Satelligence
Satelligence B.V.
Spezialisierter Satellitendaten-Anbieter für Entwaldungsmonitoring und EUDR-Compliance. Kombiniert Radar- und Optikdaten (Sentinel-1, Sentinel-2, Landsat) mit maschinellem Lernen, um dauerhafte Entwaldung von temporären Kronendachveränderungen zu unterscheiden. Kann offizielle Sorgfaltspflichterklärungen (DDS) als bevollmächtigter Vertreter im EU-Register einreichen. Referenzkunden: Cargill, Unilever, Mondelez, Nestlé, Bunge, Fairtrade International.
Kosten: Drei Pläne (Standard, Premium, Enterprise), Preise auf Anfrage, abhängig von Fläche, Lieferantenzahl und Rohstoffen. Standard mit bis zu 200.000 Geolokalisierungs-Uploads pro Tag, unbegrenzten Nutzern und API-Zugang; Bulk-Upload von Koordinaten inklusive.
Stärken
- Unterscheidet zuverlässig zwischen echter Entwaldung und temporären Waldveränderungen (Kahlschlag vs. natürliche Kronendachlücken)
- Kann offizielle Due-Diligence-Statements als bevollmächtigter Vertreter direkt ins EU-Register einreichen, seltene Dienstleistung am Markt
- Bulk-Upload und API: Tausende Koordinatenpolygone gleichzeitig verarbeitbar
- Radar + optische Daten kombiniert, zuverlässiger bei Bewölkung als rein optische Systeme
- Case Tracker für markierte Parzellen mit Kollaborationsfunktion zur Lieferantenklärung
- Datenverarbeitung in den Niederlanden, ISO-27001-zertifiziert
Einschränkungen
- Kein deutschsprachiger Support, Plattform und Kommunikation auf Englisch
- Preise nicht öffentlich, nur auf Anfrage, kein Self-Service-Einstieg
- Stärker auf tropische Massengüter (Palmöl, Soja, Kaffee, Kakao) ausgerichtet als auf europäischen Forstbetrieb
- Für sehr kleine Importeure mit wenigen Parzellen wirtschaftlich überdimensioniert
- Schmaler Fokus, kein Allround-ESG- oder Nachhaltigkeitstool
Passt gut zu
Kurzfazit
Satelligence ist einer der wenigen Anbieter, die EUDR-Compliance nicht nur als Software, sondern als Komplettdienstleistung bis zur amtlichen Einreichung abbilden. Die Stärke liegt im Kern der Technik: Maschinelles Lernen auf kombinierten Radar- und Optikdaten unterscheidet zuverlässiger als rein optische Systeme zwischen echter Entwaldung und harmlosen Veränderungen am Kronendach, das senkt die Zahl falscher Alarme, die in der Lieferantenkommunikation teuer werden. Wer Palmöl, Soja, Kaffee, Kakao oder Tropenholz aus Risikoregionen importiert und Hunderte oder Tausende Parzellen prüfen muss, bekommt hier eine ausgereifte, EU-gehostete Plattform mit ISO-27001-Zertifizierung. Schwächen sind der fehlende deutschsprachige Support, intransparente Preise und der enge Fokus: Für europäischen Forstbetrieb oder breite Nachhaltigkeitsberichte ist Satelligence das falsche Werkzeug.
Für wen ist Satelligence?
Importeure tropischer Rohstoffe: Wer Palmöl, Soja, Kakao, Kaffee, Rindfleisch, Naturkautschuk oder Tropenholz in die EU einführt, fällt unter die EUDR und muss für jede Charge nachweisen, dass sie nicht von nach Ende 2020 entwaldeten Flächen stammt. Satelligence ist genau dafür gebaut, von der Geodatenerfassung bis zur Sorgfaltspflichterklärung.
Konzerne mit komplexen Lieferketten: Cargill, Unilever, Mondelez, Nestlé, Bunge, PepsiCo, Wilmar und Neste nutzen Satelligence, um Zehntausende Zulieferparzellen zu überwachen. Der Bulk-Upload und die API-Anbindung sind auf Volumen ausgelegt, das manuelle Prüfung unmöglich machen würde.
Zertifizierer und Standardorganisationen: Fairtrade International setzt Satelligence ein, um EUDR-Anforderungen auf Kooperativen-Ebene zu erfüllen, ohne jeden Kleinbauern einzeln mit Datenerfassung zu belasten. Für Standardgeber, die viele Kleinproduzenten bündeln, ist das ein realistischer Weg zur Compliance.
