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d.velop documents

d.velop AG

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d.velop documents ist eine der marktführenden deutschen Dokumentenmanagement-Plattformen für öffentliche Verwaltung und Mittelstand. Die E-Akte unterstützt ersetzendes Scannen nach BSI TR-RESISCAN, ist OZG-konform und bringt KI-Funktionen für automatische Verschlagwortung und Intelligent Document Processing mit. Betrieb wahlweise On-Premises, hybrid oder in der d.velop Sovereign Cloud, komplett in deutschen Rechenzentren.

Kosten: Lizenzmodell auf Anfrage; kommunale Rahmenverträge verfügbar (z. B. über Dataport, DVZ, regio iT). Einstiegsprojekte für mittelgroße Kommunen typisch ab ca. 15.000–40.000 € (Einrichtung + Erstjahreslizenz); KI-Module wie automatische Klassifikation als Add-on lizenziert.

Stärken

  • Marktführend bei kommunalen E-Akten-Projekten in Deutschland, etablierte Referenzkundschaft
  • On-Premises, Hybrid oder Sovereign Cloud, flexibles Hosting in deutschen Rechenzentren
  • Intelligent Document Processing (KI) für automatische Klassifikation und Verschlagwortung
  • Breite Schnittstellenlandschaft: SAP, HCM-Systeme, kommunale Fachverfahren (KomFa)
  • Ersetzendes Scannen nach TR-RESISCAN unterstützt, rechtskonformer Papierausstieg
  • Verfügbar über kommunale Rahmenverträge, spart Ausschreibungsaufwand erheblich

Einschränkungen

  • Preise nur auf Anfrage, kein Self-Service-Einstieg, kein Listenpreis
  • Initialeinführung dauert typisch 6–18 Monate für vollständige Behördenintegration
  • KI-Funktionen als Add-on lizenziert, nicht im Basispaket enthalten
  • Keine vollständige No-Code-Konfiguration, IT-Koordination intern oder über Dienstleister erforderlich
  • Lerntiefe für Endanwender unterschätzt, Schulungsaufwand pro Mitarbeiterin nicht trivial
  • Für kleine Kommunen (< 50 Mitarbeitende) wirtschaftlich oft nicht darstellbar

Passt gut zu

Kommunen und Landkreise mit Papierarchivbestand, die OZG-konform digitalisieren wollen Behörden, die ersetzendes Scannen nach BSI TR-RESISCAN rechtskonform einführen wollen Mittelgroße Verwaltungseinheiten (50–500 Mitarbeitende) mit gemischtem Dokumentenaufkommen Mittelständische Unternehmen mit hoher Compliance- und Aktenführungsanforderung

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du bist Kommune, Landkreis oder Behörde mit gesetzlicher Pflicht zur E-Akte
  • Du willst on-premises oder in deutscher Sovereign Cloud arbeiten, kein US-Hosting
  • Du brauchst rechtssicheres ersetzendes Scannen nach TR-RESISCAN
  • Du planst mit einem 12–24-Monats-Rollout und hast IT-Koordinationskapazität

Wann nein

  • Du suchst ein günstiges DMS für ein kleines Unternehmen (< 20 Mitarbeitende)
  • Du willst ein Tool, das sich in einer Woche einführen lässt
  • Du brauchst die KI-Klassifikation als Kernfeature ohne Add-on-Aufpreis
  • Du hast keine IT-Ressource für die Migrations- und Konfigurationsphase

Kurzfazit

d.velop documents ist die Standardlösung für die deutsche E-Akte in Kommunen, Landkreisen und Behörden, und einer der wenigen Anbieter, der konsequent auf On-Premises- oder Sovereign-Cloud-Betrieb in deutschen Rechenzentren setzt. Die KI-Funktionen für automatische Dokumentenklassifikation und Verschlagwortung sind solide, aber nicht das Verkaufsargument, d.velop verkauft Vertrauen, Referenzen und OZG-Konformität, nicht KI-Wow-Effekte. Schwächen: Pricing ist intransparent (alles auf Anfrage), die Einführung dauert Monate bis Jahre, und für kleine Organisationen lohnt sich der Aufwand selten. Wer in der öffentlichen Verwaltung digitalisiert, kommt an d.velop, Fabasoft oder ELO ECM aber praktisch nicht vorbei.

