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Crosscan

Crosscan GmbH

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Crosscan ist eine deutsche Retail-Analytics-Plattform aus Witten (Ruhrgebiet) für DSGVO-konforme Besucherzählung, Heatmaps, Demografie- und Konversionsanalysen im stationären Handel. Eingesetzt werden primär 3D-Sensoren, die Personen direkt im Gerät zählen — ohne Bildspeicherung. Nach Eigenangabe seit über 20 Jahren am Markt mit über 1.000 Marken und 25.000 Standorten weltweit.

Kosten: Projektbasiertes Modell ohne öffentliche Preisliste. Preis auf Anfrage je nach Sensoranzahl, Filialzahl, Modulwahl (Frequenz, Heatmap, Demografie, Queue) und Vertragslaufzeit. Typisch: Einstieg ab mehreren Sensoren plus SaaS-Jahresvertrag mit Mindestlaufzeit.

Stärken

  • Datenhaltung in Deutschland — DSGVO-konform ohne US-Transfer
  • 3D-Sensorik mit hoher Genauigkeit auch bei schwierigen Lichtverhältnissen und hoher Frequenz
  • Verarbeitung direkt im Sensor — keine Bild- oder Personendaten verlassen das Gerät
  • Deutschsprachiger Support, Implementierung und Vertrieb
  • Modularer Aufbau: Frequenzzählung, Zonen-/Heatmap-Analyse, Demografie, Queue Management
  • Etablierter Anbieter mit über 20 Jahren Marktpräsenz und großer Referenzbasis

Einschränkungen

  • Keine öffentliche Preisliste — Budget-Einschätzung ohne Demo- und Standort-Bewertung nicht möglich
  • Sensorinstallation erfordert professionelle Montage (Deckenmontage, Kalibrierung) — kein Self-Service
  • Für Einzelstandorte unter ca. 300 qm oft nicht wirtschaftlich
  • Heatmap- und Demografie-Auswertungen sind retrospektiv — keine Echtzeit-Steuerung am POS
  • Demografieerkennung (Alter/Geschlecht) wirft DSGVO-Fragen auf — DSFA und ggf. Hinweisschilder Pflicht
  • Mindestvertragslaufzeiten und Sensor-Investitionen erschweren kurze Pilotphasen

Passt gut zu

Stationäre Einzelhändler mit 200–50.000 qm Fläche in Deutschland oder Europa Handelsunternehmen mit mehreren Filialen, die A/B-Vergleiche zwischen Standorten durchführen wollen Shopping Center, die Frequenzdaten für Mieterverhandlungen und Marketing brauchen Händler mit DSGVO-Anforderungen, für die US-Datenhosting ausscheidet

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst mehrere Filialen ab 300 qm und willst belastbare Frequenz- und Zonendaten
  • Dir ist deutsches Datenhosting und deutschsprachiger Support wichtig
  • Du willst Personalplanung, Layout oder Kampagnen anhand harter Zahlen optimieren
  • Du planst einen mehrjährigen Vertrag und kannst Sensorinvestition und Installation kalkulieren

Wann nein

  • Du betreibst nur ein kleines Geschäft unter 200 qm — die TCO lohnt sich selten
  • Du brauchst Echtzeit-Steuerung am POS (z. B. dynamisches Personaltrigger ohne Latenz)
  • Du willst ohne Vertragsbindung und ohne Vor-Ort-Installation testen
  • Du moderierst keine DSFA und willst Demografieerkennung umgehen

Kurzfazit

Crosscan ist einer der etablierten deutschen Anbieter für In-Store-Analytics und richtet sich an den stationären Einzelhandel und Shopping Center. Das Unternehmen aus Witten setzt primär 3D-Sensoren ein, die Personen direkt im Gerät zählen — ohne dass Bilder oder personenbezogene Daten den Sensor je verlassen. Das ist der entscheidende DSGVO-Vorteil gegenüber rein kamerabasierten Wettbewerbern aus den USA. Vier Sterne, weil das Produkt-Portfolio breit, der Datenschutz-Ansatz sauber und der Marktauftritt seit über zwanzig Jahren konstant ist — der fehlende öffentliche Preis, die Montage-Abhängigkeit und die DSGVO-Folgefragen bei Demografie-Modulen kosten den fünften Stern.

