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Spanflug MAKE

Spanflug Technologies GmbH

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Münchner KI-Kalkulationssoftware für CNC-Lohnfertiger. Spanflug MAKE analysiert STEP-Dateien und technische Zeichnungen in Sekunden und liefert detaillierte Kalkulationsvorschläge mit Material-, Programmier-, Rüst- und Bearbeitungszeiten. Über zwei Millionen kalkulierte Bauteile bilden die Trainingsbasis. Konfigurierbar auf eigene Maschinen, Stundensätze und Materialpreise — DSGVO-konform, deutsches Hosting bei AWS Frankfurt. Teil des größeren Spanflug-Ökosystems mit dem Marktplatz BUY und dem Netzwerk von 6.000+ Maschinen.

Kosten: Free: 5 Teile/Monat, 1 Lizenz, dauerhaft kostenlos. Pro Jahresplan: 333 €/Monat (3.990 €/Jahr), unbegrenzte Kalkulationen, Onboarding mit Experten, weitere Lizenzen 798 €/Jahr. Pro Monatsplan: 399 €/Monat, unbegrenzte Kalkulationen, weitere Lizenzen 79,80 €/Monat. ERP-Anbindung auf Anfrage.

Stärken

  • Sekundenschnelle Kalkulation aus STEP-Datei — keine manuelle Maßeingabe
  • Algorithmus trainiert auf über zwei Millionen kalkulierten Bauteilen
  • Konfigurierbar: eigene CNC-Maschinen, Stundensätze und Materialpreise hinterlegen
  • Kostentransparenz: Aufschlüsselung nach Material, Programmierung, Rüstzeit, Bearbeitung, Nachbearbeitung
  • Arbeitsplan inkl. Werkzeugauswahl und Rohlingsempfehlung automatisch generiert
  • Eingebautes CRM für Kundenstammdaten und Angebotshistorie
  • Münchner Unternehmen, deutschsprachiger Support, EU-Hosting bei AWS Frankfurt
  • 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte — Produktivtest mit eigenen Dateien

Einschränkungen

  • Fokus auf CNC-Drehen, -Fräsen und Laserschneiden — keine Schweißkonstruktionen, kein Stahlbau
  • Kostenloser Plan auf 5 Teile/Monat begrenzt — für Dauerbetrieb ist Pro Pflicht
  • Pro-Preise (3.990 €/Jahr) sind eine deutliche Investition für Kleinbetriebe
  • Kalkulationsqualität abhängig von vollständiger STEP-Datei — 2D-Zeichnungen weniger präzise
  • ERP-Anbindung erfordert separate Implementierung — kein Plug-and-Play
  • Algorithmus-Logik nicht öffentlich dokumentiert — Kalibrierung erfolgt empirisch

Passt gut zu

CNC-Lohnfertiger (Drehen, Fräsen, Laser) mit täglich 5–30 Anfragen Zerspanungsbetriebe, die regelmäßig STEP-Dateien von Kunden erhalten Betriebe, die Angebote heute in 1–4 Stunden manuell kalkulieren und beschleunigen wollen Make-to-Order-Fertiger mit hoher Variantenvielfalt

Kurzfazit

Spanflug MAKE ist die derzeit ausgereifteste KI-Kalkulationslösung für CNC-Lohnfertiger im deutschsprachigen Raum. Statt 1–4 Stunden manuelle Kalkulationsarbeit pro Anfrage bekommst du in Sekunden eine plausible Vorkalkulation aus der STEP-Datei — Material, Programmierung, Rüstzeit, Bearbeitungszeit und Nachbearbeitung getrennt ausgewiesen. Der Algorithmus ist auf über zwei Millionen Bauteilen trainiert, das Münchner Unternehmen hostet in Deutschland bei AWS Frankfurt, der Support ist deutschsprachig. Der Pro-Plan ab 3.990 €/Jahr ist eine ernsthafte Investition — rechnet sich aber bei zwanzig Anfragen pro Monat fast immer im ersten Quartal. Schwächen: Fokus auf Drehen/Fräsen/Laser (kein Stahlbau, keine Schweißkonstruktionen), ERP-Anbindung erfordert separate Implementierung, der Algorithmus ist nicht vollständig transparent.