Für wen ist d.velop documents?

Kommunen und Landkreise: Die klare Hauptzielgruppe. d.velop ist in Hunderten deutschen Kommunen im Einsatz, von Großstädten bis zu Verbandsgemeinden. Kommunale IT-Dienstleister wie Dataport, DVZ Mecklenburg-Vorpommern, regio iT oder ITEBO bieten d.velop-Lösungen oft als Rahmenvertrag, das spart den einzelnen Kommunen die Ausschreibung.

Mittlere und große Behörden: Bundesbehörden, Landesministerien und nachgeordnete Einrichtungen nutzen d.velop für die E-Akte des Bundes (eAkte Bund) und vergleichbare Landeslösungen. Für Häuser mit 100–5.000 Aktenführenden ist das System wirtschaftlich darstellbar.

Mittelständische Unternehmen mit Compliance-Druck: Industrie, Versicherungen, Energieversorger, überall dort, wo Dokumentenaufbewahrungspflichten und revisionssichere Ablage zentral sind, ist d.velop eine geprüfte Wahl. Die Schnittstellen zu SAP und gängiger HCM-Software (SAP SuccessFactors, Workday) sind etabliert.

Kommunale IT-Dienstleister selbst: Häuser wie Dataport, KDO, KRZN nutzen d.velop oft als Backbone ihrer eigenen E-Akte-Angebote für angeschlossene Kommunen. Die Plattform ist mandantenfähig genug für solche Sammelbetriebsszenarien.

Weniger geeignet für: Kleine Unternehmen unter 20 Mitarbeitenden (Aufwand-Nutzen-Verhältnis stimmt nicht), reine Cloud-Native-Startups ohne Compliance-Druck (zu komplex und teuer), Organisationen, die ein DMS in 4 Wochen einführen wollen (unrealistisch bei d.velop), und Anwender, die KI-Klassifikation als Hauptgrund für die Anschaffung sehen, dafür gibt es spezialisierte Add-ons und schlankere Wettbewerber.

Preise im Detail

KomponenteIndikative GrößenordnungWas du bekommst
Basis-E-Akte (kleine Kommune)ab ca. 15.000–40.000 € EinstiegEinrichtung, Erstkonfiguration, 50–150 Named User, Standard-Schnittstellen
Mittlere Kommune60.000–200.000 € Einstieg150–500 Named User, mehrere Fachverfahrens-Schnittstellen, Schulung
Große Behörde / Landkreis250.000 € aufwärtsMulti-Mandanten-Setup, vollständige SAP-/Fachverfahrens-Integration, mehrjährige Roll-out-Begleitung
Intelligent Document Processing (KI-Add-on)Separate LizenzierungAutomatische Klassifikation, Verschlagwortung, Extraktion strukturierter Daten
d.velop Sovereign CloudSaaS-Modell, auf AnfrageHosting in deutschem Rechenzentrum, BSI-C5-konform, keine eigene Infrastruktur nötig
Wartung & UpdatesTypisch 18–22 % der Lizenzsumme p. a.Updates, Security-Patches, Support

Einordnung: d.velop arbeitet nach klassischem Enterprise-Software-Modell, kein Listenpreis, alles individuell kalkuliert. Für eine mittelgroße Kommune (200 Mitarbeitende) sollte man mindestens mit einem mittleren sechsstelligen Investment über 3 Jahre rechnen, wenn die volle E-Akte mit Schnittstellen, Schulung und Roll-out gewünscht ist. Über kommunale Rahmenverträge (Dataport, DVZ, regio iT, KDO) lassen sich Einstiegsprojekte deutlich günstiger realisieren, und vor allem die Vergaberechts-Hürde umgehen. KI-Funktionen sind Aufpreis und lohnen sich erst, wenn das Grundsystem läuft und Volumen vorhanden ist. Wer ein günstiges DMS sucht, ist hier falsch, d.velop ist ein langfristiges Infrastruktur-Investment, kein Werkzeug.

