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RetailNext

RetailNext Inc.

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RetailNext ist eine der meistgenutzten In-Store-Analytics-Plattformen weltweit. Das System kombiniert eigene Computer-Vision-Sensoren mit POS-Datenintegration und liefert Heatmaps, Konversionsraten nach Flächenzone und, im Visual-Merchandising-Modul, messbare Wirkungsanalysen für Produktplatzierungen. Nutzer im Enterprise-Segment u.a. Macy's, Sephora, Ulta Beauty und Calvin Klein. Für mittelgroße und große Einzelhändler mit mehreren Standorten konzipiert.

Kosten: Ca. 500 USD Sensor-Installation, ca. 100–250 USD/Sensor/Monat; Jahresvertrag; Preise auf Anfrage je nach Storeanzahl

Kategorien

Stärken

  • Eigenes Sensor-Ökosystem (Aurora-Sensor) mit Computer-Vision-Analytics ohne Gesichtserkennung
  • Visual-Merchandising-Modul: verknüpft Laufwegdaten mit POS-Daten für Platzierungsvergleiche
  • A/B-Vergleiche über Filialen hinweg in einer Plattform
  • Shopper-Journey-Analyse mit Dwell-Zeit, Greifrate, Konversionsraten je Zone
  • Real-time Occupancy-Management und Echtzeit-Traffic
  • SOC-2-Type-II-zertifiziert

Einschränkungen

  • US-Datenhosting, DSGVO-Compliance erfordert zusätzliche vertragliche Absicherung
  • Keine öffentliche Preisliste, Preise nur auf Anfrage über Kalkulator
  • Kein Self-Service-Onboarding, Implementierung immer mit RetailNext-Team
  • Kein deutschsprachiger Support, kein dediziertes DACH-Team
  • Nicht geeignet für Einzelgeschäfte unter ~500 qm
  • Hardware-Investition (eigene Sensoren) pro Standort, keine reine Software-Lösung

Passt gut zu

Mittlere bis große Einzelhändler mit 3+ Filialen Visual Merchandising Teams, die Platzierungsentscheidungen datenbasiert validieren wollen Filialnetze, die A/B-Tests für Ladenlayouts über Standorte hinweg durchführen wollen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst 5+ Filialen und willst datengetriebene Merchandising-Entscheidungen treffen
  • Du brauchst harte Conversion-Daten zwischen Laufweg und Kauf
  • Du hast Budget für Hardware-Installation und Jahresverträge
  • Du arbeitest international und kannst mit englischsprachiger Plattform leben

Wann nein

  • Du betreibst 1–2 kleine Stores, die Investition rechnet sich nicht
  • Du brauchst zwingend EU-Hosting und deutschen Support
  • Du willst eine kostengünstige reine Software-Lösung ohne Hardware-Investition
  • Du brauchst Self-Service ohne Implementierungspartner

Kurzfazit

RetailNext ist die Schwergewichts-Plattform für datengetriebene Filial-Analytics, eigene Computer-Vision-Sensoren, tiefe POS-Datenintegration und eines der ausgereiftesten Visual-Merchandising-Module im Markt. Genutzt von Macy’s, Sephora, Ulta Beauty und vielen weiteren Großhändlern, ist sie der De-facto-Standard für Enterprise-Retailer, die E-Commerce-typische Analytics auf physische Stores übertragen wollen. Den vierten und fünften Stern verliert RetailNext für deutsche Kunden durch das US-Datenhosting, den fehlenden DACH-Support, die intransparente Preisstruktur und die Tatsache, dass es eine Hardware-Investition braucht. Für deutsche Mittelständler ohne 5+ Filialen ist die Plattform überdimensioniert, für internationale Filialketten mit Analytics-Hunger ist sie eine der ersten Wahlen.

Für wen ist RetailNext?

Filialketten mit 5+ Standorten: Wer mehrere Filialen vergleichbar machen will, profitiert vom A/B-Vergleich über Standorte. Welches Layout konvertiert besser? Welche Endcap-Position erhöht den Korb-Wert? Diese Fragen lassen sich erstmals mit harten Daten beantworten.

