up2parts
up2parts GmbH
KI-Co-Pilot für zerspanende Fertigung. up2parts liest 3D-Modelle (STEP/DXF), schlägt Arbeitspläne und Kalkulationen vor und lernt aus den Ist-Daten jedes abgeschlossenen Auftrags weiter. Drei Module, cockpit (Bauteildaten zentralisieren), calculation (Arbeitsplan & Angebot) und autoCAM (NC-Code aus CAM-Systemen wie GibbsCAM, hyperMILL, Mastercam), adressieren gezielt Lohnfertiger, Werkzeugbau und Zerspanungsbetriebe.
Kosten: Preise auf Anfrage; 30 Tage kostenlose Testphase ohne Kreditkarte; Jahresabonnement, Lizenz je Modul (cockpit, calculation, autoCAM)
Kategorien
Stärken
- Selbstlernend pro Kunde, jeder abgeschlossene Auftrag schärft die eigene Kalkulationslogik
- 3D-Modell-Import (STEP, DXF) mit automatischer Geometrie- und PMI-Erkennung
- Drei Module passen sich der Reifestufe an: cockpit als Datenfundament, calculation für Angebote, autoCAM für NC-Programmierung
- Klare Industrie-Anbindung: Schaeffler, Sandvik und DMG MORI als strategische Investoren
- Daten bleiben Kundendaten, kein Cross-Training über Mandantengrenzen hinweg
- Deutscher Hersteller mit Sitz in Weiden, deutschsprachiger Support, EU-Datenhaltung
Einschränkungen
- Keine öffentliche Preisliste, Verhandlungsaufwand pro Lizenz
- Cold-Start-Problem: Ohne 50–100 historische Aufträge mit Ist-Zeiten ist die Trefferquote dünn
- Ersetzt kein ERP, sitzt zwischen CAD und ERP, nicht statt
- Kalkulationsqualität hängt direkt an der Datenqualität der Vergangenheit (BDE-Disziplin)
- autoCAM nur in Verbindung mit unterstützten CAM-Systemen (GibbsCAM, hyperMILL, Mastercam) sinnvoll
Passt gut zu
Kurzfazit
up2parts ist eine der wenigen KI-Anwendungen, die für zerspanende Fertigung wirklich passgenau gebaut wurde. Statt eines generischen ERP-Add-ons sitzt das Tool zwischen CAD und ERP, liest 3D-Modelle ein und erstellt Arbeitspläne sowie Kalkulationen, die mit jedem abgeschlossenen Auftrag näher an die echten Ist-Zeiten des Betriebs heranrücken. Mit Schaeffler, Sandvik und DMG MORI im Investorenkreis ist die Industrie-Anbindung ungewöhnlich stark, der größte Schwachpunkt bleibt die intransparente Preisliste und das klassische Cold-Start-Problem: Ohne saubere Vergangenheits-Daten lernt das System nichts. Wer aber 50–100 sauber rückgemeldete Aufträge mitbringt, sieht die Wirkung schnell.
Für wen ist up2parts?
Lohnfertiger mit hohem Angebotsdruck: Wer wöchentlich 30+ Anfragen kalkulieren muss und derzeit jede einzeln mit Excel oder ERP-Hauseigenkalkulation durchrechnet, hat hier den klassischen Anwendungsfall. up2parts liefert Vorschläge in Minuten, der Kalkulator wird zum Prüfer statt zum Ausrechner.
Werkzeug- und Formenbau: Komplexe 3D-Geometrien sind die schwierigsten Kalkulationen, viele Bearbeitungsoperationen, viele Aufspannungen, viele Erfahrungswerte nötig. Genau hier spielen die geometrische Ähnlichkeitssuche und die selbstlernende Kalkulationslogik ihre Stärke aus, weil ähnliche Bauteile aus der Vergangenheit als Referenz herangezogen werden.
Zerspanungsbetriebe mit Wachstumsproblem: Klassiches Mittelstandsproblem, die zwei bis drei erfahrenen Kalkulatoren sind der Engpass. up2parts skaliert die Kalkulationsleistung, ohne dass zusätzliches Personal eingestellt werden muss. Besonders relevant in Regionen mit knappem Facharbeitermarkt.
