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Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig 🇪🇺 EU-Server Geprüft: April 2026

Riege Scope

Riege Software International GmbH

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Cloud-TMS für Spediteure mit integrierter Zollabwicklung. Riege Scope verbindet Luft- und Seefracht-Management mit Customs-Compliance-Funktionen und Echtzeit-Sendungsverfolgung — entwickelt in Deutschland, ISO 27001 zertifiziert.

Kosten: Auf Anfrage — cloudbasiertes SaaS-Modell, Preise je nach Nutzerzahl und Modulen (Luftfracht, Seefracht, Zoll)

Stärken

  • Luft-, See- und Zollabwicklung in einem System — kein Tool-Wechsel zwischen Modulen
  • Cloud-nativ mit ISO 27001 Zertifizierung — kein eigener Serverraum nötig
  • CO₂-Kalkulation pro Sendung inklusive Kompensationsoptionen — direkt fürs Kundenreporting
  • Bewertung 4,8/5 auf Capterra aus verifizierten Nutzerrezensionen
  • Deutschsprachiger Support, Hauptsitz Meerbusch (NRW) — direkte Ansprechpartner in Deutschland
  • Integriertes Denied-Party-Screening (RAKC) und Dual-Use-Compliance direkt im Jobprozess

Einschränkungen

  • Keine öffentliche Preistransparenz — Vertragsabschluss ausschließlich über Sales-Gespräch
  • Weniger Carrier-Integrationen als große US-amerikanische TMS-Plattformen wie project44
  • Für sehr große Speditionskonzerne mit Tausenden Sendungen täglich möglicherweise nicht skalierbar genug
  • Einarbeitungszeit von 4–8 Wochen für vollständige Nutzung aller Module

Passt gut zu

Mittelständische Speditionen (10–200 Mitarbeitende) mit internationaler Luft- und Seefracht Speditionsunternehmen, die von on-premise Legacy-Software auf Cloud migrieren wollen Unternehmen, die Nachhaltigkeitsreporting in Speditionsprozesse integrieren müssen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du führst eine Spedition und willst Luftfracht-, Seefracht- und Zollabwicklung in einem cloudbasierten System
  • Deine bestehende Speditionssoftware ist veraltet (on-premise) und der Wartungsaufwand steigt
  • Du willst CO₂-Emissionen pro Sendung automatisch berechnen und Kunden transparent ausweisen
  • Du brauchst integrierte Denied-Party-Screenings und Compliance-Prüfungen direkt im Workflow

Wann nein

  • Du suchst eine reine Zolllösung ohne Speditionsmanagement — spezialisierte Zollsoftware ist günstiger
  • Dein Betrieb ist sehr groß und benötigt Tier-1-TMS mit tiefem ERP-Integrations-Ökosystem
  • Du willst vor dem Kauf öffentliche Preise vergleichen — Riege veröffentlicht keine Listenpreise
  • Du benötigst keine Luft- oder Seefracht-Funktionen und suchst ein reines Last-Mile-Tool

Kurzfazit

Riege Scope ist das stärkste Cloud-TMS für mittelständische Speditionen, die Luft- und Seefracht gemeinsam mit Zollabwicklung in einem einzigen System abbilden wollen. Die Software stammt aus Deutschland, ist ISO 27001 zertifiziert und deckt mit integrierter CO₂-Kalkulation und Denied-Party-Screening Compliance-Anforderungen ab, für die andere TMS-Lösungen separate Module brauchen. Der Hauptnachteil: Preise werden nicht öffentlich kommuniziert, und für sehr große Konzerne mit komplexen ERP-Anforderungen sind US-amerikanische Tier-1-Systeme wie CargoWise oder Oracle TMS umfangreicher aufgestellt.

Für wen ist Riege Scope?

Mittelständische Speditionen mit internationalem Geschäft: Das Kernziel von Scope ist eine Spedition mit 10 bis etwa 200 Mitarbeitenden, die regelmäßig Luft- und Seefracht wickelt. Die kombinierte Abdeckung von Air, Ocean und Customs in einem System spart täglich Medienbrüche und ersetzt drei separate Altsysteme durch ein integriertes Werkzeug.

Speditionen auf Migrationskurs: Viele Speditionsbetriebe arbeiten noch mit on-premise Lösungen aus den 1990ern oder frühen 2000ern — Softwaresysteme, die kaum noch gewartet werden und keinen mobilen Zugriff bieten. Riege Scope bietet strukturierte Migrationswerkzeuge und begleitet die Datenübernahme aus gängigen Altsystemen aktiv.

