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Werk24

W24 Service GmbH

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Münchner KI-API für die automatische Extraktion von Fertigungsmerkmalen aus technischen Zeichnungen. Werk24 liest Zeichnungen als PDF oder Bild, gibt strukturierte JSON-Daten zurück: Maße, Toleranzen, GD&T, Gewinde, Oberflächenrauheit, Titelblock-Felder. Spezialisiert auf mechanische Fertigungszeichnungen, mit erklärter Genauigkeit über 95 % bei Standardannotationen. Datenresidenz wahlweise EU oder USA.

Kosten: Trial 100 Seiten / 90 Tage kostenlos. Essential 490 €/Monat (500 Seiten inkl.), Growth 1.490 €/Monat (2.500 Seiten), Corporate auf Anfrage (5.000–15.000+ Seiten). Overage: 0,15 € (Metadata), 0,85 € (Features), 0,95 € (Insights) je Seite.

Kategorien

Stärken

  • Verarbeitet PDF, TIFF, JPEG, PNG, BMP und JP2, auch gescannte alte Zeichnungen und mehrseitige Dokumente (ab 200 DPI empfohlen)
  • Kein Template-Training nötig: Upload, JSON-Antwort in 5–20 Sekunden, kein Setup
  • REST-API mit Python-Client und Webhooks, direkt in ERP/PLM integrierbar
  • Versteht ASME/ISO-Standards, GD&T, Gewinde, Toleranzen, geht weit über reine OCR hinaus
  • Münchner Unternehmen, EU-Datenresidenz wählbar (alternativ USA)
  • Drawing Redaction: Logos und sensible Felder können automatisch entfernt werden, wichtig vor Weitergabe an Zulieferer

Einschränkungen

  • Unterstützt KEINE nativen CAD-Formate (DWG, DXF), erfordert PDF- oder Bild-Export aus CAD
  • Einstiegspreis 490 €/Monat (Essential) macht die Lösung für sehr kleine Einzelbetriebe unwirtschaftlich
  • Optimiert für mechanische Fertigungszeichnungen (Maschinenbau, Metallbearbeitung), Möbel- und Holzbranche ist kein Primärmarkt
  • Semantisches Verständnis fehlt: erkennt '800 mm × 600 mm × 720 mm', nicht 'das ist ein Küchenunterschrank'
  • Keine Unterstützung für proprietäre Möbel-CAD-Formate wie IMOS, Cabinet Vision, PaletteCAD
  • Bei sehr schlechten Scans oder handschriftlichen Anmerkungen sinkt die Genauigkeit spürbar

Passt gut zu

Fertigungsunternehmen mit täglich hunderten technischer Zeichnungen für Kalkulation und Angebotserstellung ERP- oder PLM-Integrationen, die aus Zeichnungspaketen automatisch Stücklisten oder Angebotspreise erzeugen Beschaffungsplattformen, die eingehende Kundenzeichnungen automatisch auswerten

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du erhältst regelmäßig PDF-Zeichnungen von Kunden oder Zulieferern und willst sie automatisch in dein ERP/CRM einspeisen
  • Du baust eine RFQ-Plattform oder Beschaffungsstrecke und brauchst eine zuverlässige Drawing-to-JSON-Pipeline
  • Dein Volumen liegt bei mindestens 100 Zeichnungen pro Monat, sonst rechnet sich der Essential-Tarif nicht
  • Du brauchst EU-Datenresidenz mit AVV

Wann nein

  • Du arbeitest hauptsächlich mit nativen DWG/DXF-Dateien und willst keinen PDF-Zwischenschritt
  • Dein Geschäft sind Möbelzeichnungen, Architekturpläne oder Sondertechnik (Schaltpläne, Rohrleitungspläne)
  • Du brauchst eine sofortige semantische Klassifikation (was ist das für ein Bauteil?), nicht nur Maße und Toleranzen
  • Du hast weniger als 50 Zeichnungen pro Monat, eine manuelle Bearbeitung bleibt günstiger

Kurzfazit

Werk24 ist eines der wenigen KI-Produkte aus Deutschland, das in seiner Nische international gehört wird. Die API liest mechanische Fertigungszeichnungen und gibt strukturierte JSON-Daten zurück, Maße, Toleranzen, GD&T, Gewinde, Titelblock. Für Maschinenbau und Metallbearbeitung mit hohem Zeichnungsdurchsatz ist das ein echter Produktivitätshebel. Nicht geeignet für Möbel- oder Holzbranchen, native CAD-Formate fehlen, und der Einstiegspreis von 490 € im Monat verlangt ein klares Volumen. Wer aber täglich dutzende Zeichnungen verarbeitet, bekommt eine seriöse, EU-hostbare Schnittstelle ohne Trainings-Aufwand.

