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TWAICE

TWAICE Technologies GmbH

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TWAICE ist eine Münchner Batterieanalytik-Plattform, die BMS-Rohdaten aus stationären Speichern und E-Fahrzeugen in handlungsrelevante Degradations-, Sicherheits- und Garantiediagnosen überführt. Kombiniert elektrochemische, semi-empirische und KI/ML-Modelle, um Kapazitäts- und Leistungsverluste zu erkennen, Zellungleichgewichte aufzudecken und Garantieparameter unabhängig vom Hersteller nachzuverfolgen. Eingesetzt von Energieversorgern und BESS-Betreibern weltweit, Kunden u. a. RWE, Verbund, Innergex, Brookfield, Eni Plenitude, Enpal.

Kosten: Keine öffentliche Preisliste; Richtwert für BESS-Anlagen ca. 5.000–15.000 USD pro Standort und Jahr, Rabatt-Modelle für Großportfolios. Modulare Pakete: Performance Manager, Warranty Manager, Safety Monitoring, Digital Commissioning.

Kategorien

Stärken

  • Kombiniert elektrochemische, semi-empirische und ML-Modelle, geht weit über reine BMS-Messwerte hinaus
  • Unabhängiges Garantie-Monitoring: Kapazität, Zyklen und Round-Trip-Efficiency werden ohne Herstellereinfluss nachverfolgt
  • Fleet-Übersicht über mehrere BESS-Standorte hinweg, erkennt systemische Muster, die einzelne BMS verbergen
  • Münchner Unternehmen mit europäischer Datenhaltung, KRITIS-Anforderungen berücksichtigbar
  • Modulare Produktstruktur (Performance, Warranty, Safety, Digital Commissioning)
  • Deutscher Support, deutschsprachige Customer-Success-Teams
  • Starke Kundenreferenzen (RWE, Verbund, Brookfield, Eni Plenitude, Innergex)

Einschränkungen

  • Kein öffentlicher Self-Service-Einstieg, Onboarding ausschließlich über Direktvertrieb
  • Preise nicht öffentlich, stark projektabhängig, Verhandlungsphase obligatorisch
  • Primär auf Li-Ion-Chemien (LFP/NMC) ausgelegt; Lead-Acid und Vanadium-Redox nicht abgedeckt
  • Erfordert strukturierten BMS-Datenzugang (SCADA/API), bei heterogenen Altanlagen aufwendig
  • Einstieg lohnt sich erst ab mehreren MWh Speicherkapazität
  • Keine Mess-Hardware, TWAICE setzt vorhandene BMS-Daten voraus

Passt gut zu

BESS-Assetmanager und -betreiber mit mehreren Speicherstandorten Unabhängige Diagnose für Garantieverfolgung gegenüber Batterieherstellern Energieversorger, die Degradationsursachen von Betriebsstrategie-Effekten trennen wollen OEMs und Integratoren, die Digital-Commissioning vor Inbetriebnahme nutzen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst Großspeicher (Grid-Scale BESS) und brauchst herstellerunabhängige Diagnostik
  • Du willst Garantieansprüche datenbasiert gegenüber Batterielieferanten durchsetzen
  • Du verwaltest mehrere Standorte und brauchst Fleet-Übersicht
  • Du musst KRITIS- oder DSGVO-Anforderungen für sensible Energieinfrastruktur erfüllen

Wann nein

  • Du betreibst nur Heimspeicher oder Kleinstanlagen unter 100 kWh
  • Deine Speicher nutzen Lead-Acid, Vanadium-Redox oder andere Nicht-Li-Ion-Chemien
  • Du brauchst die Mess-Hardware mitgeliefert, TWAICE ist reine Analytik-Schicht
  • Du willst per Self-Service starten und ohne Vertriebsgespräch testen