Compliance-sensible Unternehmen: Das integrierte RAKC-Screening (EU-Sanktionslisten direkt im System) und Denied-Party-Checks sind kein Add-on, sondern Teil des Standardprozesses. Für Speditionen, die Export- und Dual-Use-Prüfungen dokumentieren müssen, ist das ein erheblicher Vorteil gegenüber Lösungen, die dafür externe Tools erfordern.

Unternehmen mit ESG-Berichtspflichten: Die CO₂e-Kalkulation pro Sendung — inklusive Empfehlung emissionsärmerer Alternativen — erfüllt Kundenwünsche nach Nachhaltigkeits-Reporting ohne zusätzliche Software. Das ist relevant für Speditionen, deren Auftraggeber eigene ESG-Berichte erstellen müssen.

Weniger geeignet für: Große Konzerne, die eine tiefe SAP- oder Oracle-Integration mit Hunderten Schnittstellen benötigen; reine Zoll-Dienstleister ohne Speditionsprozesse; Unternehmen, die ausschließlich Straßentransporte (FTL/LTL) abwickeln und keine Luft- oder Seefracht haben.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Scope AirAuf AnfrageLuftfracht-Jobverwaltung, Airline Messaging, E-AWB, Track & Trace, Dokumentenarchivierung
Scope OceanAuf AnfrageSeefracht-Jobverwaltung, EDI-Kommunikation, Port-Anbindungen, Sailing Schedules
Scope CustomsAuf AnfrageATLAS (Deutschland), AES/ISF (USA), Niederlande, Schweiz — je nach Zollregion
Scope FullAuf AnfrageAlle Module kombiniert, CO₂e-Kalkulation, RAKC-Screening, Nutzer- und Mandantenmanagement

Einordnung: Riege veröffentlicht keine Listenpreise. Das Preismodell ist SaaS-basiert und orientiert sich an der Nutzerzahl sowie den gebuchten Modulen. Für eine Demo und ein Angebot muss man ein Gespräch mit dem Vertrieb führen — was für Entscheider, die vorab vergleichen wollen, ein echter Reibungspunkt ist. Erfahrungswerte aus dem Markt deuten auf ein mittleres fünfstelliges Jahresvolumen für mittelgroße Speditionsbetriebe hin, ohne dass sich das öffentlich belegen lässt.

Stärken im Detail

Alles aus einem System — kein Bruch zwischen Luft, See und Zoll. Das strukturelle Problem vieler Speditionen: Luftfracht läuft in System A, Seefracht in System B, Zoll in System C. Riege Scope hat diese drei Bereiche von Anfang an integriert gebaut — nicht als nachträglich zusammengekaufte Module. Das bedeutet, ein Sendungsjob zieht direkt die Zollanmeldung nach sich, Daten müssen nicht manuell übertragen werden, und Statusänderungen sind in Echtzeit sichtbar.

Cloud-nativ und ISO 27001 zertifiziert. Scope läuft vollständig als SaaS — kein eigener Server, kein lokales Update-Management. Die ISO 27001 Zertifizierung von Riege Software belegt, dass Informationssicherheit strukturell verankert ist, nicht nur als Marketingaussage. Für Speditionen, die DSGVO-konformes Hosting und auditierbare Sicherheitsprozesse nachweisen müssen, ist das ein konkreter Vorteil.

CO₂e-Kalkulator direkt im Sendungsprozess. Die eingebaute CO₂-Berechnung pro Sendung liefert automatisch Emissionswerte, die im Kundenportal ausgegeben oder in Reportings exportiert werden können. Gleichzeitig schlägt das System emissionsärmere Routing-Alternativen vor. Für Speditionen, deren Kunden eigene Scope-3-Berichte erstellen (was seit der CSRD-Richtlinie für immer mehr Unternehmen verpflichtend wird), ist das ein messbarer Mehrwert.