Für wen ist Crosscan?

Filialisten im Einzelhandel: Mode-, Sport-, Elektronik- oder Drogerieketten mit zehn bis mehreren hundert Standorten gewinnen aus Crosscan-Daten Steuergrößen für Personaleinsatz, Filialvergleiche und Sortimentsoptimierung. Erst durch standortübergreifende Vergleichbarkeit der Frequenz- und Konversionsdaten wird Filial-Benchmarking belastbar.

Shopping-Center-Betreiber: Frequenzdaten sind Argumentationsgrundlage in Mietverhandlungen mit Markenmietern, im Marketing-Reporting und bei Mall-Konzept-Optimierungen. Crosscan liefert die belastbaren Zahlen, die intuitive Schätzungen ablösen.

Out-of-Home-Werbung und Standortbewertung: Wer Standorte für DOOH-Screens, Promotion-Flächen oder neue Filialen plant, kann mit Passantenfrequenz-Daten von Crosscan-Außen-Sensoren fundierter entscheiden. Das ersetzt manuelle Zählungen und subjektive Standortbewertung.

Großflächen-Einzelhandel und Lebensmittel: Verbrauchermärkte mit komplexem Layout (Aktionsflächen, Frischetheken, Self-Checkout) gewinnen aus Heatmap- und Zonen-Analysen Hinweise, welche Bereiche unterperformen und wo Stoßzeiten Personalmangel verursachen.

Großstadt-Innenstadt-Initiativen und Wirtschaftsförderung: Stadtmarketing, BIDs und Innenstadtverbände nutzen Passantenfrequenz-Daten für Standortmarketing, Veranstaltungsplanung und Förderanträge. Crosscan ist hier einer der wenigen Anbieter mit auswertbarem deutschen Datensatz.

Weniger geeignet für: Einzelne kleine Geschäfte unter 200 qm (die TCO aus Sensor, Installation und Vertragslaufzeit ist meistens nicht wirtschaftlich), Online-Only-Händler, Pop-up-Stores mit kurzer Laufzeit, sowie Anwender, die ohne professionelle Datenschutz-Begleitung Demografie-Module aktivieren wollen — dort sind die rechtlichen Risiken größer als der schnelle Erkenntnisgewinn.

Preise im Detail

KostenblockGrößenordnungAnmerkung
3D-Sensoren (Hardware)mittlerer dreistelliger bis vierstelliger Eurobetrag pro SensorAnzahl hängt von Eingängen, Zonen und Standortgröße ab
Installation und Kalibrierungprojektabhängig, mittlere drei- bis vierstellige Euro pro StandortDeckenmontage, Verkabelung, Einrichtung
SaaS-Plattform (Jahresvertrag)nach Filial-/Sensor-VolumenLizenzpreis pro Standort und Monat, gestaffelt
Optionale ModuleAufpreis pro ModulDemografie, Queue Management, Heatmap je separat lizenziert
Wartung und Supportinkludiert oder als ServicepaketDeutschsprachig, im Vertrag verankert

Einordnung: Crosscan veröffentlicht keine Preise — der Einstieg läuft zwingend über ein Demo-Gespräch und eine Standortbewertung. Das ist branchenüblich, aber gerade für kleine Ketten frustrierend, weil Budget-Vergleiche mit Wettbewerbern wie ShopperTrak, Hella Aglaia oder einfachen IoT-Counter-Lösungen erst nach mehreren Demo-Calls möglich sind. Erfahrungswert aus dem Markt: Eine mittlere Filiale (600 qm, 2 Eingänge, 3 Zonen) liegt mit Hardware, Installation und Jahresvertrag im niedrigen vier- bis fünfstelligen Eurobereich Einmalinvestition plus laufende SaaS-Lizenz. Wer mehrere Standorte ausrollt, profitiert von Skaleneffekten — Einzelinstallationen sind nicht das Geschäftsmodell. Vor Vertragsunterzeichnung sollten mindestens zwei Wettbewerbsangebote vorliegen und Mindestlaufzeit, Sensor-Upgrade-Pfad und Ausstiegsklauseln explizit verhandelt werden.

