Cloud-native Portfolio-Management-Plattform für unabhängige Vermögensverwalter, Family Offices und Banken aus Zürich. Konsolidiert Portfoliodaten aus 170 Depotbanken, prüft Drift gegen Zielallokation und unterstützt FinSA/FIDLEG-konforme Compliance-Workflows. Seit April 2026 mit AI Agent, der Custodian-Statements und Private-Markets-Dokumente in strukturierte Investmentdaten überführt. Hosting laut Anbieter über Rechenzentren von Swisscom und Microsoft Azure.
Kosten: Basisgebühr plus Aufschlag pro zusätzlichem Portfolio; keine öffentlichen Preise, individuelle Angebote auf Anfrage. Demo mit Musterdaten auf Anfrage.
Kategorien
Stärken
- AI Agent (seit April 2026) wandelt unstrukturierte Custodian-Statements und Private-Markets-Reports in strukturierte Investmentdaten um
- Automatische Datenaggregation aus 170 Depotbanken über Custodian-Anbindungen
- Portfolio-Drift-Erkennung mit konfigurierbaren Schwellenwerten
- FinSA/FIDLEG-Compliance-Framework mit anpassbaren Eignungs- und Angemessenheitsfragebögen und Kundensegmentierung
- Preismodell mit Basisgebühr plus Aufschlag nur pro zusätzlichem Portfolio, keine Pro-Seat-Abrechnung
- Hosting laut Anbieter über Swisscom und Microsoft Azure, ISO 27001:2022-Zertifizierung der Konzerngesellschaft
Einschränkungen
- Keine öffentlich kommunizierten Preise, individuelle Angebote nötig
- Kein öffentlich zugesichertes deutschsprachiges Support-Team, Materialien und Onboarding primär auf Englisch
- Onboarding zieht sich über mehrere Wochen, je Depotbank-Anbindung wird ein eigenes Datenmapping erstellt
- Funktionsumfang für kleinere Häuser (< 80 Mandate) oft oversized
- Custodian-Anbindungen in DACH-Region weniger vollständig als in der Schweiz
- AI-Funktionen sind jung (Launch April 2026), Praxiserfahrung am Markt noch begrenzt
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du verwaltest Mandate bei mehreren Depotbanken und konsolidierst bisher manuell in Excel
- Du willst FinSA/FIDLEG-Workflows mit Eignungs- und Angemessenheitsprüfung automatisieren
- Du willst Private-Markets-Statements und Capital-Account-Reports in strukturierte Daten überführen
- Du bist auf EU-Hosting und nachweisbare Compliance-Zertifizierungen angewiesen
Wann nein
- Du betreust weniger als 80 Mandate, der Funktionsumfang ist überdimensioniert
- Du brauchst deutschsprachigen Telefon-Support an einer DACH-Hotline
- Du arbeitest hauptsächlich mit deutschen Sparkassen-Depotbanken, DACH-Anbindungen sind dünner als CH
- Du willst Listenpreise vergleichen, WealthArc gibt keine öffentlichen Preise heraus
Kurzfazit
WealthArc ist eine der ernstzunehmenden europäischen Wealth-Management-Plattformen, schweizerisch, cloud-native, mit echter Multi-Custody-Datenkonsolidierung über rund 170 Depotbanken hinweg. Mit dem im April 2026 veröffentlichten AI Agent macht das Zürcher Haus den Sprung vom reinen Portfolio-Management-System zur AI-gestützten Datenplattform: Custodian-Statements, Private-Markets-Reports und semi-strukturierte Dokumente werden automatisch in strukturierte Investmentdaten überführt, mit Human-in-the-Loop-Validierung. Stärken: Datenqualität, FinSA/FIDLEG-Compliance, europäisches Hosting und die ISO 27001:2022-Zertifizierung. Schwächen: keine öffentlichen Preise, kein zugesicherter deutschsprachiger Support, DACH-Custodian-Coverage schwächer als in der Schweiz. Für unabhängige Vermögensverwalter und Family Offices mit Multi-Custody-Setup eine der besten Optionen am Markt, für kleine Häuser oder reine Sparkassen-Setups oft überdimensioniert.
