Later
Later (vormals Mavrck)
Redaktionelle Einschätzung auf Basis von 4 öffentlichen Quellen. Kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
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Visuelles Social-Media-Management mit KI-Captions, Drag-and-Drop-Kalender und KI-gestützter Kampagnen-Analyse. Stark bei Instagram, TikTok und Pinterest. Seit 2024 unter dem Later-Dach mit Mavrck (Influencer Marketing) und seit 2025 mit Mavely (Affiliate) zusammengeführt, der Fokus verschiebt sich spürbar vom reinen Scheduling zur Creator- und Influencer-Plattform.
Kosten: Starter 25 USD/Monat (18,75 USD jährlich), Growth 50 USD/Monat (37,50 USD jährlich), Scale 110 USD/Monat (82,50 USD jährlich). KI-Credits inklusive, Zusatzpakete ab 3,75 USD/Monat für 100 Credits. Keine kostenlose Stufe mehr.
Kategorien
Stärken
- Visueller Drag-and-Drop-Kalender mit Instagram-Grid-Vorschau
- KI-Caption-Writer und Ideen-Generator (kreditbasiert, in allen Plänen)
- KI-gestützte prädiktive Creator- und Kampagnen-Analyse (AI Creator Matching)
- Linkin.bio: Shoppable Landing Pages mit Conversion-Tracking
- Sieben Plattformen abgedeckt: Instagram, TikTok, Pinterest, LinkedIn, YouTube, Facebook und Threads
- Team-Workflow mit Freigaben und Social Inbox ab Growth-Plan
Einschränkungen
- Kein kostenloser Plan mehr, Einstieg startet bei 25 USD/Monat
- KI-Funktionen sind kreditlimitiert (5–100 Credits/Monat je Plan)
- Datenspeicherung ausschließlich in den USA, kein EU-Hosting
- Englische Benutzeroberfläche, kein deutschsprachiger Support
- Strategischer Schwerpunkt verlagert sich zu Influencer- und Affiliate-Marketing
- Höhere Preise als vergleichbare Scheduling-Tools wie Buffer oder Metricool
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du arbeitest visuell und brauchst eine echte Grid-Vorschau für Instagram
- Du willst Influencer- und Creator-Kampagnen mit Performance-Daten steuern
- Du verkaufst über Social Commerce und brauchst Shoppable Posts
- Du planst regelmäßig Reels, TikToks und Pinterest-Pins im Team
Wann nein
- Du brauchst DSGVO-konformes EU-Hosting
- Du suchst ein günstiges Tool für ein bis zwei Accounts (Buffer reicht)
- Du brauchst tiefe KI-Content-Generierung jenseits von Captions
- Du willst eine deutschsprachige Oberfläche und deutschen Support
Kurzfazit
Later bleibt ein starkes Werkzeug für visuelles Social-Media-Management, der Drag-and-Drop-Kalender mit Instagram-Grid-Vorschau, die Linkin.bio-Funktion und die KI-gestützten Captions sind solide gemacht und in der Praxis schnell produktiv. Seit der Konsolidierung mit Mavrck (2022/24) und der Mavely-Übernahme (2025) verschiebt sich Later allerdings spürbar in Richtung Creator- und Influencer-Marketing-Plattform, wer nur Posts plant, zahlt für Features mit, die er nicht braucht. Hinzu kommen US-Hosting ohne EU-Option, höhere Preise als bei Buffer oder Metricool und ein KI-Angebot, das kreditbasiert und damit nicht unbegrenzt ist. Für Visual-First-Brands mit Influencer-Ambitionen ein guter Allrounder, für klassische KMU-Scheduling-Bedürfnisse mittlerweile überdimensioniert.
Für wen ist Later?
Visual-First Brands (Beauty, Fashion, Lifestyle): Wer hauptsächlich auf Instagram, TikTok und Pinterest präsent ist und Wert auf ein konsistentes Feed-Bild legt, bekommt mit Later eines der besten Werkzeuge im Markt. Die Grid-Vorschau zeigt vor dem Posten, wie ein neues Bild zwischen den vorherigen wirkt, das spart genau die Korrekturen, die sonst nach dem Publish ärgerlich werden.
