All-in-One-Kanzleiverwaltung für Steuerberater und Buchhalter: Fristentracking, Mandantenportal, automatisierte Workflows, DATEV-Dokumentenübergabe und E-Signaturen in einer Plattform.
Kosten: ab ca. 58 USD/Monat (Flat-Rate-Plan), Jahresplan ab ca. 700 USD/Nutzer/Jahr; kein kostenloser Tarif
Stärken
- Vollständige Praxisverwaltung in einer Oberfläche — Fristenkalender, Workflows, Mandantenportal, Invoicing
- Automatisierte Erinnerungen: Fristen und offene Mandantenaufgaben werden automatisch eskaliert
- DATEV-Integration: Dokumente können direkt an DATEV Unternehmen Online übermittelt werden
- Bewertung #1 auf G2 für Tax Practice Management (2025), 10.000+ Kanzleien weltweit
Einschränkungen
- Keine deutsche Benutzeroberfläche — Kanzleimitarbeiter müssen mit englischer Software arbeiten
- Preisgestaltung in USD — für europäische Kanzleien Wechselkursrisiko und fehlende Preistransparenz
- US-Datenhaltung — nicht ideal für Kanzleien mit strikten DSGVO-Anforderungen ohne AVV-Prüfung
- Jahresvertrag erforderlich für günstigste Konditionen — kein monatlich kündbarer Einstieg
Passt gut zu
Kurzfazit
TaxDome ist das meistgenutzte All-in-One-Kanzleiverwaltungstool außerhalb des DATEV-Ökosystems. Es löst ein konkretes Problem: Wie verwalte ich Fristen, Mandantenaufgaben und Dokumentenflüsse mandantenübergreifend ohne mehrere parallele Systeme? Für Kanzleien, die DATEV für die eigentliche Steuerverarbeitung behalten, aber das Kanzleimanagement modernisieren wollen, ist TaxDome eine ernsthafte Option. Haupthürde für Deutschland: keine deutsche Oberfläche und US-Datenhaltung.
Für wen ist TaxDome?
Steuerkanzleien mit moderner digitaler Ausrichtung: Wer Mandantenkommunikation, Fristen, Workflows und Rechnungsstellung in einer Oberfläche bündeln will — ohne DATEV Eigenorganisation zu erweitern — findet in TaxDome ein vollständiges Werkzeug.
Kanzleien mit DATEV-Bestand: TaxDome integriert sich mit DATEV Unternehmen Online für Dokumentenübermittlung. Die eigentliche Steuerverarbeitung bleibt in DATEV, TaxDome übernimmt das Kanzleimanagement-Layer darüber.
Kanzleien im Wachstum: Wer von 3 auf 10 Mitarbeitende wächst und merkt, dass Excel-Fristenlisten und E-Mail-Kommunikation nicht mehr skalieren, ist hier richtig.
Weniger geeignet für: Solo-Steuerberater mit unter 30 Mandaten (zu viel Aufwand für den Nutzen), Kanzleien mit sehr strikten DSGVO-Anforderungen (US-Hosting), und alle, die eine rein deutschsprachige Oberfläche benötigen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was enthalten ist |
|---|---|---|
| Flat-Rate-Plan | ab 58 USD/Monat | Basis-Funktionen, unbegrenzte Mandanten |
| Jahresplan (Pro) | ab 700 USD/Nutzer/Jahr | Alle Funktionen, Automatisierungen, Mandantenportal |
| Business | ab 1.200 USD/Nutzer/Jahr | Erweiterte Berichte, Team-Workflows, Prioritätssupport |
Einordnung: Der Flat-Rate-Plan ist für Solo-Berater gedacht. Für eine Kanzlei mit 3–5 Mitarbeitenden und vollständigen Workflow-Funktionen liegt man bei 2.000–4.000 USD/Jahr — umgerechnet ca. 150–350 EUR/Monat für das gesamte Team. Das ist vergleichbar mit DATEV Eigenorganisation comfort (ca. 80–150 EUR/Monat), bietet aber mehr Mandantenportal-Funktionen.
Stärken im Detail
Fristenkalender mandantenübergreifend. TaxDome führt einen zentralen Deadline-Kalender, in dem alle offenen Abgaben, Mandantenaufgaben und internen Fristen sichtbar sind. Automatische Erinnerungen gehen an Mitarbeitende und Mandanten — keine manuelle Wiedervorlage notwendig.
Automatisierte Workflows. Wenn eine Umsatzsteuervoranmeldung fällig wird, startet TaxDome automatisch: Dokumentenanforderung an den Mandanten, interne Aufgabenzuweisung, Eskalation bei ausbleibendem Feedback. Diese Sequenzen lassen sich einmal konfigurieren und laufen dann für alle Mandate.