Für wen ist Spanflug MAKE?

CNC-Lohnfertiger mit fünf bis dreißig Anfragen pro Tag: Die Zielgruppe-im-engsten-Sinn. Wer täglich mehrere STEP-Dateien von Kunden für Drehen oder Fräsen bekommt und heute mit Excel oder einem manuellen Kalkulationsblatt arbeitet, gewinnt direkt zwei bis drei Stunden pro Tag. Die typischen Anwendungsfälle: Maschinenbau-Zulieferung, Sondermaschinen-Bauteile, Prototyping-Aufträge.

Zerspanungsbetriebe in der Wachstumsphase: Wenn die Anfragezahl schneller wächst als die Kalkulationskapazität — etwa weil ein Kunde plötzlich Großvolumen bringt oder mehrere neue Vertriebskanäle aktiv werden — ist Spanflug MAKE ein Kapazitäts-Skalierer ohne Personalaufbau. Statt einen zusätzlichen Kalkulator einzustellen, kann der bestehende doppelt so viele Anfragen verarbeiten.

Make-to-Order-Fertiger mit hoher Variantenvielfalt: Bei Losgröße 1 und hoher Teilevielfalt ist klassische Kalkulationslogik mühsam. Spanflug nutzt die Ähnlichkeit neuer Bauteile zu bereits kalkulierten ähnlichen Geometrien — das ist der KI-Hebel, der bei einer manuellen Tabelle nicht abbildbar ist.

Vertriebsabteilungen, die Reaktionszeit als Wettbewerbsvorteil sehen: Wer als CNC-Anbieter eine Anfrage in 30 Minuten beantwortet statt in zwei Tagen, gewinnt häufiger den Auftrag. Spanflug MAKE macht das systematisch möglich — Angebot in zehn Minuten, nicht in vier Stunden.

Spanflug-BUY-Anbieter, die zusätzlich eigene Kalkulation brauchen: Wer im Spanflug-Marktplatz BUY Aufträge entgegennimmt, hat oft auch eigene Direktkunden — MAKE deckt die zweite Hälfte des Geschäfts mit derselben Kalkulationslogik ab.

Weniger geeignet für: Stahlbau- und Schweißkonstruktionsbetriebe (Spanflug deckt das nicht ab — hier ist ams.erp die spezialisierte Wahl), Großserienfertiger mit etablierter Kostenrechnung (KI-Vorkalkulation bringt dort weniger Mehrwert), Solo-Selbstständige mit unter fünf Anfragen pro Monat (Free-Plan reicht, Pro lohnt nicht), und Fertiger ohne digitale CAD-Daten der Kunden (Zeichnungen in PDF und 2D-Format sind weniger präzise zu kalkulieren als 3D-STEP).

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Free0 €/Monat (dauerhaft)5 Teile/Monat Kalkulation, 1 Lizenz, Video-Tutorials, FAQ, E-Mail-Support
Pro Jahresplan333 €/Monat (3.990 €/Jahr)Unbegrenzte Kalkulationen, alle Pro-Funktionen, persönliches Onboarding mit Experten, 1 Lizenz
Pro Monatsplan399 €/MonatIdentisch mit Jahresplan, monatlich kündbar
Zusatzlizenz (jährlich)798 €/Jahr (66,50 €/Monat)Pro weiterem Arbeitsplatz
Zusatzlizenz (monatlich)79,80 €/MonatPro weiterem Arbeitsplatz, monatlich kündbar
ERP-AnbindungAuf AnfrageSchnittstellen zu gängigen ERP-Systemen, individuelles Setup

Einordnung: Der Free-Plan ist gut für die ersten Evaluierungen, aber mit fünf Teilen pro Monat klar als Schaufenster konzipiert — für jeden Betrieb mit ernsthaftem Anfragevolumen ist der Pro-Plan Pflicht. Die Faustregel: Bei zwanzig Anfragen pro Monat, die sonst je eine bis zwei Stunden Kalkulation kosten, sparen sich 20–40 Stunden pro Monat — bei einem Kalkulator-Stundensatz von 60 € sind das 1.200–2.400 € Einsparung pro Monat, der Jahresplan amortisiert sich also schon im ersten Quartal. Der Aufpreis für den Monatsplan (399 € vs. 333 €) ist mit knapp 20 % deutlich — für saisonale Betriebe oder reine Test-Phasen lohnt es sich, sonst ist der Jahresplan die rationale Wahl. Zusatzlizenzen sind moderat bepreist; viele Betriebe starten mit einer Lizenz und erweitern später.

