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ClimatePartner

ClimatePartner GmbH

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Münchner Klimaschutz-Plattform mit klarem Branchenfokus auf die Druckindustrie. Über 800 Druckereien berechnen damit den CO₂-Fußabdruck je Auftrag, kommunizieren ihn über QR-Code direkt auf dem Druckprodukt und ermöglichen Kunden die Kompensation. Wichtig: Seit 2023 heißt das Label nicht mehr 'klimaneutral', sondern 'finanzieller Klimabeitrag' — konform zur EU EmpCo-Richtlinie.

Kosten: Preis auf Anfrage; kein öffentliches Pricing. Für Druckereien enthält die Lizenz CO₂-Kalkulation pro Auftrag, Label-Integration und Kompensationsprojekte.

Stärken

  • Druckbranche als Kernsegment — über 800 Druckereien im Netzwerk, 130.000+ Aufträge 2025
  • API-Integration in MIS, ERP und Webshops — CO₂-Kalkulation läuft automatisch im Hintergrund
  • QR-Code pro Auftrag für Endkunden-Transparenz (EmpCo-konform)
  • Eigenständige Label-Richtlinien und Kommunikationsvorlagen für EU-konformes Marketing
  • Deutschsprachige Oberfläche, Support und Dokumentation
  • EU-Datenhaltung, AVV nach DSGVO verfügbar

Einschränkungen

  • Kein öffentliches Pricing — jede Lizenz wird individuell verhandelt
  • Kein Self-Service-Start — Demo und Beratungsgespräch als Einstieg erforderlich
  • Klimabeitrag-Label ist kein Emissionsreduktionszertifikat — kritische Kunden unterscheiden das
  • Kompensationsprojekte international — für Kunden mit Lokalpräferenz ein mögliches Argument
  • Integration erfordert Anbindung an bestehendes MIS oder Webshop — technischer Aufwand

Passt gut zu

Druckereien ab 10 Mitarbeitenden, die per-Auftrag CO₂-Daten an Kunden liefern müssen Verpackungsdrucker mit Markenkundschaft und ESG-Anforderungen (CSRD-Lieferkette) Onlinedruckereien, die klimaneutrales Drucken als Upsell im Checkout anbieten wollen Agenturen und Druckereien, die klimaneutrales Drucken als Marketingdifferenzierung nutzen

Kurzfazit

ClimatePartner ist die meistgenutzte Klimaschutz-Plattform in der deutschen Druckindustrie — über 800 Druckereien berechnen damit den CO₂-Fußabdruck pro Auftrag und kommunizieren ihn über einen QR-Code direkt auf dem fertigen Druckprodukt. Seit der EU EmpCo-Richtlinie (2024) heißt das Label nicht mehr “klimaneutral”, sondern “finanzieller Klimabeitrag” — ClimatePartner hat als einer der ersten Anbieter die konformen Kommunikationsvorlagen und Label-Richtlinien bereitgestellt. Für Druckereien, die ihren Kunden eine belegbare, auftragsgenaue CO₂-Zahl liefern wollen, ist ClimatePartner der naheliegendste Einstieg.

Für wen ist ClimatePartner?

Druckereien mit B2B-Kundschaft und ESG-Anforderungen: Wenn deine Auftraggeber — etwa Verpackungshersteller, Markenartikler oder Agenturen — selbst CO₂-Daten für ihre Nachhaltigkeitsberichte brauchen, liefert ClimatePartner genau das: eine auftragsgenaue CO₂-Zahl, die in den Einkaufs-Report des Kunden einfließen kann.

Onlinedruckereien mit Checkout-Integration: Viele Onlinedrucker (Saxoprint, Vistaprint-Partner) haben die Kompensation direkt in den Bestellprozess integriert — ClimatePartner bietet dafür eine fertige API. Kunden wählen beim Checkout “klimaneutraler Druck” und zahlen ~1–2 % Aufschlag; die Druckerei leitet den Betrag weiter.