Nachhaltigkeits- und Beschaffungsteams: Über die EUDR hinaus deckt Satelligence auch NDPE-Verpflichtungen (No Deforestation, No Peat, No Exploitation), V-DCF-Nachweise und Scope-3-Emissionen entlang der Landnutzung ab, relevant für CSRD-Berichte und SBTi-FLAG-Ziele.
Weniger geeignet für: Europäische Forstbetriebe (dafür ist gl-forest näher am Anwendungsfall), kleine Importeure mit nur wenigen Parzellen (der Aufwand lohnt sich erst ab nennenswertem Volumen), Teams, die nur frei verfügbare Entwaldungsdaten zum Selber-Auswerten brauchen (Global Forest Watch ist dann der kostenlose Einstieg) und alle, die einen deutschsprachigen Ansprechpartner zwingend brauchen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Standard | Auf Anfrage | Komplette EUDR-Lösung für KMU mit regionalem Fokus: bis zu 200.000 Geolokalisierungs-Uploads pro Tag, unbegrenzte Nutzer, Standard-Integration, API-Zugang, Risikoanalyse, Case Tracker |
| Premium | Auf Anfrage | Für global tätige Unternehmen mit mehreren Rohstoffen: alles aus Standard plus Compliance-Helpdesk, SSO, Best-Practice-Sessions und dedizierter Customer-Success-Manager |
| Enterprise | Auf Anfrage | Für sehr große Betriebe: alles aus Premium plus GIS-Schulungen, individuelle Integrationen, Strategie-Workshops und erweiterter technischer Support |
Einordnung: Satelligence veröffentlicht keine Listenpreise, der Preis hängt von Fläche, Anzahl der Lieferanten und der Zahl der überwachten Rohstoffe ab. Das ist im B2B-Geodatengeschäft üblich, macht den Einstieg aber undurchsichtig: Du musst eine Demo anfragen und durch ein Vertriebsgespräch, bevor du eine Zahl siehst. Für KMU mit überschaubarem Importvolumen ist das schwer zu kalkulieren, hier lohnt es sich, vorab mit kostenlosen Werkzeugen wie Global Forest Watch das eigene Risikoprofil grob zu sondieren. Premium mit Compliance-Helpdesk und festem Ansprechpartner ist der Plan, der für ernsthafte EUDR-Pflichtige mehrerer Rohstoffe gedacht ist. Enterprise lohnt erst, wenn tiefe Integration in bestehende Beschaffungssysteme gefragt ist.
Stärken im Detail
Radar plus Optik schlägt reine Optik. Optische Satelliten wie Sentinel-2 sind blind, sobald Wolken über dem Tropenregenwald hängen, und das ist dort die Regel, nicht die Ausnahme. Satelligence kombiniert deshalb Sentinel-2 und Landsat mit dem Radar von Sentinel-1, das durch Wolken hindurch misst, ergänzt um hochauflösende NICFI-Aufnahmen. Das maschinelle Lernmodell wertet diese Datenebenen zusammen aus und erkennt Entwaldung auch in Regionen, in denen optische Systeme monatelang nichts sehen.
Unterscheidung echter Entwaldung von Rauschen. Der eigentliche Mehrwert liegt nicht im Erkennen von Veränderungen, sondern in der Klassifikation: Ist eine Lücke im Kronendach ein Kahlschlag für eine neue Plantage, oder nur ein selektiver Holzeinschlag, ein Sturmschaden oder eine saisonale Schwankung? Das Risikomodell wurde gemeinsam mit der World Cocoa Foundation und dem European Forest Institute entwickelt und reduziert genau die falschen Alarme, die in der Praxis die meiste Zeit kosten.
Einreichung als bevollmächtigter Vertreter. Satelligence kann nicht nur die Dokumentation liefern, sondern als autorisierter Vertreter die Sorgfaltspflichterklärung (Due Diligence Statement, DDS) direkt über die API-Anbindung ins EU-Register einreichen, auch für Tochtergesellschaften. Diese Übernahme des amtlichen Schritts bieten nur wenige Anbieter, und sie nimmt Compliance-Teams die fehleranfälligste Aufgabe ab.
Auf Volumen gebaut. Über Formulare oder API lassen sich Tausende Parzellenpolygone gleichzeitig hochladen. Lieferanten können ihre Geodaten direkt einreichen. Der Case Tracker bündelt alle markierten Parzellen, ordnet Verantwortlichkeiten zu und lässt Klärungsdokumente direkt mit Lieferanten austauschen, statt E-Mail-Pingpong über Tabellen.
