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Arburg ALS/ALSkey

Arburg GmbH + Co KG

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Leitrechnersystem (MES) von Arburg für Spritzgussbetriebe, ALS steuert Auftragsplanung, Werkzeug-Historie, Schusszahlen-Tracking und Wartung, ALSkey ergänzt die Nutzer- und Rechte-Verwaltung. Stärkster Nutzen entfaltet sich an Arburg-Maschinenparks mit SMI-Anbindung.

Kosten: Projektbasiert: typisch 20.000–150.000 € für Installation inkl. SMI-Maschinenanbindung; Modul-Lizenzen nach Maschinenzahl + jährlicher Wartungsvertrag

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Stärken

  • Tiefe Integration in Arburg Allrounder und Freeformer via SMI-Schnittstelle
  • Detailliertes Werkzeug-Tracking mit Schusszahlen, Parameter-Historie und Wartungsauslösern
  • Deutscher Hersteller (Loßburg, BW) mit deutschsprachigem Support und Datenhaltung im Kundennetz
  • GMP-fähige Dokumentation und Schnittstellen zu SAP, proALPHA und anderen ERP-Systemen

Einschränkungen

  • Voller Funktionsumfang erst an einem homogenen Arburg-Maschinenpark wirtschaftlich
  • UI wirkt im Vergleich zu modernen MES-Plattformen konservativ, viele Tabellen, wenige Dashboards
  • Einstiegsinvestition ab ca. 20–30 k€ macht es für Kleinstbetriebe mit <5 Maschinen schwer rechenbar
  • Keine native SaaS-Variante, klassisch on-premises-orientiert, Cloud-Brücke läuft über arburgXworld

Passt gut zu

Spritzgussbetriebe mit überwiegend Arburg-Maschinen Mittelständische Kunststoffverarbeiter (10–80 Maschinen) GMP- oder IATF-16949-regulierte Betriebe mit Dokumentationspflicht Werkzeugbau-intensive Betriebe mit hoher Wechselrate

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Dein Maschinenpark besteht überwiegend aus Arburg Allroundern oder Freeformern
  • Du brauchst lückenloses Schusszahlen-Tracking und Werkzeug-Historie für Qualität oder Wartung
  • Du arbeitest in einer regulierten Branche (Medizintechnik, Pharma, Automotive) und brauchst GMP-fähige Nachweise
  • Deutscher Support und Datenhaltung im eigenen Netz sind dir wichtig

Wann nein

  • Dein Park ist bunt gemischt (Engel, KraussMaffei, Wittmann, Haitian), dann sind offenere MES besser
  • Du willst eine reine Cloud-Lösung mit Monats-Abo ohne Projektphase
  • Du brauchst moderne BI-Dashboards und Self-Service-Auswertung wie bei iQvision oder Grafana
  • Dein Betrieb hat weniger als 5 Maschinen, Einstiegsinvestition amortisiert sich kaum

Kurzfazit

Arburg ALS ist das Referenz-Leitrechnersystem für Spritzgießereien mit Arburg-Maschinen, und nach rund 40 Jahren Produktgeschichte eines der reifsten MES im DACH-Mittelstand. Wer Allrounder oder Freeformer betreibt, bekommt über die SMI-Schnittstelle eine Tiefenintegration, die Drittanbieter-MES so nicht bieten: jede Maschinenumdrehung, jede Parameteränderung, jeder Werkzeugwechsel landet ohne Konfigurationsaufwand im System. Der Preis dafür ist eine klassische, tabellenlastige Oberfläche und eine Einstiegsinvestition, die sich erst ab ungefähr zehn Maschinen wirklich rechnet. ALSkey ergänzt das Ganze um eine zeitgemäße Nutzer- und Rechteverwaltung, praktisch in regulierten Umgebungen, aber kein eigenes Produkt, das den Kauf allein trägt.

Für wen ist Arburg ALS/ALSkey?

Mittelständische Spritzgießer mit Arburg-Park (10–80 Maschinen): Die klassische Zielgruppe. Ein Betrieb mit 30 Allroundern, eigener Werkzeugmacherei und ERP-Anbindung (SAP, proALPHA, abas) bekommt hier ein System, das ab Werk zum Maschinenpark passt. Die Paybackzeit liegt typisch bei 18–30 Monaten, meist getrieben durch weniger Ausschuss und geplanten Werkzeugservice statt Feuerwehreinsätzen.