Kurzfazit

TWAICE ist die führende herstellerunabhängige Batterieanalytik-Plattform im europäischen Markt, ein Münchner Tiefen-Spezialist, der aus BMS-Rohdaten echte Diagnostik macht. Wer Großspeicher (Grid-Scale BESS) betreibt, mehrere Standorte überwacht oder Garantieansprüche datenbasiert durchsetzen will, bekommt mit TWAICE ein Werkzeug, das spürbar tiefer geht als die BMS-Dashboards der Anlagenhersteller. Vier Sterne, abgezogen wird ein Stern für die fehlende Selfservice-Option, die intransparente Preisstruktur und die klare Nicht-Eignung für kleine Anlagen. Wer aber zur Zielgruppe gehört (Asset-Manager großer Speicherportfolios, Energieversorger, Integratoren), bekommt eines der ausgereiftesten Tools im Segment, mit EU-Hosting, deutschem Support und Referenzkunden wie RWE, Verbund, Brookfield und Eni Plenitude.

Für wen ist TWAICE?

BESS-Assetmanager bei Energieversorgern: Wer mehrere Grid-Scale-Speicher (1–500 MWh) betreibt, bekommt mit TWAICE die zentrale Übersicht. State-of-Health, Sicherheitsalerts, Garantiekonformität und Performance-Daten laufen in einem Dashboard zusammen, das ersetzt eine Tabellen-Sammlung aus BMS-Exporten und manuellen Berechnungen.

Unabhängige Speicherbetreiber: IPPs (Independent Power Producers) und Co-Location-Anbieter, die fremd-finanzierte Speicher betreiben, brauchen herstellerunabhängige Daten für ihre Investoren und Banken. TWAICE liefert die Berichte und die Daten, mit denen sich die Performance gegenüber Eigenkapitalpartnern und Banken nachweisen lässt.

Integratoren und EPCs: Wer Speicher schlüsselfertig liefert, nutzt TWAICE im Digital Commissioning, um vor Inbetriebnahme Anomalien zu erkennen. Das spart Vor-Ort-Termine und vermeidet Garantiestreitigkeiten in der Aufnahmephase.

OEM-Battery-Engineering-Teams: Hersteller von Speichersystemen nutzen TWAICE, um die eigenen Produkte im Feld zu beobachten, Erkenntnisse fließen zurück in Produktentwicklung und Garantie-Pricing.

E-Mobility-Flottenbetreiber: Für E-Bus- und Lkw-Flotten bietet TWAICE EV-Battery-Analytics mit ähnlicher Tiefe, relevant für Carrier und Hersteller, die ihre Batterie-Restwerte und Second-Life-Optionen seriös bewerten wollen.

Weniger geeignet für: Eigenheimbesitzer mit Heimspeicher (Sonnen, Tesla Powerwall, BYD), Kleinstanlagen unter 100 kWh, Anlagen ohne strukturierten BMS-Datenzugriff, sowie Betreiber, die Hardware-Lieferung erwarten, TWAICE ist reine Analytik-Software, kein Mess-Stack.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Performance ManagerAuf AnfrageOperationelle KPIs, State-of-Health, Modulvergleich, Anomalie-Erkennung
Warranty ManagerAuf AnfrageGarantie-KPI-Tracking (Kapazität, Zyklen, RTE), automatische Berichte, Datenbasis für Garantie-Claims
Safety MonitoringAuf AnfrageEchtzeit-Alarmierung bei sicherheitskritischen Mustern (Thermal Runaway, Zellfehler)
Digital CommissioningAuf AnfrageAnomalie-Erkennung vor Inbetriebnahme, spart Vor-Ort-Termine
Modul-KombinationenAuf AnfrageBundle-Pricing für mehrere Module
Battery Encyclopedia0 USDKostenloses Knowledge-Portal mit BESS-Wissen, Glossar, Whitepaper

Einordnung: TWAICE veröffentlicht keine Preise, das ist branchenüblich für Enterprise-Software in der Energiewirtschaft, aber für KMU eine Hürde. Aus Marktberichten und Kundenangaben kursieren Richtwerte von rund 5.000–15.000 USD pro Standort und Jahr, mit Rabatten bei Großportfolios. Die Preisstruktur ist modular: Wer nur Garantie-Monitoring braucht, zahlt weniger als ein Vollbundle aus Performance, Safety und Warranty. Für Großspeicher (10+ MWh) ist das Verhältnis aus Investitionsvolumen (mehrere Mio. Euro) zu Analytik-Kosten (niedrige fünfstellige Beträge) klar im grünen Bereich. Für Anlagen unter 1 MWh oder Heimspeicher ist TWAICE überdimensioniert, Wettbewerber im Heimsegment (z. B. Sonnen Cloud, gridX) sind hier passender.

