GANTTPLAN APS
DUALIS GmbH IT Solution
Deutsches APS-System (Advanced Planning & Scheduling) von DUALIS GmbH IT Solution in Dresden. Plant Fertigungsaufträge unter Berücksichtigung von Maschinen-, Werkzeug- und Personalkapazitäten mit optimierungsbasierter Feinplanung und Drag-&-Drop-Leitstand. Spezifisch zugeschnitten auf diskrete Fertiger in Metall-, Holz-, Kunststoff- und Medizintechnik. Enge Kopplung an SAP, Microsoft Dynamics und branchenspezifische ERP-Systeme.
Kosten: Zwei Editionen: Starter (Kernfunktionen) und Expert (Vollumfang mit MRP/Optimierung). Add-ons für Analytics und Echtzeit-Shopfloor-Feedback. Preise auf Anfrage; Marktindikation: ab ca. 590–1.500 €/Monat im SaaS-Betrieb, On-Premise-Lizenz im fünfstelligen Bereich einmalig. Proof of Concept wird von DUALIS strukturiert angeboten.
Kategorien
Stärken
- Deutschsprachiger Hersteller mit Sitz in Dresden, vollständige DACH-Unterstützung und lokales Beraternetz
- Optimierungsbasierte Feinplanung, kombiniert constraint-basierte und heuristische Verfahren mit Mehrkriterien-Gewichtung
- Visueller Drag-&-Drop-Leitstand, den Planer ohne IT-Hilfe anpassen können
- What-If-Szenarien und Engpassvisualisierung in Echtzeit
- Branchentemplates für Metall-, Holz-, Kunststoffverarbeitung und Medizintechnik
- Proof-of-Concept-Prozess strukturiert, Kunden evaluieren mit eigenen Daten vor Kauf
- Datenhaltung in Deutschland (On-Premise oder Azure-Region Deutschland), DSGVO-konform by default
- Multiresource-Planung: Maschinen, Personal, Werkzeuge, Material gleichzeitig
Einschränkungen
- Deutlich geringere internationale Marktpräsenz und Nutzerbasis als Siemens Opcenter oder PlanetTogether
- Integrationstiefe stark abhängig von ERP-Version und -Konfiguration
- Optimierungs-Tiefe für hochkomplexe Prozessindustrie (Reaktorkaskaden, Pharmabatches) begrenzt
- Keine öffentliche Preisliste, Vergleich erfordert Angebotseinholung
- KI-Features (GANTTPLAN Analytics) noch im Wachstum, kein etablierter ML-Einsatz für Rüstzeit-Forecasting
- Klassisches On-Premise-Erbe spürbar, Cloud-First-UX bleibt hinter jüngeren Wettbewerbern zurück
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du planst diskrete Fertigung mit komplexen Rüst- und Werkzeugzwängen
- Du brauchst deutschsprachigen Support und Beratung im Tagesgeschäft
- Du willst On-Premise oder EU-Cloud (Azure Deutschland) ohne US-Datentransfer
- Du wechselst von Excel oder einer rein ERP-basierten Grobplanung auf echte Feinplanung
Wann nein
- Du brauchst eine global einheitliche APS-Lösung für 10+ Werke (eher Siemens, DELMIA, AspenTech)
- Deine Fertigung ist reine Prozessindustrie mit Reaktorkaskaden oder Mischbatch-Logik
- Du suchst ein modernes Cloud-First-UI ohne On-Premise-Erbe
- Du hast nur 1–3 Maschinen und keine echte Engpasssteuerung
Kurzfazit
GANTTPLAN ist das deutsche APS-System für den Mittelstand, entwickelt von der DUALIS GmbH IT Solution in Dresden, seit über 20 Jahren am Markt, mit klarer Spezialisierung auf diskrete Fertiger in Metall, Holz, Kunststoff und Medizintechnik. Die Stärken liegen in deutschsprachigem Support, EU-konformer Datenhaltung, strukturiertem Proof-of-Concept-Prozess und einer ausgereiften Optimierungs-Engine. Die KI-Komponente (GANTTPLAN Analytics) ist im Wachstum, aber noch nicht das Kernverkaufsargument, wer KI-First erwartet, sollte das im Demo-Termin gezielt prüfen. Für deutschsprachige Mittelständler, die von Excel-Planung kommen oder eine bestehende Feinplanung modernisieren wollen, ist GANTTPLAN eine der wenigen ernsthaften deutschsprachigen Alternativen zu Siemens, DELMIA und AspenTech.
