API- und Datenplattform für CO₂-Berechnungen mit über einer Million wissenschaftlich geprüfter Emissionsfaktoren aus mehr als 140 Datensätzen (DEFRA, EPA, ecoinvent, EXIOBASE, IEA, GLEC u. a.) für 300+ Regionen. Drei Produktlinien: PCF Studio für Produkt-Carbon-Footprints, Data Studio für die Emissionsfaktor-Recherche, API Toolkit für die Einbettung in eigene Systeme. Seit 2024/25 ergänzt um einen KI-Mapping-Agent, der Aktivitätsdaten automatisch passenden Emissionsfaktoren zuordnet.
Kosten: Starter kostenlos (nur Recherche, nicht-kommerziell, 1 Nutzer), Data Pro 250 €/Monat oder 2.000 €/Jahr (33 % Ersparnis), Enterprise individuell (API-Zugang, Mapping Agent, Premium-Datensätze wie ecoinvent / EXIOBASE / Carbon Minds, Excel- und Google-Sheets-Add-ins).
Stärken
- Größte kuratierte Emissionsfaktoren-Datenbank am Markt: über 1 Million Faktoren aus 140+ Datensätzen
- REST-API für automatische CO₂-Berechnung in 16+ Sektoren und 300+ Regionen
- KI-Mapping-Agent ordnet Aktivitätsdaten (z. B. Rohstoffeinkauf) automatisch passenden Emissionsfaktoren zu
- Vorgefertigte Endpunkte für Scope-3-Kategorien 1 und 4, Energie und Fracht (GLEC-konform)
- Premium-Datensätze (ecoinvent, EXIOBASE, Carbon Minds, IEA) als wissenschaftlich anerkannte LCA-Basis
- EU-Datenhosting, ISO 27001, SOC 2 und B-Corp-zertifiziert
Einschränkungen
- Kein fertiges Reporting-Tool — reine API/Daten-Plattform, erfordert Entwicklerressourcen für die Integration
- Kein deutschsprachiger Support, keine deutsche Oberfläche
- Premium-Datensätze (ecoinvent, EXIOBASE) sind nur im Enterprise-Tarif enthalten — Aufpreis je nach Bedarf
- Starter-Plan ist auf Recherche und nicht-kommerzielle Nutzung beschränkt — kein API-Zugang im Free-Plan
- Mapping Agent reduziert Aufwand, ersetzt aber nicht die fachliche Kontrolle bei prüfungsrelevanten Bilanzen
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du baust eigene Carbon-Accounting-Workflows statt eine fertige Plattform zu kaufen
- Du brauchst belastbare wissenschaftliche Emissionsfaktoren mit klarer Quellenangabe
- Dein Use Case ist Scope 3 (Lieferkette, Fracht) und du arbeitest mit großen Datenmengen
- EU-Hosting und SOC-2/ISO-27001 sind compliance-relevant für dich
Wann nein
- Du suchst ein fertiges Klick-Tool mit Dashboards und Berichten — ohne IT-Integration
- Du brauchst deutschsprachigen Support oder eine deutsche Benutzeroberfläche
- Du erstellst nur einmalig einen einzelnen Produkt-Footprint — Lizenz amortisiert sich nicht
- Du willst auch CSRD-/ESRS-Reporting und Strategie-Beratung aus einer Hand
Kurzfazit
Climatiq ist die technische Backbone-Lösung für CO₂-Berechnungen — keine fertige Carbon-Accounting-Plattform, sondern die Daten- und API-Schicht, auf der man eigene Lösungen baut. Mit über 1 Million wissenschaftlich geprüften Emissionsfaktoren aus 140+ Datensätzen (DEFRA, ecoinvent, EPA, EXIOBASE, IEA, GLEC) ist die Abdeckung konkurrenzlos breit. Seit 2024/25 ergänzt ein KI-Mapping-Agent die reine Datenrecherche: Er ordnet rohe Aktivitätsdaten — etwa “Buchenholz-Einkauf 500 kg, Lieferant Polen” — automatisch dem passenden Emissionsfaktor zu, was das größte Bottleneck im Scope-3-Reporting (manuelle Zuordnung) deutlich reduziert. Die Stärke: EU-Hosting, ISO 27001, glaubwürdige Datenkuration. Die Schwäche: kein deutschsprachiger Support, keine fertige Reporting-Oberfläche, kein API-Zugang im Free-Plan.