Medizintechnik- und Pharma-Zulieferer: GMP-fähige Dokumentation, revisionssichere Parameter-Historie und lückenlose Chargenverfolgung sind in ALS keine Zusatzmodule, sondern Kernfunktion. Für Audits nach ISO 13485 oder IATF 16949 liefert das System die Nachweise per Knopfdruck, ein Vorteil, den nur wenige MES in dieser Tiefe haben.

Automotive-Tier-1/2-Zulieferer: Schusszahlen pro Kavität, Werkzeug-Standzeit-Prognosen, PPAP-/IMDS-taugliche Protokolle. Wer für VW, Bosch oder Mahle fertigt, braucht genau diese Datentiefe, und sie passt zu der Arburg-typischen „wir dokumentieren eher zu viel als zu wenig”-Philosophie.

Werkzeugbau-intensive Betriebe: Wenn ein Werkzeug monatlich mehrfach wandert, hilft ALS massiv. Historie pro Werkzeug, Wartungsintervall-Auslöser nach Schusszahl, Rüstzeit-Erfassung, das ist Alltagsnutzen für Disponent und Instandhalter.

Weniger geeignet für: Kleinstbetriebe mit <5 Maschinen (Einstiegskosten zu hoch), Betriebe mit überwiegend Fremdfabrikaten (Engel, KraussMaffei, Wittmann, Haitian), dort ist ein herstelleroffenes MES wie Engel authentig, Körber MES oder Siemens Opcenter die bessere Wahl. Auch wer reine Cloud-SaaS mit Monatspreis erwartet, liegt bei ALS falsch.

Preise im Detail

Arburg kommuniziert keine Listenpreise, ALS ist ein Projektgeschäft. Aus Referenzen aus der DACH-Branche ergibt sich folgender typischer Rahmen:

GrößenordnungIndikativer InvestWas typisch enthalten ist
Einstieg (5–10 Maschinen)ca. 20.000–40.000 €ALS Package Basis, SMI-Anbindung der Arburg-Maschinen, ALS Mobile, Basis-Reports
Mittelstand (10–40 Maschinen)ca. 40.000–90.000 €Erweiterte Module (Werkzeugverwaltung, Wartungsplanung), ERP-Schnittstelle, ALSkey Nutzer-/Rechteverwaltung
Enterprise (40+ Maschinen, Mehr-Werke)ca. 90.000–150.000 € +Mehrwerk-Setup, individuelle Reports, tiefe ERP-Integration, GMP-Validierung, Customizing
Laufendca. 15–20 % des Invests p. a.Wartungsvertrag, Updates, Hotline, Remote-Service (ARS)

Einordnung: Der Einstiegspreis mag für Unternehmen außerhalb der Kunststoffbranche hoch wirken, im MES-Vergleich ist er fair. Ein vergleichbar tiefes Engel authentig liegt in der gleichen Größenordnung, Siemens Opcenter meist darüber, wenn die Spritzguss-Tiefe vergleichbar sein soll. Wer rein nach Listenpreisen schaut, vergisst den wichtigsten Posten: die SMI-Anbindung der Arburg-Maschinen ist bei ALS praktisch Plug-and-Play, bei Drittanbieter-MES meist ein eigener Integrationsposten im Projekt. Diesen versteckten Aufwand sparst du dir bei ALS, und das macht die reinen Lizenzzahlen irreführend.

Stärken im Detail

SMI-Anbindung als unschlagbarer Hebel. Über die Standard Machine Interface (SMI) von Arburg meldet jede Allrounder-Steuerung (Selogica, GESTICA) automatisch Betriebszustand, Zyklus, Parameter und Qualitätsmerkmale an ALS. Keine OPC-UA-Konfiguration, keine SPS-Programmierung, keine Nachrüstkosten pro Maschine. Das ist der Kernvorteil gegenüber jedem herstelleroffenen MES, und der Grund, warum ALS-Projekte meist in Wochen statt Monaten live gehen.

