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Vozo

Honeybee Technology Ltd

3/5

Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.

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Vozo im Überblick: KI-Videoübersetzung mit Voice Cloning, Lippensynchronisation und Übersetzung von Text im Bild für über 160 Sprachen. Der Anbieter lokalisiert bestehende Videos, statt neue zu generieren, und rechnet in Guthabenpunkten ab, vom kostenlosen Plan bis zu Studio-Paketen ab 99 USD im Monat.

Kosten: Kostenloser Plan mit 20 Guthabenpunkten (rund 6 Dubbing-Minuten, max. 20 Minuten pro Video), Creator 29 USD/Monat mit 150 Punkten, Studio 99 USD/Monat mit 600 Punkten, Studio XL und XXL erscheinen ohne buchbaren Preis, Enterprise auf Anfrage. Alle Beträge laut Anbieter in US-Dollar inklusive Steuern.

Kategorien

Stärken

  • Vollständige Lokalisierungskette in einem Durchlauf: Transkription, Übersetzung, geklonte Stimme, Lippensynchronisation
  • Visual Translate erkennt Text im Bild und rendert ihn in der Zielsprache neu, ohne Layout und Animationen zu zerstören
  • 111 Quell- und 165 Zielsprachen, dazu Glossare für einheitliche Fachbegriffe über mehrere Sprachfassungen
  • Kostenloser Plan mit 20 Guthabenpunkten, damit lässt sich die Qualität am eigenen Material prüfen, bevor Geld fließt
  • Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitungsvertrag mit EU-Standardvertragsklauseln und Trust Center sind ohne Vertriebskontakt abrufbar
  • API und Verfügbarkeit über den AWS Marketplace für Teams, die Lokalisierung in eigene Abläufe einbauen wollen

Einschränkungen

  • Abgerechnet wird in Guthabenpunkten, die Minutenangaben nennt der Anbieter selbst nur als Näherungswerte
  • Studio XL und XXL erscheinen in der Preisübersicht mit dem Betrag 0 USD statt mit einem buchbaren Preis, genau diese beiden Stufen wären für Unternehmen die relevanten
  • Verarbeitung in den USA, eine EU-Hosting-Region gibt es nicht, Übermittlungen laufen über Standardvertragsklauseln
  • Lip Sync und Visual Translate verbrauchen deutlich mehr Guthaben als reines Dubbing, die günstigen Pläne sind schnell aufgebraucht
  • Deutschsprachiger Support ist nicht belegt, die deutsche Website allein sagt darüber nichts aus

Passt gut zu

Marketing- und E-Commerce-Teams, die Produktvideos in mehrere Märkte ausrollen E-Learning- und Schulungsabteilungen mit mehrsprachigen Belegschaften Verlage, Agenturen und Creator mit einem Archiv an fertigen Videos

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du hast fertige Videos, die in weitere Sprachen sollen, ohne sie neu zu drehen
  • Text im Bild (Folientitel, Preise, Produktbeschriftungen) muss mitübersetzt werden
  • Die Originalstimme soll erhalten bleiben statt durch eine generische Ansage ersetzt zu werden
  • Du willst mit einem kostenlosen Plan erst an eigenem Material prüfen, ob die Qualität reicht

Wann nein

  • Du brauchst ein Video, das es noch gar nicht gibt, dafür sind Avatar-Generatoren die richtige Kategorie
  • Deine Richtlinie verlangt Verarbeitung in der EU, Vozo verarbeitet in den USA und stützt Übermittlungen auf Standardvertragsklauseln
  • Du brauchst nur Untertitel in einer zweiten Sprache, das ist über reine Untertitelungsdienste deutlich günstiger
  • Deutschsprachiger Support ist Vertragsbedingung

Kurzfazit

Vozo lokalisiert vorhandene Videos, statt neue zu generieren: Transkription, Übersetzung, geklonte Stimme, Lippensynchronisation, dazu Text im Bild. Über 160 Sprachen, ein kostenloser Plan mit 20 Guthabenpunkten und drei bezahlte Stufen ab 29 USD im Monat machen den Einstieg günstig. Abgerechnet wird in Punkten statt Minuten, das erschwert die Kostenplanung, und für die Teamstufen XL und XXL steht kein buchbarer Preis. Für Avatar-Videos ohne Ausgangsmaterial bleibt Synthesia die bessere Wahl.