Für wen ist Climatiq?
Carbon-Accounting-Anbieter und PropTech-Startups: Wer eine eigene ESG-Plattform für Mittelstand oder eine Branche baut, braucht eine vertrauenswürdige Emissionsfaktoren-Quelle als Backend. Climatiq liefert diese Schicht als API, statt dass jeder Anbieter seine eigene Datenbank pflegt. Über die API werden Aktivitätsdaten in CO₂-Werte übersetzt — direkt einsetzbar in der eigenen Software.
IT- und Datenteams in Industrieunternehmen: Wer Emissionsdaten direkt im ERP, im Einkaufssystem oder im Data Warehouse berechnen will, bekommt mit Climatiq REST-APIs, die sich in Standard-Stack einbinden lassen (Python, Node.js, SAP-Anbindung, Power BI). Besonders relevant für Scope 3 Kategorie 1 (eingekaufte Waren) und Kategorie 4 (Transport).
Sustainability-Teams mit Tiefenanforderung: Wer Branchen- und Regionalfaktoren auf Produktebene braucht (z. B. holzspezifische Faktoren für Möbel, regionsspezifische Strommixe für die Lieferkette), findet bei Climatiq die nötige Granularität. Die ecoinvent- und EXIOBASE-Premium-Datensätze sind im Enterprise-Tarif enthalten und entsprechen dem LCA-Goldstandard.
Consultants und Auditoren: Wer für Kunden Carbon Footprints rechnet, kann das Data Studio als Recherche- und Verifikationswerkzeug nutzen. Die kommerzielle Lizenz im Data Pro ist explizit für Consultants vorgesehen — saubere Quellenangabe pro Faktor erleichtert die Verteidigung gegenüber Wirtschaftsprüfern.
Weniger geeignet für: KMU, die einmalig einen Produkt-Footprint berechnen wollen (Cozero oder einfache CSRD-Tools sind dafür besser), Sustainability-Verantwortliche ohne IT-Backing (Climatiq verlangt Entwicklerressourcen), und Anwender:innen, die deutschen Support, deutsche Oberfläche oder integrierte Strategieberatung erwarten.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Starter | 0 € | Recherche und Anzeige von Emissionsfaktoren über das Data Studio, eingeschränkte Metadaten, nur nicht-kommerzielle Nutzung, 1 Nutzer:in, Self-Service-Support |
| Data Pro | 250 €/Monat oder 2.000 €/Jahr (33 % Ersparnis) | Vollzugriff auf Core-Datensätze, Faktoren-Export, Standard-Support, erweiterte Suchfilter, detaillierte Metadaten, optional EXIOBASE-3.11+-Premium-Datensatz. Kommerzielle Lizenz für Consultants verfügbar |
| Enterprise | individuell | API-Zugang mit individuellen Berechnungs-Volumina, kommerzielle Lizenz, dedicated Customer Success Manager, Premium-Datensätze (ecoinvent, EXIOBASE, Carbon Minds, IEA), Excel- und Google-Sheets-Add-ins, Mapping Agent, Enterprise-SLA und -Security, mehrere Nutzer:innen |
| PCF Studio (Launch) | im Tarif inkludiert | ”10.000 kostenlose Produkt-Carbon-Footprints” als Launch-Angebot bei Buchung |
| Non-Profits / Akademia | reduziert / kostenlos | Spezielle Konditionen auf Anfrage |
Einordnung: Der Starter-Plan ist faktisch nur ein Showroom — kein API-Zugang, nur Recherche, nur nicht-kommerziell. Wer Climatiq evaluiert, bekommt zumindest ein Gefühl für die Datentiefe, aber ernsthafte Tests verlangen den Trial-Zugang im Vertrieb. Data Pro für 250 €/Monat (oder 2.000 €/Jahr) ist der sinnvolle Einstieg für Berater:innen und kleinere Teams, die mit den Daten arbeiten, aber keine API-Integration brauchen — Excel-Export reicht. Enterprise lohnt sich, sobald die API für Produktiv-Workflows oder größere Datenmengen relevant wird — der Preis ist verhandlungsabhängig und liegt typisch im niedrigen fünfstelligen Bereich pro Jahr, abhängig von API-Calls, Premium-Datensätzen und Nutzerzahl. Für die Bewertung lohnt es sich, die Liste der benötigten Datensätze (DEFRA reicht oft, ecoinvent ist teuer) vorab zu klären.