Betriebe mit Wissensverlust-Sorge: Wenn die zwei alten Hasen in Rente gehen, geht meist 30 Jahre Erfahrungswissen mit. up2parts hält dieses Wissen im System fest, weil jede Kalkulationsentscheidung und jeder Ist-Aufwand als Trainingsdatum dient.
CAM-intensive Betriebe (GibbsCAM, hyperMILL, Mastercam): Wer eines dieser Systeme nutzt, kann mit autoCAM die NC-Programmierung beschleunigen. Wer keines davon nutzt, lässt das Modul links liegen, autoCAM ist kein eigenständiger CAM-Ersatz.
Weniger geeignet für: Reine Handwerksbetriebe ohne CAD/CAM-Workflow, Einzelfertiger mit hochindividuellen Unikaten ohne Wiederholungscharakter, Frischbetriebe ohne historische BDE-Daten und alle, die ein vollständiges ERP suchen, up2parts ergänzt, ersetzt nicht.
Preise im Detail
| Lizenzart | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Testphase | 0 € (30 Tage) | Ohne Kreditkarte, voller Funktionsumfang zur Evaluation |
| cockpit | Auf Anfrage | Zentralisierte Bauteildaten, PMI-Verknüpfung, geometrische Ähnlichkeitssuche, Fertigbarkeits-Analyse |
| calculation | Auf Anfrage | KI-gestützte Arbeitsplan- und Angebotskalkulation, ERP/Excel-Export, lernt aus Ist-Daten |
| autoCAM | Auf Anfrage | Automatisierte NC-Programmierung für GibbsCAM, hyperMILL, Mastercam |
| Komplettpaket | Auf Anfrage | Alle drei Module, gemeinsame Datenbasis, Mengenstaffel auf Lizenzbasis |
Einordnung: Die fehlende öffentliche Preisliste ist im B2B-Industriesoftware-Umfeld leider Standard, aber für Erstinteressenten ein Reibungspunkt. Aus Marktgesprächen liegen die Einstiegspreise typischerweise im niedrigen vierstelligen Bereich pro Monat für die ersten Lizenzen, die echten Zahlen hängen aber stark an Modulwahl, Nutzeranzahl und Jahresbindung. Wichtiger als der Listenpreis: Plane den Cold-Start mit ein. Die ersten 6–12 Wochen verbringt das System mit dem Anlernen, wirklicher ROI entsteht ab Monat 4. Wer die 30-Tage-Testphase mit echten Daten füllt, kann diese Lernkurve im Lizenzpoker als Argument nutzen, viele Kunden verhandeln nach erfolgreicher Pilotphase günstigere Einstiegskonditionen.
Stärken im Detail
Selbstlernend pro Kunde. Die zentrale Verheißung jeder KI-Kalkulationslösung, und up2parts hält sie ein, indem jedes Mandanten-System unabhängig trainiert wird. Wer Standardteile fertigt, sieht nach einigen Wochen, dass Vorschläge immer näher an die tatsächlichen Bearbeitungszeiten herankommen. Der ausdrückliche Verzicht auf Cross-Mandanten-Training („Ihre Daten bleiben Ihre Daten”) ist im DSGVO-Kontext ein wichtiges Argument.
Geometrische Ähnlichkeitssuche. Beim Import eines STEP-Modells durchsucht cockpit die eigene Bauteildatenbank nach geometrisch ähnlichen Teilen und schlägt deren Arbeitspläne, Werkzeuge und Ist-Zeiten als Referenz vor. Diese Funktion allein rechtfertigt für viele Betriebe das Tool, weil Wissen aus 10 Jahren Auftragshistorie endlich abrufbar wird, statt in PDF-Ordnern zu verstauben.
PMI-Verarbeitung. Toleranzen, Oberflächengüten und Maße werden aus der Product Manufacturing Information des CAD-Modells direkt ausgelesen und in die Kalkulationslogik überführt. Wer noch händisch Zeichnungs-PDFs liest und Toleranzen abtippt, spart hier substanziell Zeit, und reduziert Übertragungsfehler.