Für wen ist Vozo?

Marketing- und E-Commerce-Teams mit Produktvideos: Wer ein Produktvideo bereits auf Deutsch produziert hat und es in Frankreich, Spanien oder Polen ausspielen will, spart sich mit Vozo den zweiten Dreh. Entscheidend ist hier Visual Translate: Bei Produktvideos steckt ein großer Teil der Information in eingeblendeten Preisen, Größenangaben und Beschriftungen. Reine Tonspur-Übersetzung lässt genau diese Information unübersetzt stehen.

E-Learning und interne Schulung: Unterweisungen, Onboarding-Videos und Sicherheitsschulungen müssen in Betrieben mit internationaler Belegschaft in mehreren Sprachen vorliegen. Vozo übersetzt die vorhandene Fassung inklusive Folientiteln und liefert Untertiteldateien mit. Die Glossarfunktion sorgt dafür, dass ein Fachbegriff in allen Sprachfassungen gleich übersetzt wird, was bei sicherheitsrelevanten Inhalten kein Komfort, sondern Pflicht ist.

Verlage, Agenturen und Creator mit Videoarchiv: Wer hunderte fertige Videos liegen hat, denkt bei Lokalisierung in Stückkosten pro Minute, nicht in Projekten. Bulk-Upload und Team-Arbeitsbereiche gibt es ab dem Studio-Plan, dort sind auch drei Lizenzen und sechs parallele Aufträge enthalten.

Entwicklerteams mit eigenem Videoworkflow: Vozo bietet laut Anbieter eine API und ist über den AWS Marketplace beziehbar. Wer Lokalisierung als Schritt in eine bestehende Pipeline einbauen will, statt Dateien von Hand hochzuladen, findet den Weg über Enterprise.

Weniger geeignet für: Alle, die noch gar kein Video haben. Vozo erzeugt kein neues Material, es übersetzt vorhandenes. Ebenso wenig passt es zu Organisationen, deren Datenschutzrichtlinie eine Verarbeitung innerhalb der EU vorschreibt, denn Vozo verarbeitet in den USA und stützt Übermittlungen auf Standardvertragsklauseln. Und wer nur Untertitel in einer zweiten Sprache benötigt, zahlt hier für Dubbing-Funktionen, die er nie nutzt.

Preise im Detail

PlanPreisGuthabenDubbingLip SyncVisual TranslateMax. Länge pro VideoLizenzen
Free0 USD20 Punkteca. 6 Min.ca. 2 Min.ca. 2 Min.20 Min.1, max. 3 Projekte
Creator29 USD/Monat150 Punkteca. 50 Min.ca. 15 Min.ca. 15 Min.60 Min.1
Studio99 USD/Monat600 Punkteca. 200 Min.ca. 60 Min.ca. 60 Min.120 Min.3
Studio XLzeigt 0 USD an1.500 Punkteca. 500 Min.ca. 150 Min.ca. 150 Min.120 Min.6
Studio XXLzeigt 0 USD an4.000 Punkteca. 1.330 Min.ca. 400 Min.ca. 400 Min.120 Min.10
Enterpriseauf Anfrageindividuellindividuellindividuellindividuellindividuellindividuell

Alle Zahlen stammen von der deutschen Preisseite des Anbieters. Dort steht wörtlich: Alle Preise sind in US-Dollar (inklusive Steuern). Bei unserem Abruf am 30. August 2026 wurden ausschließlich Dollarbeträge ausgespielt, im Seitenquelltext liegen daneben Varianten für Euro, Yuan und Yen bereit. Ob Besucher aus Deutschland Europreise sehen, konnten wir nicht prüfen. Das Wechselkursrisiko trägt in der Dollarfassung der Kunde. Wichtig für das Verständnis der Tabelle: Vozo verkauft keine Minuten, sondern Guthabenpunkte, die je nach Funktion unterschiedlich schnell verbraucht werden. Die Minutenangaben sind Näherungswerte des Anbieters, keine Zusagen. Ohne Wasserzeichen wird erst ab dem Creator-Plan exportiert.

