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AEB Compliance & Customs

AEB GmbH

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Modulare Softwareplattform für Außenhandels-Compliance und Zollabwicklung. AEB automatisiert Exportkontrollprüfungen, Sanktionslisten-Screening, Zollanmeldungen und Ursprungskalkulationen — für Unternehmen, die rechtssicher und effizient international handeln müssen.

Kosten: Auf Anfrage — modulares Lizenzmodell, Preise nach Sendungsvolumen und aktivierten Modulen (Exportkontrolle, Zoll, Sanktionslisten-Screening). Typische Jahreslizenzen für Mittelstand im fünf- bis sechsstelligen Bereich.

Stärken

  • Umfassendes Exportkontroll-Modul: Klassifizierung dual-use-Güter, Embargolisten, Genehmigungsmanagement
  • Automatisches Sanktionslisten-Screening gegen EU, US-OFAC, UN und weitere Listen mit 200+ Quellen
  • Zollanmeldungen für Import und Export in 25+ Ländern aus einer Plattform
  • Ursprungskalkulation nach Präferenzrecht — reduziert Zollkosten bei Freihandelsabkommen
  • Deutsch- und englischsprachig, Hauptsitz Stuttgart — DSGVO-konforme Datenhaltung in der EU
  • SAP-Integration: native Anbindung an SAP S/4HANA, SD, EWM und SAP GTS

Einschränkungen

  • Komplexes Lizenz- und Implementierungsmodell — typischer Roll-out dauert 6–12 Monate
  • Hoher initialer Konfigurationsaufwand bei Warenanpassungen und Ursprungskalkulationen
  • Keine transparente Preisstaffelung öffentlich verfügbar — Angebote nur auf Anfrage
  • Weniger geeignet für rein national agierende Unternehmen ohne Außenhandel
  • Eigenständige Plattform neben SAP GTS — Unternehmen mit SAP GTS müssen Migration abwägen

Passt gut zu

Exportorientierte Industrie- und Technologieunternehmen mit Compliance-Pflichten Zollabteilungen großer Mittelständler und Konzerne mit hohem Sendungsvolumen Unternehmen in Branchen mit verschärften Exportkontrollanforderungen (Maschinenbau, Elektronik, Chemie)

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Dein Unternehmen exportiert dual-use-Güter oder Rüstungsgüter und braucht lückenloses Exportkontroll-Compliance
  • Du willst Sanktionslisten-Screening automatisieren und Fehllieferungen an gesperrte Empfänger ausschließen
  • Deine Zollabteilung verarbeitet hohe Sendungsvolumina und kämpft mit manuellen Zollanmeldungen
  • Du brauchst Ursprungskalkulation nach Präferenzrecht, um von Freihandelsabkommen zu profitieren

Wann nein

  • Du bist KMU mit wenigen Auslandslieferungen pro Jahr — der Implementierungsaufwand übersteigt den Nutzen
  • Du brauchst primär Hafenkommunikation und Port-EDI — DAKOSY ist dort tiefer spezialisiert
  • Du suchst eine schnelle Einzellösung ohne mehrmonatigen ERP-Rollout
  • Dein Budget liegt deutlich unter 50.000 € pro Jahr für Software

Kurzfazit

AEB Compliance & Customs ist die erste Wahl für exportorientierte Unternehmen in Deutschland, die lückenlosen Nachweis ihrer Außenhandels-Compliance brauchen. Das Stuttgarter Unternehmen bedient mehr als 7.000 Kunden weltweit und ist seit Jahrzehnten auf Exportkontrolle, Sanktionslisten-Screening und Zollabwicklung spezialisiert — mit EU-Datenhaltung und deutschsprachigem Support. Die Kehrseite: Wer kein halbes Jahr Zeit und kein entsprechendes Budget hat, ist mit AEB falsch aufgestellt. Für KMU mit geringem Außenhandelsvolumen ist der Aufwand unverhältnismäßig hoch.

Für wen ist AEB Compliance & Customs?

Compliance-Verantwortliche in der exportierenden Industrie: Maschinenbauer, Elektronikhersteller, Chemieunternehmen — überall dort, wo dual-use-Güter exportiert werden und ein BAFA-Audit jederzeit eintreten kann. AEB gibt diesen Unternehmen ein lückenloses digitales Compliance-Protokoll.

