AI-native Plattform für Deal Sourcing im Lower und Mid Middle Market. NLP-basierte Suche findet Privatfirmen über semantische Beschreibungen statt Stichworte, besonders stark, wenn Targets nicht in klassische SIC-/NACE-Codes passen. Coverage 21+ Mio. Privatfirmen weltweit, EMEA-Expansion seit 2024 mit UK, Frankreich und Deutschland. Im Juni 2025 von Datasite übernommen, seit August 2025 mit Sourcescrub konsolidiert.
Kosten: Drei Tiers: Growth (Family Offices), Scale (Mid-Market PE, Advisory), Alpha (Investment Banks, Mega Funds). Keine öffentlichen Preise. Marktübliche Größenordnung: 25.000–60.000 USD/Jahr je nach Tier und Sitzanzahl. Add-ons: API, Data Warehouse.
Kategorien
Stärken
- Semantische NLP-Suche findet Firmen, die klassische Datenbanken über Branchencodes verfehlen
- Coverage von 21+ Mio. Privatunternehmen weltweit, Schwerpunkt USA, wachsende EU-Abdeckung
- Eigenes Conviction-Score-Ranking nach Wachstumssignalen, Tech-Stack, Founder-Profil
- Direkte CRM-Integration mit Salesforce, HubSpot und DealCloud, bidirektional ab Scale-Tier
- Seller-Intent-Signale (im Alpha-Tier) identifizieren Verkaufsbereitschaft 6–12 Monate vor Marktauftritt
- Nach Sourcescrub-Merger größere Datenbasis und konsolidiertes Produkt
Einschränkungen
- DACH-Coverage deutlich schwächer als US/UK, keine erste Wahl für reines Deutschland-Scouting
- Datenresidenz USA, kein EU-Hosting, DSGVO-konform nur über AVV und SCC
- Conviction Scores sind Black Box, manuelle Validierung der Top-Kandidaten weiterhin nötig
- Keine öffentlichen Preise, Self-Service-Zugang gibt es nicht, Sales-Gespräch obligatorisch
- Datasite-Integration noch in Bewegung, Roadmap und Pricing-Modelle können sich verschieben
Passt gut zu
Kurzfazit
Grata ist eine der wenigen Deal-Sourcing-Plattformen, die ihren KI-Anspruch ernst meint. Statt klassischer Filter über SIC- oder NACE-Codes können Nutzer ihre Suchabsicht in natürlicher Sprache beschreiben, das ist im M&A-Sourcing-Markt ein echter Sprung, weil die spannendsten Targets (innovative Nischenanbieter, vertikale SaaS-Startups, Spezialdienstleister) selten sauber in klassische Branchenraster fallen. Coverage von 21+ Mio. Privatfirmen, Schwerpunkt USA, mit wachsender EMEA-Abdeckung seit 2024. Nach der Übernahme durch Datasite (Juni 2025) und der Konsolidierung mit Sourcescrub ist Grata jetzt Teil eines größeren Deal-Lifecycle-Stacks. Schwächen: DACH-Coverage bleibt deutlich schwächer als US/UK, US-Hosting macht DSGVO-Compliance zur Vertragsfrage, und die Black-Box-Conviction-Scores brauchen manuelle Validierung.
Für wen ist Grata?
Corporate-Development-Teams mit USA-Fokus: Wer als deutscher Konzern Add-on-Akquisitionen in den USA sucht, typischer Use Case in tech-affinen Sektoren wie Industrieautomation, Medizintechnik, vertikale SaaS, bekommt mit Grata Zugriff auf einen Markt, in dem klassische deutsche M&A-Datenbanken kaum brauchbar sind. Die NLP-Suche ist hier oft der einzige Pfad zu echten Mid-Market-Targets, die nicht über Wirtschaftsdatenbanken gelistet sind.
Private Equity und Search Funds im Lower Middle Market: Buy-and-Build-Strategien leben von kontinuierlichem Sourcing nach engen Profilen („founder-owned, 5–25 Mio. USD Revenue, SaaS, Vertical X”). Grata liefert diese Targets schneller und vollständiger als manuelle Recherche oder klassische Datenbanken. Conviction Scores priorisieren die Liste, auch wenn die Methodik nicht offen ist.
M&A-Berater mit fokussierten Branchenmandaten: Wer als Boutique-Berater einen spezifischen Sektor-Sweep für einen Mandanten machen muss, spart mit Grata Tage manueller LinkedIn- und Crunchbase-Recherche. Besonders wertvoll bei tech-affinen Branchen, in denen Crunchbase noch Coverage hat, bei klassischen Industriebetrieben außerhalb US/UK wird es dünn.
