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TK Elevator MAX

TK Elevator GmbH

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TK Elevator MAX ist die cloud-basierte Predictive-Maintenance-Plattform für Aufzüge von TK Elevator (ehemals thyssenkrupp). Sensoren an der Anlage liefern laufend Fahrt-, Tür- und Motordaten in die Cloud, wo Machine-Learning-Modelle Muster erkennen und ankündigende Defekte melden, bevor der Aufzug stehenbleibt. Eines der frühesten und größten IoT-Predictive-Maintenance-Systeme der Branche, aber fest an TK-Elevator-Anlagen und -Serviceverträge gebunden.

Kosten: Kein Standalone-Kauf, gebündelt mit TK-Elevator-Servicevertrag. Gestaffelt in Eskalationsstufen (Statusüberblick bis volle Predictive Maintenance). Kein öffentlicher Listenpreis; Angebot über den TK-Elevator-Vertrieb.

Kategorien

Stärken

  • Echte ML-Basis: Mustererkennung auf einer der größten Aufzug-Datenbasen der Branche (über 120.000 angebundene Anlagen)
  • Pionier-Status: eine der ersten cloud-basierten Predictive-Maintenance-Lösungen für Aufzüge überhaupt
  • Nahtlose OEM-Integration bei TK-Anlagen, kein eigenes Sensor-Retrofit-Projekt, der Hersteller verbaut und betreibt die Hardware
  • Echtzeit-Dashboard für Betreiber: Statusüberblick über die gesamte Aufzugsflotte ohne Rückfrage beim Techniker
  • Gestaffelte Servicestufen, vom reinen Status-Monitoring bis zur vollen Wartungsprognose, skalierbar nach Gebäudekritikalität

Einschränkungen

  • Nur für TK-Elevator-Anlagen, Aufzüge anderer Hersteller (Otis, Schindler, KONE) sind nicht kompatibel
  • Kein Standalone-Produkt: untrennbar an einen TK-Elevator-Servicevertrag gekoppelt, kein Einzelkauf möglich
  • Ältere TK-Anlagen brauchen oft ein Hardware-/Steuerungs-Upgrade, um MAX-fähig zu werden
  • Betreiber sehen Analyseergebnisse, nicht die Rohdaten, keine freie Datenexport- oder Eigenauswertungsmöglichkeit
  • Keine transparente öffentliche Preisliste, Kosten verschwinden im Gesamt-Servicevertrag

Passt gut zu

Gebäudebetreiber und Immobilienverwalter mit TK-Elevator-Anlagen in der Flotte Gewerbeimmobilien, Hotels, Krankenhäuser und Einkaufszentren mit hoher Nutzungsintensität Aufzugsflotten ab 5 Anlagen, bei denen Verfügbarkeit und Servicekoordination geschäftskritisch sind

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst mehrere TK-Elevator-Anlagen und willst Ausfälle vorhersehen statt reagieren
  • Ungeplante Aufzugsausfälle kosten dich Geld, Reputation oder Sicherheit (Hotel, Klinik, Mall)
  • Du willst einen Echtzeit-Flottenüberblick statt Telefonate mit dem Servicetechniker
  • Du hast bereits einen TK-Elevator-Servicevertrag, in dem MAX enthalten oder zubuchbar ist

Wann nein

  • Deine Aufzüge stammen von anderen Herstellern (Otis, Schindler, KONE)
  • Du willst ein herstellerunabhängiges Predictive-Maintenance-System für gemischte Flotten
  • Du brauchst Zugriff auf die Rohdaten für eigene Analysen oder ein eigenes BMS
  • Du suchst eine transparent bepreisbare Standalone-Software ohne Servicevertragsbindung

