Read AI
Read AI, Inc.
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenKI-Meeting-Assistent mit Schwerpunkt auf Vor- und Nachbereitung, generiert Briefing-Dokumente vor dem Meeting (Teilnehmerprofile, vorherige Gespräche, offene Punkte) und liefert nach dem Call Zusammenfassung, Stimmungsanalyse und Engagement-Score. Multi-Region-Deployments (EU, Australien, Kanada) verfügbar, Standard-Speicherung liegt in den USA.
Kosten: Kostenlos (5 Meetings/Monat); Pro 15 USD/Monat (jährlich) bzw. 19,75 USD monatlich; Enterprise 22,50 USD/Person/Monat (jährlich) bzw. 29,75 USD monatlich; Enterprise+ 29,75 USD/Person/Monat (jährlich) bzw. 39,75 USD monatlich, ab 5 Lizenzen
Kategorien
Stärken
- Pre-Meeting-Briefings: zieht automatisch Kontext aus E-Mails, Kalender und früheren Meetings zusammen
- Multi-Region-Deployments in EU, Australien und Kanada verfügbar, dort wird in-region gespeichert
- Funktioniert plattformübergreifend (Zoom, Teams, Google Meet) ohne Mehrkonfiguration
- Engagement- und Sentiment-Score gibt Hinweise auf Meeting-Qualität (subjektiv, aber konsistent)
- Data-Privacy-Framework-Teilnehmer (in der Datenschutzerklärung bestätigt); SOC 2 vom Anbieter angegeben
Einschränkungen
- Deutsch-Transkription deutlich schwächer als Englisch, Fehlerrate für Produktiveinsatz spürbar
- Bot tritt sichtbar als Teilnehmer bei, bei sensiblen externen Gesprächen unangenehm
- Engagement-Scores werden von Skeptikern als pseudowissenschaftlich kritisiert (Mimik-Analyse umstritten)
- EU-Region muss aktiv eingerichtet werden (Plan-Zuordnung nicht öffentlich dokumentiert), Default ist US
- Inhalte werden laut Datenschutzerklärung standardmäßig zur Verbesserung der eigenen Modelle genutzt
Passt gut zu
Kurzfazit
Read AI ist der Meeting-Assistent für alle, die das Davor und Danach wichtiger nehmen als die reine Transkription. Während Otter.ai und Fireflies vor allem mitschreiben, baut Read AI vorab ein Briefing aus Kalender, E-Mail-Verlauf und früheren Calls und liefert nach dem Meeting eine Zusammenfassung mit Engagement- und Stimmungs-Score. Multi-Region-Deployments in der EU sind verfügbar, ohne aktiv gewählte Region liegt die Speicherung aber standardmäßig in den USA. Für deutschsprachige interne Meetings ist die Transkriptionsqualität noch nicht auf Augenhöhe mit Microsoft 365 Copilot, und die Engagement-Bewertung ist intern erklärungsbedürftig, sobald ein Betriebsrat im Raum ist.
Für wen ist Read AI?
Sales- und Account-Management-Teams (englischsprachig): Wer täglich Discovery-Calls, QBRs oder Renewals führt, profitiert massiv vom automatischen Briefing. Vorherige Gesprächspunkte, offene Action Items und Teilnehmerprofile landen ohne Zutun in der Inbox.
Führungskräfte mit voller Agenda: Wenn der Tag aus zehn Meetings besteht und keine Zeit für Vorbereitung bleibt, ist die Smart-Brief-Funktion ein echter Hebel. Du gewinnst die Sekunden zurück, in denen sonst „Wer war das nochmal?” gefragt wird.
Internationale Remote-Teams: Plattformübergreifend in Zoom, Google Meet und Teams nutzbar, ohne dass jeder Bereich ein eigenes Tool aufsetzen muss.
Meeting-Coaching und Sales-Enablement: Engagement- und Sprechanteil-Metriken sind grobe, aber wiederholbare Indikatoren, um Trainings und Pitch-Reviews datengestützt zu unterfüttern.