E-Commerce mit Social-Commerce-Fokus: Linkin.bio und Shoppable Posts integrieren sich mit Shopify, BigCommerce und WooCommerce. Wer über Social Media verkauft, kann Conversion-Pfade direkt im Tool bauen und auswerten, das ist deutlich näher am Umsatz als reine Posting-Tools.
Creator-Agenturen und Influencer-Programme: Mit der Mavrck/Mavely-Integration ist Later seit 2024/25 auch eine vollwertige Plattform für Creator-Discovery, Kampagnen-Briefing und Performance-Tracking. Das AI-Creator-Matching schlägt passende Creator vor und die KI-gestützte Analyse prognostiziert die Kampagnen-Performance vor dem Start.
Marketing-Teams ab 3 Personen: Die Growth- und Scale-Pläne enthalten Freigabe-Workflows, eine Social Inbox für Direct Messages und Kommentare sowie Team-Rollen. Für Agenturen, die mehrere Kundenmarken parallel betreuen, sind die Social Sets (Kanal-Gruppen) der zentrale Hebel.
Weniger geeignet für: Solo-Selbstständige und kleine KMU mit ein bis zwei Accounts (für die Buffer günstiger und ausreichend ist), Unternehmen mit strengen DSGVO-Anforderungen, B2B-LinkedIn-Schwerpunkt-Nutzer (die mit Metricool oder Hootsuite besser fahren) und alle, die eine deutsche Oberfläche brauchen.
Preise im Detail
| Plan | Preis (monatlich) | Preis (jährlich) | Was du bekommst |
|---|---|---|---|
| Starter | 25 USD/Monat | 18,75 USD/Monat | 1 Social Set (8 Profile), 1 Nutzer, 30 Posts/Profil, 5 KI-Credits/Monat |
| Growth | 50 USD/Monat | 37,50 USD/Monat | 2 Social Sets (16 Profile), 2 Nutzer, 180 Posts/Profil, 50 KI-Credits, Freigaben, Social Inbox |
| Scale | 110 USD/Monat | 82,50 USD/Monat | 6 Social Sets (48 Profile), 4 Nutzer, unbegrenzte Posts, 100 KI-Credits, Competitive Benchmarking, Brand Health Monitoring |
| Advanced/Enterprise | Auf Anfrage | - | Custom Social Sets, prädiktive Analytics, Influencer-Module, Mavely-Affiliate-Funktionen, AVV |
| KI-Credits Zusatz | 3,75 USD/Monat | - | 100 zusätzliche KI-Credits/Monat (1 Credit pro Caption/Ideas-Aufruf) |
Einordnung: Der frühere kostenlose Plan wurde 2024 abgeschafft, heute startet Later bei 25 USD/Monat, was im Vergleich zu Buffer (kostenloser Plan vorhanden, Pro ab 6 USD) ein deutlicher Sprung ist. Growth ist der Sweetspot für die meisten Marken: Mit 16 Profilen, Freigabe-Workflow und 50 KI-Credits deckt der Plan typische Anforderungen kleiner bis mittlerer Teams ab. Scale lohnt sich erst, wenn du mehrere Marken oder Agenturkunden parallel führst oder Competitive Benchmarking aktiv nutzt. Die KI-Credits sind knapp bemessen, wer täglich Captions generiert, kommt in Growth schnell ans Limit und sollte das Zusatzpaket einplanen. Die Enterprise-Stufe mit prädiktiver Analytics ist für klassische Scheduling-Kunden nicht relevant, sondern adressiert Influencer-Marketing-Teams.
Stärken im Detail
Visuelle Planung, die wirklich funktioniert. Der Drag-and-Drop-Kalender zeigt Instagram-Posts als Vorschau-Grid, bevor du publishst, siehst du, wie das neue Bild zwischen den drei letzten wirkt. Für Brands mit Wert auf konsistentem Feed-Bild (Beauty, Fashion, Lifestyle) ist das ein echter Produktivitätsvorteil. Auch Reels und Stories haben eigene Vorschau-Modi mit Sticker- und Text-Platzhaltern.
KI-Caption-Writer mit Credit-System. Later AI generiert Captions, Ideen und Hashtag-Vorschläge auf Basis weniger Stichworte. Jeder Aufruf kostet einen Credit (5 im Starter, 50 in Growth, 100 in Scale). Die Qualität reicht für Routine-Posts, ist aber bei deutschsprachigen Captions spürbar generischer als bei direktem ChatGPT- oder Claude-Einsatz. Praktisch ist die direkte Einbettung in den Posting-Flow, kein Tab-Wechsel nötig.