Für wen ist WealthArc?
Unabhängige Vermögensverwalter (EAMs): Wer als unabhängiger Asset Manager Mandate bei drei, fünf oder zehn verschiedenen Depotbanken betreut, kämpft täglich mit Excel-Exporten, manuellen Reconciliations und uneinheitlichen Reporting-Formaten. WealthArc löst exakt dieses Problem: automatische Datenaggregation, ein zentrales Dashboard, FinSA/FIDLEG-Reports auf Knopfdruck. Der Sweetspot liegt bei 100–2.000 Mandaten.
Single und Multi Family Offices: Family Offices mit Anteilen in Private Equity, Private Debt oder anderen alternativen Anlageklassen profitieren besonders vom neuen AI Agent, der Capital-Account-Statements und Performance-Reports automatisch in strukturierte Daten überführt. Das spart genau die Arbeitsstunden, die heute manuell für die Konsolidierung über liquide und illiquide Assets hinweg verbrannt werden.
Private Banken und Bankensegmente: Für mittelgroße Banken mit Private-Banking-Sparte ist WealthArc eine Alternative zur Eigenentwicklung oder zu schwergewichtigen Plattformen wie Avaloq oder Temenos. Die Integration läuft über REST-APIs, die Compliance-Module decken FinSA/FIDLEG out-of-the-box ab, das Hosting läuft laut Anbieter über Swisscom und Microsoft Azure.
Investor Services und Reporting-Dienstleister: Wer als Service-Provider für mehrere Mandanten Performance-Reporting und Compliance-Dokumentation erbringt, kann mit WealthArc mehrere Kundenmandate parallel verwalten, und vom unbegrenzten User-Lizenz-Modell profitieren.
Weniger geeignet für: Sparkassen und Volksbanken mit großem Mandatsvolumen (dafür ist aixigo tiefer in der DACH-Bankensystemwelt verankert), kleine Vermögensverwalter mit unter 80 Mandaten (Aufwand und Kosten lohnen sich nicht), und Häuser, die deutschsprachigen First-Level-Support an einer lokalen Hotline benötigen.
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Demo / Sandbox | auf Anfrage | Musterdaten, eingeschränktes Onboarding, kein Custodian-Live-Feed |
| Basis-Lizenz | individuell (quote-based), keine Listenpreise | Basisgebühr inkl. Hosting und Support |
| Portfolio-Add-Ons | Aufschlag pro zusätzlichem Portfolio über dem Basis-Kontingent | Skaliert mit der Portfolio-Zahl |
| Module (optional) | individuell | AI Agent, erweiterte Compliance-Module, zusätzliche Custodian-Anbindungen, API-Integrationen |
| Enterprise / White-Label | auf Anfrage | Eigene Branding, SSO/SCIM, erweiterte SLAs, individuelle Custodian-Anbindungen |
Einordnung: WealthArc kommuniziert keine Listenpreise, typisch für die Wealth-Tech-Branche. Die offizielle Kommunikation spricht von „Simple, transparent pricing”, meint damit aber Modellklarheit: neben einer Basisgebühr zahlst du laut Website nur für zusätzliche Portfolios. Konkrete Zahlen nennt WealthArc nicht, jeder Vertrag ist quote-based. In der Praxis bedeutet das: Du brauchst einen Sales-Termin, eine Demo und ein Mandatsvolumen, das groß genug ist, um die Investition zu rechtfertigen. Belastbare Preisspannen kursieren am Markt nicht, wir verzichten hier bewusst auf erfundene Zahlen. Der Vorteil des Modells liegt darin, dass die Kosten mit der Portfolio-Zahl skalieren und nicht pro Nutzer abgerechnet werden, für Häuser mit vielen Anwendern (Berater, Compliance, Buchhaltung) ist das rechnerisch günstiger als Pro-Seat-Modelle. Wer Preise vergleichen will, sollte mindestens zwei bis drei Wettbewerber (z. B. aixigo, Etops, Performetrics) parallel anfragen.