Kurzfazit

TK Elevator MAX ist eines der etabliertesten Predictive-Maintenance-Systeme der Aufzugsbranche, und für Betreiber von TK-Elevator-Anlagen die naheliegendste Wahl. Sensoren an Tür, Motor und Steuerung liefern laufend Betriebsdaten in eine Cloud-Plattform, wo Machine-Learning-Modelle anhand einer riesigen Vergleichsdatenbasis Muster erkennen, die einem Defekt vorausgehen, und den Techniker schicken, bevor der Aufzug stehenbleibt. Das ist kein Marketing-„KI”-Etikett auf einer normalen Wartungs-App, sondern ein echtes datengetriebenes Vorhersagesystem. Die große Einschränkung: MAX funktioniert ausschließlich mit TK-Elevator-Anlagen, lässt sich nicht einzeln kaufen und gibt Betreibern nur die Auswertungen, nicht die Rohdaten. Wer eine herstellerunabhängige Lösung oder volle Datenhoheit braucht, ist hier falsch, wer eine TK-Flotte betreibt und Ausfälle hasst, bekommt ein ausgereiftes Werkzeug.

Für wen ist TK Elevator MAX?

Betreiber von TK-Elevator-Flotten: Die Kernzielgruppe. Wenn dein Bestand ohnehin aus TK-Anlagen besteht, ist MAX der Weg des geringsten Widerstands, die Sensorik ist herstellerseitig integriert, kein eigenes IoT-Projekt nötig. Du bekommst Vorhersagen und einen Flottenüberblick, ohne selbst etwas aufbauen zu müssen.

Hotels, Kliniken und Einkaufszentren: Hier ist ein stehender Aufzug nicht nur ärgerlich, sondern ein echtes Problem, Gäste, Patienten, Barrierefreiheit, Umsatz. Für hochfrequentierte Gebäude mit Verfügbarkeitsdruck rechtfertigt die Ausfallvermeidung den Aufpreis am ehesten. Die nächtliche, geplante Reparatur statt des Notfalleinsatzes am Samstagmittag ist hier der eigentliche Wert.

Immobilienverwalter und Facility-Manager: Wer dutzende Liegenschaften betreut, profitiert vom zentralen Dashboard: Status aller angebundenen Aufzüge auf einen Blick, Störungshistorie, geplante Wartungen, statt Einzeltelefonate mit Technikern. Das macht Reporting an Eigentümer und Mieter belastbarer.

Betreiber von Flughafen-Fahrsteigen und Boarding-Bridges: MAX wurde über klassische Personenaufzüge hinaus auf Fahrsteige, Fahrtreppen und sogar Flughafen-Boarding-Bridges ausgeweitet. Für Verkehrsknoten mit Null-Toleranz gegenüber Stillstand ist das ein relevanter Anwendungsfall.

Weniger geeignet für: Betreiber gemischter Flotten mit Otis-, Schindler- oder KONE-Anlagen (MAX deckt nur TK ab, jeder Hersteller kocht hier sein eigenes Süppchen), Organisationen, die Rohdatenzugriff für eigene Analysen oder ein übergreifendes Building-Management-System brauchen, und alle, die eine transparent bepreisbare Standalone-Software ohne Servicevertragsbindung suchen.

Preise im Detail

StufePreismodellWas du typischerweise bekommst
Einstieg / StatusIm Servicevertrag enthalten oder zubuchbarEchtzeit-Statusüberblick der Flotte, Verkehrs- und Nutzungsdaten, Dashboard
ErweitertAufpreis im ServicevertragAktive Störungs- und Fehlerbenachrichtigung, Ferndiagnose, beschleunigte Reaktion
Voll (Predictive)Höchste Stufe im ServicevertragVollständige Predictive-Maintenance-Empfehlungen, vorausschauende Bauteiltauschplanung, geplante statt reaktive Einsätze
ZusatzmoduleProjektbezogenNotruf-/Sicherheitsfunktionen (Video-Call, automatisierte Fern-Sicherheitschecks), Sondergeräte (Fahrsteige, Boarding-Bridges)