Weniger geeignet für: Teams mit überwiegend deutschsprachigen Meetings (Microsoft 365 Copilot oder tl;dv liefern hier sauberere Transkripte), sensible Branchen mit aktivem Betriebsrat (Engagement-Scoring ist mitbestimmungspflichtig), Anwaltskanzleien und Steuerberater (Bot-Joining bei Mandantengesprächen ist heikel) und kleine Teams, die nur eine reine Transkription brauchen, dafür reicht ein günstigeres Tool.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Free | 0 USD | 5 Meetings/Monat, Transkripte, Zusammenfassungen, Meeting-Coach, Basis-Integrationen, 20+ Sprachen, Desktop- und Mobile-App |
| Pro | 15 USD/Monat (jährlich), 19,75 USD monatlich | Unbegrenzte Meetings und Reports, unbegrenzter Speicher, 100 Datei-Upload-Credits/Monat, Premium-Integrationen (Notion, Salesforce, HubSpot, Jira, Confluence, Zapier, Webhooks) |
| Enterprise | 22,50 USD/Person/Monat (jährlich), 29,75 USD monatlich | „Most Popular”, Audio- und Video-Wiedergabe, Video-Highlights, 200 Datei-Upload-Credits/Monat, Premium-Support, alle Pro-Funktionen |
| Enterprise+ | 29,75 USD/Person/Monat (jährlich), 39,75 USD monatlich | Ab 5 Lizenzen, HIPAA-Compliance, SAML & SCIM, Domain-Capture, individuelle Aufbewahrungsrichtlinien, 300 Datei-Upload-Credits/Monat, Workspace-Onboarding |
Einordnung: Der Free-Plan reicht zum Ausprobieren, ist mit 5 Meetings/Monat aber nur für gelegentliche Nutzung gedacht. Pro ist die Standardstufe für Einzelpersonen, sobald du täglich Calls hast. HIPAA, SSO/SAML und individuelle Aufbewahrung gibt es erst in Enterprise+, das mindestens 5 Lizenzen verlangt. Ob und ab welcher Stufe die EU-Region wählbar ist, dokumentiert Read AI nicht öffentlich, das musst du vor Vertragsschluss mit dem Vertrieb klären. Für ein regulatorisch anspruchsvolles Setup solltest du mit Enterprise+ rechnen: illustrativ ergeben 5 Lizenzen bei jährlicher Zahlung rund 149 USD/Monat, bei monatlicher Abrechnung liegt es spürbar höher.
Stärken im Detail
Pre-Meeting-Briefings sind der eigentliche USP. Die meisten Wettbewerber starten erst, wenn das Meeting läuft. Read AI dagegen scannt Kalendereintrag, vorherige Threads und CRM-Daten und liefert vor dem Termin einen kurzen Brief: Wer ist dabei, was war das letzte Thema, welche Action Items sind offen. Für Sales-Rollen mit zwanzig externen Kontakten pro Woche ist das spürbar zeitsparend.
Multi-Region-Deployments für die deutsche Zielgruppe. Read AI bietet als eines der wenigen US-basierten Meeting-Tools Multi-Region-Deployments an: In EU, Australien und Kanada werden Meeting-Aufnahmen, Transkripte und Zusammenfassungen laut Anbieter vollständig in-region gespeichert und verarbeitet. Wichtig: Ohne aktiv gewählte Region liegt die Speicherung standardmäßig in den USA. Über welche Plan-Stufe die Region-Auswahl freigeschaltet wird, veröffentlicht Read AI nicht, das ist vorab mit dem Vertrieb zu klären.
Plattformübergreifend ohne Mehraufwand. Ein einziges Setup deckt Zoom, Microsoft Teams und Google Meet ab. Du musst nicht pro Plattform ein anderes Tool integrieren, der Bot tritt anhand des Kalendereintrags automatisch dem passenden Call bei.