Für wen ist Werk24?

Fertigungsdienstleister mit hohem RFQ-Volumen: Lohnfertiger, Lasercutting-Anbieter, CNC-Dienstleister, alle, die täglich Kundenzeichnungen für Angebote auswerten müssen. Statt jede Zeichnung manuell zu öffnen und Maße zu notieren, fließt der Output direkt in die Kalkulation.

Beschaffungsplattformen und RFQ-Marktplätze: Plattformen wie Laserhub, DiManEx oder OEM-Plattformen, die eingehende Kundenzeichnungen automatisch klassifizieren und an Zulieferer routen, gehören zur Kernzielgruppe. Hier zahlt sich die API-First-Architektur direkt aus.

ERP- und PLM-Anbieter: Werk24 lässt sich als Backend-Komponente in eigene Software einbauen, z. B. um beim Auftragseingang automatisch eine Stückliste aus der Zeichnung zu erzeugen oder die Toleranzfelder ins PLM zu spiegeln.

Konstruktions-Abteilungen mit Altdaten-Last: Wer noch Jahrzehnte alter PDF- oder Scan-Bestand auswerten muss (z. B. für Ersatzteilrekonstruktion), bekommt mit Werk24 eine pragmatische Schiene, um Altzeichnungen in moderne ERP-Datenmodelle zu überführen.

Weniger geeignet für: Möbeltischlereien (Werk24 versteht keine Möbel-Konstruktionslogik), Architekturbüros (keine Architekturpläne), Anlagenbauer mit Rohrleitungs- oder Schaltplänen (out of scope), Einzelbetriebe mit weniger als 50 Zeichnungen im Monat (Lizenzkosten amortisieren sich nicht), und alle, die DWG/DXF direkt verarbeiten wollen, Werk24 verlangt PDF- oder Bild-Export.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Trial0 €100 Seiten / 90 Tage, zum Evaluieren
Essential490 €/Monat500 Seiten inklusive, Standard-Features, 90-Tage-Ausstieg
Growth1.490 €/Monat2.500 Seiten inklusive, populärste Stufe, 15 % Overage-Rabatt
CorporateAuf Anfrage5.000–15.000+ Seiten, 30–55 % Overage-Rabatt, dedizierte Umgebung, SLA, optional Zero Retention

Overage-Preise: 0,15 € pro Seite für reine Metadata-Extraktion, 0,85 € für Features (Maße, Toleranzen, GD&T), 0,95 € für vollständige Manufacturing Insights.

Einordnung: Werk24 ist klar volume-orientiert. Bei weniger als 100 Zeichnungen pro Monat lohnt sich selbst Essential nicht, da bleibt manuelle Bearbeitung günstiger. Der wirtschaftliche Sweetspot liegt bei 300–2.500 Seiten/Monat: hier rechnet sich Essential bzw. Growth schnell, wenn jede Zeichnung sonst 10–15 Minuten Technikerzeit kostet. Bei höheren Volumina (Plattformen, Großbetriebe) lohnt direkt Corporate, die deutlichen Overage-Rabatte machen die Stückkosten dort attraktiv. Wichtig: Die Preise sind seit dem ursprünglichen Stub (990 €/Monat Grundgebühr) auf ein gestaffeltes Modell umgestellt worden, der neue Einstieg ab 490 € ist eine echte Senkung der Einstiegshürde.

Stärken im Detail

Über 95 % Genauigkeit bei Standardannotationen, und das ohne Trainingsdaten. Was klassische Document-AI-Plattformen (Rossum, AWS Textract, Azure Form Recognizer) verlangen, Template-Training, beschriftete Beispiele, Feedback-Loops, entfällt bei Werk24. Das Modell ist mit umfangreichen Zeichnungsbeständen vortrainiert und versteht ASME-/ISO-Standards. Für Unternehmen, die schnell starten wollen, ist das ein deutlicher Vorteil gegenüber generischen Document-AI-Bausteinen.

