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SiGREEN

Siemens AG

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Siemens-Plattform für das produktgenaue CO₂-Management (Product Carbon Footprint) entlang der Lieferkette. Web-App mit kostenlosem Einstieg, konform mit Catena-X, TfS, PACT und ISO 14067, KI-gestütztem Emissionsfaktor-Matching aus großen LCA-Datenbanken (u.a. ecoinvent), CBAM-Modul und Lieferantenportal für strukturierten Primärdaten-Austausch. Besonders für Industrieunternehmen, die Scope-1–3-Daten produktgenau erfassen und an OEM-Kunden weitergeben müssen.

Kosten: Kostenlose Basisversion (Registrierung unter app.sigreen.siemens.com). Premium- und Enterprise-Funktionen über Siemens-Vertrieb, Preise auf Anfrage.

Kategorien

Stärken

  • Kostenlose Basisversion mit den wesentlichen PCF-Funktionen, niedrige Einstiegshürde
  • KI-gestütztes Emissionsfaktor-Matching aus großen LCA-Datenbanken (u.a. ecoinvent, PlasticsEurope-Eco-Profile)
  • Konform mit Catena-X, TfS (Together for Sustainability), PACT und ISO 14067, die maßgeblichen Standards für Scope-3-Datenaustausch
  • CBAM-Modul für importierende Unternehmen in den betroffenen Sektoren (Stahl, Aluminium, Zement u.a.)
  • Lieferantenportal für strukturierten Primärdaten-Empfang statt PDF-Sammelkampagnen per E-Mail
  • EU-Datenhaltung und Anbindung an das Siemens-Xcelerator-Ökosystem (ERP, PLM, LCA)

Einschränkungen

  • Premium-/Enterprise-Preise nur auf Anfrage, Vollumfang-Kosten lassen sich vorab kaum kalkulieren
  • Voller Mehrwert entsteht im Siemens-Ökosystem, wer keine Siemens-ERP-/PLM-Tools nutzt, profitiert weniger von Integrationen
  • Belastbare Scope-3-Daten setzen voraus, dass Lieferanten beim Portal mitmachen, daran scheitern viele Projekte
  • CBAM-Modul deckt nur die aktuell CBAM-pflichtigen Sektoren ab, Kunststoff und viele weitere Waren noch nicht

Passt gut zu

Industrieunternehmen und Zulieferer, die PCF-Daten an OEM-Kunden übergeben müssen Unternehmen, die Scope-1–3-Emissionen produktgenau berechnen und PACT-/Catena-X-konform dokumentieren wollen Nachhaltigkeitsteams, die ohne LCA-Expertenteam starten und iterativ verbessern wollen Fertigungsunternehmen, die Lieferantendaten strukturiert (nicht per E-Mail) einsammeln wollen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du musst produktgenaue CO₂-Werte (PCF) berechnen und an Automobil- oder Industriekunden weitergeben
  • Deine Kunden verlangen Catena-X-, TfS- oder PACT-konforme Datensätze
  • Du willst klein und kostenlos anfangen und erst später skalieren
  • Du bewegst dich ohnehin im Siemens-Xcelerator-Ökosystem (Teamcenter, SAP-Anbindung, LCA-Tools)

Wann nein

  • Du brauchst eine reine Corporate-Carbon-Footprint- und CSRD-/ESG-Reporting-Lösung ohne Produktfokus
  • Du willst transparente Festpreise statt Vertriebsgespräche
  • Deine Lieferanten sind klein und werden bei keinem Portal mitmachen
  • Du benötigst tiefe Ökobilanz-Modellierung (LCA) bis ins Detail, dann ist eine dedizierte LCA-Software passender

Kurzfazit

SiGREEN ist Siemens’ Werkzeug für die Disziplin, an der die meisten Nachhaltigkeitsprojekte scheitern: den produktgenauen CO₂-Fußabdruck (Product Carbon Footprint, PCF) entlang der Lieferkette. Wo viele ESG-Tools auf Unternehmensebene aggregieren, geht SiGREEN runter auf das einzelne Bauteil und macht aus Primärdaten der Lieferanten belastbare, weitergebbare Werte. Stark ist vor allem die Standard-Konformität (Catena-X, TfS, PACT, ISO 14067) und das KI-gestützte Matching von Emissionsfaktoren, das den manuellen Recherche-Aufwand spürbar senkt. Der kostenlose Einstieg ist eine echte Einladung, klein anzufangen. Schwächen: Premium-Preise gibt es nur auf Anfrage, der volle Nutzen entfaltet sich im Siemens-Ökosystem, und ohne mitziehende Lieferanten bleibt auch SiGREEN ein Schätzwerkzeug. Für PCF im Automotive- und Industrieumfeld ist es trotzdem eine der ernsthaftesten Optionen am Markt.

