Maturix
Sensohive Technologies
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenMaturix ist eine IoT-Plattform zur Überwachung der Betonreife in Echtzeit. Thermoelemente messen die Temperaturentwicklung im Bauteil kontinuierlich; ein Cloud-Dashboard rechnet daraus nach der Reifemethode (Maturity-Method, ASTM C1074) die aktuelle Druckfestigkeit hoch. Ziel: Schalungsabnahme und Bauteilfreigabe nur dann, wenn die Festigkeit nachweislich erreicht ist. Wichtig zu wissen: Maturix ist primär eine IoT-Plattform mit algorithmischer Reifeberechnung, keine selbstlernende oder ML-getriebene Lösung wie Giatec SmartRock Pro/Roxi.
Kosten: Preise auf Anfrage. Maturix veröffentlicht keine Preisliste und wird projektbasiert vermarktet (Sensor-Hardware plus Plattform-Lizenz). Die Orbit-K-Sensoren sind wiederverwendbar, die Sigfox-Konnektivität ist laut Sigfox Partner Network inklusive. Konkrete Beträge hängen vom Projektvolumen ab.
Kategorien
Stärken
- Wiederverwendbare Orbit-K-Sensoren mit Typ-K-Thermoelement-Anschluss (Beleg: Sigfox Partner Network), über mehrere Bauteile hinweg einsetzbar statt Wegwerf-Hardware
- Vollständig cloudbasiert, von überall abrufbar, kein Vor-Ort-Ablesen nötig
- Echtzeit-Überwachung von Temperatur, Reife und Festigkeit; Alarme bei Schwellenwert-Unter- oder -Überschreitung
- Dokumentiert die Temperaturentwicklung automatisch für spätere Bauunterlagen und Qualitätsnachweise
- Reifeberechnung nach der etablierten Maturity-Methode (ASTM C1074), juristisch anerkannter Festigkeitsnachweis
- Sigfox-Konnektivität ist laut Sigfox Partner Network im Produkt inkludiert
Einschränkungen
- Thermoelementbasiert: Jede Messstelle braucht ein physisch verlegtes Kabel, aufwändiger als komplett eingebettete Funksensoren
- Kalibrierung pro Betonmischungsrezeptur erforderlich (Zylindertests im Labor, in der Regel über 28 Tage, vor dem Einsatz)
- Eignet sich primär für Großbaustellen; für Einzelfundamente oder kleinere Wohnbauten oft wirtschaftlich nicht sinnvoll
- Keine selbstlernende ML-/KI-Komponente wie bei Giatec SmartRock Pro/Roxi; die Reifeberechnung ist klassisch-algorithmisch
- Sigfox-Konnektivität ist robust, aber an Netzabdeckung gebunden, in Tunneln und abgelegenen Gebieten vor Projektstart prüfen
- Keine öffentlichen Preise; Sensor- und Lizenzkosten nur projektbasiert auf Anfrage
- Software-Oberfläche und Dokumentation primär englisch, deutscher Support über den Vertrieb
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du arbeitest auf Großbaustellen mit vielen Betonierabschnitten und engem Terminplan
- Du willst Umschalzeiten datenbasiert verkürzen statt nach DIN konservativ zu warten
- Du brauchst lückenlose Dokumentation der Temperaturentwicklung für Bauunterlagen
- Du betreibst Fertigteilproduktion und willst ausschalen, sobald die Transportfestigkeit nachweislich erreicht ist
Wann nein
- Du baust Einfamilienhäuser oder einzelne Fundamente (Sensor- und Lizenzkosten amortisieren sich nicht)
- Du suchst eine reine ML-/KI-Plattform für Betonqualitätsvorhersage
- Du brauchst eingebettete kabellose Sensoren ohne Thermoelementverlegung (besser Giatec SmartRock)
- Du arbeitest in Regionen ohne Sigfox-Netzabdeckung
Kurzfazit
Maturix ist eine solide IoT-Plattform für Betonreife-Monitoring auf Großbaustellen, etabliert und seit Januar 2019 kommerziell verfügbar (laut Sigfox Partner Network). Die thermoelementbasierten Orbit-K-Sensoren sind wiederverwendbar und über mehrere Bauteile einsetzbar; die Cloud-Plattform rechnet aus Temperaturverläufen nach der Reifemethode (Maturity-Method, ASTM C1074) die aktuelle Druckfestigkeit hoch. Damit lassen sich Umschalzeiten verkürzen und Qualitätsnachweise lückenlos dokumentieren. Was Maturix nicht ist: ein KI-System mit Machine Learning. Die Reifeberechnung ist klassisch-algorithmisch, gut implementiert, aber kein selbstlernendes Modell wie bei Giatec SmartRock Pro mit Roxi. Wer das einordnet, bekommt ein bewährtes Werkzeug.