KI-gestützte Creator- und Kampagnen-Analyse. Aus der Mavrck-Herkunft bringt Later einen prädiktiven Analytics-Layer mit: AI Creator Matching schlägt passende Creator vor, die KI prognostiziert die Performance einer Kampagne vor dem Start und kennzeichnet Risiken wie Markensicherheit. Für Marken mit Influencer-Programmen ist das einer der besseren Predictive-Layer am Markt, für reine Organic-Poster aber irrelevant.
Linkin.bio: Mini-Shopfront mit Tracking. Statt eines einzelnen Link-in-Bio bekommst du eine vollwertige Landing Page, auf der jedes Produktbild zum verlinkten Shop führt. Mit Conversion-Tracking über UTM-Parameter und Shopify-Integration siehst du, welcher Post welchen Umsatz erzeugt, das ist näher am Verkauf als bei den meisten Scheduling-Tools.
Sieben Plattformen ohne Aufpreis. Instagram, TikTok, Pinterest, LinkedIn, YouTube, Facebook und Threads sind in allen Plänen enthalten. Bei manchen Wettbewerbern (etwa Hootsuite) ist der Plattform-Umfang an höhere Stufen gekoppelt, bei Later limitiert nur die Anzahl der Social Sets, nicht die Plattformen.
Team-Funktionen ab Growth. Freigabe-Workflows, geteilte Medienbibliothek und Social Inbox (alle DMs und Kommentare gesammelt) machen Later für 3- bis 6-köpfige Marketing-Teams sinnvoll. Die Brand-Health-Monitoring-Funktion im Scale-Plan ergänzt das um Sentiment- und Erwähnungsanalysen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Kein kostenloser Plan mehr. Bis 2023/24 hatte Later eine kostenlose Stufe mit bis zu drei Profilen, die ist abgeschafft. Heute startet Later bei 25 USD/Monat, was für Solo-Selbstständige und sehr kleine KMU eine Hürde ist. Buffer (kostenloser Plan plus Pro ab 6 USD) oder Metricool (kostenlos für einen Account) sind hier deutlich zugänglicher.
KI-Credits sind ein Engpass. Das Credit-System klingt fair, ist in der Praxis aber knapp: Im Starter-Plan reichen 5 Credits für genau fünf KI-Captions im Monat, das ist eher Showroom als Werkzeug. Auch im Growth-Plan (50 Credits) ist Schluss, sobald ein Mitarbeiter intensiv damit arbeitet. Wer KI ernsthaft im Posting-Workflow nutzt, muss das Zusatzpaket für 3,75 USD/Monat einplanen, oder gleich extern ChatGPT/Claude verwenden, dort gibt es mehr Output für weniger Geld.
US-Hosting ohne EU-Option. Later wird in den USA gehostet, eine EU-Region gibt es nicht. Für DSGVO-sensible Branchen (Recht, Medizin, Behörden) oder Unternehmen mit strengem Datenschutzanspruch ist das problematisch, auch wenn Social-Media-Posts selten besonders schutzwürdig sind, fließen über die Social Inbox und das CRM-Modul auch Nutzerdaten in das System. Für Standardpläne gibt es keinen AVV, nur auf Enterprise-Stufe.
Englische Oberfläche, kein deutscher Support. Die Benutzeroberfläche ist ausschließlich auf Englisch, Support ebenfalls. Für Marketing-Teams mit gemischten Sprachkenntnissen kein Showstopper, aber spürbarer Nachteil gegenüber Metricool (deutsche UI, spanisches Unternehmen mit EU-Hosting). Auch die KI-Captions sind merklich besser in Englisch als in Deutsch.
Strategische Verschiebung zu Influencer-Marketing. Seit der Mavrck-Konsolidierung und der Mavely-Übernahme positioniert sich Later zunehmend als Creator- und Affiliate-Plattform. Wer nur Posts plant, zahlt für Features mit, die er nicht nutzt, und einige Funktionen, die früher prominent waren (z. B. Hashtag-Analytics), wurden zugunsten der KI- und Creator-Module zurückgedrängt. Das Produkt entwickelt sich von “Social Scheduling” zu “Creator Economy Platform”.