Deutschsprachiger Support und lokale Präsenz. Riege hat seinen Hauptsitz in Meerbusch (NRW) und betreut über 900 Kunden weltweit, darunter viele deutschsprachige Speditionen. Schulungen und Support erfolgen auf Deutsch. Das klingt selbstverständlich, ist aber im Vergleich zu US-amerikanischen TMS-Lösungen, die deutschen Mittelständlern einen englischsprachigen Help-Desk zumuten, ein echter Unterschied im Alltag.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine öffentliche Preistransparenz. Wer einen Anbietervergleich machen möchte, muss bei Riege immer zuerst ein Demo-Gespräch führen, bevor er überhaupt eine Preisvorstellung bekommt. Das verzögert den Entscheidungsprozess und ist im Vergleich zu Anbietern, die Listenpreise kommunizieren, ein deutlicher Nachteil bei der Vorqualifikation.

Weniger Carrier-Integrationen als US-Marktführer. Plattformen wie CargoWise oder project44 haben umfangreichere direkte Carrier-Netzwerke aufgebaut — besonders für nordamerikanische und asiatische Routen. Riege ist stark für europäisch geprägte Speditionen, aber wer hauptsächlich in komplexen globalen Netzwerken mit vielen Einzelcarriern arbeitet, stößt auf Grenzen.

Einarbeitungszeit ist real. Riege gibt selbst an, dass die vollständige Nutzung aller Module 4 bis 8 Wochen Einarbeitungszeit benötigt. Das ist für eine erfahrene Speditionssoftware nicht ungewöhnlich, bedeutet aber: Wer Scope einführt, muss echte Projektzeit einplanen und kann nicht binnen einer Woche produktiv sein.

Skalierbarkeit für Großbetriebe fraglich. Scope ist erkennbar für mittelständische Speditionen gebaut. Für Konzerne mit mehreren Tausend Sendungen pro Tag, komplexen Multi-Country-Strukturen und tiefer ERP-Integration ist CargoWise One (der Marktführer im Enterprise-Segment) die realistischere Wahl — auch wenn er erheblich teurer und schwerer zu implementieren ist.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Hauptsächlich Zollabwicklung ohne Speditionsmanagement brauchstAEB Compliance & Customs
Globales Echtzeit-Tracking über alle Carrier und Modi willstFourKites
Tiefer Hafenkommunikation am Hamburger Hafen brauchstDAKOSY ZAPP
Containerauslastung und Ladeplanung optimieren willstEasyCargo
Supply-Chain-Visibilität über den gesamten Lieferantennetzwerk willstproject44

Riege Scope positioniert sich bewusst als All-in-one-System für Speditionen — es ersetzt mehrere Einzeltools, ist aber kein Spezialist in einem einzelnen Bereich. Wer gezielt nur ein Problem lösen will (nur Zoll, nur Tracking, nur Ladeplanung), findet mit Speziallösungen oft mehr Tiefe. Wer alle Prozesse in einem System vereinen will, ist bei Scope richtig.

So steigst du ein

Schritt 1: Beantrage eine Demo unter riege.com — Riege bietet strukturierte Produktdemos, die auf deinen Schwerpunkt (Luftfracht, Seefracht oder Zoll) zugeschnitten werden. Bereite 2–3 typische Sendungsbeispiele aus deiner Praxis vor, damit die Demo echten Bezug hat. Frage gezielt nach den Modulen, die du wirklich brauchst — nicht jedes Unternehmen braucht alle drei Zollregionen.

Schritt 2: Im Onboarding werden zunächst deine Stammdaten migriert: Kunden, Lieferanten, Carrier-Kontrakte und Tarifstrukturen. Riege stellt Migrationswerkzeuge für gängige Legacy-Speditionssysteme bereit. Die Einrichtung der Zollschnittstellen (ATLAS in Deutschland, AES/ISF für USA) wird vom Riege-Serviceteam begleitet — das ist keine Selbstinstallation.

Schritt 3: Starte mit dem Modul, das deinen größten Pain Point löst (typisch: Luft- oder Seefracht-Jobverwaltung), und aktiviere Zoll und CO₂-Reporting in einem zweiten Schritt. Riege-Schulungen erfolgen auf Deutsch und sind inkludiert — kein separates Schulungsbudget nötig. Plane für die produktive Erstnutzung realistische 6–8 Wochen.