Einordnung: TK Elevator veröffentlicht keine Listenpreise, und das ist die ehrlichste Aussage, die man über das Pricing treffen kann. MAX ist kein Produkt, das du im Warenkorb kaufst, sondern ein Bestandteil des Wartungs-/Servicevertrags, dessen Stufe (vom reinen Monitoring bis zur vollen Vorhersage) du mit dem Vertrieb verhandelst. Das hat einen praktischen Nachteil: Du kannst die reinen MAX-Kosten kaum isolieren und mit einem Drittanbieter vergleichen. Für die Wirtschaftlichkeit zählt deshalb nicht der Software-Preis, sondern die Rechnung „vermiedene Notfalleinsätze + vermiedene Ausfallzeit gegen Mehrkosten der höheren Servicestufe”. Bei stark frequentierten Gebäuden geht diese Rechnung schnell auf; bei selten genutzten Aufzügen im Wohnbestand eher nicht. Vor Vertragsabschluss solltest du dir die konkrete Stufe, die enthaltenen Funktionen und die Reaktionszeiten schriftlich geben lassen.

Stärken im Detail

Echte Machine-Learning-Basis, kein „KI”-Etikett. MAX sammelt laufend Betriebsdaten, Türzyklen, Motorströme, Fahrtprofile, Fehlercodes, und gleicht sie gegen Muster ab, die in der Vergangenheit einem Defekt vorausgingen. TK Elevator beschreibt die Plattform selbst als Kombination aus „Cloud, Big Data und Machine Learning”. Die Modelle lernen kontinuierlich aus neuen Daten weiter. Das ist der inhaltliche Kern, der MAX von einer simplen Wartungs-Erinnerungs-App unterscheidet.

Eine der größten Datenbasen der Branche. TK Elevator gibt über 120.000 angebundene Anlagen an. Für Mustererkennung ist Datenmenge der entscheidende Hebel: Je mehr Aufzüge desselben Typs ihr Verhalten in die Cloud spielen, desto verlässlicher lässt sich ein „normales” von einem „ankündigend defekten” Verhalten unterscheiden. Diese Skalenbasis ist ein struktureller Vorteil, den ein einzelner Betreiber mit eigenen Sensoren nie erreichen würde.

Pionier mit Reifevorsprung. MAX war eine der ersten cloud-basierten Predictive-Maintenance-Lösungen der Aufzugsindustrie überhaupt (ursprünglich als „thyssenkrupp MAX” gestartet) und gilt als eines der prominentesten frühen IoT-Großprojekte. Dieser Vorsprung bedeutet: ausgereifte Modelle, etablierte Prozesse und ein eingespieltes Zusammenspiel zwischen Plattform und Servicetechnik, kein Beta-Produkt.

Reibungslose OEM-Integration. Weil TK Elevator Hersteller, Sensorlieferant und Serviceanbieter in einer Hand ist, entfällt das größte Hindernis vieler IoT-Projekte: das Retrofit. Bei TK-Anlagen wird die nötige Sensorik herstellerseitig verbaut und betrieben, Vorhersage und Technikereinsatz greifen ineinander. Du kaufst nicht Software plus Hardware plus Integration, sondern einen funktionierenden Service.

Echtzeit-Dashboard für Betreiber. Statt beim Techniker anzurufen, sehen Betreiber im Gebäudemanager-Dashboard den Live-Status jeder angebundenen Anlage, die Störungshistorie und geplante Wartungstermine. Das macht Flottensteuerung und Reporting an Eigentümer planbar, und reduziert die „Ist der Aufzug wieder kaputt?”-Telefonate.

Mehr als Vorhersage: Notruf und Sicherheit. Über die reine Wartung hinaus bündelt MAX Funktionen wie automatisierte Fern-Sicherheitschecks und Notruf-Kommunikation (Video-Call, Chat, Textmodule) für eingeschlossene Personen. Das verschiebt MAX vom reinen Effizienz- zum Sicherheits- und Komfortwerkzeug.

