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Compilatio
Compilatio SAS
Europäischer Marktführer für akademische Plagiatsprüfung mit Servern in Frankreich. Seit 2023 mit integrierter KI-Texterkennung als Magister+-Modul ausgestattet, die ChatGPT-, Gemini- und Claude-generierte Passagen markiert. Seit über 20 Jahren im Bildungsbereich aktiv, speziell für Gymnasien und Hochschulen konzipiert. DSGVO-konform durch EU-Datenhaltung, ein klarer Vorteil gegenüber US-Anbietern wie Turnitin.
Kosten: Bildungslizenz je nach Institutionsgröße und Modul; Magister-Plan für Lehrkräfte (mit Magister+ als KI-Erkennungs-Upgrade), Studium-Plan für Hochschulen; Preise auf Anfrage, typische Campus-Lizenzen ab ca. 3.000 EUR/Jahr
Kategorien
Stärken
- EU-Datenhaltung (Frankreich), DSGVO-konform ohne Workarounds
- Deutschsprachige Oberfläche und Support
- Speziell für Bildungseinrichtungen entwickelt; kein Umbau von Business-Tools
- LMS-Integration (Moodle, ILIAS, Canvas, Blackboard, Microsoft Teams)
- Eigene europäische Textdatenbank ergänzt globale Suche
- KI-Erkennung in Magister+ erkennt ChatGPT-, Gemini- und Claude-Texte
- Mehrsprachige Ähnlichkeitserkennung, auch über Sprachen hinweg
Einschränkungen
- KI-Erkennungsmodul liefert wie alle Detektoren False Positives, keine forensische Beweiskraft
- Keine öffentlichen Preise, Angebotsprozess erforderlich
- Geringere Bekanntheit außerhalb des DACH- und französischsprachigen Raums
- Auf Bildungsbereich fokussiert, für Unternehmen weniger ausgereift als Copyleaks oder Originality.AI
- Magister+ kostet extra zur Standardlizenz, häufige Konfigurationsfalle
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du brauchst Plagiatsprüfung mit EU-Hosting für DSGVO-Konformität
- Du arbeitest an einer deutschsprachigen Bildungseinrichtung
- Du willst Plagiat und KI-Texterkennung in einem Werkzeug haben
- Du nutzt Moodle, ILIAS oder StudIP und möchtest direkte LMS-Integration
Wann nein
- Du brauchst Plagiatsprüfung für ein Unternehmen (Marketing, PR, Verlagswesen)
- Du suchst ein kostenloses oder Pay-per-Use-Tool für einmalige Prüfungen
- Du brauchst gerichtsfeste KI-Erkennung, keine seriöse Software liefert das
- Deine Institution ist außerhalb Europas und hat keine DSGVO-Pflicht
Kurzfazit
Compilatio ist die naheliegende Wahl für deutsche, österreichische und Schweizer Bildungseinrichtungen, die Plagiatsprüfung DSGVO-konform abwickeln müssen. Server in Frankreich, deutschsprachige Oberfläche, Support in Europa, das spart die juristische Akrobatik, die bei Turnitin für jeden US-Datentransfer nötig wird. Mit dem Magister+-Modul ist seit 2023 auch eine integrierte KI-Texterkennung dabei, die ChatGPT-, Gemini- und Claude-generierte Passagen markiert. Den fünften Stern verliert Compilatio durch fehlende öffentliche Preise, das intransparente Lizenzmodell und die typischen Schwächen aller KI-Detektoren, False Positives bleiben ein ungelöstes Problem.
Für wen ist Compilatio?
Hochschulen und Universitäten: Hauptzielgruppe. Der Studium-Plan ist auf studentische Hausarbeiten, Seminararbeiten und Abschlussarbeiten zugeschnitten. Campus-Lizenzen umfassen alle Studierenden und Lehrenden, Volumen wird in Dokumenten pro Jahr abgerechnet. Integration in Moodle und ILIAS ist Standard, StudIP läuft über API.
Gymnasien und Berufsschulen: Der Magister-Plan richtet sich an Lehrkräfte in der Sekundarstufe. Magister+ ergänzt die KI-Texterkennung, relevant geworden, seit Schülerinnen und Schüler routinemäßig ChatGPT für Aufsätze einsetzen. Die Lizenzkosten sind deutlich niedriger als an Hochschulen, weil Dokumentvolumen kleiner ist.
