Black Forest Labs (FLUX)
Black Forest Labs GmbH
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenBlack Forest Labs aus Freiburg entwickelt die FLUX-Bildmodelle: offene Gewichte auf Hugging Face, dazu eine API für die stärksten Varianten. Das Unternehmen ist die seltene Kombination aus deutschem Sitz und echter technischer Spitzenklasse. Entscheidend für die Praxis sind die Lizenzen, denn sie unterscheiden sich innerhalb derselben Modellfamilie: FLUX.2 [dev] und FLUX.2 [klein] 9B sind kommerziell gesperrt, nur die 4B-Variante steht unter Apache 2.0.
Kosten: FLUX.2 [klein] 4B steht unter Apache 2.0 und ist auch kommerziell kostenlos (rund 13 GB VRAM); FLUX.2 [dev] mit 32 Mrd. Parametern und FLUX.2 [klein] 9B stehen unter der FLUX Non-Commercial License und sind kommerziell gesperrt; API ohne Abo und ohne Seat-Fees, FLUX 3 Video 0,17 USD pro Sekunde, Bildpreise pro Modell nur im Dashboard-Rechner; kommerzielle Selbstbetriebs-Lizenzen in vier Stufen (Builder 10.000 Bilder/Monat, Platform und Professional je 100.000, Synthetic Data individuell), Preise auf Anfrage
Kategorien
Stärken
- Offene Modellgewichte auf Hugging Face, vom 4-Mrd.-Modell bis zum 32-Mrd.-Referenzmodell FLUX.2 [dev]
- FLUX.2 [klein] 4B steht unter Apache 2.0 und darf ohne Zusatzvertrag kommerziell genutzt werden
- Lokaler Betrieb ist der stärkste Datenschutzhebel: Prompts und Motive verlassen den eigenen Rechner nicht
- API ohne Abo, ohne Seat-Fees und ohne Mindestlaufzeit, abgerechnet wird nur die Generierung
- Deutsches Unternehmen mit Sitz in Freiburg, damit greifen deutsches Vertragsrecht und die DSGVO direkt
- Sehr breite Werkzeugunterstützung: die offenen FLUX-Modelle laufen nativ in ComfyUI und in nahezu jeder Open-Source-Pipeline
Einschränkungen
- Die Lizenzen unterscheiden sich innerhalb einer Modellreihe, FLUX.2 [klein] 9B ist gesperrt, 4B ist frei, das ist eine echte Stolperfalle
- Das stärkste offene Modell FLUX.2 [dev] darf gewerblich nur mit kostenpflichtiger Zusatzlizenz eingesetzt werden
- FLUX 3, die aktuelle Generation, gibt es nur über die API, offene Gewichte gibt es dafür nicht
- Bildpreise pro Modell stehen nicht auf der Preisseite, sichtbar werden sie erst im Dashboard-Rechner
- Preise der kommerziellen Selbstbetriebs-Lizenzen sind nicht öffentlich, nur Volumenstufen
- Website, Dokumentation und Support sind ausschließlich auf Englisch, trotz deutschem Firmensitz
- Wo die API-Infrastruktur physisch läuft, weist der Anbieter öffentlich nicht aus
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du willst ein Spitzen-Bildmodell auf eigener Hardware betreiben, ohne dass Prompts und Motive das Haus verlassen
- Du brauchst Bildgenerierung per API in einem eigenen Produkt, ohne Abo und ohne Nutzerlizenzen
- Du erzeugst große Mengen Produkt- oder Varianten-Bilder und willst die Kosten pro Bild steuern
- Forschung, Lehre oder Prototyping, wo die nicht-kommerzielle Lizenz kein Hindernis ist
Wann nein
- Du willst ohne Technikaufwand und ohne Lizenzprüfung sofort schöne Bilder (dann eher Midjourney)
- Du brauchst deutschsprachigen Support und eine deutschsprachige Oberfläche
- Dein Unternehmen verlangt eine rechtliche Freistellung für generierte Bilder (dann eher Adobe Firefly)
- Du hast keine Grafikkarte mit mindestens 13 GB VRAM und willst trotzdem lokal arbeiten
Kurzfazit
Black Forest Labs ist das seltene deutsche KI-Unternehmen, das an der Weltspitze mitspielt: Die FLUX-Modelle kommen aus Freiburg, und die Gewichte liegen offen auf Hugging Face. Der Haken steckt in den Lizenzen. FLUX.2 [dev] mit 32 Milliarden Parametern und FLUX.2 [klein] 9B sind kommerziell gesperrt, frei verwendbar ist nur das 4-Milliarden-Modell unter Apache 2.0, das mit rund 13 GB VRAM auf eine RTX 3090 passt. Die stärkste Generation FLUX 3 bleibt wie Midjourney reine API-Ware.