Preise höher als Wettbewerb. Bei 8 verbundenen Profilen kostet Buffer 60 USD/Monat (10 USD pro Kanal), Later 25 USD, hier ist Later günstiger. Sobald aber Team-Features dazukommen (Growth ab 50 USD), liegt Later deutlich über Metricool oder Buffer für vergleichbare Funktionen. Wer auf das prädiktive Analytics-Modul verzichten kann, zahlt bei Wettbewerbern weniger für dieselbe Scheduling-Leistung.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine günstige Scheduling-Lösung für 1–3 Accounts brauchst | Buffer |
| DSGVO-konformes EU-Hosting mit deutscher UI brauchst | Metricool |
| Tiefes Social Listening und Enterprise-Workflows willst | Hootsuite |
| Visuellen Content selbst gestalten willst (statt nur planen) | Canva |
| KI-Captions ohne Credit-Limit brauchst | ChatGPT für die Texte, separat schedulen |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Sprout Social (Enterprise-fokussiert, deutlich teurer), Publer (günstiges Indie-Tool mit AI-Funktionen), Loomly (Content-Briefings für Agenturen) und SocialBee (Recycling-Funktionen für Evergreen-Posts). Later ist nicht das günstigste Tool, und nicht das DSGVO-freundlichste, aber es bleibt das stärkste visuelle Werkzeug, wenn dein Schwerpunkt Instagram, TikTok und Pinterest heißt. Wer Creator-Programme professionell betreibt, bekommt mit dem prädiktiven Analytics- und AI-Creator-Matching eine Funktion, die kein anderes Scheduling-Tool in dieser Tiefe bietet.
So steigst du ein
Schritt 1: Probier-Account anlegen und Markenprofile verbinden. Auf later.com startet eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte. Verbinde zuerst dein wichtigstes Profil (typischerweise Instagram Business) und lade eine kleine Mediathek mit 10–15 Bildern/Videos hoch. Probiere die Grid-Vorschau aus, sie ist der Differenzierer gegenüber rein listenbasierten Tools wie Buffer.
Schritt 2: Posting-Routine im Kalender etablieren. Plane für eine ganze Woche im Voraus: Mit Drag-and-Drop ziehst du Medien aus der Bibliothek auf den Zeitstrahl. Aktiviere “Best Time to Post”, Later schlägt auf Basis deiner Audience-Aktivität die optimalen Slots vor. Beim ersten Caption-Schreiben testest du den KI-Caption-Writer für ein bis zwei Posts und vergleichst mit deinem üblichen Stil. Die Tonalität ist generisch, du musst nachbessern, aber als Startpunkt spart der KI-Vorschlag Zeit.
Schritt 3: Linkin.bio einrichten und Conversion-Pfade bauen. Ersetze deinen statischen Instagram-Bio-Link durch die Later-Linkin.bio-URL. Verknüpfe jedes neue Post-Bild mit der passenden Produkt- oder Landing-Page-URL. Wenn du Shopify nutzt, aktiviere die Integration, dann siehst du im Reporting, welcher Post welchen Umsatz erzeugt. Das ist der Hebel, mit dem Later vom Posting-Tool zum Sales-Tool wird.
Schritt 4 (optional): Prädiktive Analytics evaluieren, falls Influencer-Programm geplant. Wenn du mit Creator-Kampagnen arbeitest, fordere eine Demo des Scale- oder Enterprise-Moduls an. Das AI-Creator-Matching und die prädiktive Analytics verlangen einen separaten Onboarding-Schritt mit Custom-Setup, für reines Organic Posting ist das nicht relevant.
