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Bezahlt Ohne Setup 🇪🇺 EU-Server Zuletzt geprüft: Juni 2026

Cledara

Cledara Limited

4/5
Tool öffnen

SaaS-Management-Plattform aus London mit europäischem Fokus. Verbindet SaaS-Discovery mit virtueller Kreditkarte, jedes Abo läuft über eine Cledara-Karte, dadurch entsteht lückenlose Sichtbarkeit ohne IT-Integration. Klar günstigste seriöse Option für KMU in Europa und einer der wenigen Anbieter mit EU-Sitz, Multi-Currency-Karten und transparenter DSGVO-Lage.

Kosten: Basic ab 100 GBP/Monat (bis 20 Apps, in den ersten 30 Tagen kostenlos bei 10+ Apps), Premium auf Anfrage (bis 75 Apps), Pro auf Anfrage (unbegrenzt); Add-ons wie Spend Optimization ab 200 GBP/Monat; Jahresvertrag spart 16 %

Stärken

  • Niedrigste Einstiegshürde im Markt, Basic ab 100 GBP/Monat; sinnvoll ab ca. 25–30 Mitarbeitenden
  • Europäisches Unternehmen (UK-Sitz), EU-Bankenpartner; AVV vertraglich Standard
  • Discovery über virtuelle Karten lückenlos, Schatten-IT wird beim ersten Zahlungsversuch sichtbar
  • Multi-Currency: Karten in GBP, EUR und USD ohne Umrechnungsaufschlag
  • Renewal-Alerts und Kündigungs-Workflows verhindern automatische Verlängerungen unbemerkt
  • SOC 2 Type II zertifiziert; AWS-Infrastruktur mit ISO 27001

Einschränkungen

  • App-Limits in Basic/Premium können bei wachsendem Stack schnell greifen
  • Discovery nur über Kartenzahlungen, wer Tools per Rechnung oder SEPA-Mandat zahlt, sieht weniger
  • Weniger Workflow-Automatisierung als Torii oder Zluri
  • Engagement- und Nutzungsanalyse oberflächlicher als bei Productiv
  • Kein deutschsprachiger Support, Bedienoberfläche und Hilfe auf Englisch
  • Pricing oberhalb von Basic intransparent; Premium und Pro nur auf Anfrage

Passt gut zu

KMU und Startups in Europa mit 30–500 Mitarbeitenden Finance-Teams, die SaaS-Spend zentral kontrollieren wollen Unternehmen mit DSGVO-Priorität, die einen EU/UK-Anbieter brauchen Organisationen mit Wildwuchs an Mitarbeiter-Karten und persönlichen Abos

Kurzfazit

Cledara ist die pragmatischste SaaS-Management-Lösung für europäische KMU. Statt komplexer IT-Integrationen setzt die Londoner Plattform auf einen cleveren Trick: Jedes Abo läuft über eine eigene virtuelle Kreditkarte, wer zahlen will, muss eine Karte beantragen, und Finance hat lückenlose Sicht. Das funktioniert ab Tag 1 ohne SSO-Anbindung oder API-Setup. Schwächen: Wer Tools per Rechnung statt Karte zahlt, bleibt blind; die Workflow- und Engagement-Analyse erreicht nicht die Tiefe von Torii, Zluri oder Productiv. Für Unternehmen unter 500 Mitarbeitenden mit DSGVO-Priorität ist Cledara dennoch die naheliegende Wahl, vor allem, weil viele US-Konkurrenten gar kein EU-Hosting bieten.

Für wen ist Cledara?

KMU mit 30 bis 500 Mitarbeitenden: Die Sweetspot-Zielgruppe. Genug Abos (typisch 50–200), um den Aufwand zu rechtfertigen, aber zu wenig kritische Masse für die Enterprise-Suiten von Zluri oder Productiv. Die Einstiegshürde von 100 GBP/Monat amortisiert sich nach unserer Erfahrung bei den meisten Firmen innerhalb des ersten Monats über vergessene oder doppelte Abos.