Für wen ist GANTTPLAN?
Mittelständische Maschinen- und Metallverarbeiter: Lohnfertiger, Zulieferer, Maschinenbauer mit 5–50 Maschinen und mehreren hundert Aufträgen pro Monat sind die Kernzielgruppe. Wenn Rüstzeiten, Werkzeugverfügbarkeit und Personalqualifikation Engpasstreiber sind und das ERP nur Grobplanung liefert, schließt GANTTPLAN die Feinplanungs-Lücke ohne komplettes Stack-Replacement.
Medizintechnik- und Spritzgussfertiger: Hohe Variantenvielfalt, regulatorische Dokumentationspflicht und enge Liefertermine sind klassische APS-Treiber. GANTTPLAN-Branchentemplates beschleunigen den Einstieg, und die Audit-Fähigkeit der Plandokumentation hilft bei FDA- oder ISO-Zertifizierungsprozessen.
SAP- und Microsoft-Dynamics-Häuser ohne APS-Modul: Wer SAP S/4HANA oder Dynamics 365 als ERP betreibt, aber dort keine echte Feinplanung will (oder das SAP-PP/DS-Modul scheut), bekommt mit GANTTPLAN eine schlanke Add-on-Lösung. Die ERP-Integration ist erprobt, Aufträge, Stammdaten, Rückmeldungen laufen bidirektional.
Fertigungsleitungen und Meister: Anders als IT-zentrische APS-Systeme ist GANTTPLAN bewusst für Planer in der Werkstatt designt. Der Drag-&-Drop-Leitstand erlaubt manuelle Eingriffe, ohne dass der Planer programmieren oder Constraints schreiben muss, entscheidend für die Akzeptanz auf der Werks-Ebene.
Excel-Umsteiger: Wer heute mit Plantafel oder Excel plant und die Schmerzgrenze erreicht hat (Liefertermintreue sinkt, Express-Logistikkosten steigen, der Meister verbringt 3 Stunden täglich mit Umplanen), bekommt mit GANTTPLAN den passenden ersten APS-Schritt. Die Lernkurve ist überschaubar, der ROI im ersten Jahr messbar.
Weniger geeignet für: Großkonzerne mit 10+ Werken und Bedarf an global einheitlicher Plattform (hier sind Siemens Opcenter oder DELMIA gesetzt), reine Prozessindustrie mit Reaktorkaskaden (AspenTech Aspen Plant Scheduler ist hier spezialisierter), Kleinstbetriebe mit weniger als 3 Engpassmaschinen, und Anwender, die ausschließlich Cloud-First-UI und mobile-first Erlebnis erwarten.
Preise im Detail
| Edition | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| GANTTPLAN Starter | Auf Anfrage | Kernfunktionen für Feinplanung, Leitstand, Drag-&-Drop, ERP-Anbindung, Basis-Reporting |
| GANTTPLAN Expert | Auf Anfrage | Vollumfang mit Material Requirements Planning, optimierungsbasierter Planung, Mehrkriterien-Optimierung |
| Add-on: GANTTPLAN Analytics | Auf Anfrage | KI-/ML-basierte Datenanalyse, Forecasting, Plan-Abweichungs-Prognose |
| Add-on: Echtzeit-Shopfloor-Feedback | Auf Anfrage | Live-Rückmeldungen aus der Fertigung, Soll-/Ist-Vergleich, Engpass-Frühwarnung |
| Hosting-Optionen | SaaS (Azure) oder On-Premise | Marktindikation SaaS: ca. 590–1.500 €/Monat; On-Premise: fünfstellig einmalig + Wartung |
Einordnung: DUALIS kommuniziert keine öffentlichen Preise, Beschaffung läuft über ein strukturiertes Vertriebsgespräch und einen Proof of Concept. Marktindikation: Die SaaS-Lizenz beginnt bei rund 590–1.500 EUR/Monat (je nach Edition, Nutzerzahl, Add-ons); On-Premise-Investitionen liegen einmalig im fünfstelligen Bereich plus jährliche Wartung. Der PoC-Prozess ist der wichtigste Schritt: DUALIS bietet strukturiert an, das System mit echten Auftrags- und Stammdaten zu testen, bevor gekauft wird, typische Dauer 6–8 Wochen. Im DACH-Vergleich liegt GANTTPLAN preislich zwischen schlanken Excel-Ersatz-Tools (proLogistik, Asprova-Light) und Enterprise-APS-Suiten (Siemens, DELMIA Quintiq).