Für wen sind die FLUX-Modelle?
Entwicklerteams mit eigenem Produkt: Wer Bildgenerierung in eine eigene Anwendung einbaut, bekommt bei Black Forest Labs beides: eine API ohne Abo und ohne Nutzerlizenzen, und die Option, später auf eigene Hardware umzuziehen, ohne das Modell zu wechseln. Diese Ausstiegsoption aus dem Anbieterlock-in hat außer der Open-Source-Welt kaum jemand im Angebot.
Agenturen und E-Commerce-Betriebe mit Massenbedarf: Wenn du 3.000 Produktbilder in zwölf Varianten brauchst, ist der Preis pro Bild die einzige Kennzahl, die zählt. FLUX.2 [klein] 4B erzeugt auf einer vorhandenen RTX 4090 Bilder in Sekundenbruchteilen, und die Apache-2.0-Lizenz erlaubt die gewerbliche Verwertung ohne Zusatzvertrag.
Unternehmen mit Geheimhaltungsbedarf: Produktentwürfe, Verpackungsdesigns oder Architekturvisualisierungen vor der Veröffentlichung durch eine fremde Cloud zu schicken, ist in vielen Häusern schlicht verboten. Der lokale Betrieb der offenen Gewichte löst dieses Problem vollständig, und zwar unabhängig davon, wo der Anbieter seine Server stehen hat.
Forschung, Lehre und Prototyping: Hier fällt die schärfste Einschränkung weg. Wer nicht kommerziell verwertet, darf auch das 32-Mrd.-Modell FLUX.2 [dev] frei einsetzen, inklusive Feintuning. Für Hochschulen und interne Machbarkeitsstudien ist das ein starkes Angebot.
Weniger geeignet für: Einzelpersonen und kleine Teams, die einfach nur schnell gute Bilder wollen, ohne sich mit Grafikkarten, Lizenztexten und Python-Umgebungen zu befassen. Für diesen Bedarf ist ein fertiger Dienst die ehrlichere Empfehlung. Ebenfalls nicht geeignet: Betriebe, die deutschsprachigen Support brauchen. Trotz deutschem Firmensitz sind Website, Dokumentation und Support ausschließlich auf Englisch.