Stärken im Detail

Modell-Tiefe statt BMS-Read-Out. TWAICE kombiniert elektrochemische Modelle (Equivalent-Circuit-Modelle, Pseudo-2D), semi-empirische Alterungsmodelle und ML-basierte Anomalie-Erkennung. Das geht spürbar tiefer als die typischen BMS-Dashboards, die im Kern Spannungen, Ströme und Temperaturen zeigen. TWAICE erkennt z. B. Zellungleichgewichte, die das BMS noch als „Normal” bewertet, weil sie unter der Alarmschwelle liegen, aber langfristig zu Performance-Verlust führen.

Unabhängiges Garantie-Monitoring. Das ist der vielleicht wertvollste Use Case: Batteriehersteller geben Garantien (z. B. 70 % Kapazitätserhalt nach 10 Jahren), die in der Praxis nur schwer überprüfbar sind. TWAICE rechnet die garantierten KPIs (Kapazität, Zyklen, RTE) kontinuierlich nach. Wenn der Lieferant garantiert hat, aber die Anlage darunter liegt, gibt es eine datenbasierte Diskussionsgrundlage, statt einer Power-Point-Folie vom Lieferanten. Mehrere Großkunden berichten von erfolgreichen Garantie-Claims, die ohne TWAICE-Daten nicht durchsetzbar gewesen wären.

Fleet-Perspektive über mehrere Standorte. Wer zehn Speicher an unterschiedlichen Netzknoten betreibt, sieht im einzelnen BMS nicht, ob Standort A systematisch schlechter performt als Standort B, ob bestimmte Cycling-Strategien degradationsfördernd sind oder ob ein Hersteller über alle Anlagen hinweg überdurchschnittliche Probleme zeigt. TWAICE-Fleet-View macht solche systemischen Muster sichtbar, relevant für Investitionsentscheidungen und Lieferantenauswahl.

Münchner Sitz, EU-Datenhaltung. Für deutsche und europäische Energieversorger ist das ein entscheidender Vorteil: TWAICE-Daten werden in europäischen Rechenzentren gehostet, der Vertragspartner ist eine deutsche GmbH, die DSGVO-Konformität ist Standard. Für KRITIS-relevante Anlagen (Energiespeicher gelten zunehmend als kritische Infrastruktur) ist die EU-Hoheit ein Compliance-Faktor.

Reife der Plattform. TWAICE existiert seit 2018, das Produkt ist erprobt, die Kundenbasis breit. Im April 2025 sammelte TWAICE 22 Mio. USD ein, um die Plattform weiter auszubauen, die finanzielle Lage ist stabil. Die Plattform ist im Markt etabliert, Wettbewerber müssen mit kürzerer Track-Record arbeiten.

Digital Commissioning als Differenzierung. Statt nur den laufenden Betrieb zu beobachten, kann TWAICE bereits in der Inbetriebnahme-Phase Anomalien erkennen, verfehlte Verkabelungen, unbalancierte Module, falsch konfigurierte Inverter-Logik. Das ist ein klarer ROI-Hebel, weil Probleme vor Übergabe deutlich günstiger zu beheben sind als nach mehrjährigem Betrieb.