Stärken im Detail

Marktdurchdringung in Kommunen. d.velop ist gemeinsam mit Fabasoft und Ceyoniq/Open Text Anbieter der Wahl, wenn deutsche Kommunen und Landkreise ihre E-Akte einführen. Die Liste der Referenzkunden umfasst zahlreiche Mittelstädte und Landkreise, Wuppertal, Münster, Kreis Borken, Kreis Coesfeld und viele weitere. Diese Marktposition schafft Vertrauen, das bei einem 10–15-Jahres-Investment in DMS-Infrastruktur kein Nice-to-have ist, sondern Risikomanagement.

Hosting-Flexibilität. d.velop bietet drei Betriebsmodelle: klassisch on-premises (kommunales Rechenzentrum oder kommunaler IT-Dienstleister), hybrid (Mischbetrieb) und Sovereign Cloud (deutsches Rechenzentrum, BSI-C5-zertifiziert). Diese Bandbreite ist im Markt selten, die meisten US-Wettbewerber bieten nur Cloud, die meisten klassischen DMS-Anbieter nur On-Premises. Für Behörden, die unterschiedliche Sensitivitätsstufen unterscheiden müssen, ein echtes Argument.

Intelligent Document Processing als Add-on. Mit dem KI-Modul können eingehende Dokumente automatisch klassifiziert (Rechnung, Vertrag, Antrag, Bescheid), verschlagwortet und mit strukturierten Datenfeldern angereichert werden, auf Basis trainierter Modelle, die im d.velop-Stack laufen. Das spart in Poststellen und Posteingangsverarbeitung messbar Zeit. Die KI ist solide, aber nicht best-in-class, Spezialisten wie Konfuzio oder Mindee sind in der Klassifikationspräzision oft voraus.

Rechtskonformes ersetzendes Scannen. d.velop ist nach BSI TR-RESISCAN testiert, das bedeutet: Wer Papierdokumente einscannt und das Papier vernichtet, hat mit einem entsprechend konfigurierten d.velop-System einen rechtskonformen Pfad. Für Bauakten, Sozialakten und alle Dokumente mit Aufbewahrungspflicht ist das Gold wert. Wettbewerber, die nur „digital ablegen” können, helfen hier nicht.

Schnittstellen zu kommunalen Fachverfahren. Die meisten kommunalen IT-Stacks bestehen aus Spezialsoftware für Standesamt, Bauordnung, Sozialamt, Einwohnermeldewesen, sogenannten Fachverfahren. d.velop hat etablierte Konnektoren zu den großen Anbietern (z. B. ekom21, AKDB, HSH, ITEBO). Eine E-Akte, die nicht mit den Fachverfahren spricht, ist faktisch nutzlos. d.velop spricht.

Kommunale Rahmenverträge. Über Dataport (Norddeutschland), DVZ (Mecklenburg-Vorpommern), regio iT (NRW), KDO (Niedersachsen), KIVBF (Baden-Württemberg) und andere kommunale IT-Dienstleister gibt es vorkonfigurierte d.velop-Angebote, die Kommunen direkt abrufen können. Das umgeht die Vergabe und beschleunigt die Einführung erheblich.

Schwächen ehrlich betrachtet

Intransparente Preise. Wer auf der d.velop-Website nach einem Listenpreis sucht, findet nichts. Alles geht über den Vertriebsweg, alle Angebote sind individuell. Das ist Enterprise-Realität, frustriert aber Projektleiter, die schnell eine Grobkalkulation für die Verwaltungsspitze brauchen. Wettbewerber wie ELO ECM sind teils transparenter.

