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Koyfin

Koyfin

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Web-basierte Finanzanalyseplattform für unabhängige Investoren, Finanzberater und kleinere Asset-Manager — oft als günstige Alternative zum Bloomberg Terminal und zu FactSet beschrieben. Bietet Fundamentaldaten, Earnings-Transkripte, Screener mit über 5.900 Filtern, Analystenschätzungen, Charting und Makro-Daten in einem Browser-Interface. KI-Funktionen beschränken sich auf automatische Transkript-Zusammenfassungen und Sentiment-Analyse von Earnings-Calls — kein eigenständiger KI-Assistent.

Kosten: Free 0 USD, Plus 39 USD/Monat, Premium 79 USD/Monat, Advisor Core 209 USD/Monat, Advisor Pro 299 USD/Monat, Teams auf Anfrage. Jahreszahlung bis zu 30 % günstiger, 50 % Rabatt für Beratungsfirmen unter 100 Mio. USD AUM.

Stärken

  • Transparente, öffentliche Preise — kein Sales-Kontakt nötig wie bei Bloomberg oder FactSet
  • Breite Coverage: Aktien, ETFs, Fonds, Analystenschätzungen, Makro-Daten und Transkripte in einem Dashboard
  • Über 5.900 Screener-Filter und frei konfigurierbare Dashboards
  • KI-Zusammenfassungen und Sentiment-Analyse aus Earnings-Call-Transkripten (ab Plus/Premium)
  • Für unabhängige Analysten und Boutique-Vermögensverwaltungen kostenmäßig gut darstellbar
  • Über 500.000 Nutzer weltweit, aktive Community, regelmäßige Feature-Updates

Einschränkungen

  • Datentiefe und -qualität bei europäischen und deutschen Titeln deutlich geringer als bei Bloomberg oder FactSet
  • KI-Funktionen sind schmal — Transkript-Zusammenfassungen statt vollwertigem Research-Assistenten wie bei AlphaSense
  • Kein EU-Datenhosting — alle Daten laufen über US-Infrastruktur
  • Kein deutschsprachiger Support; Oberfläche ausschließlich auf Englisch
  • Für institutionelle Workflows (Compliance-Archivierung, Multi-User-Teams mit Rollentrennung) zu eingeschränkt

Passt gut zu

Unabhängige Finanzberater und Family Offices mit kleinerem Budget Boutique-Vermögensverwaltungen als günstigerer Einstieg in professionelle Research-Plattformen Privatanleger und Studenten, die professionelle Analyse-Tools kennenlernen wollen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du suchst eine bezahlbare Alternative zum Bloomberg Terminal für Aktien- und Fundamentalanalyse
  • Dein Coverage-Universum liegt überwiegend bei US- und global gelisteten Titeln
  • Du willst Earnings-Calls schneller auswerten und nutzt KI-Zusammenfassungen als Vorfilter
  • Du arbeitest als unabhängiger Berater oder Boutique-Verwalter mit begrenztem Daten-Budget

Wann nein

  • Du brauchst tiefe, geprüfte Daten zu deutschen Mid- und Small-Caps
  • Du erwartest einen vollwertigen KI-Research-Assistenten (dafür ist AlphaSense besser)
  • Dein Unternehmen verlangt EU-Datenhosting und einen deutschsprachigen Support
  • Du brauchst institutionelle Compliance-Archivierung und feingranulare Team-Rollen

Kurzfazit

Koyfin ist die beste Wahl, wenn du eine bezahlbare, browserbasierte Alternative zum Bloomberg Terminal für Aktien- und Fundamentalanalyse suchst — und mit US- und global gelisteten Titeln arbeitest. Die Plattform bündelt Fundamentaldaten, Analystenschätzungen, einen Screener mit über 5.900 Filtern, Makro-Dashboards und Earnings-Transkripte in einer Oberfläche, deren Preise transparent und ohne Sales-Gespräch einsehbar sind. Das ist gegenüber Bloomberg (rund 24.000 USD/Jahr) und FactSet ein echter Kostenvorteil. Wer Koyfin allerdings wegen seiner KI sucht, wird enttäuscht: Die KI-Funktionen beschränken sich auf automatische Transkript-Zusammenfassungen und Sentiment-Analyse von Earnings-Calls — ein nützlicher Vorfilter, aber kein vollwertiger Research-Assistent wie bei AlphaSense. Bei deutschen und europäischen Titeln ist die Datenlage zudem spürbar dünner als bei den teuren Profi-Terminals.