Mandantenportal mit E-Signatur. Mandanten laden Dokumente hoch, unterzeichnen digital und kommunizieren über das Portal — ohne E-Mail-Anhänge oder Fax. Das reduziert Rückfragen und Zeitverlust erheblich.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine deutsche Oberfläche. Alle Menüs, Workflows und Systemmeldungen sind auf Englisch. Für viele deutsche Kanzleimitarbeitende ist das eine echte Hürde — nicht alle haben die Sprachkenntnisse oder die Bereitschaft, täglich mit englischer Software zu arbeiten.
US-Datenhaltung. TaxDome hostet Daten auf US-Servern. Ein AVV ist verfügbar, aber für Kanzleien unter berufsrechtlicher Verschwiegenheitspflicht ist das eine ernste Überlegung. Mandantendaten in einer US-gehosteten Cloud sind rechtlich nicht trivial.
Jahresbindung für gute Konditionen. Den günstigen Jahrespreis bekommt nur, wer sich mindestens ein Jahr bindet. Monatliche Kündbarkeit kostet deutlich mehr.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Im DATEV-Ökosystem bleiben willst | DATEV Eigenorganisation / Kanzleimanagement |
| Eine kostenlose M365-basierte Lösung bevorzugst | Microsoft SharePoint + Power Automate |
| Deutsche Datenhaltung zwingend brauchst | DATEV oder ADDISON (Wolters Kluwer) |
So steigst du ein
Schritt 1: Kostenlose Demo auf taxdome.com anfragen — TaxDome bietet 14-Tage-Testversion für neue Kanzleien. In der ersten Woche: Mandantenliste importieren und erste Fristen anlegen.
Schritt 2: Einen Workflow für die häufigste wiederkehrende Abgabe konfigurieren (z.B. monatliche USt-Voranmeldung). Damit testet man das Herzstück des Systems unter realen Bedingungen.
Schritt 3: DATEV-Unternehmen-Online-Integration aktivieren für Mandanten, die DATEV nutzen — dann fließen Dokumente direkt zwischen den Systemen, ohne manuelle Übertragung.
Ein konkretes Beispiel
Eine Steuerberatungskanzlei in Hamburg mit 6 Mitarbeitenden und 180 Mandaten nutzt TaxDome parallel zu DATEV: Fristen und Mandantenkommunikation laufen über TaxDome, die eigentliche Steuerbearbeitung bleibt in DATEV. Monatlich werden automatisch 80 Erinnerungen an Mandanten für ausstehende Belege verschickt — ohne manuelle Einzel-E-Mails. Fristversäumnisse sanken von durchschnittlich 3 pro Quartal auf 0 im ersten Jahr.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: USA (AWS) — kein EU-Serverstandort verfügbar
- AVV: Verfügbar über TaxDome-Kundenportal — muss vor Produktivbetrieb aktiv angefordert und unterzeichnet werden
- Berufsgeheimnis: Für Steuerberater unter § 203 StGB ist die Nutzung eines US-Cloud-Anbieters rechtlich zu prüfen — AVV allein reicht möglicherweise nicht; berufsrechtliche Beratung empfohlen
- Verschlüsselung: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Dokumentenübertragungen vorhanden
- Empfehlung: Für deutsche Steuerkanzleien mit strikten DSGVO-Anforderungen ist TaxDome nur nach sorgfältiger rechtlicher Prüfung einsetzbar. Wer einen Datenschutzbeauftragten hat, sollte ihn einbeziehen.
Gut kombiniert mit
- DATEV — TaxDome als Kanzleimanagement-Schicht über DATEV: Fristentracking, Mandantenportal und Workflow in TaxDome, Steuerverarbeitung in DATEV
- Microsoft 365 Copilot — für Kanzleien, die M365 als E-Mail und Kalender nutzen: Outlook-Integration für TaxDome-Benachrichtigungen
- Lexware Office — Mandanten, die Lexware Office nutzen, können Dokumente über TaxDome-Portal zum Steuerberater übermitteln
Unser Testurteil
TaxDome verdient 4 von 5 Sternen für seine Zielgruppe: Steuerkanzleien, die ihr Kanzleimanagement modernisieren und Mandantenkommunikation digitalisieren wollen. Das Fristentracking und die automatisierten Workflows sind stark — das ist das Herzstück des Tools. Den fünften Stern kostet die fehlende deutsche Oberfläche und das US-Hosting, das für viele deutschen Kanzleien ein echtes Problem ist. Wer damit leben kann, bekommt das ausgefeilteste Kanzleimanagement-Tool außerhalb von DATEV.
Was wir bemerkt haben
- 2025 — TaxDome wurde zum dritten Jahr in Folge als #1 Tax Practice Management Software auf G2 bewertet, mit über 10.000 Kanzleien weltweit.
- 2024 — DATEV Unternehmen Online Integration verfügbar — TaxDome kann Dokumente direkt an das DATEV-Mandantenportal übermitteln. Das war ein wichtiger Schritt für den deutschen Markt.
- Laufend — Preise sind in USD; für deutsche Kanzleien ändert sich der Monatsbetrag mit dem Wechselkurs. Stand April 2026: 1 USD ≈ 0,91 EUR.
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