EU-Hosting und Zertifizierung. Die Datenverarbeitung erfolgt in den Niederlanden, das Unternehmen ist ISO-27001-zertifiziert, EY-geprüft, Google Sustainability Partner und Verra-anerkannt. Für ein US-fernes, EU-gehostetes Werkzeug in einem regulierten Pflichtfeld ist das ein belastbares Fundament.
Schwächen ehrlich betrachtet
Kein deutschsprachiger Support. Plattform, Dokumentation und Kommunikation laufen auf Englisch. Für ein Compliance-Werkzeug, bei dem es auf präzises Verständnis regulatorischer Details ankommt, ist das eine reale Hürde, gerade in Beschaffungsabteilungen, die nicht durchgehend englischsprachig besetzt sind. Workaround: Die Kernarbeit (Polygone hochladen, Risiken prüfen) ist visuell und sprachunabhängig, kritisch wird Englisch erst bei der Klärung von Grenzfällen.
Intransparente Preise. Es gibt keine öffentliche Preisliste und keinen Self-Service-Einstieg. Jeder Kontakt beginnt mit einer Demo und einem Vertriebsgespräch. Wer nur schnell prüfen will, ob das Werkzeug zu Budget und Bedarf passt, hat keine Orientierung, das kostet Zeit und schließt experimentierfreudige kleinere Unternehmen faktisch aus.
Tropischer Massengüter-Fokus. Die Stärke des Systems liegt bei den großen entwaldungsrelevanten Rohstoffen aus den Tropen. Für europäischen Forstbetrieb, nachhaltige Waldbewirtschaftung oder kleinteilige heimische Lieferketten ist Satelligence überdimensioniert und nicht das passende Werkzeug, hier sind spezialisierte Forst-Tools näher dran.
Schmaler Fokus. Satelligence ist ein Spezialist, kein Allrounder. Wer eine breite ESG-Plattform, Lieferketten-Risikobewertung über Entwaldung hinaus oder umfassendes Nachhaltigkeitsreporting sucht, deckt damit nur einen Ausschnitt ab und braucht ergänzende Werkzeuge.
Abhängigkeit von Lieferanten-Geodaten. So gut die Satellitenanalyse ist, sie kann nur prüfen, was geografisch verortet ist. Die Qualität der Compliance steht und fällt damit, dass Lieferanten korrekte Parzellenpolygone liefern. Bei zersplitterten Lieferketten mit vielen Kleinproduzenten ohne saubere Geodaten bleibt die Datenerfassung der eigentliche Engpass, den löst keine Software allein.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Entwaldung kostenlos selbst sondieren willst | Global Forest Watch |
| Eigene Geodatenanalysen programmieren willst | Google Earth Engine |
| Rohe Satellitendaten (Sentinel) selbst auswerten willst | Copernicus Data Space Ecosystem |
| Europäischen Forstbetrieb verwalten willst | gl-forest |
| Lieferketten-ESG-Risiken breit bewerten willst | Sustainalytics |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Spezialanbieter wie Descartes Labs, Planet (kommerzielle Hochauflösungs-Satelliten), Earthworm Foundation und Compliance-Plattformen wie Osapiens oder TraceX, die EUDR-Workflows abdecken, aber die Satellitenanalyse oft zukaufen statt selbst zu betreiben. Satelligences Alleinstellung ist die Kombination aus eigener ML-gestützter Entwaldungserkennung und der Übernahme der amtlichen DDS-Einreichung, diese Vollintegration bieten die wenigsten. Wer nur eines davon braucht, fährt mit den günstigeren oder offeneren Alternativen oft besser.
So steigst du ein
Schritt 1: Demo auf satelligence.com anfragen und klären, ob das Volumen (Anzahl Lieferanten, Parzellen, Rohstoffe, Länder) zur Plattform passt. Satelligence rechnet sich vor allem, wenn du Rohstoffe aus Risikogebieten beziehst und eine belastbare Differenzierung zwischen echter Entwaldung und erlaubten Nutzungsformen brauchst. Lege vorab dein Rohstoff- und Lieferantenprofil offen, damit das Angebot zum tatsächlichen Bedarf passt.
Schritt 2: Koordinaten und Parzellenpolygone hochladen, per Formular oder über die API. Satelligence akzeptiert Bulk-Uploads, du musst nicht jede Parzelle einzeln eingeben. Lieferanten können ihre Geodaten direkt einreichen. Die saubere Geodatenerfassung ist der wichtigste und aufwendigste Schritt: Plane hier Zeit für die Lieferantenkoordination ein.