Preise im Detail
| Zugang | Was du bekommst | Preis und Lizenz |
|---|---|---|
| FLUX 3 (API) | Aktuelle Generation: Bild, Video, Audio, Action-Prediction | Video 0,17 USD pro Sekunde (5 Sekunden = 0,85 USD), Bildpreis nicht auf der Preisseite ausgewiesen |
| FLUX.2 Max / FLUX.2 / FLUX.2 Klein (API) | Bildgenerierung und Bildbearbeitung im Kontext, Klein unter einer Sekunde | Pay-as-you-go, kein Abo, keine Seat-Fees, Preis pro Bild nur im Dashboard-Rechner |
| FLUX.2 [klein] 4B (offene Gewichte) | 4 Mrd. Parameter, 4 Inferenzschritte, ca. 13 GB VRAM, ab RTX 3090 oder RTX 4070 | Kostenlos, Apache 2.0, kommerzielle Nutzung ausdrücklich erlaubt |
| FLUX.2 [klein] 9B (offene Gewichte) | 9-Mrd.-Flow-Modell mit 8B-Qwen3-Text-Encoder, ca. 29 GB VRAM, ab RTX 4090 | Kostenlos, FLUX Non-Commercial License, kommerziell gesperrt |
| FLUX.2 [dev] (offene Gewichte) | 32 Mrd. Parameter, Referenzmodell der offenen Reihe, RTX 4090 oder 5090 mit Quantisierung | Kostenlos, FLUX Non-Commercial License, kommerziell gesperrt |
| Selbstbetrieb Builder | 10.000 Bilder pro Monat, 1 Domain, 10 lizenzierte Nutzer | Auf Anfrage |
| Selbstbetrieb Platform | 100.000 Bilder pro Monat, 1 Domain, 10 lizenzierte Nutzer | Auf Anfrage |
| Selbstbetrieb Professional | 100.000 Bilder pro Monat, bis zu 3 Domains, 10 lizenzierte Nutzer | Auf Anfrage |
| Synthetic Data | Individuelles Volumen, Rechte an den Outputs als Trainingsdaten | Auf Anfrage |
Einordnung: Die Preisstruktur hat zwei Gesichter. Der API-Zugang ist fair und einfach, du zahlst nur die Generierung, es gibt weder Abo noch Nutzerlizenzen. Nur ist er intransparent: Statisch veröffentlicht ist auf der Preisseite ausschließlich der Videopreis von 0,17 USD pro Sekunde, die Bildpreise bekommst du erst nach Anmeldung im Dashboard-Rechner zu sehen. Wer kalkulieren will, bevor er Konto und Zahlungsdaten hinterlegt, kommt nicht weiter. Der zweite Weg, die offenen Gewichte, kostet dich nur Hardware und Strom, solange du bei FLUX.2 [klein] 4B bleibst oder nicht kommerziell arbeitest. Sobald du das stärkere offene Modell gewerblich nutzen willst, brauchst du eine der vier Selbstbetriebs-Lizenzen, und deren Preise nennt Black Forest Labs nicht öffentlich, nur die Volumenstufen. Für eine Budgetplanung heißt das: ein Verkaufsgespräch, bevor du rechnen kannst.
Stärken im Detail
Echte offene Gewichte, nicht nur ein Marketingwort. Auf Hugging Face liegt die vollständige FLUX.2-Reihe zum Herunterladen: das 32-Mrd.-Referenzmodell FLUX.2 [dev], die schnellen Klein-Varianten mit 9 und 4 Milliarden Parametern, dazu quantisierte FP8- und NVFP4-Fassungen und die ältere FLUX.1-Generation. Das ist kein abgespecktes Schaufenstermodell, sondern die Architektur, auf der auch die kommerziellen Varianten beruhen. Wer das Modell einmal heruntergeladen hat, bleibt handlungsfähig, selbst wenn der Anbieter morgen die Preise verdreifacht oder den Dienst einstellt.
Ein Modell, das du wirklich frei kommerziell nutzen darfst. FLUX.2 [klein] 4B steht unter Apache 2.0, die Modellkarte sagt es unmissverständlich: offene Gewichte, verfügbar für kommerzielle Nutzung. Kein Zusatzvertrag, keine Umsatzgrenze, keine Domain-Zählung. Mit rund 13 GB VRAM läuft es auf Karten, die in vielen Agenturen ohnehin unter dem Schreibtisch stehen. Für Produktbilder, Varianten und Bildbearbeitung im Alltagsgeschäft ist das der praktisch wichtigste Punkt dieser ganzen Seite.
Lokaler Betrieb schlägt jedes Datenschutzversprechen. Die stärkste Datenschutzaussage ist die, die man nicht braucht, weil gar keine Daten übertragen werden. Wer FLUX lokal betreibt, muss weder Auftragsverarbeitungsverträge prüfen noch fragen, ob Prompts zum Training verwendet werden. Bei unveröffentlichten Produktentwürfen oder Mandantenmaterial ist das der Unterschied zwischen erlaubt und nicht erlaubt.