Visual Merchandising Teams: Wer Produktplatzierungen, Displays und Endcap-Wirkungen messen will, hat hier das passende Werkzeug. Die Verknüpfung von Laufweg-Daten (wer kommt vorbei?) mit POS-Daten (wer kauft?) ist der Kern, und etwas, das Software-only-Tools schwer leisten.

Mode- und Lifestyle-Marken: Apparel-, Beauty- und Luxus-Brands sind die Hauptzielgruppe. Sephora, Calvin Klein, Macy’s nutzen RetailNext bereits, die Plattform ist auf hochfrequente Stores mit komplexen Layouts ausgelegt.

Shopping-Center- und Department-Store-Betreiber: Wer große Verkaufsflächen mit mehreren Mietern oder Sub-Brands managt, kann mit Zone-basierter Analytics granulare Insights pro Bereich ziehen. Real-time Occupancy hilft beim Flächen-Management.

Internationale Filialketten: Wer in mehreren Ländern Standorte betreibt und einheitliche Analytics über Landesgrenzen braucht, findet bei RetailNext einen globalen Anbieter mit Skalierung über Hunderte Stores.

Weniger geeignet für: Inhabergeführte Einzelläden (zu teuer), KMU mit 1–3 kleinen Standorten (Hardware-Aufwand rechnet sich nicht), deutsche Mittelständler mit strengen DSGVO-Anforderungen ohne Ressourcen für US-Transfer-Bewertungen, alle Betriebe ohne POS-Integrationsfähigkeit und Händler mit Fläche unter ~500 qm.

Preise im Detail

PositionPreis (Richtwert)Was du bekommst
Sensor-Installationca. 500 USD einmalig/SensorAurora-Sensor inkl. Montage und Konfiguration
Plattform pro Sensorca. 100–250 USD/Sensor/MonatPlattformzugang, Analytics, Dashboards, POS-Integration
ImplementierungMehrere tausend USDRetailNext-Team plant Sensor-Layout, integriert POS, schult Anwender
JahresvertragStandard12 Monate Mindestlaufzeit; längere Verträge mit Volumenrabatt
Funded DeploymentWechselnde KrediteProgramm mit anteiliger Übernahme der Implementierungskosten

Einordnung: RetailNext veröffentlicht keine Listenpreise, die Zahlen oben stammen aus Analystenberichten und Marktbeobachtung. Für einen typischen 1.000-qm-Store mit 4–6 Sensoren rechne mit 800–1.500 USD/Monat plus 2.000–3.000 USD einmalig. Bei einer 10-Filialen-Kette sind das schnell 10.000–15.000 USD/Monat Plattformkosten, eine echte Investitionsentscheidung, die Visual Merchandising klar als strategische Disziplin positioniert. Das “Funded Deployment”-Programm kann die Einstiegshürde senken, läuft aber typischerweise nur in Kombination mit längeren Vertragslaufzeiten. Für deutsche Mittelständler unter 5 Filialen ist RetailNext fast immer zu teuer, günstigere Footfall-Counter (auch ohne KI) liefern die Basis-KPIs zu einem Bruchteil der Kosten.

Stärken im Detail

Eigene Computer-Vision-Sensoren ohne Gesichtserkennung. Die Aurora-Sensoren von RetailNext erfassen anonymisierte Bewegungsdaten, keine Gesichtserkennung, keine biometrischen Profile, keine Identifikation einzelner Personen. Das ist datenschutzrechtlich der einzige Weg, der in Europa und unter DSGVO überhaupt vertretbar ist. Trotzdem liefern die Sensoren Pfade, Dwell-Zeiten, Greifraten und Zonenverteilungen mit hoher Genauigkeit.

Visual Merchandising-Modul als Killer-Feature. Was RetailNext von reinen Footfall-Zählern unterscheidet, ist die Verknüpfung Laufweg + POS. Du siehst nicht nur “An diesem Display sind 200 Personen vorbeigegangen”, sondern “Davon haben 32 ein Produkt gegriffen, 18 zur Kasse gebracht, Konversion 9 %”. Das macht Merchandising-Entscheidungen messbar und ermöglicht erstmals echtes A/B-Testing zwischen Filialen.