Ein konkretes Beispiel
Das folgende Szenario ist illustrativ und zeigt einen typischen Einsatz, keine reale Kundenreferenz. Eine Berliner Beauty-Marke (12 Mitarbeitende, Schwerpunkt Skincare über DTC-Shop) nutzt Later auf dem Growth-Plan. Drei Marketing-Mitarbeiterinnen verwalten gemeinsam Instagram, TikTok und Pinterest. Jeden Sonntag plant die Content-Verantwortliche die kommende Woche: 8 Reels, 4 TikToks, 6 Pinterest-Pins. Die Grid-Vorschau verhindert, dass zwei pastellfarbene Posts hintereinander rutschen, der Feed bleibt visuell konsistent. KI-Captions werden für Standard-Produkt-Posts generiert (etwa 20 von 30 Posts pro Monat) und manuell nachgebessert; für Storytelling-Posts schreibt das Team selbst. Mit Linkin.bio führt jeder Reel-Post auf die passende Produkt-Landing-Page, der Umsatz pro Post wird im Later-Dashboard sichtbar gemacht und fließt in die wöchentliche Performance-Auswertung. Zeitersparnis pro Woche: ca. 4 Stunden gegenüber manuellem Posten und Reporting. Kosten: 37,50 USD/Monat (jährlich) plus 3,75 USD für Zusatz-Credits. Was nicht funktioniert: Die Influencer-Kampagne im Januar wurde nicht über die Later-Influencer-Module gesteuert, sondern über ein separates Tool, der Funktionsumfang im Growth-Plan deckt Creator-Discovery nicht ausreichend ab, und für Scale war das Volumen zu klein.
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DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: USA. Anbieter ist laut Datenschutzhinweis Mavrck LLC d.b.a. Later mit Hauptsitz in Boston (USA). Die primäre Datenspeicherung erfolgt in den USA, eine EU-Region gibt es nicht. Als EU-Vertreter nach Art. 27 DSGVO ist EDPO in Brüssel benannt.
- Datennutzung: Eingehende Captions, hochgeladene Medien und Audience-Daten werden auf US-Servern verarbeitet. Aggregierte Nutzungsdaten fließen in die KI-Modelle für Analyse und Creator-Matching.
- Account-Löschung: Über die Kontoeinstellungen möglich. Laut Datenschutzhinweis speichert Later personenbezogene Daten nur so lange, wie es für den Erhebungszweck nötig ist; feste Löschfristen für Standardpläne nennt der Anbieter nicht.
- Datentransfer und AVV: Für Übermittlungen aus EU/EWR setzt Later die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission ein und verpflichtet eingebundene Dienstleister auf gleichwertige Datenschutzstandards. Einen gesonderten AVV führt Later für Standardpläne (Starter, Growth, Scale) nicht standardmäßig, für Enterprise-Kunden ist er auf Anfrage verfügbar.
- Personenbezogene Daten in der Social Inbox: Wenn du DMs und Kommentare über Later beantwortest, fließen Daten von Followern (Namen, Inhalte, Profilbilder) in das System. Für DSGVO-Compliance solltest du in den Datenschutzhinweisen deiner Social-Profile auf die Verarbeitung über Later hinweisen.
- Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-sensible Branchen (Anwälte, Ärzte, Behörden) oder Unternehmen mit konsequentem Datenschutz-Anspruch ist Later nicht erste Wahl, der Sprung zu einer EU-gehosteten Alternative wie Metricool ist ratsam. Für Standard-Konsumgüter-Marken ohne erhöhten Schutzbedarf ist Later mit ergänzten Datenschutzhinweisen einsetzbar.
Gut kombiniert mit
- Canva, Canva für die Grafik- und Reel-Produktion (Templates, Markenkit), Later für die zeitliche Planung und Veröffentlichung der fertigen Assets. Die Canva-Integration in Later erlaubt direkten Import aus dem Canva-Account ohne Download-Zwischenschritt.
- ChatGPT, ChatGPT für ausführliche Caption-Drafts, Storytelling-Posts und Kampagnen-Konzepte (deutlich besser als Later AI für anspruchsvolle Texte), Later für das Scheduling und Tracking. Klassisches Tandem aus Texterstellung und Distribution.
- Metricool, Metricool als Reporting-Ergänzung, wenn du tiefere Wettbewerbsanalysen und Cross-Channel-Auswertungen brauchst, die im Later-Standardplan fehlen. Auch sinnvoll, wenn LinkedIn ein wichtiger Kanal ist (Later ist dort schwächer).
