Huma ist eine britische Cloud-Plattform für Remote Patient Monitoring (RPM) und dezentrale klinische Studien. Die Plattform aggregiert Daten aus Wearables (Apple Watch, Garmin, Fitbit), Patientenfragebögen und passiven Sensoren, visualisiert Verläufe und generiert klinische Alerts. Eingesetzt von Pharmaunternehmen, Universitätskliniken und spezialisierten Rehaprogrammen. 2024 mit 80 Mio. USD Series D finanziert.
Kosten: Modular-Pricing auf Anfrage; Lizenzierung typisch pro aktivem Patient/Monat. Keine öffentliche Preisliste — Enterprise-Vertrieb.
Stärken
- Aggregiert Daten aus heterogenen Quellen — Wearables, PROM-Fragebögen, passive Smartphone-Sensoren — in einer Oberfläche
- Konfigurierbare Alert-Schwellenwerte je Patientengruppe oder Indikation
- EU-Datenhaltung (ISO 27001, DSGVO-konform), MDR-konforme Architektur
- Etabliert in Phase-II/III-Studien — klinische Datenqualität bei der Erkennung von Abweichungen
- Offene API für KIS-Integration (HL7, FHIR)
Einschränkungen
- Kein Deutsch in der Plattform-Oberfläche — für Kliniken mit wenig Englischkenntnissen eine Hürde
- Preise nicht öffentlich, Enterprise-only — für kleine Rehakliniken oft zu aufwändig in Beschaffung
- Konfiguration durch den Anbieter nötig — kein Self-Service-Setup für Kliniken
- Wearable-Kompatibilität muss vorab geprüft werden — nicht alle Geräte in allen Indikationen validiert
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Kontaktiere Huma über huma.com/contact mit einer konkreten Beschreibung deiner Indikation, Patientenzahl und des bestehenden KIS. Huma führt in der Regel einen Discovery Call durch, bevor ein Angebot erstellt wird.
Schritt 2: Huma konfiguriert die Plattform für deinen Anwendungsfall — welche Signale werden erfasst, welche Alert-Schwellenwerte gelten, welche Fragebögen werden in welchem Intervall an Patienten gesendet.
Schritt 3: Pilotbetrieb mit 10–20 Patienten über 8 Wochen; danach Review mit Huma-Team und Klinikpersonal, bevor der Rollout ausgeweitet wird.
Ein konkretes Beispiel
Ein orthopädisches Rehabilitationszentrum (200 Betten) in der Schweiz nutzt Huma nach Knie-TEP-Operationen: Patienten erhalten beim Entlassungsgespräch ein vorbereitetes Gerät (Smartphone + Wearable). Über sechs Wochen werden täglich Schrittanzahl, Kniebeugewinkel (per Goniometer-App) und ein KOOS-Jr.-Fragebogen erfasst. Das Dashboard zeigt jedem verantwortlichen Therapeuten am Morgen eine priorisierte Patientenliste: Wer liegt mehr als 15 % unter der Sollkurve? In diesem Piloten konnten 3 von 18 Patienten (17 %) frühzeitig identifiziert und für ein zusätzliches Gespräch einbestellt werden — bevor es zu einer Wiedervorstellung in der Notaufnahme kam.
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Gesundheitswesen
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