Stärken im Detail
AI Agent als datengetriebener Sprung. Im April 2026 hat WealthArc einen AI Agent veröffentlicht, der Custodian-Statements, Private-Markets-Reports, Capital-Account-Statements und Performance-Reports automatisch in strukturierte, AI-ready Investmentdaten überführt. Anders als reine OCR-Lösungen interpretiert das System den finanziellen Kontext, erkennt Inkonsistenzen und stellt diese zur menschlichen Prüfung. Das ist genau der Engpass, den CEO Artur Kluz öffentlich benennt: „Die eigentliche Barriere für AI-Adoption im Wealth Management sind nicht die Modelle, sondern die Umwandlung fragmentierter Finanzdaten in zuverlässige, strukturierte Daten.”
Datenaggregation aus 170 Depotbanken. WealthArc unterhält Custodian-Anbindungen zu 170 europäischen und internationalen Depotbanken (Stand Website), von großen Schweizer Häusern bis zu kleineren Spezialbanken. Nach eigenen Angaben verwaltet die Plattform rund 22 Milliarden Franken für über 1.000 Endnutzer. Die Daten werden automatisch geladen, normalisiert und konsolidiert, manuelle Excel-Exporte entfallen, der Reconciliation-Aufwand sinkt deutlich.
Drift-Erkennung mit konfigurierbaren Schwellenwerten. Jedes Mandat lässt sich mit Zielallokation und Schwellenwerten ausstatten. Sobald eine Position die definierte Abweichung übersteigt, wird das Mandat zur Handlung markiert. Das ersetzt das wöchentliche Excel-Durchgehen aller Portfolios und macht aus reaktivem Mandatsmanagement proaktives Risiko-Monitoring.
FinSA/FIDLEG-Compliance out-of-the-box. WealthArc hat nach eigenen Angaben ein Compliance-Framework für FinSA/FIDLEG aufgebaut: anpassbare Fragebögen bestimmen Risiko, Eignung und Angemessenheit je Kunde, die Kundensegmentierung inklusive Opt-in und Opt-out ist abgebildet, und Notizen sowie Dokumente lassen sich nach 30 Tagen gemäß FinSA und Geldwäscheprävention einfrieren. Für unabhängige Vermögensverwalter unter FINMA-Aufsicht ist das die Compliance-Arbeit, die ohne Plattform Monate manueller Arbeit pro Jahr kostet.
Europäisches Hosting und ISO 27001:2022. Die Plattform läuft laut Anbieter über Rechenzentren von Swisscom und Microsoft (Azure PaaS). Im Mai 2026 hat die Konzerngesellschaft WealthArc Sp. z o.o. die ISO-27001:2022-Zertifizierung durch die BSI erhalten, die aktuelle Fassung der Norm, positioniert als „Secure Data Foundation for AI-Driven Wealth Management”. Für regulierte Vermögensverwalter, die ihre Aufsicht über Datenflüsse und Cloud-Sicherheit nachweisen müssen, ist das ein belastbares Fundament, auch wenn die Zertifizierung die polnische Gesellschaft betrifft und nicht separat die Zürcher AG.
Kein Pro-Seat-Modell. Das Pricing entkoppelt die Nutzerzahl von den Kosten, relevant für Häuser, in denen viele Mitarbeitende parallel auf Mandatsinformationen zugreifen müssen (Berater, Compliance, Buchhaltung, Reporting). Da laut Website nur zusätzliche Portfolios extra kosten, wächst die Rechnung mit dem Geschäft und nicht mit der Zahl der Anwender.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine öffentlichen Preise. „Simple, transparent pricing” steht groß auf der Website, konkrete Zahlen findest du dort nicht. Du musst durch einen Sales-Funnel laufen, bevor du weißt, ob WealthArc in dein Budget passt. Für kleinere Häuser ist das eine Hürde, weil bereits die Pre-Sales-Phase Zeit kostet, ohne dass Sicherheit über die Wirtschaftlichkeit entsteht.
