Zum Inhalt springen
Freemium Ohne Setup 🇩🇪 Deutschsprachig ⚠️ Hybrid Zuletzt geprüft: 12. Oktober 2026

ThesisDraft

Morphica Technologies (Einzelunternehmen, Inhaber Dino Dervisevic)

3/5

Redaktionelle Einschätzung auf Basis von 6 öffentlichen Quellen. Kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.

Mit KI-Agenten recherchiert und geschrieben, verantwortlich: Redaktion KI-Syndikat. So arbeiten wir Fehler melden

Tool öffnen

ThesisDraft im Team einführen? KI-Training anfragen

ThesisDraft prüft Haus- und Abschlussarbeiten auf KI-Text und veröffentlicht seine Fehlalarmrate samt Messmethode und Textmenge. Der Check läuft ohne Konto und ohne Namen, die Arbeit landet in keiner Plagiatsdatenbank, gehostet wird in der EU. Für die Satzmarkierung auf Deutsch nutzt der Anbieter ein eigenes Modell, für bezahlte Prüfungen und das Umschreiben zusätzlich Google Gemini und Mistral. Derselbe Anbieter verkauft allerdings auch einen Humanizer.

Kosten: KI-Check kostenlos für die ersten 1.500 Wörter eines hochgeladenen Dokuments oder 1.000 Wörter eingefügten Text, ohne Konto; vollständiger Check 7 EUR einmalig bis 30.000 Wörter inklusive Plagiats- und Zitatprüfung, 14 Tage unbegrenzt wiederholbar; Akademischer Humanizer 13 EUR einmalig; Bündel Check + Humanizer 15 EUR; in einigen Regionen Check ab 1,99 EUR; Word-Add-in Basis 14,99 EUR und Plus 29,99 EUR pro Monat, Semesterpass 74,99 EUR für sechs Monate (Stand 12. Oktober 2026)

Kategorien

Stärken

  • Veröffentlichte Fehlalarmrate mit Methode und Korpus: höchstens 1,63 Prozent falsches Rot, gemessen an 1.035 deutschen Abschlussarbeiten aus den Jahren 2008 bis 2021
  • Die Zahlen sind konservativ gerechnet, nicht schöngerundet: 1,63 und 3,13 Prozent sind die einseitigen 95-Prozent-Obergrenzen zu 10 von 1.035 und 2 von 199 Treffern, wir haben beide nachgerechnet
  • Untergrenze gegen Fehlalarme: deutsche Texte unter 400 Wörtern bekommen nie Rot, unter 300 Wörtern gibt es gar kein Ergebnis
  • Derselbe Check für Studierende und Prüfende, gleiche Farbskala, gleiche Fehlerquote, kein separates Prüfenden-Dashboard
  • Anonym per Konstruktion: kein Name, keine Hochschule, keine Matrikelnummer, Zahlung und Dokumenttext in getrennten Systemen
  • Die eingereichte Arbeit wird nicht zu Vergleichsmaterial für die Prüfung anderer, anders als bei den Systemen der Hochschulen
  • Hosting und Speicherung in der EU über Google Cloud und Firebase, KI-Unterauftragsverarbeiter namentlich in der Datenschutzerklärung genannt
  • Einmalpreise statt Abo: 7 EUR für die ganze Arbeit bis 30.000 Wörter, 14 Tage unbegrenzt wiederholbar
  • Sagt selbst, dass kein Detektor Autorschaft beweist, und verzichtet ausdrücklich auf die Behauptung, der beste zu sein

Einschränkungen

  • Verkauft einen Akademischen Humanizer für 13 EUR und erklärt den Kreislauf aus Prüfen und Umschreiben selbst zum Produkt, genau das Muster, das wir bei anderen Anbietern kritisieren
  • Keine gemessene Fehlalarmrate für Menschen, die auf Deutsch in einer Fremdsprache schreiben, obwohl genau dort das größte Risiko liegt
  • Die Messung ist eine gut dokumentierte Selbstauskunft: Korpus und Skript sind nicht veröffentlicht, Dritte können die Zahlen nicht nachvollziehen
  • Anbieter ist ein Einzelunternehmen unter der Kleinunternehmerregelung, kein institutioneller Vertragspartner und kein öffentliches AVV-Angebot
  • Kein Produkt für Hochschulen: keine Institutionslizenz, keine LMS-Anbindung, nur eine E-Mail-Adresse für Rückfragen
  • Eingereichte Arbeiten bleiben ohne Löschfrist gespeichert, Löschung nur auf Anfrage und nur über die Analysereferenz
  • Deutsche Fassungen von Impressum und Datenschutzerklärung sind ausdrücklich nur informativ, verbindlich ist die englische, die AGB gibt es nur auf Englisch
  • Widersprüchliche Tarifangaben: die Preisseite nennt 5, 15 und 50 EUR für Kontotarife, die Word-Seite 14,99, 29,99 und 74,99 EUR
  • Das beworbene Word-Add-in ist noch nicht installierbar und nicht im Microsoft AppSource verfügbar

Passt gut zu

Studierende, die ihre eigene Arbeit vor der Abgabe anonym einschätzen wollen Betreuende, die einen KI-Verdacht mit einer belastbaren Fehlerquote einordnen müssen Deutschsprachige Abschlussarbeiten ab 400 Wörtern Wer eine Fehlalarmrate mit Methode statt einer Werbezahl sehen will

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du hast deine Arbeit selbst geschrieben und willst wissen, ob ein Detektor anschlägt, bevor es jemand anderes prüft
  • Du brauchst zu einem Prüfergebnis eine veröffentlichte Fehlerquote, die du im Gespräch zitieren kannst
  • Du willst eine deutschsprachige Arbeit prüfen und kein US-Tool mit englischem Trainingsschwerpunkt
  • Du willst nicht, dass die geprüfte Arbeit in einer Plagiatsdatenbank landet