Schwächen ehrlich betrachtet

Vollständige Hersteller-Bindung. Das ist die zentrale Einschränkung: MAX funktioniert nur mit TK-Elevator-Anlagen. Wer eine gemischte Flotte mit Otis-, Schindler- oder KONE-Aufzügen betreibt, der Normalfall in größeren Immobilienportfolios, bekommt mit MAX nur einen Teil seiner Anlagen unter Beobachtung. Für den Rest braucht es die jeweiligen Hersteller-Lösungen oder ein herstellerunabhängiges System. Einen einheitlichen Überblick über eine Multi-Vendor-Flotte liefert MAX nicht.

Kein Standalone-Kauf, kein transparenter Preis. MAX ist untrennbar an einen TK-Elevator-Servicevertrag gekoppelt. Du kannst die Software nicht isoliert lizenzieren und nicht direkt mit Drittanbietern vergleichen. In Kombination mit dem fehlenden öffentlichen Preis bedeutet das: Die Wirtschaftlichkeit ist schwer zu prüfen, und du verhandelst aus einer Position ohne Marktreferenz.

Rohdaten bleiben beim Hersteller. Betreiber sehen die Auswertungen, Status, Warnungen, Empfehlungen, aber nicht die zugrunde liegenden Sensor-Rohdaten. Wer eigene Analysen fahren, die Daten in ein übergreifendes Building-Management-System oder Energiemanagement einspeisen oder unabhängig auditieren will, kann das nicht. Die Datenhoheit liegt strukturell bei TK Elevator.

Ältere Anlagen brauchen ein Upgrade. Nicht jede TK-Anlage ist ohne Weiteres MAX-fähig. Ältere Steuerungen benötigen häufig eine Hardware- oder Steuerungsnachrüstung, um die nötigen Daten zu liefern, ein zusätzlicher Kosten- und Projektaufwand, der vor der Erwartung „wir aktivieren einfach MAX” stehen kann.

Die „bis zu 50 %“-Zahl ist eine Herstellerangabe. TK Elevator nennt eine Reduktion der Ausfallzeit „um bis zu 50 %”. Das ist eine plausible, aber vom Anbieter selbst stammende und nach oben gerundete Marketingzahl ohne unabhängige Verifizierung. „Bis zu” heißt: im Bestfall, nicht im Durchschnitt. Plane mit konservativeren Erwartungen und miss den tatsächlichen Effekt an deiner eigenen Ausfallstatistik.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Predictive Maintenance für eine herstellergemischte Maschinen-/Anlagenflotte willstAugury
Ein vergleichbares OEM-Connected-Services-Modell (für Krane statt Aufzüge) suchstTRUCONNECT
Eine übergreifende Gebäude-IoT-Plattform statt reiner Aufzugslösung brauchstSiemens Building X
Eine offene industrielle IoT-Plattform für eigene Auswertungen willstSiemens Insights Hub
Smarte Gebäudetechnik aus einer breiteren Bosch-Perspektive suchstBosch Building Technologies

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: die direkten Wettbewerber-Plattformen der anderen Aufzughersteller, Otis ONE, Schindler Ahead und KONE 24/7 Connected Services verfolgen exakt dasselbe Modell (OEM-IoT plus Predictive Maintenance, gebunden an die eigenen Anlagen und Serviceverträge). Wer eine gemischte Flotte betreibt, landet praktisch zwangsläufig bei mehreren dieser Hersteller-Silos, oder bei einem herstellerunabhängigen Retrofit-System. MAX ist in seinem Segment stark, aber es ist ein geschlossenes Ökosystem: Es löst das Problem für TK-Anlagen vorbildlich und für alle anderen gar nicht.

So steigst du ein

Schritt 1: Prüfe deinen bestehenden TK-Elevator-Servicevertrag. Neuere Verträge schließen die Einstiegsstufe von MAX häufig bereits ein, dann ist die Aktivierung vor allem eine Inbetriebnahme durch den TK-Techniker, kein neuer Beschaffungsprozess. Kläre außerdem, welche deiner Anlagen technisch MAX-fähig sind und welche ein Upgrade brauchen.