Einordnung: Der kostenlose Plan reicht für genau eine Sache, nämlich für die Qualitätsprüfung an einem eigenen, kurzen Video. Creator für 29 USD ist der Plan für Einzelpersonen mit ein bis zwei lokalisierten Videos pro Monat, denn 15 Minuten Lip Sync sind schnell verbraucht. Studio für 99 USD ist der erste Plan, mit dem ein Team arbeiten kann: drei Lizenzen, Bulk-Upload, Glossar. Wer regelmäßig ganze Videoreihen lokalisiert, landet bei Studio XL oder XXL, deren Preis nur über den Vertrieb zu erfahren ist.

Stärken im Detail

Die ganze Lokalisierungskette in einem Durchlauf. Der eigentliche Wert liegt nicht in einer einzelnen Funktion, sondern darin, dass Transkription, Übersetzung, Sprachausgabe mit geklonter Originalstimme und Lippensynchronisation nicht auf vier Werkzeuge verteilt sind. Wer diese Kette bisher aus Transkriptionsdienst, Übersetzer, Text-to-Speech und Videoschnitt zusammengesetzt hat, kennt den Aufwand an Dateiübergaben und Zeitcode-Abgleich. Vozo nennt die Bausteine VoiceREAL und VoiceNATIVE für die Stimme und LipREAL für die Lippenbewegung.

Visual Translate ist das eigentliche Alleinstellungsmerkmal. Text, der im Bild steckt, ist bei Produkt-, Tutorial- und Schulungsvideos kein Randfall, sondern oft die halbe Botschaft: Folientitel, Preisschilder, Menüpunkte in Software-Aufnahmen, eingebrannte Untertitel. Vozo erkennt diesen Text, entfernt ihn und rendert ihn in der Zielsprache neu, laut Anbieter unter Erhalt von Layout und Animation. Die meisten Wettbewerber übersetzen nur die Tonspur und legen bestenfalls Untertitel darunter.

111 Quell- und 165 Zielsprachen plus Glossar. Die reine Sprachanzahl ist bei Anbietern in diesem Feld inzwischen ein schwaches Unterscheidungsmerkmal, die Glossarverwaltung ist es nicht. Sie hält Produktnamen, Marken und Fachbegriffe über alle Sprachfassungen konstant. Bei technischer Dokumentation und Sicherheitsunterweisungen ist das der Unterschied zwischen brauchbar und riskant.

Ehrlicher kostenloser Einstieg. 20 Guthabenpunkte, rund sechs Minuten Dubbing und zwei Minuten Lip Sync reichen aus, um an einem echten eigenen Video zu prüfen, wie die geklonte Stimme auf Deutsch klingt und ob die Lippensynchronisation im eigenen Bildmaterial überzeugt. Das ist mehr, als viele Anbieter in diesem Segment ohne Kreditkarte zulassen. Der Export trägt in dieser Stufe ein Wasserzeichen.

Offene Vertragsunterlagen. Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitungsvertrag samt EU-Standardvertragsklauseln und ein Trust Center liegen öffentlich abrufbar auf der Website. Das ist bei jungen Anbietern in diesem Segment keine Selbstverständlichkeit: Wer den AVV erst über den Vertrieb erbetteln muss, verliert im internen Freigabeprozess Wochen. Details und die Grenzen der Zusagen stehen unten im Abschnitt zum Datenschutz.

Anschlussfähig für Teams und Entwickler. Ab Studio kommen Bulk-Upload, drei Lizenzen und sechs parallele Aufträge dazu, Enterprise nennt API-Zugang und einen festen Ansprechpartner. Vozo ist laut eigener Angabe zusätzlich über den AWS Marketplace beziehbar, was die Beschaffung in Unternehmen mit bestehendem AWS-Vertrag vereinfachen kann.

Schwächen ehrlich betrachtet

Guthabenpunkte statt Minuten machen Kosten schwer planbar. Vozo rechnet in KI-Punkten ab und übersetzt sie selbst nur in ungefähre Minutenwerte. Wie viele Punkte eine konkrete Kombination aus Dubbing, Lip Sync und Visual Translate für ein zehnminütiges Video kostet, lässt sich vorab nicht sauber ausrechnen. Wer ein Budget für ein Lokalisierungsprojekt braucht, muss mit dem kostenlosen Plan einen Referenzfall durchrechnen, bevor er einen Jahresplan kalkuliert.

