simus classmate
simus systems GmbH
Deutsche Softwarelösung für automatische Fertigungskostenkalkulation und Variantenanalyse. simus classmate erkennt geometrische Features direkt aus 3D-CAD-Modellen und berechnet daraus Fertigungskosten, Rüstzeiten und Materialkosten, für Design-to-Cost und Variantenkostenvergleich in Konstruktion und Einkauf. Das Kalkulationsmodul classmate PLAN leitet Arbeitsgänge und Herstellkosten in Sekunden aus der 3D-Geometrie ab.
Kosten: Preise nur auf Anfrage; modular (classmate CAD, classmate PLAN, classmate DATA, classmate FINDER, classmate COSTPILOT); Implementierungsprojekte typisch ab 5-stellig; Jahreslizenzen nach Nutzerzahl. Online-Schnellkalkulation costing24 separat als Browser-Tool.
Kategorien
Stärken
- Automatische Kostenermittlung direkt aus 3D-CAD-Modellen (CATIA, SOLIDWORKS, NX, Creo, Inventor), ohne manuelle Dateneingabe
- Feature-Erkennung: classmate CAD analysiert Bohrungen, Taschen, Fasen, Gewinde und Drehkonturen automatisch und leitet Fertigungsschritte ab
- Variantenvergleich: Konstruktionsalternativen schon vor der Produktion auf Fertigungskosten vergleichen
- Should Costing: realistische Zielkosten für Einkauf und Lieferantengespräche berechnen
- Modularer Aufbau, nur benötigte Module lizenzieren, schrittweise Einführung möglich
- Deutsche Entwicklung aus Karlsruhe, deutschsprachiger Support, über 250 DACH-Referenzkunden (u. a. Trumpf, Körber, BSH)
- Integration mit gängigen PDM/PLM-Systemen und SAP über eigenes SAP-Modul
Einschränkungen
- Hoher initialer Kalibrierungsaufwand: Maschinenstundensätze, Fertigungsprozesse und Kostenmodelle müssen unternehmensspezifisch eingerichtet werden
- Setzt auf saubere 3D-CAD-Modelle, ohne strukturierte Stücklisten und CAD-Daten keine automatische Kostenkalkulation
- Preise ohne Transparenz, individuelle Angebote notwendig, kein Self-Service (Ausnahme: das Online-Tool costing24)
- Für Unternehmen ohne eigene Fertigung oder mit geringer Teilevielfalt überdimensioniert
- Implementierungsdauer 3–9 Monate je nach Modulumfang und Datenlage
- Spitzkonzept ist on-premise, vollwertige Cloud-Nutzung erst über die jüngere Plattform simus connect
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du fertigst viele Varianten oder Sonderteile und brauchst schnell belastbare Herstellkosten
- Du willst Konstruktionsalternativen schon in der Entwicklung auf Kosten vergleichen (Design-to-Cost)
- Dein Einkauf braucht valide Zielkosten (Should Costing) für Lieferantenverhandlungen
- Du hast bereits eine saubere 3D-CAD- und PDM/PLM-Landschaft, an die das System andocken kann
Wann nein
- Du hast keine eigene Fertigung oder nur eine Handvoll Standardteile
- Deine CAD- und Stammdaten sind unstrukturiert oder unvollständig
- Du brauchst sofortige Ergebnisse ohne mehrmonatiges Einführungsprojekt
- Du suchst ein günstiges Self-Service-Tool mit transparenten Listenpreisen
Kurzfazit
simus classmate ist eine der etabliertesten deutschen Lösungen, wenn es darum geht, Fertigungskosten automatisch aus 3D-CAD-Modellen abzuleiten. Statt dass ein Kalkulator Bauteil für Bauteil per Hand bewertet, erkennt die Software geometrische Merkmale, Bohrungen, Taschen, Drehkonturen, Gewinde, und leitet daraus Arbeitsgänge, Rüstzeiten und Herstellkosten ab. Das macht sie zum starken Werkzeug für Design-to-Cost in der Konstruktion und Should Costing im Einkauf. Der Preis dafür ist ein ernsthaftes Einführungsprojekt: Ohne saubere CAD-Daten und ohne unternehmensspezifisch kalibrierte Maschinenstundensätze liefert das System keine belastbaren Zahlen. Für Maschinen- und Anlagenbauer mit hoher Variantenvielfalt ist das eine sehr gute Wahl, für kleine Fertiger mit wenigen Standardteilen deutlich überdimensioniert.