Schritt 2: Wähle die passende Servicestufe nach Kritikalität des Gebäudes. Für selten genutzte Aufzüge im Wohnbestand reicht oft der Status-/Monitoring-Level; für Hotel, Klinik oder Mall lohnt die volle Predictive-Maintenance-Stufe mit vorausschauender Bauteilplanung. Lass dir die enthaltenen Funktionen und die zugesagten Reaktionszeiten schriftlich bestätigen.

Schritt 3: Richte das Gebäudemanager-Dashboard ein und definiere, wer im Team Zugriff und Benachrichtigungen bekommt. Lege fest, wie Warnungen in deinen bestehenden Wartungs- und Ticketprozess einfließen, der Vorhersagevorteil verpufft, wenn die Meldung im Dashboard niemand sieht. Nach einigen Monaten vergleichst du die tatsächliche Ausfallstatistik mit dem Zeitraum vor MAX, um den realen Nutzen zu messen.

Ein konkretes Beispiel

Ein Einkaufszentrum in Dortmund mit zwölf TK-Elevator-Anlagen aktiviert die volle Predictive-Maintenance-Stufe von MAX. Nach wenigen Wochen meldet das System bei drei Aufzügen eine schleichend steigende Türzykluszeit und unregelmäßige Motorstromspitzen, ein Muster, das in der globalen Datenbasis typischerweise Wochen vor einem Türantriebsausfall auftritt. Der Techniker tauscht die betroffenen Antriebskomponenten planmäßig in einer Nacht außerhalb der Öffnungszeiten. Im Vergleichshalbjahr davor hatte es an denselben Schächten zwei ungeplante Notfalleinsätze gegeben, jeweils mit mehreren Stunden Stillstand mitten am Wochenende, Notfall-Aufschlag und genervten Mietern im Obergeschoss, das ohne Aufzug schlechter erreichbar war. Das Center-Management rechnet: Ein vermiedener Notfalleinsatz am Samstag plus die vermiedene Ausfallzeit im umsatzstärksten Stockwerk übersteigt den Aufpreis der höheren Servicestufe deutlich. Die Center-Leitung verifiziert die MAX-Empfehlungen anfangs stichprobenartig gegen die Einschätzung des Stammtechnikers, und stellt nach einem Quartal auf Vertrauen um, weil die Prognosen belastbar waren.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Cloud-basiert, betrieben auf Microsoft-Azure-Infrastruktur. TK Elevator ist ein deutsch gegründetes Unternehmen (heute eigenständig nach der Abspaltung von thyssenkrupp); für den europäischen Markt ist eine Verarbeitung in EU-Azure-Regionen anzunehmen, die konkrete Region und Verarbeitungskette solltest du dir vertraglich bestätigen lassen, da sie regional variieren kann.
  • Datenart: Erfasst werden technische Maschinendaten (Türzyklen, Motorströme, Fahrtdaten, Fehlercodes), keine Inhalte. Personenbezug entsteht primär indirekt über Nutzungsmuster und über die Notruf-/Video-Funktion bei eingeschlossenen Personen, diese Funktion ist datenschutzrechtlich gesondert zu betrachten.
  • Datenhoheit: Betreiber erhalten Auswertungen und Dashboards, nicht die Sensor-Rohdaten. Die Daten verbleiben strukturell beim Hersteller, ein Punkt, der bei der DSFA und der Verantwortlichkeitsklärung (Verantwortlicher vs. Auftragsverarbeiter) ausdrücklich adressiert werden sollte.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Über den TK-Elevator-Servicevertrag zu regeln. Lass dir den AVV inklusive Unterauftragsverarbeiter (Microsoft Azure) und Speicherorte explizit aushändigen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für die reine Technik-Telemetrie ist das Datenschutzrisiko gering. Sobald die Notruf-/Video-Funktion aktiv ist (personenbezogene Bild-/Tondaten), gehört der Einsatz in eine Datenschutz-Folgenabschätzung, gerade in Kliniken, Behörden und öffentlich zugänglichen Gebäuden.