Data Privacy Framework und Compliance-Grundlagen. Die Teilnahme am EU-U.S. und Swiss-U.S. Data Privacy Framework (inklusive UK-Extension) ist in der Datenschutzerklärung bestätigt. SOC 2 führt Read AI zusätzlich als Zertifizierung an, die Stufe konnten wir allerdings nicht unabhängig prüfen. Für die Compliance-Abteilung ist das die Grundlage, überhaupt in eine Risikobewertung einzusteigen, bei kleineren Wettbewerbern endet die Diskussion oft schon hier.
Engagement- und Sentiment-Metriken liefern Diskussionsstoff. Auch wenn die Methodik umstritten ist (siehe Schwächen), sind die Werte über Zeit konsistent genug, um Trends sichtbar zu machen, etwa, dass ein bestimmter Kundentermin systematisch energieärmer verläuft als andere.
Schwächen ehrlich betrachtet
Deutsche Transkription ist nicht produktionsreif. Read AI funktioniert auf Englisch sehr gut, auf Deutsch klar schwächer als Microsoft 365 Copilot oder tl;dv. Fachbegriffe, Eigennamen und Dialekte werden häufiger fehlerhaft erfasst, sodass die Zusammenfassung nachgearbeitet werden muss. Für rein deutschsprachige interne Meetings ist das Tool in der aktuellen Form nicht die erste Wahl.
Engagement-Scoring ist mitbestimmungspflichtig. Sobald Read AI Sprechanteil, Mimik oder „Engagement” der Teilnehmer auswertet, ist das in Deutschland eine Verhaltens- und Leistungskontrolle nach §87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Heißt konkret: Ohne Zustimmung des Betriebsrats darfst du das Feature in einem mitbestimmten Betrieb nicht produktiv nutzen. Workaround: Engagement-Scores für interne Meetings deaktivieren, nur für externe Sales-Calls aktiv lassen, und die Betriebsvereinbarung sauber dokumentieren.
Inhalte fließen standardmäßig in die eigene Modellverbesserung. Laut Datenschutzerklärung nutzt Read AI Inhalte, um die eigenen Modelle „innerhalb der Services” zu trainieren und zu verbessern. Nur Google-Workspace-Daten sind ausdrücklich von generalisierten Modellen ausgenommen. Ein pauschales „kein Training” ist damit nicht der Ausgangszustand, für datenschutzsensible Setups muss die Konfiguration vor dem Rollout geprüft und dokumentiert werden.
Sichtbarer Bot in externen Calls. Read AI tritt als eigener Teilnehmer bei. Das ist transparent (gut für die DSGVO-Einwilligung), aber unangenehm in sensiblen Settings, etwa bei Erstgesprächen mit potenziellen Kunden, bei rechtlich heiklen Verhandlungen oder bei Mandantengesprächen. Lautlos mitschneiden ist nicht vorgesehen, und das ist auch richtig so.
EU-Region intransparent bepreist. Ohne aktiv gewählte Region speichert Read AI standardmäßig in den USA. Welche Plan-Stufe die Region-Auswahl freischaltet, dokumentiert Read AI nicht öffentlich, in der Praxis ist Datenresidenz bei Anbietern dieser Art meist an höhere Business-Tarife geknüpft. Wer EU-Hosting verbindlich braucht, sollte das vor Vertragsschluss schriftlich mit dem Vertrieb klären und die effektiven Kosten höher ansetzen als die beworbenen 15 USD/Monat.
Plan-Struktur ist unübersichtlich. Vier Stufen (Free, Pro, Enterprise, Enterprise+) mit teils kleinen Feature-Unterschieden machen die Auswahl mühsam. Wer HIPAA, SSO/SAML und individuelle Aufbewahrung will, muss in Enterprise+ buchen, das mindestens 5 Lizenzen verlangt, auch wenn das Team kleiner ist.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine sehr gute deutsche Transkription brauchst | tl;dv oder Microsoft 365 Copilot |
| Den Marktstandard für Meeting-Notizen suchst | Otter.ai |
| Tiefe CRM-Anbindung und automatische Action-Item-Verteilung willst | Fireflies |
| Bereits in der Microsoft-Welt arbeitest und Teams nutzt | Microsoft 365 Copilot |
| Eine kostenlose und unsichtbare Alternative testen willst | tl;dv im Free-Plan |
Daneben spielen Fathom AI (kostenloser Plan unbegrenzt, aber US-only), Granola (lokal-orientiert, ohne sichtbaren Bot) und Krisp (Schwerpunkt Geräuschunterdrückung mit Notiz-Add-on) im selben Markt, aktuell ohne Pendant in unserer Datenbank, daher hier ohne Link. Die spannendste Differenzierung von Read AI bleibt das Pre-Meeting-Briefing: Wer dieses Feature priorisiert, bleibt bei Read AI; alle anderen werden mit den oben gelisteten Alternativen meist zufriedener und günstiger.