Tiefe POS-Datenintegration. RetailNext verbindet sich mit den meisten gängigen Kassensystemen (Oracle Retail, Shopify POS, NCR, Lightspeed). Die Verknüpfung von Bewegungsdaten und Transaktionsdaten ist der Hebel, ohne diese Integration wären die Analysen nur die Hälfte wert.

Real-time Traffic und Occupancy Management. Echtzeit-Daten zur Auslastung pro Store sind seit Corona für viele Händler Pflicht geworden, RetailNext liefert diese Daten standardmäßig und zeigt sie auch öffentlich am Store-Eingang darstellbar.

A/B-Tests über Filialen hinweg. Das System ermöglicht strukturierte A/B-Vergleiche: Filiale A bekommt Layout 1, Filiale B Layout 2, nach 4 Wochen liefert das Tool eine statistisch belastbare Auswertung über Konversion, Korb-Wert und Dwell-Zeit. Das ist e-Commerce-Methodik für die physische Welt.

Etabliertes Enterprise-Ökosystem. Die Liste der Bestandskunden (Macy’s, Sephora, Ulta Beauty, Calvin Klein) ist eine implizite Garantie für Skalierbarkeit und Reife. Wer eine Plattform sucht, die mit Hunderten Stores umgehen kann, findet hier Erfahrung.

SOC-2-Type-II-Zertifizierung. Für Konzern-Compliance, Lieferketten-Audits und Versicherungs-Anforderungen ist die SOC-2-Type-II-Zertifizierung das übliche Mindestlevel, RetailNext liefert das. ISO 27001 und ähnliche Zertifizierungen sind in Vorbereitung oder auf Anfrage verfügbar.

Schwächen ehrlich betrachtet

US-Datenhosting bleibt das größte Hindernis für DSGVO. RetailNext ist ein US-Anbieter und hostet seine Plattform primär in US-Rechenzentren. Für deutsche Kunden bedeutet das: Transfer-Folgenabschätzung (TIA), Standardvertragsklauseln, möglicherweise Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA). Für sehr daten­schutz­sensitive Branchen (Banking-Filialen, Apotheken, Gesundheit) ein echtes Compliance-Thema.

Kein deutschsprachiger Support. Plattform, Dokumentation und Support sind englischsprachig. Für globale Konzerne kein Problem, für mittelständische deutsche Filialketten oft eine spürbare Hürde, besonders, wenn IT- und Filial-Personal nicht gleichermaßen englisch-fit sind.

Intransparente Preise. Ohne Sales-Gespräch keine konkreten Zahlen. Das ist im Enterprise-Markt üblich, erschwert aber den schnellen Vergleich. Wer in der Evaluierungsphase steht, muss mehrere Vendor-Calls durchlaufen, bevor ein Kostenrahmen klar wird.

Hardware-Investition pro Standort. Anders als reine Software-Lösungen verlangt RetailNext Hardware (Aurora-Sensoren) in jedem Store. Das bedeutet Investitionskosten, Installation, ggf. Genehmigungen vom Vermieter und Wartung. Wer die Hardware nicht selbst betreiben will, hat einen weiteren Reibungspunkt.

Setup-Aufwand ist hoch. Sensor-Planung, Installation, POS-Integration und Anwender-Schulung, RetailNext-Implementierungen dauern typischerweise 6–12 Wochen pro Welle. Für schnelle Pilot-Projekte ist das zu langsam.

Datenqualität hängt vom Sensor-Layout ab. Falsch platzierte Sensoren liefern Lücken oder Doppelzählungen. Die initiale Layout-Planung mit dem RetailNext-Team ist entscheidend, Fehler werden später nur mit Nacharbeit korrigiert.