Wann nein

  • Du suchst einen Beweis für oder gegen Autorschaft, den gibt es bei keinem Detektor
  • Du bist Prüfungsamt oder Hochschule und brauchst Institutionslizenz, AVV und LMS-Anbindung
  • Du willst markierte Passagen umschreiben lassen, damit der Detektor Grün zeigt
  • Du prüfst kurze Texte unter 300 Wörtern, dafür gibt das Werkzeug bewusst kein Ergebnis aus

Kurzfazit

ThesisDraft veröffentlicht, was bei KI-Detektoren fast kein Anbieter veröffentlicht: die eigene Fehlalarmrate mit Methode und Textmenge. Höchstens 1,63 Prozent falsches Rot, gemessen an 1.035 deutschen Abschlussarbeiten von vor ChatGPT. Wir haben nachgerechnet, die Zahl ist korrekt und bewusst pessimistisch. Drei Sterne statt vier, weil derselbe Anbieter für 13 Euro einen Humanizer verkauft und den Kreislauf aus Prüfen und Umschreiben selbst zum Produkt erklärt. Für Nicht-Muttersprachler fehlt die wichtigste Zahl.

Für wen ist ThesisDraft?

Studierende vor der Abgabe: Die Kernzielgruppe. Du hast deine Bachelor- oder Masterarbeit selbst geschrieben, liest aber überall von Kommilitonen, die trotzdem einen KI-Verdacht abbekommen haben. ThesisDraft gibt dir für 7 Euro eine Einschätzung über die ganze Arbeit, ohne Konto, ohne Namen und ohne dass die Arbeit in einer Plagiatsdatenbank landet. Die ersten 1.500 Wörter kosten nichts. Wichtig: ein grünes Ergebnis ist keine Freigabe und ein rotes kein Schuldspruch.

Betreuende und Prüfende: Wer einen Verdacht einordnen muss, braucht vor allem eine belastbare Fehlerquote, und genau die liefert ThesisDraft. Du kannst im Gespräch sagen, auf welchem Korpus die Zahl gemessen wurde. Der Haken: es gibt keine Institutionslizenz. Prüfende kaufen denselben 7-Euro-Check wie Studierende, mit allen beschaffungsrechtlichen Fragen, die das in einer Hochschulverwaltung aufwirft.

Falsch beschuldigte Schreibende: Die bitterste und ehrlichste Zielgruppe. Wenn deine Arbeit von einem anderen Detektor markiert wurde, hilft eine zweite Einschätzung mit veröffentlichter Fehlerquote mehr als eine zweite Prozentzahl ohne Kontext. ThesisDraft sagt auf der eigenen Genauigkeitsseite ausdrücklich, dass ein Ergebnis ein Anlass für ein Gespräch ist und nie ein Urteil. Dieser Satz ist im Zweifelsfall mehr wert als die Zahl daneben.

Nicht-Muttersprachler, mit ausdrücklicher Einschränkung: Der Anbieter nennt das Risiko offen, dass KI-Muster auch bei Menschen auftauchen, die in einer Fremdsprache schreiben. Nur misst er diesen Fall nicht. Für dich gilt die veröffentlichte Rate von 1,63 Prozent also nicht belegt, sondern nur vermutet. Nutze das Werkzeug, aber zitiere die Zahl nicht als deine.

Weniger geeignet für: Prüfungsämter und Hochschulen, die eine Institutionslizenz, einen Auftragsverarbeitungsvertrag und eine LMS-Anbindung brauchen, dafür gibt es hier kein Produkt. Ebenso für jeden, der eine forensisch belastbare Aussage über Autorschaft erwartet, und für alle, die markierte Passagen nur so weit umschreiben wollen, bis Grün erscheint.

Preise im Detail

AngebotPreisWas du bekommst
KI-Check kostenlos0 €Erste 1.500 Wörter einer hochgeladenen Datei oder 1.000 Wörter eingefügten Text, ohne Konto und ohne Namen, dieselbe Analyse wie bezahlt, Urteil erst ab 300 Wörtern
Vollständiger Check7 € einmaligGanzes Dokument bis 30.000 Wörter, Plagiats- und Zitatprüfung inklusive, jeder markierte Satz einzeln ausgewiesen, 14 Tage unbegrenzt wiederholbar
Akademischer Humanizer13 € einmaligFließtext Passage für Passage umformuliert, bis zu 3 Überarbeitungen in 14 Tagen, Belege zeichengenau erhalten, Überschriften, Tabellen und Literaturverzeichnis unangetastet
Check + Humanizer15 € statt 20 € einmaligBeides zusammen, 14 Tage unbegrenztes Prüfen plus Überarbeitung
Regionalpreisab 1,99 €In einigen Regionen kostet der Check laut Anbieter 1,99 €, maßgeblich ist der Preis auf dem Kaufknopf
Kontotarife5 € / Monat, 15 € / Monat, 50 € / SemesterLaut Preisseite, verlängern sich bis zur Kündigung
ThesisDraft für Word14,99 € / Monat (Basis), 29,99 € / Monat (Plus), 74,99 € / 6 MonateWord-Add-in, das aus hochgeladenen PDFs schreibt und jede Aussage auf eine Seite zeigt, derzeit nicht installierbar

Einordnung: Die Preistransparenz ist für diese Kategorie ungewöhnlich gut. Wo Turnitin eine institutionelle Jahreslizenz im vier- bis fünfstelligen Bereich verhandelt und GPTZero seine Beträge hinter einer client-seitig geladenen Preisseite versteckt, steht hier eine Zahl: 7 Euro für die ganze Arbeit. Das ist der niedrigste Einstieg, den wir in dieser Kategorie gesehen haben, und der kostenlose Teil ist mit 1.500 Wörtern ehrlich bemessen statt als Demo verkleidet. Zwei Dinge stören trotzdem. Erstens widersprechen sich die Kontotarife zwischen zwei eigenen Seiten: die Preisseite nennt 5, 15 und 50 Euro, die Word-Seite 14,99, 29,99 und 74,99 Euro, und welche Leiter für welches Produkt gilt, erklärt keine der beiden. Zweitens werden für das Word-Add-in Monatspreise beworben, obwohl der Anbieter auf seiner Faktenseite selbst schreibt, dass es noch nicht installierbar ist. Preise für ein Produkt, das man nicht bekommt, gehören nicht auf eine Preisliste.

