Metricool
Metricool Software S.L.
Spanische Social-Media-Suite mit Planung, Analytics, Unified Inbox und Anzeigenmanagement für 11 Netzwerke, komplett auf EU-Servern und mit deutscher Oberfläche. KI-Funktionen (Caption-Generator, beste Postingzeit, Wettbewerbsanalyse) sind solide, aber nicht das Highlight. Stärke ist das ehrliche Preis-Leistungs-Verhältnis und die DSGVO-Konformität.
Kosten: Kostenlos (1 Marke, 20 Posts/Monat), Starter ab 16 €/Monat, Advanced ab 43 €/Monat, Custom auf Anfrage
Kategorien
Stärken
- EU-Hosting (Daten laut Datenschutzerklärung vollständig in der EU), DSGVO-konform ohne US-Cloud-Umweg
- Volle deutsche Oberfläche, deutsche Hilfe-Inhalte und Support
- 11 Netzwerke aus einer Oberfläche: Instagram, TikTok, YouTube, LinkedIn, Facebook, Pinterest, Threads, X, Bluesky, Twitch, Google Business
- Faires Preismodell, Starter ab 16 €/Monat ist deutlich günstiger als Hootsuite oder Sprout Social
- Anzeigenmanagement (Google Ads, Meta Ads, TikTok Ads) ist im Plan enthalten, bei Wettbewerbern oft Add-on
Einschränkungen
- KI-Caption-Generator ist solide, aber qualitativ nicht auf dem Niveau spezialisierter Tools wie Jasper oder Copy.ai
- X/Twitter ist im Starter-Plan ein 5-USD-Add-on pro Account, versteckte Zusatzkosten
- Analytics-Tiefe wächst stark mit dem Plan, Free-Plan hat nur 30 Tage Historie
- Unified Inbox unterstützt nicht alle Netzwerke gleich gut (TikTok-DMs eingeschränkt)
- Approval-Workflows und Rollen erst ab Advanced-Plan (43 € aufwärts)
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du brauchst eine DSGVO-konforme Social-Media-Suite mit EU-Hosting
- Du betreust 5 bis 50 Marken oder Kundenkonten und brauchst saubere Trennung
- Du willst Planung, Analytics und Anzeigen aus einer Oberfläche steuern
- Du suchst eine günstigere Alternative zu Hootsuite mit ähnlichem Funktionsumfang
Wann nein
- Du brauchst die beste KI-gestützte Content-Generierung, dann sind ChatGPT plus Buffer die bessere Kombination
- Du arbeitest fast ausschließlich mit X/Twitter, die Add-on-Logik wird teuer
- Du willst tiefe Social-Listening-Analysen über die eigenen Profile hinaus, dafür ist Brandwatch oder Talkwalker spezialisiert
- Du brauchst nur ein Profil und 5 Posts pro Woche, dann reichen native Tools (Meta Business Suite) oder Buffer Free
Kurzfazit
Metricool ist die ernsthafte europäische Antwort auf Buffer und Hootsuite, und für viele deutsche KMU die naheliegendere Wahl. Die spanische Suite plant, analysiert und managt 11 soziale Netzwerke aus einer Oberfläche, läuft komplett auf EU-Servern in Madrid und kostet im Einstieg deutlich weniger als die US-Wettbewerber. DSGVO-Konformität, deutsche Oberfläche und integriertes Anzeigenmanagement sind die Killerargumente. Die KI-Funktionen (Caption-Generator, beste Postingzeit, Wettbewerbsanalyse) sind solide vorhanden, aber kein Alleinstellungsmerkmal, wer wirklich erstklassige KI-Texte erwartet, kombiniert Metricool besser mit ChatGPT oder Claude. Für die meisten Social Media Manager, Agenturen und Dienstleister ist Metricool aber genau das richtige Werkzeug zum richtigen Preis.
Für wen ist Metricool?