So steigst du ein
Schritt 1: Account auf read.ai anlegen, Google- oder Outlook-Kalender verbinden. Wenn du EU-Datenresidenz brauchst, die EU-Region einrichten lassen, bevor das erste Meeting läuft, standardmäßig verarbeitet Read AI in den USA, und einmal dort gespeicherte Daten bringst du nicht nachträglich in die EU zurück. Ob die Region-Auswahl in deinem Plan enthalten ist, vorab mit dem Vertrieb klären.
Schritt 2: Vor dem ersten externen Call: Bot-Verhalten in den Privacy-Einstellungen prüfen, wer sieht den Bot, wer wird wann benachrichtigt, welche Felder erscheinen in der automatischen Begrüßungsnachricht. Bei externen Gesprächen die Einwilligungs-Prompt-Funktion aktivieren, damit Teilnehmer aktiv zustimmen müssen.
Schritt 3: Nach 1–2 Wochen die „Smart Meeting Brief”-Funktion im Outlook- oder Gmail-Plugin aktivieren. Ab dann bekommst du am Morgen eine Vorschau auf alle wichtigen Termine des Tages mit Kontext aus E-Mails und vorherigen Meetings, der Punkt, an dem Read AI sich vom reinen Transkriptions-Tool zum echten Vorbereitungs-Assistenten entwickelt. Engagement-Scoring zunächst nur für externe Calls aktivieren und intern mit dem Betriebsrat abstimmen, bevor es flächendeckend läuft.
Ein konkretes Beispiel
Eine Vertriebsleiterin eines mittelständischen Hamburger Softwarehauses mit englischsprachigen Enterprise-Kunden bekommt jeden Morgen um 7:30 Uhr eine Briefing-Mail von Read AI: Wer ist heute im 11-Uhr-Termin dabei, was haben wir letzte Woche besprochen, welche drei Action Items sind seitdem offen, welche Pricing-Diskussion stand zuletzt im Raum. Sie spart so geschätzt 15–20 Minuten Vorbereitung pro Termin, bei sechs Calls pro Tag rechnet sich der Pro-Plan in der ersten Woche.
Für die deutschsprachigen internen Meetings nutzt sie weiterhin Microsoft 365 Copilot, weil die Transkriptionsqualität dort sauberer ist. Engagement-Scoring ist im Unternehmen nur für externe Sales-Calls aktiviert; mit dem Betriebsrat wurde dazu eine Betriebsvereinbarung geschlossen, die explizit ausschließt, dass Engagement-Werte für Mitarbeiterbewertungen verwendet werden.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Multi-Region-Deployments in EU, Australien und Kanada verfügbar; dort werden Meeting-Aufnahmen, Transkripte und Zusammenfassungen laut Anbieter vollständig in-region gespeichert. Ohne aktiv gewählte Region liegt die Speicherung standardmäßig in den USA (laut Datenschutzerklärung „auf Servern in den USA und anderen Ländern”). Über welchen Plan die Region-Auswahl freigeschaltet wird, ist nicht öffentlich dokumentiert.