Investment Banks mit Sell-Side-Strategie: Der Alpha-Tier bietet Seller-Intent-Signale, die Verkaufsbereitschaft 6–12 Monate vor Marktauftritt anzeigen sollen. Für aktive Banker, die ihre Pipeline füllen müssen, ist das ein Differenzierungs-Feature gegenüber rein reaktivem Auftragsgeschäft.
Private-Credit-Funds: Origination im Lower Middle Market ist datenintensiv. Grata hilft, Firmen mit passenden Wachstumssignalen und Kapitalbedarf systematisch zu identifizieren.
Weniger geeignet für: Reine DACH-Scouts ohne US/UK-Bezug (deutsche Datenbanken wie MarktDB oder Bisnode liefern für deutsche Privatfirmen oft mehr), Unternehmen mit strikten EU-Hosting-Anforderungen, Family Offices mit Einzeldeals (Pricing rentiert nicht), und alle, die ein Self-Service-Tool ohne Sales-Touch erwarten.
Preise im Detail
| Tier | Zielgruppe | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Growth | Family Offices, Independent Sponsors | Privatfirmen-Daten, Executive-Kontakte, EU-Finanzdaten, Chrome-Extension, CRM-Integration, Pipeline-Tracking |
| Scale | Mid-Market PE, M&A-Advisory, Corporate Development | Alles aus Growth plus Konferenz-Teilnehmerdaten, kuratierte Listen, Multiples & Valuations, bidirektionale CRM-Syncs |
| Alpha | Investment Banks, Mega Funds | Alles aus Scale plus Seller-Intent-Signale (6–12 Monate Vorlauf), API-Zugriff für Custom-Integrationen |
| Data Warehouse | Add-on | Grata-Daten direkt im internen Analytics-Stack |
| API | Add-on | Custom-Automatisierungen und Integrationen außerhalb der UI |
Einordnung: Grata veröffentlicht keine Preise, das ist im Enterprise-M&A-Datenmarkt branchenüblich. Marktübliche Spannen für vergleichbare Plattformen (Sourcescrub vor Merger, PitchBook, Capital IQ): 25.000–60.000 USD pro Jahr für 2–3 Sitze, abhängig von Tier und Add-ons. Der Alpha-Tier mit API und Seller-Intent ist deutlich teurer und lohnt sich nur für High-Frequency-Sourcing-Teams. Wer einen Einstieg testen will, sollte eine Pilotphase von 2–3 Monaten aushandeln und Conviction-Score-Trefferquote an realen Targets messen, Datasite-Vertrieb verhandelt nach der Sourcescrub-Integration aktuell flexibler als früher. Family Offices mit nur einem aktiven Mandat im Jahr rentieren das Pricing selten, Grata ist ein Pipeline-Tool, nicht ein Einzelfall-Werkzeug.
Stärken im Detail
Semantische NLP-Suche schlägt Branchencodes. Klassische M&A-Datenbanken arbeiten mit SIC-, NACE- oder NAICS-Codes, funktioniert für klar abgegrenzte Branchen (Versicherungen, Automobilzulieferer), versagt bei vertikalen Nischen („mid-market robotics control software for warehouse automation”). Grata erlaubt die Beschreibung des Suchprofils in natürlicher Sprache und matched auf Firmenwebseiten, Produktbeschreibungen, Social Signals. Das ist im Lower Middle Market der entscheidende Hebel.
Coverage von 21+ Mio. Privatfirmen. Im Mid-Market sind die meisten interessanten Targets keine börsennotierten Konzerne, sondern privat geführte Mittelständler oder bootstrapped SaaS-Anbieter. Grata bietet eine der breitesten Coverage dieser Kategorie weltweit. Seit 2024 wird die EMEA-Coverage ausgebaut, UK ist sehr solide, Frankreich und Deutschland holen auf, aber bleiben hinter US-Niveau zurück.
Conviction Scores priorisieren die Long List. Statt 4.000 generische Treffer liefert Grata typischerweise 100–300 priorisierte Kandidaten mit Score, basierend auf Wachstumssignalen, Tech-Stack, Funding-Status, Founder-Profil und weiteren Faktoren. Das verkürzt die Triage-Zeit dramatisch, auch wenn die Score-Methodik nicht offen ist und manuelle Validierung Pflicht bleibt.
Bidirektionale CRM-Integration. Salesforce, HubSpot, DealCloud, die wichtigsten M&A-CRMs werden direkt synchronisiert. Im Scale-Tier ist die Synchronisation bidirektional: Anreicherung von CRM-Records mit Grata-Daten, Pipeline-Status zurück nach Grata. Das macht Grata zum tatsächlich integrierten Workflow-Tool, nicht zur Insel.