Starke Referenzkunden. RWE, Verbund, Brookfield, Eni Plenitude, Innergex, Doosan, Enpal, die Kundenliste liest sich wie ein Who’s Who der internationalen Energiewirtschaft. Für eine Procurement-Entscheidung im Versorger-Umfeld ist das eine relevante Risikominimierung.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein Self-Service, kein Trial. Wer TWAICE testen will, kommt nicht am Vertrieb vorbei. Ein „Klick-und-los”-Onboarding wie bei modernen SaaS-Tools gibt es nicht, und wird es vermutlich auch nie geben, weil die Datenintegration ohnehin Beratung erfordert. Für Innovations-orientierte Teams, die schnell etwas ausprobieren wollen, ist das eine Hürde. Wenigstens kostenlose Probe-Dashboards mit Demo-Daten wären wünschenswert.

Preisintransparenz. TWAICE veröffentlicht keine Preise. Das ist branchenüblich, aber für Budgetierung schwierig. Wer einen ersten Indikator braucht, ob TWAICE überhaupt in den finanziellen Rahmen passt, muss erst ein Vertriebsgespräch führen, ein vorgeschalteter ROI-Rechner oder eine Indikativ-Preisspanne wäre hilfreich.

Skalierungs-Untergrenze. Für Anlagen unter 1 MWh ist TWAICE überdimensioniert und wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen. Wer Heimspeicher (1–10 kWh) oder gewerbliche Kleinstanlagen (10–100 kWh) betreibt, bekommt mit OEM-Apps (Sonnen, BYD, Tesla) oder spezialisierten Tools wie gridX mehr Nutzen. TWAICE startet effektiv ab Container-Speicher und Grid-Scale.

Datenintegration kann komplex sein. Wer heterogene Altanlagen mit unterschiedlichen BMS-Herstellern, SCADA-Systemen und Historian-Lösungen betreibt, hat in der Anfangsphase erheblichen Integrations-Aufwand. TWAICE unterstützt zwar zahlreiche Standardformate, aber die Realität auf älteren Anlagen ist oft proprietär und unsauber dokumentiert. Onboarding-Zeiträume von 4–12 Wochen sind realistisch.

Reine Software-Schicht. TWAICE liefert keine Hardware, keine Sensoren, keine Mess-Module. Wenn die zugrundeliegenden BMS-Daten ungenau oder löchrig sind, hilft auch die beste Analytik nicht. Anlagen mit veralteten BMS-Generationen (vor 2015) liefern oft zu wenig Rohdaten für tiefe Diagnostik.

Fokus auf Li-Ion. Wer Lead-Acid (selten geworden), Vanadium-Redox (im Aufstieg), Natrium-Ionen oder andere Chemien einsetzt, findet bei TWAICE keine optimierten Modelle. Die Modellbibliothek ist auf LFP und NMC ausgelegt, das deckt den weit überwiegenden Marktanteil ab, ist aber für Pioniere alternativer Chemien eine Einschränkung.

Kein eingebautes EMS. TWAICE ist Analytik, kein Energy-Management-System. Wer Lade-/Entlade-Strategien, Day-Ahead-Trading oder Frequenzregelung implementieren will, braucht separate EMS-Software (z. B. Fluence Mosaic, Wärtsilä GEMS). TWAICE erklärt das auch offen mit einer eigenen „EMS vs. BESS Analytics”-Seite, die Tools sind komplementär, nicht konkurrierend.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Verteilnetz-Analytik statt Speicher-Analytik brauchstenvelio
Wetterprognosen für Erneuerbare brauchstenergy & meteo systems
Flexibilität und Demand-Response orchestrieren willstGridBeyond
Heimspeicher und kleine Gewerbespeicher steuern willstgridX
Energiemanagement im Industriebetrieb brauchstENIT Energy

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Volue Insight (Cloud-Analytik für Energiehandel und -betrieb, breiter als BESS), Fluence Mosaic (EMS plus Analytik, oft im Hause mit Fluence-Speichern), Wärtsilä GEMS (EMS für eigene Speicherprodukte), AccuTrack (US-fokussierte Speicher-Analytik), ElectricFish (US-Startup mit ähnlichem Fokus) und Voltaiq (US, Battery Intelligence Platform). TWAICE bleibt im europäischen Markt die ausgereifteste herstellerunabhängige Lösung, wer eine integrierte Plattform vom Hersteller akzeptiert, kann auch zu Fluence Mosaic greifen; wer Unabhängigkeit will, kommt an TWAICE schwer vorbei.