Für wen ist simus classmate?
Maschinen- und Anlagenbau mit Variantenvielfalt: Wer hunderte Sonder- und Einmalteile kalkuliert, profitiert am stärksten. classmate PLAN liefert in Sekunden Herstellkosten für Bauteile, die ein Kalkulator sonst einzeln durchrechnen müsste. Genau dort, wo manuelle Kalkulation an Kapazität und Konsistenz scheitert, spielt das System seine Stärke aus.
Konstruktion (Design-to-Cost): Konstrukteure sehen schon im CAD, was eine Designentscheidung kostet. Eine zusätzliche Bohrung, ein engeres Toleranzfeld, ein anderes Halbzeug, die Kostenwirkung wird sichtbar, bevor das Teil in Produktion geht. Das verlagert Kostensteuerung an den Punkt, an dem sie am wirksamsten ist: an die Entstehung.
Einkauf (Should Costing): Einkäufer gehen mit belastbaren Zielkosten in Lieferantengespräche statt mit Bauchgefühl. Wenn die Software für ein Zukaufteil 47 € Herstellkosten ermittelt, der Lieferant aber 78 € verlangt, hat der Einkauf eine konkrete Verhandlungsbasis statt einer reinen Preisliste.
Stammdaten- und Methoden-Verantwortliche: Mit classmate DATA und classmate FINDER lassen sich Stammdaten klassifizieren, Dubletten finden und ähnliche Teile aufspüren. Das ist weniger spektakulär als die Kostenkalkulation, in der Praxis aber oft der Hebel mit dem größten Aufräum-Effekt im Teilestamm.
Weniger geeignet für: Reine Handelsunternehmen ohne eigene Fertigung, Kleinbetriebe mit wenigen Standardteilen, Firmen ohne strukturierte 3D-CAD- und PDM-Landschaft sowie alle, die ein günstiges Self-Service-Tool mit Listenpreisen suchen. Für eine schnelle Online-Schnellkalkulation einzelner Dreh-, Fräs- oder Blechteile ist das hauseigene Browser-Tool costing24 der niedrigschwelligere Einstieg.
Preise im Detail
| Angebot | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| classmate (modular) | Auf Anfrage | Lizenzierung einzelner Module (CAD, PLAN, DATA, DRAW, FINDER, COSTPILOT, SAP). Jahreslizenz nach Nutzerzahl, plus Einführungsprojekt |
| Einführungsprojekt | Typisch ab 5-stellig | Kalibrierung der Kostenmodelle, Anbindung an CAD/PDM/SAP, Schulung. Dauer 3–9 Monate je nach Umfang |
| costing24 | Separates Browser-Tool (auf Anfrage) | Online-Schnellkalkulation für Dreh-, Fräs- und Blechteile ohne große Einführung |
| simus connect | Cloud-Plattform (auf Anfrage) | SaaS-Plattform, die Entwicklung, Produktion und ERP verbindet, Cloud-Pfad für die classmate-Welt |
Einordnung: simus classmate ist ein Investitionsgut, kein Abo, das man mal eben bucht. Es gibt keine öffentlichen Listenpreise, jedes Angebot wird individuell kalkuliert, weil die Komplexität stark von Modulumfang, Nutzerzahl und Datenlage abhängt. Realistisch bewegt sich ein erstes Projekt im fünf- bis sechsstelligen Bereich, inklusive Einführung und Kalibrierung. Das rechnet sich erst bei nennenswertem Kalkulationsvolumen: Wer pro Jahr hunderte Varianten oder Zukaufteile bewertet, amortisiert die Investition über gesparte Kalkulator-Stunden und bessere Einkaufspreise. Wer nur gelegentlich ein Teil kalkulieren will, ist mit dem leichtgewichtigen costing24 oder einer Tabellenkalkulation günstiger bedient.
Stärken im Detail
Kosten direkt aus der Geometrie, der Kern. Der zentrale Vorteil ist die Automatik: classmate CAD analysiert das 3D-Modell, erkennt Features wie Bohrungen, Taschen, Fasen, Gewinde und Drehkonturen, und classmate PLAN leitet daraus Arbeitsgänge und Herstellkosten ab, in Sekunden statt Stunden. Damit verschwindet der größte Engpass klassischer Kalkulation: die manuelle, fehleranfällige Einzelbewertung jedes Bauteils.