Für wen ist Maturix?
Tunnel- und Brückenbauer: Klassischer Anwendungsfall mit hohem Hebel. In Tunneln ist konventionelle Aushärtung schwer zu prüfen (Schalungswandstärke, Temperaturschwankungen, kein direkter Zugang). Maturix liefert Echtzeitdaten aus dem Bauteilinneren, wichtig für die terminkritische Tübbing- oder Spritzbeton-Logik.
Generalunternehmer auf Hochbau-Großprojekten: Bei Wohn- und Gewerbetürmen, Logistikhallen, Krankenhausbauten gibt es Dutzende bis Hunderte Betonierabschnitte. Eine Tagesverkürzung pro Abschnitt bedeutet auf Projektebene Wochen Terminersparnis. Maturix macht das Argument datenbasiert statt anekdotisch.
Schalungsunternehmen: Wer Schalung anbietet, kompromittiert wirtschaftliche Standzeiten mit den von der DIN konservativ vorgegebenen Aushärtezeiten. Mit Maturix-Daten kann die Schalung früher demontiert werden, und das gegenüber dem Bauherrn nachgewiesen. Das ist der wirtschaftliche Kern des Systems.
Fertigteilhersteller (Vorfertigung): In Beton-Fertigteilwerken zählt jede Stunde Hallenbelegung. Echtzeit-Reifeüberwachung erlaubt das gezielte Ausschalen, sobald die Festigkeit für den Transport erreicht ist, statt nach Stoppuhr.
Bauherren mit strengen Qualitätsnachweis-Pflichten: Öffentliche Auftraggeber, Bahn (DB Netz), Infrastrukturprojekte mit langen Garantiezeiten verlangen lückenlose Dokumentation der Betonqualität. Maturix-Daten sind auditfähig und können in Quality-Records eingebunden werden.
Weniger geeignet für: Einfamilienhausbau, einzelne Fundamente oder Kellersanierung (zu kleinteilig, Sensor-Investment lohnt nicht), reine Forschungsprojekte mit Bedarf an ML-getriebener Materialmodellierung, Baustellen in Regionen ohne Sigfox-Netzabdeckung.
Preise im Detail
Maturix veröffentlicht keine Preisliste. Die folgende Tabelle zeigt die Kostenbausteine, nicht konkrete Beträge, weil der Anbieter projektbasiert kalkuliert.
| Komponente | Preis | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| Orbit-K-Sensor (Hardware) | auf Anfrage | Wiederverwendbarer Funksensor mit Typ-K-Thermoelement-Anschluss, Sigfox-Konnektivität inklusive (Beleg: Sigfox Partner Network) |
| Thermoelemente | auf Anfrage | Verbrauchsmaterial, einmalig pro Messstelle, verbleiben im Beton |
| Plattform-Lizenz | auf Anfrage | Cloud-Dashboard, Datenexport, Reifeberechnung, Alarme; projektbasiert oder als Abo |
| Laborkalibrierung | Fremdleistung | Zylindertests pro Mischungsrezeptur, in der Regel über 28 Tage, meist nicht Teil des Maturix-Preises |
Einordnung: Sensor-Hardware und Plattform-Lizenz werden projektbasiert kalkuliert und hängen vom Volumen ab (Anzahl Sensoren, Projektdauer). Wirtschaftlich lohnt sich das Prinzip vor allem, wenn viele Betonierabschnitte anfallen und pro Abschnitt Aushärtezeit gegenüber der konservativen DIN-Vorgabe gespart wird: Der Tageskostensatz einer Großbaustelle übersteigt den Mehraufwand pro Messstelle in der Regel deutlich. Frühere, im Umlauf befindliche Euro-Beträge (Sensorpreise, Lizenzpauschalen) ließen sich nicht am Anbieter verifizieren und sind hier bewusst weggelassen. Wichtig vor der Erstkalkulation: die Laborkalibrierung jeder geplanten Rezeptur samt Vorlaufzeit einplanen, das vergessen viele Erstanwender und stehen dann zu Projektbeginn ohne fertige Reife-Festigkeits-Kurve da.