Seller-Intent-Signale als Differenziator (Alpha-Tier). Die Vorhersage von Verkaufsbereitschaft 6–12 Monate vor Marktauftritt ist ein hartes Versprechen, und in der Praxis nicht 100 % verlässlich, aber sinnvoll als zusätzliche Priorisierungsdimension. Für Sell-Side-Banker, die proaktiv Mandate akquirieren, ein echter Vorteil gegenüber rein reaktiven Wettbewerbern.
Sourcescrub-Konsolidierung. Seit August 2025 sind Grata und Sourcescrub als „Datasite Private Market Intelligence” zusammengeführt. Das vereint zwei starke Datasätze und löst die alte Doppelarbeit für M&A-Teams, die früher beide Tools parallel hielten. Die Konsolidierung läuft aber noch, Roadmap und Feature-Set können sich in den nächsten Quartalen verschieben.
Schwächen ehrlich betrachtet
DACH-Coverage ist nicht US-Niveau. Wer als deutsche Boutique ausschließlich nach deutschen Privatfirmen sucht, findet bei deutschen Wirtschaftsdatenbanken (MarktDB, Bisnode, Creditreform) oft mehr, vor allem bei klassischen Industriebetrieben ohne Tech-Profil. Grata glänzt, wenn US- oder UK-Bezug Teil der Suche ist; reines Deutschland-Scouting ist Mittelmaß.
US-Hosting macht DSGVO zur Vertragsfrage. Die Datenverarbeitung liegt in den USA. Grata adressiert das mit GDPR-Compliance-Zusagen, AVV und SOC 2, aber wer als deutsches Family Office oder als Berater unter Berufsgeheimnis arbeitet, muss die Datenverarbeitungsverträge sorgfältig prüfen. Echtes EU-Hosting gibt es nicht.
Conviction Scores sind Black Box. Wie genau der Score zustande kommt, ist nicht offengelegt. Für rein interne Priorisierung ist das akzeptabel, für Mandantenkommunikation („Warum ist dieser Target Top-Kandidat?”) nicht ausreichend. Manuelle Plausibilisierung der Top-30-Liste bleibt Pflicht, sonst überträgt sich Bias unkontrolliert.
Keine öffentlichen Preise blockieren Pipeline-Entscheidungen. Wer in einem Procurement-Prozess eine schnelle Shortlist erstellt, fällt ohne Hausnummer schnell raus. Die zwingende Sales-Demo ist ein Hindernis, zumindest eine Preisspanne online wäre fair für den Vorab-Filterprozess.
Datasite-Integration ist noch in Bewegung. Nach der Übernahme im Juni 2025 und der Sourcescrub-Konsolidierung im August 2025 ist die Produkt-Roadmap noch nicht endgültig stabil. Pricing-Modelle, Feature-Bündel und User-Quoten können sich in den kommenden Quartalen ändern. Wer einen langfristigen Vertrag unterschreibt, sollte Exit-Klauseln und Re-Negotiation-Termine vereinbaren.
Englisch-only-Tool. Oberfläche, Support, Materialien, alles englisch. Für internationale Teams kein Problem, für rein deutsche Boutiquen mit weniger englischsprachigem Personal eine Hürde.
Coverage-Lücken bei nicht-digitalen Branchen. Grata zieht stark aus Online-Quellen (Firmenwebseiten, LinkedIn, Crunchbase-ähnliche Datasätze). Branchen mit niedriger Online-Präsenz (klassisches Handwerk, lokale Dienstleister, sehr alte Industriebetriebe ohne Webseite) sind unterrepräsentiert. Wer dort sucht, braucht ergänzende Datenquellen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Den klassischen M&A-Marktführer mit Multiples und Comparables suchst | |
| Eine günstigere Lösung für Funding- und Startup-Recherche brauchst | |
| Spezifisch europäische Firmendatenbanken im Mid-Market suchst | |
| Recherche mit transparenten Web-Quellen statt geschlossener Datenbank willst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: S&P Capital IQ (Investmentdaten und Comps für börsennotierte Firmen), Sourcescrub (jetzt mit Grata konsolidiert), Cyndx (KI-basiertes Sourcing mit ähnlicher Methodik), SimilarWeb (für Web-Traffic-Signale als Sekundärdatensatz), Bisnode/Dun & Bradstreet (klassische Wirtschaftsdatenbanken mit besserer DACH-Coverage), MarktDB und Northdata (deutsche Spezialisten). Gratas USP ist die NLP-Suche plus die Coverage-Breite im US-Lower-Middle-Market, wer in dieser Schnittmenge sucht, findet wenige echte Alternativen. Wer DACH-zentral arbeitet, sollte ergänzende deutsche Datenquellen einplanen.