Stärken im Detail

Eine Fehlalarmrate, die man nachrechnen kann. Das ist der eigentliche Grund, warum dieses Werkzeug eine Seite bekommt. ThesisDraft nennt für deutsche Texte über 400 Wörter höchstens 1,63 Prozent falsches Rot und höchstens 6,18 Prozent falsches Gelb oder Rot, für englische Texte 3,13 und 8,37 Prozent. Dazu nennt der Anbieter die Rohdaten: 10 Treffer in 1.035 Arbeiten, 2 in 199 Artikeln. Wir haben die beiden Obergrenzen selbst nachgerechnet, und sie stimmen auf die zweite Dezimale. 1,63 Prozent ist exakt die einseitige 95-Prozent-Obergrenze nach Clopper-Pearson für 10 von 1.035, 3,13 Prozent die für 2 von 199. Der Punktschätzer läge bei 0,97 beziehungsweise 1,01 Prozent. Der Anbieter nennt also nicht seinen besten Wert, sondern den ungünstigsten, der zu seiner Messung passt, und schreibt das auch hin. Das ist das Gegenteil der üblichen Werbezahl.

Ein Korpus mit Namen und Jahrgang. Die deutsche Messung läuft auf 1.035 Abschlussarbeiten der Hochschule Mittweida aus den Jahren 2008 bis 2021, jeweils vollständig, ausdrücklich nicht im Training verwendet. Dass die Arbeiten vor ChatGPT entstanden sind, macht sie zu einem sauberen Negativkorpus: hier ist jede Markierung per Konstruktion ein Fehlalarm. Dass der Anbieter dazuschreibt, die englische Messung beruhe auf professionellen Fachartikeln und nicht auf Studierendenarbeiten, weil ihm für englische Abschlussarbeiten noch eine Sammlung fehlt, ist eine Einschränkung, die er sich hätte sparen können, und nennt sie trotzdem.

Eine Untergrenze, die Erkennungsleistung kostet. Deutsche Texte unter 400 Wörtern bekommen nie Rot, unter 300 Wörtern gibt es überhaupt kein Ergebnis. Begründung des Anbieters: bei kurzen deutschen Texten würde jede Einstellung, die KI zuverlässig erkennt, etwa 7 von 100 selbst geschriebenen Texten falsch markieren, und das sei zu viel. Ein Anbieter, der auf Konversion optimiert, baut diese Sperre nicht ein. Sie ist das glaubwürdigste Detail der ganzen Seite.

Derselbe Check für beide Seiten, und zwar nachprüfbar. Die Behauptung steht auf der Genauigkeits- und der Preisseite, und wir haben sie bestätigt bekommen, allerdings aus einem Grund, den der Anbieter nicht betont: es gibt gar kein Prüfenden-Produkt. Kein Dashboard, keine Institutionslizenz, kein Originalitätsbericht für Lehrstühle, nur eine Mailadresse für Rückfragen. Wer als Prüfende prüft, kauft denselben 7-Euro-Check. Die Gleichbehandlung ist damit echt, sie entsteht aber durch Abwesenheit eines Angebots und nicht durch bewussten Verzicht auf Funktionen.

Anonymität als Architektur, nicht als Versprechen. Kein Name, keine Hochschule, keine Matrikelnummer, weder IP-Adresse noch Dateiname werden zur Einreichung gespeichert. Zahlung und Dokumenttext liegen in getrennten Systemen, verbunden nur über einen aus der Zahlung abgeleiteten Code. Die Kehrseite steht ebenfalls in der Datenschutzerklärung und ist konsequent: weil nichts zuzuordnen ist, kann der Anbieter deine Einreichung nur über die Analysereferenz finden.

Die Arbeit wird nicht zu Vergleichsmaterial. Was du hier prüfst, landet in keiner Plagiatsdatenbank und wird nicht zur Grundlage für die spätere Prüfung einer anderen Arbeit. Bei den Systemen, die Hochschulen einsetzen, ist genau das der Normalfall. Für eine Arbeit, die du vielleicht später publizieren willst, ist das ein handfester Unterschied.

Hosting in der EU, Unterauftragsverarbeiter mit Namen. Server und Speicherung laufen über Google Cloud und Firebase bei Google Ireland. Die Datenschutzerklärung nennt die KI-Dienstleister einzeln: Google Gemini API für Auszüge bei bezahlten Prüfungen, Mistral AI aus Frankreich als Ausweichpfad beim Umschreiben, Brave Search für die Websuche der Plagiatsprüfung. Das ist mehr Offenheit, als die meisten Anbieter dieser Größe aufbringen, und sie macht die Bewertung überhaupt erst möglich.

