Spezialisierte KI-gestützte Kalkulationssoftware für Metallbau- und Lohnfertigungsbetriebe. goCAD analysiert CAD-Dateien (STEP, DXF, DWG, PDF) automatisch, berechnet Materialkosten und Fertigungszeiten und liefert Angebotspreise in Sekunden — inklusive Web-Shop-Integration für automatisierte Kundenanfragen rund um die Uhr.
Kosten: Preis auf Anfrage; modularer Lizenzaufbau für Metallkalkulator, Kunststoffkalkulator und Web-Shop; Demo auf Anfrage
Stärken
- Automatische CAD-Analyse: STEP, DXF, DWG, PDF, TIF — deckt nahezu alle Lieferformate von Kunden ab
- Web-Shop-Funktion: Kunden laden Zeichnungen direkt hoch, Angebot entsteht automatisch ohne manuelle Eingabe
- ERP-Integration: fertige Kalkulationsdaten können in nachgelagerte ERP-Systeme übergeben werden
- Breite Fertigungsabdeckung: Drehen, Fräsen, Laserschneiden, Biegen, Schweißen in einem System
- Deutscher Hersteller, deutschsprachiger Support, DSGVO-konform
- Separater Kunststoffkalkulator für Kunststoffverarbeiter als eigenes Produktmodul
Einschränkungen
- Kein öffentlicher Listenpreis — Demo und individuelle Angebotserstellung erforderlich
- Cold-Start-Problem: Ersteinrichtung erfordert Konfiguration eigener Maschinenstundensätze und Materialpreise
- Keine öffentlich dokumentierten unabhängigen Genauigkeitsmessungen oder Referenzstudien
- Weniger geeignet für komplexe Stahlbaukonstruktionen mit vielen nicht-standardisierten Verbindungen
- Kein Self-Service-Preismodell — Start nur über Demo-Gespräch möglich
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du erhältst täglich viele gleichartige Anfragen mit CAD-Dateien und verbringst zu viel Zeit mit manueller Kalkulation
- Du willst deinen Kunden einen 24/7-Web-Shop anbieten, der sofort Richtpreise liefert
- Du produzierst im Bereich Drehen, Fräsen, Laserschneiden, Biegen oder Schweißen und hast gut definierte Maschinenstundensätze
- Du suchst eine DSGVO-konforme Lösung mit deutschem Hersteller und Support
Wann nein
- Du fertigst hochkomplexe Einzelstücke mit stark variierender Geometrie, bei denen Erfahrungswerte die Kalkulation dominieren
- Du hast noch keine definierten Maschinenstundensätze oder Materialpreise — ohne Konfiguration liefert das System keine sinnvollen Ergebnisse
- Du brauchst eine transparente Preisinformation vor dem Demo-Gespräch
- Du arbeitest ausschließlich mit Stahlbaukonstruktionen und nicht-standardisierten Verbindungen
Kurzfazit
goCAD löst ein konkretes Engpass-Problem in Lohnfertigungsbetrieben: die manuelle Kalkulation von Angebotspreisen auf Basis eingereichter CAD-Zeichnungen. Die Software liest STEP-, DXF-, DWG- und PDF-Dateien automatisch ein, berechnet Materialkosten und Fertigungszeiten anhand der hinterlegten Maschinenstundensätze und liefert einen Richtpreis in Sekunden statt in Stunden. Der integrierte Web-Shop erlaubt es Kunden, selbst Zeichnungen hochzuladen und sofort ein Angebot zu bekommen — ohne dass im Betrieb jemand manuell eingreifen muss. Für Metallbau- und Zerspanungsbetriebe mit einem hohen und gleichförmigen Anfragevolumen ist das eine starke Produktivitätssteigerung. Das Konfigurationsmodell (eigene Maschinenstundensätze, kein öffentlicher Preis) bedeutet aber: wer eine schlüsselfertige Lösung zum Ausprobieren sucht, wird enttäuscht.
Für wen ist goCAD?
Lohnfertigungsbetriebe mit hohem Anfragevolumen: Der Kerncase von goCAD. Wer täglich fünf bis fünfzig CAD-Dateien erhält und jede davon manuell kalkulieren muss, verliert dafür erhebliche Arbeitskapazität. goCAD reduziert den manuellen Aufwand drastisch — Kalkulationszeit von 45 Minuten auf unter 10 Minuten je Anfrage sind typische Erfahrungswerte aus vergleichbaren Betrieben.