So steigst du ein
Schritt 1: Demo bei grata.com anfragen, Self-Service-Zugang gibt es nicht. Komme mit zwei oder drei konkreten Suchprofilen ins Gespräch (Branche, Umsatzband, Geografie, Founder-Status), sonst wird die Demo zur Feature-Show. Bringe einen Vergleichscase mit: „So habe ich das bisher mit PitchBook oder Crunchbase recherchiert, wie liefert Grata das?”
Schritt 2: Pilotlizenz für 2–3 Monate aushandeln, bevor du einen Jahresvertrag unterschreibst. Datasite-Vertrieb verhandelt nach der Sourcescrub-Integration aktuell flexibler als früher, nutze das Fenster. Definiere klare Pilot-KPIs: Wie viele qualifizierte Targets pro Suchprofil? Wie hoch die Trefferquote der Top-30 Conviction-Score-Kandidaten?
Schritt 3: Erste Suchprofile im Tool aufbauen und Conviction Scores manuell gegenprüfen. Ruf 10–20 Top-Kandidaten an oder schaue ihre Webseiten durch, messe die Trefferquote (Wie viele sind echte Targets, wie viele Fehltreffer?), bevor das gesamte Team voll auf Grata umstellt. Diese Validierung schafft Vertrauen, oder offenbart, dass die Scoring-Methode für deinen Sektor schwächer trifft als erwartet.
Schritt 4: Integriere das CRM (Salesforce, HubSpot, DealCloud) und definiere den Workflow: Wer recherchiert in Grata, wer pflegt Targets ins CRM, wer kontaktiert? Ohne klaren Prozess wird Grata zur Datenflut. Bei größeren Teams Schulungstermin mit Customer Success vereinbaren.
Ein konkretes Beispiel
Ein Münchner Mittelständler aus dem Bereich Industrieautomation will gezielt US-Add-on-Akquisitionen im Bereich Robotik-Steuerungssoftware finden. Klassische SIC-Suche im PitchBook liefert 4.000 Treffer, davon 90 % irrelevant (zu groß, zu klein, falscher Subsektor). Mit Grata wird die Anfrage als Beschreibung formuliert, „mid-market robotics control software, 5–25 Mio. USD Revenue, founder-owned, US-based, warehouse automation focus”, und liefert 180 priorisierte Kandidaten in zwei Stunden. Davon sind nach manueller Validierung (Webseiten-Check, LinkedIn-Profile, Branchenkonferenz-Listen) 30 echte Targets, die ins CRM übernommen und an die Corporate-Development-Manager verteilt werden. Was vorher zwei Berater drei Wochen gekostet hat, dauert mit Grata etwa eine Arbeitswoche, und das mit besserer Coverage, weil die NLP-Suche Anbieter findet, die nie in einem SIC-Code 73x sauber kategorisiert wurden. Lizenzkosten im Scale-Tier (3 Sitze): geschätzt ca. 40.000 USD/Jahr, bei 3–4 ernsten Buy-Side-Mandaten pro Jahr klar amortisiert.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: USA, kein EU-Hosting. Anbieter ist Grata Data Inc., jetzt Teil von Datasite.
- Zertifizierungen: SOC 2 Type II, GDPR-Compliance laut Anbieterzusage.
- Datennutzung: Grata aggregiert öffentlich verfügbare Firmeninformationen (Webseiten, LinkedIn, Crunchbase-ähnliche Quellen). Persönliche Daten von Executives werden im Rahmen der business-purpose-DSGVO-Ausnahmen verarbeitet.
- Drittlandtransfers: Standard Contractual Clauses (SCC) sind verfügbar; bei Mandantenkontaktdaten aus EU-Quellen muss die rechtliche Grundlage (typisch Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, berechtigtes Interesse) dokumentiert werden.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Verfügbar im Enterprise-Vertragspaket, Voraussetzung für deutsche Kunden.
- Empfehlung für Unternehmen: Vor produktivem Einsatz im DACH-Kontext rechtliche Bewertung durch Datenschutzbeauftragten einholen. Insbesondere die Verarbeitung von Executive-Kontaktdaten aus deutschen Quellen muss in Verarbeitungsverzeichnis und ggf. Datenschutz-Folgenabschätzung dokumentiert werden. Mandantenkommunikation über Grata-CRM-Sync nur, wenn AVV und Drittlandsklauseln verhandelt sind.