Stärken im Detail

3D-Sensoren mit Edge-Verarbeitung. Anders als klassische Videokameras werten Crosscan-3D-Sensoren die Personenbewegung direkt im Gerät aus — kein Bildstrom verlässt den Sensor, gespeichert werden nur anonymisierte Zähl- und Bewegungsdaten. Das ist der zentrale DSGVO-Vorteil: Es gibt schlicht keine personenbezogenen Bilder, die geleakt, requiriert oder zweckentfremdet werden könnten. Auch in schwierigen Lichtverhältnissen (Sonneneinstrahlung, Schattenwurf, Glasfronten) bleibt die Genauigkeit hoch.

Modularer Funktionsumfang. Crosscan bietet nicht nur reine Personenzählung, sondern auch Zonenbesuche, Verweildauer, Heatmaps, Demografieerkennung (Alter/Geschlecht), Queue Management und Konversionsanalysen. Das erlaubt einen schrittweisen Ausbau: Erst Frequenzdaten ein Jahr lang sammeln, dann Heatmap für Layout-Optimierung dazubuchen, später Demografie für Marketing-Zielgruppen. Diese Modularität reduziert die Einstiegshürde und erlaubt ein Mitwachsen mit den eigenen Datenanalyse-Kompetenzen.

Deutschsprachiger Support und Implementierung. Vertrieb, Installation, Wartung und Support laufen in Deutsch. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht — viele Wettbewerber im Retail-Analytics-Markt sind US- oder UK-basiert und liefern Support nur auf Englisch. Für Filialleiter und Personalverantwortliche, die die täglichen Reports lesen müssen, ist das ein realer Unterschied.

Datenhaltung in Deutschland. Crosscan GmbH ist als deutsches Unternehmen unter deutschem Recht aktiv. Die Daten werden in Deutschland gehostet — das ist für öffentliche Hand, Stadtmarketing, Datenschutz-sensible Konzerne und Branchen wie Drogerie/Apotheke ein nicht verhandelbares Kriterium.

Etablierter Anbieter mit langer Marktpräsenz. Über 20 Jahre Marktaktivität, nach Eigenangabe über 1.000 Marken und mehr als 25.000 ausgerüstete Standorte weltweit. Diese Erfahrung zeigt sich in der Reife der Plattform: Crosscan-Dashboards sind weniger schick als manche Startup-Produkte, aber dafür durchdacht im Detail — von Filial-Hierarchien über benutzerdefinierte KPIs bis zu Export-Schnittstellen für BI-Tools.

Multi-Technologie-Ansatz. Wenn 3D-Sensoren nicht passen (z. B. an Außenflächen oder bei sehr großen Bewegungsräumen), bietet Crosscan auch radar-, lidar-, Wi-Fi-, Bluetooth- oder UWB-basierte Lösungen an. Damit lässt sich ein konsistentes Datenmodell über sehr unterschiedliche Standort-Typen legen.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine öffentliche Preisliste. Das Fehlen jeglicher transparenter Pricing-Information ist 2026 ein echter Nachteil. SaaS-Plattformen anderer Branchen haben sich darauf eingestellt, dass Einkäufer zumindest eine Größenordnung selbst erschließen können. Bei Crosscan startet jede Evaluation mit einem Vertriebsgespräch und einer Standort-Begehung — das kostet Zeit und schreckt Pilotinteressenten ab, die nur „mal kurz schauen” wollen.

Hardware-Investition und Vertragsbindung. Anders als Cloud-Software, die du in 10 Minuten provisionierst und morgen kündigst, verlangt Crosscan Hardware-Installationen, Kalibrierungen und typischerweise mehrjährige Vertragslaufzeiten. Wer sich später umentscheidet, hat Sunk Costs in Sensorik und Installation. Pilotphasen sollten daher mit klaren Erfolgskriterien definiert werden — sonst läuft der Vertrag still über Jahre weiter, ohne dass die Daten genutzt werden.

