bulwiengesa RIWIS
bulwiengesa GmbH
Etablierte deutsche Daten- und Analyseplattform für Gewerbeimmobilien, seit 1983 am Markt. Die RIWIS-Datenbank enthält Büro-, Einzelhandels-, Logistik-, Wohn-, Hotel- und Investmentmarktdaten für über 125 deutsche Standorte — Spitzen- und Durchschnittsmieten, Leerstandsquoten, Flächenumsätze, Transaktionsvergleiche und Prognosen. Gilt als Referenzquelle für institutionelle Investoren, Banken und Gutachter. Wichtig zu wissen: RIWIS ist primär eine Marktdatenbank mit Expert:innen-Kuratierung, keine KI-Plattform.
Kosten: Keine öffentlichen Listenpreise. RIWIS-Datenbankzugänge werden individuell lizenziert — Einstieg typisch ab etwa 5.000–15.000 €/Jahr für Einzellizenzen; Projektgutachten, Marktstudien und Standortanalysen werden separat beauftragt. Anfrage direkt beim Anbieter unter +49 89 232376-68.
Stärken
- Marktdaten für über 125 deutsche Städte und Regionen — keine vergleichbare Abdeckung im deutschen Markt
- Historische Datenreihen ab 1990 — ausreichend für Zyklus- und Trendanalysen über mehrere Marktphasen
- Assetklassenübergreifend: Büro, Einzelhandel, Logistik, Wohnen, Hotel, Investment
- Anerkannte Referenzdatenquelle für Bankbewertungen, Gutachten und institutionelles Reporting
- Hosting in Deutschland, DSGVO-konform, deutsches Vertragsrecht
- Eigene Bewertungstochter (bulwiengesa appraisal) für Gutachten nach §194 BauGB / IDW S1
Einschränkungen
- Kein öffentlicher Self-Service-Zugang — nur über direkten Vertrag und individuelles Pricing
- RIWIS-Daten primär Marktdurchschnitte und Spitzenwerte — keine Einzelobjekt- oder Mieterbonitätsdaten
- Teuer für Einzelprojekte oder kleine Portfolios — institutioneller Fokus
- Kein echtes SaaS-Produkt mit moderner Oberfläche — eher Datenanlieferung und Berichte
- Keine eigenen KI- oder ML-Funktionen — Prognosen entstehen aus Expertenmodellen und Marktbefragungen, nicht aus Machine Learning
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du steuerst ein institutionelles Gewerbeimmobilien-Portfolio in mehreren deutschen Märkten
- Du brauchst belastbare Marktbenchmarks für Gutachten, Bankreporting oder Investorenkommunikation
- Dein Anwendungsfall ist Datenanlieferung in Excel oder per API — nicht interaktive Self-Service-Analyse
- DSGVO-konformes Hosting in Deutschland ist Pflicht (Versicherer, Banken, öffentliche Hand)
Wann nein
- Du suchst ein KI-gestütztes Tool mit Prompt-Eingabe oder automatischer Marktanalyse
- Du bist Einzelmakler, kleiner Projektentwickler oder Privatinvestor — Lizenzkosten amortisieren sich nicht
- Du brauchst Einzelobjekt-Daten, Mieterbonitäten oder konkrete Transaktionspreise einzelner Deals
- Du willst ein modernes SaaS mit Dashboards und Klick-Workflows statt Excel-Exporten
Kurzfazit
RIWIS von bulwiengesa ist die etablierte Marktdatenquelle für deutsche Gewerbeimmobilien — über 125 Standorte, alle relevanten Assetklassen, Datenreihen seit 1990. Wer im institutionellen Asset Management, in der Bankbewertung oder bei Gutachten arbeitet, kennt RIWIS als Referenz. Was du aber wissen musst: Es ist keine KI-Plattform. Prognosen entstehen aus Expertenmodellen und Marktbefragungen, nicht aus Machine Learning. Die Stärke ist die saubere, kuratierte Datenbasis mit deutscher Tiefe — die Schwäche sind fehlender Self-Service, fehlende moderne Analyseoberfläche und ein Preisniveau, das nur für institutionelle Nutzer:innen funktioniert. Für KI-Use-Cases lässt sich RIWIS jedoch hervorragend als Datenlieferant in eigene Modelle integrieren.