Finance-Teams: Cledara ist im Kern ein Finance-Tool, kein IT-Tool. Die Stärken liegen in Buchhaltungs-Export (NetSuite, Xero, QuickBooks), Spend-Reports und Budgetfreigaben. Wer aus dem CFO-Office heraus SaaS kontrollieren will und nicht von der IT-Abteilung getrieben ist, findet hier die passende Sprache und passende Workflows.

Startups mit Wildwuchs an Mitarbeiter-Karten: Klassisches Symptom, der Marketing-Lead bezahlt Canva auf seiner privaten Karte, der Sales-Manager Notion auf der Firmen-Amex, jemand vergisst es bei Austritt. Cledara zwingt jedes Abo auf eine dedizierte Karte: Beim Austritt eines Mitarbeitenden bleiben die Tools laufend, niemand ist auf Reimbursements angewiesen, und die Karte lässt sich pro Tool einzeln sperren.

DSGVO-sensible europäische Mittelständler: Wer aus Compliance-Gründen einen Anbieter mit EU/UK-Sitz und AVV will, hat im SaaS-Management-Markt nur eine Handvoll Optionen, Cledara ist davon die zugänglichste. SOC 2 Type II, ISO-27001-Infrastruktur, Standard-AVV ohne Verhandlungs-Theater.

Weniger geeignet für: Enterprise-Organisationen mit 1.000+ Mitarbeitenden (dort lohnt Zluri oder Productiv), Unternehmen mit komplexen Beschaffungsprozessen über Rechnung und Bestellschein (Discovery sieht das nicht), Firmen mit deutschsprachiger Support-Anforderung (Cledara bietet nur Englisch) und alle, die echte Engagement-/Usage-Analyse pro Nutzer brauchen.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Basic100 GBP/Monat (in den ersten 30 Tagen kostenlos bei 10+ Apps auf Karten)Bis 20 Apps, Software-Directory, Renewal-Alerts, Spend-Übersicht, virtuelle Karten, Budget-Kontrollen
PremiumAuf Anfrage (typisch 200+ GBP/Monat)Bis 75 Apps, Purchasing-Workflows, Rechnungs-Automatisierung, NetSuite-Integration, erweiterte Reports, Video-Support
ProAuf AnfrageUnbegrenzte Apps, OKTA SSO, Banküberweisungen, dedizierter Implementation-Manager, Spend-Reviews
Add-on Spend Optimization200 GBP/Monat oder 1.500 GBP/JahrUsage-Insights, Duplikat-Alerts, Benchmarking, KI-gestützter Negotiation & Renewal Copilot
Add-on IT Management150 GBP/Monat oder 1.500 GBP/JahrLifecycle-Management, Provisioning-Unterstützung
Add-on Software Compliance150 GBP/Monat oder 1.500 GBP/JahrAudit-Vorbereitung, License-True-up-Schutz

Einordnung: Cledara hat die niedrigste Einstiegshürde im Markt, viele Wettbewerber starten erst bei 1.000 USD/Monat oder Custom-Pricing ab 50+ Mitarbeitenden. Der Basic-Plan ist für Firmen bis ca. 50 Köpfe oft ausreichend, wenn der Stack überschaubar bleibt. Premium lohnt sich, sobald Purchasing-Workflows und NetSuite-Anbindung gebraucht werden, typischerweise ab 75–100 Mitarbeitenden. Pro ist der Enterprise-Pfad mit SSO und dediziertem Account Management; die intransparente Preisgestaltung oberhalb von Basic ist allerdings ein klarer Schwachpunkt, wer planen will, muss Sales-Calls einplanen. Der Jahresvertrag spart 16 Prozent.

Stärken im Detail

Discovery über virtuelle Karten ist genial einfach. Wo Wettbewerber SAML-Logs, Browser-Plugins, SSO-Audit-Daten oder API-Integrationen brauchen, um zu erkennen, welche SaaS-Tools im Unternehmen laufen, schaltet Cledara einfach vor: Wer zahlen will, muss eine Cledara-Karte beantragen. Damit ist Discovery nicht nachträglich, sondern strukturell, jede neue App taucht beim ersten Zahlungsversuch im Dashboard auf. Das funktioniert ohne IT-Setup und auch in Organisationen, die keine durchgängige SSO-Strategie haben.