Domänenwissen, nicht nur OCR. Werk24 erkennt Gewinde („M8x1.25”), Form- und Lagetoleranzen (GD&T), Oberflächensymbole und Schweißzeichen als das, was sie technisch bedeuten, nicht nur als Textfragmente. Wer einmal versucht hat, GD&T mit reiner OCR zu extrahieren, weiß: das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

API-First, sauber dokumentiert. Python-Client, REST-Endpoints, Webhooks für asynchrone Verarbeitung. In wenigen Stunden ist eine Pipeline aus „PDF eingegangen → Werk24 aufrufen → JSON ins ERP” gebaut. Für DevOps und Integratoren ist das ein angenehmer Stack, keine UI, kein Vendor-Lock-in über Click-Workflows.

EU-Datenresidenz wählbar. Anders als viele KI-APIs, die nur US-Hosting anbieten, gibt es bei Werk24 explizit eine EU-Option. Das ist für DSGVO-relevante Projekte (Automobil, Medizintechnik, Verteidigung) ein echter Hebel. Höhere Stufen bieten optionale „Zero Retention”, Eingangsdaten werden nach Verarbeitung sofort verworfen.

Drawing Redaction als Compliance-Feature. Werk24 kann Logos, Firmennamen und sensible Felder vor Weitergabe automatisch entfernen. Für Fertigungsplattformen, die Kundenzeichnungen an Zulieferer routen, ohne die Identität des Endkunden preiszugeben, ist das ein wichtiges Feature, und es ist nicht in vielen Wettbewerbsprodukten verfügbar.

Münchner Sitz, deutscher Support. Anbieter ist die W24 Service GmbH aus München. Für deutsche Mittelständler ein nicht zu unterschätzender Vorteil, Vertragssprache, Rechnungsstellung in EUR, deutsche Ansprechpartner, regulatorische Nähe.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine nativen CAD-Formate. DWG und DXF, die nativen Formate von AutoCAD und vielen anderen CAD-Systemen, werden nicht unterstützt. Werk24 verlangt PDF, TIFF, JPEG, PNG oder BMP. Wer direkt aus dem CAD-System exportieren kann, hat keine Hürde, aber wer Bestände in DWG hat, braucht eine Konvertierungsschicht. Für viele Workflows ist das ein zusätzlicher Schritt, der den Nutzen begrenzt.

Semantik fehlt komplett. Werk24 liest Maße, Toleranzen und Titelblock. Es klassifiziert die Zeichnung aber nicht als „Welle”, „Lagerbock” oder „Gehäuse”. Wer eine semantische Klassifikation braucht, muss eine zweite Pipeline (z. B. ein Embeddings-Modell auf den Beschriftungen) dahinterhängen. Das macht Werk24 zu einem Extraktionswerkzeug, nicht zu einem Klassifizierer, und in Verkaufsgesprächen wird der Unterschied gelegentlich verwischt.

Keine Möbel- oder Holzbranche. Werk24 ist explizit auf mechanische Fertigungszeichnungen aus Maschinenbau, Metallbearbeitung und allgemeiner Fertigung ausgerichtet. IMOS, Cabinet Vision, PaletteCAD und andere Möbel-CAD-Logiken sind nicht abgebildet. Wer in der Möbelfertigung Drawing-AI sucht, sollte sich bei spezialisierten Anbietern wie Kreator oder den Hersteller-eigenen Tools umsehen.

Genauigkeit fällt bei schlechten Scans. Die beworbenen 95 % gelten für Standardannotationen in halbwegs sauberer Qualität (ab 200 DPI). Bei alten Faxausdrucken, handschriftlichen Anmerkungen oder verschmutzten Werkstattzeichnungen sinkt die Trefferquote. Für Alt-Bestände sollte das mit Stichproben getestet werden, bevor eine Massenverarbeitung geplant wird.

Einstieg ab 490 €/Monat schließt Kleinstbetriebe aus. Für einen Einzeltechniker, der wöchentlich 20 Zeichnungen prüft, lohnt sich Essential nicht. In diesem Segment bleibt der manuelle Workflow oder eine generische Document-AI-Lösung wie AWS Textract realistischer.