Stärken im Detail
Datentiefe ist konkurrenzlos. Über 1 Million Faktoren, 140+ Datensätze, 300+ Regionen — diese Breite gibt es bei kaum einem anderen Anbieter. Wer in mehreren Ländern, mehreren Branchen oder mehreren Materialklassen rechnen muss, findet bei Climatiq für fast jede Aktivität einen passenden Faktor. Besonders stark: Spezialfaktoren wie holzspezifische Emissionen, regionale Strommixe pro Land und sektorale Aufschlüsselungen (z. B. Stahl nach Herstellungsprozess).
Echte KI-Funktion im Mapping Agent. Das Hauptproblem im Scope-3-Reporting ist nicht die Berechnung selbst, sondern die Zuordnung roher Aktivitätsdaten zum richtigen Faktor. Der Mapping Agent automatisiert genau diesen Schritt: Aus “Buchenholz-Einkauf, Polen, 500 kg” wird automatisch der korrekte Holz-Faktor mit passender Region. Das ist die seltene Sorte KI-Feature, die echten Zeitaufwand reduziert — typisch 60–80 % weniger manuelle Zuordnungsarbeit im Onboarding.
Wissenschaftlich anerkannte Datenbasis. Climatiq kuratiert Faktoren aus Primärquellen (DEFRA, EPA, IEA, ecoinvent, EXIOBASE, GLEC) und versieht jeden Faktor mit Methode, Quelle, Bezugsjahr und LCA-Stufen. Damit lassen sich Berechnungen gegenüber Wirtschaftsprüfern und im CSRD-Kontext glaubwürdig verteidigen — was bei vielen Konkurrenten mit Black-Box-Datenbanken nicht der Fall ist.
Drei Produktlinien für unterschiedliche Reifegrade. PCF Studio für schnelle Produkt-Footprints mit KI-Unterstützung bei unvollständigen Daten. Data Studio für die reine Datenrecherche im Browser. API Toolkit für die Einbettung in eigene Systeme. Diese Staffelung erlaubt einen schrittweisen Einstieg: erst Recherche, dann ein einzelner Produkt-Footprint, dann die volle API-Integration.
EU-Hosting und Compliance-Stack. Climatiq hostet in der EU und ist ISO-27001-, SOC-2- und B-Corp-zertifiziert. Für regulierte Branchen (Finanzen, Versicherung, öffentliche Hand) ist das ein wesentlicher Compliance-Vorteil gegenüber US-zentrierten Anbietern wie Watershed oder Persefoni. AVV ist im Enterprise-Tarif Standard.
Smart Freight Centre-Akkreditierung. Für Frachtemissionen ist Climatiq nach dem GLEC-Framework akkreditiert. Wer Logistik-Emissionen nach Industriestandard berechnen muss (für Kunden-Reporting, Verlader, Spediteure), bekommt mit dem Freight-Endpunkt eine geprüfte Lösung.