Verpackungsdrucker mit Markenkundschaft: Wenn Marken wie Lidl oder dm bei ihrer Verpackungsdruckerei CO₂-Daten anfragen, ist ein ClimatePartner-Label der schnellste Weg, diese Anfrage zu beantworten — ohne eigene Bilanzierungsinfrastruktur aufbauen zu müssen.

Weniger geeignet für: Druckereien unter 5 Mitarbeitenden, die keine Kundennachfrage nach CO₂-Daten haben; Unternehmen, die regulatorisch belastbare Messungen (ISO 14064 oder ClimateCalc-Audit) brauchen, nicht nur Schätzungen auf Basis von Emissionsfaktoren.

Preise im Detail

ClimatePartner veröffentlicht keine Preisliste. Die Lizenzgebühr hängt von der Anzahl der Aufträge, dem gewünschten Integrationsgrad (MIS-Anbindung, API, Webshop) und der Unternehmensgröße ab. In der Praxis werden zwei Kostenarten fällig:

  1. Plattformlizenz — monatliche oder jährliche Gebühr für die Software, den Zugang zur ClimatePartner-Plattform und das Label-Nutzungsrecht
  2. Kompensationsbeitrag pro Auftrag — wird je nach CO₂-Menge berechnet und an ein Klimaschutzprojekt weitergeleitet; erfahrungsgemäß 1–2 % des Auftragswertes

Für kleine Druckereien gibt es nach eigener Aussage einfachere Einstiegsoptionen. Ein konkretes Angebot setzt ein Demo-Gespräch voraus.

Stärken im Detail

Branchenspezifischer Ansatz für Druck. ClimatePartner hat die Emissionsberechnungsmethodik für Druckprodukte hinterlegt — Emissionsfaktoren für unterschiedliche Papiertypen, Druckverfahren (Offset, Digital, Tiefdruck), Weiterverarbeitung und Logistik. Das ist kein generisches Carbon-Tool mit einer Druck-Kategorie, sondern eine von der Druckindustrie mitentwickelte Methodik.

API-Integration in Printflow. Die Anbindung an gängige MIS-Systeme (Heidelberg Prinect, EFI Pace, coreprint, Printplus u.a.) ermöglicht es, die CO₂-Berechnung im regulären Workflow laufen zu lassen — kein separater Prozess, keine manuelle Dateneingabe nach dem Auftrag.

EmpCo-konformes Label. Seit der EU-Richtlinie gegen Greenwashing (EmpCo 2024) sind Begriffe wie “klimaneutral” ohne konkrete Messbelege regulatorisch riskant. ClimatePartner hat frühzeitig auf “finanzieller Klimabeitrag” umgestellt und stellt konforme Kommunikationsmaterialien bereit. Das schützt Druckereien vor Abmahnrisiken durch Wettbewerber oder Verbraucherverbände.

Sichtbarkeit über den QR-Code. Jedes Druckprodukt erhält auf Wunsch einen QR-Code, über den Endverbraucher einsehen können, wie hoch der CO₂-Fußabdruck des Produkts ist und welches Klimaschutzprojekt den Ausgleich finanziert. Das ist ein handfestes Verkaufsargument für B2C-Kunden der Druckerei.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein Audit, kein ISO-Zertifikat. ClimatePartner-Berechnungen basieren auf Emissionsfaktoren und Daten, die die Druckerei eingibt — es gibt keinen externen Prüfer, der die Messmethodik zertifiziert. Kunden mit CSRD-Prüfungsanforderungen oder ISO 14064-Anforderungen werden nach robusterer Grundlage (z. B. ClimateCalc mit Jahresaudit) fragen. ClimatePartner ist gut für Marketingkommunikation; für CSRD-Anhang-Daten braucht es mehr.