Für wen ist RIWIS?
Institutionelle Asset Manager: Wer ein Portfolio aus zehn oder mehr Gewerbeimmobilien in deutschen Märkten verwaltet, braucht für Reporting und Risikomanagement belastbare Marktdaten auf Teilmarkt-Ebene. RIWIS liefert genau das — Spitzen- und Durchschnittsmieten, Leerstandsquoten, Flächenumsätze, Renditeerwartungen — quartalsweise aktualisiert und auf Standort heruntergebrochen.
Banken und Bewertungsabteilungen: Für Beleihungswertgutachten nach §194 BauGB und Marktwertermittlungen nach IDW S1 sind RIWIS-Daten in vielen Häusern faktisch Standard. Die historischen Datenreihen ab 1990 reichen aus, um Zyklen über mehrere Marktphasen zu plausibilisieren — wichtig in volatilen Phasen wie nach 2022.
Projektentwickler und Investoren in der Due Diligence: Wer ein konkretes Objekt bewertet oder ein Investment vor dem Closing prüft, nutzt RIWIS-Daten als externe Marktreferenz im Investment Memo. Das standardisiert die Argumentation gegenüber Investoren und Kreditgebern.
Datenteams in der Immobilienbranche: Wer eigene Analysemodelle oder KI-Anwendungen baut (Leerstandsprognose, Mietpreis-Forecast, Standort-Scoring), kann RIWIS als Datenquelle anbinden — über Excel-Exporte oder eine Daten-API. Damit wird die Plattform für moderne Datenarchitekturen nutzbar, auch wenn sie selbst keine KI-Features mitbringt.
Weniger geeignet für: Einzelmakler:innen, Wohnungseigentümer:innen, kleine Projektentwickler ohne Portfoliogeschäft — die Lizenzkosten amortisieren sich erst ab einem gewissen Geschäftsvolumen. Auch wer ein “KI-Tool” für Immobilienanalyse sucht, ist hier falsch: RIWIS ist Daten, nicht KI.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Einzelmarkt-Lizenz | ab ca. 5.000 €/Jahr (Schätzung) | Zugang zu einem definierten Markt (z. B. Büro München) für ein Jahr, Excel-Export |
| Multi-Markt / Multi-Asset | ab ca. 10.000–15.000 €/Jahr (Schätzung) | Mehrere Märkte oder Assetklassen, ggf. mehrere Nutzer:innen |
| API-Zugang | individuell | Programmatische Datenanbindung an eigene Systeme, Konditionen abhängig vom Volumen |
| Marktstudien / Gutachten | projektbasiert | Standortanalyse, Wettbewerbsstudie, Marktwertgutachten — typisch im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich pro Auftrag |
Einordnung: bulwiengesa veröffentlicht keine Listenpreise — das Vertriebsmodell ist klassisch B2B mit individuellem Pricing nach Märkten, Assetklassen, Nutzerzahl und Vertragslaufzeit. Die hier genannten Größenordnungen sind Schätzungen aus Marktgesprächen, keine offiziellen Angaben. Wer ernsthaft prüfen will, kommt um eine direkte Anfrage nicht herum. Faustregel: Lohnt sich ab einem Portfolio im niedrigen dreistelligen Millionenbereich oder ab regelmäßiger Bewertungs- oder Gutachtertätigkeit. Für gelegentliche Einzelanalysen sind freie Marktberichte (z. B. von JLL, CBRE oder Colliers, die Teile ihrer Daten kostenlos publizieren) eine günstigere Notlösung.
Stärken im Detail
Tiefe und Breite der deutschen Marktabdeckung. Über 125 Standorte werden systematisch erhoben — von den A-Städten (Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart) bis zu B-, C- und D-Städten und Teilmärkten in der Fläche. Diese Granularität ist im deutschen Markt einzigartig. Internationale Datenanbieter wie CoStar oder MSCI sind in den USA stärker, im deutschen Detailgeschäft aber selten genauso tief.