Lange Einführungszeit. 6–18 Monate sind realistisch für eine vollständige E-Akte-Einführung in einer mittelgroßen Kommune, und das nur, wenn intern Ressourcen verfügbar sind. Wer das unterschätzt, scheitert. Die Roll-out-Praxis (Amt für Amt, Pilot-Phase, schrittweise Aktenplan-Erweiterung) ist Standard, aber zeitintensiv.

KI ist nicht das Verkaufsargument. d.velop hat Intelligent Document Processing, aber wer KI-Klassifikation als zentrale Anforderung hat, findet bei spezialisierten Anbietern oft präzisere oder günstigere Lösungen. d.velop verkauft primär OZG-Konformität und Compliance-Sicherheit, die KI ist ein Add-on, kein Differenzierungsmerkmal.

Hohe Endanwender-Lernkurve. Die UI ist funktional, aber nicht intuitiv. Sachbearbeiterinnen brauchen Schulung, und je nach Vorerfahrung mit klassischen Aktenführungs-Systemen ist die Umstellung erheblich. Change-Management-Aufwand wird in Projektplanungen regelmäßig unterschätzt.

Anbieter-Lock-in nach Einführung. Wer einmal d.velop eingeführt hat und 5 Jahre Aktenbestand digital pflegt, wechselt nicht ohne Weiteres zu einem anderen DMS. Die Migrationskosten und das Risiko eines Datenverlusts sind erheblich. Das gilt für alle Enterprise-DMS, ist aber bei d.velop genauso real.

Begrenzte Eignung für kleine Organisationen. Für Kommunen unter ca. 50 Mitarbeitenden, kleine Unternehmen oder Vereine ist d.velop überdimensioniert. Hier reichen schlankere Lösungen wie DocuWare, Agorum Core oder cloudbasierte Tools, d.velop ist Schwertransport für eine Schubkarren-Aufgabe.

Updates können Schnittstellen brechen. Bei Major-Upgrades der Fachverfahren oder von d.velop selbst kommt es regelmäßig zu Anpassungsbedarf an den Konnektoren. Wer einen schlanken IT-Betrieb hat, sollte einen Wartungsvertrag mit Festpreis kalkulieren, nicht „Aufwand nach Aufwand”.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine schlankere, mittelständische DMS-Lösung suchstELO ECM
Eine Plattform für Behördenprozesse mit E-Government-Fokus brauchstFabasoft eGov
Eine offene, modular erweiterbare DMS-Architektur willstAgorum Core
Spezialisierte KI-Dokumentenklassifikation brauchstKonfuzio

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Ceyoniq nscale (jetzt OpenText, ehemals in vielen Behörden im Einsatz), enaio (OPTIMAL SYSTEMS, mittelständische DMS-Alternative), JOIN (Microsoft 365 Add-on für Akten- und Vorgangsbearbeitung) und SER Doxis Intelligent Content Automation. d.velop ist nicht das modernste DMS am Markt, aber das mit der breitesten kommunalen Referenzkundschaft und der größten Investitionssicherheit. Für die meisten kommunalen Projekte ist das wichtiger als das letzte UX-Feature.

So steigst du ein

Schritt 1: Vor dem Erstkontakt mit d.velop intern klären: Wer ist Projekt-Sponsor (Verwaltungsspitze)? Wer ist operative Projektleitung? Welcher Pilotbereich (Sozialamt, Bauordnung, Standesamt, typisch gut definierte Aktenpläne)? Welche Fachverfahren müssen angebunden werden? Ohne diese Klärung wird das Vertriebsgespräch sich im Kreis drehen.

Schritt 2: Beim Erstgespräch klären, ob ein kommunaler Rahmenvertrag (Dataport, DVZ, regio iT, KDO, KIVBF) nutzbar ist. Das spart in der Regel sowohl Ausschreibungsaufwand als auch Kosten, und der Dienstleister übernimmt oft auch Einführungsbegleitung. Wer in einem Bundesland sitzt, in dem der jeweilige IT-Dienstleister bereits d.velop-Standards definiert hat, sollte diesen Weg fast immer wählen.