Für die beiden Teamstufen gibt es keinen buchbaren Preis. Free, Creator und Studio sind mit Beträgen ausgewiesen. Studio XL und XXL stehen mit Punkten, Lizenzen und parallelen Aufträgen exakt in der Übersicht, im Preisfeld zeigt die Seite jedoch 0 USD. Direkt unter den beiden Stufen fragt der Anbieter, ob man mehr Lizenzen oder Punkte braucht, und verweist auf das Vertriebsteam. Genau dort, wo Unternehmen mit mehreren Bearbeitern einsteigen würden, endet damit die Preistransparenz.

Verarbeitung ausschließlich in den USA. Server und Dienstleister sitzen laut Datenschutzerklärung in den Vereinigten Staaten, eine EU-Region bietet der Anbieter nicht an. Übermittlungen aus der EU laufen über die Standardvertragsklauseln, dazu kommt der Hinweis im Auftragsverarbeitungsvertrag, dass einzelne Funktionen auf Infrastruktur von Drittanbietern für KI-Modelle laufen können, ohne dass diese Anbieter namentlich genannt werden. Für Videos mit erkennbaren Beschäftigten ist das der Punkt, an dem in vielen Unternehmen der Betriebsrat mitredet.

Lip Sync und Visual Translate fressen das Guthaben. Im Creator-Plan stehen rund 50 Dubbing-Minuten, aber nur je 15 Minuten Lip Sync und Visual Translate zur Verfügung. Wer beide Funktionen nutzt, und genau dafür wählt man Vozo, kommt mit 29 USD auf etwa eine Viertelstunde fertig lokalisiertes Video im Monat. Das relativiert den günstigen Einstiegspreis erheblich.

Deutscher Support ist nicht belegt. Website und Produktseiten gibt es auf Deutsch, das sagt über die Sprache des Supports nichts aus. Der Anbieter nennt einen Chat und die Adresse support@vozo.ai, eine Sprache nennt er nicht. Wir führen deutschsprachigen Support deshalb als nicht vorhanden, das ist unsere Voreinstellung, solange ein Anbieter keine Supportsprache zusagt, und keine Feststellung, dass niemand Deutsch spricht. Ebenfalls nicht belegen konnten wir die im Aufnahmevorschlag genannten getrennt einstellbaren deutschen Akzente (Hochdeutsch, Österreichisch, Schweizerdeutsch), auf der deutschen Produktseite tauchen sie nicht auf.

Keine eigene Qualitätsprüfung. Wir bewerten auf Basis öffentlich zugänglicher Anbieterangaben, nicht aus eigener Produktnutzung. Wie natürlich die geklonte deutsche Stimme klingt und wie sauber Visual Translate bei bewegtem Text arbeitet, musst du am eigenen Material im kostenlosen Plan prüfen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
ein Video brauchst, das es noch gar nicht gibt, mit Avatar statt echter AufnahmeSynthesia
Avatar-Videos plus Übersetzung aus einer Hand willstHeyGen
nur eine Sprachausgabe brauchst und Bild und Schnitt selbst machstElevenLabs
nur Transkript und Untertitel in mehreren Sprachen willst, ohne DubbingHappyScribe
Texte statt Videos übersetzt und dabei EU-Hosting brauchstDeepL

Der Unterschied zu den Avatar-Generatoren ist grundsätzlich und wird in Vergleichslisten oft verwischt: Synthesia und HeyGen erzeugen ein neues Video aus einem Skript, Vozo verändert ein bestehendes. Wer eine echte Person mit echtem Produkt im Bild hat, kann diese Aufnahme mit einem Avatar-Werkzeug nicht ersetzen, sondern nur lokalisieren. Umgekehrt ist Vozo wertlos, solange kein Ausgangsvideo existiert.

So steigst du ein

Schritt 1: Referenzvideo im kostenlosen Plan durchlaufen lassen. Nimm nicht das kürzeste, sondern ein typisches Video, am besten eines mit Text im Bild und mit der Stimme, die später geklont werden soll. 20 Guthabenpunkte reichen für rund sechs Minuten Dubbing und zwei Minuten Lip Sync, das genügt für ein belastbares Urteil. Achte im Ergebnis besonders auf deutsche Umlaute, Eigennamen und Zahlen, dort brechen Sprachmodelle in der Vertonung am häufigsten.