Kein zugesicherter deutschsprachiger Support. WealthArc hat seinen Sitz in Zürich, Entwicklung und die ISO-zertifizierte Gesellschaft sitzen in Polen. Website, Dokumentation und Onboarding-Materialien sind primär auf Englisch, ein garantierter deutschsprachiger First-Level-Support ist nicht öffentlich zugesichert. Wer auf eine deutschsprachige Hotline angewiesen ist (z. B. weil Compliance-Officer oder Buchhaltung nicht auf Englisch arbeiten), sollte das vor Vertragsschluss ausdrücklich klären.
Onboarding zieht sich über Wochen. Pro Depotbank-Anbindung muss ein Datenmapping erstellt, getestet und produktiv geschaltet werden. Je mehr Depotbanken, desto länger dauert die Einführung, das reicht von mehreren Wochen bis zu einigen Monaten. Das ist branchenüblich, aber wer auf eine Plug-and-Play-Lösung hofft, wird enttäuscht.
DACH-Custodian-Coverage schwächer als CH. Die Custodian-Liste ist stark schweizerisch geprägt. Wer hauptsächlich mit DZ-Bank, Sparkassen-Verbund, Commerzbank oder kleineren deutschen Depotbanken arbeitet, sollte vor Vertragsabschluss explizit die Verfügbarkeit der eigenen Depotbanken prüfen. Fehlende Custodians werden zwar auf Anfrage angebunden, kosten aber Implementierungsbudget und Zeit.
AI Agent ist jung. Der AI Agent ist erst seit April 2026 produktiv. Die Funktionalität ist beeindruckend, aber Praxiserfahrungen über mehrere Quartale fehlen noch. Wer früh einsteigt, profitiert von der Innovation, sollte aber bewusst sein, dass Edge-Cases erst in der Marktbreite sichtbar werden. Human-in-the-Loop-Validierung bleibt vorerst Pflicht.
Überdimensioniert für kleine Häuser. Für Vermögensverwalter mit 30–50 Mandaten ist der Funktionsumfang ein Overkill. Excel mit ein paar gut gemachten Makros oder eine schlankere Lösung wie Performetrics genügt oft. WealthArc lohnt sich, wenn Multi-Custody und Compliance-Reporting die Hauptkostentreiber sind, nicht für reines Single-Custody-Setup.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine MiFID II-Lösung für Banken und Sparkassen mit DACH-Fokus suchst | aixigo |
| Marktdaten, News und Trading-Workflow brauchst (nicht reines PMS) | Bloomberg Terminal |
| KI-gestützte Finanzanalyse und Wettbewerbsbeobachtung willst | AlphaSense |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Avaloq und Temenos (klassische Banking-Cores mit Wealth-Modul, für sehr große Institute), Etops (Schweizer Wettbewerber, ähnliches Modell wie WealthArc), Performetrics und Addepar (US-fokussiert, große Family Offices), InvestCloud (US-Plattform mit europäischer Präsenz). WealthArc positioniert sich klar zwischen schlanken Spezialisten und schwergewichtigen Banking-Cores, und ist für die meisten unabhängigen Vermögensverwalter und Family Offices der sinnvollere Einstiegspunkt als ein zweistelliger Millionen-Avaloq-Rollout.
So steigst du ein
Schritt 1: Custodian-Mapping vorab klären. Bevor du eine Demo anfragst, liste deine aktuellen Depotbanken sauber auf. Frage WealthArc explizit, welche davon bereits angebunden sind und welche neu integriert werden müssten. Das beeinflusst Projektdauer und Implementierungsbudget direkt. Eine Sandbox-Demo mit Musterdaten kannst du parallel anfordern.
Schritt 2: Drift-Schwellenwerte und Zielallokationen je Mandatstyp definieren. Bevor das System produktiv geht, brauchst du eine Mandats-Typologie: Risikoprofil, Zielallokation, Toleranzkorridore (z. B. ±5 Prozentpunkte pro Asset-Klasse), Re-Balancing-Logik. WealthArc übernimmt die technische Umsetzung, die fachliche Definition bleibt deine Aufgabe, und ist der Hebel, mit dem du aus dem Tool tatsächlich Mehrwert ziehst.