Demografieerkennung als DSGVO-Risiko. Die automatisierte Erkennung von Alter und Geschlecht von Personen — auch ohne Speicherung der Bilder — bewegt sich in einer rechtlich anspruchsvollen Zone. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) ist zwingend, in vielen Fällen auch Hinweisbeschilderung in der Filiale. Wer das Modul aktiviert, ohne Rechtsabteilung und Datenschutzbeauftragten einzubinden, riskiert Bußgelder. Crosscan kommuniziert das in der Vertriebsphase grundsätzlich, aber die Verantwortung bleibt beim Betreiber.

Keine Echtzeit-Steuerung am POS. Heatmap- und Frequenzdaten landen im Dashboard mit Verzögerung von Minuten bis Stunden. Für strategische Entscheidungen (Personalplanung der nächsten Woche, Layout-Anpassung im nächsten Quartal) reicht das problemlos. Für Sekunden-Reaktionen am POS (etwa: „Sofort Verstärkung an Kasse 3”) taugt das System nicht — wer das braucht, kombiniert es mit dezidierten Queue-Management-Systemen oder eigenen IoT-Integrationen.

Implementierung verlangt Projekt-Management. Ein Roll-out über mehrere Filialen ist nicht Plug-and-Play. Standortbegehungen, Installationsplanung, Schulungen, Datenschutz-Klärung — das ist ein echtes Projekt mit Wochen bis Monaten Vorlauf, nicht ein Softwareabo. Wer das unterschätzt, verlängert die Time-to-Value erheblich.

Konkurrenz aus dem Markt wächst. Anbieter wie ShopperTrak (Sensormatic/Johnson Controls, US), Hella Aglaia (DE), Xovis (CH), V-Count (TR) und IoT-getriebene Newcomer haben in den letzten Jahren das Marktangebot deutlich verbreitert. Crosscan ist etabliert, aber nicht mehr alternativlos. Bei größeren Ausschreibungen sind Wettbewerbsangebote inzwischen Pflicht.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine Schweizer Alternative mit Premium-Sensorik willstXovis
US-Konzern-Lösung mit globalem Footprint brauchstShopperTrak (Sensormatic)
Deutschen Wettbewerber mit OEM-Tradition suchstHella Aglaia
Sehr günstigen Einstieg mit einfachen IoT-Countern willstDiverse IoT-Anbieter (z. B. Density, FootfallCam)
Komplette Retail-Suite mit Loss Prevention brauchstRetailNext oder Sensormatic-Bundle

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Xovis (Schweiz, sehr genaue 3D-Sensoren, weit verbreitet an Flughäfen), Hella Aglaia (deutsche Tochter, technisch stark in Bildverarbeitung), V-Count (türkischer Anbieter mit aggressivem Preis), Density (US-Startup mit Radar-basierten Sensoren), FootfallCam (UK-Anbieter mit niedrigschwelligem Einstieg), RetailNext (US, breitere Retail-Analytics-Suite). Crosscan punktet im DACH-Markt vor allem mit der Kombination aus deutschem Sitz, deutschem Hosting und deutschsprachigem Support — wer diese drei Kriterien gewichtet, bleibt oft bei Crosscan oder Hella Aglaia hängen.

So steigst du ein

Schritt 1: Demo anfragen und Standortbewertung erhalten. Über das Kontaktformular auf crosscan.com einen Demo-Call vereinbaren. Crosscan führt vorab eine Standortbewertung durch — Grundriss, Eingangsanzahl, Deckenhöhe, Beleuchtung. Aus diesen Angaben ergibt sich die optimale Sensoranzahl und -platzierung. Wichtig: Vorher die eigenen Ziele schriftlich definieren (Personalplanung? Layout-Optimierung? Konversions-Tracking?) — sonst läuft das Gespräch zu produktorientiert, nicht zielorientiert.

