Maket ist ein KI-gestütztes Werkzeug für Wohngebäude-Grundrissplanung. Architekten und Bauträger beschreiben ihre Anforderungen in natürlicher Sprache, und die KI generiert in Sekunden mehrere Grundrissvarianten inklusive Raumaufteilung und Abmessungen — sinnvoll für frühe Konzeptphasen, aber kein Ersatz für professionelle Ausführungsplanung.
Kosten: Kostenloser Plan: 50 Credits/Monat; Plus 20 USD/Monat mit 300 Credits/Monat
Stärken
- Generiert in Sekunden mehrere Wohngebäude-Grundrissvarianten aus Textbeschreibungen
- Kein CAD-Vorwissen nötig — intuitives browserbasiertes Interface ohne Installation
- Gut für frühe Konzeptphasen und schnelle Kundenpräsentationen von Alternativen
- Fotorealistische 3D-Visualisierungen direkt aus dem Grundriss
- DSGVO-konform: EU Standard Contractual Clauses, DPA auf Anfrage verfügbar
Einschränkungen
- Nur für Wohngebäude ausgelegt — Gewerbebauten, Büros oder Industriebauten nicht unterstützt
- DWG/DXF-Export noch in Entwicklung — Weiterarbeit in CAD aktuell über Screenshots/PDF
- Kein deutscher Support oder deutsche Benutzeroberfläche
- Credits-Modell begrenzt die Nutzung — intensive Iterationen verbrauchen das Kontingent schnell
- Outputs sind konzeptionelle Skizzen, keine baurechtlich validen Ausführungspläne
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du brauchst schnell mehrere Grundrissvarianten für frühe Konzeptgespräche mit Kunden oder Investoren
- Du planst Wohngebäude und willst Alternativen ohne stundenlangen CAD-Aufwand visualisieren
- Du bist kein Architekt, brauchst aber nachvollziehbare Grundrissvorschläge als Entscheidungshilfe
- Du willst 3D-Visualisierungen direkt aus dem Grundriss ohne separates Rendering-Tool
Wann nein
- Du planst Gewerbebauten, Büros, Industriehallen oder andere Nicht-Wohngebäude
- Du brauchst baurechtlich valide Ausführungspläne oder DXF/DWG-Dateien für CAD
- Dein Fokus liegt auf detaillierter technischer Planung statt auf Konzeptvisualisierung
- Du brauchst deutschsprachigen Support oder eine lokalisierte Oberfläche
Kurzfazit
Maket ist ein nützliches Werkzeug für eine sehr spezifische Aufgabe: Wohngebäude-Grundrisse schnell in frühen Konzeptphasen visualisieren. Was früher Stunden in CAD kostete, erledigt Maket in Minuten — und das ohne jegliches CAD-Vorwissen. Die Einschränkungen sind dafür erheblich: nur Wohngebäude, kein DXF-Export (Stand April 2026 noch in Entwicklung), kein deutscher Support. Für Ausführungsplanung ist Maket nicht geeignet — es ist ein Brainstorming-Tool, kein Planungswerkzeug.
Für wen ist Maket?
Architekten in der Entwurfsphase: Maket eignet sich als schneller Ideengeber, wenn du 5–8 Varianten eines Wohngebäudes durchspielen willst, bevor du dich für einen Ansatz entscheidest und den in Revit oder AutoCAD ausarbeitest. Es ersetzt keine professionelle Planung, beschleunigt aber die konzeptionelle Phase.
Bauträger und Projektentwickler: Wenn du Investoren oder der Stadt schnell zeigen willst, wie ein Grundstück bebaubar wäre, liefert Maket in 20 Minuten präsentationsreife Skizzen. Das reicht für frühe Gesprächsrunden — ohne Architekt engagieren zu müssen.