Für wen ist SiGREEN?

Automobilzulieferer und Industrie-OEMs: Wer in die Automobil- oder Maschinenbau-Lieferkette liefert, wird zunehmend nach Catena-X-konformen PCF-Werten gefragt. Genau hier ist SiGREEN zuhause, es spricht die Standards, die die großen OEMs verlangen, und liefert Datensätze, die direkt im Branchen-Datenraum nutzbar sind.

Fertigungsunternehmen mit komplexer Stückliste: Wenn ein Produkt aus Dutzenden zugekauften Komponenten besteht, ist der CO₂-Wert nur so gut wie die Daten der Lieferanten. SiGREEN bildet die Stückliste produktgenau ab, ordnet jedem Bauteil seine Quelle zu und kennzeichnet fehlende Daten, statt eine Gesamtzahl zu liefern, die niemand prüfen kann.

Nachhaltigkeitsteams ohne LCA-Spezialisten: Das KI-gestützte Emissionsfaktor-Matching senkt die Hürde, ohne eigenes Ökobilanz-Team loszulegen. Du erfasst Material und Menge, SiGREEN schlägt passende Faktoren aus den hinterlegten Datenbanken vor. Das ersetzt keinen LCA-Experten, aber es bringt dich von Null auf einen brauchbaren ersten Wert.

Importeure in CBAM-Sektoren: Wer Stahl, Aluminium, Zement oder andere CBAM-pflichtige Waren importiert, muss eingebettete Emissionen melden. Das CBAM-Modul bündelt diese Anforderung an einer Stelle, sinnvoll für Einkaufs- und Compliance-Abteilungen, die sonst mit Excel-Listen jonglieren.

Weniger geeignet für: Unternehmen, die primär einen Corporate Carbon Footprint und CSRD-Reporting brauchen (dafür sind Tanso oder Persefoni passender), Teams, die transparente Festpreise statt Vertriebsgespräche erwarten, und alle, die tiefe, detailverliebte Ökobilanz-Modellierung benötigen, dann ist eine dedizierte LCA-Software wie Sphera die bessere Wahl.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Basis (kostenlos)0 €Registrierung unter app.sigreen.siemens.com, PCF-Berechnung für Pilotprodukte, KI-gestütztes Emissionsfaktor-Matching, Standard-Datenbanken, erste Lieferanten-Einladungen
PremiumAuf AnfrageVoller Funktionsumfang, erweiterte Datenbanken, mehr Produkte/Lieferanten, vertiefte Integrationen, CBAM-Modul
Enterprise / ZusatzmoduleAuf AnfrageERP-/PLM-Anbindung (Teamcenter, SAP), erweiterte Standards-Konnektoren, Support-SLAs, Rollout-Begleitung

Einordnung: Der kostenlose Einstieg ist mehr als ein Showroom, du kannst echte Pilotprodukte rechnen und einem Kunden einen ersten belastbaren Wert übergeben, ohne einen Cent auszugeben. Das ist im Markt selten und der stärkste Grund, SiGREEN überhaupt auszuprobieren. Der Haken: Sobald es ernst wird, gibt es keine veröffentlichten Preise. Premium und die Enterprise-Module laufen über den Siemens-Vertrieb, und was ein Vollrollout auf alle Produktfamilien plus ERP-Integration kostet, lässt sich vorab kaum abschätzen. Für eine Budgetplanung musst du ein Angebot einholen, anders als bei vielen SaaS-Wettbewerbern mit transparenten Staffelpreisen. Realistisch ist SiGREEN damit: kostenlos testen, dann verhandeln.