Social Media Manager in KMU: Wer ein bis fünf Marken betreut, bekommt mit dem Starter-Plan (ab 16 €/Monat) alles, was er braucht: Redaktionsplan, Analytics, Posting auf allen relevanten Netzwerken, Link-in-Bio. Die Lernkurve ist flach, die Oberfläche selbsterklärend, auch ohne Onboarding produktiv nutzbar.
Agenturen und Freelancer mit Kundenportfolio: Der Advanced-Plan (ab 43 €/Monat) ist explizit auf Agenturarbeit zugeschnitten: Bis zu 50 Marken, Rollen- und Rechteverwaltung, Freigabe-Workflows mit Kunden, PDF/PPT-Reports. Wer mehrere Kunden parallel betreut, spart hier gegenüber Hootsuite oder Sprout Social spürbar Geld bei vergleichbarem Funktionsumfang.
Lokale Dienstleister mit Social-Media-Bedarf: Hundesalons, Restaurants, Physiotherapie-Praxen, Friseursalons, Yogastudios, kleine Reiseanbieter, überall dort, wo Inhaberinnen oder Marketingverantwortliche selbst posten und keine Stunden für die Tool-Bedienung verlieren wollen, ist Metricool ein sinnvolles Werkzeug. Die SmartLinks-Funktion (Link-in-Bio mit Klick-Tracking) ersetzt zusätzliche Tools wie Linktree.
Performance-Marketing-Verantwortliche: Das integrierte Anzeigenmanagement (Google Ads, Meta Ads, TikTok Ads) macht Metricool zum seltenen Hybrid aus organischer und bezahlter Steuerung. Die Looker-Studio-Integration im Advanced-Plan bringt die Daten direkt ins Reporting-Dashboard.
Datenschutzbewusste Branchen und Verwaltungen: Wer aus regulatorischen Gründen kein US-SaaS einsetzen kann (Behörden, kommunale Stadtwerke, Ärztehäuser, Anwaltskanzleien mit Kanzlei-Marketing), findet bei Metricool eine seltene EU-Suite mit AVV.
Weniger geeignet für: Solo-Posterinnen mit nur einem Profil und sehr geringem Volumen (Meta Business Suite oder Buffer Free reichen), reine X/Twitter-Power-User (Add-on-Aufschläge werden teuer) und Enterprises, die tiefes Social Listening jenseits eigener Profile brauchen, dafür sind Brandwatch oder Talkwalker spezialisiert.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Free | 0 € | 1 Marke, 20 Posts/Monat, 5 Wettbewerber-Profile, 30 Tage Analytics-Historie, KI-Assistent in Grundfunktion. Kein LinkedIn, kein X. |
| Starter | ab 16 €/Monat (5 Marken) bis 29 €/Monat (10 Marken) | Unbegrenztes Posten (Fair-Use), LinkedIn-Anbindung, PDF/PPT-Reports, mehrere SmartLinks, unbegrenzte Analytics-Historie, Canva- und Google-Drive-Integration. X als Add-on (5 USD pro Account). |
| Advanced | ab 43 €/Monat (15 Marken) bis 130 €/Monat (50 Marken) | Team- und Kundenverwaltung, Rollen, Freigabe-Workflows, vollständige X-Analytics, anpassbare Reports, Looker-Studio-Connector, API-Zugriff (Zapier, Make, MCP). |
| Custom | Auf Anfrage | Individuelles Markenkontingent, Whitelabel, dedizierter Account Manager, individuelle KI-Credits, Business-Integrationen. |
Bei Jahreszahlung gibt es bis zu 24 % Rabatt, auf zwölf Monate gerechnet sinkt der Starter-Plan damit effektiv auf rund 12 €/Monat.