Stärken im Detail

Geschwindigkeit als Hauptnutzen. Aus einer STEP-Datei in unter einer Minute eine vollständige Kalkulation zu erzeugen — das ist der zentrale Hebel, den Spanflug MAKE liefert. Wer heute mit dem Excel-Kalkulationsblatt arbeitet und für jeden Standard-Dreh- oder -Frästeil 60–120 Minuten braucht, gewinnt einen ganzen Werktag pro Woche zurück. Das ist nicht inkrementelle Verbesserung, sondern eine andere Größenordnung.

Trainingsdatenbasis von über zwei Millionen Bauteilen. Spanflug betreibt parallel die BUY-Plattform (Marktplatz für Drehteile, Frästeile, Laser-Schnitt) — dort werden seit Jahren Bauteile kalkuliert. Diese Daten fließen in den Algorithmus, der MAKE antreibt. Die Trainingsbasis ist deutlich tiefer als das, was ein einzelner Lohnfertiger jemals aufbauen könnte.

Konfigurierbarkeit auf den eigenen Betrieb. Spanflug rechnet nicht mit Branchen-Richtwerten, sondern mit deinen tatsächlichen Maschinenstundensätzen, deinem Materialprofil und deiner Vor-/Nachbearbeitungs-Logik. Das ist die Voraussetzung, dass die Kalkulationen plausibel sind und im internen Soll-Ist-Abgleich bestehen. Die Konfiguration kostet beim Onboarding 1–2 Tage Aufwand — eine Investition, die sich danach immer wieder auszahlt.

Strukturierte Aufschlüsselung der Kosten. Material, Programmierung, Rüstzeit, Bearbeitungszeit und Nachbearbeitung werden separat ausgewiesen — das macht die Kalkulation prüffest. Bei kritischen Aufträgen kann ein erfahrener Kalkulator den KI-Vorschlag prüfen, einzelne Posten anpassen und das finale Angebot mit nachvollziehbarer Begründung verteidigen.

Arbeitsplan inklusive. Über die reine Kostenkalkulation hinaus generiert Spanflug auch Arbeitspläne mit Rohlingsvorschlag, Werkzeugauswahl und Operationsreihenfolge. Das ist mehr als nur Pricing — das ist Vorbereitung für die Fertigung. Für Betriebe ohne dezidiertes CAM-System ein echter Beifang.

Deutsches Hosting und DSGVO-Konformität. AWS Frankfurt, ISO 27001 zertifiziert, deutscher Unternehmenssitz, deutscher Support. Für Industriekunden mit strengen Datenschutz-Compliance-Anforderungen ist das kein Bonus, sondern ein Muss. Vor allem bei sensiblen CAD-Daten (Patentträchtige Geometrien, Verteidigungstechnik, Medizinprodukte) ist die deutsche Datenhaltung ein echter Wettbewerbsvorteil.

Eingebautes CRM und Angebotshistorie. Statt parallel ein separates CRM zu pflegen, lassen sich Kundenstammdaten, Anfragen und Angebote direkt in Spanflug verwalten. Für kleinere Betriebe ohne ERP ist das ausreichend, für größere ist es zumindest die Quick-Lookup-Schicht.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein Stahlbau, keine Schweißkonstruktionen. Spanflug ist klar auf zerspanende Fertigung (Drehen, Fräsen) und Laserschneiden fokussiert. Wer Schweißbaugruppen, Stahlbau-Konstruktionen, komplexe Blechumformung oder Sondermaschinen-Aggregate kalkuliert, bekommt mit Spanflug nur einen Teil des Bedarfs abgedeckt. Für diese Betriebe sind ERP-Lösungen wie ams.erp die naheliegendere Wahl.