Nicht für kleine Stores geeignet. Unter 500 qm Verkaufsfläche und ohne mehrere Zonen lohnt sich die Plattform-Komplexität nicht. Hier sind einfache Footfall-Counter (auch mit KI-Bilderkennung) zum Bruchteil des Preises sinnvoller.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Regalbild- und Shelf-Compliance-Analytics willstTrax Retail
Preisoptimierung im E-Commerce und Omnichannel suchstOmnia Retail
Industrielle Bildverarbeitung für Qualitätsprüfung brauchstISRA Vision
Generelle Computer-Vision-Plattform für eigene Modelle willstRobovision

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Sensormatic Solutions (Johnson Controls, vergleichbarer Funktionsumfang mit eigener Hardware-Basis, stark im LP-Bereich), ShopperTrak, Aislelabs (kanadischer Wettbewerber, oft günstiger), Placer.ai (eher Standort-Analytics für Immobilien-Entscheidungen), Hella Aglaia Mobile Vision (deutscher Anbieter mit Footfall-Zählern, weniger Visual-Merchandising-Tiefe). Für DACH-Kunden mit DSGVO-Priorität ist Hella Aglaia oder Sensormatic über lokale Partner oft die pragmatischere Wahl, auch wenn RetailNext funktional vollständiger ist.

So steigst du ein

Schritt 1: Preisschätzung über retailnext.net/pricing anfordern, du gibst Storeanzahl, Eingangsanzahl und Storetyp ein, bekommst eine grobe Schätzung. Dann eine Demo vereinbaren und 2–3 typische Store-Layouts vorbereiten, an denen die Plattform live erklärt wird. Parallel intern klären, wer im Unternehmen für die DSGVO-Bewertung des US-Transfers verantwortlich ist, das wird spätestens bei der Vertragsverhandlung gebraucht.

Schritt 2: Sensor-Platzierungsplan mit RetailNext-Team erarbeiten, wie viele Kamerasensoren, wo montiert, welche Zonen abgedeckt werden sollen. Die Aurora-Sensoren erfassen anonymisierte Bewegungsdaten ohne Gesichtserkennung, das ist datenschutzrechtlich essenziell und sollte in der DSFA dokumentiert werden. Plane einen Pilot-Store für die ersten 2–3 Monate, bevor du auf die ganze Filialkette skalierst.

Schritt 3: POS-Datenintegration einrichten, RetailNext verbindet sich mit den meisten gängigen Kassensystemen. Die Verknüpfung von Bewegungsdaten und Kaufdaten ist der Kern des Visual-Merchandising-Moduls und der eigentliche ROI-Treiber. Ohne saubere POS-Integration liefert das System nur die Hälfte des Wertes. Nach dem Setup definiere 2–3 konkrete A/B-Tests (z.B. Endcap-Positionen, neue Display-Konzepte), die in den ersten 90 Tagen ausgewertet werden, das schafft schnell sichtbare Erfolge und legitimiert die Investition intern.

Ein konkretes Beispiel

Eine deutsche Modekette mit 12 Filialen (Größe je 800–1.500 qm) führt RetailNext in 8 Filialen ein, um Visual-Merchandising-Entscheidungen erstmals datenbasiert zu treffen. Konkreter Use Case: Ein neues Endcap-Display für Accessoires wird in vier Filialen an Position A (Eingangsbereich) montiert, in vier weiteren an Position B (Kassenbereich). Das System vergleicht über 6 Wochen Dwell-Zeit, Greifrate und tatsächliche Konversionsrate. Ergebnis: Position B erzielt 23 % höhere Konversionsrate bei vergleichbarem Kundenaufkommen, eine Erkenntnis, die ohne Daten allein durch Bauchgefühl nie eindeutig gewesen wäre. Das Rollout der Position-B-Variante auf alle 12 Filialen führt im folgenden Quartal zu einem geschätzten Mehrumsatz von 95.000 EUR im Accessoires-Segment. Plattform-Investition Jahr 1: rund 90.000 EUR (Hardware + Lizenz für 8 Filialen). Amortisation ab Quartal 4 plausibel, wenn mehrere solcher Tests parallel laufen.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Primär US-Rechenzentren (AWS-basiert). EU-Hosting-Optionen auf Anfrage für Enterprise-Kunden, aber kein Standard.
  • Datennutzung: Aurora-Sensoren erfassen anonymisierte Bewegungsmuster ohne Gesichtserkennung, ohne biometrische Profile, ohne Identifikation einzelner Personen. Das ist datenschutzrechtlich der einzig praktikable Weg in der EU.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standard mit Standardvertragsklauseln (SCC) für den US-Transfer. Transfer-Folgenabschätzung (TIA) muss vom Kunden ergänzt werden.
  • Hinweispflicht im Store: Datenschutz-Hinweisschilder am Eingang sind gemäß DSGVO Pflicht, auch wenn keine personenbezogenen Daten erhoben werden, ist die Information über Sensor-Erfassung gefordert.
  • Mitbestimmung: Bei deutschen Mitarbeitenden im Sensorenbereich greift §87 BetrVG, Betriebsrat muss eingebunden werden, weil Verhaltensmuster der Mitarbeitenden mit aufgezeichnet werden könnten.
  • Zertifizierungen: SOC 2 Type II. Weitere Audits (ISO 27001) auf Anfrage.
  • Empfehlung für Unternehmen: Vor Einführung Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) durchführen, insbesondere wegen US-Transfer und Mitbestimmungsrelevanz. Betriebsrat früh einbinden. Bei Unsicherheit über die DSGVO-Tragfähigkeit ggf. einen Datenschutzanwalt einschalten.