Werkzeug- und Schusszahlen-Historie in ungewöhnlicher Tiefe. ALS erfasst automatisch kumulierte Schusszahlen pro Werkzeug, pro Kavität und pro Auftrag. Wartungsereignisse werden an Schusszahl-Schwellen gekoppelt, der Instandhalter bekommt eine Aufgabe, bevor das Werkzeug stehen bleibt. In Kombination mit der Parameter-Historie kannst du Wochen nach einem Qualitätsvorfall exakt nachweisen, welche Einstellungen und welcher Werkzeugzustand im fraglichen Zeitraum aktiv waren.

Deutsche Datenhaltung, deutscher Support, deutsche Dokumentation. ALS läuft klassisch im Kundennetz (on-premises), Datenhaltung bleibt damit komplett in Deutschland bzw. im eigenen Rechenzentrum. Support-Hotline in Loßburg (+49 7446 33-3401, ALS@arburg.com), Dokumentation und Schulung auf Deutsch. Für Betriebe mit Berufsgeheimnis-nahen Anforderungen (Medizintechnik, Rüstung, Automotive-Prototypen) ist das ein echtes Argument gegenüber US-Cloud-MES.

arburgXworld als Cloud-Brücke ohne Zwang. Über das Kundenportal arburgXworld.com kannst du ausgewählte ALS-Kennzahlen (OEE, Maschinenstatus, Wartungsmeldungen) in die Cloud spiegeln, aber nur, wenn du willst. Das ist DSGVO-freundlich gelöst: on-premises bleibt on-premises, Cloud-Funktionen sind opt-in. Arburg gibt laut eigener Umfrage an, dass Nutzer im Schnitt 26 % OEE-Verbesserung berichten und 96 % zufrieden bis sehr zufrieden mit der Lösung sind, Zahlen, die im MES-Markt ordentlich sind.

Schwächen ehrlich betrachtet

Die Oberfläche ist eine Zumutung für Dashboard-verwöhnte Nutzer. ALS stammt aus den 80ern, wurde über die Jahre modernisiert, aber die DNA ist weiterhin „Tabelle + Filter + Report”. Wer moderne BI-Dashboards à la Grafana, Power BI oder iQvision erwartet, wird enttäuscht sein. Workaround: Die Reports lassen sich per ODBC/SQL in ein externes BI-Tool spiegeln, aber das ist ein Zusatzprojekt, das du einplanen musst.

Maximaler Nutzen nur im homogenen Arburg-Park. Fremde Maschinen (Engel, KraussMaffei, Wittmann, Haitian) lassen sich zwar über OPC UA oder I/O-Module anbinden, aber dann fehlt die SMI-Magie. Du bekommst Betriebszustand und Zählerstand, verlierst aber Parameter-Historie und Werkzeug-Tiefe. In gemischten Parks kippt die Wirtschaftlichkeit schnell: Dann ist ein herstelleroffenes MES wie Körber, Siemens Opcenter oder ein freies iQvision sinnvoller.

Kein SaaS, keine Monatspreise, keine Testinstanz. ALS wird projektiert, nicht gemietet. Für Betriebe, die an Cloud-Abos gewöhnt sind (Marketing: Hubspot, Finanzen: DATEV, Vertrieb: Salesforce), ist der Wechsel zur klassischen On-Premises-Investition ein kultureller Sprung. Eine kostenlose Demo oder Sandbox gibt es nicht, du musst Arburg kontaktieren, ein Workshop wird terminiert, dann kommt ein Angebot. Das dauert.

Einstiegsinvestition macht Kleinstbetriebe zum Ausschluss-Fall. Unter fünf Maschinen ist die Rechnung schwierig: 20–30 k€ Einstieg plus jährlicher Wartungsvertrag sind für einen Drei-Maschinen-Familienbetrieb kaum darstellbar. In dieser Größenklasse sind Excel + arburgXworld Basic-Dashboards oft die pragmatischere Antwort, auch wenn sie weniger können.