Schritt 3: Pilotbereich konfigurieren und mit einem klaren Erfolgskriterium versehen, z. B. „bis Q4 sind 100 % der eingehenden Sozialamts-Anträge digital, Bearbeitungszeit gemessen vor und nach Einführung”. Roll-out-Plan über 18–36 Monate für die gesamte Verwaltung. Parallel: Schulungsplan für Endanwender (nicht unterschätzen, pro Sachbearbeiterin typischerweise 4–8 Stunden Schulung plus Begleitung).

Schritt 4: KI-Klassifikation erst nach erfolgreicher Grund-Einführung evaluieren. Das Intelligent-Document-Processing-Modul braucht Trainingsdaten, die hast du erst, wenn die Grundakte läuft und Dokumente strukturiert vorliegen. Vorher ist die KI ein teures Versprechen ohne Substrat.

Ein konkretes Beispiel

Die Stadt Wuppertal führte d.velop documents verwaltungsweit als digitalen Aktenplan ein. Federführend war Nicole Sommer (Fachbereich Digitalisierung und E-Government), die den Rollout Amt für Amt koordinierte. Begonnen wurde mit Sozialamt und Bauordnung, beides Bereiche mit klar definierten Aktenplänen und hohem Aktenvolumen. Nach dem Pilot folgte schrittweise die Ausweitung auf weitere Ämter; der vollständige Rollout über alle Fachbereiche dauerte mehrere Jahre, was für eine Großstadt mit über 300.000 Einwohnern und vielfältigen Fachverfahren realistisch ist. Konkrete Ergebnisse: Mitarbeitende können Vorgänge per Volltextsuche durchsuchen statt durch Aktenordner blättern; paralleler Zugriff von mehreren Personen ist ortsunabhängig möglich (relevant für Home-Office); Laufmappen entfallen weitgehend. Bearbeitungszeiten für Standardvorgänge sanken messbar, Auskunftsersuchen lassen sich oft direkt am Telefon beantworten. Die Investitionskosten lagen im siebenstelligen Bereich verteilt über mehrere Jahre, typisch für eine Großstadt-Einführung.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Wahlweise On-Premises (eigenes Rechenzentrum oder kommunaler IT-Dienstleister), hybrid oder d.velop Sovereign Cloud (deutsches Rechenzentrum, BSI-C5-zertifiziert). Kein Hosting außerhalb der EU.
  • Anbieter: d.velop AG, Gescher (Nordrhein-Westfalen). Deutsche AG nach deutschem Recht, keine Drittlandsproblematik bei der Vertragsbeziehung.
  • Datennutzung: Anwenderdaten werden nicht für KI-Training verwendet. Intelligent-Document-Processing-Modelle werden auf kundenseitigen Daten trainiert und bleiben isoliert.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standardmäßig verfügbar. Für die Sovereign Cloud zusätzlich C5-Testat und detaillierte Sicherheitsdokumentation.
  • Ersetzendes Scannen: Nach BSI TR-RESISCAN testiert, Voraussetzung für rechtssicheren Papier-Verzicht. Nicht jede Konfiguration ist automatisch TR-RESISCAN-konform, die Einrichtung erfordert Prüfung und Dokumentation.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für Behörden und Kommunen ist d.velop einer der wenigen Anbieter, die alle relevanten Compliance-Anforderungen (DSGVO, BSI, OZG, Aktenführungsrecht) ab Werk abdecken, das ist Teil des Verkaufsversprechens und durch Zertifikate belegt.