Echter europäischer Anbieter. Cledara hat seinen Sitz in London, betreibt das Banking über europäische Partner und stellt Standard-AVVs aus, ohne dass man wochenlang verhandeln muss. Die Plattform selbst läuft auf AWS, Cledara selbst macht keine expliziten Angaben zur Region, aber im Kontext eines UK-/EU-Kundenfokus mit GDPR-Compliance ist eu-west-1 (Irland) die realistische Annahme. Für Unternehmen, die einen US-Anbieter politisch oder regulatorisch nicht durchbekommen, ist das ein entscheidender Vorteil.

Multi-Currency ohne Umrechnungsaufschlag. Cledara stellt Karten in GBP, EUR und USD aus. Wer als deutsches Unternehmen US-Tools wie Notion oder Slack abrechnet, bekommt eine USD-Karte und vermeidet die Visa-/Mastercard-Umrechnungsmargen von 2–3 Prozent, die kleine Firmenkarten typischerweise drauflegen. Bei einem SaaS-Budget von 20.000 EUR/Jahr sind das 400–600 EUR jährliche Ersparnis allein durch saubere Multi-Currency.

Renewal-Alerts mit echtem Hebel. Jedes Abo bekommt ein Verlängerungsdatum, das Cledara aus den vorhandenen Daten extrahiert (oder das Finance manuell erfasst). 30 und 60 Tage vor Verlängerung gehen Alerts an die Inhaber:innen, mit der Option, die Karte mit einem Klick zu sperren oder eine Kündigung anzustoßen. Das ist der Mechanismus, der unbemerkte Auto-Renewals verhindert, an denen viele Mittelständler Tausende Euro im Jahr verlieren.

Buchhaltungs-Integration und Compliance. NetSuite, Xero, QuickBooks und Sage sind integriert; jede Zahlung lässt sich automatisch mit Kostenstelle, Projekt und VAT versehen. SOC 2 Type II und ISO 27001 (AWS-Infrastruktur) sind als Sicherheits-Baseline vorhanden. Damit ist Cledara in den meisten Branchen einsatzfähig, auch unter regulatorischen Anforderungen wie BaFin oder Lebensversicherern, sofern keine Spezial-Anforderungen wie BAIT oder VAIT zu erfüllen sind.

Schwächen ehrlich betrachtet

Discovery sieht nur Kartenzahlungen. Das ist die fundamentale Limitation: Tools, die per Rechnung, SEPA-Lastschrift oder Banküberweisung gezahlt werden, tauchen nicht automatisch auf. In Deutschland zahlen aber besonders B2B-Tools (Microsoft 365, SAP, große CRMs, klassische Inhouse-Software) klassisch per Rechnung. Wer einen großen Teil des Stacks außerhalb von Karten abrechnet, sieht von Cledara nur einen Ausschnitt, und muss die restliche Inventur manuell pflegen. Dafür gibt es zwar Workflows, aber dann verliert das Tool seinen Kernvorteil.

Workflow-Automatisierung bleibt einfach. Torii, Zluri und Productiv bieten ausgefeilte Automatisierungen: Bei Mitarbeiteraustritt automatisch in allen verbundenen Tools deprovisionieren, basierend auf Nutzungsverhalten automatisch Down-Sells empfehlen, Approval-Chains mit mehreren Stufen orchestrieren. Cledara bleibt hier einfacher, gut für KMU, zu eng für komplexe Enterprise-Setups.

Engagement-Analyse oberflächlich. Cledara kann sagen, wie viel ein Tool kostet und wer die Karte hält. Wer das Tool wie oft, mit welchen Features und mit welchem Geschäftswert nutzt, weiß die Plattform kaum, dafür fehlen die SSO- und SAML-Integrationen, die Productiv oder Zluri zu Nutzungsanalysen liefern. Wer Right-Sizing-Entscheidungen auf granularen Engagement-Daten basieren will, ist mit den Wettbewerbern besser bedient.

