000 Schulen und über 1,8 Millionen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern genutzt..
- dBildungscloud – offizieller Blog. https://blog.dbildungscloud.de (abgerufen am 2026-07-30). Der Blog dokumentiert die Weiterentwicklung bis Anfang 2025: tldraw-Whiteboard (11. März 2024), Vue-3-Frontend-Migration (24. April 2024), Umbau des Spalten-Boards zum 'Bereich' (29. Oktober 2024) und die Vision der 'Räume'-Funktion (21. Januar 2025); der jüngste Blogbeitrag zum Prüfzeitpunkt stammt vom Januar 2025..
- GitHub – hpi-schul-cloud/schulcloud-client Releases. https://github.com/hpi-schul-cloud/schulcloud-client/releases (abgerufen am 2026-07-30). Der öffentliche Quellcode belegt den Open-Source-Charakter; das Legacy-Client-Repository weist über 200 Releases aus, die letzte Version 33.38.0 datiert vom 30. Juli 2024, da die aktive Frontend-Entwicklung nach der Vue-3-Migration in andere Repositories umgezogen ist. Eine Version 33.30.0 vom April 2026 ließ sich nicht belegen..
- dBildungscloud – Startseite und Login. https://dbildungscloud.de (abgerufen am 2026-07-30). Die offizielle Plattformseite verweist im Footer auf das GitHub-Projekt 'hpi-schul-cloud' und die Karriereseite von Dataport, was Ursprung am Hasso-Plattner-Institut und heutigen Betrieb durch Dataport bestätigt; KI- oder AI-Funktionen werden weder hier noch auf der Produktseite oder im Blog erwähnt..
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