Variantenvergleich vor der Produktion. Du kannst mehrere Konstruktionsalternativen gegeneinanderstellen und sehen, welche günstiger zu fertigen ist, bevor auch nur ein Span fällt. Das ist die Voraussetzung für echtes Design-to-Cost: Kostenoptimierung passiert dort, wo 70–80 % der späteren Kosten festgelegt werden, nämlich in der Konstruktion.
Should Costing als Einkaufs-Hebel. Die Software berechnet, was ein Zukaufteil bei sauberer Fertigung kosten sollte. Der Einkauf verhandelt damit auf Augenhöhe und erkennt überteuerte Positionen, die in reinen Preislisten unsichtbar bleiben. Gerade bei langen Lieferantenbeziehungen deckt das oft Einsparpotenziale auf, die jahrelang mitgeschleppt wurden.
Modularer Aufbau. Du musst nicht alles auf einmal kaufen. classmate DATA für Stammdaten, classmate CAD/PLAN für Kalkulation, classmate FINDER für Ähnlichkeitssuche, classmate COSTPILOT für Projektkostencontrolling, jedes Modul ist für sich nutzbar und baut auf den anderen auf. Das erlaubt eine schrittweise Einführung mit kontrollierbarem Risiko.
Deutsche Verankerung im Maschinenbau. simus systems sitzt in Karlsruhe, entwickelt in Deutschland und betreut über 250 Kunden, darunter namhafte Industrieadressen wie Trumpf, Körber und BSH Hausgeräte. Support und Beratung auf Deutsch, mit echtem Verständnis für DACH-Fertigungsrealität, das ist bei Spezialsoftware dieser Klasse kein selbstverständlicher Vorteil.
Integration in die bestehende IT. Anbindung an PDM/PLM-Systeme und an SAP über ein eigenes SAP-Modul. Die Software lebt nicht isoliert, sondern docht an die vorhandene Engineering- und ERP-Landschaft an, Voraussetzung dafür, dass Kalkulationsergebnisse nicht in einer Insel landen, sondern im echten Prozess ankommen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Der Einführungsaufwand ist real und unterschätzt. Die Automatik liefert nur dann belastbare Zahlen, wenn die Kostenmodelle stimmen: Maschinenstundensätze, Rüstzeiten, Materialpreise und Fertigungsprozesse müssen unternehmensspezifisch hinterlegt und gepflegt werden. Das ist kein Setup an einem Nachmittag, sondern ein Projekt über Wochen bis Monate. Wer das unterschätzt, bekommt schnell und automatisch, aber falsche Zahlen.
Müllrein, Müllraus bei den Daten. Das System ist nur so gut wie die CAD- und Stammdaten, die es bekommt. Unsaubere Modelle, fehlende Stücklisten oder inkonsistente Klassifizierung führen zu schlechten Ergebnissen. Viele Unternehmen müssen erst ihren Teilestamm aufräumen, bevor classmate überhaupt seinen Wert entfalten kann. Der Workaround ist gleichzeitig eine Stärke: classmate DATA hilft beim Aufräumen, aber das ist zusätzliche Vorarbeit, kein Beiwerk.
Keine Preistransparenz. Es gibt keine öffentlichen Listenpreise und keinen Self-Service-Einstieg in die classmate-Suite. Du musst durch einen Vertriebsprozess mit individuellem Angebot. Das ist branchenüblich für Industriesoftware, erschwert aber den schnellen Vergleich und die Budgetplanung. Wer ohne Angebot grob kalkulieren will, kann sich nur an „fünf- bis sechsstellig” orientieren.
On-premise-Schwerpunkt. Die klassische classmate-Welt läuft on-premise. Das ist für DSGVO und Datensouveränität ein Vorteil, aber wer eine reine Cloud-Strategie fährt, muss auf die jüngere Plattform simus connect ausweichen, die noch nicht denselben Reifegrad wie die etablierten Desktop-Module hat. Eine vollständige Cloud-Migration der gesamten Funktionalität ist nicht trivial.