Stärken im Detail
Orbit-K-Sensor ist wiederverwendbar. Der Orbit-K ist laut Sigfox Partner Network ein kabelloser Temperatursensor mit Typ-K-Thermoelement-Anschluss und Sigfox-Anbindung. Verbrauchsmaterial sind nur die Thermoelementkabel, die im Bauteil verbleiben, der Sensor selbst wandert weiter zur nächsten Baustelle. Das ist ökonomisch klar besser als die vollembeddeten Wegwerf-Funksensoren der Konkurrenz, allerdings auch arbeitsaufwändiger in der Verlegung. Herstellerangaben zur Batterielaufzeit sind öffentlich nicht dokumentiert; die konkrete Standzeit vor dem Einsatz beim Vertrieb erfragen.
Cloud-Plattform mit Echtzeit-Alarmen. Die Plattform überwacht Temperatur, Reife und Festigkeit in Echtzeit (Beleg: Sigfox Partner Network). Wenn der Beton eine definierte Festigkeit unterschreitet (Frostgefahr) oder die Freigabeschwelle erreicht, lassen sich die hinterlegten Verantwortlichen automatisch benachrichtigen. Das ist die operative Stärke: Statt zur Baustelle zu fahren und ein Display abzulesen, weiß der Polier vom Smartphone, dass er ausschalen kann.
Reifemethode nach Industriestandard. Die Berechnung folgt der etablierten Maturity-Methode (ASTM C1074), einer juristisch belastbaren Methode. Das ist im Streitfall mit dem Prüfingenieur entscheidend: Reifemethode plus kalibrierte Rezeptur ergibt einen anerkannten Festigkeitsnachweis. Maturix liefert dazu die saubere Datendurchgängigkeit vom Sensor bis zum exportierbaren Bericht.
Lückenlose Dokumentation als Compliance-Hebel. Alle Temperaturverläufe, Alarmzustände und Schwellwertbestätigungen werden archiviert und sind exportierbar. Bei späteren Mängeldiskussionen oder Garantiefragen ist das Goldwert, die Beweisführung fällt deutlich einfacher, wenn dokumentierte Kontrollmessungen vorliegen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Thermoelementverlegung ist Handarbeit. Jede Messstelle braucht ein im Bauteil verlegtes Kabel, das mit dem Sensor außerhalb verbunden wird. Auf der Baustelle ist das Aufwand, gerade bei dichter Bewehrung oder komplexer Geometrie. Konkurrenten wie Giatec SmartRock bieten vollembeddete Funksensoren, die einfach in den Frischbeton geworfen werden, bequemer, aber einmalig (nicht wiederverwendbar) und entsprechend teurer pro Messung.
Kalibrierung verlangt Vorlauf. Vor produktivem Einsatz braucht jede Betonmischungsrezeptur eine Laborkalibrierung, in der Regel über 28 Tage Zylindertests, dann Aufbau der Reife-Festigkeits-Kurve. Wer das in der Projektplanung vergisst, kann nicht rechtzeitig produktiv starten. Für ad-hoc-Projekte oder ungewohnte Rezepturen ist das ein echtes Hindernis. Das ist kein Maturix-Sonderfall, sondern liegt in der Reifemethode selbst begründet.
Keine selbstlernende ML-Komponente. Maturix ist algorithmisch, nicht ML-getrieben. Die Reifeberechnung folgt fest definierten Formeln und der kalibrierten Rezeptur. Es gibt keine ML-Optimierung, die aus Tausenden Datensätzen Vorhersagen verbessert. Wer das will (etwa für Forschungsanwendungen oder zur dynamischen Mischungsoptimierung), schaut zu Giatec mit Roxi oder ähnlichen Tools.
Sigfox als Konnektivität. Sigfox ist robust und energieeffizient, aber kein Mobilfunk-Universum. In Tunneln, Tiefgaragen oder remote ländlichen Baustellen muss die Netzabdeckung vor Projektstart verifiziert werden. In der Stadt funktioniert es zuverlässig, draußen kann es eng werden.
Keine öffentlichen Preise. Weder Sensor- noch Lizenzkosten sind auf der Website einsehbar, alles läuft über den Vertrieb. Für einen schnellen Wirtschaftlichkeitsvergleich mit Alternativen ist das unpraktisch, du musst erst ein Angebot einholen.