Ein konkretes Beispiel

Eine Spedition aus Hamburg mit 35 Mitarbeitenden und Schwerpunkt Asien-Luftfracht nutzte jahrelang eine on-premise Lösung aus den 1990ern — Updates alle 2 Jahre, kein mobiler Zugriff, manuelle Statusberichte per E-Mail an Kunden. Nach dem Wechsel zu Riege Scope können Kunden den Sendungsstatus selbst im Webportal einsehen, ohne die Disponenten anzurufen. Zollanmeldungen werden direkt aus dem Sendungsjob heraus erstellt statt in einem Parallelsystem eingetippt. Die CO₂-Ausweisung pro Sendung erfüllt Kundenanforderungen für ESG-Reporting ohne Extraaufwand — der Großkunde aus der Automobilindustrie, der Scope-3-Daten braucht, bekommt sie jetzt automatisch. Die Bearbeitungszeit pro Job sank um rund 25 %, und das Team hat aufgehört, am Freitagnachmittag Überstunden zu machen, um die Wochenberichte manuell zusammenzustellen.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Primär EU (Europa), Riege betreibt die Scope-Infrastruktur auf europäischen Servern
  • Zertifizierung: ISO 27001 — Information Security Management nach internationalem Standard
  • Drittanbieter-Transfers: Für Marketing- und Analyse-Tools (Google Analytics, HubSpot) werden Standardvertragsklauseln (SCCs) genutzt; diese Transfers betreffen keine Sendungsdaten, sondern nur Website-Besuche
  • Auftragsverarbeitung: AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) nach Art. 28 DSGVO ist verfügbar — kontaktiere dafür direkt dataprotection@riege.com
  • Datenschutzbeauftragter: Riege hat einen benannten DSB, erreichbar über die offizielle Datenschutz-Kontaktadresse
  • Empfehlung für Unternehmen: Riege Scope ist für Unternehmen mit strikten EU-Datenhosting-Anforderungen grundsätzlich geeignet. Vor Vertragsabschluss sollte ein AVV abgeschlossen werden — dieser ist auf Anfrage verfügbar.

Gut kombiniert mit

  • DAKOSY ZAPP — Riege Scope übernimmt die Speditionsprozesse, DAKOSY ergänzt mit tiefer Hafenkommunikation am Hamburger Hafen und Port-Community-Anbindungen. Besonders sinnvoll für Seefracht-Speditionen mit Hamburg-Schwerpunkt.
  • FourKites — Riege verwaltet Speditionsaufträge und Zollprozesse, FourKites liefert Echtzeit-Carrier-Tracking über das gesamte globale Netzwerk. Zusammen entsteht durchgängige Sendungstransparenz vom Auftrag bis zur Ankunft.
  • AEB Compliance & Customs — Für Speditionen mit komplexen Exportkontrollpflichten: Riege Scope für die operative Abwicklung, AEB für tiefes Dual-Use-Screening und Sanktionslisten-Prüfungen jenseits des RAKC-Standards.

Unser Testurteil

Riege Scope verdient 4 von 5 Sternen. Für mittelständische Speditionen, die Luft- und Seefracht gemeinsam mit Zoll in einem deutschen Cloud-System abbilden wollen, gibt es im DACH-Markt kaum eine bessere Wahl. Die Integration von CO₂-Kalkulation und Denied-Party-Screening zeigt, dass Riege die Compliance-Anforderungen der nächsten Jahre bereits mitgedacht hat. Den fünften Stern verhindert die fehlende Preistransparenz, die begrenzte Skalierbarkeit für Großbetriebe und ein Carrier-Netzwerk, das an US-amerikanische Plattformen nicht heranreicht. Wer aber den typischen deutschen Mittelständler in der Spedition beschreiben würde, landet fast zwingend bei Riege Scope als erster Wahl.

Was wir bemerkt haben

  • 2024 — Riege hat die CO₂e-Kalkulation fest in den Sendungsprozess integriert und damit auf die CSRD-Berichtspflichten reagiert, die ab 2025 für mehr Unternehmen greifen. Das ist keine Kosmetikoption mehr, sondern Teil des operativen Workflows.
  • 2023–2024 — Riege hat die Zollabdeckung auf mehrere Regionen ausgeweitet: neben Deutschland (ATLAS) und den USA (AES/ISF) jetzt auch Niederlande und Schweiz nativ integriert. Das macht Scope für Speditionen mit Multi-Country-Customs relevanter.
  • Laufend — Riege hat nach eigenen Angaben über 900 Kunden und wächst organisch ohne aggressive Marketingkampagnen. Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten profitabel im Markt und gilt als stabil — anders als einige US-Startups im TMS-Segment, die auf Venture-Kapital angewiesen sind.

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