Gut kombiniert mit

  • Konfuzio, wenn die d.velop-eigene KI-Klassifikation nicht ausreicht, kann Konfuzio als spezialisiertes IDP-Modul (Intelligent Document Processing) vorgeschaltet werden und liefert d.velop strukturierte Daten. Beide Anbieter sind deutsch, was die Compliance-Diskussion vereinfacht.
  • SAP, d.velop hat etablierte SAP-Konnektoren. Für Unternehmen mit SAP-ERP-Kern ist die Kombination aus SAP für Stammdaten und d.velop für Belege/Akten ein typisches Setup.
  • Microsoft Teams, d.velop bietet Teams-Integration, sodass Anwender innerhalb von Teams direkt auf Akten zugreifen können. Für Verwaltungen mit Microsoft-365-Backbone ein wichtiger Workflow-Hebel.

Unser Testurteil

d.velop documents verdient 4 von 5 Sternen. Das System ist die solide Standardwahl für die deutsche E-Akte in Kommunen und Behörden, mit breiter Referenzkundschaft, etablierten Schnittstellen und einer Hosting-Flexibilität, die im internationalen Vergleich selten ist. Die KI-Funktionen sind brauchbar, aber nicht der Hauptgrund für die Anschaffung, d.velop verkauft Vertrauen, Compliance und Investitionssicherheit, nicht KI-Innovation. Den fünften Stern verliert es durch intransparente Preise, lange Einführungszyklen, einen merklichen Anbieter-Lock-in und die Tatsache, dass es für kleine Organisationen schlicht überdimensioniert ist. Wer in der öffentlichen Verwaltung digitalisiert und sich für d.velop entscheidet, trifft eine konservative, geprüfte Wahl, selten die mutigste, aber selten die falsche.

Was wir bemerkt haben

  • 2020, Mit Inkrafttreten der E-Akte-Pflicht für die öffentliche Verwaltung (EGovG) wurde d.velop zu einem der Hauptprofiteure des resultierenden Markthochlaufs. Die Anzahl kommunaler Projekte stieg in den Folgejahren erheblich.
  • 2023–2024, Intelligent Document Processing wurde stärker als KI-Add-on positioniert. Die Klassifikationsleistung ist solide für Standard-Dokumententypen (Rechnung, Vertrag, Antrag), wird aber von spezialisierten Anbietern wie Konfuzio oder Mindee in Präzision teils geschlagen.
  • 2024–2025, d.velop Sovereign Cloud (BSI-C5-zertifiziert) wurde als ernstzunehmende Cloud-Alternative ausgebaut. Damit reagiert d.velop auf den Trend, dass auch Kommunen zunehmend cloudbasiert betrieben werden wollen, ohne US-Hyperscaler-Risiko.
  • Mai 2026, Die kommunalen Rahmenverträge über Dataport, regio iT, KDO etc. bleiben das wichtigste Vertriebsinstrument. Wer den direkten Weg über die d.velop-Vertrieb wählt, zahlt häufig mehr und braucht länger als über die kommunalen IT-Dienstleister, ein Hinweis, der in der Branche bekannt ist, aber selten offen kommuniziert wird.

Quellen

  1. d.velop – E-Akte (Produktseite). https://www.d-velop.de/software/digitale-akte/e-akte (abgerufen am 2026-06-13). Betriebsmodelle On-Premises, Hybrid und Sovereign Cloud mit deutschen Rechenzentren (ISO 27001, BSI C5); Intelligent Document Processing mit automatischer Klassifikation und Knowledge Retrieval; TR-RESISCAN/ersetzendes Scannen, GoBD- und OZG-Konformitaet; Schnittstellen zu SAP, Microsoft 365, Salesforce, DATEV und kommunalen Fachverfahren; kein oeffentlicher Listenpreis, Angebote nur auf Anfrage.
  2. d.velop AG – Datenschutzhinweise. https://www.d-velop.de/datenschutz (abgerufen am 2026-06-13). Anbieter d.velop AG, Schildarpstrasse 6-8, 48712 Gescher (Nordrhein-Westfalen); Auftragsverarbeitungsvertraege werden mit Dienstleistern geschlossen.

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