Pricing oberhalb von Basic intransparent. Premium und Pro werden nur auf Anfrage angeboten, wer planen will, muss durch einen Sales-Funnel. Das macht den Tarifvergleich gegen Wettbewerber, die offene Preise nennen, schwierig und führt im KMU-Segment regelmäßig zu Frust. Ein offenes Premium-Pricing wäre ein klares Verbesserungsfeld.

Kein deutschsprachiger Support. Bedienoberfläche, Hilfe-Center und Account-Management laufen ausschließlich auf Englisch. Für die meisten Tech-affinen Finance-Teams ist das kein Hindernis, für klassische Buchhaltungs-Teams in deutschen KMU kann es eine Adoption-Bremse sein. Wer einen deutschsprachigen Anbieter mit ähnlichem Funktionsumfang braucht, hat im Markt aktuell wenig Alternativen.

AWS-Region nicht explizit dokumentiert. Cledara hostet auf AWS, dokumentiert aber öffentlich nicht ausdrücklich, in welcher Region. Wer eine harte EU-Hosting-Anforderung hat (z. B. öffentlicher Sektor, Banken-Regulatorik), sollte vor Vertragsabschluss eine schriftliche Bestätigung der Region einfordern und im AVV als Anhang fixieren lassen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Komplexe Workflow-Automatisierung und Lifecycle-Management brauchstTorii
Enterprise-Setup mit 500+ Mitarbeitenden orchestrieren willstZluri
Tiefe Engagement- und Nutzungsanalyse pro Tool und Person brauchstProductiv
Vor allem Vendor-Verhandlung und Vertragsoptimierung willstVendr
Reine Spend-Visibility ohne SaaS-Management-Overhead willstZylo

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Spendesk und Pleo kombinieren Firmenkarten mit einfachem Spend-Management, sind aber keine echten SaaS-Management-Plattformen, sondern Karten-/Expense-Tools mit SaaS-Touch. Substly ist ein günstiger schwedischer Konkurrent mit ähnlichem KMU-Fokus, aber ohne die Karten-Mechanik. Für reine SaaS-Inventur ohne Spend-Komponente gibt es BetterCloud (eher US-Enterprise-fokussiert). Cledara bleibt die naheliegende Wahl für europäische KMU, die schnell starten wollen, gerade weil die Karten-Mechanik kein IT-Projekt voraussetzt.

So steigst du ein

Schritt 1: Account anlegen und KYC. Auf cledara.com Self-Service-Anmeldung mit Firmenkonto. Cledara muss als regulierter Finance-Anbieter ein Know-Your-Customer-Verfahren durchlaufen, Handelsregisterauszug, UBO-Erklärung, Geschäftsführer-Identifikation. Plane 3–7 Werktage ein, bis die ersten Karten ausgestellt werden können.

Schritt 2: Bestehende Abos auf Cledara-Karten migrieren. Statt alles auf einmal: pro Woche 5–10 Tools umstellen, beginnend mit den teuersten und mit denen, die zu wenig genutzten Lizenzen führen. Jede neue Cledara-Karte ist auf einen einzigen Anbieter limitiert (Merchant Locking), niemand kann sie missbrauchen oder versehentlich für etwas anderes nutzen. Für Tools, die per Rechnung laufen, manuell im Software-Directory erfassen.

Schritt 3: Nach 60–90 Tagen Konsolidierungs-Workshop. Das Dashboard zeigt jetzt vollständige Daten: ungenutzte Abos, doppelte Tools, Kostenwachstum. Plane einen 90-Minuten-Termin mit Finance und IT, geht die Liste durch und kündige in einer einzigen Sitzung alles Überflüssige. Erfahrungsgemäß realisieren KMU dabei 15–25 Prozent ihres SaaS-Budgets als sofort einsparbar.

Schritt 4 (laufend): Renewal-Alerts in den Finance-Workflow einbauen. Jede Cledara-Renewal-Mail wird zur aktiven Entscheidung: Weiter zahlen? Kündigen? Neu verhandeln? Für relevante Renewals (über 5.000 EUR/Jahr) das Add-on Spend Optimization erwägen, Cledara unterstützt dann konkret bei der Vendor-Verhandlung.