Für wen ist Koyfin?

Unabhängige Finanzberater & Family Offices: Wer ein US- oder global ausgerichtetes Portfolio betreut, bekommt mit Koyfin professionelle Research-Werkzeuge zu einem Bruchteil der Bloomberg-Kosten. Mit den Advisor-Plänen kommen Modellportfolios, Kundenproposals und Reportings hinzu — genau das, was kleinere Beratungsfirmen sonst über teure Insellösungen abdecken müssten. Der 50-Prozent-Rabatt für Firmen unter 100 Mio. USD AUM macht das besonders attraktiv.

Boutique-Vermögensverwaltungen: Als günstiger Einstieg in professionelle Plattformen ist Koyfin schwer zu schlagen. Statt 24.000 USD pro Bloomberg-Terminal zahlst du 948 USD pro Jahr (Premium) für einen Großteil der Analyse-Funktionen, die du im Tagesgeschäft tatsächlich nutzt — Charting, Screening, Fundamentaldaten, Transkripte.

Privatanleger & Studenten: Wer professionelle Analyse-Tools kennenlernen will, findet im Free-Plan bereits Charting, Makro-Dashboards und Portfolio-Tracking. Das reicht, um die Mechanik einer Profi-Plattform zu verstehen, ohne sofort zu zahlen.

Aktien-Analysten mit US-Fokus: Earnings-Transkripte für über 9.000 Unternehmen zurück bis 2004, kombiniert mit Sentiment-Analyse und KI-Zusammenfassungen, beschleunigen die Auswertung von Quartalsberichten erheblich — solange das Coverage-Universum nicht primär aus deutschen Nebenwerten besteht.

Weniger geeignet für: Analysten mit Schwerpunkt auf deutschen Mid- und Small-Caps (die Datenlage ist dünn), institutionelle Teams mit Compliance- und Rollen-Anforderungen, Nutzer, die einen echten KI-Research-Assistenten erwarten (AlphaSense ist dort die ernsthafte Wahl), und alle, die EU-Hosting oder deutschsprachigen Support brauchen.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Free0 USD2 Jahre Finanzdaten & 1 Jahr Schätzungen, Portfolios, Charting, Markt- & Makro-Dashboards, 2 Watchlists & 2 Screens, 2 Custom-Dashboards, begrenzte Snapshots und News
Plus39 USD/Monat10 Jahre Finanzdaten & Schätzungen, ETF-Holdings, Aktien- & ETF-Screener, unbegrenzte Watchlists/Screens/Dashboards, 100.000+ globale Company-Snapshots, Pressemeldungen, Filings & Transkripte, Premium-News
Premium79 USD/MonatAlles aus Plus + erweiterte Portfolio-Analytik, unbegrenzte Custom-Daten & -Formeln, eigene Finanz-Templates, ETF-Bewertung
Advisor Core209 USD/MonatAlles aus Premium + Modellportfolios, Kunden-Proposals & -Reports (10/Monat), Kundenportfolios, 1 Custodian-Integration, US-/kanadische Investmentfonds, Fonds-Screener
Advisor Pro299 USD/MonatAlles aus Advisor Core + Short-/Leveraged-Modellportfolios, 200 Reports/Monat, eigene Report-Seiten, mehrere Integrationen, PDF-Broker-Statement-Upload, PMS-Integrationen, US-SMAs, Prioritäts-Support
TeamsAuf AnfrageFlexible, skalierbare Preise für Mehrnutzer-Teams

Einordnung: Der Free-Plan ist mehr als ein Schaufenster — Charting, Makro-Dashboards und Portfolio-Tracking sind dauerhaft nutzbar und reichen für gelegentliche Recherche. Plus für 39 USD ist der Einstieg, sobald du Transkripte, den vollen Screener und 10 Jahre Historie brauchst. Premium (79 USD) lohnt sich für alle, die eigene Kennzahlen, Formeln und Templates bauen wollen — der Sweetspot für ambitionierte Einzelanalysten. Die Advisor-Pläne (209/299 USD) richten sich klar an Beratungsfirmen mit Kundengeschäft; der 50-Prozent-Rabatt für Firmen unter 100 Mio. USD AUM und die Jahreszahlung (bis zu 30 % günstiger) drücken den Preis spürbar. Im Vergleich zum Bloomberg Terminal (rund 24.000 USD/Jahr) bleibt selbst Advisor Pro ein Bruchteil — der eigentliche Verkaufsgrund von Koyfin.

