Lokalise
Lokalise OÜ
Cloud-basiertes Translation Management System (TMS) mit nativem KI-Übersetzungs-Workflow. Lokalise unterstützt über 50 Dateiformate (XLIFF, JSON, InDesign IDML, Android XML, iOS Strings u.a.), bindet DeepL, Google Translate und OpenAI direkt ein und liefert einen Post-Editor mit QA-Prüfung, Translation Memory und Glossar-Verwaltung. Besonders stark für Teams, die Software, Produktdokumentation oder mehrsprachige Inhalte in mehreren Sprachen gleichzeitig pflegen.
Kosten: Essential ab 120 €/Monat; Pro ab 230 €/Monat; Enterprise auf Anfrage. Alle Pläne mit unbegrenzten Projekten und Nutzern; Limits auf Keys/Monat. Kostenlose 14-Tage-Testversion.
Stärken
- Über 50 Dateiformate nativ — inkl. XLIFF, IDML (InDesign), JSON, PO/POT, Android/iOS
- Direkte MT-Integration von DeepL, Google Translate, OpenAI und Microsoft Translator
- Post-Editor mit Translation Memory, Glossar und QA-Checks in einem Interface
- Massenübersetzung ganzer Projekte per Klick — kein manuelles Datei-für-Datei
- Reviewer-Workflow: Übersetzer und Reviewer in getrennten Rollen steuerbar
- EU-Datenhosting (Amazon AWS EU), DSGVO-konform mit AVV verfügbar
Einschränkungen
- Preisstruktur ist key-basiert — bei sehr langen Dokumenten schnell teuer
- Einarbeitung dauert 1–2 Tage; kein 'einfach loslegen' ohne Projektkonfiguration
- KI-Übersetzung ist add-on-pflichtig in manchen Plänen — Preisvergleich nötig
- Kein nativer InDesign-Plugin — IDML muss manuell exportiert/importiert werden
Passt gut zu
Kurzfazit
Lokalise ist die pragmatischste Wahl für Teams, die Übersetzungsprojekte ohne eigene Übersetzungsagentur stemmen wollen. Die Plattform verbindet einen vollständigen TMS-Workflow (Translation Memory, Glossar, QA, Reviewer-Rollen) mit direkter KI-Übersetzung über DeepL, OpenAI oder Google Translate — alles im Browser, ohne Desktop-Client. Für Spielwarenhersteller mit regelmäßigem Lokalisierungsbedarf ist Lokalise der Weg zwischen “alles an eine Agentur” und “Custom-Entwicklung mit DeepL-API selbst bauen”.
So steigst du ein
Schritt 1: Auf lokalise.com eine 14-tägige kostenlose Testversion starten — keine Kreditkarte nötig. Ein erstes Projekt anlegen und eine Quelldatei hochladen: XLIFF, JSON oder die exportierte IDML-Datei aus InDesign. Lokalise analysiert die Datei und zieht automatisch alle übersetzbaren Strings heraus.
Schritt 2: MT-Integration aktivieren. Unter “Project Settings → Machine Translation” wählst du DeepL (für europäische Sprachen), OpenAI oder Google Translate aus und gibst den API-Key ein. Dann per “Pre-Translate” die gesamte Quelldatei maschinell übersetzen — das dauert für eine 2.000-Wort-Spielanleitung in 10 Sprachen unter 60 Sekunden.
Schritt 3: Glossar und Translation Memory einrichten. Spielzeug-spezifische Begriffe (Altersangaben, Sicherheitshinweise, Produktnamen) im Glossar hinterlegen. Translation Memory wächst mit jeder abgeschlossenen Übersetzung — nach dem ersten Produkt-Batch sind viele Warnhinweise und Standardformulierungen bereits gespeichert und müssen nicht erneut übersetzt werden.
Ein konkretes Beispiel
Ein Berliner Spielzeugimporteur (12 eigene Markenprodukte, Vertrieb in DE, FR, PL, NL, ES, IT) hat mit Lokalise seinen Agentur-Workflow abgelöst. Früher: InDesign-Dateien per E-Mail an drei verschiedene Agenturen, Rücklauf nach 10–15 Werktagen, Nachformatierung in InDesign. Heute: IDML-Export in Lokalise, KI-Vorübersetzung über DeepL in 5 Minuten, Review durch einen Muttersprachler-Freelancer pro Sprache über die Plattform, IDML-Re-Import in 2 Stunden. Durchlaufzeit: von 3 Wochen auf 3–4 Tage. Kosten: 230 €/Monat Lokalise-Abo plus ca. 400 € externe Review-Kosten pro Produkt-Launch — statt früher 1.500–3.000 € pro Produkt allein für die Agenturübersetzung.
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