Schwächen ehrlich betrachtet

Der Humanizer, und damit das zentrale Glaubwürdigkeitsproblem. ThesisDraft hat sich bei uns ausdrücklich als Gegenstück zu den Humanizer-Funktionen gemeldet, die wir bei QuillBot kritisieren. Diese Darstellung hält nicht. Der “KI-Humanizer” ist der erste Eintrag im Produktmenü, kostet als “Akademischer Humanizer” 13 Euro, wird im Bündel “Check + Humanizer” für 15 Euro verkauft und taucht unter diesem Namen auch als Tarif in der Datenschutzerklärung auf. Schlimmer als die Funktion selbst ist, wie sie verkauft wird: “14 Tage lang kannst du überarbeiten und erneut prüfen, so oft du willst. Der Kreislauf ist das Produkt, nicht eine einzelne Zahl.” Prüfen, markierte Passagen umschreiben lassen, erneut prüfen, zwei Wochen lang unbegrenzt. Das ist die Optimierung auf ein grünes Ergebnis, auch wenn niemand sie so nennt. Auf derselben Preisseite steht der Satz “wir schreiben nichts um und verkaufen keinen Weg an einem Detektor vorbei”, wenige Zeilen über einem Produkt, das für 13 Euro Fließtext umschreibt. Zwei Dinge sprechen den Anbieter teilweise frei: er verzichtet ausdrücklich auf die Behauptung, die Überarbeitung ändere das Urteil irgendeines Detektors, “weil das nicht gemessen wurde”, und er protokolliert laut Datenschutzerklärung jeden Satz vorher und nachher. Eine Umgehungsgarantie wie bei Undetectable.ai ist das nicht. Ein Werkzeug für akademische Integrität aber auch nicht.

Die wichtigste Zahl fehlt, und das ist kein Detail. Detektoren schlagen bei Menschen, die in einer Fremdsprache schreiben, systematisch häufiger falsch an, das ist die am besten belegte Schwäche der ganzen Technologie. ThesisDraft nennt dieses Risiko in Prosa ausdrücklich: Muster tauchten manchmal auch “bei Menschen, die in einer Fremdsprache schreiben” auf. Eine gemessene Rate für diesen Fall gibt es nicht. Die 1.035 Mittweida-Arbeiten sind deutschsprachige Arbeiten einer deutschen Hochschule, wie viele davon von Nicht-Muttersprachlern stammen, steht nirgends. Die englische Messung beruht auf professionell geschriebenen Fachartikeln und ausdrücklich nicht auf Studierendenarbeiten. Selbst der Abschnitt “Was wir noch nicht wissen” führt den Jahrgang des Korpus und ungetestete Modelle auf, diese Lücke jedoch nicht. Für die Gruppe mit dem höchsten Schadensrisiko gilt die veröffentlichte Fehlerquote also nicht belegt. Wer von einer Hochschule beschuldigt wird und nicht muttersprachlich Deutsch schreibt, bekommt hier keine Zahl, auf die er sich stützen kann. Umgehung: bis das gemessen ist, Ergebnisse in diesem Fall nur qualitativ verwenden und die 1,63 Prozent nicht für sich zitieren.

Dokumentierte Selbstauskunft bleibt Selbstauskunft. Der Anbieter schreibt, jede Quote lasse sich auf ein erneut ausführbares Skript zurückführen. Veröffentlicht ist weder das Skript noch der Korpus, und die Mittweida-Arbeiten könnte er aus Urheberrechtsgründen auch kaum veröffentlichen. Reproduzierbar ist die Messung damit intern, nicht durch Dritte. Es fehlen außerdem Angaben, die eine Prüfung erst vollständig machen würden: welches Konfidenzniveau den Obergrenzen zugrunde liegt, welche Modell- und Schwellenwertversion gemessen wurde und wann. Dass unsere Nachrechnung die Zahlen bestätigt, zeigt eine saubere Statistik, nicht eine unabhängig bestätigte Genauigkeit.

Der Anbieter ist eine Person. Hinter ThesisDraft steht Morphica Technologies, ein Einzelunternehmen von Dino Dervisevic in München, laut Impressum unter der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG und damit ohne Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Das ist korrekt ausgewiesen und völlig legal. Für ein Produkt, das vollständige Abschlussarbeiten ohne Löschfrist speichert, ist es trotzdem ein Risiko: keine Haftungsbeschränkung, keine institutionelle Fortführung, keine Bereitschaft zur Verbraucherschlichtung. Was mit den gespeicherten Arbeiten passiert, wenn eine Person das Projekt beendet, regelt kein Dokument.

Für Hochschulen gibt es nichts zu kaufen. Die Genauigkeitsseite richtet sich mit einem eigenen Abschnitt an “Hochschulen und Prüfende”, das Angebot dahinter besteht aus einer Mailadresse und einem Blogbeitrag. Keine Institutionslizenz, kein Auftragsverarbeitungsvertrag, keine Anbindung an Moodle oder Ilias, keine Rechnung mit Umsatzsteuer. Ein Prüfungsamt kann dieses Werkzeug nicht beschaffen, und eine dienstliche Nutzung über einen privaten 7-Euro-Kauf ist keine Lösung.

Speicherung ohne Frist, Löschung nur mit Referenznummer. Eingereichter Text und hochgeladene Datei bleiben gespeichert, bis du die Löschung verlangst, eine Frist gibt es laut Anbieter nicht. Die Löschung erfolgt dann binnen 30 Tagen, aber nur über die Analysereferenz, weil die Einreichung bewusst keiner Person zugeordnet ist. Wer die Referenz verliert, kann sein Löschrecht praktisch nicht mehr ausüben, und die Datenschutzerklärung beruft sich für diesen Fall korrekt auf Art. 11 Abs. 2 DSGVO. Dass die Texte nicht “zum Training von KI-Modellen Dritter” verwendet werden, ist zudem genau zu lesen: die eigene Weiterentwicklung schließt der Satz nicht aus, und ein eigener Abschnitt nennt als Zweck ausdrücklich, “unsere Dienste weiterzuentwickeln”.

