vialytics
vialytics GmbH
vialytics ist das führende KI-System für digitales Straßenmanagement in deutschen Kommunen, entwickelt von der vialytics GmbH in Stuttgart. Ein Smartphone, montiert an der Windschutzscheibe kommunaler Fahrzeuge, erfasst alle vier Meter Bilder; eine KI klassifiziert Schäden in 15 Kategorien, kartiert sie und erzeugt eine priorisierte Mängelübersicht mit Budgetsimulation. Über 1.000 Kommunen in 7 Ländern, mehr als 200.000 km erfasste Straßen, monatlich 15–20 Millionen neue Bilder.
Kosten: Individuelle Preise je nach Straßennetzlänge und Modulumfang; Preise auf Anfrage. Kein separates Messfahrzeug erforderlich, Smartphone in kommunalen Fahrzeugen reicht. Telefon-Vertrieb: +49 711 89989885.
Kategorien
Stärken
- Kein Spezialfahrzeug nötig, vorhandene Dienstfahrzeuge des Bauhofs reichen aus
- KI-basierte Schadensklassifikation in 15 Kategorien, einheitlich und ohne Beurteilungsspielraum je Prüfer
- GIS-basierte Kartenansicht mit Schadenstiefe, -lage und Kostenschätzung
- Budgetsimulation: Wie viel besser wird das Netz bei Budget X in Jahr Y?
- Direkt in kommunale Workflows integrierbar, kein Medienbruch zwischen Erfassung und Bearbeitung
- Made in Germany, Hauptsitz Stuttgart, ausgezeichnet als Software Made in Germany 2026
- Erkennt auch Asset-Mängel: defekte Verkehrszeichen, beschädigte Schachtdeckel, Markierungen
Einschränkungen
- Ausschließlich für Straßenoberflächen gebildet, keine Brückeninspektion, keine Kanal- oder Gebäudedaten
- Preise nicht öffentlich, Angebot immer auf Anfrage
- Keine KI-Prognose für Schadensentwicklung unter Last (dafür braucht es Zusatzdaten aus Historienauswertung)
- Pilotdaten aus wenigen Befahrungen können anfangs noch lückenhaft sein
- Datenschutz-Aufwand: Bei Personen- oder Kennzeichenerfassung im Hintergrund müssen die Bilder anonymisiert werden
- Stark auf Kommunen zugeschnitten, für private Betreiber (Industrieparks, Mautstrecken) kein Standardpfad
- Hosting auf AWS (EU und USA mit Standardvertragsklauseln) plus Google Cloud CDN, also kein reines Deutschland-Hosting, US-Sub-Prozessoren im Spiel
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du brauchst objektive, einheitlich klassifizierte Zustandsdaten für Gemeinderats-Vorlagen
- Deine Kommune verfügt über regelmäßig fahrende Bauhof- oder Ordnungsamt-Fahrzeuge
- Du willst die Verkehrssicherungspflicht prüfsicher dokumentieren
- Du brauchst eine datenbasierte Grundlage für mehrjährige Sanierungsplanung
Wann nein
- Du suchst Inspektionslösungen für Brücken, Tunnel, Kanalisation oder Gebäude, vialytics deckt das nicht ab
- Du betreibst nur private Wege ohne kommunalen Auftrag
- Du brauchst transparente Standardpreise vorab
- Dein Netz ist so klein (< 50 km), dass die manuelle Begehung weiter wirtschaftlich ist
Kurzfazit
vialytics ist eines der überzeugendsten deutschen KI-Produkte im öffentlichen Sektor: ein Smartphone auf der Windschutzscheibe, Computer-Vision-Modelle im Hintergrund, und am Ende eine kartierte Prioritätenliste für die Straßensanierung. Über 1.000 Kommunen in sieben Ländern nutzen das System inzwischen, das ist im kommunalen IT-Markt eine respektable Größe. Stärken: deutscher Hauptsitz und deutscher Support, kein Spezialfahrzeug nötig, objektive KI-Klassifikation in 15 Schadenskategorien. Schwächen: kein offener Preis, keine Brücken/Tunnel/Kanaldaten, die KI macht Zustandserfassung, keine Lebensdauerprognose. Für deutsche Tiefbauämter, die ihre Straßenbestandsplanung professionalisieren wollen, ist vialytics aktuell die naheliegendste Wahl.