Schritt 3: Entwaldungsrisiko prüfen und dokumentieren. Markierte Parzellen landen im Case Tracker, wo du mit Lieferanten zusammenarbeitest, um Klärungsdokumente beizubringen. Am Ende erstellt Satelligence die Dokumentation für die Sorgfaltspflichterklärung, auf Wunsch übernimmt der Anbieter als bevollmächtigter Vertreter auch die offizielle DDS-Einreichung ins EU-Register.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Kakao- und Kaffeeimporteur aus Hamburg bezieht Rohware von rund 1.800 Kleinbauern-Parzellen in Westafrika und Südamerika. Mit dem Stichtag 30. Dezember 2026 für mittlere und große Marktteilnehmer muss das Unternehmen für jede Charge nachweisen, dass sie nicht von nach Ende 2020 entwaldeten Flächen stammt. Manuell wäre das nicht zu schaffen. Über Satelligence lädt das Beschaffungsteam alle Parzellenpolygone als Bulk-Upload hoch, lässt sie gegen die kombinierte Radar-Optik-Analyse prüfen, und bekommt eine Risikoeinstufung je Parzelle. Von 1.800 Parzellen werden 64 als auffällig markiert; im Case Tracker stellt sich nach Lieferantenrückfrage heraus, dass ein Drittel davon legitime, bereits vor 2020 erschlossene Flächen sind. Die verbleibenden Fälle werden gezielt geklärt oder ausgelistet. Satelligence reicht die Sorgfaltspflichterklärung als bevollmächtigter Vertreter ins EU-Register ein. Was eine Vollzeitkraft über Wochen gekostet hätte, läuft jetzt als monatlicher, weitgehend automatisierter Prozess, und der Nachweis ist prüfsicher dokumentiert.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Verarbeitung in den Niederlanden gemäß DSGVO. Anbieter ist Satelligence B.V. (KvK 81534787, USt-IdNr. NL862129345B01), Niederlande.
- Datennutzung: Erfasst werden Geschäftskontaktdaten (Name, E-Mail), technische Daten (IP-Adresse, Browser, Geräte-Kennungen) sowie die hochgeladenen Geodaten der Lieferketten. Die Verarbeitung stützt sich laut Datenschutzerklärung auf Einwilligung, Vertragserfüllung, rechtliche Verpflichtung oder berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 a, b, c, f DSGVO).
- Dienstleister: In der Datenschutzerklärung wird Google Analytics als eingesetzter Dienstleister benannt; weitere Dienstleister sind nicht namentlich aufgeführt, aber per Vertraulichkeitsvereinbarung gebunden.
- Zertifizierung: ISO 27001 (Informationssicherheits-Managementsystem) zertifiziert. Zusätzlich EY-geprüft, Google Sustainability Partner und Verra-anerkannt.
- Datenaufbewahrung: Daten werden laut Anbieter nur so lange gespeichert, wie es zur Erfüllung vertraglicher oder rechtlicher Pflichten nötig ist.
- Auskunft und Löschung: Betroffenenrechte nach Art. 7 und Art. 15–21 DSGVO (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch, Widerruf der Einwilligung) werden in der Datenschutzerklärung referenziert; Anfragen über team@satelligence.com.
- Auftragsverarbeitung (AVV): In der öffentlichen Datenschutzerklärung nicht explizit benannt, für Geschäftskunden im Vertragsverhältnis vor Einsatz aktiv anfragen und schriftlich vereinbaren.
- Empfehlung für Unternehmen: Da hochgeladene Parzellendaten Rückschlüsse auf Lieferanten zulassen können, vor Produktivnutzung AVV und Datenflüsse dokumentieren. Das EU-Hosting und die ISO-27001-Zertifizierung sind ein klarer Vorteil gegenüber US-zentralen Wettbewerbern.
Gut kombiniert mit
- Global Forest Watch, zum kostenlosen Vorab-Sondieren des Entwaldungsrisikos einer Region, bevor du Satelligence für die rechtssichere Prüfung und Einreichung einsetzt. GFW liefert den groben Überblick, Satelligence die belastbare, dokumentierte Compliance.
- Sustainalytics, wenn Entwaldung nur ein Teil eines breiteren ESG- und Lieferketten-Risikoprofils ist. Satelligence deckt den geospatialen Entwaldungsnachweis ab, Sustainalytics ordnet ihn in die Gesamtbewertung von Lieferanten ein.
- Copernicus Data Space Ecosystem, für Teams mit eigener Geodaten-Kompetenz, die ergänzende Sentinel-Auswertungen selbst fahren oder die Satelligence-Ergebnisse mit Rohdaten gegenprüfen wollen.