Stärken im Detail

Transparente, öffentliche Preise. Anders als Bloomberg oder FactSet, die Preise nur im Sales-Gespräch nennen, listet Koyfin alle Tarife offen auf der Website. Du weißt vor der Anmeldung genau, was du zahlst und bekommst — ein für die Branche ungewöhnlicher Vertrauensvorschuss und für preissensible Kunden ein echter Pluspunkt.

Breite Coverage in einer Oberfläche. Aktien, ETFs, Fonds, Analystenschätzungen, Makro-Daten, Pressemeldungen, Filings und Earnings-Transkripte liegen in einem zusammenhängenden Dashboard. Du musst nicht zwischen fünf Tools wechseln, um eine Aktie ganzheitlich zu bewerten. Das spart Klicks und Kontextwechsel.

Mächtiger Screener. Mit über 5.900 Filtern lässt sich das Anlageuniversum sehr feingranular eingrenzen — von klassischen Multiples über Wachstumskennzahlen bis zu technischen Signalen. Für Stockpicking und systematische Vorauswahl ist das eines der stärksten Werkzeuge der Plattform.

KI-Zusammenfassungen und Sentiment-Analyse für Transkripte. Seit Version 3.69 erzeugt Koyfin automatische Zusammenfassungen von Earnings-Call-Transkripten und wertet Stimmungstrends im Management-Statement aus. Für die Auswertung von Quartalsberichten ist das ein praktischer Vorfilter: Du erkennst schneller, ob es Guidance-Revisionen, Cash-Flow-Warnzeichen oder Strategiewechsel gibt, und liest dann gezielt nach. Wichtig zu wissen: Es handelt sich um eine punktuelle Funktion innerhalb der Transkript-Ansicht, nicht um einen frei befragbaren KI-Assistenten.

Kostenvorteil gegenüber Profi-Terminals. Der zentrale Grund, warum Koyfin existiert: Es liefert einen Großteil dessen, was unabhängige Analysten und kleine Beratungsfirmen aus einem Bloomberg Terminal brauchen — zu rund einem Zwanzigstel des Preises. Für Boutiquen, die sich Bloomberg schlicht nicht leisten können, ist das der entscheidende Hebel.

Aktive Weiterentwicklung. Mit über 500.000 Nutzern weltweit und regelmäßigen Versionsupdates (die Versionsnummern wie v3.69 zeigen einen schnellen Release-Takt) ist Koyfin kein eingefrorenes Produkt. Die Roadmap wird sichtbar bewegt, neue Datenquellen und Funktionen kommen laufend hinzu.

Schwächen ehrlich betrachtet

Dünne Datenlage bei deutschen und europäischen Titeln. Das ist die wichtigste Einschränkung für deutsche Nutzer. Während US-Titel umfassend abgedeckt sind, fehlen bei deutschen Mid- und Small-Caps oft Detail-Kennzahlen, Schätzungen oder vollständige Transkript-Historien. Wer Schwerpunkt DACH analysiert, muss Koyfin mit deutschen Geschäftsberichten und BaFin-Quellen ergänzen. Bloomberg und FactSet sind hier klar überlegen.

KI ist schmal, nicht das Kernprodukt. Die KI-Funktionen sind auf Transkript-Zusammenfassungen und Sentiment beschränkt. Es gibt keinen frei befragbaren Assistenten, keine natürlichsprachliche Suche über den gesamten Datenbestand und keine themenübergreifende Recherche. Wer eine echte Research-KI sucht, die Tausende Dokumente durchsucht und Fragen beantwortet, ist bei AlphaSense besser aufgehoben. Bei Koyfin ist KI eine nützliche Beigabe, kein Verkaufsargument.

Kein EU-Datenhosting. Alle Daten und Anfragen laufen über US-Infrastruktur. Für Beratungsfirmen mit strengen DSGVO-Anforderungen oder dokumentationspflichtigen Workflows ist das ein Hindernis, das vor dem Einsatz geprüft werden muss.

Englisch only, kein deutscher Support. Die gesamte Oberfläche, Dokumentation und der Support sind ausschließlich englischsprachig. Für englischsichere Profis kein Problem, für gemischte Teams oder im Kundenkontakt mit deutschsprachigen Reportings aber eine Reibung.