Stärken im Detail
Deutscher Hersteller mit lokalem Beraternetz. DUALIS hat Sitz in Dresden, deutschsprachiger Support ist Standard, und ein etabliertes Partnernetz von Implementierungsberatern ist im DACH-Raum verfügbar. Das wirkt unspektakulär, bis im Live-Betrieb ein Planproblem mit Übersetzung und Zeitzonen kollidiert. Für viele mittelständische Werksleiter ist deutschsprachige Erreichbarkeit das KO-Kriterium gegenüber US-Anbietern.
Optimierungs-Engine mit Mehrkriterien-Gewichtung. GANTTPLAN nutzt eine Kombination aus constraint-basierten und heuristischen Verfahren und gewichtet Optimierungsziele explizit: Liefertermintreue, Maschinenbelegung, Rüstzeitminimierung, Wartezeit-Reduktion. Anders als einfachere Tools, die einen einzigen Algorithmus über alle Aufträge laufen lassen, kann der Planer pro Auftragscluster unterschiedliche Gewichtungen setzen, wichtig bei gemischten Sortimenten mit unterschiedlichen Prioritäten.
Drag-&-Drop-Leitstand für Werksplaner. Die Visualisierung erinnert an klassische Plantafeln, aber mit echter Optimierungs-Logik dahinter. Wenn der Meister einen Auftrag manuell verschiebt, rechnet das System die Folgekonflikte sofort durch und zeigt Auswirkungen. Diese Mischung aus „Computer schlägt vor, Mensch entscheidet” ist die richtige Balance für die Werkstatt-Akzeptanz.
Multiresource-Planung. GANTTPLAN plant nicht nur Maschinen, sondern parallel Personal (mit Qualifikationsprofilen), Werkzeuge (mit Verfügbarkeit) und Material (mit Lagerbeständen). Realistische Fertigungseinschränkungen werden abgebildet, kein Plan, der „auf dem Papier” passt, aber im Werk an einer fehlenden Werkzeugfreigabe scheitert.
Branchentemplates beschleunigen den PoC. Statt bei Null zu starten, gibt es vorkonfigurierte Profile für Metall-, Holz-, Kunststoffverarbeitung und Medizintechnik, inklusive typischer Rüstmatrizen, Schichtmodelle und Engpass-Pattern. Das verkürzt den ersten Lauf von Wochen auf Tage.
EU-Datenhaltung als echtes Argument. On-Premise ist Standard, SaaS läuft wahlweise in Azure-Regionen in Deutschland. Für DSGVO-sensible Branchen (Medizintechnik, Behörden-Zulieferer, kritische Infrastrukturen) ein klarer Vorteil gegenüber US-zentrischen Konkurrenten. AVV wird standardmäßig angeboten, ohne Spezialvertrag oder Cloud-Anbieter-Umweg.
Strukturierter Proof of Concept. DUALIS hat einen klaren PoC-Prozess: Eigene Daten, definierte Szenarien, vergleichbare KPIs. Das macht die Kaufentscheidung deutlich nüchterner als ein reiner Demo-Termin und schützt vor Fehlinvestitionen. Wenige Wettbewerber bieten das in dieser Strukturiertheit an.