Zollabteilungen mit hohem Sendungsvolumen: Wer täglich Hunderte oder Tausende Zollanmeldungen bearbeitet, kommt mit manuellen Prozessen und Excel-Tabellen nicht weiter. AEB automatisiert den gesamten Workflow — von der Warennummernklassifizierung bis zur digitalen Zollanmeldung in 25+ Ländern.

Konzerne und große Mittelständler mit SAP-Umgebung: AEB integriert sich nativ in SAP S/4HANA, SAP SD und SAP EWM. Exportkontrollprüfungen, Sanktions-Checks und Ursprungskalkulationen laufen direkt aus SAP-Prozessen heraus — ohne Systemwechsel für die Sachbearbeiter.

Logistikdienstleister und Spediteure: Für Spediteure, die Zollanmeldungen für Kunden übernehmen, bietet AEB ein zentrales Workflowsystem mit vollständiger Audit-Trail-Funktion.

Weniger geeignet für: Start-ups, KMU mit wenigen Auslandslieferungen und alle, die eine schnell einsetzbare Einzellösung ohne mehrmonatigen Rollout suchen. Auch für Unternehmen, die bereits SAP GTS intensiv nutzen, muss die Migration sorgfältig abgewogen werden.

Preise im Detail

Modul / PlanPreismodellWas du bekommst
Sanctions List ScreeningJahresabonnement, auf AnfrageScreening gegen 200+ Sanktionslisten (EU, UN, US-OFAC, SECO u.a.), automatische Updates, Workflow für Verdachtsfälle
ExportkontrolleModulpreise nach VolumenDual-use-Klassifizierung, Genehmigungsmanagement, Embargo-Prüfung, ECCN-Mapping
Zollanmeldung (Import/Export)Nach SendungsvolumenATLAS-Anbindung (Deutschland), EU-Zollsysteme, 25+ Länder, digitale Begleitpapiere
Ursprung & PräferenzAuf AnfrageUrsprungskalkulation nach EU-Präferenzrecht, Lieferantenerklärungen, REX-Registrierung
AEB Suite (Vollpaket)Enterprise, auf AnfrageAlle Module + SAP-Integration, Cloud oder On-Premises, deutschsprachiger Support

Einordnung: AEB kommuniziert keine Listenpreise — das ist branchenüblich im Enterprise-B2B-Segment und kein Nachteil per se, erschwert aber Budgetplanung ohne Erstgespräch. Für mittelständische Unternehmen mit 3–5 aktiven Modulen sind Jahresbudgets im mittleren fünfstelligen bis unteren sechsstelligen Bereich realistisch. Der ROI tritt ein, wenn Compliance-Verstöße (BAFA-Bußgelder, Lieferstopps) oder manuelle Bearbeitungszeiten in der Zollabteilung reduziert werden.

Stärken im Detail

Sanktionslisten-Screening aus einer Quelle. AEB konsolidiert über 200 internationale Sanktionslisten — EU-Embargos, US-OFAC SDN-Liste, UN-Sanktionen, Schweizer SECO und weitere — und aktualisiert diese automatisch. Jeder neue Auftragsempfänger oder Endkunde wird in Echtzeit geprüft. Verdachtsfälle landen im Freigabe-Workflow, eindeutige Treffer werden sofort blockiert. Dieser Automatismus ersetzt täglich aktualisierte Excel-Listen und eliminiert das Risiko von Fehllieferungen an gesperrte Parteien.

Exportkontrolle mit vollständigem Nachweis-Trail. Das Exportkontroll-Modul klassifiziert Güter nach EG Dual-Use-Verordnung, US-EAR (ECCN), Kriegswaffenkontrollgesetz und weiteren Regelwerken. Genehmigungsworkflows verfolgen den gesamten Prozess von der Anfrage bis zur Verwendungsnachweis-Ablage digital — ein lückenloser Audit-Trail, der bei BAFA-Prüfungen bares Geld wert ist.

Ursprungskalkulation reduziert reale Zollkosten. AEB berechnet den Ursprungsstatus von Produkten nach Präferenzrecht (EU-Freihandelsabkommen) auf Basis von Lieferantenerklärungen und Stücklisten-Daten aus dem ERP. Wer nachweisen kann, dass ein Produkt EU-Ursprung hat, zahlt beim Export in Freihandelspartner-Länder wie die Schweiz, Japan oder Chile deutlich weniger oder gar keine Zölle. Das ist ein greifbarer finanzieller Vorteil, der den Softwarepreis oft in kurzer Zeit amortisiert.