Deutscher Firmensitz mit direkten rechtlichen Folgen. Black Forest Labs ist eine GmbH mit Sitz in Freiburg im Breisgau. Das ist mehr als ein Standortmarketing-Argument: Vertragspartner, Gerichtsstand und Datenschutzaufsicht liegen in Deutschland, und die DSGVO gilt unmittelbar, nicht über den Umweg von Standardvertragsklauseln. Man sollte diesen Punkt allerdings nicht überhöhen. Er bedeutet nicht automatisch, dass die API-Infrastruktur in Deutschland steht, dazu unten mehr.
Nahtlose Integration in die offene Werkzeugwelt. Die FLUX-Modelle sind in der Open-Source-Bildwelt der De-facto-Standard geworden. Sie laufen nativ in ComfyUI, lassen sich mit LoRAs feinjustieren und in jede Python-Pipeline einbinden. Wer schon eine Bildstrecke gebaut hat, tauscht in der Regel nur den Modellpfad.
Schwächen ehrlich betrachtet
Die Lizenzfalle innerhalb einer Modellfamilie. Das ist der wichtigste Punkt dieser Seite, und er ist gemein: Zwei Modelle mit fast identischem Namen haben völlig unterschiedliche Rechtsfolgen.
| Modell | Lizenz | Kommerzielle Nutzung |
|---|---|---|
| FLUX.2 [dev] (32B) | FLUX Non-Commercial License | Nein, nur mit kostenpflichtiger Zusatzlizenz |
| FLUX.2 [klein] 9B | FLUX Non-Commercial License | Nein, nur mit kostenpflichtiger Zusatzlizenz |
| FLUX.2 [klein] 4B | Apache 2.0 | Ja, ohne Zusatzvertrag |
Wer die Modellnamen nur überfliegt und “klein” für eine reine Größenangabe hält, lädt sich versehentlich ein Modell herunter, das er in seinem Onlineshop nicht verwenden darf. Bilder, die mit einem nicht-kommerziell lizenzierten Modell erzeugt wurden, in einer Werbekampagne einzusetzen, ist ein Lizenzverstoß, auch wenn technisch niemand etwas merkt. Prüfe vor jedem Download die Lizenzangabe auf der Modellkarte, und dokumentiere, welches Modell welches Bild erzeugt hat.
Das beste offene Modell ist das, das du nicht nutzen darfst. FLUX.2 [dev] mit 32 Milliarden Parametern ist die Referenz der offenen Reihe, und genau dieses Modell ist gewerblich gesperrt. Der Weg dorthin führt über eine der vier Selbstbetriebs-Lizenzen, deren Preise nicht öffentlich sind. Das ist ein legitimes Geschäftsmodell, es macht die Ankündigung “offene Gewichte” für Unternehmen aber deutlich weniger wert, als sie zunächst klingt. Der Workaround: mit 4B unter Apache 2.0 starten, und erst wenn die Qualität nachweislich nicht reicht, ins Lizenzgespräch gehen.
FLUX 3 gibt es nur gegen Geld. Die aktuelle Generation, die laut Anbieter neben Bildern auch Video, Audio und Action-Prediction abdeckt, existiert nicht als offenes Modell. Offen ist FLUX.2, also die Vorgängergeneration. Das Muster ist in der Branche üblich, man sollte es aber beim Namen nennen: Souverän arbeitest du hier immer eine Generation hinterher.
Keine Preistransparenz bei Bildern. Die Preisseite zeigt statisch nur den Videotarif von 0,17 USD pro Sekunde. Was ein Bild mit FLUX.2 Max kostet, erfährst du erst im Dashboard. Für einen Anbieter, der ausdrücklich mit einfacher Abrechnung wirbt, ist das eine überraschende Lücke, und sie macht den Vergleich mit Wettbewerbern unnötig mühsam.
