Celonis
Celonis SE
Marktführer im Process Mining. Celonis verbindet Prozessdaten aus ERP, CRM und Fachverfahren zu einem automatisch erstellten Prozessmodell — inklusive Engpasserkennung, Conformance-Checking und KI-gestützter Root-Cause-Analyse. Stark in Großunternehmen und öffentlichem Sektor; Preislage richtet sich an Enterprise-Kunden.
Kosten: Nur auf Anfrage; Einstieg ab ca. 50.000–100.000 € für erste Analyse-Projekte; Enterprise-Lizenzen ab ca. 150.000 €/Jahr
Stärken
- Tiefste ERP-Integration (SAP, Oracle, Salesforce) per vorgefertigten Konnektoren
- Automatische Engpass- und Anomalie-Erkennung mit KI-unterstützter Ursachenanalyse
- Konformitätsprüfung: Soll- vs. Ist-Prozess auf Einzelfall-Ebene sichtbar
- Celonis EMS: Empfehlungen zur Prozessverbesserung direkt in operative Systeme eingebettet
- EU-Datenhaltung auf Anfrage konfigurierbar; UK Cabinet Office und weitere öffentliche Kunden
Einschränkungen
- Keine öffentliche Preisgestaltung — fast ausschließlich Enterprise-Budget
- Implementierungsprojekte erfordern Systemintegrator oder Celonis-Professional-Services
- Setzt voraus, dass Prozesse in digitalisierten Fachverfahren mit Zeitstempeln vorliegen
- Für Behörden mit kleinen Antragszahlen kein wirtschaftlich sinnvolles Verhältnis
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Celonis kontaktieren und eine Demo für deinen spezifischen Prozesstyp (Genehmigungsverfahren, Antragsbearbeitung) anfragen. Celonis bietet Starter-Analysen an, bei denen ein Projektteam den ersten Event-Log-Export begleitet.
Schritt 2: IT-seitig prüfen, ob das verwendete Fachverfahren (z.B. Vitako-kompatible Systeme, MACH, SAP for Public Sector) bereits einen vordefinierten Celonis-Konnektor hat — das reduziert den Integrationsaufwand erheblich.
Schritt 3: Mit einem Pilotprozess starten (z.B. Baugenehmigungen eines Bezirks), Event Log extrahieren, Modell validieren. Erst nach erfolgreichem Pilot weitere Prozesse anschließen.
Ein konkretes Beispiel
Ein Landratsamt mit rund 4.000 Baugenehmigungsanträgen jährlich setzt Celonis ein, um Durchlaufzeiten pro Sachgebiet zu analysieren. Nach sechs Wochen Implementierung sieht die Verwaltungsleitung: 34% aller Anträge warten im Schnitt 19 Arbeitstage auf die Gegenlaufprüfung durch die untere Naturschutzbehörde — nicht weil die Naturschutzbehörde überlastet ist, sondern weil der digitale Übergabeschritt im Fachverfahren manuell ausgelöst werden muss und oft vergessen wird. Die technische Lösung kostet zwei Tage Konfigurationsaufwand — und spart 19 Tage pro Vorgang.
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