Zollabwicklung in 25+ Ländern aus einer Plattform. AEB ist an das deutsche ATLAS-System angebunden und unterstützt elektronische Zollanmeldungen in EU-Ländern sowie wichtigen Nicht-EU-Märkten. Statt mit mehreren länderspezifischen Systemen zu arbeiten, verwaltet die Zollabteilung alles zentral — mit einheitlichen Prozessen, Rollen und Berichten.

Schwächen ehrlich betrachtet

Implementierung dauert Monate, nicht Wochen. Ein vollständiger AEB-Rollout mit SAP-Integration, Artikelklassifizierung und Schulungen dauert realistisch 6–12 Monate. Das ist kein Systemfehler — Exportkontroll-Compliance ist komplex — aber es bedeutet: Wer dringend eine Lösung braucht, ist mit AEB kurzfristig nicht bedient. Es gibt keinen “Self-Service”-Onboarding-Pfad.

Preistransparenz fehlt. Auf der Website stehen keine Preise. Das ist bei Enterprise-Software üblich, aber es macht Marktvergleiche schwieriger und zwingt zu Erstgesprächen, bevor man überhaupt weiß, ob das Budget ausreicht. Kleinere Unternehmen riskieren, Zeit in ein Verkaufsgespräch zu investieren, das im Preis scheitert.

Konkurrenzsituation mit SAP GTS. Unternehmen, die bereits SAP Global Trade Services (GTS) lizenziert haben, stehen vor einer schwierigen Abwägung: AEB als Ergänzung oder als Ersatz? In der Praxis nutzen manche Großunternehmen AEB für bestimmte Module (z.B. Sanktions-Screening), während SAP GTS die Zollanmeldungen übernimmt — das kann zu Doppelstrukturen führen.

Keine Einstiegslösung für KMU. AEB richtet sich klar an Großunternehmen und exportstarken Mittelstand. Für ein Unternehmen mit 20 Auslandslieferungen pro Jahr ist weder Preis noch Komplexität vertretbar. Es gibt keine abgespeckte Variante für kleinere Betriebe.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Spediteur bist und primär Frachtverwaltung und Zollabwicklung als Dienstleister brauchstRiege Scope
Ein SAP-Haus bist und Zoll vollständig im SAP-Ökosystem halten willstSAP mit SAP GTS
Nur Sanktionslisten-Screening für einzelne Checks brauchstSpezialisierte SaaS-Dienste wie Dow Jones Risk & Compliance
Beschaffungsprozesse mit Lieferanten-Compliance kombinieren willstSAP Ariba mit Lieferantenqualifikationsmodulen

AEB ist dann die richtige Wahl, wenn du eine vollständige, DSGVO-konforme Plattform für Exportkontrolle, Zoll und Sanktions-Screening brauchst — und bereit bist, die nötige Zeit für einen sorgfältigen Rollout zu investieren.

So steigst du ein

Schritt 1: Starte mit einer Compliance-Bestandsaufnahme: Welche Güter exportierst du, in welche Länder, und welche Exportkontrollvorschriften greifen (EG Dual-Use-VO, AWG/AWV, US-EAR)? AEB bietet kostenlose Erstgespräche zur Standortbestimmung — damit lässt sich schnell klären, welche Module wirklich gebraucht werden und was der Rollout realistisch kostet.

Schritt 2: Das Onboarding beginnt typischerweise mit dem Sanktionslisten-Screening, da es das schnellste ROI-Modul ist: AEB integriert sich in dein ERP (SAP, Oracle, Microsoft Dynamics) und prüft automatisch bei jeder Auftragsanlage, ob Empfänger auf Sperrlisten stehen. Das erste Modul ist in 4–8 Wochen live — ein guter Beweis für den internen Business Case.

Schritt 3: Schrittweise Erweiterung um Exportkontroll-Klassifizierung (dual-use-Nummern, Genehmigungsworkflows), Zollanmeldungen und Ursprungskalkulation. AEB stellt Schulungen und einen deutschsprachigen Einführungsservice bereit — ratsam, da die Exportkontrollrechtsmaterie komplex ist und Klassifizierungsfehler teuer werden können.