Schritt 3: AI Agent für unstrukturierte Dokumente aktivieren. Wenn du Mandate mit Private-Markets-Anteil, Capital-Account-Statements oder externen Performance-Reports betreust, ist der AI Agent der Bereich mit dem größten Zeitsparpotenzial. Setze einen Human-in-the-Loop-Workflow auf: AI extrahiert, ein Mitarbeitender validiert, das System lernt. Wichtig: Erst mit zehn bis zwanzig Dokumenten testen, bevor du den Workflow vollständig auf AI umstellst.
Schritt 4: Compliance-Reporting-Templates auf eigenes Haus zuschneiden. Die Reports kommen out-of-the-box, müssen aber an dein Branding und deine Kundenkommunikation angepasst werden. Investiere ein bis zwei Tage in saubere Template-Anpassung, das spart später pro Mandat Minuten und macht die Reports kundenseitig glaubwürdiger.
Ein konkretes Beispiel
Das folgende Szenario ist ein illustratives Rechenbeispiel, keine reale Kundenreferenz. Eine unabhängige Vermögensverwaltung in Hamburg betreut 280 Mandate bei drei deutschen Depotbanken und einer Schweizer Privatbank. Bisher: tägliche Excel-Exports aus vier Custodian-Portalen, manuelle Konsolidierung, wöchentliche Drift-Prüfung durch die Senior-Beraterin (ca. 6 Stunden), Compliance-Jahresberichte im November/Dezember mit drei Wochen Mehrarbeit für die gesamte Abteilung. Nach dem Onboarding mit WealthArc: Alle vier Depotbanken sind angebunden, Daten laufen automatisch ein. Die Drift-Prüfung erfolgt automatisch, die Beraterin sieht nur noch die 8–12 Mandate, die tatsächlich eine Aktion brauchen (statt alle 280 manuell durchzuklicken). Die Compliance-Jahresreports werden in wenigen Tagen statt drei Wochen erstellt. Der neue AI Agent verarbeitet zusätzlich Private-Equity-Capital-Account-Statements von zwei Mandaten mit alternativem Anteil, Daten, die bisher manuell in eine separate Excel-Datei übertragen wurden. Zeitersparnis pro Jahr: rund 350 Beraterstunden (entspricht etwa einer halben Vollzeitstelle in der Operations-Abteilung). Die Lizenzkosten sind individuell und quote-based, WealthArc nennt keine Listenpreise.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Die Plattform läuft laut Anbieter über Rechenzentren von Swisscom (Schweiz) und Microsoft Azure (PaaS). Die Datenschutzerklärung selbst nennt keine konkreten Rechenzentren, sondern erlaubt eine Verarbeitung und Übermittlung personenbezogener Daten „weltweit, insbesondere in EU-Länder und die Schweiz”. Anbieter laut Impressum: WealthArc AG, Seefeldstrasse 35, CH-8008 Zürich.
- Sub-Auftragsverarbeiter: Die Datenschutzerklärung listet unter anderem US-Dienstleister (Pipedrive, Zendesk, Mailchimp) für CRM, Support und Marketing. Für regulierte Häuser heißt das: Portfolio- und Custodian-Daten laufen laut Anbieter über Azure und Swisscom, ein Teil der Kommunikations- und CRM-Daten aber über US-Anbieter. Das gehört im Vertrag geprüft.
- Zertifizierungen: ISO 27001:2022, ausgestellt am 6. Mai 2026 durch die BSI für die WealthArc Sp. z o.o. (polnische Konzerngesellschaft), also die aktuelle Fassung der Norm. Die Zertifizierung betrifft die Gruppe, nicht separat die Zürcher AG.
- Datennutzung / KI: Der AI Agent arbeitet dokumentiert mit einem Human-in-the-Loop-Modell, extrahierte Daten werden von Anwendern bestätigt, bevor sie in den Portfoliobestand übernommen werden. Eine öffentliche Aussage, ob Kundendaten für das Training von Modellen genutzt werden, macht WealthArc nicht, das solltest du vertraglich klären.
- Auftragsverarbeitung (AVV): WealthArc dokumentiert öffentlich keinen Standard-AVV oder DSGVO-Anhang. Für Geschäftskunden ist der Umfang der Auftragsverarbeitung vor Vertragsschluss zu klären.