Immobilienmakler und -berater: Für die Visualisierung von Umbaumöglichkeiten oder Grundrissoptimierungen bei Bestandsimmobilien kann Maket hilfreiche Anschauungsmaterialien erzeugen. Die KI-generierten Varianten helfen Kaufinteressenten, sich Möglichkeiten vorzustellen.
Weniger geeignet für: Wer Gewerbebauten, Büros oder Industriegebäude plant, findet in Maket keine sinnvolle Unterstützung — das Modell ist ausschließlich auf Wohngebäude trainiert. Auch für technische Planung, Statik, TGA-Koordination oder Ausführungszeichnungen ist Maket nicht geeignet: Die Outputs sind Konzeptskizzen, keine technischen Dokumente.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Free | 0 USD/Monat | 50 Credits/Monat, Grundrissgenerierung (20 Credits/Plan), Render-Vorschauen (10 Credits), Standard-Exportauflösung, kein Kreditkarte nötig |
| Plus | 20 USD/Monat | 300 Credits/Monat, Grundrisse bis 4 Etagen, Topup-Packs kaufbar (ab 10 USD für 150 Credits, keine Ablaufdatum) |
Einordnung: Der kostenlose Plan reicht für gelegentliche Nutzung — du kannst bis zu 2–3 vollständige Grundrisse pro Monat generieren (je 20 Credits) und dazu Renders erstellen. Für intensive Projektarbeit mit vielen Iterationen kommt das Kontingent schnell an seine Grenzen. Plus für 20 USD/Monat ist für professionelle Nutzer vertretbar. Im Vergleich zum früheren Pro-Plan (49 USD/Monat, der offenbar abgelöst wurde) ist das ein deutlicher Preisrückgang.
Stärken im Detail
Grundrissgenerierung in Minuten ohne CAD-Aufwand. Statt Stunden in Revit oder AutoCAD zu verbringen, beschreibst du dein Projekt in einem Textprompt: “Einfamilienhaus, 150 m², 3 Schlafzimmer, offene Wohnküche, Südausrichtung Terrasse, 2-geschossig”. Maket generiert in Sekunden mehrere Varianten, die du sofort vergleichen kannst. Selbst ohne Architektenhintergrund sind die Ergebnisse für Konzeptgespräche verwendbar.
Kein CAD-Vorwissen, kein Setup, keine Installation. Maket läuft vollständig im Browser — kein Download, kein Account für erste Tests, keine Einarbeitungszeit in komplexe Software. Das macht es zum schnellsten Weg von Idee zu visualisiertem Grundriss, den es gibt. Gerade für Bauträger ohne technisches Personal ist das ein echter Vorteil.
3D-Visualisierungen direkt aus dem Grundriss. Über das integrierte Rendering-Feature lassen sich fotorealistische Vorschauen der generierten Grundrisse erstellen. Damit können Konzepte bereits früh ansprechend präsentiert werden — ohne separates Tool wie Lumion oder Midjourney für erste Präsentationsbilder.
Günstige Einstiegshürde. 50 kostenlose Credits pro Monat ohne Kreditkarte erlauben echtes Ausprobieren. Wer Maket einmal für ein Projekt testen will, kann das ohne finanzielles Risiko tun.
Schwächen ehrlich betrachtet
DXF/DWG-Export fehlt — das ist ein echter Mangel. Stand April 2026 ist der Export in CAD-Formate “in Entwicklung”. Das bedeutet: Die generierten Grundrisse können nicht direkt in AutoCAD, Revit oder SketchUp weitergenutz werden. Der Workflow ist aktuell: Screenshot oder PDF exportieren, dann manuell in CAD neu zeichnen. Das macht Maket zu einem reinen Inspirationstool, nicht zu einem Werkzeug das echte Planungsarbeit einspart.
Ausschließlich Wohngebäude. Maket ist auf residential floor plans trainiert. Wer ein Bürogebäude, eine Lagerhalle, ein Hotel oder ein Krankenhaus plant, bekommt keine sinnvollen Ergebnisse. Diese Einschränkung ist in der Produktkommunikation nicht immer deutlich sichtbar, aber real.