Historische Datenreihen mit echter Aussagekraft. Datenpunkte ab 1990 erlauben echte Zyklusanalysen — Bürokrise nach dem Dot-Com-Boom, Finanzkrise 2008/09, Zinswende ab 2022. Wer einem Investorenkomitee erklären muss, wie ein Teilmarkt in der letzten Korrektur reagiert hat, hat mit RIWIS belastbare Vergleichszahlen.
Anerkannte Referenz für Gutachten. In vielen Bewertungsabteilungen ist RIWIS faktisch der Standard für externe Marktdaten in Beleihungswert- und Marktwertgutachten. Das hat einen praktischen Effekt: Argumentationen, die sich auf RIWIS stützen, sind im Markt etabliert und weniger angreifbar als interne Schätzungen oder Daten aus weniger anerkannten Quellen.
Eigene Bewertungstochter (bulwiengesa appraisal). Für Häuser ohne eigene Bewertungsabteilung oder bei Sondersituationen (Spezialimmobilien, komplexe Asset-Klassen) lässt sich das Gutachten direkt bei bulwiengesa beauftragen. Die enge Verzahnung von Datenbank und Gutachterleistung ist im deutschen Markt selten.
DSGVO-konformes Hosting und deutsches Vertragsrecht. Hosting in Deutschland, AVV verfügbar, Verträge nach deutschem Recht. Das ist für regulierte Branchen (Banken, Versicherer, Pensionskassen) ein praktischer Vorteil — auch wenn Marktdaten nicht primär personenbezogen sind, ist die Rechtssicherheit ein Pluspunkt.
API für moderne Datenarchitekturen. Wer ein Data Warehouse, ein Asset-Management-System oder eigene KI-Modelle baut, kann RIWIS-Daten programmatisch beziehen und in den eigenen Tech-Stack einbetten. Damit lässt sich die etablierte Datenquelle ohne Medienbruch in moderne Workflows integrieren.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine eigenen KI-Funktionen. RIWIS ist eine Datenbank mit Expert:innen-Kuratierung, keine ML-Plattform. Prognosen basieren auf Modellrechnungen und jährlichen Marktbefragungen von Lokalexpert:innen, nicht auf Algorithmen. Wer “KI für Immobilien” sucht, ist hier falsch — RIWIS ist eher der hochwertige Datenlieferant, auf dem sich KI-Modelle aufbauen lassen.
Kein Self-Service, kein Probezugang. Es gibt keine freie Testversion, keine Self-Service-Anmeldung, keine transparente Preisliste. Wer wissen will, was RIWIS kann und kostet, muss eine formale Anfrage stellen — das ist klassischer B2B-Vertrieb mit allen Trägheiten. Für moderne Anwender:innen, die “ausprobieren und entscheiden” gewohnt sind, ist das eine echte Hürde.
Oberfläche und Workflows nicht auf SaaS-Niveau. Datenlieferung erfolgt typisch als Excel-Export oder über die API — die Web-Oberfläche von RIWIS wirkt funktional, aber nicht modern. Wer Dashboards mit interaktiver Filterung, Karten-Visualisierungen oder eingebauter Analytik erwartet (wie bei CoStar oder den modernen PropTech-Anbietern), wird enttäuscht.
Hoher Eintrittspreis, intransparent gepreist. Auch wenn die Daten ihren Preis wert sind: Für KMU, kleine Asset Manager oder Privatinvestoren ist RIWIS schlicht zu teuer. Die fehlende öffentliche Preisliste erschwert die Selbsteinschätzung — viele potenzielle Interessenten brechen die Evaluation ab, bevor das erste Vertriebsgespräch stattfindet.
Keine Einzelobjektdaten. RIWIS liefert Markt-Aggregate, keine konkreten Objektdaten oder Mieterbonitäten. Wer Einzelobjekt-Information braucht (Eigentümer, Vermieter, Mietverhältnisse), muss zu anderen Quellen greifen — z. B. on-geo, RealEstatePilot, Bisnode, oder den Immobilienportalen für Angebotsdaten.