Schritt 2: Glossar anlegen, bevor die erste Serie läuft. Produktnamen, Markenbezeichnungen, Fachbegriffe und Abkürzungen gehören vor dem ersten Massenlauf ins Glossar, sonst korrigierst du dieselbe Fehlübersetzung in jeder Sprachfassung einzeln. Wenn du bereits geprüfte Untertitel als SRT-, ASS- oder VTT-Datei hast, lade sie mit hoch, laut Anbieter verbessert das die Genauigkeit.

Schritt 3: Auftragsverarbeitungsvertrag lesen, dann den Plan buchen. Der AVV liegt unter vozo.ai/dpa öffentlich vor und ist Bestandteil der Nutzungsbedingungen, du musst ihn also nicht erst anfordern. Prüfen musst du ihn trotzdem: Die USA als Verarbeitungsort, die Standardvertragsklauseln und die nur nach Kategorien benannten Unterauftragsverarbeiter sind die Punkte, an denen deine Datenschutzbeauftragte hängen bleibt. Eine namentliche Liste der Unterauftragsverarbeiter gibt es laut Vertrag über das Trust Center oder auf Anfrage. Erst danach entscheidest du zwischen Creator (eine Person, wenige Minuten Lip Sync) und Studio (Team, Bulk-Upload, Glossar). Rechne das Volumen vorher in Guthabenpunkten durch, nicht in Videostücken.

Ein konkretes Beispiel

Ein Hersteller von Laborgeräten in Göttingen mit 90 Beschäftigten hat zwölf Anwendungsvideos zu je acht Minuten auf Deutsch produziert. Für den Vertrieb in Frankreich, Spanien und Polen wurden bisher Angebote von Synchronstudios eingeholt, die pro Sprache im vierstelligen Bereich lagen. Der Marketingleiter prüft ein Video im kostenlosen Plan, achtet dabei vor allem auf die eingeblendeten Messwerte und Geräteschilder, und bucht anschließend den Studio-Plan für 99 USD im Monat. Die zwölf Videos in drei Sprachen ergeben 288 Videominuten, verteilt über mehrere Monate, weil das Guthaben für Lip Sync bei rund 60 Minuten pro Monat liegt. Die fachliche Endkontrolle übernimmt in jedem Zielmarkt der jeweilige Vertriebspartner, geplant sind zwei Stunden pro Sprachfassung. Vor dem ersten Upload legt die Geschäftsführung den öffentlich verfügbaren Auftragsverarbeitungsvertrag der Datenschutzbeauftragten vor, weil in zwei Videos Mitarbeitende erkennbar sind.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter: Betreiber ist die Honeybee Technology Ltd, Vozo ist deren Produktmarke. So steht es in der Datenschutzerklärung, im Auftragsverarbeitungsvertrag und in der Fußzeile der Website. Eine Geschäftsanschrift nennt der Anbieter in diesen Dokumenten nicht, als Kontakt für Datenschutzanliegen ist legal@vozo.ai angegeben.
  • Dokumente: Datenschutzerklärung in Version v3.2 vom 29. Juli 2026 unter vozo.ai/privacy_policy, Auftragsverarbeitungsvertrag vom 20. Februar 2026 unter vozo.ai/dpa, dazu ein Vertrauens- und Sicherheitscenter unter trust.vozo.ai. Alle drei sind aus der Fußzeile der deutschen Startseite verlinkt. Kleine Stolperfalle: Die naheliegenden Pfade /privacy und /privacy-policy leiten auf die Startseite um, das Dokument liegt unter /privacy_policy mit Unterstrich.
  • Hosting: Server und Dienstleister sitzen in den USA. Für Übermittlungen aus der EU, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz nennt der Anbieter die EU-Standardvertragsklauseln in der Fassung des Beschlusses (EU) 2021/914, Modul 2, mit Recht und Gerichtsstand Irland. Eine EU-Hosting-Region bietet Vozo nicht an.
  • Aufbewahrung: Personenbezogene Daten bis zu 90 Tage nach Kontoauflösung, hochgeladene Inhalte bis zu 90 Tage nach Ende des Abonnements, danach Löschung oder Anonymisierung. Ein Export in dieser Frist ist vorgesehen.
  • Modelltraining: Die Datenschutzerklärung sagt zu, Kundeninhalte nicht zum Training oder zur Verbesserung von Modellen zugunsten anderer Kunden zu verwenden. Feinabstimmungen auf Basis eigener Inhalte bleiben laut Abschnitt 9 des AVV kundenisoliert. Auf die Nuance solltest du achten: In der Plan-Übersicht steht der Punkt, dass Daten nicht zum KI-Training verwendet werden, ausschließlich beim Enterprise-Tarif, im Fließtext der Datenschutzerklärung gilt die Zusage ohne Tarifbindung. Wer sich darauf verlassen muss, lässt sich das schriftlich bestätigen.
  • Sicherheit: Verschlüsselung bei der Übertragung (TLS 1.2 und höher) und im Speicher, rollenbasierte Zugriffskontrolle, Protokollierung und Monitoring. Unterauftragsverarbeiter benennt der AVV nur nach Kategorien (Cloud-Hosting, KI-Modellanbieter, Spracherkennung, Übersetzung, Sprachsynthese, Speicher), die namentliche Liste läuft über das Trust Center oder auf Anfrage. Die deutsche Preisseite trägt die Labels DSGVO-konform und SOC 2 Typ II, einen Prüfbericht dazu haben wir nicht eingesehen.
  • Biometrie und Einwilligung: Eine geklonte Stimme und ein lippensynchron verändertes Gesicht sind personenbezogene, in Teilen biometrische Daten. Ohne dokumentierte Einwilligung der abgebildeten und sprechenden Personen ist der Einsatz im Unternehmen nicht zulässig, unabhängig davon, was der Anbieter zusichert.
  • Empfehlung: Für Marketingmaterial mit vorliegender Einwilligung ist die Lage sauber genug. Für interne Schulungs- und Personalvideos entscheidet die Frage, ob deine Richtlinie eine Verarbeitung in den USA auf Basis von Standardvertragsklauseln zulässt. Ist eine EU-Verarbeitung Pflicht, scheidet Vozo aus, daran ändert auch der gute Dokumentenstand nichts.