Keine UI für Endanwender. Werk24 ist eine reine API, wer eine grafische Oberfläche zum Hochladen, Prüfen und Korrigieren erwartet, findet sie nicht. Das ist Absicht (B2B-API), aber im Vergleich zu Wettbewerbern mit Web-Frontend (Rossum, Hyperscience) eine Hürde für nichttechnische Nutzer.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Allgemeine Dokumente (Rechnungen, Verträge) extrahieren willst
In der AWS-Welt eine generische Textract-Pipeline brauchst
In Microsoft-Cloud-Umgebungen Document Intelligence einsetzt
Eine breite Document-AI-Plattform mit eigenem Vision-Training willst
Strukturierte Unternehmensformulare automatisch parsen willst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Cadenas PARTsolutions (klassische Teilebibliothek mit Form-Suche), 3DfindIT (3D-Geometriesuche), Spec-it (Möbelzeichnungen), Partfox und Kreator AI (junge Anbieter für die Möbelbranche). Im Maschinenbau-Drawing-AI-Segment ist Werk24 derzeit eine der stärksten europäischen Optionen, vergleichbare US-Lösungen liefern oft schwächere Qualität bei deutschen ISO-Zeichnungen, weil sie auf ASME-Standards optimiert sind.

So steigst du ein

Schritt 1: Teste die API kostenlos mit deinen eigenen Zeichnungen, Werk24 bietet einen Trial mit 100 Seiten über 90 Tage. Exportiere 20–30 repräsentative Zeichnungen als PDF aus deiner CAD-Software und lade sie über die API hoch. Wichtig: Die Auswahl sollte den Realfall abbilden, also auch schwierige Fälle wie alte Scans, handschriftliche Anmerkungen, ungewöhnliche Toleranzfelder.

Schritt 2: Analysiere den JSON-Output systematisch: Welche Felder werden korrekt extrahiert (Maße, Titelblock, Toleranzen, GD&T)? Welche fehlen oder sind ungenau? Trage die Trefferquote in einer Tabelle ein, bevor du die ROI-Rechnung aufmachst. Das gibt dir sofort ein realistisches Bild der Genauigkeit für deine Zeichnungsart.

Schritt 3: Baue den API-Aufruf in deinen Prozess ein, entweder über den Python-Client oder direkt als REST-Aufruf. Definiere, welche extrahierten Felder in welche Zielfelder deines ERP oder Katalogs fließen. Der Mapping-Schritt ist die eigentliche Integrationsarbeit; plane ein bis zwei Wochen für eine produktive Pipeline.

Schritt 4: Stelle eine Ausnahmebehandlung sicher, Zeichnungen mit niedriger Konfidenz sollten an einen Menschen weitergereicht werden, nicht stillschweigend ins ERP fließen. Das ist die Differenz zwischen einem nützlichen Hilfswerkzeug und einer fehlerträchtigen Black Box.

Ein konkretes Beispiel

Ein Metallbauunternehmen aus Schwaben (35 Mitarbeiter, Lohnfertigung) erhält täglich 40–80 Kundenzeichnungen für Angebotsanfragen. Früher hat ein Techniker jede Zeichnung geöffnet, Maße notiert und manuell in die Kalkulationstabelle übertragen, 10–15 Minuten pro Zeichnung, je nach Komplexität. Mit Werk24 werden eingehende PDF-Zeichnungen über einen Webhook an die API geschickt: Hauptmaße, Materialangaben aus dem Titelblock und Toleranzfelder landen in Sekunden im ERP. Der Techniker prüft nur noch Ausnahmen (niedrige Konfidenz, ungewöhnliche Symbole). Durchsatz verdreifacht, Fehlerrate bei der Datenübertragung nahezu eliminiert. Lizenzkosten Growth-Tarif 1.490 €/Monat, bei ehemals 8 Techniker-Stunden täglich für Drawing-Review (~250 €/Tag, 5.500 €/Monat) amortisiert sich das nach zwei Wochen.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Wahlweise EU oder USA, bei EU-Wahl Verarbeitung in europäischen Rechenzentren.
  • Datennutzung: Eingangsdaten werden zur Verarbeitung gespeichert; ab Corporate-Tarif optional „Zero Retention”, Eingangsdaten werden nach Verarbeitung sofort verworfen.
  • Verschlüsselung: TLS in transit, AES-256 at rest.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Verfügbar, direkter Vertrag mit W24 Service GmbH, München.
  • Drawing Redaction: Kunden können sensitive Felder (Logos, Firmennamen) automatisch entfernen lassen, bevor Zeichnungen an Dritte weitergegeben werden.
  • Empfehlung für Unternehmen: Bei vertraulichen Kundenzeichnungen (z. B. Automotive-Zulieferer mit NDA, Verteidigungstechnik, Medizintechnik) explizit EU-Hosting + Zero Retention konfigurieren. Vor produktivem Einsatz sollte eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchgeführt und der AVV vom internen Rechtsteam geprüft werden.