Credits verbrauchen sich schneller als erwartet. Eine Floor-Plan-Generierung kostet 20 Credits, ein Render 10 Credits. Mit dem kostenlosen Plan (50 Credits/Monat) kann man also 2 vollständige Grundrisse generieren plus 1 Render — oder 2 Grundrisse plus 1 Render. Das ist für intensivere Projekte schnell erschöpft. Wer mehrere Varianten mit Renders präsentieren will, braucht Plus oder Topup-Packs.
Kein deutschsprachiger Support. Die gesamte Oberfläche ist auf Englisch, Prompts müssen auf Englisch eingegeben werden für beste Ergebnisse, und der Kundensupport kommuniziert auf Englisch. Für viele deutschsprachige Handwerker, kleine Bauträger oder Immobilienprofis ohne gute Englischkenntnisse ist das eine echte Nutzungsbarriere.
Baurechtlich keine Verwertbarkeit. Die Outputs sind konzeptionelle Visualisierungen, keine Ausführungspläne. Sie enthalten keine Informationen zu Tragwerk, TGA, Schallschutz oder baurechtlichen Anforderungen. Wer sie als Grundlage für Baugenehmigungen oder Ausschreibungen einreichen will, braucht in jedem Fall einen Architekten für die Ausarbeitung.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| 3D-Architekturvisualisierungen für fertige Entwürfe brauchst | Lumion |
| Stimmungsbilder und Außenvisualisierungen erstellen willst | Midjourney |
| BIM-Koordination und Clash Detection für komplexe Projekte brauchst | Navisworks |
| KI-Bilder für Mood Boards und Innenraumkonzepte generieren willst | DALL-E 3 |
Maket besetzt eine Nische: konzeptionelle Wohngebäude-Grundrisse ohne CAD-Aufwand. Für 3D-Visualisierung, BIM-Koordination oder den echten Planungsprozess gibt es bessere Werkzeuge.
So steigst du ein
Schritt 1: Gehe auf maket.ai — kein Account nötig für die ersten Tests. Beschreibe dein Projekt in einem englischen Textprompt mit den wichtigsten Parametern: Gebäudetyp (z.B. “single-family house”), Quadratmeter (“150 sqm”), Anzahl Schlafzimmer, Etagen, besondere Anforderungen (“open kitchen, south-facing garden terrace”). Maket generiert mehrere Varianten, die du sofort vergleichen kannst.
Schritt 2: Passe die Variante weiter an, indem du Folgeanfragen stellst oder direkt im Editor Räume verschiebst. Nutze die Rendering-Funktion (10 Credits pro Render) für die visuell überzeugendsten Varianten, die du in Präsentationen zeigen willst. Spare Credits, indem du erst alle Grundrisse grob vergleichst, bevor du für die besten Varianten Renders erzeugst.
Schritt 3: Exportiere die ausgewählten Grundrisse als Bild oder PDF für die Weiterverwendung in Präsentationen. Bis DXF-Export verfügbar ist, muss die eigentliche Planungsarbeit in einem CAD-Programm manuell aufgebaut werden. Plane Maket als Inspirationstool für die Konzeptphase ein — nicht als Ersatz für den Architekten in der Ausführungsphase.
Ein konkretes Beispiel
Ein Bauträger aus Stuttgart entwickelt ein Mehrfamilienhaus mit 8 Einheiten. In der frühen Konzeptphase braucht er 4–6 alternative Wohnungszuschnitte, um mit Investoren und der Stadt zu diskutieren. Früher hat das ein CAD-Zeichner in 2–3 Tagen erledigt. Mit Maket generiert der Projektleiter in 45 Minuten 8 Grundrissvarianten mit unterschiedlichen Schnittkonzepten (2-Zimmer vs. 3-Zimmer, offener vs. getrennter Wohnbereich), filtert die 3 überzeugendsten heraus und präsentiert sie direkt im Investorengespräch auf dem Laptop — inklusive 3D-Renders für zwei Varianten. Die CAD-Ausarbeitung des gewählten Grundrisses übernimmt dann der Architekt. Maket spart nicht die Planungsarbeit, aber die frühen Gesprächsrunden.