Deutsch ist die Firmensprache, nicht die Produktsprache. Website, Dokumentation, Modellkarten und Support sind auf Englisch. Für Entwicklerteams ist das kein Problem, für ein Marketingteam in einem mittelständischen Betrieb sehr wohl. Wer deutschsprachige Begleitung braucht, findet sie beim Anbieter selbst nicht.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Ohne Setup und ohne Lizenzprüfung sofort ästhetisch starke Bilder willst | Midjourney |
| Bilder brauchst, für die dir der Anbieter rechtlich den Rücken freihält | Adobe Firefly |
| Zuverlässig lesbaren Text und Typografie im Bild brauchst | Ideogram |
| Ein breites Ökosystem aus Forks, LoRAs und Feintunings suchst | Stable Diffusion |
| Vor allem Video statt Bild erzeugen willst | Google Veo |
FLUX ist keine Universalantwort. Es ist die richtige Wahl, wenn Kontrolle über Modell, Kosten und Datenfluss wichtiger ist als Bequemlichkeit. Wer nur gelegentlich ein Bild braucht, ist mit einem fertigen Dienst schneller und billiger unterwegs. Im Sinne digitaler Souveränität ist Black Forest Labs neben Mistral eines der wenigen europäischen Häuser mit ernstzunehmenden eigenen Modellen, in der Bildgenerierung sogar das einzige mit offenen Gewichten auf diesem Niveau.
So steigst du ein
Schritt 1: Kläre zuerst die Lizenzfrage, nicht die Modellfrage. Beantworte schriftlich, ob die erzeugten Bilder kommerziell verwertet werden. Lautet die Antwort ja, ist deine Auswahl unter den offenen Gewichten auf FLUX.2 [klein] 4B unter Apache 2.0 beschränkt, alles andere braucht die API oder eine Zusatzlizenz. Lautet sie nein, steht dir die komplette Reihe offen. Diese fünf Minuten ersparen dir später eine teure Korrekturschleife.
Schritt 2: Wähle den Zugangsweg nach deiner Hardware. Hast du eine Nvidia-Karte mit mindestens 13 GB VRAM, installiere ComfyUI und lade FLUX.2 [klein] 4B von Hugging Face. Hast du keine passende Karte, nutze die API und teste mit kleinen Mengen, bis du den tatsächlichen Preis pro Bild aus dem Dashboard kennst. Fang nicht mit dem 32-Mrd.-Modell an, die Klein-Varianten liefern für Produktbilder und Varianten in der Regel genug.
Schritt 3: Baue eine Prompt- und Nachweisstrecke, bevor du skalierst. Halte fest, welches Modell in welcher Version welches Bild erzeugt hat, am besten automatisch im Dateinamen oder in den Metadaten. Das brauchst du doppelt: für die Reproduzierbarkeit deiner Bildsprache und als Lizenznachweis, falls jemand fragt, mit welchem Modell ein Werbebild entstanden ist.
Ein konkretes Beispiel
Ein Onlinehändler für Gartenmöbel aus Münster führt rund 3.200 Artikel. Für jeden Artikel braucht der Shop neben dem Freisteller zwei Stimmungsbilder, Terrasse und Balkon, jeweils in Sommer- und Herbstlicht. Als Fotoproduktion wäre das ein fünfstelliger Betrag pro Saison und ein Vorlauf von Wochen. Stattdessen läuft FLUX.2 [klein] 4B auf einer vorhandenen RTX 4090 in der Grafikabteilung. Der Freisteller aus dem Studio geht als Referenzbild hinein, das Modell setzt ihn in die generierte Szene. Pro Artikel entstehen vier Varianten in unter einer Minute, die Grafikerin wählt aus und retuschiert nach. Die Bilder dürfen ohne Zusatzvertrag im Shop und in Werbeanzeigen verwendet werden, weil die Apache-2.0-Lizenz das ausdrücklich abdeckt. Kein Motiv verlässt dabei das Haus, was bei Herbstkollektionen, die erst im Frühjahr angekündigt werden, den Ausschlag für die lokale Lösung gab. Die Fotoproduktion bleibt für die zwanzig Bestseller bestehen, dort schlägt echte Fotografie das Modell weiterhin.
Nicht sicher, ob Black Forest Labs (FLUX) zu euch passt?
Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.
DSGVO & Datenschutz
- Lokaler Betrieb: Bei selbst gehosteten offenen Gewichten verlassen Prompts, Referenzbilder und Ergebnisse deine Infrastruktur nicht. Das ist datenschutzrechtlich der saubere Weg und der eigentliche Grund, sich mit FLUX zu beschäftigen.