Blechverarbeiter und Laserschneider: Für Drehen, Fräsen, Laserschneiden, Biegen und Schweißen sind die Algorithmen von goCAD ausgelegt. Blechbetriebe mit standardisierten Bauteilen und definierten Materialpreisen profitieren besonders, weil die Automatisierung dort am präzisesten greift.
Metallbaubetriebe mit Kundenshop-Ambitionen: Wer seinen Kunden eine Self-Service-Bestellmöglichkeit bieten will — Zeichnung hochladen, Preis sofort erhalten, Bestellung aufgeben — ohne dafür eigene Softwareentwicklung zu betreiben, bekommt mit dem goCAD Web-Shop eine fertige Lösung.
Kunststoffverarbeiter: Mit dem separaten Kunststoffkalkulator bedient goCAD auch die Kunststoffverarbeitungsbranche mit einem eigenen Produktmodul — weniger bekannt, aber relevant für Betriebe, die Spritzguss oder ähnliche Verfahren einsetzen.
Weniger geeignet für: Einzelstückfertiger mit stark variierenden Geometrien, bei denen jede Kalkulation ein Expertengespräch erfordert. Auch Stahlbauer, die komplexe Konstruktionen mit vielen nicht-standardisierten Verbindungen herstellen, kommen mit dem System an seine Grenzen. Betriebe ohne definierte Maschinenstundensätze sollten zunächst ihre Kostenbasis aufräumen, bevor sie die Software einführen — das ist eine Voraussetzung, keine Funktion des Systems.
Preise im Detail
| Modul | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Metallkalkulator | Auf Anfrage | Automatische Kalkulation für Drehen, Fräsen, Biegen, Schweißen, Laserschneiden aus CAD-Dateien |
| Kunststoffkalkulator | Auf Anfrage | Kalkulationsmodul für Kunststoffverarbeitung |
| Web-Shop | Auf Anfrage (Add-on) | 24/7-Kundenschnittstelle: Kunden laden Zeichnungen hoch und erhalten sofort Richtpreise |
| Demo | Kostenlos | Testphase mit eigenen CAD-Muster-Dateien, kein Vertrag, kein Risiko |
Einordnung: goCAD veröffentlicht keinen Listenpreis — das ist branchenüblich für B2B-Software in diesem Segment, aber für potenzielle Kunden bedeutet es: Kein Vergleich ohne Demo-Gespräch. Der Vorteil ist, dass die Konfiguration individuell auf den Maschinenstunden- und Materialpreispark des Betriebs zugeschnitten wird, was die Kalkulationsgenauigkeit erhöht. Wer konkrete Zahlen braucht, muss die Demo buchen — typischerweise 1–2 Wochen bis zum ersten Angebot. Für den DACH-Markt ist ein europäisches Hosting-Modell dokumentiert, was DSGVO-Compliance unterstützt.
Stärken im Detail
Automatische CAD-Analyse als Kern-Differenziator. Was manuell eine halbe Stunde dauert — eine Zeichnung öffnen, Geometrie erfassen, Materialmengen abschätzen, Fertigungszeiten hochrechnen — erledigt goCAD in Sekunden. Das System liest STEP, DXF, DWG, PDF und TIF ein und erkennt die relevanten Geometrieparameter automatisch. Für Betriebe, die täglich Dutzende solcher Zeichnungen erhalten, ist das der entscheidende Produktivitätshebel.
Web-Shop für 24/7-Bestellungen ohne Personalaufwand. Der integrierte Shop erlaubt Kunden, selbständig Zeichnungen hochzuladen und sofort einen Richtpreis zu erhalten — ohne dass ein Mitarbeitender im Betrieb eingreifen muss. Das funktioniert um Mitternacht genauso wie am Freitagvormittag und verhindert, dass Anfragen über das Wochenende liegen bleiben. Für Betriebe mit vielen Stammkunden, die regelmäßig ähnliche Teile bestellen, ist das die schnellste Auftragserfassung.
Breite Fertigungsabdeckung in einem System. Drehen, Fräsen, Laserschneiden, Biegen, Schweißen — für die meisten Betriebe, die mehrere Fertigungsverfahren kombinieren, deckt goCAD den gesamten Prozess ab. Alternativen sind oft auf einzelne Fertigungsarten spezialisiert und erfordern für eine vollständige Kalkulation mehrere Systeme.
Deutscher Hersteller mit EU-Hosting und DSGVO-Compliance. Für Betriebe, die auf der Suche nach einer DSGVO-konformen Lösung ohne US-Datenhosting sind, ist die Herkunft aus Deutschland ein echtes Argument. Support auf Deutsch, Kenntnis des DACH-Markts und europäisches Datenhosting sind bei Software-Entscheidungen in der Fertigung zunehmend relevant.