Nicht für institutionelle Workflows gebaut. Compliance-Archivierung, revisionssichere Protokolle, feingranulare Rollen- und Rechteverwaltung in größeren Teams — all das ist entweder schwach ausgeprägt oder fehlt. Koyfin ist ein Werkzeug für Einzelanalysten und kleine Teams, nicht für regulierte Großorganisationen. Wer in eine solche Struktur skaliert, stößt an Grenzen, die die Advisor-Pläne nicht auflösen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Einen echten KI-Research-Assistenten für Tausende Dokumente brauchstAlphaSense
Aktuelle Marktinfos mit nachprüfbaren Quellen recherchierstPerplexity
Lange Geschäftsberichte und Verträge tief analysieren willstClaude
Einen befragbaren Wissensspeicher aus eigenen Dokumenten aufbauen willstNotebookLM

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Bloomberg Terminal und FactSet (der institutionelle Goldstandard, aber um ein Vielfaches teurer und mit Sales-Prozess), YCharts und TIKR (direkte Koyfin-Konkurrenten im gleichen Preissegment), Refinitiv Eikon (umfassend, aber teuer und komplex). Koyfin ist kein KI-Tool im engeren Sinne — es ist ein bezahlbares Finanzdaten-Terminal mit ein paar KI-Komfortfunktionen. Wer es dafür einsetzt, bekommt ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis; wer eine Research-KI sucht, kombiniert es besser mit einem spezialisierten Werkzeug.

So steigst du ein

Schritt 1: Melde dich kostenlos auf koyfin.com an — kein Kreditkartenzwang für den Free-Plan. Starte mit dem Dashboard-Builder: Erstelle eine Watchlist für dein aktuelles Coverage-Universum und richte die wichtigsten Kennzahlen als Spalten ein (P/E, EV/EBITDA, Umsatzwachstum, Analystenkonsens). So verstehst du innerhalb von Minuten, ob die Datenabdeckung für deine Titel ausreicht — gerade bei deutschen Werten lohnt dieser frühe Test.

Schritt 2: Teste die Transkript-Funktion mit KI-Zusammenfassung. Öffne ein US-Unternehmensprofil, wechsle zur Registerkarte “Transcripts” und lade das letzte Earnings-Call-Transkript. Ab dem Plus-Plan bekommst du die automatische Zusammenfassung und Sentiment-Auswertung; im Free-Plan arbeitest du mit Volltext und eigener Suche. Prüfe selbst, ob die Zusammenfassung die für dich relevanten Punkte trifft, bevor du dich darauf verlässt.

Schritt 3: Konfiguriere Alerts für dein Coverage-Universum. Koyfin benachrichtigt dich bei neuen Filings, Earnings-Terminen und größeren Kursveränderungen — ein praktischer Ersatz für manuelles Nachhalten, solange das Coverage-Universum unter 30 bis 40 Titeln bleibt. Wer mit Advisor-Plänen arbeitet, baut zusätzlich Modellportfolios und Kunden-Reportings auf.

Ein konkretes Beispiel

Ein unabhängiger Finanzberater in Hamburg betreut 45 Privatkunden mit Aktienportfolios im Schwerpunkt europäische Dividendentitel und US-Tech. Vorher: Jeder Quartalsbericht wurde manuell gelesen und notiert (45 bis 60 Minuten pro Unternehmen). Mit Koyfin Premium: Die KI-Zusammenfassungen der Earnings-Calls markieren bei den US-Titeln automatisch Änderungen in der Dividendenpolitik, Cash-Flow-Warnzeichen und Guidance-Revisionen. Der Zeitaufwand pro Quartal und Unternehmen sinkt dort auf 15 bis 20 Minuten, weil nur noch die markierten Stellen manuell geprüft werden. Jahreskosten: ca. 948 USD (Premium) — für den Zeitgewinn bei 20+ US-Positionen in 45 Kundendepots ein klar positives Kosten-Nutzen-Verhältnis. Wichtige Einschränkung: Für die europäischen Dividendentitel und DACH-Mid-Caps ist die Datenlage dünner und die KI-Zusammenfassung oft gar nicht verfügbar; hier ergänzt der Berater Koyfin weiterhin mit manuellen Recherchen in deutschen Geschäftsberichten und BaFin-Filings. Koyfin spart Zeit bei der amerikanischen Hälfte des Portfolios — die europäische bleibt Handarbeit.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: USA. Anbieter ist Koyfin, Inc. (New York). Keine EU-Hosting-Option verfügbar.
  • Datennutzung: Watchlists, Portfolios und Nutzungsdaten werden auf US-Servern gespeichert. Für die KI-Zusammenfassungen werden Transkriptdaten verarbeitet — die Verarbeitung erfolgt serverseitig in den USA.
  • Account-Löschung: Über die Kontoeinstellungen möglich; bei Fragen läuft der Support ausschließlich auf Englisch.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Für Standardpläne nicht standardmäßig vorgesehen. Für Teams/Enterprise-Konstellationen ist eine vertragliche Klärung nur über den Sales-Kontakt möglich.
  • Empfehlung für Unternehmen: Keine personenbezogenen Mandanten- oder Kundendaten in Koyfin eingeben, die über öffentlich verfügbare Marktdaten hinausgehen. Für DSGVO-sensible Beratungsfirmen vor dem Einsatz prüfen, ob das US-Hosting mit den eigenen Compliance-Vorgaben vereinbar ist — und gegebenenfalls eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen.