Gut kombiniert mit
Claude , die aus Grata exportierten Long Lists lassen sich in Claude analysieren: „Welche 30 Kandidaten passen am besten zu unserer Add-on-These XY?” Claude liest Firmenbeschreibungen und liefert qualitative Vorpriorisierung. Bei sensiblen Mandanten: über AWS Bedrock Frankfurt einsetzen.Perplexity , für tiefergehende Recherche zu einzelnen Top-Kandidaten (News, Funding-Historie, Press Releases, M&A-Gerüchte) liefert Perplexity Quellen mit Webreferenzen. Klassisches Tandem aus Listengenerierung (Grata) und Vertiefung (Perplexity).HubSpot , als M&A-CRM in der Verbindung mit Grata bidirektional synchronisiert. Targets fließen in die Pipeline, Status fließt zurück nach Grata. Für kleinere Teams günstiger als Salesforce.
Unser Testurteil
Grata verdient 4 von 5 Sternen. Im engen Segment „AI-Native Deal Sourcing für US-/UK-Lower-Middle-Market” ist die Plattform eine der validesten Wahlen. Die NLP-Suche ist ein realer Differenzierungs-Hebel gegenüber klassischen Datenbanken, die Coverage ist solide, die CRM-Integration funktioniert, und mit Datasite und Sourcescrub steht jetzt ein stabilerer Konzern dahinter. Den fünften Stern verliert es durch das US-Hosting, die unzureichende DACH-Coverage für reines Deutschland-Scouting, die Black-Box-Conviction-Scores und das intransparente Pricing. Für deutsche Corporate-Development-Teams mit US/UK-Fokus klare Empfehlung, für reine DACH-Boutiquen lohnt die Investition selten. Wer langfristig Vertrag unterschreibt, sollte Exit-Klauseln einbauen, weil die Datasite-Konsolidierung noch in Bewegung ist.
Was wir bemerkt haben
- Juni 2025, Grata wurde von Datasite übernommen. Das beendet die Independent-Phase und stellt das Tool in einen größeren Deal-Lifecycle-Stack: Datasite ist primär für Virtual Data Rooms im M&A-Prozess bekannt, Grata bringt das Sourcing-Frontend dazu. Strategisch logisch, aber für bestehende Grata-Kunden ein Wendepunkt, Pricing und Roadmap werden vom neuen Eigner geprägt.
- August 2025, Grata und Sourcescrub wurden zu „Datasite Private Market Intelligence” konsolidiert. Beide hatten überlappende Datasätze und Funktionalität, die Konsolidierung löst Doppelarbeit für M&A-Teams, die früher beide Tools parallel hielten. Die Integration läuft aber noch und kann Feature-Set und Pricing in den kommenden Quartalen verschieben.
- 2024, Grata hat die EMEA-Coverage offiziell ausgebaut: UK, Frankreich und Deutschland sind seit Ende 2024 explizit als Coverage-Regionen ausgewiesen, plus Australien für APAC. Die Tiefe ist aber noch nicht auf US-Niveau, wer reines DACH-Scouting will, sollte das in der Testphase explizit prüfen.
- 2025, Die Conviction-Score-Methode bleibt weiterhin eine Black Box. Anbieter spricht von „99 % data accuracy” durch ML-Modelle und proprietäre Forschung, aber wie genau das Ranking funktioniert, wird nicht offengelegt. Für Procurement-Verhandlungen wichtig: explizit nach Methodik fragen.
- Mai 2026, Eine öffentliche Preisliste fehlt weiterhin. Das ist im Enterprise-M&A-Datenmarkt branchenüblich, bleibt aber ein Reibungspunkt für Vorab-Filterprozesse in Procurement und beim Vergleich mit PitchBook, Capital IQ und anderen Wettbewerbern.
Quellen
- Grata – Pricing. https://grata.com/pricing (abgerufen am 2026-06-13). Drei Tiers Growth (Family Offices, Independent Sponsors), Scale (Mid-Market PE, Advisory, Corporate Development), Alpha (Investment Banks, Mega Funds); keine öffentlichen Preise; bidirektionale CRM-Syncs ab Scale, Seller-Intent-Signale und API ab Alpha; Add-ons Data Warehouse und API.
- Grata – Produktübersicht. https://grata.com (abgerufen am 2026-06-13). Coverage 21+ Mio. Privatfirmen, agentic AI / KI-basierte Suche, EMEA-/APAC-Abdeckung mit Büros u.a. in Frankfurt und Paris, Zusammenschluss mit Sourcescrub unter Datasite.
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