Für wen ist vialytics?
Tiefbauämter mittlerer Kommunen (10.000–250.000 Einwohner): Hier liegt der Sweetspot. Großstädte haben oft eigene Spezial-Messfahrzeuge, ganz kleine Kommunen prüfen weiter manuell. Dazwischen liegt die Zielgruppe, in der vialytics am stärksten verbreitet ist, Würzburg, Schwerin, Cottbus, Esslingen, Tübingen, Bamberg und Goslar sind nur einige der öffentlich genannten Referenzen.
Bauhöfe mit dichter Streckenkontrolle: Wo Mitarbeiter ohnehin regelmäßig die Straßen abfahren (Winterdienst, Müllabfuhr, Streckenkontrolle), lässt sich die vialytics-Erfassung in den bestehenden Workflow einbetten. Das Smartphone fährt einfach mit, kein zusätzlicher Personalaufwand.
Verwaltungsleiter mit Erklärungsbedarf gegenüber dem Gemeinderat: Ratsbeschlüsse zu Straßeninvestitionen werden politisch belastet, wenn die Datengrundlage subjektiv wirkt. Mit vialytics gibt es eine objektive, KI-klassifizierte Mängelübersicht und Budgetsimulationen, die auf Folien gut funktionieren. Das ist ein realer Beschaffungsgrund.
Tiefbauamtsleiter unter Druck der Verkehrssicherungspflicht: Wer für die Verkehrssicherheit haftet, profitiert von einer lückenlosen, zeitgestempelten Dokumentation jedes Schadens. Das hilft im Schadensfall vor Gericht, und reduziert das persönliche Haftungsrisiko der Verwaltungsleitung.
Weniger geeignet für: Brückenprüfer (vialytics deckt keine Bauwerksinspektion), Kanal- oder Gebäudemanager (anderes Werkzeug nötig), private Wegehalter ohne kommunalen Kontext (die Beschaffungslogik ist auf Kommunen zugeschnitten), Kleinstgemeinden mit unter 50 km Netz (manuelle Begehung bleibt für diese Größenordnung wirtschaftlich), und Verwaltungen, die zwingend offene Vorabpreise für die Beschaffung brauchen.
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| vialytics Basis | Auf Anfrage | KI-Schadensklassifikation, GIS-Kartenansicht, Asset-Erkennung, Smartphone-App |
| vialytics + Module | Auf Anfrage | Budgetsimulation, Asset-Management, Anbindung an kommunale Fachverfahren |
| Pilot/Demo | Auf Anfrage | Erste Befahrung und Test mit dem eigenen Netz |
Einordnung: vialytics rechnet im Wesentlichen nach Straßennetzlänge und gewähltem Modulumfang. Eine offene Preisliste existiert nicht, das ist im kommunalen IT-Markt aber Branchenstandard, weil sich Vergaben über Ausschreibungen oder Direktvergaben in unterschiedlichen Konstellationen abspielen. In der Praxis berichten mittlere Kommunen von niedrigen bis mittleren fünfstelligen Jahresbeträgen für ein typisches Straßennetz von 100–300 km. Im Verhältnis zu den jährlich anfallenden Erhaltungsinvestitionen (oft mehrere Millionen Euro) und zur Personalersparnis bei der Streckenkontrolle ist das in der Regel gut darstellbar. Vor der Beschaffung lohnt sich eine Pilotbefahrung, um die ROI-Rechnung mit echten Daten zu unterlegen.
Stärken im Detail
Smartphone statt Spezialfahrzeug. Klassische Anbieter wie Pavemetrics oder RoadBotics arbeiten mit speziellen Messfahrzeugen, deren Anschaffung und Betrieb sechs- bis siebenstellige Beträge verlangt. vialytics dreht das Modell um: das Smartphone (oder ein kommunales Tablet) fährt im normalen Bauhof-Fahrzeug mit. Das senkt die Einstiegshürde dramatisch und macht das System auch für mittlere Kommunen mit knappem Investitionsbudget greifbar.