Einordnung: Der Free-Plan ist mehr als ein Marketing-Köder, für Solo-Selbstständige mit einem Profil und gelegentlichen Posts reicht er ehrlich aus. Der Sweetspot für die meisten KMU liegt beim Starter-Plan, der mit 5 bis 10 Marken den Bedarf typischer Marketing-Teams gut abdeckt. Advanced lohnt sich erst, wenn Freigabe-Workflows mit Kunden oder Vorgesetzten formal nötig sind, sonst ist Starter schon sehr komplett. Im direkten Vergleich: Hootsuite Professional liegt bei rund 99 USD/Monat für nur ein Profil-Set, Sprout Social ab 199 USD/Monat, Metricool macht für 16 € deutlich mehr verfügbar. Achtung beim X-Add-on: Wer mehrere Twitter-Accounts betreut, sollte die 5 USD je Account einplanen, das macht den Plan schnell weniger günstig.
Stärken im Detail
EU-Hosting ist im 2026er-Markt ein echtes Differenzierungsmerkmal. Während Buffer, Hootsuite, Later und Sprout Social ihre Daten primär in den USA verarbeiten, läuft Metricool auf Servern in der Europäischen Union. Für deutsche Unternehmen, die gegenüber Datenschutzbehörden, Betriebsräten oder Datenschutzbeauftragten argumentieren müssen, ist das ein erheblicher Vorteil, die Datenschutz-Folgenabschätzung wird deutlich schlanker.
Vollständige deutsche Lokalisierung, nicht nur die Oberfläche. Hilfeseiten, Webinare, Newsletter und Support sind auf Deutsch verfügbar. Das klingt selbstverständlich, ist es bei US-Tools aber selten, Buffer und Hootsuite haben oft englischsprachigen Support oder maschinell übersetzte Hilfetexte mit Holprigkeiten. Metricool wirkt hier durchgängig professionell.
Anzeigenmanagement ist eingebaut, nicht angeflanscht. Wer Google Ads, Meta Ads und TikTok Ads parallel betreut, kann die Performance direkt neben den organischen Posts in einem Dashboard sehen. Das ist im Markt ungewöhnlich, die meisten Wettbewerber konzentrieren sich auf organische Inhalte, Anzeigen laufen separat. Für Performance-getriebene Marketingteams ist das ein echter Hebel.
Die SmartLinks-Funktion ersetzt Drittanbieter-Tools. Anstatt zusätzlich für Linktree (5–9 €/Monat) oder Beacons zu zahlen, baust du den Link-in-Bio direkt in Metricool. Inklusive Klick-Tracking und Custom-Branding. Bei Agenturen mit zehn oder mehr Kunden summiert sich diese eingebaute Funktion auf 60 bis 100 € Einsparung pro Monat.
Wettbewerbsanalyse ist ein bewährtes Kernfeature. Du fügst Wettbewerber-Profile hinzu (bis zu 100 im Starter-Plan) und siehst deren Postingfrequenz, Engagement-Raten und Wachstum direkt im Dashboard. Das war historisch eines der ersten Metricool-Features und ist deutlich tiefer ausgebaut als bei Buffer oder Later.
Looker-Studio-Connector und Zapier/Make/MCP-API. Wer Reporting in eigene Dashboards einbinden oder Workflows mit anderen Tools verknüpfen will, hat im Advanced-Plan saubere Schnittstellen, inklusive Anbindung an MCP (Model Context Protocol), was Metricool zu einem der wenigen Social-Media-Tools mit nativer KI-Agenten-Schnittstelle macht.
Schwächen ehrlich betrachtet
Die KI-Funktionen sind nicht das Highlight. Der KI-Caption-Generator schreibt brauchbare Erstentwürfe für Standard-Posts, aber bei Markenton, Differenzierung oder kreativen Formaten kommen schnell die Grenzen, Texte wirken oft generisch und müssen nachgeschliffen werden. Wer professionelle Texte erwartet, ist mit der Kombination aus ChatGPT oder Claude für die Texterstellung und Metricool für Planung und Veröffentlichung deutlich besser bedient. Buffer hat 2024 mit dem AI Assistant nachgezogen und liefert hier inzwischen messbar bessere Ergebnisse.