Rechtlich verbindlich ist Englisch. Impressum und Datenschutzerklärung tragen beide den Hinweis, die deutsche Fassung diene der Information, maßgeblich sei die englische. Die AGB gibt es nur auf Englisch. Bei einem Produkt, das sich an deutsche Studierende richtet und mit einem deutschen Modell wirbt, ist das ein Bruch, der im Streitfall zählt.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Als Hochschule eine Institutionslizenz mit EU-Hosting und AVV brauchstCompilatio
Plagiate gegen die größte Quellendatenbank prüfen musstTurnitin
Nur schnell und kostenlos einen zweiten Detektor gegenprüfen willstGPTZero
KI-Texterkennung für Content- und SEO-Workflows statt für Hochschulen suchstOriginality.AI
Deinen Text sprachlich verbessern willst, ohne Detektoren im SpielDeepL mit Write

Für den Prüfungskontext bleiben Compilatio und Turnitin die einzigen beschaffbaren Optionen, beide allerdings mit dem Nebeneffekt, dass die eingereichte Arbeit Teil einer Vergleichsdatenbank wird. Von Werkzeugen, deren Verkaufsversprechen das Umgehen von Detektoren ist, etwa Undetectable.ai oder DetectGPT, raten wir unabhängig von der Qualität ab. ThesisDraft steht zwischen diesen Welten: als Detektor transparenter als alle genannten, als Produkt mit einem Umschreibewerkzeug im Sortiment, das dort nicht hingehört.

So steigst du ein

Schritt 1: Prüfe zuerst kostenlos und ohne Konto. Lade ein Kapitel deiner Arbeit hoch, die ersten 1.500 Wörter werden gelesen. Achte darauf, dass der Abschnitt über 400 Wörter liegt, sonst ist Rot gar nicht möglich und das Ergebnis sagt dir weniger, als du denkst. Notiere dir sofort die Analysereferenz, die neben dem Ergebnis steht, denn ohne sie kommst du später nicht an dein Löschrecht.

Schritt 2: Lies die Genauigkeitsseite, bevor du die Farbe interpretierst. Gelb bedeutet laut Anbieter ausdrücklich, dass auch selbst geschriebene Arbeiten mit sehr formellem Stil dort landen, und zwar in bis zu 6,18 Prozent der Fälle. Wenn du nicht muttersprachlich Deutsch schreibst, behandle jedes Ergebnis als unkalibriert, für diesen Fall gibt es keine gemessene Rate.

Schritt 3: Wenn du den vollständigen Check für 7 Euro kaufst, nutze die 14 Tage für inhaltliche Arbeit an markierten Stellen, nicht für Durchläufe mit dem Humanizer. Eine Passage, die markiert wird, ist meist eine Passage ohne eigenes Argument und ohne Beleg. Die richtige Reaktion ist, sie zu belegen oder zu streichen, nicht sie umschreiben zu lassen. Bei einem laufenden Verfahren an deiner Hochschule gilt zusätzlich: ein Ergebnis von ThesisDraft ist ein Argument im Gespräch, kein Gutachten, und der Anbieter sagt das selbst.

Ein konkretes Beispiel

Eine Masterstudentin der Soziologie in Leipzig gibt in zehn Tagen ab, 68 Seiten, Thema Pflegearbeit. Eine Kommilitonin hat gerade eine Einladung ins Prüfungsamt bekommen, weil der hochschulseitige Detektor bei ihrer Einleitung angeschlagen hat, obwohl sie jeden Satz selbst geschrieben hat. Die Studentin will wissen, wie ihre eigene Arbeit dasteht, ohne dass die Fakultät davon erfährt. Sie lädt die Datei bei ThesisDraft hoch, zahlt 7 Euro über Stripe, ohne Konto und ohne ihren Namen zu nennen, und bekommt 14 Tage Zugriff. Zwei Abschnitte stehen auf Gelb, beide im Theorieteil, beide Stellen, an denen sie Fachliteratur zusammengefasst hat, ohne eine eigene Position zu formulieren. Sie nutzt nicht den Humanizer für 13 Euro, sondern schreibt die Absätze inhaltlich um, ergänzt zwei Belege und eine eigene Einordnung, und prüft erneut. Die Arbeit steht danach auf Grün. Wichtiger als die Farbe ist für sie der Satz, den sie sich aus der Genauigkeitsseite notiert: höchstens 1,63 Prozent falsches Rot bei 1.035 geprüften Arbeiten, Ergebnis ist Gesprächsanlass und kein Beweis. Mit dieser Zahl geht sie in die Verteidigung, falls jemand fragt. Zeitaufwand gesamt etwa drei Stunden, davon zwei für die inhaltliche Nacharbeit.

Nicht sicher, ob ThesisDraft zu euch passt?

Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.