- Account-Löschung und Datenportabilität: Auf Vertragsende-Basis. Ein Datenexport über API und Custodian-Standardformate ist grundsätzlich möglich.
- Empfehlung für Unternehmen: Vor Einsatz die Datenflüsse, den AVV und die Sub-Auftragnehmer (Microsoft, Swisscom sowie die genannten US-Dienstleister) prüfen lassen. Bei BaFin-aufsichtspflichtigen Häusern ist die Cloud-Nutzung nach BAIT- und MaRisk-Maßstäben zu dokumentieren.
Gut kombiniert mit
- aixigo, Wer gleichzeitig Mandate in einer großen Bank und in einer unabhängigen Vermögensverwaltungs-Sparte betreut, kann WealthArc für den unabhängigen Teil und aixigo für die Banking-Plattform einsetzen. Die regulatorischen Anforderungen (FinSA/FIDLEG) sind dieselben.
- AlphaSense, Während WealthArc das Portfolio konsolidiert, liefert AlphaSense KI-gestützte Marktanalyse, Earnings-Call-Auswertungen und Branchenresearch. Beide Tools zusammen decken Mandat (WealthArc) und Anlageumfeld (AlphaSense) ab.
- Microsoft 365 Copilot, Reports und Dashboards aus WealthArc fließen typischerweise in Excel und PowerPoint. Microsoft 365 Copilot beschleunigt die Aufbereitung für Mandantengespräche, etwa „Erkläre die Drift in Mandat XY und schlage drei Handlungsoptionen vor”.
Unser Testurteil
WealthArc verdient 4 von 5 Sternen. Die Plattform deckt das Kerngeschäft einer modernen Vermögensverwaltung ab, Multi-Custody-Konsolidierung, Drift-Monitoring und FinSA/FIDLEG-Compliance, mit überdurchschnittlicher Datenqualität, europäischem Hosting und einer klaren Schweizer Compliance-Ausrichtung. Der AI Agent ist eine echte Weiterentwicklung, die WealthArc von „cloud-basiertem PMS” zu „AI-gestützter Datenplattform” hebt, das ist eine fundamentale Repositionierung, die in der Branche ihresgleichen sucht. Den fünften Stern verliert das Tool aufgrund mehrerer Punkte: keine öffentliche Preisliste, fehlender deutschsprachiger Support, langes Onboarding, schwächere DACH-Custodian-Coverage als in der Schweiz, und der jung-veröffentlichte AI Agent mit noch begrenzter Praxiserfahrung. Für unabhängige Vermögensverwalter und Family Offices mit Multi-Custody-Setup und Mandatsvolumen ab 100 Mandaten ist WealthArc trotzdem eine der besten Optionen am europäischen Markt, und durch den AI Agent eine der wenigen Plattformen, die ernsthaft auf datengetriebene Wealth-Management-Workflows zusteuern.
Was wir bemerkt haben
- April 2026, WealthArc hat am 15. April 2026 einen AI Agent veröffentlicht, der Custodian-Statements, Private-Markets-Reports und Capital-Account-Statements automatisch in strukturierte Investmentdaten überführt. CEO Artur Kluz benennt öffentlich den Kern: „Die eigentliche Barriere für AI-Adoption im Wealth Management sind nicht die Modelle, sondern die Umwandlung fragmentierter Finanzdaten in zuverlässige, strukturierte Daten.” WealthArc kündigt den Ausbau auf über 1.000 Datenfeeds an, die strategische Ausrichtung verschiebt sich erkennbar von PMS zu AI-fähiger Datenplattform.
- Mai 2026, Die Konzerngesellschaft WealthArc Sp. z o.o. hat am 6. Mai 2026 die ISO-27001:2022-Zertifizierung durch die BSI erhalten (aktuellste Fassung der Norm) und kommuniziert dies explizit als „Secure Data Foundation for AI-Driven Wealth Management”. Das ist mehr als ein Compliance-Zertifikat, es ist ein Verkaufsargument gegenüber regulierten Vermögensverwaltern, die ihre Cloud-Strategie nachweisen müssen. Zu beachten: Zertifiziert ist die polnische Gesellschaft, nicht separat die Zürcher AG.