- Datennutzung: Laut Datenschutzerklärung nutzt Read AI Inhalte, um die eigenen Modelle „innerhalb der Services” zu trainieren und zu verbessern. Google-Workspace-Daten sind ausdrücklich von generalisierten bzw. nicht-personalisierten KI-/ML-Modellen ausgenommen. Meeting-Audio und -Video werden „in keinem Fall länger als 2 Jahre” gespeichert. Ein pauschales „kein Training” ist nicht der Ausgangszustand, die Einstellungen vor Rollout prüfen und dokumentieren.
- Internationale Transfers / AVV: Für internationale Datentransfers verweist die Datenschutzerklärung auf vertragliche Standardklauseln als Schutzmechanismus. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA) ist für den Unternehmenseinsatz in Deutschland verpflichtend und beim Anbieter anzufragen.
- Zertifizierungen: Data Privacy Framework (EU-U.S., Swiss-U.S., UK-Extension) in der Datenschutzerklärung bestätigt; SOC 2 vom Anbieter angegeben (Stufe von uns nicht unabhängig geprüft). HIPAA-Compliance ausschließlich im Enterprise+-Plan.
- Einwilligung: Da der Bot sichtbar als Teilnehmer beitritt, ist die Einwilligung der Gesprächspartner bei externen Calls leicht einzuholen, und rechtlich notwendig (§201 StGB, DSGVO Art. 6).
- Mitbestimmung: Engagement- und Sentiment-Scoring sind in mitbestimmten Betrieben nach §87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zustimmungspflichtig. Vor dem Rollout Betriebsvereinbarung abstimmen.
- Empfehlung für Unternehmen: EU-Region-Verfügbarkeit und -Kosten vorab mit dem Vertrieb klären und schriftlich fixieren, DPA anfragen und unterzeichnen, Engagement-Scoring vor Aktivierung mit Betriebsrat klären und die Modelltraining-Einstellungen dokumentieren. Für Anwaltskanzleien, Steuerberater und Heilberufe (§203 StGB) bleibt Read AI auch mit EU-Hosting heikel, der sichtbare Bot in Mandantengesprächen kollidiert mit Berufsgeheimnis-Pflichten.
Gut kombiniert mit
- Microsoft 365 Copilot, für rein deutschsprachige interne Meetings, wo Read AI an der Transkriptionsqualität scheitert. Read AI bleibt für externe englischsprachige Sales-Calls zuständig, Copilot übernimmt das Tagesgeschäft.
- Notion AI, Briefing- und Nachbereitungstexte aus Read AI direkt ins Account-Wiki übernehmen und dort mit weiterer KI-Verdichtung in Customer-360-Profile überführen.
- HubSpot oder andere CRMs, Read AI synchronisiert Action Items und Gesprächszusammenfassungen direkt in den Kontaktdatensatz, sodass Sales- und Customer-Success-Teams einen geteilten Zustand haben.
Unser Fazit
Read AI verdient 3 von 5 Sternen. Die Pre-Meeting-Briefings sind ein echter Differenzierer und für vielreisende Sales- und Account-Management-Rollen ein klarer Produktivitätshebel. Die Verfügbarkeit von EU-Multi-Region-Deployments hebt Read AI über die meisten US-Wettbewerber.
Was die Bewertung deckelt: Die deutsche Transkription ist im Wettbewerbsvergleich schwach. Engagement-Scoring ist in Deutschland mitbestimmungspflichtig und wird in vielen Unternehmen entweder deaktiviert oder erzeugt Reibung mit dem Betriebsrat, ein Kernfeature, das im Zielmarkt einen Teil seines Werts verliert. Dass Read AI Inhalte standardmäßig zur Verbesserung der eigenen Modelle nutzt, ist ein weiterer Punkt, der in datenschutzsensiblen Setups nachgearbeitet werden muss. Und wer EU-Hosting verbindlich braucht, muss Plan-Zuordnung und Zusatzkosten aktiv mit dem Vertrieb klären, weil Read AI dazu nichts öffentlich dokumentiert. Für englischsprachige internationale Teams ist Read AI eine 4-Sterne-Lösung; für deutsche Mittelständler bleibt es bei 3.