Schwächen ehrlich betrachtet
Internationale Sichtbarkeit begrenzt. GANTTPLAN ist im DACH-Markt etabliert, im internationalen Markt aber wenig sichtbar, Gartner-Erwähnungen, große Branchen-Konferenzen, internationale Referenzkunden sind selten. Wer einen global einheitlichen APS-Stack braucht (Konzern mit Werken in USA, Asien, Europa), trifft mit Siemens Opcenter, DELMIA oder PlanetTogether bessere strategische Entscheidungen.
ERP-Integration ist nicht „out of the box”. Die Anbindung an SAP, Microsoft Dynamics oder branchenspezifische ERPs ist erprobt, aber jedes Projekt braucht eine konkrete Konfiguration. Tiefe und Aufwand hängen stark von ERP-Version und individueller Anpassung ab, bei stark angepassten SAP-Systemen kann die Integration ein eigenes Teilprojekt mit Wochen Aufwand werden.
Optimierungs-Tiefe für Prozessindustrie begrenzt. Bei kontinuierlichen Prozessen mit Reaktorkaskaden, Pharma-Batches mit Reinraum-Logik oder petrochemischen Mischvorgängen reicht die GANTTPLAN-Engine nicht, hier sind AspenTech, Schneider Aveva oder spezialisierte Prozess-APS gesetzt. GANTTPLAN ist klar diskreter Fertigung verpflichtet.
KI ist noch kein Verkaufsargument. GANTTPLAN Analytics bietet Ansätze für ML-basiertes Forecasting und Plan-Abweichungs-Prognose, aber im Vergleich zu jüngeren KI-First-Anbietern fehlt die Tiefe. Selbstoptimierende Rüstzeit-Forecasts, automatische Engpass-Identifikation per ML, generative Was-Wäre-Wenn-Szenarien sind in Entwicklung, aber noch nicht produktiv etabliert. Wer KI als zentrales Kaufargument hat, sollte explizit prüfen, was heute schon im Produkt steht.
Keine öffentliche Preisliste. Vergleichseinkauf ist mühsam, jede Indikation erfordert ein Vertriebsgespräch. Für KMU-Beschaffungsprozesse mit Drei-Angebots-Pflicht ist das zusätzlicher Aufwand, der bei jüngeren Cloud-APS (proLogistik, PlanetTogether) entfällt.
Klassisches On-Premise-Erbe sichtbar. Die UI ist funktional, aber kein „WOW-Cloud-Erlebnis”. Mobile-Optimierung, Touch-Bedienung, moderne Dashboard-Templates sind weniger ausgereift als bei cloud-nativen Wettbewerbern. Power-User in der Werkstatt arbeiten gut damit, Geschäftsführer in Vorstellungs-Demos sind oft weniger begeistert.
Skalierung über 100 Maschinen wird komplex. GANTTPLAN funktioniert in mittleren Fertigungen ausgezeichnet. Bei sehr großen Werken (100+ Maschinen, mehrere Standorte parallel) wird die Konfiguration komplex, und der Wechsel zu DELMIA Quintiq oder Siemens wird strategisch sinnvoller. Die Wachstumskurve hat eine Obergrenze.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine global einheitliche APS-Plattform für Konzerne brauchst | Siemens Opcenter APS |
| Hochkomplexe Multi-Site-Optimierung mit eigener Skript-Sprache willst | DELMIA Quintiq |
| Diskrete Fertigung mit Drag-&-Drop-Fokus und US-Marktpräsenz brauchst | PlanetTogether |
| Prozessindustrie mit Reaktor-/Batch-Logik planst | AspenTech Aspen Plant Scheduler |
| Eine etablierte japanische APS-Engine für komplexe Auftragsmischung suchst | Asprova APS |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: proLogistik (deutscher Wettbewerber mit ähnlicher Mittelstands-Positionierung), Felios (kleinere DACH-Lösung), Wassermann Plan.One (planungsfokussiert), inform Felios/Add*One (deutscher SCM-Anbieter), und Orchestrade (jüngerer Cloud-Anbieter). Im deutschsprachigen Mittelstand-APS-Markt konkurriert GANTTPLAN primär mit proLogistik und mit DELMIA-Ortems-Implementierungen über regionale Partner, wer DSGVO und deutschen Support priorisiert, hat hier seine engere Auswahl.