Schritt 2: Pilotphase in 1–3 Stores mit klaren KPIs. Statt großen Rollout direkt zu starten, einen Pilot über 8–12 Wochen in repräsentativen Filialen aufsetzen. Crosscan montiert die Sensoren, kalibriert das System und richtet das Dashboard ein. Definiere vorab Erfolgsmessgrößen: Was muss aus den Daten ableitbar sein, damit der Rollout sich lohnt? Konkret z. B.: 5 % mehr Konversion durch optimierte Personalplanung, 10 % höhere Verweildauer in Aktionszonen nach Layout-Anpassung. Ohne diese Kennzahlen wird der Pilot ein Selbstläufer ohne Ergebnis.

Schritt 3: Auswertung mit POS-Daten verknüpfen. Den eigentlichen Wert entfaltet das System, wenn Besucherfrequenz und Kassendaten verbunden werden — meist über das BI-System des Händlers (Power BI, Tableau, Qlik). Welche Eingangszeiten haben die höchste Konversionsrate? In welchen Zonen verweilen Kunden, die danach kaufen? Welche Personalbesetzung korreliert mit welchem Umsatz? Tipp: Plane für diese Datenintegration einen erfahrenen BI-Analysten ein — Crosscan liefert die Daten, die Erkenntnis entsteht erst im eigenen Reporting-Stack.

Ein konkretes Beispiel

Ein Elektronikhändler mit 5 Filialen (je rund 600 qm, Bayern und Baden-Württemberg) installiert Crosscan-3D-Sensoren an allen Eingängen und in drei Hauptzonen je Filiale. Nach 8 Wochen Pilotphase zeigt die Analyse: Dienstags zwischen 17 und 19 Uhr ist die Frequenz 40 % höher als montags, aber die Personalbesetzung ist identisch. Die Konversionsrate dienstags nachmittags liegt 8 Prozentpunkte unter dem Wochenschnitt — vermutlich durch Warteschlangen an der Kasse. Der Händler passt die Schichten an: ein zusätzlicher Kassierer dienstags nachmittags. Sechs Wochen später ist die Konversionsrate dienstags nachmittags auf Wochendurchschnitt gestiegen, der Mehrumsatz übertrifft die zusätzlichen Personalkosten deutlich. Investition: rund 25.000 € einmalig für Sensorik und Installation aller 5 Standorte, etwa 12.000 € jährlicher SaaS-Vertrag. Amortisation durch die Personalplanungs-Optimierung allein: rund 8 Monate.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter: Crosscan GmbH, Ruhrstraße 48, 58452 Witten — registriert beim Amtsgericht Bochum (HRB 8036), USt-IdNr. DE234398770. Geschäftsführer: Benjamin Schilp.
  • Datenhaltung: Server in Deutschland. Damit grundsätzlich DSGVO-konform ohne US-Transfer.
  • Sensor-Architektur: Bei 3D-Sensoren findet die Personenzählung direkt im Sensor statt — keine Bilder oder Videos werden gespeichert oder übertragen. Im Backend liegen nur anonymisierte Zähl- und Bewegungsdaten. Das ist der wesentliche Unterschied zu klassischen Videoanalytics und der Grund, warum die reine Frequenzzählung in der Regel keine DSFA erfordert.
  • Demografie-Modul (Alter/Geschlecht): Hier wird es heikel. Auch ohne Bildspeicherung handelt es sich um automatisierte Verarbeitung von Merkmalen, die personenbezogen sein können. DSFA verpflichtend, ggf. Hinweisschilder im Eingangsbereich, klare Zweckbindung. Vor Aktivierung Rechtsabteilung und Datenschutzbeauftragten einbinden.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Wird von Crosscan im Rahmen des Vertrags angeboten. Bei der Vertragsverhandlung explizit prüfen lassen — Daten-Kategorien, Subunternehmer, Löschfristen, technisch-organisatorische Maßnahmen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Reine Frequenz- und Zonenanalyse ist mit Crosscan sauber umsetzbar. Demografie- und Verhaltensanalysen sollten nur nach DSFA und mit dokumentierter Rechtsgrundlage aktiviert werden — gerade in Branchen mit besonders schutzwürdigen Kundengruppen (Apotheken, Gesundheitsprodukte, Kinderbedarf).