Schwächen ehrlich betrachtet
Kein fertiges Reporting-Tool. Climatiq liefert Daten und Berechnung, nicht das fertige CSRD-Berichts-PDF. Wer ein Tool sucht, das ESG-Berichte schreibt, Dashboards rendert und mit nicht-technischen Sustainability-Teams nutzbar ist, kauft am besten eine integrierte Plattform (Plan A, Sweep, Watershed). Climatiq ist die Daten- und Berechnungs-Schicht darunter — wertvoll für Anbieter und IT-Teams, frustrierend für direkte Endanwender:innen ohne Entwicklerressourcen.
Kein API-Zugang im Free-Plan. Der Starter-Plan ist auf das Data Studio im Browser beschränkt — wer die API testen will, muss in den Vertrieb. Für viele Entwickler:innen, die spontan ausprobieren und dann entscheiden wollen, ist das eine echte Reibung. Der Trial-Zugang ist verfügbar, aber nicht selbst aktivierbar.
Kein deutschsprachiger Support, keine deutsche Oberfläche. Climatiq ist ein deutsches Unternehmen, aber Produktsprache und Support sind Englisch. Für Sustainability-Teams in deutschen Industrieunternehmen, die mit englischen Datenquellen wenig vertraut sind, kann das eine Hürde sein — insbesondere weil Emissionsfaktoren-Namen oft sehr technisch sind (“Wooden furniture - bedside cabinet, Germany”).
Premium-Datensätze nur im Enterprise-Tarif. ecoinvent und EXIOBASE — die methodisch stärksten Datensätze für LCA — sind im Data Pro nicht enthalten. Wer ernsthaft mit ecoinvent rechnen muss, landet im Enterprise und damit im Verhandlungsmodus. Das ist nachvollziehbar (ecoinvent selbst hat strenge Lizenzbedingungen), aber für Mittelständler ein Kostentreiber.
Mapping Agent ersetzt keine fachliche Kontrolle. So gut die automatische Zuordnung ist — bei prüfungsrelevanten Bilanzen (CSRD, SBTi-Verifizierung) bleibt die manuelle Kontrolle der zugeordneten Faktoren Pflicht. Falsche Region, falscher Bezugsjahrgang oder zu generischer Faktor können Bilanzen unbrauchbar machen. Das Tool spart Zeit, nicht Fachwissen.
Berechnung ≠ Datensammlung. Climatiq nimmt an, dass die Aktivitätsdaten (Mengen, Lieferanten, Regionen) bereits sauber im eigenen System liegen. Wer noch in der Phase ist, diese Daten überhaupt erst zu sammeln, braucht zusätzlich eine Datensammlungs-Lösung (Supplier-Portal, EUDR-Compliance-Tool oder ein klassisches CSRD-Tool mit Fragebogen-Workflows).
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Carbon Accounting in deutscher Sprache mit Beratung und CSRD-Reporting willst | Cozero |
| Eine fertige LCA-Plattform speziell für Mode, Schuhe und Textilien willst | Carbonfact |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Plan A (Berliner Anbieter, integrierte CSRD-Plattform für Mittelstand), Watershed (US-zentriert, integriertes Reporting und Strategie, im Enterprise stark), Persefoni (CSRD- und SEC-konform, US-orientiert), Sweep (französisches PropTech, EU-Hosting, integrierte Plattform), Normative (schwedischer Anbieter, gute KMU-Eignung), GreenStone (UK, etabliert), ecocockpit (kostenloses Tool der deutschen EFA-Effizienzagenturen für KMU-Einstieg). Climatiq ist die Daten-Schicht, nicht die Plattform — die genannten Wettbewerber sind Plattformen, die teilweise wiederum auf Climatiq-Daten zurückgreifen können. Wer eine fertige Lösung kauft, fragt die Anbieter ruhig direkt: “Welche Emissionsfaktoren-Datenbank nutzt ihr?” Die Antwort ist oft aufschlussreich.