Branchen-Investoren als Validierungssignal. Schaeffler, Sandvik und DMG MORI sind keine Finanzinvestoren auf der Suche nach 10x-Return, das sind strategische Investoren, die die Software in ihren eigenen Werken sehen wollen. Das ist die stärkste mögliche Marktvalidierung für eine deutsche B2B-Fertigungssoftware und verschafft up2parts Zugang zu CAD-Modell-Pools, die Wettbewerber nicht bekommen.
Drei-Modul-Architektur passt zur Reifestufe. Du musst nicht alles auf einmal kaufen. Viele Betriebe starten mit calculation, weil der Angebotsdruck am höchsten ist, ergänzen später cockpit als zentrale Datenebene und schalten autoCAM erst frei, wenn der CAM-Workflow konsolidiert ist. Diese gestufte Einführung reduziert das Projektrisiko erheblich.
Deutscher Hersteller, EU-Hosting, deutschsprachiger Support. In einem KI-Markt, der überwiegend aus dem Silicon Valley kommt, ist ein in Weiden i.d.OPf. gegründetes Unternehmen mit echtem deutschem Telefonsupport (+49 961 388 336 00) ein Standortvorteil. Für viele Mittelständler ist das ein entscheidendes Kaufkriterium, gerade im Maschinenbau, wo man den Hersteller persönlich kennen will.
Schwächen ehrlich betrachtet
Intransparente Preise. Es gibt keine veröffentlichte Preisliste, kein Self-Service-Sign-up nach dem Test. Jede Anfrage geht in den Vertriebsprozess. Das passt zwar zur typischen B2B-Industriesoftware-Erwartung, schreckt aber kleinere Betriebe oder Erstinteressenten ab, die einfach mal vergleichen wollen. Wettbewerber mit transparenter Preisstrategie haben hier einen psychologischen Vorteil.
Cold-Start ist ein echtes Problem. Ohne historische Ist-Daten lernt up2parts nichts, und viele Betriebe haben genau hier ihren wunden Punkt: BDE-Daten sind oft lückenhaft, ungepflegt oder unstrukturiert. Wer kein sauberes Rückmeldesystem hat, muss erst dort aufräumen, bevor up2parts überhaupt zeigen kann, was es kann. Plane realistisch 3–6 Monate Vorbereitungs- und Lernphase ein, bevor du echten Produktivitätsgewinn siehst.
Kein vollwertiger ERP-Ersatz. up2parts sitzt explizit zwischen CAD und ERP. Wer ein veraltetes ERP ablösen will, braucht eine andere Lösung, und muss dann zusätzlich up2parts integrieren. Die Integrationsaufwände in Richtung gängiger Mittelstands-ERPs (proALPHA, abas, infor) sind dokumentiert, aber nicht trivial.
autoCAM-Abhängigkeit von Drittanbietern. Das CAM-Modul ist eine Erweiterung für GibbsCAM, hyperMILL und Mastercam. Wer SolidCAM, Esprit, NX CAM oder ein anderes System nutzt, profitiert vom autoCAM-Modul nicht. Für reine OpenMind- oder Siemens-Häuser bleibt also nur das halbe Wertversprechen.
Lernkurve für Kalkulatoren ist real. Die Software macht Vorschläge, der erfahrene Kalkulator muss aber lernen, diesen Vorschlägen zu trauen, sie sinnvoll zu prüfen und nicht jedes Mal von Grund auf nachzurechnen. Diese kulturelle Veränderung scheitert häufiger an Skepsis als an der Software selbst und sollte als Change-Management-Aufgabe ernst genommen werden.