Internationale Kompensationsprojekte. Das Projektportfolio umfasst Waldschutz in Brasilien, Solarenergie in Indien und ähnliches. Kunden, die auf lokale oder europäische Klimaschutzmaßnahmen bestehen, werden das als Schwäche sehen — ClimatePartner bietet nur begrenzte regionale Selektion.

Dependency vom Kundendruck. Der ROI des Tools hängt daran, dass Kunden den klimaneutralen Druck-Aufschlag zahlen oder CO₂-Daten für ihren Bericht brauchen. Fehlt dieser Kundendruck, ist das Tool eine Zusatzkosten ohne Ertragsgegenpart.

So steigst du ein

Schritt 1: Kläre intern, ob deine Kundschaft bereits nach CO₂-Daten fragt. Ein einfaches Screening deiner 10 größten Kunden reicht: Haben sie CSRD-Pflicht? Fragen sie aktiv nach Scope-3-Daten? Wenn ja — mach eine ClimatePartner-Demo, damit du weißt, was du anbieten kannst.

Schritt 2: Fordere ein Demo-Gespräch an und frage konkret nach der Integration in dein MIS. Wenn du EFI Pace, Heidelberg Prinect oder coreprint nutzt: Frage nach dem nativen Connector. Wenn du ein weniger verbreitetes System nutzt, kläre, ob die REST-API-Integration machbar ist.

Schritt 3: Pilotiere die Funktion mit einem einzigen Produkttyp (z. B. Faltschachteln aus Recyclingkarton). So lernst du die Eingabe-Logik, die Kalkulations-Plausibilität und die Kundenkommunikation — bevor du es für den gesamten Auftragsmix rollst.

Ein konkretes Beispiel

Eine mittelständische Druckerei aus Nordrhein-Westfalen mit 45 Mitarbeitenden und Fokus auf Pharmaunternehmen und Konsumgütermarken erhielt 2024 von drei ihrer zehn größten Kunden CSRD-Fragebögen, in denen nach dem CO₂-Fußabdruck der Druckaufträge gefragt wurde. Bisher hatte die Druckerei keine Antwort — und damit zwei Angebote an Konkurrenten verloren, die ClimatePartner bereits nutzten. Nach Einführung der Plattform (Projektdauer: ca. 8 Wochen inklusive EFI-Pace-Anbindung und Pilotphase) konnte die Druckerei CO₂-Daten pro Auftrag direkt aus der Auftragsbestätigung liefern. Die Lizenzkosten wurden zu 70 % durch einen neuen Jahresrahmenvertrag eines der CSRD-pflichtigen Kunden amortisiert, der die Druckerei explizit wegen der CO₂-Transparenz bevorzugt hat.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU (Deutschland/Europa) — AVV nach DSGVO verfügbar
  • Datennutzung: Auftragsdaten werden ausschließlich zur Emissionsberechnung und Reporting-Generierung genutzt; keine Nutzung für Training fremder Modelle
  • Zugriffsrechte: Druckerei-Administrator steuert, welche Mitarbeitenden Zugang haben; Kundendaten (Auftragstyp, Menge) sind von Kontaktdaten trennbar
  • Empfehlung: Druckereien, die Kundendaten (Auftragsgröße, Papiertyp, Verfahren) an ClimatePartner übertragen, schließen einen AVV ab — Standard im Vertrag enthalten. Personenbezogene Daten von Endkunden kommen bei reinem Maschinendrucken nicht in die Berechnung.

Gut kombiniert mit

  • Tanso — wenn die Druckerei selbst CSRD-pflichtig ist und eine vollständige Scope-1/2/3-Unternehmensbilanz braucht (ClimatePartner rechnet Produkt-Footprints, Tanso die Unternehmensbilanz)
  • Factbird — Factbird liefert maschinenbasierte Energiedaten in Echtzeit; diese lassen sich als präzisere Grundlage für die ClimatePartner-Kalkulation verwenden statt Emissionsfaktoren aus der Datenbank

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