CETOL 6σ ist die führende 3D-Toleranzanalyse-Software, die direkt in gängige CAD-Systeme (SOLIDWORKS, PTC Creo, Siemens NX, CATIA) integriert ist. Sie berechnet statistische Passungsrisiken aus dem 3D-Modell heraus — per Monte-Carlo-Simulation oder Root-Sum-Square-Methode — und zeigt, welche Toleranzen den größten Einfluss auf Maßketten haben.
Kosten: Enterprise-Lizenzmodell, Preis auf Anfrage; typisch 5.000–20.000 €/Jahr je nach CAD-Plattform und Nutzeranzahl
Stärken
- Vollständige CAD-Integration: arbeitet direkt im SOLIDWORKS-, Creo-, NX- oder CATIA-Modell
- Statistische Analyse statt Worst-Case: realistische Ausfallwahrscheinlichkeiten mit Cpk und DPMO
- Einflussanalyse: zeigt, welche Einzeltoleranz die Schliesskette am stärksten treibt
- Marktstandard in Automotive und Maschinenbau seit über 25 Jahren
Einschränkungen
- Kein öffentlicher Preis — Lizenz nur über Vertriebspartner (z. B. INNEO in D/A/CH)
- Hohe Lernkurve: erfordert GD&T-Kenntnisse und Verständnis statistischer Tolerierungsprinzipien
- Datenhosting US-seitig; sensible CAD-Daten sollten vor Upload mit Datenschutzbeauftragtem besprochen werden
- Nur englischsprachige Benutzeroberfläche
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: CETOL 6σ über einen zertifizierten Partner in Deutschland anfordern — INNEO Solutions (inneo.de) ist der offizielle Sigmetrix-Partner für D/A/CH. Demo anfragen und Testlizenz sichern.
Schritt 2: In deinem CAD-System (SOLIDWORKS, Creo oder NX) eine Beispielbaugruppe mit 4–6 Passdimensionen vorbereiten. Die Toleranzen so definieren, wie sie im Fertigungszeichnungssatz stehen.
Schritt 3: CETOL-Analyse für die Schließmaße der kritischsten Passung durchführen. Monte-Carlo-Simulation mit 50.000 Durchläufen starten. Cpk-Wert prüfen — alles unter 1,33 ist ein konkretes Risikosignal.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Spritzgusswerkzeugbauer in Bayern analysiert mit CETOL 6σ eine Baugruppe mit 8 kritischen Passungen für eine neue Getriebegehäuse-Form. Die Worst-Case-Rechnung im CAD zeigt grünes Licht. Die Monte-Carlo-Simulation mit realen Prozessstreuungen ergibt für zwei der acht Passungen einen Cpk von 0,9 — das entspricht etwa 2.700 Ausschussteilen pro Million. Die Konstruktion wird vor Werkzeugbau angepasst: Toleranzfeld der Kernkontur von ±0,05 mm auf ±0,03 mm verschärft, statt das Werkzeug nach Ersterprobung nachzuschleifen.
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