Unser Fazit
Later verdient 3 von 5 Sternen. Es bleibt das stärkste Werkzeug für visuelles Social-Media-Management mit Instagram-Schwerpunkt, die Grid-Vorschau, Linkin.bio und die Plattform-Abdeckung sind branchenführend. Was Sterne kostet: Der kostenlose Plan wurde 2024 abgeschafft, US-Hosting ohne EU-Option ist für DSGVO-orientierte Märkte ein Hindernis, die KI-Credits sind ein Engpass mehr als ein Feature, und die strategische Verschiebung zu Influencer-Marketing macht Later für reine KMU-Scheduling-Zwecke zunehmend überdimensioniert. Wer Visual-First arbeitet, im Creator-Marketing aktiv ist und die Preise einplanen kann, bekommt einen sehr guten Allrounder. Wer einfach nur Posts plant, fährt mit Buffer (günstiger) oder Metricool (DSGVO-freundlicher) besser. Der vierte Stern wäre verdient, wenn Later eine EU-Region anbieten würde, die Lücke hält den Markteinsatz in Europa konstant zurück.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2025, Later hat Mavely übernommen, eine Plattform für Creator-Affiliate-Marketing. Damit baut Later seine Repositionierung von der Scheduling-Suite zur kompletten “Creator Economy”-Plattform aus. Klassische Scheduling-Kunden bemerken davon im Tagesgeschäft wenig, die strategische Aufmerksamkeit des Unternehmens fließt aber sichtbar in diese Richtung.
- 2024, Mavrck und Later wurden offiziell unter der Marke “Later” zusammengeführt. Mavrck hatte Later bereits 2022 übernommen, das gemeinsame Branding kam erst 2024. Das ist relevant für die Lizenzlage älterer Mavrck-Kunden, viele wurden in Later-Pläne migriert, mit teils geänderten Funktionsumfängen.
- 2025, Later bewirbt AI Creator Matching und Creator-Fit-Bewertung: die KI schätzt vor einer Kampagne ein, ob ein Creator zur Marke passt. Das ist ein klares Zeichen, dass sich Later gegen reine Influencer-Plattformen positioniert.
- 2024, Der kostenlose Plan wurde abgeschafft. Wer früher gratis bis zu drei Profile verwaltet hat, muss heute mindestens 25 USD/Monat zahlen. Für viele Solo-Selbstständige und sehr kleine KMU war das der Anlass, zu Buffer oder Metricool zu wechseln.
- 2024/25, Later baute aus der Mavrck-Herkunft einen prädiktiven Analytics- und Creator-Matching-Layer aus, der Kampagnen-Performance vor dem Start prognostiziert. Das hebt Later in der Influencer-Marketing-Kategorie deutlich heraus, ist für klassisches Scheduling aber kein Mehrwert.
- Mai 2026, Eine EU-Region für Later existiert weiterhin nicht. AVV nur auf Enterprise-Stufe. Für DSGVO-sensible Märkte bleibt das die wichtigste Lücke, eine Schließung ist nicht angekündigt.
Quellen
- Later – Preisseite. https://later.com/pricing/ (abgerufen am 2026-07-18). Starter 25 USD/Monat (18,75 USD jährlich), Growth 50 USD/Monat (37,50 USD jährlich), Scale 110 USD/Monat (82,50 USD jährlich). Kein kostenloser Plan, 14-tägige Testphase. Starter 1 Social Set (8 Profile), 1 Nutzer, 30 Posts/Profil, 5 KI-Credits; Growth 2 Social Sets, 2 Nutzer, 180 Posts/Profil, 50 KI-Credits; Scale 6 Social Sets, 4 Nutzer, unbegrenzte Posts, 100 KI-Credits. KI-Credit-Zusatz 3,75 USD für 100 Credits, Zusatznutzer 3,75 USD, zusätzliches Social Set 11,25 USD..
- Later – Social Media Scheduler. https://later.com/social-media-scheduler/ (abgerufen am 2026-07-18). Unterstützte Plattformen Instagram, TikTok, Pinterest, LinkedIn, YouTube, Facebook und Threads. Drag-and-Drop-Planung, Media Library, Linkin.bio, Analytics..
- Later – Influencer Marketing. https://later.com/influencer-marketing/ (abgerufen am 2026-07-18). Influencer-Marketing-Plattform mit AI Creator Matching, Creator AEO und Mavely-Affiliate-Programm, prognostizierte Kampagnen-Performance und Full-Service-Kampagnen..
- Later – Privacy Notice. https://later.com/privacy/ (abgerufen am 2026-07-18). Anbieter Mavrck LLC d.b.a. Later, Hauptsitz Boston (USA). Primäre Datenspeicherung in den USA, EU-Vertreter EDPO in Brüssel, Standardvertragsklauseln für Datentransfers, Speicherung nur so lange wie nötig..
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