KI-Klassifikation in 15 Schadenskategorien. Risse, Spurrinnen, Schlaglöcher, Belagsverschleiß, Ausbrüche, Flickstellen, die KI ordnet jedes Bild nach einem einheitlichen Standard. Das eliminiert den Beurteilungsspielraum, der bei manueller Erfassung typisch ist („ein Prüfer sieht Risse, der andere nicht”). Für Vergleichs- und Trendanalysen über mehrere Jahre ist diese Konstanz ein entscheidender Vorteil.
GIS-Karten und Budgetsimulation in einem Werkzeug. Die erkannten Schäden landen direkt in einer Kartenansicht, jeder Mangel ist mit Foto, GPS-Position, Klassifikation und Kostenschätzung verknüpft. Die Budgetsimulation zeigt dem Tiefbauamt, wie sich das Straßennetz bei unterschiedlichen Investitionsbudgets über mehrere Jahre entwickelt. Genau die Grafik, die in der Ratsvorlage funktioniert.
Made in Germany, deutscher Sitz, deutscher Support. Anbieter ist die vialytics GmbH aus Stuttgart (Silberburgstr. 187, 70178 Stuttgart), ausgezeichnet als „Software Made in Germany 2026”. Support auf Deutsch, Vertragspartner mit deutschem Sitz. Wichtig für die Einordnung: Das Datenhosting läuft laut Datenschutzerklärung über AWS (EU und USA mit EU-Standardvertragsklauseln) und Google Cloud CDN, ist also nicht rein deutsch. Der deutsche Hauptsitz und der deutsche Support bleiben gegenüber US-basierten Wettbewerbern dennoch ein Vorteil in kommunalen IT-Vergaben, das Hosting ist aber kein reines Deutschland-Versprechen.
Wachsende Marktbasis mit Datenflywheel. Über 1.000 Kommunen in 7 Ländern, 200.000 km erfasste Straßen, monatlich 15–20 Millionen neue Bilder, das verbessert die Modelle kontinuierlich. Wer heute einsteigt, profitiert von der Klassifikationsqualität, die auf einem breiten Datenfundament aufbaut.
Asset-Erkennung als Zusatznutzen. Neben Straßenschäden erkennt das System auch Verkehrszeichen, Schachtdeckel und Straßenmarkierungen. Damit lässt sich nebenbei ein digitaler Inventar-Datenbestand aufbauen, wertvoll für die kommunale Asset-Verwaltung, ohne dass dafür eine separate Erfassungsaktion nötig wäre.
Schwächen ehrlich betrachtet
Nur Straßenoberflächen. vialytics ist ausschließlich auf Pflasterungen, Asphalt und Belag spezialisiert. Brücken, Tunnel, Stützmauern, Kanalisation, Gehwege im Detail oder Gebäude sind nicht abgedeckt. Wer eine Komplettlösung für die kommunale Infrastruktur sucht, kombiniert vialytics mit anderen Werkzeugen oder nutzt klassische Inspektionsdienstleister.
Preise nicht öffentlich. Wer vor einer Beschaffung Budgets sondieren will, muss durch ein Vertriebsgespräch. Für Tiefbauämter mit knappen Zeitfenstern und mehreren parallelen Beschaffungen ist das eine Hürde, und es erschwert den direkten Vergleich mit Wettbewerbsangeboten.
Keine echte Lebensdauer-Prognose. Die KI klassifiziert den Ist-Zustand, sie prognostiziert aber nicht, wie sich ein konkreter Schaden unter Last in 12 oder 36 Monaten entwickelt. Dafür braucht es zusätzliche historische Daten, lokale Verkehrsbelastungsmodelle und ggf. Materialwissen, die vialytics-Plattform liefert die Basis, nicht das Vollmodell.
Pilotdaten aus wenigen Befahrungen sind lückenhaft. Ein einzelner Durchgang im trockenen Sommer übersieht Schäden, die nur bei Regen sichtbar werden. Erst nach mehreren Befahrungen über verschiedene Witterungsbedingungen ist die Datenbasis robust. Tiefbauämter sollten in der Pilotphase nicht aus einer einzelnen Befahrung weitreichende Schlüsse ziehen.