Gut kombiniert mit

  • , Werk24 nimmt am Ausgangsende den PDF-Export aus SolidWorks (oder anderen Maschinenbau-CAD-Systemen) entgegen. Die saubere Strukturierung der SolidWorks-Titelblöcke erhöht die Werk24-Trefferquote spürbar.
  • , wenn neben Zeichnungen auch Bestellpapiere, Lieferpapiere und Rechnungen verarbeitet werden müssen, ergänzt Rossum die Werk24-Pipeline für die kaufmännischen Belege. Beide liefern strukturiertes JSON in ähnlicher Struktur.
  • , für sekundäre OCR-Aufgaben außerhalb des Zeichnungs-Schwerpunkts (Stempel, Freitext-Notizen) lässt sich Textract als Fallback einbinden. Werk24 bleibt dabei die Spezialschicht für PMI-Daten, Textract übernimmt den Rest.

Unser Testurteil

Werk24 verdient 4 von 5 Sternen. In seiner Nische, automatisierte Extraktion von Fertigungsmerkmalen aus mechanischen Zeichnungen, ist die Lösung technisch sehr stark, die EU-Datenresidenz hebt sie gegenüber US-Konkurrenten ab, der API-First-Ansatz passt zu Integrations-Anforderungen moderner Fertigungssoftware. Den fünften Stern verliert das Tool durch die fehlende Unterstützung nativer CAD-Formate, das fehlende semantische Verständnis (nur Maße, keine Klassifikation), die enge Bindung an mechanische Maschinenbau-Zeichnungen (keine Möbel-, Holz- oder Architekturpläne) und den hohen Einstiegspreis, der Kleinbetriebe ausschließt. Für mittelständische Fertigungsdienstleister und Beschaffungsplattformen mit ernsthaftem Zeichnungsvolumen ist Werk24 eine seriöse Wahl, und eine der wenigen deutschen KI-Plattformen, die international konkurrenzfähig agieren.

Was wir bemerkt haben

  • 2025–2026, Werk24 hat das Preismodell von einer einheitlichen Grundgebühr (zuvor 990 €/Monat) auf ein gestaffeltes Modell (Essential 490 €, Growth 1.490 €, Corporate auf Anfrage) umgestellt. Damit ist der Einstieg für mittlere Unternehmen deutlich attraktiver geworden, der Trial mit 100 Seiten über 90 Tage senkt die Evaluierungshürde zusätzlich.
  • Mai 2026, Drawing Redaction ist als Standardfeature ausgebaut worden. Logos, Firmennamen und definierbare Felder können vor Weitergabe automatisch entfernt werden, ein Differenzierungsmerkmal gegenüber generischen Document-AI-Anbietern.
  • 2024–2025, Werk24 hat Referenzkunden wie Laserhub und DiManEx öffentlich kommuniziert. Beide bestätigen substanzielle Verarbeitungsbeschleunigungen („tausende Zeichnungen in wenigen Stunden”), was die Validierung der Plattform für Plattform-Geschäftsmodelle stützt.
  • Seit Gründung, Werk24 ist eines der wenigen profilierten deutschen KI-Produkte mit B2B-API-First-Ansatz. Im internationalen Document-AI-Markt (mit US-dominierten Anbietern wie Rossum, Hyperscience, Veryfi) eine bemerkenswerte Positionierung, die EU-Residenz-Option ist ein klarer regulatorischer Hebel im europäischen Vertrieb.

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