Englische Software, deutscher Support über Vertrieb. Die Plattform-Oberfläche ist primär englisch, für deutsche Poliere und Baustellenleiter eine kleine Lernhürde. Deutscher Support läuft über den Vertrieb, ist verfügbar, aber nicht so reibungsarm wie bei rein deutschsprachigen Tools. Auch die Produkt-Roadmap ist nicht öffentlich, langfristige Feature-Pläne lassen sich nur über den Vertrieb erfahren.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| ML-basierte Betonreife mit eingebetteten Funksensoren willst | Giatec SmartRock |
| Baustellendokumentation und Projektmanagement allgemein willst | Capmo |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Concremote (Doka-Tochter, vergleichbares Konzept mit eigener Hardware-Linie), Sika ViewPoint (Sika-Lösung mit eigener Sensorserie), B4Cast (DTU-Spinoff für simulationsbasierte Beton-Temperaturvorhersage, ergänzend statt ersetzend), Insteel SmartCure (kanadische Alternative). Im Markt für IoT-Betonreife-Monitoring sind Maturix und Giatec zwei der bekanntesten Plattformen, die Wahl hängt am gewünschten Sensor-Konzept (wiederverwendbar mit Kabel vs. einmalig embeddet) und am ML-Anspruch.
So steigst du ein
Schritt 1: Erkundige dich bei maturix.com oder über den Vertrieb nach einem Pilotangebot und einer Preisindikation, da öffentliche Preise fehlen. Für den Start reichen einige wenige Orbit-K-Sensoren für ein Bauteil aus. Plane parallel die Laborkalibrierung jeder geplanten Betonrezeptur, in der Regel 28 Tage Vorlauf, am besten gleich mit dem Pilotauftrag in Gang setzen, sonst startet das Projekt mit Verzögerung.
Schritt 2: Thermoelemente vor dem Betonieren im Bauteil verlegen, üblicherweise an den kritischsten Stellen: Mitte (Wärmekern), Rand (kälteste Stelle), Schalungsnähe. Orbit-K-Sender außerhalb des Bauteils anschließen, der Sensor sendet über das Sigfox-Netz, sobald er eingeschaltet ist.
Schritt 3: Im Web-Dashboard Projekt anlegen, die hinterlegte Mischungsrezeptur auswählen und die Freigabeschwelle definieren (zum Beispiel 15 N/mm² für die erste Ausschalung, 25 N/mm² für Belastung). Sobald der Sensor diese Schwelle meldet, bekommst du eine Benachrichtigung. Die gesamte Messhistorie bleibt für Bauunterlagen und Qualitätsnachweise abrufbar, wichtig für die Übergabe an den Bauherrn.
Ein konkretes Beispiel
Illustratives Rechenbeispiel, keine Herstellerangaben und keine belegten Preise: Ein Generalunternehmer baut eine Trägerbrücke (12 Betonierabschnitte) im Schwarzwald während eines Wintermonats, Außentemperaturen schwanken zwischen minus 2 und plus 8 °C. Pro Abschnitt verlegt das Bauteam drei Maturix-Sensoren (Wärmekern, Rand, Schalungsfuß). Während nach DIN EN 13670 konservativ mehrere Tage Aushärtezeit gewartet werden müsste, zeigen die Sensoren, dass die kritischen Abschnitte die Freigabefestigkeit früher erreichen, der innere Wärmeaufbau (Hydratationswärme) im dicken Bauteil sorgt trotz kalter Außentemperatur für zügige Reife. Über zwölf Abschnitte summiert sich daraus spürbare Terminersparnis. Der operative Effekt: Die Terminplan-Reserve bleibt erhalten und teure Winterbau-Verzögerungen werden vermieden. Ob sich die Investition rechnet, hängt vom konkreten Angebot ab, das der Anbieter nur auf Anfrage nennt.
DSGVO & Datenschutz
- Anbieter: Sensohive Technologies (Dänemark), ein EU-Unternehmen. sensohive.com leitet inzwischen per Weiterleitung auf maturix.com um.
- Datenhosting: Der genaue Serverstandort ist öffentlich nicht dokumentiert. Als EU-Anbieter ist eine EU-Verarbeitung plausibel, vor Vertragsschluss aber schriftlich bestätigen lassen.
- Datenarten: Primär Messdaten (Temperatur, Zeitstempel, Standort der Baustelle), kein direkter Personenbezug. Nutzerkonten enthalten übliche Account-Daten.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Verfügbarkeit ist öffentlich nicht dokumentiert; beim Anbieter anfragen, da der Auftraggeber (Bauherr, GU) für die Bauunterlagen verantwortlich bleibt.
- Datenexport: Export-Mechanismen und Aufbewahrungsfristen vor Projektende klären, die Messhistorie gehört in die Bauakte und nicht dauerhaft nur in eine externe Cloud.
- Empfehlung für Bauunternehmen: Serverstandort, AVV und eventuelle Subunternehmer vor Beauftragung schriftlich klären, öffentlich einsehbar sind diese Punkte derzeit nicht.
Gut kombiniert mit
- Capmo, als Baustellen-Software für Dokumentation, Mängelmanagement und Kommunikation. Maturix liefert die Betondaten, Capmo bindet sie in den Projektablauf ein.