Gut kombiniert mit

  • Descript, zum Schneiden und Aufräumen des Ausgangsvideos, bevor es lokalisiert wird. Jede Minute, die vorher rausfliegt, kostet später kein Guthaben, und Füllwörter im Original schlagen sonst in jede Sprachfassung durch.
  • Whisper, wenn du das deutsche Transkript vorab lokal erzeugen und fachlich korrigieren willst. Eine geprüfte Untertiteldatei lässt sich bei Vozo mit hochladen, was Übersetzungsfehler an der Wurzel verhindert, besonders bei Fachvokabular.
  • OpusClip, für die Zweitverwertung. Aus dem fertig lokalisierten Langvideo entstehen kurze Ausschnitte für Social Media, ohne dass jede Sprachfassung erneut durch die Lokalisierung muss.

Häufige Fragen zu Vozo

Was kostet Vozo?

Es gibt einen kostenlosen Plan mit 20 Guthabenpunkten, drei Projekten und maximal 20 Minuten pro Video. Creator kostet 29 USD im Monat (150 Punkte, rund 50 Dubbing-Minuten, kein Wasserzeichen), Studio 99 USD im Monat (600 Punkte, drei Lizenzen, Bulk-Upload, Glossar). Studio XL und XXL erscheinen in der Übersicht mit dem Betrag 0 USD, einen buchbaren Preis nennt der Anbieter für diese Stufen nicht, Enterprise läuft ohnehin über den Vertrieb. Alle Beträge sind laut Anbieter in US-Dollar inklusive Steuern.

Wie unterscheidet sich Vozo von HeyGen oder Synthesia?

Synthesia und HeyGen erzeugen ein neues Video aus einem Skript, meist mit einem KI-Avatar. Vozo erzeugt kein Video, sondern übersetzt ein vorhandenes: gleiche Bilder, gleiche Person, neue Sprache, angepasste Lippenbewegung. Wer echtes Filmmaterial hat, braucht die zweite Kategorie.

Übersetzt Vozo auch Text, der im Bild steht?