So steigst du ein

Schritt 1: Kontaktiere TWAICE über twaice.com/contact und beschreibe dein Portfolio: Anzahl Standorte, Chemie (LFP/NMC), installierte Kapazität in MWh, BMS-Hersteller, SCADA-Setup und das primäre Geschäftsziel (Performance, Garantie, Safety, Digital Commissioning). Eine kostenlose Demo des Dashboards ist Teil der Standard-Sales-Phase.

Schritt 2: Im Onboarding richtet TWAICE den Datenzugang ein, entweder über eine direkte BMS-API-Integration, eine SCADA-Datenpipeline oder CSV-Export aus deinem Historian. Die Plattform normalisiert Datenformate aus verschiedenen BMS-Herstellern automatisch. Rechne mit 4–12 Wochen Integrationszeit, je nach Heterogenität der Anlagen und Datenqualität.

Schritt 3: Nach der ersten Datenaufnahme (Richtwert: 30 Tage bis zum ersten aussagekräftigen Degradationsprofil) erhältst du Dashboards zu State of Health, Zellungleichgewichten, Sicherheitsalerts, Garantie-KPIs und identifizierten Degradationsmustern mit Handlungsempfehlungen. Die Customer-Success-Teams in München begleiten die ersten Quartale aktiv, damit dein Team lernt, die Daten in Betriebsentscheidungen zu überführen.

Ein konkretes Beispiel

Ein regionaler Energieversorger aus Süddeutschland betreibt drei stationäre LFP-Speicher mit je 5 MWh an verschiedenen Netzknoten. Nach 30 Monaten zeigt die TWAICE-Plattform: Zwei Systeme degradieren erwartungsgemäß (Kalenderalterung dominiert), eines zeigt ungewöhnliche Kapazitätsverluste an Sommertagen, zurückzuführen auf Zelltemperaturen über 35 °C durch suboptimale Kühlungsplanung. Die angepasste Kühllogik verlängert die prognostizierte Restlebensdauer des dritten Systems um schätzungsweise 2–3 Jahre. Das entspricht einem vermiedenen Austauschvolumen von ca. 250.000 €. Zusätzlich konnte der Versorger gegenüber dem Batterielieferanten mit den TWAICE-Daten einen Garantie-Claim auf zwei untermaßig performende Module durchsetzen, Lieferant tauschte aus eigenem Vorrat, Wert ca. 80.000 €. Lizenzkosten TWAICE: rund 25.000 €/Jahr für drei Standorte und das Performance-/Warranty-Bundle. ROI im ersten Klärungsfall: Faktor 13.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: TWAICE betreibt seine Plattform in europäischen Rechenzentren. Anbieter ist die TWAICE Technologies GmbH mit Sitz in München.
  • Datennutzung: Kundendaten werden ausschließlich zur Erbringung der vertraglich vereinbarten Analytikleistung verarbeitet. Eine Nutzung für KI-Modelltraining außerhalb der eigenen Kundeninstanz erfolgt nicht ohne explizite Vereinbarung.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standardmäßig im Enterprise-Vertrag enthalten. Standardvertragsklauseln verfügbar für Mehrländer-Setups.
  • KRITIS-Relevanz: Energiespeicher fallen zunehmend unter KRITIS-Anforderungen. TWAICE bietet die für KRITIS-Audits relevanten Nachweise (ISO 27001 in Vorbereitung/vorhanden, Datenhaltung in der EU, dokumentierte Zugriffsrechte).
  • Datenexport: Kunden behalten die Hoheit über ihre Daten. Bei Vertragsende erfolgt ein dokumentierter Export sämtlicher Kundendaten.
  • Empfehlung für Unternehmen: Vor Vertragsabschluss die konkreten Datenflüsse (welche BMS-Daten verlassen das Werk, in welcher Granularität, wie lange werden sie gespeichert) mit der eigenen Datenschutz-Abteilung klären. Für KRITIS-Anlagen zusätzlich BSI-konforme Sicherheitsarchitektur dokumentieren lassen.