- Giatec SmartRock, für Projekte oder Teilbereiche, wo eingebettete Funksensoren (kein Kabel) wirtschaftlicher sind: kleine, schwer zugängliche Bauteile oder Vorfertigungsmodule ohne Verkabelungsmöglichkeit.
- BIM-Software (Autodesk Construction Cloud, Bentley, Allplan), Maturix-Daten lassen sich in BIM-Modelle als As-built-Information einspeisen. Der Workflow ist projektspezifisch zu klären, Schnittstellen über CSV-Export sind Standard.
Unser Fazit
Maturix verdient 3 von 5 Sternen, solide, ausgereift, wirtschaftlich für die richtige Zielgruppe. Die Plattform tut, was sie verspricht: Betonreife in Echtzeit messen, Schwellwerte überwachen, Daten lückenlos dokumentieren. Den vierten Stern verspielt Maturix in der KI-Sicht: Es ist eine algorithmische IoT-Plattform, keine ML-getriebene Lösung. Wer auf einer KI-Tool-Übersicht echtes maschinelles Lernen oder generative Insights erwartet, ist hier falsch. Auch die thermoelementbasierte Hardware ist klassisch, nicht wirklich innovativ, aber bewährt. Dazu kommen fehlende öffentliche Preise und eine intransparente Roadmap. Für Großbaustellen mit ernsthaftem Projektvolumen ist Maturix trotzdem eine gute Wahl; für kleine Bauten oder als KI-Demo eher nicht.
Was wir bemerkt haben
- Juli 2026, sensohive.com leitet inzwischen per Weiterleitung (301) auf maturix.com um. Das Produkt tritt einheitlich unter der Marke Maturix auf; Hersteller im Hintergrund bleibt Sensohive. Eine früher hier genannte Konzern-Eigentümerschaft (Saint-Gobain) sowie eine White-Label-Integration in PASCHAL-Schalungssysteme ließen sich nicht belegen und wurden aus dieser Bewertung entfernt.
- Juli 2026, Maturix veröffentlicht keine Preise. Sensor-Hardware und Plattform-Lizenz werden projektbasiert auf Anfrage kalkuliert. Frühere, in Umlauf befindliche Euro-Beträge (Sensorpreise, Lizenzpauschalen, Kalibrierungskosten) ließen sich nicht am Anbieter verifizieren und wurden aus dieser Bewertung entfernt.
- Juli 2026, Herstellerangaben zur Batterielaufzeit der Orbit-K-Sensoren sind öffentlich nicht dokumentiert. Die zuvor hier genannte Angabe von rund zehn Jahren war nicht belegt und wurde gestrichen.
- Juli 2026, Die Plattform-Oberfläche bleibt primär englisch, eine durchgängige deutsche Lokalisierung ist nicht erkennbar. Für deutsche Baustellen-Crews eine kleine, aber spürbare Hürde gegenüber ähnlichen Tools mit voller deutscher Software-Erfahrung.
- Juli 2026, Maturix hat (im Gegensatz zu Wettbewerber Giatec mit Roxi) keine veröffentlichte ML-/KI-Roadmap. Die Plattform setzt weiter auf klassische algorithmische Reifeberechnung, robust, aber kein KI-Innovationstreiber.
Quellen
- Sigfox Partner Network – Maturix In-situ Produktseite. https://partners.sigfox.com/products/maturix-in-situ (abgerufen am 2026-07-18). Maturix In-situ kombiniert den Orbit-K-Sensor (kabelloser Temperatursensor mit Typ-K-Thermoelement-Anschluss, verfügbar in mehreren Funkvarianten RC1/RC2/RC4/RC7) mit einer Sigfox-Funkanbindung inklusive Sigfox-Konnektivität und einer Cloud-Plattform zur Echtzeit-Überwachung von Temperatur, Reife und Festigkeit im Beton. Hersteller ist Sensohive, kommerziell verfügbar seit Januar 2019..
- Maturix – Startseite. https://maturix.com (abgerufen am 2026-07-18). Maturix bietet Echtzeit-Betonreife-Monitoring mit kabellosen Sensoren und Software für schnellere, sicherere Bauentscheidungen; genannte Zielsegmente sind Hochbau, Brücken, Tunnel und Fertigteile (Precast)..
- Sensohive – Weiterleitung auf maturix.com. https://sensohive.com (abgerufen am 2026-07-18). sensohive.com wird per 301 auf maturix.com weitergeleitet; das Produkt tritt einheitlich unter der Marke Maturix auf, Hersteller im Hintergrund bleibt Sensohive..
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