- Firmensitz: Black Forest Labs ist eine GmbH mit Sitz in Freiburg im Breisgau. Vertragsverhältnis, Gerichtsstand und Aufsichtsbehörde liegen damit in Deutschland, die DSGVO gilt unmittelbar.
- Serverstandort der API: Wo die API-Infrastruktur physisch betrieben wird, weist der Anbieter auf den von uns geprüften Seiten nicht aus. Wir konnten es nicht verifizieren. Ein deutscher Firmensitz ist kein Nachweis für ein deutsches oder europäisches Rechenzentrum, das muss man vor einem produktiven Einsatz schriftlich klären.
- Auftragsverarbeitung: Für den gewerblichen API-Einsatz brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Den solltest du aktiv anfordern, bevor du Kundendaten oder Personenabbildungen durch die Schnittstelle schickst.
- Personenbezogene Bilder: Gesichter realer Personen als Referenzbild hochzuladen, ist eine Verarbeitung biometrischer Daten und braucht eine eigene Rechtsgrundlage, in der Regel eine Einwilligung. Das gilt unabhängig vom Anbieter.
- Nutzung als Trainingsdaten: Die Lizenzstufe “Synthetic Data” räumt ausdrücklich das Recht ein, die erzeugten Bilder als Trainingsdaten zu verwenden. Das betrifft deine Rechte an den Ergebnissen, nicht die Frage, was der Anbieter mit deinen Eingaben macht. Auch diese Frage gehört vor dem produktiven Einsatz geklärt.
- Empfehlung: Bei vertraulichen Motiven die offenen Gewichte lokal betreiben. Die API eignet sich für unkritische Inhalte und für Lastspitzen.
Gut kombiniert mit
- ComfyUI, die Standardoberfläche für den lokalen Betrieb. Sie unterstützt die FLUX-Modelle nativ, speichert Arbeitsabläufe als wiederverwendbare Dateien und schreibt den kompletten Ablauf samt Zufallswert in das erzeugte Bild. Genau das brauchst du für reproduzierbare Bildsprache und für den Lizenznachweis.
- Canva, für den Schritt nach der Generierung. Freigestellte Motive, Textebenen, Formatvarianten für Social Media und Anzeigen: Die Bildmodelle liefern das Motiv, die Layoutarbeit macht man besser in einem Werkzeug, das Vorlagen und Markenrichtlinien kennt.
- ChatGPT, als Prompt-Werkbank. FLUX reagiert stark auf präzise, lange Bildbeschreibungen. Sich Varianten einer Szenenbeschreibung formulieren zu lassen und diese systematisch durchzuprobieren, spart mehr Zeit als jede Optimierung an den Modellparametern.
Häufige Fragen zu FLUX und Black Forest Labs
Ist FLUX kostenlos?
Die Modellgewichte auf Hugging Face kosten nichts, du zahlst nur deine Hardware und den Strom. Kostenlos heißt aber nicht automatisch frei verwendbar: Nur FLUX.2 [klein] 4B steht unter Apache 2.0 und darf ohne Zusatzvertrag kommerziell genutzt werden. FLUX.2 [dev] und FLUX.2 [klein] 9B stehen unter der FLUX Non-Commercial License. Der API-Zugang ist in jedem Fall kostenpflichtig.
Darf ich mit FLUX erzeugte Bilder kommerziell nutzen?
Es kommt auf die Variante an. Bei FLUX.2 [klein] 4B ja, die Apache-2.0-Lizenz erlaubt es ausdrücklich. Bei FLUX.2 [dev] und FLUX.2 [klein] 9B nein, dort brauchst du eine der kostenpflichtigen Selbstbetriebs-Lizenzen (Builder, Platform, Professional oder Synthetic Data), deren Preise der Anbieter nicht veröffentlicht. Über die API erzeugte Bilder sind Teil des kostenpflichtigen Zugangs.
Welche Grafikkarte brauche ich für FLUX?