Prüfungsausschüsse und Ombudsstellen: Wer Plagiatsverdachte formal bewerten muss, profitiert von der ausführlichen Berichtsdarstellung mit Quellenabgleich, Übersetzungsdetektion und Paraphrasierungs-Hinweisen. Wichtig: Compilatio liefert Indizien, nicht Beweise, die juristische Bewertung bleibt menschliche Aufgabe.
Verwaltungen und Behörden im Bildungsbereich: Ministerien, Kultusverwaltungen und Akkreditierungsstellen, die für mehrere Institutionen zentrale Tools beschaffen, schätzen den EU-Hosting-Vorteil und das transparente DSGVO-Profil.
Weniger geeignet für: Verlage und Marketing-Agenturen (für solche Use-Cases sind Copyleaks oder Originality.AI besser positioniert), freie Autoren mit einmaligem Prüfbedarf (keine Pay-per-Use-Option), Einrichtungen außerhalb Europas ohne DSGVO-Pflicht (dann lohnt der Aufpreis für EU-Hosting kaum).
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Magister | Auf Anfrage (Lehrkraft-Lizenz) | Ähnlichkeitsprüfung für Lehrkräfte, Reports, LMS-Integration |
| Magister+ | Aufpreis auf Magister | Zusätzlich KI-Texterkennung (ChatGPT, Gemini, Claude), Paraphrasierungs- und Übersetzungs-Detektion |
| Studium (Campus) | Ab ca. 3.000 EUR/Jahr (klein) bis 15.000+ EUR (große Uni) | Hochschulweite Lizenz, alle Studierenden und Lehrenden, Dokumentenkontingent gestaffelt |
| Studium (Einzeln) | Pay-per-Document für Studierende ab ca. 5–10 EUR/Dokument | Individueller Selbstcheck vor Abgabe |
| 1D345 Copyright | Auf Anfrage | Modul für Verlage und Redaktionen, Inhaltsverifizierung |
Einordnung: Compilatio verzichtet bewusst auf öffentliche Preislisten, weil die Lizenzgestaltung stark vom Institutionsprofil abhängt, Anzahl Studierender, Dokumentvolumen pro Jahr, gewünschte Module. Realistische Spannweite für eine mittelgroße Hochschule (3.000–8.000 Studierende): 6.000–12.000 EUR/Jahr, mit Magister+ als KI-Modul nochmal 1.500–3.000 EUR Aufpreis. Das ist günstiger als vergleichbare Turnitin-Verträge, die häufig in der gleichen Funktion 30–50 % teurer liegen, und der EU-Hosting-Vorteil entfällt dort. Die fehlende Pay-per-Use-Option ist eine Lücke, einzelne Doktorandinnen und Doktoranden können den Studium-Plan nur über ihre Hochschule beziehen.
Stärken im Detail
EU-Hosting ohne Sternchen. Compilatio betreibt seine Server in Frankreich. Das ist nicht nur ein DSGVO-Häkchen, sondern bedeutet konkret: keine Standardvertragsklauseln nötig, kein US-Cloud-Act-Risiko, keine Datenschutz-Folgenabschätzung speziell für Drittstaaten-Transfer. Für Datenschutzbeauftragte an deutschen Hochschulen ist das der Grund, warum Compilatio gegenüber Turnitin regelmäßig den Vorzug bekommt, auch wenn Turnitin technisch in einigen Bereichen weiter ist.
Magister+ schließt die KI-Lücke. Seit 2023 markiert Compilatio Passagen, die vermutlich von ChatGPT, Gemini, Claude oder ähnlichen Modellen erzeugt wurden. Die Erkennung läuft im selben Bericht wie die klassische Ähnlichkeitsprüfung, Lehrkräfte bekommen ein zusammengeführtes Dokument statt zwei getrennter Tools. Wichtig: Wie alle KI-Detektoren liefert Magister+ Wahrscheinlichkeiten, keine Beweise. Compilatio kommuniziert das offener als manche US-Wettbewerber, was Vertrauen schafft.