So steigst du ein
Schritt 1: Kontaktaufnahme zu DUALIS über dualis-it.de und Vereinbarung eines strukturierten Proof of Concept. DUALIS stellt einen definierten PoC-Prozess zur Verfügung, bei dem du das System mit echten Auftrags- und Stammdaten testest, bevor du kaufst. Bereite vor: Anzahl Maschinen, typische Auftragsstruktur, dein ERP-System (SAP-Version oder Microsoft-Variante), aktuelle Planungs-Pain-Points.
Schritt 2: Stammdaten prüfen, bevor das System konfiguriert wird. Für GANTTPLAN brauchst du mindestens: vollständige Arbeitspläne mit realistischen Bearbeitungszeiten, Maschinenkalender und Schichtmodelle, Rüstmatrizen (welche Rüstzeit zwischen welchen Materialgruppen oder Werkzeugen?), und Auftragsbestand der letzten 3 Monate als Testdatenbasis. Schlechte Stammdaten produzieren schlechte Pläne, egal wie gut die Engine ist.
Schritt 3: PoC mit definierten KPIs durchführen (6–8 Wochen). Vereinbare mit DUALIS messbare Erfolgskriterien: Wie viel sinkt die Planungszeit des Meisters? Wie viel steigt die Liefertermintreue? Wie viel reduzieren sich Express-Logistikkosten? Ohne diese KPIs ist der PoC ein technischer Erfolg, aber kein Business-Case.
Schritt 4: Nach dem Go-live die ersten vier Wochen aktiv mit dem System planen, Abweichungen vom Systemplan dokumentieren und dem Konfigurations-Team zurückspielen. Dieser Rückkopplungsschritt ist entscheidend für die Qualität des Plans nach 8–12 Wochen. Wer hier nachlässig ist, bekommt einen mittelmäßigen Dauerbetrieb.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Lohnfertiger aus Baden-Württemberg (18 Mitarbeitende, 8 CNC-Fräsmaschinen, ca. 300 Aufträge/Monat) steigt von einer Excel-Plantafel auf GANTTPLAN um. Der PoC dauert 6 Wochen mit echten Auftragsdaten der letzten 3 Monate; die Stammdatenpflege (Arbeitspläne, Schichtmodelle, Rüstmatrizen) bindet in den ersten Wochen ca. 3 Meisterstunden täglich. Im Regelbetrieb nach 12 Wochen: Planungszeit des Meisters sinkt von täglich 2,5 Stunden auf 45 Minuten, Liefertermintreue steigt von 74 % auf 88 %, Express-Logistikkosten gehen um ca. 8.000 €/Monat zurück. Die SaaS-Lizenz für die Starter-Edition liegt bei knapp 800 €/Monat, der ROI ist im ersten Jahr deutlich positiv, allein die Express-Logistikersparnis amortisiert die Lizenzkosten zehnfach. Die Stammdatenpflege ist einmaliger Aufwand; danach hält das System sich mit Rückmeldungen aus der Fertigung selbst aktuell. Nach 18 Monaten plant der Meister strategisch (Was kommt nächste Woche? Brauchen wir Schichten?), nicht mehr operativ, der eigentliche Produktivitätshebel.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland, wahlweise On-Premise (Kunden-Rechenzentrum) oder SaaS in Microsoft Azure Region Deutschland.
- Datennutzung: DUALIS verarbeitet Fertigungs- und Stammdaten ausschließlich für den Kundenbetrieb, keine Verwertung für Trainings öffentlicher Modelle oder Wettbewerbsdaten.
- Aufbewahrung: On-Premise vollständig im Kundenkontext; bei SaaS gelten vereinbarte Aufbewahrungsfristen, Backups in der Azure-Region Deutschland.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standardmäßig angeboten und gerichtsfest formuliert, DUALIS als deutscher Anbieter unterliegt direkt der DSGVO.
- Zertifizierungen: Microsoft Azure liefert ISO 27001 und SOC-2-Zertifikate für die zugrundeliegende Infrastruktur; produkteigene Zertifizierungen werden im Verkaufsprozess belegt.
- Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-sensible Branchen (Medizintechnik, Behörden-Zulieferer, kritische Infrastrukturen) eines der saubersten APS-Setups am Markt, On-Premise mit deutschem Hersteller ist ein DSGVO-Bilderbuchfall. Bei SaaS-Nutzung den Azure-Region-Vertrag prüfen und die Subprocessor-Liste anfordern.
Gut kombiniert mit
- Siemens Opcenter APS, Während Siemens Opcenter eher als Gesamtsuite für SAP-Konzerne gesetzt ist, ergänzt GANTTPLAN in Mittelstandsumgebungen, in denen ein Vollausbau zu schwer wäre. Beide Tools werden in der Praxis kaum parallel betrieben, aber im Auswahlprozess regelmäßig direkt verglichen.
- DELMIA Quintiq, DELMIA Quintiq bedient Großkonzerne mit komplexer Multi-Site-Optimierung; GANTTPLAN deckt nachgelagert mittelständische Zulieferer ab, die ans Konzern-Netzwerk angebunden sind. In Lieferketten arbeiten beide Welten regelmäßig nebeneinander.
- Asprova APS, Asprova ist die japanische Spezialisierung auf hochkomplexe Auftragsmischung; GANTTPLAN ist die deutsche Mittelstandsalternative. Vergleichende PoCs lohnen sich, wenn die Auftragsstruktur extrem variabel ist und die Standard-Templates beider Tools an Grenzen kommen.
Unser Testurteil
GANTTPLAN verdient 3 von 5 Sternen. Das System ist solide, ausgereift und im deutschsprachigen Mittelstand eine glaubwürdige Alternative zu den großen internationalen APS-Suiten, gerade durch deutschen Support, EU-Datenhaltung und strukturierten PoC-Prozess. Drei Sterne sind ehrlich: Das Tool ist gut, aber in der KI-Welt 2026 wird zunehmend mehr von einem APS erwartet als reine Constraint-Optimierung. Die Analytics-Komponente ist im Wachstum, hat aber noch nicht das Niveau, das KI-First-Wettbewerber versprechen. Wer reine Feinplanung ohne große KI-Erwartungen sucht und DSGVO/deutscher Support hoch gewichtet, bekommt mit GANTTPLAN ein passendes Werkzeug, vier Sterne wären berechtigt, wenn die KI-Tiefe und die internationale Marktpräsenz nachzöge. Im DACH-Mittelstandssegment ist GANTTPLAN in der engsten Auswahl, sobald Excel-Planung an ihre Grenze stößt.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, DUALIS hat die Domain
ganttplan.deaufdualis-it.de/produkte/ganttplan-aps-system/umgeleitet. Die Produktmarke GANTTPLAN bleibt erhalten, die Konsolidierung unter dem Unternehmensauftritt ist eher Strukturmaßnahme als Strategiewechsel. - 2025, GANTTPLAN ist als Cloud-Variante in Microsoft Azure verfügbar (Region Deutschland), parallel zum klassischen On-Premise-Betrieb. Das öffnet den Anbieter für SaaS-affinere Mittelständler, die kein eigenes Rechenzentrum mehr betreiben wollen.
- 2024, Mit GANTTPLAN Analytics wurde die ML-/KI-Komponente eingeführt, die historische Daten auswertet und Plan-Abweichungen prognostiziert. Im Marketing zentral platziert, in der produktiven Tiefe noch nicht auf dem Niveau jüngerer KI-First-Anbieter, wer KI als zentrales Kaufargument hat, sollte die Reifegrade konkret prüfen.
- 2023/24, DUALIS hat Branchentemplates für Medizintechnik und Spritzguss ausgebaut. Das spricht für eine fokussierte Vertiefungsstrategie statt Verbreiterung in fremde Branchen, und passt zur DACH-Mittelstandspositionierung.
- Keine öffentlichen Preisinformationen, wer GANTTPLAN ernsthaft evaluiert, muss den Vertriebsweg gehen. Für Beschaffungsprozesse mit Drei-Angebots-Pflicht ein zusätzlicher Aufwand, der bei jüngeren Cloud-APS-Anbietern entfällt.
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