- Q1 2026, Mehrere Plattform-Updates: Bulk-Notes für Transaktionen, neue Custodian-Anbindungen an EDR und EFG für elektronische Dokumente, CoinGecko-Integration für Krypto-Bewertung (Pilot), Migration auf Azure Functions V4. Die Crypto-Integration ist bemerkenswert, bislang war WealthArc rein auf klassische Anlageklassen fokussiert.
- 2024, Die Übernahme von aixigo durch Amundi Technology hat den Wettbewerbsdruck auf WealthArc spürbar erhöht: Mit Amundi steht plötzlich ein milliardenschwerer Konzern hinter dem deutschen Wettbewerber. WealthArc bleibt bislang unabhängig, was als Schweizer Anbieter mit eigener Datenphilosophie ein Differenzierungsmerkmal sein kann.
- Allgemein, WealthArc kommuniziert weiterhin keine öffentlichen Preise. „Simple, transparent pricing” auf der Website meint Modellklarheit (Basisgebühr + Portfolio-Aufschlag), nicht Preistransparenz. Wer Preise vergleichen will, kommt am Sales-Gespräch nicht vorbei, eine Lücke, die sich in den letzten Jahren nicht verändert hat.
Quellen
- WealthArc – Plattform-Website. https://www.wealtharc.com (abgerufen am 2026-07-18). Anbindung an 170 Custodians, Hosting über Rechenzentren von Swisscom und Microsoft (Azure PaaS), Basisgebühr plus Aufschlag pro zusätzlichem Portfolio, rund 22 Mrd. CHF AuM, rund 1.000 Endnutzer, Sitz Seefeldstrasse 35, CH-8008 Zürich, FinSA/FIDLEG.
- WealthArc – Compliance-Lösung. https://www.wealtharc.com/solutions/compliance (abgerufen am 2026-07-18). FinSA/FIDLEG-Compliance-Framework mit anpassbaren Eignungs- und Angemessenheitsfragebögen, Kundensegmentierung inkl. Opt-in/Opt-out, nach 30 Tagen einfrierbare Notizen und Dokumente.
- WealthArc – AI Agent Launch (April 2026). https://www.wealtharc.com/insights-articles/wealtharc-launches-ai-agent-to-turn-alternative-data-and-documents-into-ai-ready-investment-data (abgerufen am 2026-07-18). AI Agent seit 15. April 2026, wandelt Custodian-Statements, Private-Markets-Reports und Capital-Account-Statements in strukturierte Daten um, Human-in-the-Loop-Validierung, CEO-Zitat Artur Kluz, Ziel 1.000+ Datenfeeds.
- WealthArc – ISO 27001:2022-Zertifizierung (Mai 2026). https://www.wealtharc.com/insights-articles/wealtharc-achieves-iso-27001-2022-certification-as-it-builds-the-secure-data-foundation-for-ai-driven-wealth-management (abgerufen am 2026-07-18). ISO 27001:2022-Zertifizierung durch BSI, ausgestellt am 6. Mai 2026 für die WealthArc Sp. z o.o., Slogan Secure Data Foundation for AI-Driven Wealth Management.
- WealthArc – Datenschutzerklärung. https://www.wealtharc.com/privacy-policy (abgerufen am 2026-07-18). Verarbeitung und Übermittlung personenbezogener Daten weltweit, insbesondere in EU-Länder und die Schweiz, US-Sub-Auftragsverarbeiter (Pipedrive, Zendesk, Mailchimp).
- WealthArc – Produkt-Updates Q1 2026. https://www.wealtharc.com/insights-articles/advancing-the-wealtharc-pms-key-features-delivered-in-q1-2026 (abgerufen am 2026-07-18). Q1-2026-Updates: Bulk Notes, EDR- und EFG-E-Dokument-Integrationen, CoinGecko-Krypto-Bewertung, Migration auf Azure Functions V4, White Labeling.
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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.
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