X/Twitter als Add-on schmerzt im Starter-Plan. Wer mehrere X-Accounts betreut (typisch in Agenturen), zahlt 5 USD je Account zusätzlich. Bei zehn Kunden mit X-Profil sind das 50 USD/Monat, der Starter-Plan kostet dadurch effektiv das Doppelte. Im Advanced-Plan ist X enthalten, aber dann zahlst du auch insgesamt mehr.
Analytics-Tiefe ist im Free-Plan stark beschnitten. Nur 30 Tage Historie reichen für ernsthaftes Reporting nicht. Auch im Starter-Plan sind manche Metriken (z. B. Stories-spezifische Daten, detaillierte Demografie) erst eingeschränkt verfügbar, wer datengetrieben arbeiten will, sollte direkt Advanced einplanen.
Unified Inbox ist nicht überall gleich gut. Instagram-DMs, Facebook-Kommentare und LinkedIn-Nachrichten funktionieren sauber. TikTok-DMs sind eingeschränkt (API-Beschränkung von TikTok selbst), Bluesky-Antworten erscheinen mit Verzögerung. Wer eine große Teamskala für Community-Management braucht, sollte das vorab prüfen.
Keine Bildgenerierung mit KI eingebaut. Während Buffer mit Canva-AI tief integriert ist und Later eigene Visual-Tools bietet, hat Metricool keinen eigenen Bildgenerator. Die Canva-Integration besteht zwar, ist aber Standard-Workflow ohne KI-Vorteil.
Approval-Workflows erst ab Advanced. Für Agenturen mit Freigabeprozessen mit Kunden ist das eine harte Grenze: Im Starter-Plan gibt es keine echten Genehmigungs-Workflows. Wer das braucht, muss auf Advanced (43 €+) springen, das macht den Preisunterschied zum Wettbewerber teilweise wieder gleich.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Die ausgereiftesten KI-Funktionen für Caption-Schreiben willst | Buffer mit AI Assistant |
| Eine Enterprise-Lösung mit umfassendem Social Listening brauchst | Hootsuite |
| Vor allem Instagram und TikTok mit visuellem Schwerpunkt machst | Later |
| Inhalte primär gestalten und visuell produzieren willst | Canva (mit Buffer/Metricool für Veröffentlichung) |
Metricool ist im DACH-Markt die naheliegendste Wahl für alle, die EU-Hosting plus DSGVO-Konformität ohne Funktionskompromiss brauchen. Auch Publer, Sendible und Agorapulse spielen in derselben Liga, keiner davon bietet aber das gleiche Preis-Leistungs-Verhältnis bei vergleichbarer EU-Positionierung. Die deutschsprachige Eigenentwicklung Swat.io ist eine echte Alternative für Konzerne und große Agenturen, kostet aber das Mehrfache.
So steigst du ein
Schritt 1: Free-Plan testen mit echten Profilen. Lege auf metricool.com einen kostenlosen Account an und verbinde deine Hauptprofile (Instagram, Facebook, Google Business). Plane drei bis fünf reale Posts und beobachte einen Monat lang die Analytics. Erst wenn die Oberfläche dir liegt und die Datenqualität passt, lohnt sich das Upgrade.
Schritt 2: Redaktionsplan strukturiert anlegen. Statt einzelner Posts solltest du den Content-Planer als Kalender nutzen: Themen-Spalten anlegen (z. B. “Behind the Scenes”, “Angebote”, “Kundenfeedback”), wiederkehrende Slots planen, Mediathek mit Bildern und Videos befüllen. Metricool ist deutlich produktiver, wenn du in Wochen- oder Monatszyklen arbeitest statt täglich nachzulegen.
Schritt 3: Wettbewerber definieren und Reports automatisieren. Trage drei bis fünf relevante Wettbewerber ein und richte einen monatlichen PDF-Report ein, der automatisch per Mail verschickt wird. Das ersetzt manuelle Reporting-Arbeit und schafft sofort sichtbaren Mehrwert, besonders gegenüber Vorgesetzten oder Kunden, die nicht selbst ins Tool einsteigen.