KI- und Predictive-Maintenance-Features hinken modernen Plattformen hinterher. Arburg arbeitet an aXw Control-Erweiterungen und Kooperationen (u. a. gestaltDigital für Analytik), aber vollwertiges Predictive Maintenance oder KI-gestützte Qualitätsvorhersage wie bei Engel authentig mit seinen KI-Modulen ist ALS noch nicht. Wer KI als Hauptargument sucht, schaut aktuell besser Richtung Engel oder spezialisierte Aufsätze wie iQvision.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Einen Engel-dominierten Park mit KI-Qualitätsvorhersage betreibstEngel authentig
Ein herstelleroffenes MES für gemischte Parks willstKörber MES oder Siemens Opcenter
Dein MES als Teil einer SAP-S/4HANA-Strategie integrieren willstSAP Digital Manufacturing
Feinplanung/APS für komplexe Rüstsequenzen brauchstSiemens Opcenter APS

Der einfache Entscheidungs-Check: Sind >70 % deines Maschinenparks Arburg-Maschinen? → ALS. Ist der Park gemischt oder Arburg-Minderheit? → herstelleroffenes MES (Körber, Siemens Opcenter, Proxia). Willst du alles unter einem ERP-Dach? → SAP Digital Manufacturing, aber akzeptiere weniger Spritzguss-Tiefe. Für Wittmann-, KraussMaffei- oder Haitian-dominierte Parks gibt es keinen „ALS-Equivalent” bei uns gelistet, hier hilft dir entweder das jeweilige Hersteller-Tool (Wittmann TEMI+, KraussMaffei netConnect) oder eben eine herstelleroffene MES-Lösung.

So steigst du ein

Schritt 1: Maschinen-Audit und Modul-Auswahl. Bevor du Arburg kontaktierst, mach einen sauberen Audit: Wie viele Maschinen, welche Steuerungsgeneration (Selogica, GESTICA), welche SMI-Version? Welche ERP-Schnittstelle brauchst du? Welche Module sind Muss (Auftragssteuerung, Werkzeugverwaltung, Wartung, Mobile), welche Kür (BI-Anbindung, GMP-Validierung, Mehrwerk)? Je präziser dein Briefing, desto realistischer das erste Angebot.

Schritt 2: Referenzbesuch in deiner Branche. Arburg organisiert Referenzbesuche bei bestehenden Kunden, nutz das. Ein Nachmittag bei einem Medizintechniker, Automotive-Zulieferer oder Verpackungsspritzgießer deiner Größenklasse zeigt dir in einer Stunde mehr als jede PowerPoint. Achte auf: Hat der Referenzkunde das System selbst bedient, oder zeigt sie nur ein Arburg-Mitarbeiter? Wie alt ist die Installation? Wie oft gibt es Updates?

Schritt 3: Stufenweiser Rollout statt Big Bang. Erfolgreiche ALS-Projekte starten meist mit zwei Modulen (typisch: Auftragserfassung + Werkzeugverwaltung) und einem Produktionsbereich. Dann nach 3–6 Monaten erweitern. Der Big-Bang mit allen Modulen gleichzeitig scheitert regelmäßig am Change Management, die Schichtführer hassen plötzliche Tool-Wechsel. Plane ALSkey-Einführung (Nutzer, Rollen, Maschinenzuordnung) früh ein, sonst landen am Ende alle Eingaben auf dem Schichtleiter-Login.