Gut kombiniert mit

  • envelio, wer nicht nur Speicher, sondern das gesamte Verteilnetz analytisch im Griff haben will, kombiniert TWAICE (Speicher-Tiefe) mit envelio (Netz-Modellierung und -planung). Das deckt das Spannungsfeld Erzeugung – Netz – Speicher integriert ab.
  • energy & meteo systems, Wetter- und Erzeugungsprognosen sind die Input-Seite, TWAICE-Daten die Speicher-Output-Seite. Beide zusammen bilden die Grundlage für seriöse Day-Ahead-Optimierung im Speicherbetrieb.
  • GridBeyond, operative Vermarktung (Frequency Response, Capacity Markets, Wholesale Trading) auf Basis der TWAICE-Health-Daten. So lassen sich Vermarktungsstrategien an den Gesundheitszustand der Speicher koppeln, Belastung wird begrenzt, Restlebensdauer maximiert.

Unser Testurteil

TWAICE verdient 4 von 5 Sternen. Im Segment der unabhängigen Batterieanalytik für stationäre Speicher und EV-Flotten ist die Plattform der europäische Maßstab. Modell-Tiefe, Fleet-View, Garantie-Monitoring und EU-Hosting sind die vier Argumente, mit denen TWAICE sich im internationalen Wettbewerb (vor allem gegen US-Anbieter wie Voltaiq und ElectricFish) klar positioniert. Den fünften Stern verlieren die fehlende Self-Service-Option, die intransparente Preisstruktur und die fehlende Eignung für kleine Anlagen. Für die Zielgruppe, Asset-Manager großer Speicherportfolios, Energieversorger, IPPs, Integratoren, ist TWAICE die naheliegende Wahl, sofern das Budget den Vertriebsweg verträgt. Wer kleine Anlagen oder Heimspeicher betreut, ist mit gridX, Sonnen-Apps oder OEM-Tools besser bedient.

Was wir bemerkt haben

  • April 2025, TWAICE hat eine Finanzierungsrunde über 22 Mio. USD eingesammelt (Series-C-Erweiterung), geführt von u. a. Energize Capital und Cherry Ventures. Das stärkt die Plattform-Entwicklung und positioniert TWAICE für die internationale Expansion, vor allem in Nordamerika und Asien.
  • 2025, Die Kundenliste hat sich um große US- und kanadische Asset-Manager erweitert (Brookfield, Innergex, Peregrine Energy, MN8). Die Internationalisierung jenseits des EU-Heimatmarkts ist sichtbar, ein Indikator, dass die Plattform auch außerhalb des deutschen Energiemarkts wettbewerbsfähig ist.
  • Frühjahr 2026, Mit dem „Spring ‘26”-Release wurden neue Features für Warranty-Reporting und Performance-Tracking ausgerollt; TWAICE betont stärker die Verbindung von Analytik und Revenue-Optimierung. Die strategische Richtung: nicht nur Diagnostik, sondern direkter Beitrag zum Erlös des Speicherbetreibers.
  • 2026, TWAICE positioniert sich explizit als „Analytics-Layer” und grenzt sich von Energy-Management-Systemen (EMS) ab, mit einer eigenen Vergleichsseite „EMS vs. BESS Analytics”. Das schärft die Positionierung im Markt: TWAICE will nicht das EMS ersetzen, sondern parallel danebenstehen.
  • 2026, Der „BESS Pros Survey 2026” wurde veröffentlicht (117 Branchenprofis befragt). TWAICE nutzt solche Reports erfolgreich als Thought-Leadership-Vehikel, das Branding als unabhängige Daten-Autorität ist Teil der strategischen Positionierung.

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Arthur Atlas

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