Erstgespräch anfragen

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter und Rechtsform: Morphica Technologies, Einzelunternehmen, Inhaber und Vertretungsberechtigter Dino Dervisevic, Rathenaustraße 132, 80937 München. Keine Umsatzsteuer nach § 19 Abs. 1 UStG (Kleinunternehmerregelung), keine USt-IdNr., keine Geschäftsführung und keine Organe. Zuständige Aufsichtsbehörde ist das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) in Ansbach.
  • Verarbeitungsort: Hosting, Server und Speicherung über Google Cloud und Firebase (Google Ireland Ltd.) in der EU. Einzelne KI- und Suchdienste verarbeiten jedoch in den USA, Übermittlung über das EU-US Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln. Insgesamt also hybrid, nicht rein europäisch, auch wenn die Word-Seite pauschal “Modelle und Speicher liegen in der EU” angibt.
  • KI-Unterauftragsverarbeiter, namentlich genannt: Google Gemini API (Google LLC) für die KI-Verarbeitung von Auszügen bei bezahlten Prüfungen und von Passagen beim Umschreiben, Mistral AI SAS (Frankreich) als Ausweichpfad beim Umschreiben, Brave Software Inc. (USA) für die satzweise Websuche bei der Plagiatsprüfung. Dazu Stripe für Zahlungen, Resend für E-Mails, Google Analytics und Google Fonts.
  • Training mit deinen Texten: Einreichungen werden laut Datenschutzerklärung nie anderen Nutzern gezeigt, nie verkauft und “nicht zum Training von KI-Modellen Dritter verwendet”. Die Formulierung schließt die eigene Weiterentwicklung nicht ein: analysierter Text, Datei, Satzprotokoll und Dateimerkmale bleiben gespeichert und werden auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO genutzt, um die Genauigkeit der Prüfungen zu messen, die Dienste weiterzuentwickeln und neue Einreichungen statistisch mit früheren zu vergleichen. Widerspruch nach Art. 21 DSGVO ist möglich, einen Schalter im Produkt gibt es dafür nicht.
  • Speicherdauer: Für Einreichungen gibt es ausdrücklich keine Löschfrist, sie bleiben gespeichert, bis du die Löschung verlangst. Danach erfolgt sie binnen 30 Tagen, aber nur über die Analysereferenz, weil die Einreichung keiner Person zugeordnet ist (Art. 11 Abs. 2 DSGVO). Server-Logs 30 Tage, Analysedaten 26 Monate, Zahlungs- und Steuerunterlagen bis zu 10 Jahre nach § 147 AO und § 257 HGB.
  • Anonymität: Kein Name, keine Hochschule, keine Betreuung, keine Matrikelnummer. IP-Adresse und Dateiname werden nicht zusammen mit der Einreichung gespeichert, Zahlung und Dokumenttext liegen in getrennten Systemen. Die geprüfte Arbeit wird nicht zu Vergleichsmaterial für die Prüfung anderer.
  • Automatisierte Entscheidungen: Der Anbieter stellt klar, dass kein Fall von Art. 22 DSGVO vorliegt, ein Prüfergebnis sei “eine Information für Sie, keine Entscheidung über Sie”. Diese Einordnung ist richtig, solange niemand das Ergebnis zur Grundlage einer Prüfungsentscheidung macht.
  • Lücken: Die Datenschutzerklärung gilt für thesisdraft.com und die Dienste ohne Konto. Für Dienste mit Konto verweist sie auf eine eigene Erklärung, die aus dem Rechtliches-Menü nicht verlinkt ist und die wir deshalb nicht prüfen konnten. Ein öffentliches AVV-Angebot nach Art. 28 DSGVO gibt es nicht.
  • Empfehlung für Hochschulen und Unternehmen: Für eine dienstliche oder institutionelle Nutzung derzeit nicht geeignet, es fehlen AVV, Institutionsvertrag und ein umsatzsteuerlich normaler Vertragspartner. Für private Nutzung durch Studierende ist das Datenschutzniveau dagegen besser als bei jedem anderen Detektor in unserem Index.

Gut kombiniert mit

  • Zotero, die wirksamste Vorbeugung gegen Markierungen ist ein vollständiger Belegapparat. Wer Quellen von Anfang an sauber verwaltet und jede Behauptung an eine Seitenzahl hängt, hat bei einem KI-Verdacht die Nachweise parat, die ein Detektorergebnis nie liefern kann.
  • LanguageTool, für die sprachliche Überarbeitung deutscher Texte die saubere Alternative zum Humanizer: ein europäischer Anbieter, der Grammatik und Stil korrigiert, ohne sich im Umfeld von Detektoren zu positionieren. Was du damit verbesserst, musst du niemandem erklären.
  • NotebookLM, um die eigene Literatur zu durchdringen, bevor geschrieben wird. Fragen an die eigenen PDFs stellen und Antworten mit Fundstelle bekommen führt zu Abschnitten mit eigener Position, und genau die werden von Detektoren seltener markiert als zusammengefasste Fremdliteratur.

Häufige Fragen zu ThesisDraft

Was kostet ThesisDraft?

Der KI-Check ist für die ersten 1.500 Wörter einer hochgeladenen Datei oder 1.000 Wörter eingefügten Text kostenlos, ohne Konto. Die ganze Arbeit bis 30.000 Wörter kostet einmalig 7 Euro inklusive Plagiats- und Zitatprüfung, 14 Tage unbegrenzt wiederholbar. Der Akademische Humanizer kostet 13 Euro, beides zusammen 15 Euro. In einigen Regionen nennt der Anbieter 1,99 Euro für den Check.

Wie genau ist der KI-Check von ThesisDraft?

Für deutsche Texte über 400 Wörter nennt der Anbieter höchstens 1,63 Prozent falsches Rot und höchstens 6,18 Prozent falsches Gelb oder Rot, gemessen an 1.035 deutschen Abschlussarbeiten von vor ChatGPT. Wir haben nachgerechnet: 1,63 Prozent ist exakt die einseitige 95-Prozent-Obergrenze für 10 Treffer in 1.035 Arbeiten, der Punktschätzer liegt bei 0,97 Prozent. Die Zahl ist also bewusst konservativ. Sie bleibt eine Selbstauskunft, weil Korpus und Skript nicht veröffentlicht sind.

Gilt diese Fehlerquote auch für Nicht-Muttersprachler?

Nein, und das ist die wichtigste Einschränkung. Der Anbieter nennt das Risiko, dass Detektoren bei Menschen anschlagen, die in einer Fremdsprache schreiben, veröffentlicht dafür aber keine gemessene Rate. Wie viele der 1.035 Arbeiten von Nicht-Muttersprachlern stammen, steht nirgends, und die englische Messung beruht auf Fachartikeln statt auf Studierendentexten. Für diese Gruppe ist die Genauigkeit unbekannt.

Hat ThesisDraft einen Humanizer?

Ja, und zwar prominent. Der “Akademische Humanizer” kostet 13 Euro, steht als erster Eintrag im Produktmenü und wird im Bündel “Check + Humanizer” für 15 Euro verkauft. Der Anbieter behauptet allerdings ausdrücklich nicht, dass die Überarbeitung das Urteil eines Detektors ändert, weil das nicht gemessen wurde, und protokolliert jeden Satz vorher und nachher.

Sehen Studierende und Prüfende dasselbe Ergebnis?