Branchenfokus eng auf Deutschland. Wer paneuropäische oder internationale Portfolios verwaltet, kommt mit RIWIS nicht aus — die Datenbasis endet praktisch an der deutschen Grenze. Für DACH oder Europa braucht es zusätzlich Anbieter wie MSCI, Green Street oder JLL Research.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| KI-gestützt Exposé- und Objekttexte schreiben willst | Genius Immobilien-Writer |
Aus unserem Tool-Verzeichnis gibt es aktuell keinen weiteren direkten Peer — der deutsche institutionelle Markt für Gewerbeimmobilien-Daten ist klein, und reine Datenanbieter haben in unserer Sammlung keine eigene Seite. Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: CoStar (US-zentriert, in Deutschland zunehmend präsent, modernes SaaS), MSCI Real Capital Analytics (institutionelle Transaktionsdaten), JLL Research / CBRE Research / Colliers (publizieren Teile ihrer Marktberichte kostenlos — gute Notlösung), on-geo (Geodaten und Standortanalyse für Bewertungen, eher technisch), RealEstatePilot (PropTech-Datenanbieter mit Self-Service-Oberfläche), PriceHubble (Schweizer Anbieter mit ML-basierten Wohnimmobilien-Bewertungen für KMU) und Empirica (deutscher Datenanbieter mit Schwerpunkt Wohnen). bulwiengesa ist die etablierte Referenz für deutsche Gewerbeimmobilien, aber kein KI-Tool — für KI-Anwendungen ist es Datenquelle, nicht Plattform.
So steigst du ein
Schritt 1: Anfrage und Bedarfsklärung. Nimm direkt Kontakt über bulwiengesa.de oder telefonisch unter +49 89 232376-68 auf. Definiere vorab klar: Welche Märkte (Städte, Regionen)? Welche Assetklassen (Büro, Einzelhandel, Logistik, Wohnen, Hotel)? Welcher Zeithorizont (laufender Bezug oder einmaliger Auftrag)? Wie viele Nutzer:innen? Je präziser die Anfrage, desto schneller bekommst du ein belastbares Angebot.
Schritt 2: Lizenzmodell und Datenformat festlegen. Sobald der Vertrag steht, wählst du das Lieferformat — Excel-Exporte für klassische Bewertungsabteilungen, API-Zugang für Datenteams und Integration ins eigene Data Warehouse. Plane für die API-Anbindung Entwickler-Ressourcen ein (typisch 5–15 Personentage je nach Tiefe der Integration).
Schritt 3: Daten in eigene Workflows einbetten. Die größte Wertschöpfung entsteht, wenn RIWIS-Daten als Marktebene in deine bestehenden Modelle einfließen — z. B. als Makro-Schicht in Portfolio-Risiko-Scorings, als Vergleichsmaßstab in Gutachten-Templates oder als Input für eigene KI-Modelle (Leerstandsprognose, Mietpreis-Forecast). Wer die Daten nur in PowerPoint kopiert, hat das Tool nicht ausgereizt.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelgroßer Asset Manager mit 18 Büroimmobilien in fünf deutschen Städten nutzt RIWIS-Daten als Makro-Input für sein Leerstandsrisiko-Dashboard. Für jeden Standort werden quartalsweise die Leerstandsquote des Teilmarkts, der Flächenumsatz und die Mietpreisentwicklung über die API abgerufen und mit den Objektdaten (Mieterauslauf, qm-Mix, Baujahr) in Power BI zusammengeführt. Objekte in Teilmärkten mit steigender Leerstandsquote und rückläufigem Flächenumsatz werden im Scoring automatisch höher gewichtet — unabhängig davon, ob der Einzelmieter bisher auffällig war. Konkreter Effekt: Im Reporting an die Investoren werden Risiken nicht mehr nur objektbezogen, sondern marktbezogen plausibilisiert. Eine vakanzgefährdete Immobilie in einem stabilen Teilmarkt wird anders bewertet als eine voll vermietete in einem schrumpfenden. Lizenzkosten: im niedrigen fünfstelligen Bereich pro Jahr — amortisieren sich über vermiedene Fehlinvestments und schnelleres Reagieren auf Marktverschlechterungen.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland. Anbieter ist bulwiengesa GmbH mit Sitz in Bad Neuenahr-Ahrweiler.
- Datennutzung: Vertraglich klar geregelt nach deutschem Recht. RIWIS-Daten sind Marktaggregate ohne personenbezogenen Bezug — Datenschutz-relevant sind primär Nutzerdaten der Lizenznehmer (Login, Nutzungsstatistiken).