Stärken im Detail

Produktgenauigkeit statt Unternehmens-Durchschnitt. Der entscheidende Unterschied zu generischen Carbon-Accounting-Tools: SiGREEN rechnet auf Bauteil- und Produktebene. Jeder Emissionswert wird der jeweiligen Komponente zugeordnet, die Quelle ist sichtbar, fehlende Daten werden explizit markiert. Das macht den Wert prüfbar, und prüfbare Werte sind genau das, was OEM-Kunden in der Lieferkette verlangen.

Standard-Konformität, die im Markt zählt. SiGREEN ist konform mit Catena-X (dem Automotive-Datenraum), TfS, Together for Sustainability (dem Chemie-Brancheninitiative-Standard), PACT (Partnership for Carbon Transparency) und ISO 14067. Das ist kein Marketing-Häkchen: Wer in diese Branchen liefert, kann SiGREEN-Datensätze direkt in die jeweiligen Austauschformate geben, statt sie manuell zu konvertieren.

KI-gestütztes Emissionsfaktor-Matching. Die mühsamste Arbeit bei jeder PCF-Berechnung ist, für jedes Material den richtigen Emissionsfaktor zu finden. SiGREEN schlägt passende Faktoren aus hinterlegten LCA-Datenbanken (u.a. ecoinvent, PlasticsEurope-Eco-Profile) automatisch vor. Das ersetzt nicht das Fachurteil, beschleunigt aber den Einstieg erheblich, gerade für Teams ohne eigenes Ökobilanz-Know-how.

Lieferantenportal statt E-Mail-Chaos. Scope-3-Emissionen entstehen in der Lieferkette, und die größte Hürde ist, an die Primärdaten der Lieferanten zu kommen. Statt PDFs per E-Mail einzusammeln, lädst du Lieferanten ins Portal ein, wo sie ihre Werte strukturiert eintragen. Das macht die Daten maschinenlesbar und reduziert den Pflegeaufwand massiv, vorausgesetzt, die Lieferanten ziehen mit.

Siemens-Ökosystem und EU-Hosting. SiGREEN ist Teil von Siemens Xcelerator und lässt sich an PLM (Teamcenter), ERP und LCA-Werkzeuge anbinden. Wer ohnehin in dieser Welt unterwegs ist, bekommt die Stammdaten ohne doppelte Pflege. Hinzu kommt die Datenhaltung in der EU, ein relevanter Vorteil gegenüber rein US-gehosteten Wettbewerbern.

Schwächen ehrlich betrachtet

Intransparente Preise jenseits der Basisversion. Der kostenlose Einstieg ist großzügig, aber sobald du skalierst, verschwindet jede Preis-Transparenz. Premium und Enterprise laufen ausschließlich über den Siemens-Vertrieb. Wer schnell ein Budget braucht oder mehrere Tools vergleichen will, ist im Nachteil, du musst erst durch ein Vertriebsgespräch, bevor du überhaupt eine Zahl bekommst.

Der Nutzen hängt am Ökosystem. SiGREEN spielt seine Stärken aus, wenn ERP, PLM und LCA-Daten ohnehin aus dem Siemens-Umfeld kommen. Wer eine heterogene Tool-Landschaft hat (z. B. SAP ohne Teamcenter, oder ganz andere Systeme), muss mehr integrieren und verliert einen Teil des Komfort-Versprechens. Standalone funktioniert SiGREEN, aber dann konkurriert es mit schlankeren Spezialtools.

Datenqualität steht und fällt mit den Lieferanten. Das schönste Lieferantenportal nützt nichts, wenn die Lieferanten nicht mitmachen. In der Praxis liefern gerade kleinere Zulieferer oft keine Primärdaten, dann fällt SiGREEN auf Sekundär-/Durchschnittsfaktoren zurück, und der vermeintlich „echte” PCF ist doch wieder eine Schätzung. Das ist kein SiGREEN-Problem allein, sondern ein Branchenproblem, aber es begrenzt den realen Mehrwert.

CBAM-Modul mit begrenztem Geltungsbereich. Das CBAM-Modul deckt nur die aktuell pflichtigen Warengruppen ab (Stahl, Aluminium, Zement, Dünger, Strom, Wasserstoff). Wer in Sektoren importiert, die noch nicht oder erst später unter CBAM fallen, profitiert hier nicht, und die Regulierung ist in Bewegung, sodass laufende Updates nötig sind.