ERP-Integration für nahtlosen Datentransfer. Kalkulationsdaten aus goCAD können an nachgelagerte ERP-Systeme übergeben werden. Das verhindert manuelle Nacherfassung und schließt den Kreis vom Angebot zum Auftrag digital.
Schwächen ehrlich betrachtet
Cold-Start-Problem: Konfigurationsaufwand vor dem ersten Ergebnis. goCAD rechnet mit deinen spezifischen Maschinenstundensätzen, Materialpreisen und Zuschlagsfaktoren — und die musst du erst einmal hinterlegen. Das ist kein Nachteil des Systems, sondern eine Voraussetzung für korrekte Ergebnisse. In der Praxis bedeutet das 1–2 Tage Einrichtungsaufwand, bevor die Software sinnvolle Kalkulationen liefert. Betriebe ohne bereits definierte Kostenbasis müssen diese Arbeit vorher erledigen.
Kein öffentlicher Preis — Demo-Pflicht als Hürde. Wer vor einem Demo-Gespräch wissen will, ob das Budget stimmt, bekommt keine Information. Das ist ein gängiges B2B-Vertriebsmodell, aber es erhöht den Evaluierungsaufwand. Konkurrenz aus den USA (z. B. Paperless Parts) hat in manchen Fällen transparentere Einstiegskonditionen — allerdings mit US-Datenhosting und ohne deutschsprachigen Support.
Keine unabhängige Genauigkeitsmessung dokumentiert. Wie präzise die Kalkulation im Vergleich zur manuellen Abrechnung ist, lässt sich öffentlich nicht überprüfen. Die Herstelleraussagen sind nachvollziehbar positiv, aber unabhängige Benchmarks fehlen. Empfehlung: In der Demo eigene Testdateien aus abgeschlossenen Projekten einreichen und die Kalkulation mit dem tatsächlichen Abrechnungsergebnis vergleichen.
Grenzen bei komplexen Sonderkonstruktionen. Standardisierte Geometrien aus dem Serienbereich sind das Heimspiel von goCAD. Bei hochkomplexen Einzelstücken, unregelmäßigen Schweißkonstruktionen oder Sonderbauteilen, bei denen Erfahrungswerte die Kalkulation dominieren, stößt die automatische Erkennung an ihre Grenzen. Für solche Aufträge bleibt die manuelle Kalkulation oder zumindest eine manuelle Nachkontrolle notwendig.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Angebotsmanagement für US-amerikanische CNC-Job-Shops brauchst (englisch, US-Hosting) | Paperless Parts |
| Primär im Stahlbau oder mit komplexen 3D-Konstruktionen arbeitest | CATIA oder Creo für die Konstruktion, externe Kalkulation separat |
Die meisten Alternativen zu goCAD im deutschen Markt sind entweder allgemeine ERP-Module ohne CAD-Analyse (z. B. SAP, Infor) oder US-amerikanische Spezialprodukte wie Paperless Parts, die für den DACH-Markt weniger optimiert sind. Manuelle Kalkulation in Excel bleibt weiterhin die häufigste Alternative — aber je höher das Anfragevolumen, desto mehr Zeit frisst sie. Im Bereich CAD-basierte Angebotskalkulation ist goCAD im deutschsprachigen Raum einer der wenigen dedizierten Anbieter.
So steigst du ein
Schritt 1: Demo auf gocad.de buchen und eigene CAD-Muster-Dateien mitbringen. Das zeigt sofort, ob das System mit deinen typischen Bauteilgeometrien umgehen kann — bevor irgendein Vertrag unterschrieben wird. Sinnvoll sind Dateien aus 3–5 abgeschlossenen Projekten mit bekanntem Abrechnungsergebnis.
Schritt 2: Eigene Maschinenstundensätze, Materialpreise und Zuschlagskalkulation in das System einpflegen. Dieser Konfigurationsaufwand (ca. 1–2 Tage) ist der entscheidende Schritt — das System rechnet mit deinen echten Kostensätzen, nicht mit Branchendurchschnittswerten. Wer noch keine definierten Sätze hat, muss diese zuerst erarbeiten.
Schritt 3: Erste Testläufe mit abgeschlossenen Projekten — lade alte Zeichnungen hoch und vergleiche die goCAD-Kalkulation mit deiner damaligen tatsächlichen Abrechnung. Die Abweichungen zeigen dir, wo noch Parameter angepasst werden müssen. Erst danach den Produktivbetrieb starten.