Gut kombiniert mit

  • Siemens Building X, wenn der Aufzug nur ein Gewerk unter vielen ist: Building X bündelt Gebäudetechnik (HLK, Energie, Zutritt) zur Gesamtsicht, während MAX die Aufzüge tief abdeckt. Die Kombination liefert den Flottenüberblick übers ganze Gebäude statt nur über die Schächte.
  • Augury, für die Anlagen, die MAX nicht erreicht: Augury bringt herstellerunabhängige Predictive Maintenance für rotierende Maschinen (Pumpen, Lüftung, Motoren) und schließt damit die Lücke, die der TK-only-Fokus von MAX lässt.
  • Siemens Insights Hub, wenn du eigene, übergreifende Auswertungen über mehrere Anlagentypen brauchst: Insights Hub als offene Industrie-IoT-Plattform ergänzt das geschlossene MAX-Ökosystem dort, wo du Datenhoheit und eigene Modelle willst.

Unser Testurteil

TK Elevator MAX verdient 4 von 5 Sternen. Es ist ein ausgereiftes, datengetriebenes Predictive-Maintenance-System mit echter Machine-Learning-Substanz, einer der größten Datenbasen der Branche und einem klaren praktischen Nutzen: Ausfälle werden vorhersehbar, Notfalleinsätze werden zu geplanten Nachtreparaturen. Für Betreiber von TK-Elevator-Flotten, besonders in hochfrequentierten Gebäuden, ist es die naheliegende und solide Wahl. Den fünften Stern kostet vor allem die vollständige Hersteller-Bindung: MAX deckt nur TK-Anlagen ab, lässt sich nicht einzeln kaufen, gibt die Rohdaten nicht heraus und verschweigt seine Preise. Das sind keine Fehler, sondern bewusste Entscheidungen eines OEM, der seinen Service ans eigene Ökosystem binden will, aber sie schränken die Freiheit und Vergleichbarkeit der Betreiber spürbar ein. Für eine TK-Flotte: klare Empfehlung. Für eine gemischte Flotte: nur ein Teil der Antwort.

Was wir bemerkt haben

  • 2015, MAX startete (damals als „thyssenkrupp MAX”) und wurde als eine der ersten cloud-basierten Predictive-Maintenance-Lösungen der Aufzugsindustrie vermarktet, ein frühes und prominentes IoT-Großprojekt auf Microsoft-Azure-Basis. (Startjahr aus Branchen-/Anbieterhistorie; nicht über eine aktuelle Primärquelle re-verifiziert.)
  • 2020, Die Aufzugssparte wurde von thyssenkrupp abgespalten und für rund 17,2 Mrd. € (18,9 Mrd. USD) an ein Konsortium aus Advent International, Cinven und der RAG-Stiftung verkauft (Abschluss Juli 2020). Aus „thyssenkrupp Elevator” wurde TK Elevator, und entsprechend aus „thyssenkrupp MAX” das heutige „TK Elevator MAX”.
  • Laufend, MAX wurde über klassische Personenaufzüge hinaus auf Fahrsteige, Fahrtreppen und sogar Flughafen-Boarding-Bridges ausgeweitet sowie um Notruf- und Sicherheitsfunktionen (Video-Call, automatisierte Fern-Sicherheitschecks) ergänzt. Die Plattform entwickelt sich vom reinen Wartungs- zum breiteren Connected-Services-Werkzeug.
  • Mai 2026, Konkrete öffentliche Listenpreise und die exakte Stufenbenennung (Plus/Pro/Premium variiert je nach Markt und Vertragsstand) bleiben über den TK-Elevator-Vertrieb verschlossen. Wer vergleichen will, muss aktiv ein Angebot einholen, eine unabhängige Preisbewertung ist von außen nicht möglich.

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Arthur Atlas

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