Ja, die Funktion heißt Visual Translate. Sie erkennt Text im Bild, entfernt ihn und setzt die übersetzte Fassung ein, laut Anbieter unter Erhalt von Layout und Animationen. Das Guthaben dafür ist knapper bemessen als für reines Dubbing, im Creator-Plan sind es rund 15 Minuten im Monat.

Wie viele Sprachen unterstützt Vozo?

Die Produktseiten nennen über 160 Sprachen und Dialekte, der Funktionsvergleich auf der Preisseite wird genauer: 111 Quellsprachen und 165 Zielsprachen. Wie gut die einzelne Zielsprache klingt, sagt diese Zahl nicht aus, das solltest du im kostenlosen Plan an eigenem Material prüfen.

Ist Vozo DSGVO-konform?

Der Anbieter stellt eine Datenschutzerklärung und einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit EU-Standardvertragsklauseln öffentlich bereit und wirbt mit SOC 2 Typ II. Verarbeitet wird in den USA, eine EU-Region gibt es nicht. Ob das für dich reicht, entscheidet deine eigene Richtlinie: Verlangt sie eine Verarbeitung innerhalb der EU, scheidet Vozo aus. Erlaubt sie Standardvertragsklauseln, sind die Unterlagen vorhanden und du klärst nur noch Einwilligungen der gefilmten Personen und Löschfristen.

Unser Fazit

Vozo bekommt 3 von 5 Sternen. Fachlich füllt es eine echte Lücke: Videolokalisierung mit geklonter Stimme, Lippensynchronisation und übersetztem Text im Bild ist eine andere Disziplin als Avatar-Videoproduktion, und Visual Translate ist in dieser Kategorie ein starkes Argument. Der kostenlose Plan ist großzügig genug für eine ernsthafte Qualitätsprüfung, die Vertragsunterlagen liegen offen, und die drei unteren Stufen sind klar bepreist. Sterne kosten vier Dinge: die Abrechnung in Guthabenpunkten, die eine belastbare Budgetplanung verhindert, die fehlenden Preise für Studio XL und XXL, also ausgerechnet die Stufen für Teams, die Verarbeitung ausschließlich in den USA ohne EU-Region, und der fehlende Nachweis für deutschsprachigen Support. Nach oben korrigieren wir, sobald der Anbieter Preise für XL und XXL veröffentlicht, den Punkteverbrauch in nachrechenbaren Minuten ausweist oder eine Supportsprache zusagt.

Was wir bemerkt haben

  • August 2026, Fact-Check Datenschutz: Die Datenschutzerklärung, der Auftragsverarbeitungsvertrag und das Trust Center sind aus der Fußzeile der Website erreichbar. Die geratenen Pfade /privacy, /privacy-policy und /security führen dagegen per Weiterleitung auf die Startseite, /de/privacy-policy antwortet mit 404. Das erklärt, warum die Dokumente auf den ersten Blick zu fehlen scheinen, sie liegen unter /privacy_policy und /dpa.
  • August 2026, Widersprüchliche Anbieterangaben zur Videolänge: Die Preisseite deckelt den kostenlosen Plan auf 20 Minuten pro Video, die deutsche Produktseite spricht von bis zu zwei Stunden pro Übersetzung. Wir halten uns an die Preisseite, weil sie die Plangrenzen definiert.
  • August 2026, Die im Aufnahmevorschlag des Anbieters genannten getrennt einstellbaren deutschen Akzentvarianten (Hochdeutsch, Österreichisch, Schweizerdeutsch) konnten wir auf der deutschen Produktseite nicht finden. Wir führen sie deshalb nicht als Funktion.
  • August 2026, Vozo hat sich per E-Mail selbst für die Aufnahme in unser Verzeichnis vorgeschlagen und einen kostenlosen Pro-Zugang angeboten. Wir haben den Zugang nicht genutzt und ausschließlich öffentlich zugängliche Anbieterseiten ausgewertet. Auf die Bewertung hat der Vorschlag keinen Einfluss.