So steigst du ein
Schritt 1: Im Data Studio kostenlos recherchieren. Registriere dich unter climatiq.io und nutze den Starter-Plan, um zu prüfen, ob die für deinen Use Case relevanten Faktoren überhaupt vorhanden sind. Beispiel: Suche nach “wooden furniture” oder “wood - particleboard” für Möbelhersteller, “electricity - Germany” für Energieemissionen, “freight - road - DE” für Transport. Notiere dir die Faktor-IDs — die brauchst du später für die API.
Schritt 2: API-Trial im Vertrieb anfragen. Da der API-Zugang nicht im Free-Plan enthalten ist, musst du den Trial über das Kontaktformular anfordern. Bereite vorab vor: konkreter Use Case, geschätztes monatliches Berechnungs-Volumen, benötigte Datensätze (Core vs. Premium), Zeitrahmen für Go-Live. Je präziser, desto schneller bekommst du ein belastbares Angebot.
Schritt 3: Erste Integration mit dem /estimate-Endpunkt. Der einfachste Einstieg ist die /estimate-API: Aktivität rein (z. B. “Stromverbrauch, 1000 kWh, Deutschland, 2024”), CO₂-Wert raus (in kg CO₂e). Diese Logik bindest du an dein ERP oder Einkaufssystem — bei jedem Lieferanteneingang wird der passende Faktor abgerufen und gespeichert. Für Scope 3 Kategorie 1 (eingekaufte Waren) ist das der zentrale Hebel. Wer mit unvollständigen Daten startet, sollte zusätzlich den Mapping Agent prüfen — er reduziert den manuellen Aufwand bei der Erst-Klassifizierung erheblich.
Ein konkretes Beispiel
Ein Möbelhersteller mit 150 Mitarbeitenden aus dem Münsterland will für seine 40 wichtigsten Rohholz- und Plattenwerkstoff-Positionen automatisch CO₂-Werte berechnen, ohne eine fertige Carbon-Accounting-Plattform zu kaufen. Der IT-Dienstleister bindet die Climatiq-API in das bestehende ERP-System ein: Bei jedem Lieferanteneingang werden Holzart, Herkunftsland und Gewicht an die API geschickt; Climatiq liefert über den Mapping Agent automatisch den passenden Emissionsfaktor und gibt den CO₂-Wert in kg CO₂e zurück. Der Wert wird in der Einkaufs-Datenbank gespeichert. Nach einem Quartal liegt der erste automatische Scope-3-Kategorie-1-Bericht vor — ohne manuelle Dateneingabe für die wichtigsten 80 % des Einkaufsvolumens. Kosten: Enterprise-Lizenz im niedrigen fünfstelligen Bereich pro Jahr + ca. 5 Manntage Entwicklungsaufwand für die Integration. Zeitersparnis: Statt 2 Wochen manueller Faktoren-Zuordnung pro Quartal jetzt 4 Stunden Kontroll- und Plausibilisierungsarbeit. Die Sustainability-Verantwortliche behält die fachliche Kontrolle, der Maschinenraum läuft automatisch.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: EU-Region. Anbieter ist climatiq GmbH, Berlin.
- Datennutzung: Aktivitätsdaten, die per API übermittelt werden (Mengen, Materialien, Regionen), sind in der Regel keine personenbezogenen Daten — dennoch greift die DSGVO bei Account- und Nutzungsdaten. Climatiq nutzt API-Inputs nicht für Modelltraining.
- Zertifizierungen: ISO 27001, SOC 2, B Corp, Smart Freight Centre-Akkreditierung.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Im Enterprise-Tarif Standard, im Data Pro auf Anfrage verfügbar.
- Account-Verwaltung: Über die Web-Oberfläche; Enterprise-Kunden mit SSO und Mehrnutzer-Verwaltung.
- Empfehlung für regulierte Branchen: Für Banken, Versicherer, Energieversorger und öffentliche Hand ist Climatiq ein compliance-freundlicher Datenanbieter — EU-Hosting, ISO 27001, AVV-fähig. Beim Einsatz in eigenen KI-Modellen oder Score-Systemen sollte die Datennutzung im Lizenzvertrag explizit geregelt sein.