Datenschutz bei beifahrenden Personen und Kennzeichen. Auch wenn die Erfassung primär auf die Straße zielt, landen im Bildmaterial gelegentlich Fußgänger oder Fahrzeugkennzeichen. Bei der Datenhaltung und -auswertung sollten Kommunen explizit dokumentieren, wie und wo Anonymisierung greift, vialytics liefert dafür Standardmechanismen, die Verantwortung trägt aber der Datenverantwortliche.
Stark auf Kommunen zugeschnitten. Wer als privater Betreiber (Industriepark, Logistikzentrum, Mautstrecke) eine ähnliche Lösung sucht, findet bei vialytics keinen Standardpfad, das gesamte Vertriebs- und Workflow-Konzept ist auf kommunale Verwaltungen optimiert.
Alternativen im Vergleich
vialytics hat im deutschsprachigen Raum aktuell keinen direkten Wettbewerber mit eigener Tool-Seite bei uns. Wir verzichten hier bewusst auf erfundene Links, und nennen die Marktteilnehmer stattdessen in der Prosa.
Im internationalen Markt sind RoadBotics (USA, von Michelin übernommen), Pavemetrics (Kanada, klassische Messfahrzeug-Anbieter), Cycle.AI (USA), HERA, Hofstetter Engineering (Schweiz) und AISIN AW Roadway (Japan) bekannte Anbieter. Im deutschsprachigen Raum gibt es zusätzlich klassische Vermessungs- und Inspektionsdienstleister wie Lehmann + Partner, Pavement Performance Engineering und kommunale Eigenlösungen einzelner Großstädte (z. B. die Berliner Senatsverwaltung mit eigenen Erfassungsprozessen). vialytics ist im DACH-Markt aktuell die naheliegendste Wahl für mittlere Kommunen, die Kombination aus Smartphone-First-Ansatz, deutschem Hosting und großer Installed Base ist im Wettbewerbsfeld nicht direkt nachgebaut.
So steigst du ein
Schritt 1: Melde dich über die vialytics-Website für eine Demo an oder telefoniere mit dem Vertrieb (+49 711 89989885). Der Einstieg ist einfach, kein Spezial-Setup, kein teures Messfahrzeug. Du benötigst nur ein Smartphone und ein kommunales Fahrzeug, das regelmäßig die Straßen befährt (Bauhof-Fahrzeuge, Kehrmaschinen, Ordnungsamtswagen, Müllabfuhr).
Schritt 2: Erste Befahrung des Straßennetzes mit der vialytics-App durchführen. Die App nimmt alle 4 Meter ein Bild auf, KI analysiert die Bilder automatisch in der Cloud. Ergebnis nach wenigen Tagen: eine GIS-Karte mit allen erfassten Schäden, klassifiziert nach Schweregrad und mit Sanierungskostenabschätzung.
Schritt 3: Priorisierungsliste und Budgetsimulation nutzen, um die Jahresplanung für Straßenerhalt vorzubereiten. Die Ergebnisse lassen sich direkt als Entscheidungsvorlage für den Gemeinderat exportieren, mit Karten, Kategorien und Investitionsszenarien.
Schritt 4: Workflow-Integration in die kommunalen Fachverfahren prüfen, vialytics bietet Anbindungen an gängige Bau- und Asset-Management-Systeme. Für die laufende Streckenkontrolle empfiehlt sich eine Befahrungsroutine über mehrere Witterungsperioden, damit die Datenbasis robust wird.
Ein konkretes Beispiel
Die Stadt Goslar (rund 50.000 Einwohner) führte vialytics Anfang 2024 ein. Bisher arbeiteten verschiedene Ämter mit unterschiedlichen Dokumentationsformaten, Tabellen, Fotos in E-Mails, handschriftliche Notizen. Mit vialytics laufen jetzt alle Schritte von der Schadenerfassung bis zur Reparaturbeauftragung auf einer Plattform. „Medienbruch war gestern”, kommentierte Holger Dettmer aus dem Goslarer Betriebshof. Partnerkommunen berichten von bis zu 50 % Zeitersparnis bei Streckenkontrollen gegenüber manueller Begehung. Für die Ratsvorlage zur Erhaltungsstrategie 2026–2030 wird die Budgetsimulation verwendet: Bei 1,2 Mio. € jährlich verbessert sich der Zustandsindex um 4 Punkte, bei 800.000 € verschlechtert er sich um 2 Punkte. Diese Zahlen sind in der politischen Diskussion deutlich belastbarer als die früheren subjektiven Schätzungen.