Ein konkretes Beispiel

Ein Hamburger SaaS-Startup mit 60 Mitarbeitenden hat seine SaaS-Ausgaben in zwei Jahren auf 14.000 EUR/Monat aufgebaut, Finance kennt nur einen Bruchteil der Tools, weil viele über persönliche Karten der Team-Leads laufen. Nach Einführung von Cledara wird jedes Abo schrittweise auf eine virtuelle Karte umgestellt; gleichzeitig werden zehn Rechnungs-Tools manuell im Directory erfasst. Nach 90 Tagen zeigt das Dashboard: 12 Tools mit weniger als 30 Prozent Nutzung, drei Doppelungen (Calendly + Cal.com + HubSpot Meetings), zwei Auto-Renewals zu deutlich höheren Konditionen, die ohne Cledara-Alert unbemerkt durchgegangen wären. Konsolidierung und Neuverhandlung sparen 2.300 EUR/Monat, die Cledara-Gebühr von 100 GBP (rund 120 EUR) ist innerhalb der ersten zwei Tage refinanziert. Größter qualitativer Gewinn: Bei Mitarbeiter-Austritten muss niemand mehr private Kreditkartenabrechnungen erstatten, die Karte wird einfach gesperrt, das Tool läuft auf den Account-Inhaber weiter.

DSGVO & Datenschutz

  • Unternehmenssitz: Cledara Limited, London (UK). Geschäftstätigkeit in der EU über UK-/EU-Bankenpartner mit GDPR-Compliance.
  • Datenhaltung: Auf AWS, nach Cledara-Angaben mit GDPR-Compliance, die konkrete AWS-Region ist öffentlich nicht dokumentiert. Für regulierte Unternehmen empfehlen wir, vor Vertragsabschluss eine schriftliche Bestätigung der Region einzufordern.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standard-AVV nach DSGVO Art. 28 wird ohne Mehrkosten ausgestellt; das ist Cledara-Standardprozess und keine Verhandlungssache.
  • Zertifizierungen: SOC 2 Type II, ISO 27001 (über AWS), GDPR-Compliance erklärt. Keine spezielle BAIT/VAIT-Zertifizierung, für stark regulierte Finanzdienstleister vor Einsatz prüfen.
  • Datennutzung: Cledara verarbeitet Zahlungsdaten und Vendor-Metadaten zur Service-Erbringung. Keine Weitergabe an Dritte zu Werbezwecken; Daten werden nicht für KI-Training verwendet.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für KMU ohne spezielle Branchen-Regulatorik ist Cledara DSGVO-tauglich. Für öffentliche Auftraggeber, BAFin-regulierte Häuser oder Berufsgeheimnisträger (Anwälte, Ärzte) sollte vorab geklärt werden, welche AWS-Region genutzt wird und ob der Standard-AVV ergänzt werden muss.

Gut kombiniert mit

  • Productiv, wenn Cledara die Spend-Sichtbarkeit liefert, kann Productiv ergänzend tiefere Engagement-Daten beisteuern. In größeren Setups laufen beide parallel: Cledara als Karten-/Spend-Layer, Productiv als Usage-Analyse-Layer. Doppelter Aufwand, aber komplementäre Datenpunkte.
  • Vendr, Cledara zeigt, welche Verträge anstehen; Vendr unterstützt bei den anschließenden Verhandlungen mit Vendor-Benchmarks und Kontaktnetzwerk. Funktioniert besonders gut bei großen Renewals ab 25.000 EUR/Jahr.
  • Torii, für Organisationen, die zusätzlich zur Spend-Kontrolle echte Lifecycle-Automatisierung (Onboarding, Offboarding, Provisioning) brauchen. Cledara bringt das Finance-Bild, Torii die IT-Choreografie.