Quellen

  1. Vozo – Preise (deutsche Preisseite). https://www.vozo.ai/de/pricing (abgerufen am 2026-08-30). Free 0 USD mit 20 KI-Punkten, 3 Projekten, rund 6 Dubbing-, 2 Lip-Sync- und 2 Visual-Translate-Minuten, 1 Lizenz, max. 20 Min. pro Video. Creator 29 USD/Monat mit 150 Punkten, 1 Lizenz, max. 2 gleichzeitige Aufgaben, 60 Min. pro Video, ohne Wasserzeichen. Studio 99 USD/Monat mit 600 Punkten, 3 Lizenzen, max. 6 gleichzeitige Aufgaben, 120 Min. pro Video, Massen-Upload, Glossar. Studio XL (1.500 Punkte, 6 Lizenzen) und Studio XXL (4.000 Punkte, 10 Lizenzen) werden mit dem Betrag 0 USD angezeigt. Enterprise mit API-Zugang auf Anfrage, dort steht in der Plan-Übersicht der Punkt: Ihre Daten werden nicht zum KI-Training verwendet. Hinweis: Alle Preise sind in US-Dollar (inklusive Steuern). Funktionsvergleich: 111 Quell- und 165 Zielsprachen, bis zu 4K, Lippensynchronisation max. 60 Min. pro Datei. Plan-Übersicht mit den Labels DSGVO-konform und SOC 2 Typ II..
  2. Vozo – Video übersetzen (deutsche Produktseite). https://www.vozo.ai/de/video-translate (abgerufen am 2026-08-30). Ablauf in drei Schritten (Upload, Prüfen und Bearbeiten, Export), über 160 Sprachen und Dialekte, VoiceREAL und VoiceNATIVE für Voice Cloning, LipREAL für Lippensynchronisation, Visual Translation für Text im Bild, Upload von SRT-, ASS- und VTT-Dateien, Import per Link von YouTube, Google Drive, TikTok, Zoom und Rumble, Glossarverwaltung und Team-Arbeitsbereiche..
  3. Vozo – deutsche Startseite. https://www.vozo.ai/de (abgerufen am 2026-08-30). Anbieterangaben: über 160 Sprachen, mehr als 7 Millionen Kreative und Unternehmen in über 40 Ländern, Vozo-API und Verfügbarkeit im AWS Marketplace, SOC 2 Type II Controls und GDPR-konforme Datenverarbeitung. Fußzeile mit Links auf Datenschutzrichtlinie (/privacy_policy), Auftragsverarbeitungsvertrag (/dpa) und Vertrauens- und Sicherheitscenter (trust.vozo.ai). Deutsche Akzentvarianten werden auf der Seite nicht genannt..
  4. Vozo – Privacy Policy (Version v3.2). https://www.vozo.ai/privacy_policy (abgerufen am 2026-08-30). Betreiber Honeybee Technology Ltd, Stand 29. Juli 2026. Server und Dienstleister in den USA, für Übermittlungen aus EU, UK und Schweiz gelten die EU-Standardvertragsklauseln (Abschnitt 7). Aufbewahrung bis zu 90 Tage nach Kontoauflösung, Kundeninhalte bis zu 90 Tage nach Ende des Abonnements (Abschnitt 8). Inhalte werden nicht zum Training oder zur Verbesserung von Modellen zugunsten anderer Kunden genutzt, Feinabstimmungen bleiben kundenisoliert (Abschnitt 3). Betroffenenrechte über legal@vozo.ai (Abschnitt 11). Keine Daten von Personen unter 18 Jahren (Abschnitt 10)..
  5. Vozo – Data Processing Agreement. https://www.vozo.ai/dpa (abgerufen am 2026-08-30). Auftragsverarbeitungsvertrag als Bestandteil der Nutzungsbedingungen, Stand 20. Februar 2026, Auftragsverarbeiter Honeybee Technology Ltd. Verschlüsselung bei Übertragung (TLS 1.2 und höher) und im Speicher, rollenbasierte Zugriffskontrolle, Monitoring (Abschnitt 6, Annex II). Unterauftragsverarbeiter nur nach Kategorien benannt, namentliche Liste über das Trust Center oder auf Anfrage (Abschnitt 7, Annex III). Einzelne Funktionen laufen auf Infrastruktur von Drittanbietern für KI-Modelle (Abschnitt 8). Kundenisolierte Feinabstimmung (Abschnitt 9), Löschung bzw. Export nach 90 Tagen (Abschnitt 12), EU-Standardvertragsklauseln Modul 2 nach Beschluss (EU) 2021/914 mit Recht und Gerichtsstand Irland (Abschnitt 13, Annex IV)..

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