Gut kombiniert mit

  • AlphaSense — wo Koyfin Marktdaten und Charts liefert, ergänzt AlphaSense die tiefe, KI-gestützte Dokumentenrecherche über Filings, Broker-Reports und Transkripte. Wer beides nutzt, deckt Datenterminal und Research-KI getrennt mit dem jeweils stärkeren Werkzeug ab.
  • Perplexity — für aktuelle qualitative Recherche (News, Wettbewerber, Branchentrends) mit Quellenangaben. Koyfin liefert die Zahlen, Perplexity den Kontext rund um das Unternehmen.
  • Claude — für die tiefe Analyse langer Geschäftsberichte oder die Aufbereitung von Koyfin-Daten in Kundenberichte und Investment-Memos. Koyfin exportiert die Fakten, Claude formt daraus den ausformulierten Text.

Unser Testurteil

Koyfin verdient 3 von 5 Sternen. Als bezahlbare, transparent bepreiste Alternative zum Bloomberg Terminal ist es für unabhängige Berater, Boutiquen und ambitionierte Privatanleger eine ernsthafte Empfehlung — solange der Analyse-Schwerpunkt bei US- und global gelisteten Titeln liegt. Der Screener, die breite Coverage und die offene Preisgestaltung sind echte Stärken. Den vierten und fünften Stern kostet Koyfin aus deutscher Sicht vor allem zweierlei: die dünne Datenlage bei deutschen und europäischen Titeln und das fehlende EU-Hosting samt englischsprachigem Support. Hinzu kommt, dass die KI-Funktionen schmal sind — Transkript-Zusammenfassungen und Sentiment sind nützlich, aber kein Grund, Koyfin als KI-Tool zu kaufen. Wer das versteht und es als das einsetzt, was es ist — ein günstiges Finanzdaten-Terminal mit KI-Komfort an einer Stelle — bekommt ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026 — Die Tarifstruktur heißt inzwischen anders als oft zitiert: Statt eines “Pro”-Plans gibt es Plus (39 USD), Premium (79 USD) sowie die beiden Advisor-Stufen Core (209 USD) und Pro (299 USD). Ältere Reviews und Vergleiche, die noch von “Koyfin Pro für 79 USD” sprechen, meinen den heutigen Premium-Plan.
  • 2024 — Koyfin hat mit Version 3.69 automatische Transkript-Zusammenfassungen eingeführt und die Sentiment-Analyse für Earnings-Calls ausgebaut. Das ist der bislang sichtbarste KI-Schritt der Plattform — bleibt aber eine Funktion innerhalb der Transkript-Ansicht und kein eigenständiger Assistent.
  • Mai 2026 — Auf den offiziellen Pricing- und Feature-Seiten wird “KI” auffällig zurückhaltend beworben. Koyfin positioniert sich klar als Daten- und Analyse-Terminal, nicht als KI-Produkt — ein ehrliches Signal, das viele Drittanbieter-Listen (die Koyfin als “AI-Tool” führen) überdehnen.
  • Mai 2026 — Für Beratungsfirmen unter 100 Mio. USD AUM gilt weiterhin ein 50-Prozent-Rabatt auf die Advisor-Pläne; in Kombination mit der Jahreszahlung (bis zu 30 % günstiger) sinkt der Einstiegspreis für kleine Verwaltungen deutlich unter die ausgewiesenen Listenpreise.

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