Junge Firma, junger Funktionsumfang. Gegründet 2020 ist up2parts noch ein vergleichsweise junges Unternehmen. Manche Funktionen, die etablierte ERP-Anbieter seit Jahren haben (Mehrlager-Logik, komplexe Stückzahl-Staffeln, internationale Steuern), fehlen oder sind rudimentär. up2parts versteht sich bewusst als Spezialwerkzeug, nicht als Generalist, das ist Stärke und Schwäche zugleich.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Technische Zeichnungen aus PDF auswerten willst | Werk24 |
| Angebots- und Office-Workflows rund um die Kalkulation beschleunigen willst | Microsoft 365 Copilot |
| Ein vollständiges Fertigungs-ERP suchst | proALPHA, abas oder infor (nicht KI-fokussiert) |
| Eine Plattform mit Marktplatz-Zugang willst | Xometry oder JustParts (Cloud-Marktplätze, andere Logik) |
| Nur CAM-Programmierung beschleunigen willst | bleib bei deinem CAM-System mit eigenen Makros |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: tacto (KI für Einkauf statt Fertigung, anderer Use-Case), 3D Spark (Kalkulation für additive Fertigung statt Zerspanung), Xometry und JustParts (Marktplatz-Plattformen, die selbst Aufträge vermitteln statt sie zu kalkulieren). up2parts hat in der DACH-Zerspanungs-Nische derzeit keine 1:1-Konkurrenz, die meisten Wettbewerber sind entweder Marktplätze, klassische ERPs oder reine Zeichnungsauswerter. Genau diese Nischenposition ist der größte Wettbewerbsvorteil.
So steigst du ein
Schritt 1: Sichte deine BDE-Datenqualität. Bevor du auch nur die Testphase startest, prüfe: Hast du mindestens 50–100 abgeschlossene Aufträge mit dokumentierten Ist-Zeiten? Sind die Bauteile als STEP oder zumindest als gut strukturiertes DXF vorhanden? Wenn nein, ist das deine erste Hausaufgabe, sonst verpufft die Testphase wirkungslos.
Schritt 2: Starte die 30-Tage-Testphase mit echten, repräsentativen Daten. Lade nicht nur ein STEP-Modell hoch, nimm einen ganzen Auftragsstapel der letzten drei Monate, importiere die historischen Aufträge mit Ist-Zeiten und vergleiche dann die Vorschläge des Systems mit dem, was du händisch kalkulieren würdest. Die ersten Vorschläge werden ungenau sein, das ist erwartet und kein KO-Kriterium.
Schritt 3: Plane die ERP-Integration. Sobald die Kalkulation steht, soll der Arbeitsplan idealerweise direkt im ERP landen. Sprich früh mit deinem ERP-Anbieter über Schnittstellen, manche unterstützen up2parts nativ, bei anderen braucht es einen Mittelweg per CSV oder REST-API. Diese Integration ist der Punkt, an dem viele Projekte länger dauern als geplant.
Schritt 4 (optional): Wenn calculation läuft und ROI sichtbar wird, evaluiere cockpit als zentrale Bauteildatenebene und autoCAM bei passenden CAM-Systemen. Erfahrungsgemäß lohnt sich autoCAM erst, wenn calculation produktiv und akzeptiert ist, sonst überfordert man die Kalkulations- und CAM-Abteilung gleichzeitig.
Ein konkretes Beispiel
Ein Zerspanungsbetrieb aus Schwaben mit 35 Mitarbeitenden kalkuliert monatlich 40–60 Anfragen, meist Einzel- und Kleinserienteile für Maschinenbau- und Automotive-Zulieferer. Bisher brauchte der Hauptkalkulator durchschnittlich 3 Stunden pro Anfrage; bei Urlaub oder Krankheit wurde der Angebotsstau zum Vertriebsproblem. Nach der 30-Tage-Testphase und drei Monaten Produktivbetrieb mit up2parts calculation werden Standardanfragen in 20–30 Minuten kalkuliert, der Kalkulator prüft und gibt frei, statt von Grund auf zu rechnen. Das Ergebnis: statt 10 können jetzt 25–30 Anfragen pro Woche bearbeitet werden, ohne Mehrpersonal. Zeitersparnis pro Anfrage: ca. 2,5 Stunden. Der Geschäftsführer beziffert die Trefferquote der Kalkulationen auf gleichem Niveau wie vorher, entscheidend ist nicht höhere Genauigkeit, sondern höhere Geschwindigkeit bei gleicher Qualität, ergänzt um die Tatsache, dass jetzt auch der zweite, weniger erfahrene Kalkulator zuverlässige Vorschläge produzieren kann.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: EU (Deutschland), up2parts GmbH ist ein deutscher Hersteller mit Sitz in Weiden i.d.OPf.
- Datennutzung: Kundendaten werden ausdrücklich nicht für ein Cross-Training oder die Verbesserung anderer Mandantensysteme verwendet. Jedes Kundensystem lernt unabhängig.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Als deutscher SaaS-Anbieter standardmäßig verfügbar, Vertragsentwurf wird im Vertriebsprozess vorgelegt.