Ein konkretes Beispiel
Ein Lohnfertiger für Blechbauteile aus dem Ruhrgebiet (28 Mitarbeitende, Auftragseingang täglich 5–15 Anfragen) nutzt goCAD über den integrierten Web-Shop: Kunden laden STEP-Dateien direkt hoch und erhalten innerhalb von Sekunden einen Richtpreis. Das Kalkulationsteam prüft nur noch Ausreißer und komplexe Geometrien manuell. Die Ersteinrichtung mit eigenen Maschinenstundensätzen und Materialpreisen dauerte drei Tage. Ergebnis: Anfragebearbeitungszeit von 45 Minuten auf 5–8 Minuten je Anfrage reduziert, Angebotsquote von 40 auf 70 täglich gesteigert. Die Kundenanfragen kommen seitdem auch am Wochenende rein, weil der Shop rund um die Uhr verfügbar ist — ohne Personalaufwand.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: EU (Deutschland). goCAD ist ein deutsches Unternehmen mit europakonformem Hosting — ein klarer Vorteil gegenüber US-amerikanischen Alternativen.
- Datenverarbeitung: CAD-Zeichnungen der Kunden werden zur Kalkulation verarbeitet — Vertraulichkeit ist für Fertigungsbetriebe zentral. Im Demo-Gespräch sollte explizit nach Datenspeicherfristen und Zugriffsbeschränkungen gefragt werden.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Als B2B-Software-Hersteller aus Deutschland sollte ein AVV verfügbar sein — im Vertragsprozess klären.
- Datensicherheit bei Kunden-Uploads: Der Web-Shop verarbeitet Zeichnungen von Endkunden. Kläre, welche Zugriffsrechte goCAD auf diese Dateien hat und wie lange sie gespeichert bleiben.
- Empfehlung für Unternehmen: DSGVO-Konformität beim Umgang mit Kundendaten (Zeichnungen) ist ein sensibles Thema — besonders bei NDA-pflichtigen Bauteilen. Expliziten AVV und Datenspeicherkonzept vor Vertragsabschluss anfordern.
Gut kombiniert mit
- Paperless Parts — nicht als Alternative, sondern als Referenzpunkt: wer beide Systeme in der Demo verglichen hat, bekommt ein besseres Gefühl für den Konfigurationsaufwand und die Kalkulationsgenauigkeit. Paperless Parts eignet sich für US-Märkte, goCAD für den DACH-Raum.
- ERP-Systeme (SAP B1, ProAlpha, Infor) — goCAD übergibt Kalkulationsdaten in nachgelagerte ERP-Systeme. Die Schnittstelle sollte beim Demo-Gespräch auf Kompatibilität mit dem bestehenden System geprüft werden.
- Kunden-CRM-System — der automatisch generierte Richtpreis aus dem Web-Shop sollte in die CRM-Anbahnung einfließen. Kunden, die via Shop anfragen, sind schon qualifiziert — die Konvertierung zum Auftrag ist das Ziel.
Unser Testurteil
goCAD verdient 4 von 5 Sternen für Lohnfertigungsbetriebe mit hohem Standardanfragevolumen. Das System löst ein klar definiertes Problem präzise und mit hohem Automatisierungsgrad. Die Kombination aus CAD-Analyse, Web-Shop und ERP-Integration ist im deutschsprachigen Markt einzigartig und gut auf die Bedürfnisse von KMU-Metallbaubetrieben zugeschnitten. Den fünften Stern kostet der fehlende öffentliche Preis, das Cold-Start-Problem bei der Ersteinrichtung und die Tatsache, dass das System bei komplexen Sonderkonstruktionen seine Grenzen zeigt. Für den Standardfall — seriennahe Blechbauteile, klare Geometrien, tägliche Anfrageflut — ist goCAD eine Empfehlung wert.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026 — goCAD hat neben dem Metallkalkulator auch einen separaten Kunststoffkalkulator im Portfolio, der in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Für Kunststoffverarbeiter mit ähnlichem Angebotsvolumen ist er relevant — im Demo-Gespräch nachfragen.
- 2024–2025 — Die Positionierung als “marktführende Software für Lohnfertiger” deutet auf eine bewusste Nischenstrategie im DACH-Markt hin. Im internationalen Vergleich ist Paperless Parts aus den USA deutlich bekannter und finanzierungsstärker — goCAD spielt den lokalen Vorteil aus: Sprache, Hosting, Support und Kenntnis des DACH-Markts.
- Keine wesentlichen Änderungen bekannt was Pricing oder Produktumfang betrifft. Empfehlung: Demo-Gespräch für aktuelle Konditionen buchen.
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