Was wir bemerkt haben
- Juli 2026 – Datenresidenz-Prüfung: Laut Datenschutzerklärung liegt die Standard-Speicherung in den USA („servers located in the United States and other countries”). Die EU-/Australien-/Kanada-Region ist ein Opt-in-Multi-Region-Deployment, keine Voreinstellung, und die Plan-Zuordnung ist nicht öffentlich dokumentiert. Wir führen Read AI deshalb als US-Hosting mit optionaler EU-Region, nicht als EU-Anbieter. Internationale Transfers sind über Data Privacy Framework (EU-U.S., Swiss-U.S., UK) und vertragliche Standardklauseln abgesichert.
- Juli 2026 – Fact-Check: Enterprise+ verlangt mindestens 5 Lizenzen (nicht 10, wie zuvor auf dieser Seite stand) und ist die einzige Stufe mit HIPAA-Compliance, SAML & SCIM und individuellen Aufbewahrungsrichtlinien. Enterprise+ kostet 29,75 USD/Person/Monat (jährlich) bzw. 39,75 USD monatlich.
- Juli 2026 – Korrektur: Anders als oft angenommen nutzt Read AI Inhalte laut eigener Datenschutzerklärung, um die eigenen Modelle „innerhalb der Services” zu verbessern. Nur Google-Workspace-Daten sind von generalisierten Modellen ausgenommen, ein pauschales „kein Training” trifft nicht zu. Meeting-Audio und -Video werden höchstens 2 Jahre gespeichert.
- 2025 – Pro-Preis bei jährlicher Zahlung auf 15 USD/Monat (monatlich 19,75 USD). Enterprise startet bei 22,50 USD/Person/Monat (jährlich) und liegt damit deutlich unter dem, was viele zuvor angenommen hatten.
- 2024 – Multi-Region-Deployments (EU, Kanada, Australien) ausgerollt. Read AI ist damit eines der wenigen US-Meeting-Tools mit echter EU-Region, in der Meeting-Daten in-region gespeichert werden. Wichtig: Die Region ist nicht Default, ohne aktive Auswahl liegt die Speicherung in den USA.
- 2024 – Smart Meeting Briefs als Pre-Meeting-Briefing-Feature etabliert. Damit hat sich Read AI vom reinen Transkriptions-Wettbewerber (Otter, Fireflies, tl;dv) zum Vorbereitungs-Assistenten entwickelt, und einen Marktwinkel gefunden, den die anderen aktuell nicht besetzen.
Quellen
- Read AI – Preisübersicht. https://www.read.ai/pricing (abgerufen am 2026-07-18). Free 0 USD (5 Meetings/Monat); Pro 15 USD/Monat jährlich bzw. 19,75 USD monatlich (100 Upload-Credits); Enterprise 22,50 USD jährlich bzw. 29,75 USD monatlich (200 Upload-Credits, „Most Popular“); Enterprise+ 29,75 USD jährlich bzw. 39,75 USD monatlich, ab 5 Lizenzen, mit HIPAA, SAML & SCIM, Domain-Capture, individueller Aufbewahrung, 300 Upload-Credits..
- Read AI – Datenschutzerklärung. https://www.read.ai/privacy-policy (abgerufen am 2026-07-18). Standard-Speicherung auf Servern in den USA und anderen Ländern; Teilnahme am EU-U.S./Swiss-U.S. Data Privacy Framework inkl. UK-Extension; Inhalte werden zur Verbesserung der eigenen Modelle innerhalb der Services genutzt (Google-Workspace-Daten von generalisierten Modellen ausgenommen); Meeting-Audio/-Video max. 2 Jahre; internationale Transfers über vertragliche Standardklauseln abgesichert..
- Read AI – Internationale Datenverarbeitung und -speicherung. https://www.read.ai/post/read-ai-brings-international-data-processing-and-storage-to-global-customers (abgerufen am 2026-07-18). Multi-Region-Deployments in EU, Australien und Kanada; Meeting-Daten (Aufnahmen, Transkripte, Zusammenfassungen) werden vollständig in-region gespeichert und verarbeitet; Plan-Zuordnung nicht spezifiziert..
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