Gut kombiniert mit
- Power BI, Tableau, Snowflake — Climatiq liefert die Rohwerte per API, die Visualisierung und das Reporting passieren im eigenen BI-Stack. Für Dashboards an Geschäftsführung oder Aufsichtsräte praktisch unverzichtbar.
- Microsoft 365 Copilot — Wenn die berechneten CO₂-Werte in Berichten verarbeitet werden, hilft Copilot beim Schreiben der Marktkommentare in Word und beim Aufbereiten der Excel-Auswertungen. Climatiq liefert die Zahlen, Copilot formuliert die Story.
- EUDR-/Lieferketten-Tools (z. B. Osapiens, Prewave) — Diese Tools sammeln die Aktivitätsdaten (Lieferanten, Mengen, Herkunft) für die Sorgfaltspflicht. Climatiq übersetzt diese Daten dann in CO₂-Werte. Saubere Aufgabenteilung zwischen Datensammlung (EUDR-Tool) und Emissionsberechnung (Climatiq).
Unser Testurteil
Climatiq verdient 4 von 5 Sternen. Es ist die führende Daten- und API-Schicht für CO₂-Berechnungen am europäischen Markt — wissenschaftlich solide kuratiert, breit abgedeckt, mit echtem KI-Mehrwert im Mapping Agent und compliance-freundlichem EU-Hosting. Den fünften Stern verliert es durch drei Punkte: kein API-Zugang im Free-Plan (Reibung in der Evaluierung), kein deutschsprachiger Support oder UI (Hürde für klassische Sustainability-Teams im Mittelstand), und keine fertige Reporting-Oberfläche (das Tool ist nichts für Endanwender:innen ohne IT-Backing). Für die Zielgruppe — Carbon-Accounting-Anbieter, IT-Teams in Industrie, Beratungen mit eigenem Tech-Stack — ist Climatiq jedoch die strategisch klügere Wahl als US-zentrierte Plattformen, weil die Daten- und Compliance-Basis EU-konform ist und die API-First-Architektur sich in moderne Datenarchitekturen sauber einbettet.
Was wir bemerkt haben
- 2024/2025 — Climatiq hat den Mapping Agent als KI-Funktion eingeführt, der Aktivitätsdaten automatisch Emissionsfaktoren zuordnet. Damit hat sich das Produkt von einer reinen Daten-API zu einer wirklich KI-gestützten Plattform entwickelt — eine der wenigen ESG-Tools, bei denen “AI” mehr als ein Marketing-Etikett ist.
- Mai 2026 — Die Faktoren-Datenbank ist auf über 1 Million Einträge aus 140+ Datensätzen angewachsen — in einer früheren Version dieser Review hatten wir noch 50.000+ angegeben. Die Skalierung ist Realität, was Climatiq in der Breite klar von Wettbewerbern wie Sweep oder Normative differenziert.
- 2024–2025 — Die Produktstruktur wurde von der reinen API in drei Linien aufgeteilt: PCF Studio (Produkt-Footprints mit KI-Unterstützung), Data Studio (Recherche), API Toolkit (Integration). Die alte Positionierung als reiner “API-Anbieter” greift nicht mehr — Climatiq spricht jetzt explizit auch Sustainability-Teams mit niedrigerer Technik-Affinität an.
- 2025 — Climatiq hat die Akkreditierung des Smart Freight Centre nach dem GLEC-Framework erhalten. Damit ist die Berechnung von Frachtemissionen industriestandard-konform — relevant für Logistik-Reporting und für Verlader im Mittelstand, die ihre Spediteure benchmarken.
- Mai 2026 — Der Starter-Plan bleibt ohne API-Zugang — das ist eine bewusste Vertriebsentscheidung, die wir in der Evaluierung als Reibung erleben. Wer ernsthaft testen will, kommt um den Trial im Vertrieb nicht herum.
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