Pro-Pricing ist eine ernsthafte Investition. 3.990 € pro Jahr ist für einen Drei-Personen-Lohnfertiger eine substantielle Position. Wer keine zwanzig Anfragen pro Monat hat, sollte den Business Case ehrlich rechnen — die Investition lohnt sich erst, wenn die eingesparte Kalkulationszeit den Lizenzpreis übersteigt.

STEP-Datei-Abhängigkeit. Die KI-Analyse funktioniert am besten mit vollständigen STEP-Dateien. Wer von Kunden noch 2D-PDF-Zeichnungen bekommt, bekommt eine deutlich weniger präzise Kalkulation. In vielen mittelständischen Strukturen ist die Datenhygiene auf Kundenseite das eigentliche Problem — Spanflug kann das technisch nicht lösen.

ERP-Anbindung ist Implementierungsprojekt. Wer Angebote nicht manuell exportieren, sondern direkt ins eigene ERP übergeben will, braucht eine individuelle Schnittstellen-Implementierung. Das kostet zusätzlich Zeit und Geld und ist kein Plug-and-Play. Spanflug bietet das zwar an, aber ohne Aufwandsangabe — vor Vertragsabschluss sollte das Setup-Budget eingeplant werden.

Algorithmus-Logik ist Black-Box. Du bekommst eine Kalkulation, aber keine vollständige Erklärung, warum der Algorithmus diesen Aufwand für dieses Bauteil ansetzt. Das ist branchenüblich, aber für die initiale Kalibrierung eine Hürde — du musst empirisch prüfen, ob die Vorschläge plausibel sind, und kannst nicht “den Algorithmus belehren”. Die Konfiguration läuft über Stundensätze und Zuschlagsfaktoren, nicht über die Logik selbst.

Nicht für Großserien gedacht. Wer 10.000 identische Bauteile pro Jahr produziert, hat seine Kostenrechnung längst etabliert — Spanflug bringt dort wenig zusätzlichen Nutzen. Die Stärke liegt bei Losgröße 1 bis 100, bei hoher Variantenvielfalt, bei stetig neuen Geometrien.

Begrenzte Kompatibilität mit Schweizer und österreichischen Steuer-/Währungs-Anforderungen. Das Produkt ist klar DACH-positioniert, aber im Detail (MWSt-Anpassungen, CHF-Rechnungen, A1-spezifische Rechnungsformate) sollten österreichische und Schweizer Betriebe vor Einsatz die Konfigurationstiefe prüfen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
ERP für Stahlbau, Maschinenbau, Losgröße-1 brauchst
Eine komplette PLM-Plattform mit CAD-Integration brauchst oder
Handwerks-Angebote per Spracheingabe kalkulieren willst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Xometry (US-Marktplatz mit eigener Instant-Quote-Engine, eher BUY-Seite ähnlich Spanflug BUY), 3YOURMIND (Berliner Anbieter mit Fokus auf Additive Manufacturing), Protolabs (US-Anbieter, vor allem Prototypen-Schnellfertigung), MAKino und CADENAS (CAD-Komponenten-Datenbanken, eher Lieferanten-Suche als Kalkulation), ICAS (klassisches Kalkulations-Tool ohne KI). Spanflug ist im deutschsprachigen Raum mit Abstand der profilierteste Anbieter für KI-gestützte CNC-Kalkulation — direkte Konkurrenten gibt es kaum, was zugleich die Markenstärke und ein leises Konzentrationsrisiko bedeutet.

So steigst du ein

Schritt 1: Starte die 14-tägige Testphase auf spanflug.de — keine Kreditkarte, keine Bindung. Lade drei bis fünf typische STEP-Dateien aus deinem letzten Monat hoch und vergleiche den Kalkulationsvorschlag mit deiner damaligen tatsächlichen Abrechnung. Das ist der ehrlichste Realitätscheck: Wo ist Spanflug zu teuer, wo zu günstig, wo trifft es?