Unser Testurteil

Cledara verdient 4 von 5 Sternen. Für europäische KMU ist es die pragmatischste Einstiegslösung in professionelles SaaS-Management, der niedrige Einstiegspreis und die clevere Karten-Mechanik machen Discovery zu einer Tag-1-Funktion statt zu einem mehrwöchigen Integrations-Projekt. EU-Sitz, AVV-Standard und Multi-Currency-Karten sind weitere echte Pluspunkte, die im hauptsächlich US-dominierten Markt selten sind. Den fünften Stern verliert Cledara durch die strukturelle Discovery-Lücke bei rechnungsgezahlten Tools, die intransparente Preisgestaltung oberhalb des Basic-Plans, den fehlenden deutschsprachigen Support und die im Vergleich zu Enterprise-Konkurrenten flachere Workflow- und Engagement-Analyse. Für Unternehmen unter 500 Mitarbeitenden bleibt Cledara dennoch der erste Anlaufpunkt, vor allem, wenn der Stack jung und überwiegend kartengezahlt ist.

Was wir bemerkt haben

  • 2024–2025, Cledara hat das Pricing-Modell umgestellt: Der frühere Basic-Plan zu 75 USD/Monat wurde durch eine 100 GBP/Monat-Variante ersetzt; gleichzeitig wurde eine 30-Tage-Probephase eingeführt, in der Basic kostenlos ist, sofern mindestens 10 Apps auf Cledara-Karten laufen. Damit ist die Onboarding-Hürde niedriger geworden, die laufenden Kosten für Bestandskunden allerdings tendenziell höher.
  • 2024, Add-on-Modelle wurden eingeführt: Spend Optimization, IT Management und Software Compliance lassen sich separat zubuchen. Das macht das Pricing modularer, aber auch undurchsichtiger, wer alle drei Add-ons aktiviert, zahlt schnell 500+ GBP/Monat zusätzlich zum Basisplan.
  • 2025, NetSuite-Integration deutlich ausgebaut; Push-Sync von Buchungen, Kostenstellen-Mapping und automatische Belegverarbeitung sind jetzt Premium-Standard. Für Mittelständler mit NetSuite-Buchhaltung ein klarer Sprung in der Integrationsqualität.
  • Juni 2026, Cledara bewirbt im Add-on Spend Optimization einen KI-gestützten Negotiation & Renewal Copilot. KI bleibt damit eine optionale Zusatzfunktion, nicht der Kern der Plattform, der Kern ist und bleibt die Karten-Mechanik mit Discovery und Spend-Kontrolle. Wer Cledara wegen der KI-Funktion kauft, zahlt 200 GBP/Monat allein für das Add-on.
  • Juni 2026, Premium-Plan enthält im ersten Jahr 1 % Cashback (gedeckelt auf die Abogebühr, nur für Neukund:innen). Die Zahlungsinfrastruktur läuft über Modulr (UK- und Niederlande-EMI), die Karten werden über Mastercard ausgestellt.
  • Mai 2026, Die konkrete AWS-Region für die Datenhaltung wird auf der öffentlichen Security-Seite weiterhin nicht explizit benannt. Wer eine harte EU-Hosting-Anforderung hat, sollte vor Vertragsabschluss eine schriftliche Bestätigung einfordern, Erfahrungswerte legen eu-west-1 (Irland) nahe, eine offizielle Bestätigung gibt es aber nur auf direkte Anfrage.

Quellen

  1. Cledara – Preisübersicht. https://www.cledara.com/pricing (abgerufen am 2026-06-13). Basic 100 GBP/Monat (bis 20 Apps, im ersten Monat kostenlos bei 10+ Apps), Premium bis 75 Apps, Pro auf Anfrage; Add-ons Spend Optimization 200 GBP/Monat sowie IT Management und Software Compliance je 150 GBP/Monat; Jahresvertrag spart 16 %; AI Negotiation & Renewal Copilot im Add-on Spend Optimization.
  2. Cledara – Security & Infrastructure. https://www.cledara.com/security (abgerufen am 2026-06-13). Hosting auf AWS, SOC 2 Type II, ISO 27001 (über AWS), GDPR-Compliance; Karten über Mastercard, Zahlungsinfrastruktur über Modulr (UK- und Niederlande-EMI); Kartendaten tokenisiert und nicht bei Cledara gespeichert.

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