Speziell für Bildung gebaut. Anders als Copyleaks (primär für Verlage und Unternehmen) ist Compilatio auf den akademischen Workflow optimiert: Lehrkraft erstellt Aufgabe im LMS, Studierende laden hoch, System prüft im Hintergrund, Lehrkraft erhält Bericht direkt in Moodle/ILIAS. Es gibt kein Umlernen zwischen LMS und Plagiat-Tool, der Workflow bleibt nahtlos. Auch die UI-Sprache ist auf Lehr-/Lernsituationen abgestimmt, nicht auf Compliance-Audit-Reports.
Mehrsprachige Erkennung. Compilatio erkennt Übersetzungsplagiate über Sprachgrenzen hinweg: Ein deutscher Text, der aus einer englischen Quelle übersetzt wurde, wird im Bericht trotzdem markiert. Das ist gerade für deutsche Hochschulen relevant, weil viele Plagiate aus englischen Wikipedia- oder Stack-Exchange-Quellen stammen.
Eigene europäische Datenbank. Neben Google-Index, Wikipedia und Open-Access-Repositorien pflegt Compilatio eine eigene Datenbank europäischer Studierendenarbeiten, wer ein Plagiat einer älteren Bachelor-Thesis derselben Hochschule abgibt, wird auch dann erkannt, wenn die Arbeit nie öffentlich publiziert wurde.
Schwächen ehrlich betrachtet
Intransparente Preise erschweren Vergleich. Wer Compilatio gegen Wettbewerber bewerten will, muss erst ein Angebot anfordern. Das kostet Wochen und macht es schwer, in Beschaffungsprozessen sauber zu kalkulieren. Anbieter wie Originality.AI, die transparente Selbstbedienungs-Pricing für Pay-per-Use bieten, sind in Vergleichstabellen deutlich besser zu bewerten.
KI-Detektoren sind fehleranfällig, auch Magister+. Mehrere Studien (u.a. Stanford, 2024) haben gezeigt, dass KI-Texterkennungs-Tools systematisch False Positives produzieren, vor allem bei nicht-englischer Schreibweise und bei Texten von Personen, deren Englisch nicht Muttersprache ist. Compilatio kommuniziert die Wahrscheinlichkeitsnatur seiner Erkennung offen, aber das ändert nichts daran: Magister+ darf nicht alleinige Grundlage für eine Plagiatsentscheidung sein. In Prüfungsausschüssen muss immer eine zweite menschliche Bewertung dazukommen.
Magister+ kostet extra, ist aber oft erwartet. Standardlizenzen umfassen nur die klassische Ähnlichkeitsprüfung. Wer KI-Erkennung will, zahlt aufpreispflichtig, was in Beschaffungsprozessen häufig erst spät auffällt. Das führt regelmäßig zu Folge-Verhandlungen mit dem Vertrieb. Eine integrierte Komplettlizenz wäre transparenter.
Keine Pay-per-Use-Option für Einzelne. Doktoranden, Habilitanden oder freie Autoren, die ihre eigene Arbeit vor Einreichung selbst prüfen wollen, kommen an Compilatio nicht über einen Einzelaccount heran. Die Pay-per-Document-Option für Studierende läuft nur über bestehende Campus-Lizenzen. Wer als Privatperson einmalig prüfen will, ist bei Originality.AI oder GPTZero flexibler aufgestellt.
Berichts-UI wirkt teils altbacken. Die Ergebnisdarstellung hat über die Jahre Modernisierungs-Schritte hinter sich, fühlt sich aber an manchen Stellen noch nach Software aus dem letzten Jahrzehnt an. Funktional reicht es, aber Konkurrenten wie Copyleaks haben spürbar elegantere Frontends. Compilatio hat hier eingeräumt nachzubessern, die Q1-2026-Updates zur Berichtsoberfläche gehen in die richtige Richtung.