- Auftragsverarbeitung (AVV): Auf Anfrage verfügbar, insbesondere bei API-Anbindung an interne Systeme.
- Account-Verwaltung: Erfolgt über die Lizenzverwaltung — Nutzerzahl und Zugriffsrechte sind im Vertrag geregelt.
- Empfehlung für regulierte Branchen: Für Banken, Versicherer und öffentliche Hand ist bulwiengesa eine compliance-freundliche Wahl — deutscher Anbieter, deutsches Hosting, deutsches Vertragsrecht. Beim Einsatz von RIWIS-Daten in eigenen KI-Modellen oder Score-Verfahren sollte die Datennutzung explizit im Lizenzvertrag geregelt sein.
Gut kombiniert mit
- GIS- und Geodaten-Plattformen (on-geo, ESRI ArcGIS) — RIWIS liefert die Markt-Layer (Mieten, Leerstand), GIS-Plattformen ergänzen Mikrostandort-Faktoren (Verkehrsanbindung, Lärm, POI-Dichte). Kombination ist Standard in der professionellen Standortanalyse.
- Power BI, Tableau, Qlik Sense — Für die Auswertung und Visualisierung der RIWIS-Excel-Exporte oder API-Daten. Wer die Daten in interaktiven Dashboards für Investorenreporting nutzen will, kommt um ein BI-Tool nicht herum.
- Microsoft 365 Copilot — Wenn RIWIS-Daten in Berichten verarbeitet werden, hilft Copilot beim Schreiben der Marktkommentare in Word und beim Aufbereiten der Excel-Auswertungen. Die Datenquelle ist klassisch, der Aufbereitungs-Workflow wird durch KI beschleunigt.
Unser Testurteil
bulwiengesa RIWIS bekommt 3 von 5 Sternen — solide, aber mit deutlichen Trade-offs. Was es richtig macht: Die deutsche Marktabdeckung ist Klasse-eins, die Datentiefe für Gewerbeimmobilien ist im DACH-Raum kaum zu schlagen, die Akzeptanz bei Banken und Bewertungshäusern macht RIWIS zur sicheren Wahl für institutionelles Reporting. Was den vierten und fünften Stern kostet: Keine eigenen KI-Features (im Kontext von ki-syndikat.de ein wichtiger Punkt — RIWIS ist Datenquelle, nicht KI-Tool), kein Self-Service, intransparente Preise, keine moderne SaaS-Oberfläche, und ein Eintrittspreis, der die Plattform für KMU praktisch ausschließt. Für institutionelle Nutzer:innen in den richtigen Segmenten (Asset Management, Banking, Bewertung) bleibt RIWIS Referenz — für alle anderen ist es zu schwergewichtig. Wer KI-getriebene Immobilienanalyse sucht, sollte RIWIS als Datenlieferant denken, nicht als Lösung.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026 — Wir haben unsere frühere Annahme korrigiert, dass bulwiengesa zur Scout24-Gruppe gehöre und als AG firmiere. Tatsächlich ist die Gesellschaft eine GmbH (HRB 30153, AG Koblenz) mit Sitz in Bad Neuenahr-Ahrweiler und arbeitet als eigenständiges Unternehmen — eine Übernahme durch Scout24 ist öffentlich nicht belegt. Wir bedanken uns bei aufmerksamen Leser:innen für den Hinweis.
- Mai 2026 — Auf der offiziellen Website werden weiterhin keine eigenen KI- oder ML-Funktionen ausgewiesen. RIWIS-Prognosen entstehen aus Expertenmodellen und jährlichen Marktbefragungen von Lokalexpert:innen — nicht aus Machine Learning. Wir führen RIWIS bewusst weiter, weil es als Datenlieferant für KI-Modelle in der Immobilienanalyse eine zentrale Rolle spielt, sind in der Bewertung aber kritischer geworden.
- 2024–2025 — Im deutschen Immobilienmarkt wurde nach der Zinswende ab 2022 die Belastbarkeit historischer Datenreihen besonders relevant. RIWIS hat in dieser Phase an Bedeutung gewonnen, weil die Datenreihen ab 1990 echte Zyklusvergleiche erlauben — etwas, das viele jüngere PropTech-Datenanbieter nicht leisten können.
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