- CAD-Modell-Vertraulichkeit: Hochgeladene STEP/DXF-Modelle enthalten oft geheime Konstruktionsdetails (Mandanten- oder Kundeneigentum). Die Vertragsgestaltung sollte explizit regeln, wie lange Modelle vorgehalten und wann sie gelöscht werden.
- Account-Löschung: Standardprozess über den Kundenbetreuer; Datenexport vor Vertragsende sollte vorab geklärt werden.
- Empfehlung für Unternehmen: Für Lohnfertiger, die für Wehrtechnik, kritische Infrastruktur oder Tier-1-Automotive arbeiten, vorab klären, wo die KI-Modelle physisch laufen und ob ggf. eine On-Premise-Variante verfügbar ist. Der EU-Standortvorteil ist hier real, sollte aber im Vertrag dokumentiert werden.
Gut kombiniert mit
- Werk24, wenn viele Anfragen noch als PDF-Zeichnungen reinkommen, extrahiert Werk24 die technischen Informationen automatisiert. Das Ergebnis fließt als strukturierter Input in up2parts.
- Microsoft 365 Copilot, für Angebotsschreiben, E-Mail-Kommunikation mit Kunden und Excel-Auswertungen rund um die Kalkulation. up2parts liefert die Zahl, Copilot formuliert das Angebot.
- Ein Mittelstands-ERP (proALPHA, abas, infor) als Backbone für Auftrags-, Lager- und Finanzmanagement, up2parts liefert die Vorlage für den Arbeitsplan, das ERP übernimmt die kommerzielle Abwicklung.
Unser Testurteil
up2parts verdient 4 von 5 Sternen. In seiner Nische, KI-gestützte Kalkulation und Arbeitsplanung für zerspanende Fertigung, gibt es im DACH-Raum derzeit keine vergleichbar fokussierte Lösung mit gleichem industriellem Rückhalt. Schaeffler, Sandvik und DMG MORI als Investoren signalisieren Marktrelevanz, die Drei-Modul-Architektur passt zur unterschiedlichen Digitalisierungs-Reifegrade der Zielgruppe, und die selbstlernende Logik liefert nach der Anlaufphase echte Produktivitätsgewinne. Den fünften Stern verliert up2parts an die intransparente Preisliste, den unvermeidbaren Cold-Start-Aufwand und die Tatsache, dass das Tool nur dann sein volles Potenzial entfaltet, wenn die BDE-Datenqualität stimmt, und das ist im realen Mittelstand häufig erst die zweite Hausaufgabe. Wer aber zu Lohnfertigern, Werkzeugbauern oder mittleren Zerspanern gehört und schon ein digitales Rückmeldesystem hat, sollte up2parts auf die Shortlist setzen.
Was wir bemerkt haben
- 2020, Gegründet in Weiden i.d.OPf. von Marco Bauer, dessen Familie selbst einen Zerspanungsbetrieb führt. Dieser direkte operative Hintergrund ist im KI-Startup-Umfeld eher ungewöhnlich und unterscheidet up2parts von vielen rein technologiegetriebenen Mitbewerbern.
- 2022–2024, Schaeffler, Sandvik und DMG MORI sind als strategische Investoren eingestiegen. Drei der größten Player in Wälzlagern, Werkzeugen und Werkzeugmaschinen, ein Investorenkreis, der für einen deutschen KI-Mittelständler außergewöhnlich ist und signalisiert, dass die Branche das Thema ernst nimmt.
- 2024, Das CAM-Modul wurde in autoCAM umbenannt und auf zusätzliche Plattformen (hyperMILL, Mastercam neben dem ursprünglichen GibbsCAM) ausgeweitet. Das deutet auf wachsende Adoption im Werkzeugbau hin.
- Mai 2026, Weiterhin keine öffentliche Preisliste. Wer die 30-Tage-Testphase erfolgreich absolviert und mit harten Pilotdaten in die Lizenzverhandlung geht, hat erfahrungsgemäß die besten Konditionen, pauschal kommunizierte Einstiegspakete gibt es derzeit nicht.
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