Spezialwerkzeug, kein Allrounder. simus classmate ist auf Zerspanung, Blech und mechanische Fertigung zugeschnitten. Für völlig andere Fertigungsverfahren (z. B. komplexe Elektronikbaugruppen, Spritzguss in Sonderfällen, Chemie) passt die Feature-Erkennung nur eingeschränkt. Die Kalkulationslogik ist auf typische Maschinenbau-Prozesse optimiert, außerhalb davon sinkt der Automatisierungsgrad spürbar.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine breite Recherche zu Kalkulationssoftware-Anbietern brauchst | |
| Stammdaten und CAD-Modelle generisch analysieren willst (ohne Branchenfokus) | Eigenes ML-Modell mit |
Im engeren Wettbewerb stehen spezialisierte Should-Cost- und CAD-Kalkulationsanbieter ohne eigene Tool-Seite bei uns: aPriori (US-amerikanischer Marktführer für automatisierte Manufacturing-Cost-Analyse, sehr stark, aber teurer und US-zentriert), FACTON (deutscher Anbieter für Enterprise Product Costing, eher controlling- als geometriegetrieben), Tsetinis / costdata (Datenbank-basierte Kalkulation mit Maschinen- und Lohnkostendatenbanken) sowie Siemens Teamcenter Product Cost Management für SAP/Siemens-Häuser. simus classmate ist kein Allrounder, seine Stärke ist die geometriebasierte Automatik für den deutschen Maschinenbau. Wer eher controllingseitig kalkuliert oder globale Standortvergleiche braucht, sollte FACTON und aPriori parallel anschauen.
So steigst du ein
Schritt 1: Fordere eine Demo mit eigenen Bauteilen an, simus systems bietet eine Pilotanalyse für einige repräsentative Teile. Das zeigt dir sofort, welche Genauigkeit das System mit deiner tatsächlichen Datenlage erreicht, und genau das ist die ehrliche Probe aufs Exempel, nicht die Hochglanz-Demo mit perfekten Beispielteilen.
Schritt 2: Beginne mit dem Kalkulationskern classmate CAD und classmate PLAN. Hinterlege Maschinenstundensätze, Rüstzeiten und Materialpreise deiner häufigsten Fertigungsprozesse. Plane für die erste valide Kalibrierung mehrere Wochen ein, die Qualität der ersten Kalkulationen steht und fällt mit der Sorgfalt in dieser Phase.
Schritt 3: Erweitere schrittweise: classmate DATA, um den Teilestamm aufzuräumen und zu klassifizieren, classmate FINDER für die Ähnlichkeitssuche (Gleichteile statt Neukonstruktion), classmate COSTPILOT für Projektkostencontrolling und das SAP-Modul für die ERP-Anbindung. Jedes Modul ist unabhängig nutzbar und liefert für sich einen Mehrwert. Für eine niedrigschwellige Schnellkalkulation einzelner Teile kannst du parallel das Browser-Tool costing24 testen.
Ein konkretes Beispiel
Ein Maschinenbauunternehmen aus Baden-Württemberg (120 Mitarbeitende, Sonderanlagenbau) hat 850 aktive Sonderkomponenten in der Stückliste, darunter rund 200 „Einmalteile” für Sonderausführungen. Mit simus classmate werden diese Teile automatisch aus den 3D-Modellen auf Fertigungskosten analysiert. Das Ergebnis: 34 Teile haben Herstellkosten über dem bisher angesetzten Verkaufspreis, sie wurden also faktisch mit Verlust verkauft, ohne dass es jemand bemerkt hatte. Daraufhin werden 12 Varianten aus dem Katalog gestrichen und 22 im Angebotsprozess neu bepreist. Der Einkauf geht für die zugekauften Sonderteile mit validen Zielkosten in die Lieferantengespräche und erzielt im Schnitt rund 18 % günstigere Konditionen bei den teuersten Positionen. Was zuvor ein Kalkulator über Wochen manuell durchrechnete, läuft jetzt in einem Batch über Nacht, und liefert obendrein konsistentere Zahlen, weil nicht mehr jeder Kalkulator anders rechnet.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Die klassische classmate-Suite läuft on-premise im eigenen Netzwerk. Fertigungsdaten, Stücklisten und Kalkulationsmodelle verlassen das Unternehmen dabei nicht.