Ja. Es gibt nur eine Prüfung, eine Farbskala und eine veröffentlichte Fehlerquote, und wir haben kein separates Prüfenden-Produkt gefunden. Der Grund ist allerdings, dass es überhaupt kein Angebot für Institutionen gibt: keine Lizenz, kein Dashboard, keine LMS-Anbindung. Prüfende kaufen denselben 7-Euro-Check wie Studierende.

Landet meine Arbeit in einer Plagiatsdatenbank?

Nein. Der Anbieter sagt zu, dass geprüfte Arbeiten nicht zu Vergleichsmaterial für die Prüfung anderer werden. Gespeichert bleiben Text und Datei aber ohne Löschfrist, die Löschung musst du selbst anfordern und brauchst dafür die Analysereferenz aus deinem Ergebnis.

Unser Fazit

ThesisDraft bekommt drei von fünf Sternen, und zwar aus zwei entgegengesetzten Richtungen. Auf der Transparenzseite liefert dieser Anbieter das Beste, was wir in dieser Kategorie gesehen haben: eine Fehlalarmrate mit benanntem Korpus, benannter Methode und konservativer Statistik, die unsere Nachrechnung Ziffer für Ziffer besteht, dazu eine selbst auferlegte Untergrenze, die Erkennungsleistung kostet, EU-Hosting, namentlich genannte KI-Unterauftragsverarbeiter, echte Anonymität und den Satz, dass kein Detektor Autorschaft beweist. Gemessen an GPTZero, Originality.AI und Turnitin, die bei uns alle bei drei Sternen stehen, ist das in Sachen Offenheit und Datenschutz eine Klasse besser.

Den vierten Stern verhindern drei Dinge. Erstens der Humanizer: wer den Kreislauf aus Prüfen, Umschreiben und erneut Prüfen zum Produkt erklärt, verkauft die Optimierung auf ein grünes Ergebnis, und dieses Muster kritisieren wir bei anderen Anbietern aus demselben Grund. Zweitens fehlt die Zahl, die für den eigentlichen Schadensfall zählt: für Menschen, die auf Deutsch in einer Fremdsprache schreiben, gibt es keine gemessene Fehlalarmrate, obwohl der Anbieter das Risiko selbst benennt. Drittens ist für Hochschulen nichts zu kaufen, und der Vertragspartner ist ein Einzelunternehmen unter der Kleinunternehmerregelung, das vollständige Abschlussarbeiten ohne Löschfrist speichert. Klar über DetectGPT mit zwei Sternen liegt ThesisDraft trotzdem: dort trifft ein Humanizer auf eine unbelegte 99-Prozent-Behauptung, hier auf nachgerechnete Zurückhaltung.

Für Studierende, die ihre eigene Arbeit vor der Abgabe einschätzen wollen, ist das für 7 Euro derzeit die beste Wahl im deutschsprachigen Raum, solange sie das Ergebnis als Gesprächsanlass behandeln und den Humanizer liegen lassen. Für Prüfungsämter ist es kein beschaffbares Werkzeug. Und wenn der Anbieter die Fehlalarmrate für Nicht-Muttersprachler misst und veröffentlicht, sehen wir uns die Bewertung gerne wieder an.

Was wir bemerkt haben

  • Oktober 2026, Der Anbieter hat uns selbst angeschrieben, als Reaktion auf unsere QuillBot-Bewertung, und sich als Gegenstück zu Humanizer-Funktionen beschrieben. Diese Darstellung hält nicht: der “KI-Humanizer” ist der erste Eintrag im eigenen Produktmenü, kostet 13 Euro und wird im Tarif “Check + Humanizer” verkauft. Angeboten wurde uns außerdem ein kostenloser Vollzugang ohne Limit. Wir haben kein Konto angelegt und das Angebot nicht angenommen, diese Seite entstand ausschließlich aus öffentlich zugänglichen Quellen.
  • Oktober 2026, Wir haben die veröffentlichten Fehlerquoten nachgerechnet, statt sie zu übernehmen. 1,63 Prozent und 3,13 Prozent sind exakt die einseitigen 95-Prozent-Obergrenzen nach Clopper-Pearson für 10 von 1.035 und 2 von 199 Treffern. Der Anbieter nennt damit nicht seinen Punktschätzer von 0,97 Prozent, sondern den ungünstigsten Wert, der zu seiner Messung passt. Das ist in dieser Kategorie die Ausnahme.
  • Oktober 2026, In der Einreichung an uns war von 1.000 Wörtern Gratisprüfung die Rede, die Preisseite nennt 1.500 Wörter für hochgeladene Dateien und 1.000 für eingefügten Text. Wir führen die Angaben der Website.
  • 17. August 2026, Der Dienst, mit dem ThesisDraft Arbeitsentwürfe schrieb, wurde eingestellt, der Anbieter schreibt das auf seiner Faktenseite selbst. Der Produktname und die Vergleichsseiten gegen deutsche Ghostwriting-Agenturen wie GWriters, StudiBucht oder Dr. Franke stammen noch aus dieser Phase. Die Wendung vom Entwurfsschreiber zum Prüfwerkzeug ist jung, entsprechend kurz ist die Historie, an der sich die Zusagen messen lassen.
  • Oktober 2026, Das in der Navigation beworbene Word-Add-in mit Tarifen von 14,99 bis 74,99 Euro ist laut eigener Faktenseite “im Aufbau” und nicht über Microsoft AppSource installierbar. Gleichzeitig nennt die Preisseite für Kontotarife 5, 15 und 50 Euro. Welche Preisleiter für welches Produkt gilt, klärt keine der beiden Seiten.
  • 6. Oktober 2026, Datum der aktuellen Datenschutzerklärung. Sie nennt die KI-Unterauftragsverarbeiter einzeln, deckt aber ausdrücklich nur die Dienste ohne Konto ab und verweist für Kontodienste auf eine eigene Erklärung, die aus dem Rechtliches-Menü nicht erreichbar ist.