Schwächer bei nicht-akademischen Texten. Wer Marketing-Inhalte, Pressemitteilungen oder Verlagsmanuskripte prüfen will, bekommt mit Compilatios 1D345-Copyright-Modul zwar ein Angebot, aber das ist gegenüber Copyleaks deutlich schwächer ausgestattet. Compilatios DNA bleibt akademisch.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Das international etablierteste Plagiat-Tool brauchst (auch wenn US-Hosting) | Turnitin |
| Plagiat- und KI-Erkennung für Marketing/Verlag brauchst | Copyleaks |
| Als Einzelautor Pay-per-Use prüfen willst | Originality.AI |
| Nur die KI-Texterkennung brauchst (keine Plagiatsprüfung) | GPTZero |
| Eine deutsche Alternative im Hochschulbereich brauchst | PlagScan |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Ouriginal (von Turnitin übernommen, in der DACH-Region noch unter altem Namen aktiv) und Scribbr Plagiatsprüfung (für Einzelautoren auf Pay-per-Use, hostet allerdings über Turnitin im Hintergrund). Compilatios Marktposition ist klar: In Frankreich Marktführer, in Deutschland und Österreich der starke EU-Hosting-Herausforderer von Turnitin. Wer DSGVO ernst nimmt und im akademischen Bereich arbeitet, ist hier richtig.
So steigst du ein
Schritt 1: Beratungsgespräch über compilatio.net/de buchen. Da Compilatio nach Institutionsgröße und Modulkombination berechnet, gibt es keine öffentliche Preisliste, das Erstgespräch klärt Bedarf, Lizenzumfang und ob Magister+ (KI-Erkennung) gleich mitlizenziert werden soll. Plane drei bis vier Wochen Vorlauf bis zum verbindlichen Angebot.
Schritt 2: LMS-Integration evaluieren. Für Moodle, ILIAS, Canvas und Microsoft Teams gibt es offizielle Plugins. Installation durch IT-Abteilung dauert typisch 2–4 Stunden inklusive Test. StudIP-Integration läuft über API und braucht etwas mehr Einrichtungszeit. Plane einen Pilotkurs mit zwei bis drei Lehrenden, bevor die Lizenz hochschulweit ausgerollt wird.
Schritt 3: Benutzerrollen einrichten und Policy formulieren. Lehrende erhalten Zugriff direkt im LMS, Studierende sehen im Optimalfall ihren eigenen Bericht vor der endgültigen Abgabe (formatives Feedback-Setting). Wichtig: Die Hochschule sollte schriftlich festlegen, ab welchem Ähnlichkeitsschwellenwert ein Prüfungsausschuss eingeschaltet wird, und dass KI-Erkennungs-Werte nur als Indiz, nie als alleiniger Beweis gelten. Sonst entstehen rechtliche Risiken bei Anfechtungen.
Ein konkretes Beispiel
Eine Hochschule für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg (2.400 Studierende) nutzt Compilatio Studium als Campus-Lizenz inklusive Magister+. Alle Seminar- und Abschlussarbeiten laufen automatisch durch die Prüfung, der Workflow ist in Moodle integriert: Studierende laden ihre Arbeit hoch, das System startet die Prüfung im Hintergrund, Lehrende erhalten den Bericht nach 5–10 Minuten direkt im Kurs. Da Server in Frankreich stehen, entfallen separate DSGVO-Prüfungen für US-Transfers, der Datenschutzbeauftragte hat einmal eine Datenschutz-Folgenabschätzung erstellt und kann sie für Folgejahre fortschreiben. Lizenzkosten: ca. 8.400 EUR/Jahr (Studium + Magister+). Auffällige Berichte werden an den Prüfungsausschuss weitergeleitet, durchschnittlich 4–7 Fälle pro Semester. Seit Magister+ aktiv ist, kommen pro Semester 3–5 Fälle mit hohem KI-Erkennungswert hinzu; alle werden im persönlichen Gespräch mit den Studierenden geklärt, weil die Hochschulleitung KI-Erkennungs-Werte ausdrücklich nicht als alleiniges Beweismittel akzeptiert. So entsteht eine Gesprächskultur, die das Tool zur Diskussionsgrundlage macht, nicht zum automatisierten Urteil.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Frankreich (Server in der EU). Anbieter ist Compilatio SAS, Frankreich.
- Datennutzung: Eingereichte Dokumente werden zur Plagiatsprüfung verarbeitet und können auf Wunsch der Institution in die eigene Vergleichsdatenbank aufgenommen werden, diese Option ist konfigurierbar und sollte aktiv vereinbart werden.
- Aufbewahrung: Standardmäßig werden Dokumente entsprechend der Lizenzvereinbarung aufbewahrt. Löschfristen lassen sich institutsweit definieren.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standard-AVV nach Art. 28 DSGVO wird bei Vertragsschluss bereitgestellt, ist Voraussetzung für rechtskonforme Nutzung.