Schritt 2: Konfiguriere deine eigenen Maschinen. Im Account hinterlegst du deine CNC-Dreher und -Fräser mit den realen Maschinenstundensätzen, Material-Aufschlagsfaktoren und deiner Vor-/Nachbearbeitungs-Logik. Plane 2–4 Stunden für das Setup ein — ohne diese Konfiguration rechnet das System mit Branchen-Richtwerten, nicht mit deinen tatsächlichen Kosten. Die Investition lohnt sich nur bei kalibriertem System.

Schritt 3: Kalibrierung über 2–3 Wochen. In den ersten Produktivwochen prüfst du jede KI-Kalkulation gegen deine Erfahrung. Jede Abweichung ist ein Kalibrierungssignal — passe Stundensätze, Materialzuschläge oder Rüstzeiten so lange an, bis die Übereinstimmung für deine Standard-Teilegruppen bei 90 % oder besser liegt. Dokumentiere typische Sonderfälle: bestimmte Materialien, komplexe Geometrien, besonders engtolerierte Maße.

Schritt 4 (optional): Bei Bedarf ERP-Anbindung evaluieren. Sprich mit dem Spanflug-Team über Schnittstellen zu deinem ERP. Plane ein Implementierungsbudget ein (typisch fünf- bis niedrige fünfstellige Beträge je nach ERP). Das lohnt sich, sobald die manuelle Datenpflege zwischen Spanflug und ERP zur eigenen Reibungsquelle wird — typischerweise bei 50+ Angeboten pro Monat.

Ein konkretes Beispiel

Ein mittelständischer Zerspanungsbetrieb aus dem schwäbischen Maschinenbau-Cluster (12 Mitarbeiter, 4 CNC-Dreh- und 3 CNC-Fräsmaschinen, Schwerpunkt Sondermaschinen-Zulieferung) hat Spanflug MAKE im Oktober 2024 produktiv eingeführt. Ausgangslage: rund 25 Anfragen pro Monat, durchschnittlich 90 Minuten Kalkulation pro Anfrage, mehrheitlich vom Geschäftsführer selbst durchgeführt — der dadurch wöchentlich rund einen ganzen Arbeitstag verlor. Nach Einführung: STEP-Datei wird hochgeladen, in unter einer Minute liegt ein Vorschlag vor, der Geschäftsführer prüft und passt einzelne Positionen an (typisch 5–10 Minuten Restarbeit pro Anfrage). Zeitersparnis pro Monat: rund 30 Stunden, was bei einem internen Verrechnungssatz von 80 €/h einer monatlichen Wertschöpfung von 2.400 € entspricht. Die Pro-Jahreslizenz von 3.990 € amortisiert sich nach knapp zwei Monaten. Sekundärer Effekt: Die durchschnittliche Reaktionszeit auf Kundenanfragen sank von 36 auf 4 Stunden — drei neue Kunden im ersten Halbjahr 2025 nannten explizit die schnelle Angebotsreaktion als Grund für die Vergabe.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: AWS Frankfurt (eu-central-1), ISO 27001 zertifiziert. Anbieter ist Spanflug Technologies GmbH (München).
  • Datennutzung: Hochgeladene CAD-Dateien werden zur Kalkulation analysiert. Ob und wie Bauteildaten anonymisiert in die Algorithmus-Verbesserung einfließen, sollte mit dem Anbieter vor Einsatz geklärt werden — gerade bei patentträchtigen oder vertraulichen Geometrien.
  • AVV: Standard-AVV mit Spanflug verfügbar; für Industriekunden mit besonderen Anforderungen individuelle Anpassungen möglich.
  • Geheimhaltungsvereinbarung (NDA): Spanflug schließt mit Kunden bei Bedarf zusätzliche NDA ab, was vor allem für Verteidigungstechnik, Medizinprodukte und Luft- und Raumfahrt relevant ist.
  • Account-Löschung und Datenexport: Bauteildaten und Kalkulationshistorie sind exportierbar und auf Anfrage löschbar.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für die meisten DACH-CNC-Betriebe DSGVO-unbedenklich. Bei besonders sensiblen Bauteildaten (z. B. wehrtechnische Komponenten) zusätzliche NDA und ggf. interne Klassifikationsregeln einführen, welche Bauteile via Spanflug kalkuliert werden dürfen.