Quellen

  1. ThesisDraft – Genauigkeit und gemessene Fehlerquoten. https://thesisdraft.com/de/genauigkeit/ (abgerufen am 2026-10-12). Deutsch über 400 Wörter: höchstens 1,63 Prozent fälschlich Rot, höchstens 6,18 Prozent fälschlich Gelb oder Rot. Englisch über 400 Wörter: höchstens 3,13 bzw. 8,37 Prozent. Deutsch unter 400 Wörtern bekommt nie Rot, unter 300 Wörtern gibt es kein Ergebnis. Korpus: 1.035 Abschlussarbeiten der Hochschule Mittweida aus 2008 bis 2021, nicht zum Training verwendet, sowie 199 englische Fachartikel von vor 2022. Studierende und Prüfende erhalten dieselbe Prüfung, Farbskala und Fehlerquote. Kein Detektor beweist Autorschaft..
  2. ThesisDraft – Preise und Leistungsumfang. https://thesisdraft.com/de/preise/ (abgerufen am 2026-10-12). KI-Check kostenlos für 1.500 Wörter Datei oder 1.000 Wörter eingefügten Text ohne Konto, Urteil ab 300 Wörtern. Vollständiger Check 7 EUR einmalig bis 30.000 Wörter inklusive Plagiats- und Zitatprüfung, 14 Tage unbegrenzt wiederholbar. Akademischer Humanizer 13 EUR, Bündel Check + Humanizer 15 EUR statt 20 EUR, bis zu drei Überarbeitungen in 14 Tagen. In einigen Regionen Check 1,99 EUR. Kontotarife laut dieser Seite 5 EUR pro Monat, 15 EUR pro Monat, 50 EUR pro Semester. Zitat: 'Der Kreislauf ist das Produkt.' Zur Überarbeitung: 'ThesisDraft behauptet nicht, dass sie das Urteil irgendeines Detektors ändert, weil das nicht gemessen wurde.'.
  3. ThesisDraft – Datenschutzerklärung (Fassung vom 6. Oktober 2026). https://thesisdraft.com/de/legal/datenschutz/ (abgerufen am 2026-10-12). Verantwortlicher Morphica Technologies, Inhaber Dino Dervisevic, München. Gilt für thesisdraft.com und die Dienste ohne Konto, Kontodienste haben eine eigene Erklärung. Unterauftragsverarbeiter namentlich: Google Cloud und Firebase (Google Ireland Ltd.) mit Hosting und Speicherung in der EU, Google Gemini API (Google LLC) für KI-Verarbeitung von Auszügen bei bezahlten Prüfungen und Passagen beim Academic Rewrite, Mistral AI SAS (Frankreich) als Ausweichpfad, Brave Software Inc. (USA) für die Websuche der Plagiatsprüfung, Stripe, Resend. Drittlandtransfers über EU-US Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln. Einreichungen werden nicht verkauft und nicht zum Training von KI-Modellen Dritter verwendet, bleiben aber gespeichert und werden nach Art. 6 Abs. 1 lit. f zur Messung und Verbesserung der eigenen Prüfungen genutzt. Keine Löschfrist, Löschung auf Anfrage innerhalb von 30 Tagen über die Analysereferenz. Server-Logs 30 Tage, Analysedaten 26 Monate, Steuerunterlagen bis 10 Jahre. Aufsicht BayLDA Ansbach. Art. 22: ein Prüfergebnis ist eine Information, keine Entscheidung..
  4. ThesisDraft – Impressum. https://thesisdraft.com/de/legal/impressum/ (abgerufen am 2026-10-12). Diensteanbieter Morphica Technologies, Einzelunternehmen, Inhaber und Vertretungsberechtigter Dino Dervisevic, Rathenaustraße 132, 80937 München. Keine Umsatzsteuer nach § 19 Abs. 1 UStG (Kleinunternehmerregelung), keine USt-IdNr. Keine Bereitschaft zur Verbraucherschlichtung. Deutsche Fassung nur informativ, verbindlich ist die englische..
  5. ThesisDraft in Fakten. https://thesisdraft.com/de/ki-fakten/ (abgerufen am 2026-10-12). Jede Quote lässt sich laut Anbieter auf ein erneut ausführbares Skript zurückführen. Analysierter Text und hochgeladene Datei werden aufbewahrt, es gibt keine Löschfrist. ThesisDraft für Word ist die Ausnahme, es braucht ein Konto, speichert E-Mail-Adresse, Tarif und hochgeladene Quellen, aber nie die .docx. Das Word-Add-in ist im Aufbau und noch nicht über Microsoft AppSource installierbar. Der Dienst, der Arbeitsentwürfe schrieb, wurde am 17. August 2026 eingestellt..
  6. ThesisDraft für Word – KI-Agent und Tarife. https://thesisdraft.com/de/word-agent/ (abgerufen am 2026-10-12). Tarife Basis 14,99 EUR pro Monat, Plus 29,99 EUR pro Monat, Semesterpass 74,99 EUR für sechs Monate, 20 Prozent Rabatt über Creator-Codes. Der Agent schreibt und überarbeitet in der eigenen .docx und belegt jede Aussage mit einer Seite aus hochgeladenen PDFs, unbelegte Sätze verweigert er. Angabe 'Modelle und Speicher liegen in der EU'. Das Add-in ist noch nicht installierbar und nicht auf Microsoft AppSource..

Diesen Inhalt teilen:

KI-Tools und Trends

KI-Wochenbriefing: jeden Freitag KI-News, Praxistipps und Tools

Kostenlos abonnieren, jederzeit abmeldbar, kein Spam.

Kostenloser Newsletter

Bleib auf dem neuesten
Stand der KI

Wähle deine Themen und erhalte relevante KI-News, Praxistipps und exklusive Inhalte direkt in dein Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Was interessiert dich? Wähle 1 bis 4 Themen, du bekommst nur Inhalte dazu.

Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abmeldbar.

Kostenlos
Kein Spam
Jederzeit abmeldbar