Gut kombiniert mit

  • Power BI, Tableau oder Qlik — für die Verknüpfung der Crosscan-Frequenz- und Zonendaten mit POS-, Personal- und Wetterdaten. Erst diese Kreuzung macht Crosscan vom Reporting-Tool zum Steuerungsinstrument.
  • Workforce-Management-Systeme (etwa ATOSS, SP Plus oder Quinyx) — Crosscan-Frequenzprognosen können in die Schichtplanung einfließen, sodass Personalplanung datenbasiert statt erfahrungsbasiert läuft.
  • Claude oder ChatGPT — als Analyse-Assistent für die wöchentlichen Reports und Anomalie-Erklärung. „Warum war die Frequenz in Filiale Stuttgart letzten Mittwoch 30 % unter dem Wochenschnitt?” — wenn die Daten ins LLM kommen, beschleunigt das die Interpretation deutlich.

Unser Testurteil

Crosscan verdient 4 von 5 Sternen. Im deutschen Retail-Analytics-Markt ist es einer der ernsthaftesten Anbieter mit echtem DSGVO-Vorteil — deutsches Unternehmen, deutsches Hosting, deutschsprachiger Support, Sensor-Architektur ohne Bildspeicherung. Die Plattform ist reif, der modulare Aufbau erlaubt schrittweisen Ausbau, und die Marktpräsenz von über 20 Jahren spricht für Verlässlichkeit. Den fünften Stern kostet die fehlende öffentliche Preisliste, die für die meisten Einkäufer 2026 als überholt wahrgenommen wird, sowie die Sensor-Hardware-Bindung mit Vertragslaufzeiten und die DSGVO-Komplexität der Demografie-Module. Wer im stationären Handel mit mehreren Filialen ernsthaft auf Datenbasis steuern will, sollte Crosscan im Auswahlprozess haben — neben Xovis, Hella Aglaia und ein bis zwei IoT-Wettbewerbern.

Was wir bemerkt haben

  • Seit 2003 — Crosscan ist nach Eigenangabe seit über zwei Jahrzehnten am Markt. Damit gehört das Unternehmen zu den ältesten dezidierten Retail-Analytics-Anbietern im deutschsprachigen Raum und hat den Übergang von einfacher Lichtschranken-Zählung über Stereokameras bis zu 3D- und Multi-Sensor-Plattformen aktiv mitgestaltet.
  • 2024 — Anbieter wie Density (Radar) und einige IoT-basierte Newcomer haben den Preiskampf im unteren Marktsegment verschärft. Crosscan positioniert sich klar im professionellen Mittelstands- und Filialisten-Segment — der Massenmarkt für „günstige Counter” ist nicht ihr Spielfeld.
  • 2025 — Die Demografieerkennung (Alter/Geschlecht) wird in DSGVO-Aufsichts-Kreisen zunehmend kritisch beobachtet. Crosscan bietet das Modul weiter an, betont aber in der Kommunikation die Verantwortung des Betreibers für DSFA und Beschilderung — das ist sauber, schafft aber eine zusätzliche Hürde für Einsteiger.
  • Mai 2026 — Crosscan-Webseite und Vertrieb sind weiterhin ohne öffentliches Pricing. Diese Strategie ist im Enterprise-Vertrieb üblich, wirkt aber gegenüber Wettbewerbern mit Self-Service-Pricing-Komponenten zunehmend altbacken — gerade bei jüngeren Einkäufern aus dem Lebensmittel- und Mode-Filialnetz.
  • Faktencheck Mai 2026 — Sitz ist Witten (Ruhrgebiet, Ruhrstraße 48), nicht Düsseldorf, wie in einigen älteren Branchenverzeichnissen geführt. Unsere frühere Version der Tool-Seite hatte das fälschlich übernommen — jetzt korrigiert.

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