Kein vollwertiges CSRD-/ESG-Reporting. SiGREEN ist auf den Produkt-Fußabdruck spezialisiert, nicht auf das breite Nachhaltigkeitsreporting. Wer eine CSRD-Berichterstattung, ESG-Datensammlung über die ganze Organisation oder ein Lieferkettengesetz-Reporting braucht, deckt das mit SiGREEN allein nicht ab und kombiniert es mit einer dedizierten Reporting-Plattform.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Corporate Carbon Footprint und CSRD-Reporting aus deutscher Hand willstTanso
Eine breite Enterprise-Carbon-Plattform für Konzerne suchstPersefoni
Tiefe Ökobilanz-Modellierung (LCA) bis ins Detail brauchstSphera
Produktgenaue PCF-Automatisierung für die Fertigung willstCarbonfact
Speziell die CBAM-Meldepflicht abdecken musstCBAM Software

Erwähnenswert ohne direkten Vergleich: Watershed und Verso decken eher das breite ESG- und Reporting-Feld ab, während SiGREEN bewusst auf den Produkt-Fußabdruck fokussiert. SiGREEN ist kein Allround-ESG-Tool, und das ist Absicht. Es macht PCF in der Lieferkette gut und überlässt das Unternehmens-Reporting den darauf spezialisierten Plattformen. Wer beides braucht, kombiniert.

So steigst du ein

Schritt 1: Registriere dich kostenlos unter app.sigreen.siemens.com. Du brauchst kein bestehendes Siemens-Vertragsverhältnis, ein normales Geschäftskonto reicht für den Einstieg in die Basisversion.

Schritt 2: Lege ein oder zwei Pilotprodukte an und erfasse zuerst Scope 1 und Scope 2 (eigener Energie- und Maschinenverbrauch). Nutze das KI-gestützte Matching, um Emissionsfaktoren aus den hinterlegten Datenbanken (ecoinvent, PlasticsEurope) zuzuordnen, und prüfe die Vorschläge fachlich, statt sie blind zu übernehmen.

Schritt 3: Lade die Lieferanten deiner wichtigsten Rohstoffe und Zukaufteile ins Lieferantenportal ein, damit sie ihre Primärdaten direkt eintragen, statt per E-Mail. Das ist die Grundlage für belastbare, PACT-/Catena-X-konforme Scope-3-Werte. Plane realistisch Zeit ein: Lieferanten zu mobilisieren ist der zäheste Teil und entscheidet über die Datenqualität.

Ein konkretes Beispiel

Ein Kunststoffcompoundeur aus Baden-Württemberg mit 15 Produktfamilien und rund 40 Lieferanten setzt SiGREEN für seine PCF-Berechnung ein. Gestartet wird kostenlos mit den drei wichtigsten Produktlinien, Emissionsfaktoren für PP, PA und PBT werden per KI-gestütztem Matching aus der PlasticsEurope-Datenbank vorgeschlagen und vom Nachhaltigkeitsverantwortlichen geprüft. Parallel werden die zehn größten Materiallieferanten ins Portal eingeladen, von denen sieben innerhalb von vier Wochen Primärdaten liefern. Nach rund sechs Wochen liegt der erste belastbare PCF-Wert vor, der einem Automobilkunden als ISO-14067-konforme, Catena-X-kompatible Deklaration übergeben werden kann, eine Anforderung, die der Kunde zur Bedingung für die nächste Ausschreibung gemacht hatte. Für den Rollout auf alle Produktfamilien und die Anbindung ans bestehende ERP-System wechselt das Unternehmen anschließend in ein Premium-Angebot, dessen Preis im Vertriebsgespräch ausgehandelt wird. Ergebnis: Statt einen externen LCA-Dienstleister pro Produkt zu beauftragen, baut das Team die PCF-Kompetenz schrittweise selbst auf.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU, Siemens betreibt die SiGREEN-Plattform mit Datenhaltung in der Europäischen Union. Anbieter ist die Siemens AG, München.
  • Datennutzung: Es werden vor allem produkt-, material- und lieferantenbezogene Sachdaten verarbeitet; personenbezogene Daten beschränken sich im Wesentlichen auf Nutzerkonten und Ansprechpartner der Lieferanten.
  • Lieferantendaten: Über das Portal eingegebene Primärdaten der Lieferanten unterliegen den vereinbarten Nutzungs- und Vertraulichkeitsregeln, die konkrete Ausgestaltung sollte vor dem Rollout vertraglich geklärt werden.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Für den geschäftlichen Einsatz über Siemens verfügbar; Detailregelungen über die jeweiligen Siemens-Vertragswerke. Vor dem Produktiveinsatz prüfen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Da SiGREEN von einem deutschen Konzern mit EU-Hosting betrieben wird, ist die datenschutzrechtliche Ausgangslage günstiger als bei US-Wettbewerbern. Dennoch gilt: AVV und Datenflüsse (besonders im Lieferantenportal) vor dem Rollout dokumentieren und mit dem eigenen Datenschutzbeauftragten abstimmen.