Gut kombiniert mit

  • Omnia Retail, für preisliche Optimierung im Online- und Omnichannel-Geschäft. RetailNext liefert die physische Conversion-Daten, Omnia steuert die Preisstrategie über Kanäle hinweg.
  • Power BI oder Tableau, für die Weiterverarbeitung der RetailNext-Daten in zentrale Management-Dashboards. RetailNext bietet eigene Dashboards, aber in Konzernen werden Daten oft zentral aggregiert.
  • Trax Retail, wenn zusätzlich zur Footfall-Analyse auch Regalbild-Compliance und Out-of-Stock-Detection gebraucht werden. Die beiden Tools decken unterschiedliche Aspekte des In-Store-Analytics ab.

Unser Testurteil

RetailNext verdient 3 von 5 Sternen. Funktional ist die Plattform im Enterprise-Retail-Analytics-Markt eine der ersten Adressen, die Verknüpfung von Footfall, Heatmaps, Greifraten und POS-Daten ist branchenführend. Für internationale Konzerne mit großen Filialnetzen und Analytics-Hunger ist RetailNext oft die richtige Wahl. Den vierten Stern verliert sie für deutsche Kunden durch das US-Hosting, den fehlenden DACH-Support und die intransparenten Preise. Den fünften Stern verliert sie endgültig durch die hohen Einstiegskosten und die Tatsache, dass mittelständische deutsche Filialketten kaum die Größe haben, die Plattform-Komplexität zu rechtfertigen. Drei Sterne sind hier eine ehrliche Empfehlung: wenn du in der Zielgruppe bist (große Filialkette mit Visual-Merchandising-Ambition), sind es vier; wenn du es nicht bist, eher zwei.

Was wir bemerkt haben

  • 2024–2025, RetailNext hat das “Funded Deployment”-Programm ausgebaut, das Implementierungskosten teilweise refinanziert, um den Einstiegswiderstand zu senken. Das ist ein klares Zeichen, dass die hohen Einstiegskosten im Markt als Hürde wahrgenommen werden.
  • 2025, Real-time Occupancy-Funktionen wurden weiter ausgebaut, eine direkte Reaktion auf veränderte Marktanforderungen seit der Corona-Pandemie. Dashboard-Anzeigen am Store-Eingang sind in vielen Ländern inzwischen Standard.
  • Mai 2026, Es gibt weiterhin keine native EU-Hosting-Option im Standard-Plan. Wer DSGVO-strikt arbeiten will, muss über Enterprise-Verträge gehen und individuelle Hosting-Lösungen verhandeln. Die Lücke ist seit Jahren unverändert.
  • Mai 2026, Die Kundenliste bleibt stark US-zentriert (Macy’s, Sephora, Ulta Beauty, Calvin Klein). Im deutschen Markt ist RetailNext sichtbarer als vor 3 Jahren, aber lokale Wettbewerber (Hella Aglaia, Sensormatic-Partner) sind in DACH-Filialketten häufig die naheliegendere Wahl.
  • Mai 2026, Die Preisstruktur bleibt auf Anfrage. Wer 2026 evaluiert, sollte mindestens drei Konkurrenten parallel anfragen, um eine realistische Verhandlungsbasis zu haben, RetailNext-Sales arbeitet erkennbar wettbewerbsorientiert.

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Arthur Atlas

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