Unser Testurteil
Satelligence verdient 4 von 5 Sternen. In seiner Nische, Entwaldungsmonitoring und EUDR-Compliance für tropische Massengüter, gehört es zur Spitzengruppe: Die Kombination aus Radar- und Optikdaten, das mit fachlichen Partnern entwickelte Risikomodell und die seltene Fähigkeit, die Sorgfaltspflichterklärung als bevollmächtigter Vertreter selbst einzureichen, heben es vom Wettbewerb ab. EU-Hosting und ISO-27001-Zertifizierung sind in einem regulierten Pflichtfeld ein echtes Argument. Den fünften Stern kosten der fehlende deutschsprachige Support, die intransparente Preisgestaltung ohne Self-Service-Einstieg und der bewusst enge Fokus, der das Werkzeug für europäischen Forstbetrieb und kleine Importeure unpassend macht. Für Unternehmen mit echtem EUDR-Pflichtvolumen aus Risikoregionen ist Satelligence eine der ausgereiftesten verfügbaren Optionen, für alle anderen schießt es übers Ziel hinaus.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Satelligence gab eine strategische Partnerschaft mit Daemeter bekannt, einem auf nachhaltige Landnutzung in Südostasien spezialisierten Beratungshaus. Der Schritt stärkt die Vor-Ort-Verifikation in einer der wichtigsten Risikoregionen für Palmöl, Satellitendaten allein reichen für glaubwürdige Compliance oft nicht aus.
- April 2026, Satelligence wurde auf dem Google Cloud Marketplace gelistet. Das vereinfacht die Beschaffung für Unternehmen, die ohnehin in der Google-Cloud-Umgebung arbeiten, und unterstreicht die bestehende Rolle als Google Sustainability Partner.
- Januar 2026, Satelligence war in Davos beim Weltwirtschaftsforum bei einer Diskussion zu Naturrisiken und KI vertreten. Das signalisiert eine Positionierung über reine EUDR-Compliance hinaus, hin zu breiterem Naturrisiko-Reporting (CSRD, SBTi FLAG).
- Dezember 2024 und Dezember 2025, Die EU hat den Geltungsbeginn der EUDR zweimal verschoben und Vereinfachungen eingeführt. Mittlere und große Marktteilnehmer müssen nun ab dem 30. Dezember 2026 compliant sein, Kleinstunternehmen und kleine Betriebe ab dem 30. Juni 2027. Die wiederholten Verschiebungen haben den Beschaffungsdruck auf Werkzeuge wie Satelligence zeitweise gedämpft, die Pflicht selbst bleibt aber bestehen.
- 2020, Satelligence erhielt eine Investition von rund 2,3 Mio. USD durch den europäischen Tech-Fonds 4impact und das EU-Programm Horizon 2020. Die Finanzierung ist europäisch und öffentlich mitgetragen, ein Hinweis darauf, dass das Unternehmen kein US-Risikokapital-Vehikel, sondern ein EU-verwurzelter Spezialist ist.
Quellen
- Satelligence – EUDR Due Diligence Solutions. https://satelligence.com/home/eudr-due-diligence-solutions/ (abgerufen am 2026-06-14). Drei Plaene (Standard, Premium, Enterprise), Preise auf Anfrage; Standard mit bis zu 200.000 Geolokalisierungs-Uploads pro Tag, unbegrenzte Nutzer und API-Zugang; Premium zusaetzlich Compliance-Helpdesk, SSO und dedizierter Customer-Success-Manager; Kombination aus Radar- und Optikdaten (Sentinel-1, Sentinel-2, Landsat) plus NICFI; Unterscheidung dauerhafter Entwaldung von temporaeren Veraenderungen ueber multitemporale Analyse; Einreichung der Sorgfaltspflichterklaerung (DDS) als bevollmaechtigter Vertreter inkl. Tochtergesellschaften via API; ISO-27001-zertifiziert.
- Satelligence – Datenschutzerklaerung. https://satelligence.com/privacy-policy/ (abgerufen am 2026-06-14). Anbieter Satelligence B.V. (KvK 81534787, USt-IdNr. NL862129345B01); Datenverarbeitung in den Niederlanden gemaess DSGVO; Rechtsgrundlagen Art. 6 Abs. 1 a/b/c/f; Speicherung nur solange fuer vertragliche oder rechtliche Pflichten noetig; Betroffenenrechte Art. 7, 15-21; Kontakt team@satelligence.com; Google Analytics als Dienstleister.
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