Ein konkretes Beispiel

Ein Maschinenbauunternehmen aus dem Schwarzwald exportiert Werkzeugmaschinen in 60 Länder — darunter Märkte mit potenziell eingeschränkten Empfängern. Früher prüfte das Compliance-Team Kundendaten manuell gegen exportierte Excel-Sanktionslisten — zeitaufwendig, fehleranfällig und ein BAFA-Audit jederzeit möglich. Nach der AEB-Implementierung werden alle neuen Kunden und Auftragsempfänger automatisch gegen 200+ Sanktionslisten geprüft. Verdachtsfälle landen im Freigabe-Workflow, klare Fälle passieren ohne manuelle Intervention. Die Compliance-Abteilung spart drei Vollzeitstunden täglich und hat im Audit-Fall lückenlosen digitalen Nachweis — was in der Vergangenheit bei einem ähnlichen Betrieb eine empfindliche BAFA-Geldbuße verhindert hätte.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU — AEB GmbH hat Hauptsitz in Stuttgart, Rechenzentren in Deutschland
  • Datenverarbeitung: Sendungsdaten, Empfängerdaten und Compliance-Prüfungsergebnisse bleiben im EU-Rechtsraum
  • AVV: Auftragsverarbeitungsvertrag ist für Enterprise-Kunden verfügbar und standardmäßig bei DSGVO-relevanten Datenverarbeitungen notwendig
  • Zugriffsrechte: Rollenbasiertes Zugriffskonzept — Sachbearbeiter sehen nur ihre Geschäftsbereiche, Compliance-Manager haben vollständige Audit-Logs
  • Datenlöschung: Dokumentation nach gesetzlichen Aufbewahrungsfristen (AWV, Abgabenordnung) mit konfigurierbaren Löschroutinen
  • Empfehlung: AEB ist für DSGVO-sensible Branchen besser geeignet als US-basierte Alternativen. Vor dem Rollout Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) durchführen, da Sendungsdaten und Empfängerinformationen als personenbezogene Daten gelten können.

Gut kombiniert mit

  • SAP — AEB integriert sich tief in SAP SD und SAP GTS; Embargo-Checks, Zollanmeldungen und Ursprungskalkulationen laufen direkt aus SAP-Prozessen heraus, ohne Systemwechsel für Sachbearbeiter
  • Riege Scope — AEB deckt Exportkontroll-Compliance und Ursprungsnachweise ab, Riege Scope ergänzt mit operativer Speditionsabwicklung und Frachtverwaltung auf der Logistikseite
  • SAP Ariba — Lieferanten-Compliance-Daten (Ursprungszertifikate, Dual-Use-Deklarationen) aus Ariba direkt in AEB-Ursprungskalkulationen übernehmen; schließt die Compliance-Kette von Einkauf bis Export

Unser Testurteil

AEB Compliance & Customs verdient 4 von 5 Sternen. Die Plattform löst ein echtes und regulatorisch kritisches Problem — lückenloses Exportkontroll-Compliance und automatisches Sanktionslisten-Screening — besser als die meisten Alternativen am deutschen Markt. Die EU-Datenhaltung, SAP-Tiefenintegration und jahrzehntelange Spezialisierung machen AEB zur bevorzugten Wahl für exportierende Industrie- und Technologieunternehmen. Den fünften Stern verhindert die fehlende Preistransparenz und der hohe Einstiegsaufwand, der kleinere Unternehmen praktisch ausschließt.

Was wir bemerkt haben

  • 2024–2025 — AEB hat seine KI-Funktionen ausgebaut: Automatische Güterklassifizierung mittels Machine Learning soll den manuellen Aufwand bei der Einreihung von Waren in Zolltarifnummern reduzieren. Das ist ein wichtiger Schritt, da fehlerhafte Klassifizierungen eine der häufigsten Ursachen für Zollnachzahlungen und BAFA-Beanstandungen sind.
  • 2023 — AEB hat die CO2-Management-Funktionalitäten in seine Logistikplattform integriert. Unternehmen können damit nicht nur Zoll und Compliance steuern, sondern auch den CO2-Fußabdruck von Transporten tracken — relevant im Kontext der CSRD-Berichtspflichten ab 2024/2025.
  • Laufend — Die geopolitische Lage (Russland-Sanktionen 2022, verschärfte China-Exportkontrollen) hat die Nachfrage nach automatisiertem Sanktionslisten-Screening stark erhöht. AEB profitiert davon als etablierter Anbieter, was sich in gestiegenen Implementierungszeiten niederschlägt — aktuelle Wartezeiten für neue Projekte können 3–6 Monate betragen.

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