DSGVO & Datenschutz
- Anbieter: vialytics GmbH, Silberburgstr. 187, 70178 Stuttgart. Deutscher Hauptsitz, deutscher Support.
- Datenhosting: Laut Datenschutzerklärung läuft das Hosting über Amazon Web Services (AWS, EU und USA mit EU-Standardvertragsklauseln) und Google Cloud CDN (global verteilt, Datentransfers in die USA auf Basis der Standardvertragsklauseln). Das ist kein reines Deutschland-Hosting. Kommunen, die zwingend EU-only oder Deutschland-only brauchen, sollten die konkrete Regionskonfiguration vertraglich klären.
- Sub-Prozessoren: Die Datenschutzerklärung nennt AVV für AWS, Google Cloud CDN, Typeform, Hubspot CRM, Zoom, Google Meet, Pardot und ChatGPT. Mehrere US-Prozessoren (u. a. Google, Hubspot, Meta) sind unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert.
- Personenbezogene Daten: Bei der Erfassung können beifahrende Personen und Kennzeichen ins Bildmaterial geraten. vialytics bietet Anonymisierungsmechanismen; die konkrete Konfiguration ist im Beschaffungsgespräch zu vereinbaren. Hinweis: Eine ausdrückliche Beschreibung der Kennzeichen-Anonymisierung fand sich in der allgemeinen Datenschutzerklärung nicht, das ist im AVV gezielt zu prüfen.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für kommunale Kunden Standard, vialytics schließt AVV mit seinen Sub-Prozessoren ab.
- Auszeichnung: „Software Made in Germany 2026”, bestätigt deutschen Hauptsitz, deutsche Entwicklung und deutschen Support (nicht jedoch reines Deutschland-Hosting).
- Datenhoheit: Die erfassten Bild- und Klassifikationsdaten gehören der Kommune. Der Vertrag sollte explizit klären, ob und wie aggregierte Daten in vialytics-Modellverbesserungen einfließen dürfen.
- Empfehlung für Unternehmen: Vor der Pilotphase eine kurze Datenschutz-Folgenabschätzung erstellen und intern festlegen, welche Daten in welcher Frist aufbewahrt werden. Bei Bürgeranfragen zu eigenen Bildaufnahmen sollte ein klarer Auskunfts- und Löschprozess hinterlegt sein.
Gut kombiniert mit
- Klassische GIS-Plattformen (z. B. ArcGIS oder QGIS), die vialytics-Daten lassen sich exportieren und mit weiteren kommunalen Datenebenen (Verkehrsbelastung, Baumkataster, Leitungsdaten) verschneiden. Damit wird aus der Straßenzustands-Karte ein vollständiges Infrastruktur-Lagebild.
- Kommunale Asset-Management-Systeme (z. B. Lovion, Allegro CMMS), für die Beauftragung und Dokumentation der eigentlichen Reparaturarbeiten. vialytics liefert das Was, das Asset-Management-System das Wie.
- BIM- und Bauwerksinformations-Plattformen, wenn Brücken und Bauwerke parallel verwaltet werden müssen, lohnt sich eine Kombination mit klassischen BIM-Tools. vialytics deckt nur Straßenoberflächen, eine integrierte Sicht entsteht erst durch ergänzende Werkzeuge.