Ein konkretes Beispiel
Ein mobiler Hundefriseur in Hamburg betreibt vier Social-Media-Profile (Instagram, Facebook, TikTok, Google Business) und postet bisher manuell zwischen den Kundenterminen, meist abends, oft hektisch, ohne System. Mit dem Metricool-Starter-Plan (16 €/Monat) plant er stattdessen einmal sonntags die komplette Woche: Vier Posts pro Netzwerk, Vorher-Nachher-Bilder vom Trimmen, kurze Tipps zur Fellpflege, lokale Aktionen für den jeweiligen Stadtteil. Die Wettbewerbsanalyse zeigt ihm, dass zwei lokale Konkurrenten primär dienstags und donnerstags posten, er verlegt eigene Posts gezielt auf Mittwoch und Freitag. Die SmartLink-Funktion ersetzt seinen Linktree-Account und führt direkt zur Buchungsseite. Zeitersparnis: rund 4 Stunden pro Woche bei messbar höherem Engagement (lokale Reichweite gestiegen um 35 % nach drei Monaten). Die Buchungsanfragen über Instagram-DMs landen alle im Unified Inbox, keine vergessene Nachricht mehr.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Laut Datenschutzerklärung werden alle Daten auf Servern innerhalb der Europäischen Union gespeichert. Ein konkreter Standort oder Cloud-Anbieter wird dort nicht benannt. Anbieter ist die Metricool Software S.L. mit Sitz in Spanien.
- Auftragsverarbeitung: Die Datenschutzerklärung regelt Auftragsverarbeiter-Pflichten (Abschnitt 12.4). Ein separat verlinktes, herunterladbares AVV-/DPA-Dokument war zum Prüfzeitpunkt nicht öffentlich auffindbar, ein DPA sollte daher direkt beim Anbieter angefragt werden. Durch das EU-Hosting entfällt die Notwendigkeit von Standardvertragsklauseln für Drittlandtransfer.
- Datenschutzaufsicht: Spanische Datenschutzbehörde AEPD, innerhalb des EU-Rechtsrahmens, somit keine zusätzliche rechtliche Konstruktion erforderlich.
- Datennutzung: Eingaben werden zur Servicebereitstellung verwendet, nicht standardmäßig für KI-Training. Genaue Modalitäten regelt der DPA.
- Aufbewahrung: Daten werden gemäß DSGVO-Vorgaben gespeichert (typisch 4–6 Jahre für Abrechnungsdaten, kürzer für operative Daten); Konten und Inhalte können jederzeit gelöscht werden.
- Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-sensible Branchen (Behörden, Gesundheit, Recht) eines der seltenen Social-Media-Tools, das ohne EU-US-Datenschutzrahmen-Konstruktion auskommt. AVV vor dem ersten produktiven Einsatz direkt beim Anbieter anfragen und unterzeichnen, Verarbeitungsverzeichnis pflegen.
Gut kombiniert mit
- ChatGPT, für die kreative Texterstellung der Captions in Markenton: ChatGPT formuliert die Posts, Metricool plant und veröffentlicht sie. Das ist die Standardkombination, die in der Praxis besser funktioniert als die eingebauten KI-Funktionen.
- Canva, für die visuelle Gestaltung der Posts. Canva bietet die Designvorlagen und Bildkompositionen, Metricool die Distribution. Die Direktintegration zwischen beiden Tools spart Speichern-und-Hochladen-Schritte.
- Brandwatch, für tiefgehendes Social Listening über die eigenen Profile hinaus. Metricool zeigt, was deine Marke und deine direkten Wettbewerber tun; Brandwatch zeigt, was über deine Branche, deine Themen und deine Markenwahrnehmung diskutiert wird.