FLUX.2 [klein] 4B benötigt rund 13 GB VRAM und läuft laut Modellkarte auf einer NVIDIA RTX 3090 oder RTX 4070 aufwärts. FLUX.2 [klein] 9B braucht rund 29 GB VRAM und ist ab einer RTX 4090 vorgesehen. Für FLUX.2 [dev] mit 32 Milliarden Parametern beschreibt der Anbieter den Betrieb auf RTX 4090 oder RTX 5090 mit 4-Bit-Quantisierung.
Was kostet die FLUX-API?
Abgerechnet wird ohne Abo und ohne Nutzerlizenzen, du zahlst nur die Generierung. Öffentlich ausgewiesen ist auf der Preisseite allerdings nur der Videotarif von 0,17 USD pro Sekunde, fünf Sekunden kosten demnach 0,85 USD. Die Preise pro Bild werden erst im Dashboard-Rechner sichtbar, nach Anmeldung.
Ist Black Forest Labs wirklich ein deutsches Unternehmen?
Ja, es ist eine GmbH mit Sitz in Freiburg im Breisgau, der Name spielt auf den Schwarzwald an. Damit gelten deutsches Recht und die DSGVO unmittelbar. Wo die API-Server physisch stehen, weist das Unternehmen öffentlich nicht aus, echte Standortsouveränität erreichst du deshalb nur über den lokalen Betrieb der offenen Gewichte.
Unser Fazit
Black Forest Labs bekommt 4 von 5 Sternen. Die Bildqualität liegt auf Augenhöhe mit allem, was der Markt zu bieten hat, und die Kombination aus deutschem Firmensitz und offenen Modellgewichten gibt es in dieser Klasse sonst nirgends. Für Unternehmen, die Bildgenerierung dauerhaft und in Menge brauchen, ist FLUX derzeit die einzige Option, die Ausstiegsfreiheit und Spitzenqualität zugleich bietet. Den fünften Stern kosten drei Dinge: die verwirrende Lizenzaufteilung innerhalb derselben Modellfamilie, bei der ausgerechnet das stärkste offene Modell gewerblich gesperrt ist, die fehlende Preistransparenz bei Bildern und Selbstbetriebs-Lizenzen, und die durchgehend englische Produktsprache trotz Freiburger Firmensitz. Man sollte den Souveränitätsvorteil auch nicht überhöhen: Er wird erst real, wenn du die Gewichte tatsächlich selbst betreibst. Wer nur die API nutzt, hat einen sehr guten Anbieter, aber kein Souveränitätsargument in der Hand.
Was wir bemerkt haben
- September 2026, Fact-Check: Die Lizenzen unterscheiden sich innerhalb einer Modellreihe. FLUX.2 [klein] 9B steht unter der FLUX Non-Commercial License, das kleinere FLUX.2 [klein] 4B unter Apache 2.0 und ist damit kommerziell frei. Wer nach dem Namen geht, greift leicht daneben.
- September 2026: FLUX 3 ist die aktuelle Generation und deckt neben Bildern auch Video, Audio und Action-Prediction ab. Offene Gewichte gibt es dafür nicht, auf Hugging Face endet die offene Reihe bei FLUX.2.
- September 2026: Auf der Preisseite steht statisch nur der Videotarif von 0,17 USD pro Sekunde. Die Bildpreise pro Modell haben wir dort nicht gefunden, sie werden erst im Dashboard-Rechner sichtbar. Für die vier Selbstbetriebs-Lizenzen nennt der Anbieter Volumenstufen (10.000 bis 100.000 Bilder pro Monat), aber keine Beträge.
- September 2026: Den physischen Standort der API-Infrastruktur weist Black Forest Labs auf den von uns geprüften Seiten nicht aus. Der deutsche Firmensitz sagt über den Serverstandort nichts aus, wir haben die Aussage deshalb bewusst offengelassen statt sie zu schätzen.