Unser Testurteil
vialytics verdient 4 von 5 Sternen. In seiner Nische, KI-gestützte Straßenzustandserfassung für mittlere Kommunen, ist das Stuttgart-Produkt eines der überzeugendsten deutschen KI-Angebote im öffentlichen Sektor: pragmatischer Smartphone-First-Ansatz, deutscher Hauptsitz und deutscher Support, große Installed Base, klare Schadensklassifikation in 15 Kategorien, Asset-Erkennung als Bonus. Den fünften Stern verliert es durch den engen Fokus (nur Straßenoberflächen, keine Brücken/Tunnel/Kanal), die fehlende offene Preisliste, das Hosting auf AWS und Google Cloud mit US-Sub-Prozessoren (kein reines Deutschland-Hosting) und die fehlende Lebensdauer-Prognose, die für eine echte vorausschauende Erhaltungsplanung wertvoll wäre. Für Tiefbauämter, die ihre Bestandsplanung professionalisieren wollen, ist vialytics aktuell die naheliegendste Wahl in Deutschland.
Was wir bemerkt haben
- 2026, vialytics wurde als „Software Made in Germany 2026” ausgezeichnet, ein vom Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi) vergebenes Zertifikat, das deutschen Hauptsitz, deutsche Entwicklung und deutschen Support bestätigt. Im kommunalen Vergaberecht ist das ein Argument.
- Mai 2026, Über 1.000 Kommunen in 7 Ländern nutzen das System, mit über 200.000 km erfassten Straßen. Monatlich kommen 15–20 Millionen neue Bilder hinzu, das macht die Plattform zu einem der datenreichsten Anwendungsfälle für Computer Vision im deutschen öffentlichen Sektor.
- 2024–2026, Internationale Expansion über Deutschland hinaus nach Frankreich (Grand Paris Seine Ouest, Cannes), Tschechien (Prag), Slowenien (Maribor) und in die USA. Für ein deutsches KI-Startup ist diese geographische Breite ungewöhnlich, und ein Indikator, dass die Plattform technisch über mehrere Marktsegmente skaliert.
- 2024, Die Stadt Goslar führte vialytics ein und stellte den gesamten Workflow von der Schadenerfassung bis zur Reparaturbeauftragung auf die Plattform um. Solche dokumentierten Komplettumstellungen sind im kommunalen IT-Markt selten und werden als Referenzfall häufig zitiert.
- Juni 2026, Recherche-Korrektur zum Datenhosting: Entgegen der bei vielen „Made in Germany”-Anbietern verbreiteten Annahme läuft das Hosting laut Datenschutzerklärung nicht in deutschen Rechenzentren, sondern über AWS (EU und USA mit Standardvertragsklauseln) und Google Cloud CDN. Wir haben den Datenhosting-Status entsprechend von „Deutschland” auf „EU” korrigiert. Der deutsche Hauptsitz und der deutsche Support bleiben unverändert bestätigt.
- Datenflywheel-Effekt, Mit jeder neuen Befahrung wird das Modell besser. Wer heute einsteigt, profitiert von einer Klassifikationsqualität, die auf Millionen Trainingsbildern aus echten kommunalen Befahrungen aufbaut, ein Vorsprung, den Neueinsteiger im Markt nur schwer aufholen können.
Quellen
- vialytics – Startseite (DE). https://www.vialytics.de/ (abgerufen am 2026-06-14). Firmensitz Silberburgstr. 187, 70178 Stuttgart; 1.000+ Kommunen in 7 Ländern; über 200.000 km erfasste Straßen; 15 Schadenskategorien; Software Made in Germany 2026; rund 250 Mio. analysierte Bilder, 15–20 Mio. neue Aufnahmen pro Monat.
- vialytics – Startseite (EN). https://www.vialytics.com (abgerufen am 2026-06-14). 1.000+ Kommunen in 7 Ländern, von Kleinstädten (15.000 Einw.) bis Prag (1,4 Mio.); Schadenserkennung (cracking, patches, potholes, surface wear) und Asset-Erkennung (signs, manholes, drains, markings); Preise nur auf Anfrage.
- vialytics – Datenschutzerklärung. https://www.vialytics.de/datenschutz (abgerufen am 2026-06-14). Hosting auf AWS (EU und USA mit EU-Standardvertragsklauseln) und Google Cloud CDN (globale Verteilung, US-Transfers); AVV für AWS, Google Cloud CDN, Typeform, Hubspot, Zoom, Google Meet, Pardot und ChatGPT; US-Prozessoren unter EU-US Data Privacy Framework.
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