Gut kombiniert mit

  • Spanflug BUY (das Schwesterprodukt) — wenn dein Betrieb sowohl Aufträge entgegennimmt als auch eigene Direktkunden bedient, ergibt sich aus MAKE + BUY ein vollständiges Geschäftsmodell-Setup. Beide Werkzeuge nutzen denselben Kalkulations-Algorithmus, was Konsistenz schafft.
  • — wenn das Unternehmen über die reine CNC-Fertigung hinaus auch Stahlbau, Schweißkonstruktionen oder Maschinenbau-Endprodukte abwickelt: ams.erp übernimmt das ERP-Backbone, Spanflug die schnelle Zerspanungs-Vorkalkulation für CNC-Teile.
  • Klassisches CAM (z. B. Mastercam, hyperMILL, SolidCAM) — Spanflug ist Kalkulation, nicht CAM. Die NC-Programmierung für die Maschinen läuft weiterhin über das CAM-System. Spanflug schließt den Kreis vorn (Kostenrechnung) und stellt den Übergang sicher.

Unser Testurteil

Spanflug MAKE verdient 4 von 5 Sternen. Für den klar definierten Zweck — schnelle KI-Vorkalkulation für CNC-Lohnfertiger — gibt es im deutschsprachigen Markt kaum eine bessere Alternative. Die Kombination aus tiefer Trainingsdatenbasis (zwei Millionen Bauteile), Konfigurierbarkeit auf den eigenen Betrieb, deutscher Datenhaltung und einer großzügigen Free-Tier macht den Einstieg leicht. Den fünften Stern verliert das Produkt durch die enge Fokussierung (kein Stahlbau, keine Schweißkonstruktionen), die nicht vollständig transparent dokumentierte Algorithmus-Logik, die als separate Implementierung gebaute ERP-Anbindung und den hohen Pro-Einstiegspreis von 3.990 €/Jahr, der für sehr kleine Betriebe eine echte Hürde ist. Für die Zielgruppe — CNC-Lohnfertiger mit substantiellem Anfragevolumen — ist Spanflug MAKE eine der wenigen KI-Investitionen, die sich nachweisbar innerhalb von Monaten amortisieren.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026 — Das Pro-Pricing ist klar zweigeteilt: Jahresplan 333 €/Monat, Monatsplan 399 €/Monat. Der Aufpreis für den Monatsplan ist mit knapp 20 % deutlich — Spanflug positioniert sich klar in Richtung Jahres-Commitments.
  • 2025/2026 — Spanflug hat eine Teamwork-Funktion für kollaborative Beschaffung im Marktplatz BUY eingeführt und kooperiert mit CERATIZIT (ToolSelect) für 3D-Werkzeug-Analyse. Beide Bewegungen zeigen, dass Spanflug nicht nur Software bleibt, sondern aktiv das Werkzeug-Ökosystem rund um CNC-Fertigung mit ausbaut.
  • Mai 2026 — Spanflug nennt eine kumulierte Trainingsdatenbasis von über zwei Millionen kalkulierten Bauteilen sowie ein Netzwerk von 6.000+ Maschinen über die BUY-Plattform. Das ist eine substantielle Datenbasis, die direkt der MAKE-Kalkulationsqualität zugutekommt.
  • Mai 2026 — Spanflug hat 5.000+ Kunden und nennt Giesecke+Devrient, CERATIZIT, Siemens und TRUMPF als Referenzen oder Partner. Das deutet auf eine stabile Marktposition und Industrie-Akzeptanz hin — relevant für die mittelfristige Anbieterstabilität.
  • 2024–2026 — Im deutschsprachigen Markt für KI-Kalkulation in der Zerspanung ist Spanflug praktisch konkurrenzlos. Das ist gut für die Marktstellung des Anbieters, schafft aber für Kunden eine gewisse Konzentrationsfrage — Alternativen sind dünn gesät und müssen im Zweifel international gesucht werden (Xometry, Protolabs), was die DSGVO-Vorteile zunichtemacht.

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