Quellen
- Black Forest Labs – Preise. https://bfl.ai/pricing (abgerufen am 2026-09-17). Abrechnung als Pay-as-you-go, wörtlich: No subscriptions, no seat fees. Only pay for what you generate. Der Preisrechner weist für den Videomodus 0,17 USD pro Sekunde aus, die Voreinstellung von 5 Sekunden ergibt 0,85 USD. Preise pro Bild sind je Modell nicht statisch auf der Seite ausgewiesen. Für den kommerziellen Selbstbetrieb der offenen Gewichte nennt die Seite vier Stufen: Builder mit 10.000 Bildern pro Monat, 1 Domain und 10 lizenzierten Nutzern; Platform mit 100.000 Bildern pro Monat, 1 Domain und 10 lizenzierten Nutzern; Professional mit 100.000 Bildern pro Monat, bis zu 3 Domains und 10 lizenzierten Nutzern; Synthetic Data mit individuellem Volumen und Rechten an den Outputs als Trainingsdaten. Fine-Tuning- und LoRA-Rechte sind in den meisten Stufen enthalten, Beträge nennt die Seite nicht..
- Black Forest Labs – Modellübersicht. https://bfl.ai/models (abgerufen am 2026-09-17). FLUX 3 ist die neueste Generation und deckt Bild, Video, Audio und Action-Prediction ab. Darunter stehen FLUX.2 Max (professionelle Bildgenerierung und -bearbeitung), FLUX.2 (In-Context-Generierung aus Text und Bild), FLUX.2 Klein (Generierung und Bearbeitung in unter einer Sekunde) und FLUX Tools als aufgabenspezifische APIs. Die ältere Generation umfasst FLUX.1 Kontext, FLUX 1.1 Pro Ultra mit 4 Megapixel und FLUX 1.1 Pro..
- Hugging Face – Organisation Black Forest Labs. https://huggingface.co/black-forest-labs (abgerufen am 2026-09-17). Veröffentlichte offene Modelle: FLUX.2-dev (32B), FLUX.2-klein-9B, FLUX.2-klein-9b-kv, FLUX.2-klein-4B, FLUX.2-small-decoder (62,4M), FLUX.1-Krea-dev (12B), FLUX.1-Kontext-dev (12B), FLUX.1-dev (12B), FLUX.1-schnell (12B) sowie quantisierte FP8- und NVFP4-Varianten der Klein-Modelle. FLUX.2 ist die neueste dort veröffentlichte Generation, FLUX 3 liegt nicht als offenes Modell vor..
- Hugging Face – Modellkarte FLUX.2-dev. https://huggingface.co/black-forest-labs/FLUX.2-dev (abgerufen am 2026-09-17). 32 Milliarden Parameter. Veröffentlicht unter der FLUX Non-Commercial License, die Nutzung setzt die Zustimmung zur FLUX Non-Commercial License Agreement voraus, kommerzielle Nutzung ist damit nicht abgedeckt. Die Modellkarte beschreibt den Betrieb auf einer Consumer-Grafikkarte wie RTX 4090 oder RTX 5090 samt Beispiel mit 4-Bit-Quantisierung..
- Hugging Face – Modellkarte FLUX.2-klein-9B. https://huggingface.co/black-forest-labs/FLUX.2-klein-9B (abgerufen am 2026-09-17). FLUX Non-Commercial License, kommerzielle Nutzung nicht gestattet, Freigabe ausdrücklich zur Unterstützung von Forschung und Entwicklung Dritter. 9-Mrd.-Flow-Modell mit 8B-Qwen3-Text-Encoder, auf 4 Inferenzschritte destilliert, Bildgenerierung im Sub-Sekunden-Bereich. Passt in rund 29 GB VRAM, lauffähig ab NVIDIA RTX 4090. Die Karte verweist auf die kleinere 4B-Variante unter der freizügigeren Apache-2.0-Lizenz..
- Hugging Face – Modellkarte FLUX.2-klein-4B. https://huggingface.co/black-forest-labs/FLUX.2-klein-4B (abgerufen am 2026-09-17). Lizenziert unter Apache 2.0, wörtlich: Open weights available for commercial use under the Apache 2.0 license. 4 Milliarden Parameter, rund 13 GB VRAM, lauffähig auf Consumer-Karten wie NVIDIA RTX 3090 und RTX 4070 oder besser, Beispielinferenz mit 4 Schritten. Vereint Text-zu-Bild und Bildbearbeitung in einer Architektur..
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Arthur Atlas
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