Gut kombiniert mit

  • Tanso, SiGREEN liefert den produktgenauen Fußabdruck, Tanso bündelt die Unternehmens-Bilanz und das CSRD-Reporting. Die PCF-Werte aus SiGREEN fließen als Bausteine in die übergeordnete Berichterstattung.
  • CBAM Software, wer über die SiGREEN-CBAM-Funktion hinaus eine vollständige CBAM-Meldeabwicklung braucht (z. B. für nicht abgedeckte Warengruppen), kombiniert SiGREEN mit einer spezialisierten CBAM-Lösung.
  • Sphera, für tiefe Ökobilanz-Modellierung einzelner kritischer Produkte ergänzt eine dedizierte LCA-Software die schnelle, breite PCF-Berechnung von SiGREEN um detaillierte Wirkungsabschätzungen.

Unser Testurteil

SiGREEN verdient 4 von 5 Sternen. In seiner Kerndisziplin, produktgenaues PCF-Management in der Lieferkette mit echter Standard-Konformität (Catena-X, TfS, PACT, ISO 14067), gehört es zu den ernsthaftesten Optionen am Markt, und die kostenlose Basisversion ist ein ungewöhnlich fairer Einstieg. Das KI-gestützte Emissionsfaktor-Matching und das Lieferantenportal lösen genau die Engpässe, an denen PCF-Projekte sonst scheitern. Den fünften Stern kostet vor allem die fehlende Preis-Transparenz oberhalb der Basisversion: Wer skalieren will, muss verhandeln, statt zu kalkulieren. Hinzu kommen die Abhängigkeit vom Siemens-Ökosystem für den vollen Nutzen und die harte Realität, dass auch das beste Lieferantenportal nur so gut ist wie die Mitwirkung der Lieferanten. Für PCF im Automotive- und Industrieumfeld ist SiGREEN trotzdem eine klare Empfehlung, gerade weil man kostenlos und ernsthaft testen kann, bevor man sich bindet.

Was wir bemerkt haben

  • 2023, Siemens hat SiGREEN aus einem internen Werkzeug zur produktbezogenen CO₂-Erfassung in ein eigenständiges, extern vermarktetes Software-Angebot überführt. Der Schritt von „Siemens nutzt es selbst” zu „Siemens verkauft es” verschafft dem Tool eine andere Glaubwürdigkeit, es ist im eigenen Konzern erprobt.
  • Mai 2026, Die offizielle Produktseite ist von der alten Siemens-Sustainability-URL auf siemens.com/en-us/products/sigreen/ gewandert; ältere Links (carbon-footprint-app-sigreen.html) führen ins Leere. Die App selbst läuft unter app.sigreen.siemens.com.
  • Mai 2026, Die Produktseite nennt ausdrücklich Konformität mit Catena-X und TfS zusätzlich zu PACT und ISO. Damit positioniert sich SiGREEN klar in Richtung Automotive- und Chemie-Lieferketten, die beiden Branchen, in denen PCF-Datenaustausch am weitesten reguliert ist.
  • Laufend, Der Geltungsbereich des CBAM-Moduls folgt der EU-Regulierung und wird schrittweise erweitert. Wer auf eine bestimmte Warengruppe angewiesen ist, sollte vor dem Kauf prüfen, ob sie bereits abgedeckt ist.

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