- Sub-Auftragsverarbeiter: Werden in Anlage zum AVV aufgelistet, im Wesentlichen europäische Cloud- und Indexdienste.
- Empfehlung für Bildungseinrichtungen: Datenschutz-Folgenabschätzung einmalig erstellen lassen, dann jährlich fortschreiben. Studierende vorab über die Verwendung ihrer Texte zur Plagiatsprüfung und mögliche Aufnahme in die Vergleichsdatenbank informieren, am besten im Studienvertrag oder in der Prüfungsordnung verankert.
Gut kombiniert mit
- Moodle, als LMS, das die Plagiatsprüfung direkt im Kursworkflow integriert. Studierende laden Arbeiten hoch, Compilatio prüft im Hintergrund, Lehrende sehen den Bericht im Bewertungsdialog.
- GPTZero, als zweite Meinung bei strittigen KI-Erkennungsfällen. Wenn Magister+ und ein zweiter Detektor übereinstimmend hohe Werte zeigen, ist das ein stärkeres Indiz als ein einzelnes Tool, auch wenn die Beweiskraft begrenzt bleibt.
- Grammarly oder vergleichbare Schreibassistenten, für Studierende sinnvoll, damit sie ihre eigene Arbeit vor Abgabe sprachlich prüfen. Hochschulen sollten den Einsatz solcher Tools transparent regeln, weil sie selbst KI-basiert sind.
Unser Testurteil
Compilatio verdient 4 von 5 Sternen. Für DACH-Hochschulen ist das Tool die naheliegende Wahl: EU-Hosting ohne Kompromisse, deutscher Support, ausgereifte LMS-Integration, KI-Texterkennung integriert. Magister+ schließt die wichtige Lücke, die seit dem ChatGPT-Boom 2023 in jedem akademischen Plagiat-Workflow entstanden ist. Den fünften Stern verliert Compilatio durch die intransparente Preisgestaltung (kein Pay-per-Use für Einzelne), die typischen False-Positive-Probleme aller KI-Detektoren und die teils altbacken wirkende Berichts-Oberfläche. Wer eine reine US-Lösung mit größerem Index und etwas reiferer KI-Erkennung möchte, schaut zu Turnitin, wer DSGVO als harte Anforderung hat, ist bei Compilatio richtig.
Was wir bemerkt haben
- Februar 2026, Compilatio hat die Berichtsoberfläche grundlegend überarbeitet (gilt für Magister, Magister+ und Studium gleichermaßen). Die neue Darstellung macht es einfacher, zwischen Ähnlichkeitsfunden und KI-Erkennungs-Markierungen zu unterscheiden, vorher waren beide Layer in ein und derselben Heatmap überlagert, was Lehrende regelmäßig verwirrte.
- Q1 2026, Eine Erinnerungsfunktion im Analysebericht und ein überarbeitetes Admin-Interface kamen hinzu. Beides klingt klein, vereinfacht aber den Alltag von IT-Administrationen und Lehrenden spürbar, vor allem in Hochschulen mit vielen parallel laufenden Prüfungsphasen.
- 2023–2024, Compilatio führte mit Magister+ die KI-Texterkennung ein, als Reaktion auf den ChatGPT-Boom. Erfreulich offen kommunizierte das Unternehmen von Anfang an, dass die Erkennung keine forensische Sicherheit bietet, eine Haltung, die manche US-Wettbewerber erst nach Jahren publikumsöffentlich nachvollzogen haben.
- Laufend, Mehrere Studien (u.a. Stanford 2024, Universität Innsbruck 2025) zeigten weiterhin systematische False Positives bei allen KI-Detektoren, auch bei Compilatio. Die Empfehlung der Forschung: KI-Erkennungswerte niemals als alleiniges Beweismittel verwenden, sondern immer durch menschliches Gespräch ergänzen. Compilatio kommuniziert das in eigenen Whitepapers und Webinaren ebenfalls aktiv.
- Mai 2026, Eine echte Pay-per-Use-Option für Einzelautoren (z. B. Doktoranden ohne Hochschulvertrag) gibt es weiterhin nicht. Das bleibt die größte Lücke gegenüber Wettbewerbern wie Originality.AI, die hier flexibler aufgestellt sind.
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