DSGVO & Datenschutz
- Unternehmensstandort: Montreal, Kanada — kein EU-Sitz, aber DSGVO-konform
- Datenhosting: Google Cloud und Supabase — Server in mehreren Regionen, kein EU-exklusives Hosting
- DSGVO-Compliance: EU Standard Contractual Clauses (SCCs) für Datentransfers in Drittländer, EU-US Data Privacy Framework-Zertifizierung
- AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag): Data Processing Agreement (DPA) auf Anfrage verfügbar
- Nutzerrechte: Auskunft, Löschung, Berichtigung — Anfragen werden laut Datenschutzrichtlinie innerhalb von 30 Tagen bearbeitet
- Gespeicherte Projektdaten: Hochgeladene Pläne, Bilder und generierte Designs werden auf der Plattform gespeichert — keine vertraulichen Baupläne für sensible Projekte hochladen ohne vorherigen DPA-Abschluss
- Empfehlung: Für DSGVO-sensible Projekte (öffentliche Auftraggeber, sicherheitsrelevante Gebäude) vor Nutzung DPA anfordern und juristisch prüfen lassen
Gut kombiniert mit
- Lumion — Maket für schnelle Grundrisskonzepte in frühen Phasen, Lumion für hochwertige fotorealistische 3D-Visualisierungen wenn das Entwurfsmodell ausgearbeitet ist; typischer Workflow: Maket liefert die Raumstruktur, Lumion das visuelle Erlebnis
- Midjourney — Maket für die funktionale Grundrisslogik, Midjourney für atmosphärische Außenperspektiven, Innenraumstimmungen und Mood Boards; beide Tools zusammen decken den gesamten frühen Präsentationsbedarf ab
- Navisworks — für spätere Planungsphasen, wenn die Maket-Konzepte in vollständige BIM-Modelle überführt wurden; Navisworks übernimmt dann die Clash Detection und Koordination der Gewerke
Unser Testurteil
Maket verdient 3 von 5 Sternen. Die Idee ist gut — Grundrisse aus Texteingaben zu generieren löst ein echtes Problem in frühen Konzeptphasen. Aber der fehlende CAD-Export (Stand April 2026 noch in Entwicklung) macht das Tool zu einem reinen Visualisierungswerkzeug ohne echten Integrationsnutzen in professionelle Workflows. Die Einschränkung auf Wohngebäude reduziert die Zielgruppe erheblich. Für das, was es kann — schnell präsentierbare Wohngebäude-Grundrisse ohne CAD-Aufwand — ist es nützlich und erschwinglich. Sobald DXF-Export verfügbar ist, lohnt eine Neubewertung.
Was wir bemerkt haben
- April 2026 — DXF/DWG-Export ist laut Maket.ai-Webseite “in development” — entgegen früherer Annahmen ist der Export in CAD-Formate also noch nicht verfügbar. Wer für professionelle CAD-Weiterarbeit auf DXF angewiesen ist, muss warten oder manuell neu zeichnen.
- 2025–2026 — Der Preis für den Hauptplan wurde von ca. 49 USD/Monat auf 20 USD/Monat (Plus) deutlich gesenkt. Das deutet auf Marktdruck durch Wettbewerber hin und verbessert die Zugänglichkeit erheblich.
- 2024 — Maket hat das Credit-basierte Modell eingeführt, das granularere Nutzung ermöglicht (Grundrisse 20 Credits, Renders 10 Credits), aber auch die Nutzung im Free-Tier stärker einschränkt als ein reines Feature-Modell.
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