Unser Testurteil
Metricool verdient 4 von 5 Sternen. Es ist eines der wenigen Social-Media-Tools im Markt, das DSGVO-Konformität, deutsche Lokalisierung und faires Pricing ohne ernsthafte Funktionskompromisse vereint. Für deutsche KMU, Agenturen und alle, die kein US-SaaS einsetzen können oder wollen, ist Metricool inzwischen die naheliegendste Wahl, günstiger als Hootsuite, vollständiger als Buffer im Anzeigenmanagement, einfacher als Sprout Social. Den fünften Stern verliert es an die KI-Funktionen, die solide funktionieren, aber qualitativ nicht mit dedizierten KI-Tools mithalten, wer die besten KI-Captions erwartet, wird Metricool als reines Planungs- und Analytics-Werkzeug einsetzen und die Texterstellung extern erledigen. Auch die X-Add-on-Logik und die auf Advanced beschränkten Approval-Workflows sind kleine Schönheitsfehler. In Summe aber: ein in Europa zu Unrecht oft übersehenes Tool, das gegenüber den US-Marktführern erstaunlich gut dasteht.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Metricool hat eine MCP-Anbindung (Model Context Protocol) im Advanced-Plan veröffentlicht. Damit ist Metricool eines der ersten Social-Media-Tools, das sich nativ als Werkzeug in KI-Agenten-Workflows einbinden lässt, Claude oder andere MCP-fähige Agenten können direkt Posts erstellen, Analytics abfragen oder Kampagnen prüfen.
- 2024, Bluesky wurde als Netzwerk hinzugefügt, kurz nachdem das Mastodon- und Threads-Wachstum die Diversifizierung weg von X beschleunigt hat. Damit deckt Metricool inzwischen die größte Bandbreite an “alternativen” Netzwerken im Markt ab, relevanter Wettbewerbsvorteil gegenüber konservativeren Suites.
- 2024, Der KI-Assistent wurde im Free-Plan freigeschaltet, was ungewöhnlich ist (Buffer und Hootsuite halten KI-Funktionen typischerweise hinter Bezahlschranken). Damit kannst du die KI-Texterstellung sehr niedrigschwellig testen, bevor du dich für einen Plan entscheidest.
- 2025, Hootsuite hat seine Preise mehrfach erhöht, wer aus Kostengründen wechselt, landet zunehmend bei europäischen Anbietern wie Metricool oder Publer. Gleichzeitig hat Metricool den Starter-Einstiegspreis bei 16 €/Monat stabil gehalten.
- Allgemein, Metricool ist im deutschen Markt deutlich weniger sichtbar, als seine Marktposition rechtfertigt: In Marketing-Communities wird Buffer/Hootsuite oft als Standard angenommen, obwohl Metricool bei DSGVO-Anforderungen die strukturell bessere Wahl wäre. Wer einen Beraterwechsel oder Tool-Audit durchführt, sollte Metricool aktiv in den Vergleich aufnehmen.
Quellen
- Metricool – Preise. https://metricool.com/pricing/ (abgerufen am 2026-06-14). Free 0 €, Starter ab 16 €/Monat (bis 10 Marken), Advanced ab 43 €/Monat (bis 50 Marken), Custom auf Anfrage; X/Twitter als Add-on 5 €/Account; Looker-Studio-Connector und Freigabe-Workflows ab Advanced; bis zu 24 % Rabatt bei Jahreszahlung.
- Metricool – Startseite und Netzwerkübersicht. https://metricool.com/ (abgerufen am 2026-06-14). Unterstützte Netzwerke: Instagram, TikTok, YouTube, Threads, X, Twitch, Google Business, Bluesky, Facebook, Pinterest, LinkedIn; KI-Assistent in allen Plänen enthalten.
- Metricool – Datenschutzerklärung. https://metricool.com/privacy-policy/ (abgerufen am 2026-06-14). Datenhosting vollständig innerhalb der EU; Auftragsverarbeiter-Pflichten in Abschnitt 12.4 geregelt.
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