- Cloud-Option: Über die Plattform simus connect ist ein Cloud-/SaaS-Betrieb möglich (EU-Hosting). Wer maximale Datensouveränität braucht, bleibt beim On-Premise-Betrieb.
- Anbieter: simus systems GmbH, Karlsruhe, deutsches Unternehmen, deutsches Recht, deutschsprachiger Datenschutzansprechpartner.
- Personenbezug gering: Im Kern verarbeitet die Software technische Daten (CAD, Stücklisten, Kostenmodelle), kaum personenbezogene Daten, der DSGVO-Fokus liegt eher auf dem Schutz sensibler Konstruktions- und Kalkulations-Know-hows als auf personenbezogenen Daten.
- Schnittstellen: PDM/PLM- und SAP-Integration erfolgt über standardisierte Schnittstellen ohne externe Datenweitergabe an Dritte.
- Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO- und Know-how-sensible Produktionsdaten ist der On-Premise-Betrieb die sichere Wahl. Vor einem Cloud-Einsatz (simus connect) AVV und Hosting-Region schriftlich klären.
Gut kombiniert mit
, für die Vorab-Recherche: Marktpreise für Halbzeuge, Benchmark-Daten zu Maschinenstundensätzen oder Branchenkennzahlen mit Quellen recherchieren, bevor du die Kostenmodelle in classmate kalibrierst. , um Kalkulationsergebnisse aufzubereiten: aus den classmate-Auswertungen Management-Zusammenfassungen, Lieferanten-Argumentationen oder Entscheidungsvorlagen formulieren lassen. classmate liefert die Zahlen, Claude die Sprache. - SAP / PDM-PLM-System, das technische Rückgrat: classmate dockt über das SAP-Modul und PLM-Schnittstellen an, damit Kalkulationsergebnisse nicht isoliert bleiben, sondern direkt in Stamm- und Auftragsdaten einfließen.
Unser Testurteil
simus classmate verdient 4 von 5 Sternen. In seiner Kerndisziplin, automatische, geometriebasierte Fertigungskostenkalkulation für den Maschinen- und Anlagenbau, ist es eine der ausgereiftesten Lösungen im deutschsprachigen Raum, mit einer beeindruckenden Referenzkundenliste und echtem Branchen-Know-how. Design-to-Cost und Should Costing werden hier nicht als Marketing-Versprechen, sondern als funktionierende Werkzeuge geliefert. Den fünften Stern kostet die hohe Einstiegshürde: fehlende Preistransparenz, ein mehrmonatiges Einführungsprojekt, die starke Abhängigkeit von sauberen CAD- und Stammdaten und ein Cloud-Pfad, der gegenüber den etablierten On-Premise-Modulen noch jünger ist. Wer die Voraussetzungen mitbringt, Variantenvielfalt, eigene Fertigung, strukturierte Daten, bekommt ein sehr starkes Werkzeug. Wer sie nicht mitbringt, sollte zuerst Hausaufgaben bei den Daten machen oder mit dem leichten costing24 anfangen.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Das Kalkulationsmodul ist korrekt classmate PLAN (es ermittelt Arbeitsgänge und berechnet Herstellkosten), während classmate CAD die Geometrie- und Feature-Analyse übernimmt. Ein früher kursierender Modulname „classmate COST” entspricht nicht der aktuellen Produktstruktur, wir haben die Bezeichnung entsprechend korrigiert.
- 2024–2026, simus systems hat das Browser-Tool costing24 für die schnelle Online-Kalkulation von Dreh-, Fräs- und Blechteilen sowie die Cloud-Plattform simus connect ausgebaut. Damit öffnet sich der bislang stark on-premise-geprägte Anbieter erkennbar Richtung Cloud und niedrigschwelligerem Einstieg.
- classmate DRAW nutzt inzwischen KI, um Bemaßungen und Annotationen aus technischen Zeichnungen automatisch auszulesen, ein Schritt, der Altbestände mit reinen 2D-Zeichnungen besser in die Kalkulationswelt holt.
- Laufend, Die Referenzkundenliste umfasst über 250 Unternehmen, darunter Trumpf, Körber und BSH Hausgeräte. Für ein Spezialsoftwarehaus dieser Größe ist das eine ungewöhnlich starke Verankerung in der deutschen Industrie und ein belastbares Signal für Marktreife.
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