Ein konkretes Beispiel

Ein Medizintechnik-Zulieferer aus dem Schwarzwald mit 28 Arburg Allroundern, 180 Mitarbeitern, ISO-13485-zertifiziert, hat ALS 2023 eingeführt. Investitionsvolumen: ca. 65.000 € inklusive SMI-Anbindung aller Maschinen und ERP-Schnittstelle zu proALPHA. Vor ALS wurden Schusszahlen manuell in Excel geführt, Werkzeugstandzeiten geschätzt, Audits mit dem Gabelstapler aus dem Archiv vorbereitet. Nach zwölf Monaten Produktivbetrieb zeigt die Bilanz: Ausschussquote von 2,8 % auf 1,4 % gesenkt (Parameter-Drift früher erkannt), ungeplante Werkzeugstillstände halbiert (Wartung an Schusszahl gekoppelt), Audit-Vorbereitung von fünf Personentagen auf einen halben. Die Geschäftsführung hat zusätzlich entschieden, ALSkey mit RFID-Karten auszurollen, damit lässt sich bei Qualitätsabweichungen exakt nachvollziehen, welcher Mitarbeiter wann welche Parameter verändert hat. Was in der Medizintechnik keine Spielerei ist, sondern regulatorische Pflicht.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Standardmäßig on-premises im Kundennetz, Datenhaltung bleibt komplett beim Betrieb. Optional Spiegelung ausgewählter KPIs in das arburgXworld-Portal (Cloud, EU-Hosting)
  • Auftragsverarbeitung: AVV verfügbar für arburgXworld-Portal-Nutzung und für Remote-Service ARS
  • Datennutzung: Arburg erhält standardmäßig keinen Zugriff auf Produktionsdaten. Remote-Support via ARS nur auf aktive Freigabe durch den Kunden
  • Mitarbeiterdaten (ALSkey): Erfasst Nutzer-IDs und Rollen, klassischer Fall für Betriebsrat-Beteiligung und Betriebsvereinbarung, bevor RFID-basierte Mitarbeiterzuordnung eingeführt wird
  • Empfehlung für Unternehmen: Für Medizintechnik, Pharma und Automotive ist die On-Premises-Architektur ein Vorteil gegenüber US-Cloud-MES. Datenschutz-Folgenabschätzung bei ALSkey-Einführung mit personenbezogener Mitarbeiterzuordnung empfohlen
  • DSGVO-Einstufung: Deutscher Hersteller, EU-Datenhaltung (bei on-premises eigene Wahl), klarer Auftragsverarbeitungs-Rahmen, insgesamt eines der DSGVO-freundlichsten MES im Markt

Gut kombiniert mit

  • SAP S/4HANA, klassischer ERP-Partner im deutschen Mittelstand. ALS liefert die Produktionsdaten (Mengen, Zeiten, Werkzeugzustand), SAP übernimmt Auftragsabwicklung, Kalkulation und Materialwirtschaft. Die Schnittstelle ist Standard und seit Jahren im Feld erprobt
  • Siemens Opcenter APS, wenn du mehr Feinplanung brauchst als ALS nativ bietet: APS übernimmt die Rüstreihenfolge-Optimierung, ALS die Ausführungsebene. Typische Kombination in Enterprise-Projekten mit hoher Rüstkomplexität
  • Aveva PI, für Betriebe, die ALS-Daten in eine werksweite Historian-Infrastruktur einspeisen wollen. Sinnvoll, wenn Spritzguss nur ein Teil eines größeren Prozessparks ist (z. B. Extrusion, Compoundierung parallel)

Unser Testurteil

Arburg ALS/ALSkey verdient 4 von 5 Sternen. Die SMI-Tiefenintegration, die GMP-Reife, die deutsche On-Premises-Architektur und der solide Loßburger Support machen es zum Benchmark für Spritzgießereien mit Arburg-Park. Punktabzug gibt es für die konservative Oberfläche, das Fehlen einer echten SaaS-Option und die schwache KI-Story gegenüber Engel authentig. Den fünften Stern verdient erst eine Generation, die aXw-Control-Analytik und Cloud-Dashboards auf dem Niveau moderner MES-Herausforderer bietet, das zeichnet sich ab, ist aber 2026 noch nicht da.

Was wir bemerkt haben

  • 2024, Arburg hat auf der Fakuma die aXw-Control-Assistenzfunktionen erweitert (u. a. FillAssist für schnellere Werkzeugeinrichtung). Die Integration in ALS läuft schrittweise, noch kein vollständiges Predictive-Maintenance-Modul, aber die Richtung ist erkennbar
  • 2024–2025, Kooperation mit gestaltDigital für erweiterte Produktionsanalytik angekündigt. Details zu Lizenzmodell und Funktionstiefe sind zum Redaktionsschluss noch dünn, Arburg positioniert das eher als Ergänzung denn als ALS-Kernfunktion
  • 2025, arburgXworld-Portal wurde um neue Cloud-Kennzahlen und eine aktualisierte Mobile-Ansicht erweitert. Für ALS-Bestandskunden interessant, weil sich damit KPIs auch ohne eigenes BI-Tool mobil einsehen lassen
  • Preispolitik stabil, Arburg kommuniziert weiter keine Listenpreise, aber Referenzprojekte aus der Branche zeigen in den letzten zwei Jahren keine auffällige Verteuerung. Im Gegensatz zu manchen Cloud-MES keine Preis-Sprünge

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Arthur Atlas

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